Radebeul, Landesbühne Sachsen, GRÄFIN COSEL, Arturo Ui, Vermessung und mehr, 11.11.2017

Landesbühnen Sachsen 

Landestheater Sachsen / Gräfin Cosel - Ana Pereira, Morgan Perez, Joana Martins © Hagen König

Landestheater Sachsen / Gräfin Cosel – Ana Pereira, Morgan Perez, Joana Martins © Hagen König

Tanztheater  GRÄFIN COSEL

von Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos mit Musik von Antonio Vivaldi und Johann Adolph Hasse bis hin zu Kompositionen der Gegenwart

Premiere / Uraufführung am Sonnabend, 11.November 2017, 19.00 Uhr in den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

Jeder Dresdner, der einmal die Burg Stolpen besucht hat, weiß, dass es sich bei der Reichsgräfin von Cosel um eine Frau mit einem äußerst tragischen Schicksal handelt: Fast 50 Jahre lebte sie eingesperrt auf dieser Burg! Und das, nachdem sie jahrelang die verwöhnte Mätresse des sächsischen Königs August des Starken gewesen war und ihm zudem drei Kinder geboren hatte. Wer brachte die schöne, intelligente aber auch ehrgeizige Frau zu Fall?

War sie es selbst, da sie sich – ihrer herausragenden Rolle bei Hofe sicher – in die Politik einzumischen begann? Verspielte sie die Gunst des Königs persönlich oder hatte sie sich mächtige Feinde geschaffen, die sie vom Hof zu entfernen trachteten? Das Eheversprechen, das sie dem verheirateten König abgerungen hatte für den Fall, dass er Witwer würde und auf dem sie trotzig bestand, wurde ihr schließlich zum Verhängnis …

Der Tanzabend von Carlos Matos gibt Einblick in die bewegte Jugend einer der schillerndsten Gestalten der sächsischen Geschichte: Von ihrem Gefängnis aus erinnert sich Anna Constantia an die aufregende Zeit, als sie – noch Gattin des Freiherrn von Hoym – König August bei dem Brand ihres Hauses zum ersten Mal begegnete, an ihre glücklichen Jahre bei Hofe bis hin zu ihrer Verbannung nach Pillnitz und an ihren Fluchtversuch, der sie schließlich die Freiheit kostete. Eine Freiheit, mit der sie nach dem Tode des Königs allerdings nichts mehr anzufangen weiß:

Selbst wenn sie könnte – sie wird die Burg nicht mehr verlassen.

Choreografie : Carlos Matos und Wencke Kriemer De Matos, Ausstattung: Annett Hunger
Es tanzt die Tanzcompagnie der Landesbühnen Sachsen


Landestheater Sachsen / Der Aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui - Michael Bernd-Canana, Sanndra Maria Huimann © Hagen König

Landestheater Sachsen / Der Aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui – Michael Bernd-Canana, Sanndra Maria Huimann © Hagen König

Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui  von Bertolt Brecht

Premiere am Sonnabend, 25.11.2017, 19.00 Uhr in den Landesbühnen Sachsen in Radebeul

Rezession, Inflation und Reformstau lähmen das Land. Nullwachstum ist angesagt. Großunternehmen stehen vor dem Aus. Die Regierung lehnt Finanzspritzen zur Ankurbelung der Wirtschaft ab. Trotz dieser angespannten Lage zeichnen – auf einem Empfang der mittelständischen Industrie – leitende Herren des Karfiol-Trusts den Regierungschef, in Würdigung seiner langjährigen Verdienste, mit der Aktienmehrheit einer Reederei und einem kleinen Haus am See aus. Wenige Tage später dringen Gerüchte von einem Bestechungsskandal ungeahnten Ausmaßes an die Öffentlichkeit. Im Gegenzug der Ehrung sollen Anleihen für den Trust in Millionenhöhe geflossen sein, die in dunklen Kanälen versickerten. Ein unabhängiger Untersuchungsausschuss nimmt die Arbeit auf. Überraschend ergreift der weitgehend unbekannte Geschäftsmann Arturo Ui die Partei des angeschlagenen Staatsoberhaupts. Ein Hauptbelastungszeuge begeht im Zuge der Ermittlungen Selbstmord, ein anderer wird unmittelbar vor der Aussage erschossen. Mangels weiterer Beweise wird die Untersuchung eingestellt. Der Regierungschef reicht seinem Retter die Hand. So legitimiert, garantiert Ui den Unternehmern gegen ein Schutzgeld immerwährende Sicherheit und den Weg aus der Krise. Da legt ein gesichtsloser Feind die Dockanlagen der Stadt in Schutt und Asche. Arturo schwört Rache, auch den Feinden in den eigenen Reihen. Und er hält Wort. Denn nichts geht über den Glauben und das Vertrauen an ihn und die Sache. Dieser Glaube gibt Arturo auch die Zuversicht, andere Länder von seinem Weg zu überzeugen.

