Stuttgart, Oper Stuttgart, 2. Kammerkonzert – Gefühl aus Ost, 29.11.2017

November 17, 2017 by  
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Oper Stuttgart

Staatsoper Stuttgart / Madeleine Przybyl, Johann Blanchard und Michael Gross © Sebastian Klein

Staatsoper Stuttgart / Madeleine Przybyl, Johann Blanchard und Michael Gross © Sebastian Klein

„Gefühl aus Ost“ – Chopin, Bartók, Dohnányi

Mitglieder des Staatsorchesters widmen sich im 2. Kammerkonzert am Mittwoch, 29. November 2017, um 19.30 Uhr im Mozartsaal der Liederhalle Werken von Chopin, Bartók und Dohnányi 

„Allegro con sentimento“ überschreibt Ernst von Dohnányi den dritten Satz seines in  Budapest entstandenen Sextetts – und mit viel Gefühl spannen sich sehnsuchtsvolle Melodielinien in die Weite… Béla Bartók war ein Landsmann Dohnányis, und wie dieser den Finalsatz seines Sextetts in der Art eines Ragtimes eröffnet, bezieht auch Bartók Jazz-Elemente in seine Musik mit ein. So steckt viel Westen in diesen Benny Goodman auf den Leib geschriebenen Contrasts – aber doch auch viel Gefühl aus Ost, von dem in schönster Fülle Frédéric Chopins Klaviertrio kündet. Dieses Frühwerk aus Warschauer Zeiten erscheint in diesem Kammerkonzert in einem so überraschenden wie faszinierenden Klanggewand: in einer Fassung mit Viola, wie sie Chopin als Ideal einst vorgeschwebt hatte.

Programm
Frédéric Chopin: Trio g-moll op. 8 für Viola, Violoncello und Klavier (1829)
Béla Bartók: Contrasts für Klarinette, Violine und Klavier (1938)
Ernst von Dohnanyi: Sextett C-Dur op. 37 für Klarinette, Horn, Violine, Viola, Violoncello und Klavier (1935)

Mitwirkende
Muriel Bardon (Violine), Alexander Jussow (Violine), Madeleine Przybyl (Viola), Michael Groß (Violoncello), Frank Bunselmeyer (Klarinette), Susanne Wichmann (Horn), Johann Blanchard (Klavier), Alan Hamilton (Klavier)

Einführung
mit Rafael Rennicke, Dramaturg der Oper Stuttgart, um 19:00 Uhr im Mozartsaal, PMStoSt

 

Altenburg, Theater und Philharmonie Thüringen, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, 12.11.2017

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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater&Philharmonie Thüringen AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY von B. Brecht u. K. Weill Premiere: 3.3.17 Gr. Haus Gera Christel Loetzsch (Leokadja Begbick) © Sabina Sabovic

Theater&Philharmonie Thüringen AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY von B. Brecht u. K. Weill Premiere: 3.3.17 Gr. Haus Gera Christel Loetzsch (Leokadja Begbick) © Sabina Sabovic

 Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny 

Bertold Brecht / Kurt Weill

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny steht ab 12. November auf dem Spielplan des Landestheaters Altenburg. Die Premierenvorstellung im Großen Haus beginnt um 18.00 Uhr. Weitere Vorstellungen am

Die 1930 in Leipzig uraufgeführte Oper thematisiert die Auswüchse von Kapitalismus, übermäßiger Freizeit und ungebremstem Konsum und die mit ihnen verbundenen Illusionen. Zu den Texten von Bertolt Brecht (1898-1956) schrieb Kurt Weill (1900-1950) eingängige Songs, mal schmissig, mal sentimental, machte Anleihen bei der klassischen Musik von Bach bis Wagner, integrierte europäische und amerikanische Populärmusik, verschachtelte die Elemente gekonnt und schuf eine ganz eigene, bis heute gültige und eingängige Musik.

Die musikalische Leitung übernimmt Takahiro Nagasaki. Roland Schwab inszenierte in der Ausstattung von Christl Wein-Engel. In den Partien: Leokadja Begbick: Christel Loetzsch, Fatty: Timo Rößner / Paul Kroeger, Dreieinigkeitsmoses: Kai Wefer, Jenny Hill: Anne Preuss,  Jim Mahoney: Hans-Georg Priese, Jack O‘Brien: Peter Koppelmann/ Alexander Voigt, Bill: Johannes Beck,  Joe: Ulrich Burdack , Tobby Higgins: Florian Neubauer. Der Opernchor singt in der Einstudierung von Holger Krause.

