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Berlin, Staatsoper im Schillertheater, Premiere La damnation de Faust von Hector Berlioz, 27.05.2017

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Redaktion
08. May 2017
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Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla
Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Premiere La damnation de Faust von Hector Berlioz 27.05.2017

Simon Rattle dirigiert die Premiere von Hector Berlioz’ »La damnation de Faust« in der Inszenierung von Terry Gilliam – mit u. a. Magdalena Kožená, Charles Castronovo und Florian Boesch

Die nächste Premiere an der Staatsoper im Schiller Theater ist am 27. Mai Hector Berlioz’ »La damnation de Faust« in der Inszenierung von Terry Gilliam, der mit dieser Produktion 2011 an der English National Opera London sein Opernregiedebüt gab. Die musikalische Leitung der Staatskapelle Berlin und des Staatsopernchors übernimmt Simon Rattle. Zum Solistenensemble zählen Magdalena Kožená als Marguerite, Charles Castronovo in der Titelpartie, Florian Boesch in der Rolle des Méphistophélès sowie Jan Martiník (Brander).

Der Filmregisseur und Drehbuchautor Terry Gilliam ist Mitbegründer von »Monty Python« und darüber hinaus bekannt durch Filme wie u. a. »Brazil«, »12 Monkeys«, »Fear and Loathing in Las Vegas«, »Brothers Grimm«, »Das Kabinett des Doktor Parnassus« oder »The Zero Theorem«. Derzeit dreht er an seinem nächsten Projekt »The Man Who Killed Don Quixote«.

In der Auseinandersetzung mit dem 1846 uraufgeführten Werk von Hector Berlioz setzt Gilliam seine eigene Interpretation der bekannten Faust-Handlung in Szene. Ähnlich wie Thomas Mann in seinem Roman »Doktor Faustus« spannt er einen historischen Bogen von der Romantik über den 1. Weltkrieg, das Erstarken der NSDAP und der Olympiade 1936 bis hin zum Untergang des Dritten Reiches. Mit epischen und ausdrucksstarken Bildern vermittelt Gilliam in seiner Faust-Rezeption Einblicke in über 100 Jahre deutscher Kulturgeschichte. Als optische Ergänzung des historischen Rahmens ist das Bühnenbild bekannten Kunstwerken aus unterschiedlichen Epochen nachempfunden: die Naturromantik von Caspar David Friedrich wird abgelöst vom provokativen Realismus eines Otto Dix und George Grosz sowie von der Filmästhetik Leni Riefenstahls aus den 1930er Jahren.

In der Rolle der Marguerite ist die tschechische Mezzosopranistin Magdalena Kožená zu erleben, die nach ihren Auftritten in der Neuproduktion von Bohuslav Martin?s »Juliette« in der letzten Spielzeit an die Staatsoper Berlin zurückkehrt. Erstmals singt sie diese Partie in einer szenischen Aufführung. Die Rolle des Faust übernimmt Tenor Charles Castronovo, der seine Karriere als festes Ensemblemitglied an der Los Angeles Opera begann und den diverse Engagements u. a. an die Metropolitan Opera New York, das Royal Opera House Covent Garden, die Wiener Staatsoper, das Gran Teatre del Liceu, die Bayerische Staatsoper und zu den Salzburger Festspielen führten. Florian Boesch, zur Zeit »artist in residence« im Wiener Konzerthaus, verkörpert Méphistophélès und Ensemble-Mitglied Jan Martiník tritt als Brander auf. Für Simon Rattle, der die Staatskapelle in dieser Spielzeit auch bei vier Vorstellungen von Leoš Janá?eks »Katja Kabanowa« dirigieren wird (14. bis 25. Juni), ist es die vierte Neuproduktion an der Staatsoper Unter den Linden.

Zur Vorbereitung auf die Premiere findet am Sonntag, den 21. Mai um 11 Uhr im Gläsernen Foyer des Schiller Theaters eine Einführungsmatinee mit der Musikwissenschaftlerin Prof. Dr. Elisabeth Schmierer statt. Der Eintritt ist frei.

LA DAMNATION DE FAUST
Légende dramatique in vier Aufzügen von Hector Berlioz
Premiere am Samstag, den 27. Mai 2017 um 18:00 Uhr
Weitere Vorstellungen am 1., 4., 9. und 11. Juni 2017
Staatsoper im Schiller Theater

Eine Werkeinführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt.

—| Pressemeldung Staatsoper im Schillertheater |—


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