Stuttgart, Oper Stuttgart, Premiere Hänsel und Gretel, 22.10.2017

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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

 Märchenoper Hänsel und Gretel

Inszenierung und Ausstattung Kirill Serebrennikov; Georg Fritzsch dirigiert

In Stuttgart war Engelbert Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel zuletzt im Jahr 1995 in einer Neuinszenierung zu sehen. Nun präsentiert der vielfach ausgezeichnete Theater-, Opern- und Filmregisseur Kirill Serebrennikov, der zuletzt mit seiner Aufsehen erregenden Stuttgarter Salome begeisterte, am Sonntag, 22. Oktober 2017, um 18 Uhr dem Stuttgarter Publikum eine neue Sicht auf das Werk. Zugleich verantwortet der Regisseur auch die Ausstattung der Neuproduktion. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Georg Fritzsch, Generalmusikdirektor am Theater Kiel. Er zog das Stuttgarter Publikum zuletzt mit seinen Interpretationen von Strauss‘ Opern Elektra, Ariadne auf Naxos und Der Rosenkavalier in den Bann.

Staatsoper Stuttgart / Kirill Serebrennikov © Dominique-Brewing

Staatsoper Stuttgart / Kirill Serebrennikov © Dominique-Brewing

Mit seiner Neuinterpretation von Humperdincks Hänsel und Gretel wagt Kirill Serebrennikov ein künstlerisches Experiment: Seine Inszenierung soll aus einem Stummfilm mit szenischer Handlung bestehen. Der Film wird zentral auf der Bühne zu sehen sein, während die live agierenden Sängerinnen und Sänger in dem einem Tonstudio gleichenden Bühnenraum diesen Film zeitgleich „synchronisieren“, sich jedoch im Verlauf der Oper mehr und mehr mit den Figuren im Film identifizieren.

Ausgangspunkt von Kirill Serebrennikovs Interpretation der vielleicht berühmtesten aller Märchenopern ist das Libretto von Adelheit Wette, das eine Welt tiefer sozialer Not zeichnet: „Herrgott, wirf Geld herab! Nichts hab ich zu leben, kein Krümchen, den Würmern zu essen zu geben“. Der verzweifelte Ausruf von Hänsels und Gretels Mutter bringt die Situation der Familie auf den Punkt. Der Hunger zehrt an allen, die Kinder müssen arbeiten und dürfen nicht spielen, der Vater betäubt seine Situation mit Alkohol. Kein Wunder, dass die Kinder – in die Wildnis geschickt und unter Ängsten dort eingeschlafen – eine Gegenwelt vor sich sehen: ein komplett essbares Haus, scheinbar für sie allein. Aber dieses Haus ist nicht zum Verzehr für sie gedacht, im Gegenteil: Hier sollen die Kinder selbst verspeist werden. Serebrennikov sucht die bittere Armut der Kinder dort, wo wir sie heute am ehesten vermuten: in Afrika. So begegnen uns in Hänsel und Gretel zwei ruandische Kinder, die von ihrer überforderten Mutter zur Nahrungssuche in den Großstadtdschungel der ruandischen Hauptstadt Kigali geschickt werden, während der Vater sich in der Kneipe betrinkt.

Bei der Premiere am 22. Oktober 2017 debütieren die Ensemblemitglieder Diana Haller und Esther Dierkes in den beiden Titelpartien. Daniel Kluge wird erstmals als Knusperhexe zu erleben sein. Ks. Michael Ebbecke und Irmgard Vilsmaier als Gast werden Vater bzw. Mutter singen. Die junge irische Sopranistin Aoife Gibney, 2017/18 neu im Opernstudio Stuttgart, wird erstmals als Sandmännchen und Taumännchen zu erleben sein.


Begleitveranstaltungen zu Hänsel und Gretel
Öffentliche Probe,  Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.


Einführungsmatinee    Sonntag, 15. Oktober 2017, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang
Das Produktionsteam gibt Einblicke in die Konzeption der Neuinszenierung.


Nach(t)gespräche   Samstag, 4. November 2017, Samstag, 2. Dezember 2017, Samstag, 16. Dezember 2017

Das Produktionsteam beantwortet im Anschluss an die Vorstellung Fragen der Zuschauer.


 

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