 Theater und Philharmonie Thüringen / AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY - von B. Brecht u. K. Weill Premiere: 3.3.17 Gr. Haus Gera Mitte vorn: Anne Preuß (Jenny Hill) Paul Kroeger (Fatty) © Sabina Sabovic

Theater und Philharmonie Thüringen / AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY – von B. Brecht u. K. Weill Premiere: 3.3.17 Gr. Haus Gera Mitte vorn: Anne Preuß (Jenny Hill) Paul Kroeger (Fatty) © Sabina Sabovic

Der Witwe Begbick, Fatty und Dreieinigkeitsmoses ist im Leben nur wenig geglückt. Wegen verschiedener Vergehen steckbrieflich verfolgt, suchen sie ihr Heil in der Gründung der Stadt Mahagonny mitten in der Wüste. Schnell verbreitet sich der Ruf, dass hier alles erlaubt sei, was andernorts verboten ist. Und so entfaltet Mahagonny eine große Anziehungskraft für Vergnügungssüchtige, Glücksspieler und Liebestolle. Es kommen Heilsbringer, Holzfäller und Huren. Nur ein Verbrechen wird in dieser Stadt verfolgt: kein Geld zu haben.

Roland Schwab inszenierte bei Theater&Philharmonie Thüringen bereits Jules Massenets Oper „Werther“ und Franz Lehárs Operette „Die lustige Witwe“.

Roland Schwab, geboren 1969 in Saint Cloud/Paris, wuchs in München auf. Nach Studiensemestern in Germanistik und Physik begann er 1992 an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Hamburg das Studium der Musiktheater-Regie unter Prof. Götz Friedrich. Noch während des Studiums war er Assistent am Opernstudio Karlsruhe und an der Opéra National du Rhin, Strasbourg, bei Prof. Renate Ackermann. Weitere Assistenzen bei Götz Friedrich, Harry Kupfer und Ruth Berghaus führten ihn an die Deutsche Oper Berlin, die Hamburgische Staatsoper, sowie an die Oper Zürich. Besonders Ruth Berghaus, deren Meisterschüler er 1994 wurde, verdankte er wichtige Impulse. 1997 führte ihn ein Gastspiel an das Berliner Ensemble, an dem er FRANK ALERT MEETS BRECHT inszenierte. Nach seinem Studium in Hamburg, das er mit Auszeichnung abschloss, war Roland Schwab von 1998 an Assistent von Christine Mielitz am Meininger Theater (DER RING DES NIBELUNGEN), an welchem er schließlich, ab 2002, als Oberspielleiter wirkte. Am Meininger Theater inszenierte er zwei Mozart-Produktionen, COSI FAN TUTTE (2001) und LE NOZZE DI FIGARO (2002), die für großes Aufsehen sorgten. In den darauffolgenden Jahren war Roland Schwab als Gastregisseur an den Theatern Münster (PARISER LEBEN), dem Theater Freiburg (LUCIA DI LAMMERMOOR), dem Tiroler Landestheater Innsbruck (ROMEO ET JULIETTE), dem Musiktheater im Revier (AIDA von Giuseppe Verdi und MERLIN von Isaac Albeniz, Deutsche Erstaufführung 2011), der Opera Bergen, Norwegen (TURANDOT), dem Landestheater Linz (MANON, GESPRÄCHE DER KARMELITINNEN), dem Anhaltischen Theater Dessau (EIN MASKENBALL), dem Theater Augsburg (LA FINTA GIARDINIERA), der Oper Bonn (LA SONNAMBULA), der Oper Dortmund (THE RAKE’S PROGRESS), am Staatstheater Braunschweig (FARNACE) und am Internationalen Brucknerfest Linz 2014 (ULENSPIEGEL von Walter Braunfels) tätig. 2007 widmete er sich der Barockoper mit zwei Versionen des Rasenden Roland, ORLANDO FURIOSO von Antonio Vivaldi und ORLANDO von Georg Friedrich Händel am Niederbayerischen Landestheater sowie am Theater Biel Solothurn.

Theater und Philharmonie Thüringen / AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY von B. Brecht u. K. Weill Premiere: 3.3.17 Gr. Haus Gera Johannes Beck (Bill, genannt Sparbüchsenbill) links Mitte:Anne Preuß (Jenny Hill) und Hans-Georg Priese (Jim Mahoney) Ulrich Burdack (Joe, genannt Alaskawolfjoe) rechts Damen und Herren des Opernchors Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter Leitung von Takahiro Nagasaki © Sabina Sabovic

Theater und Philharmonie Thüringen / AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY von B. Brecht u. K. Weill Premiere: 3.3.17 Gr. Haus Gera Johannes Beck (Bill, genannt Sparbüchsenbill) links Mitte:Anne Preuß (Jenny Hill) und Hans-Georg Priese (Jim Mahoney) Ulrich Burdack (Joe, genannt Alaskawolfjoe) rechts Damen und Herren des Opernchors Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera unter Leitung von Takahiro Nagasaki © Sabina Sabovic

Wichtige und viel besprochene Arbeiten der letzten Zeit waren seine drei Produktionen für die Deutsche Oper Berlin, MOZART-FRAGMENTE (2006 zum Mozartjahr), TIEFLAND (2007) und DON GIOVANNI (2012 zum Opernfestival Peralada/Spanien eingeladen) sowie Mefistofele von Arrigo Boito an der Bayerischen Staatsoper München (2015).