1941, im finnischen Exil, schrieb Brecht diesen Politthriller aller erster Güte, darüber wie Korruption und kriminelle Verquickungen von Wirtschaft, Politik und Medien Menschen an die Macht spülen, die die Welt in Angst und Schrecken versetzen.

Inszenierung Peter Kube, Ausstattung Stefan Wiel

Darsteller: Giri, Flake – Marcus Staiger ; Clark, Verteidiger – Felix Lydike ; Butcher, Richter -Johannes Krobbach ; Sheet, Bowl, Givola –  Grian Duesberg ; Dogsborough, Ankläger – Tom Hantschel ; Fish, Inna – Luca Lehnert; Dockdaisy, O’Casey, Hook – Julia Vincze ; Ted Ragg, Betty – Sandra Maria Huimann ; Ui –  Michael Berndt-Cananá ; Roma – Sebastian Reusse ; Goodwill, Dullfeet –  Michael Heuser ; Schauspieler – Matthias Henkel ; Junger Dogsborough, Kindersoldat N.N., Pianist N.N., Gunmen etc. Komparserie der LBS

Nächste Termine:
26.11.2017, Sonntag  Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne · Radebeul  19:00 Uhr
30.12.2017, Samstag,  19:30 Uhr
05.01.2018, Freitag, Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne · Radebeul, 19:30 Uhr
13.01.2018, Samstag 19:30 Uhr
26.01.2018, Freitag  20:00 Uhr
03.03.2018, Samstag  19:30 Uhr


Die Vermessung  der Welt

Schauspiel nach dem Roman von Daniel Kehlmann,

Bühnenfassung von Dirk Engler in einer Inszenierung der Landesbühnen Sachsen

Premiere am Sonnabend, 14.10.2017, 19.30 Uhr  im Theater Meißen

Zum Deutschen Naturforscherkongress 1828 in Berlin treffen sich zwei Wissenschaftler, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Alexander von Humboldt, Forscher, Abenteurer und «zweiter Entdecker Amerikas», und Carl Friedrich Gauß, Mathematiker, Astronom und Misanthrop. Und doch haben beide ein Ziel und eine Passion: die Vermessung der Welt.

Der ehemalige Student der Geologie und Mineralogie an der Bergakademie Freiberg, Humboldt, erforscht mit großer Akribie alles, was ihm begegnet. Er kämpft sich durch Urwald und Steppe, kostet Gifte, befährt den Orinoco, besteigt Vulkane, begegnet Seeungeheuern und Menschenfressern. Gauß hingegen verlässt einen Ort, an den er sich gewöhnt hat, nur unter Strafandrohung und kommt so sein Leben lang nicht über das Planquadrat Braunschweig / Göttingen hinaus. In seinem Kopf wird der Raum, den er nie gesehen hat, berechenbar. Er, der nicht ohne Frau leben kann, springt selbst in seiner Hochzeitsnacht aus dem Bett, um eine Formel zu Ende zu bringen. Gauß dringt in Sphären vor, wo sich im Unendlichen die Parallelen berühren und entdeckt fünfzig Jahre vor Einstein durch abstrakte Betrachtungsweise, dass der Raum gekrümmt sein muss.

