Leipzig, Oper Leipzig, Premiere THE RAKE’S PROGRESS, 05.04.2014

März 27, 2014  
Veröffentlicht unter Oper Leipzig, Premieren, Pressemeldung

Oper Leipzig

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

DAMIANO MICHIELETTO INSZENIERT STRAWINSKYS “THE RAKE’S PROGRESS” AN DER OPER LEIPZIG

Oper Leipzig / The Rake's Progress - Karin Lovelius (Baba the turk) - Norman Reinhardt (Tom Rakewell) © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / The Rake’s Progress – Karin Lovelius (Baba the turk) – Norman Reinhardt (Tom Rakewell) © Kirsten Nijhof

„Es ist ein fantasievolles und grausames Märchen, eine Reise ins Verderben, ein gefährliches Spiel mit dem Feuer. Es ist aber auch eine Parabel auf die Modernität und den heutigen Zynismus, in einem Zeitalter in dem alles an seinem monetären Wert gemessen wird”, meint der italienische Regisseur Damiano Michieletto, der im Leipziger Opernhaus Igor Strawinskys „The Rake’s Progress“ (Die Karriere eines Wüstlings) inszeniert und damit sein Deutschlanddebüt feiert. Zu seinem Team gehören Paolo Fantin, der für das Bühnenbild verantwortlich zeichnet und die Kostümbildnerin Carla Teti; das Lichtdesign ist von Alessandro Carletti.

Die PREMIERE ist am SAMSTAG, 05. APRIL 2014. Das Gewandhausorchester spielt unter der Leitung des stellvertretenden Generalmusikdirektors Anthony Bramall. Die Inszenierung ist eine Koproduktion mit dem Teatro La Fenice in Venedig und wird dort ab dem 27. Juni zu sehen sein. Hier wurde „The Rake’s Progress” 1951 unter der Leitung des Komponisten und unter Mitwirkung von Chor und Orchester der Mailänder Scala mit stürmischen Erfolg uraufgeführt.

Oper Leipzig / The Rake's Progress - Tuomas Pursio (Nick Shadow) und Ensemble © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / The Rake’s Progress – Tuomas Pursio (Nick Shadow) und Ensemble © Kirsten Nijhof

„An einem friedlichen Wochenende in einer Vorstadtidylle zwischen Barbecue, Rasenmähen und Autowaschen beginnt eine Reise, die in den typischen Obsessionen unserer Zeit enden soll. Die Szene wird von riesigen Neonschildern dominiert, die die lateinischen Wörter der sieben Todsünden zeigen, diese brechen am Ende zusammen und formen einen rostigen Käfig: es ist die Illusion von Glück, die zur Selbstzerstörung führt. Die Hauptfigur Tom Rakewell endet nach exzessiven Orgien, in denen er die Todsünden durchlebt, im Irrenhaus, bei uns ein zunächst mit Gold gefüllter Swimmingpool, der sich nach und nach in eine Schlammpfütze verwandelt.

Zum Schluss fällt der glitzernde Varieté- Vorhang und hastig wird die Moral von der Geschicht formuliert: MÜSSIGGANG IM HANDELN UND EITELKEIT IM DENKEN RUFEN STETS DEN TEUFEL AUF DEN PLAN“, erläutert der Regisseur, den die nächsten Engagements zu den Salzburger Pfingstfestspielen, an das New National Theatre Tokyo, an die Opéra National de Paris, an das Covent Garden Royal Opera House London und an die Met New York führen. „Die subtile musikalische Ironie Strawinskys, ist perfekt mit den Worten W. H. Audens verbunden; ein Autor, der die Persönlichkeit seiner Charaktere höchst präzise beschreiben konnte. Eine Bildserie des englischen Zeichners William Hogarth von 1733 hatte Igor Strawinsky zur Komposition der Oper inspiriert. Die Zusammenarbeit von Auden und Strawinsky hat die Geschichte, die also eher auf bildhafte als literarische Quellen zurückgreift, zu einem echten Klassiker in der Operngeschichte gemacht.“

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