Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Turandot von Giacomo Puccini, 04.03.2017

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Turandot - Zoran Todorovich (Kalaf), Linda Watson (Turandot) © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Turandot – Zoran Todorovich (Kalaf), Linda Watson (Turandot) © Hans Jörg Michel

 Turandot von Giacomo Puccini

in fernöstlicher Anmutung kommt am Samstag, 4. März 2017, um 19.30 Uhr, das berühmte Märchen von der schönen wie kaltherzigen chinesischen Prinzessin Turandot auf die Bühne des Düsseldorfer Opernhauses. Weitere Vorstellungen am 8.3.2017, 11.3.2017, 16.3.2016, 19.3.2017, 23.3.2017, 29.3.2017

Deutsche Oper am Rhein / Turandot - Yi-An Chen (Tänzerin), Daniel Djambazian (Mandarin), Chor © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Turandot – Yi-An Chen (Tänzerin), Daniel Djambazian (Mandarin), Chor © Hans Jörg Michel

Als Koproduktion mit dem National Kaohsiung Center for the Arts (Weiwuying), Taiwan, präsentiert Regisseur Huan-Hsiung Li seinen Blick aus Fernost auf Puccinis Meisterwerk, der behutsam historische Inhalte mit aktuellen Bezügen verknüpft. Besonders ins Auge fallen die prächtigen Kostüme von Hsuan-Wu Lai, die auf perfekte Weise Symbolkraft und Schönheit miteinander vereinen.

In der Titelrolle ist die international gefeierte Linda Watson zu erleben, die seit 2013 wieder dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein angehört. Als Kalaf gastiert Yonghoon Lee, der ebenfalls auf den großen Bühnen der Welt zu Hause ist. Zahlreiche Ensemblemitglieder sind zudem in Rollendebüts zu erleben: Anke Krabbe als Liù, Dmitri Vargin als Ping, Luis Fernando Piedra als Pong, Günes Gürle als Timur sowie Richard Šveda als Mandarin. Chor und Extrachor der Deutschen Oper am Rhein und der Kinderchor am Rhein ergänzen das Ensemble. Es spielen die Düsseldorfer Symphoniker.

Deutsche Oper am Rhein / Turandot -Chor, Extrachor, Statisterie © Hans Jörg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Turandot -Chor, Extrachor, Statisterie © Hans Jörg Michel

Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Wen-Pin Chien, der auch in Kaohsiung am Pult stehen wird, wenn voraussichtlich im Oktober 2018 in der Hafenmetropole im Süden Taiwans mit dieser Koproduktion ein hochmodernes Kultur­zentrum für mehr als 6.000 Opern-, Theater- und Konzert­besucher eröffnet wird.

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Es ist die älteste deutsch-chinesische Städtepartnerschaft, die seit mehr als drei Jahrzehnten zwischen Duisburg und der zentralchinesischen Stadt Wuhan besteht. Was zunächst vor allem wirtschaftlich motiviert war, hat längst auch den kulturellen Transfer beflügelt, und das Interesse an China nimmt zu.

Duisburg und das ferne „Reich der Mitte“ pflegen eine sehr rege Beziehung. Erst im vergangenen Jahr war der chinesische Staatspräsident Xi Jinping im Duisburger Hafen zu Gast, um den „Yuxinou“-Güterzug ankommen zu sehen, der seit 2011 regelmäßig auf einer Strecke von mehr als 10.000 km zwischen Duisburg und der Millionenmetropole Chongquin pendelt. Was er an räumlicher Distanz überwindet, das überbrücken andere Einrichtungen an ideeller Distanz. 2009 richtete das Konfuzius-Institut Metropole Ruhr seinen Sitz in Duisburg ein und auch an dem gerade erst zu Ende gegangenen Kunstmarathon CHINA 8 war die Stadt durch das Lehmbruck-Museum und das MKM Museum Küppersmühle mit informativen Ausstellungen über das moderne China und seine Kunst beteiligt. Dass die Deutsche Oper am Rhein nun im Theater Duisburg eine Neuproduktion von Puccinis „Turandot“ ankündigt, mag in diesem Kontext weniger ungewöhnlich erscheinen. Schließlich handelt es sich um ein Standardwerk des internationalen Opernbetriebs, das vor über 90 Jahren von einem italienischen Komponisten geschaffen wurde, der sich damit auch nicht unbedingt als Kosmopolit ausweisen wollte. Doch gerade der gegenwärtige kulturelle Annäherungs- und Öffnungsprozess konnte auf „Turandot“ ein neues Licht werfen, in dem uns China und seine rätselhafte Prinzessin vertrauter werden.

Regisseur Huan-Hsiung Li vergleicht Turandot mit dem heutigen China. „Bevor Turandot ihre Fragen stellt, werden wir an die Vergangenheit erinnert. Das sind keine glorreichen Zeiten oder glücklichen Erinnerungen. Da gibt es Furcht, Erniedrigung und Feindschaft, genau wie in der Geschichte Chinas. Dennoch hadert China nicht mit dem Rest der Welt. Die Prüfungen, von denen das Märchen handelt, sind ein Mittel der Distanz. Aber sie sind auch ein riskantes Unternehmen. Wenn der Aufstieg Chinas die Welt zum Verlierer macht, dann wird die Liebe der Prinzessin ein verzweifeltes Ende finden.“ Für seine Interpretation wählt er einen symbolischen Weg. In der Optik der Bühne und durch die phantasievollen Kostüme soll der Parabelcharakter der Oper bewahrt werden. Als Traumsequenz umgedeutet ist sie aber auch eine Aufforderung, über unser Verhältnis zu China nachzudenken, das trotz aller wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen noch immer viele Rätsel aufgibt.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

 

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