Mit Fantasie und viel Humor beschreibt Kehlmann das Leben dieser beiden Genies und ihr Ringen um Erkenntnis mitsamt ihren Sehnsüchten und Schwächen, zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Was beide zu einer Einheit werden lässt, ist die spannende Frage nach dem Verhältnis von Geist und Raum, das sie auf jeweils eigene Art definieren und leben. Ein weltumspannendes Abenteuer, das die große Welt in poetischer Verdichtung auf die Bühne bringt!

Kurz: Zum Deutschen Naturforscherkongress 1828 in Berlin treffen sich zwei sehr unterschiedliche Genies: Alexander von Humboldt, Forscher und «zweiter Entdecker Amerikas», und Carl Friedrich Gauß, der große Mathematiker und Astronom. Und doch haben beide das gleiche Ziel: die Vermessung der Welt. Was sie zu einer Einheit werden lässt, ist die spannende Frage nach dem Verhältnis von Geist und Raum, das sie auf jeweils eigene Art definieren und leben. Ein höchst vergnügliches und weltumspannendes Abenteuer, das die große Welt in poetischer Verdichtung auf die Bühne bringt!

Inszenierung: Lutz Hillmann; Ausstattung: Miroslaw Nowotny

Darsteller:  Daguerre  -Anke Teickner; Humboldts Assistent, Büttner, Lampe, Wahrsager, Eingeborenen, Missionar, Stimme, Vogt – Tom Hantschel, Alexander von Humboldt  – Michael Berndt-Cananá; Bonpland – Jens Bache; Gauss – Grian Duesberg;, Eugen, Eingeborener 2  – Johannes Krobbach; Alle Frauenrollen, Herzog, Der Bärtige, Eingeborener 3  – Julia Vincze

Intendant Manuel Schöbel

„Die Landesbühnen Sachsen spielen seit Jahrzehnten im Theater Meissen. Wir wollen diese Tradition weiterführen und arbeiten mit der neuen Theaterleiterin Ann- Kristin Böhme intensiv zusammen. Und dies nicht nur im gemeinsamen Wirken bei den Neuen Burgfestspielen Meissen. In dieser Spielzeit spielen wir 16 Vorstellungen im Theater Meissen vom Weihnachtsmärchen „Die Goldene Gans und was wirklich kleben beleibt“ über „Heute Abend: Lola Blau“ bis hin zu „Der Vetter aus Dingsda“ im Frühjahr. Das Theater Meissen zählt zu den Gastspielorten mit den häufigsten Gastspielen, so dass ich sagen kann, wir sind dort schon wie zu Hause.

Unsere Premieren im Theater Meissen haben Tradition. So kamen „Zar Wasserwirbel“, die Operette Frau Luna im Mai 2013 und „Das Geheimnis der blauen Schwerter“ im April 2016  hier zur Premiere.

Das Besondere in diesem Jahr ist, das der gesamte Endprobenprozess- von der   technischen Einrichtung, Beleuchtungsprobe  über die gesamten Endproben in den 14 Tagen vor der Premiere im Theater Meissen stattfinden. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit.“

Termine:
Sa  14.10.2017     19:30   Prem      Vermessung der Welt MEISSEN/Theater
Fr   20.10.2017     20:00                  Vermessung der Welt  Hauptbühne
So  22.10.2017     15:00                  Vermessung der Welt  Hauptbühne
Do 11.01.2018  19:30              Vermessung der Welt  Bautzen/ Deutsch-sorbisches Volkstheater.
So     28.01.2018     19:00             Vermessung der Welt  Hauptbühne
Sa     03.02.2018     19:30             Vermessung der Welt   Bautzen/Volksth.
So     04.03.2018     15:00            Vermessung der Welt  Bad Elster/ König-Albert-Theater
Fr      16.03.2018     19:30             Vermessung der Welt  Bautzen/Volksth.
Sa     24.03.2018     19:30             Vermessung der Welt  Hauptbühne;

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