Neben seinen Regieprojekten widmet er sich auch der szenischen Lehrtätigkeit, so 2014 an der Bayerischen Theaterakademie „August Everding“ (Ensembleunterricht) und 2015 als Mentor der Berliner Regiewerkstatt.

Das Theaterfrühstück zur Inszenierung findet bei freiem Eintritt am Sonntag, 5. November, um  11:00 Uhr im Heizhaus statt. Chefdramaturg Felix Eckerle stellt die Konzeption vor. Sänger geben musikalische Kostproben.  Zwei weitere Vorstellungen sind geplant: 19. Nov. 18 Uhr mit TheaterJOKER = 20,- Euro auf jedem Platz; Schüler, Studenten, Azubis 10,- Euro sowie am 8. Dez. 19.30 Uhr.

Online buchen unter www.tpthueringen.de,  Telefon Theaterkasse03447-585177;  PMThPhTh

 

Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere Die lustigen Weiber von Windsor, 21.10.2017

Oktober 11, 2017 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Die lustigen Weiber von Windsor  von Otto Nicolai

Premiere: Samstag, 21. Oktober 2017 19.30 Uhr

Staatstheater Kassel / Florian Spiess, Sänger des Sir John Falstaff, © N. Klinger

Staatstheater Kassel / Florian Spiess, Sänger des Sir John Falstaff, © N. Klinger

Liebesgetändel und Liebesbetrug inmitten frisch geschnittener Hecken und spießbürgerlicher Doppelmoral: Jeder hat hier so seine dunklen Geheimnisse und Sehnsüchte und ahnt ebensolche auch beim Nachbarn. Entsprechend misstrauisch wird sich hier gegenseitig beäugt und belauert.

Als die Damen Fluth und Reich von Sir John Falstaff gleichlautende Liebesbriefe erhalten, kennt die Entrüstung keine Grenzen, und sie beschließen, es dem doppelzüngigen Galan tüchtig heimzuzahlen. Dass es Frau Fluth auf diese Weise ganz nebenbei gelingt, ihrem ständig eifersüchtigen Ehemann einen Denkzettel zu verpassen, passt dabei gut ins Konzept. Und dass Anna, die Tochter der Reichs, die von ihren Eltern für sie vorgesehenen Ehemänner in spe hinters Licht zu führen vermag, treibt die Turbulenzen um Liebe, Leid und Lust endgültig auf die Spitze.

Mit Die lustigen Weiber von Windsor steht ab dem 21. Oktober ein Meisterwerk der deutschen Spieloper auf dem Spielplan des Staatstheaters. Otto Nicolai hat hier nach der gleichnamigen Komödie von Shakespeare italienischen Melos mit deutscher Biedermeier-Romantik und Shakespeare’scher Fantastik verbunden. Die lustigen Weiber von Windsor, 1849 in Berlin uraufgeführt, besticht mit Situationskomik ebenso wie mit Wortwitz und einem Melodienreichtum, der seinesgleichen sucht.

Musikalische Leitung: Anja Bihlmaier, Inszenierung: Sonja Trebes, Bühne: Dirk Becker, Kostüme: Jula Reindell, Dramaturgie: Christian Steinbock, Chor: Marco Zeiser Celesti

Mit Florian Spiess (Sir John Falstaff), Sebastian Noack (Herr Fluth, Bürger von Windsor), Lin Lin Fan (Frau Fluth), Marc-Olivier Oetterli (Herr Reich, Bürger von Windsor), Marie-Luise Dreßen (Frau Reich), Ani Yorentz (Anna Reich), Younggi Moses Do (Junker Spärlich), Daniel Jenz (Fenton), Bernhard Modes (Mitglied des Opernchores), Hee Saup Yoon (Dr. Cajus), Staatsorchester Kassel, Opernchor des Staatstheaters Kassel

Am Samstag, 21. Oktober, feiert Otto Nicolais berühmteste Spieloper Premiere unter der musikalischen Leitung der Ersten Kapellmeisterin Anja Bihlmaier. Regie führt Sonja Trebes. Die Premiere wird live auf Deutschlandfunk Kultur übertragen und am 4. November ab 20.04 Uhr auf hr2- kultur gesendet.

Karten für die Premiere und weitere Vorstellungen sind erhältlich unter Tel. (0561) 1094-222 und online unter www.staatstheater-kassel.de.

Pressemeldung Staatstheater Kassel

 

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Norma von Vincenzo Bellini, 14.10.2017

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

 Norma von Vincenzo Bellini

 Premiere Samstag, 14. Oktober 2017, 19 Uhr

Normas privater Konflikt ist zugleich ein politischer: Die gallische Priesterin soll zum Angriff ihres Volkes auf die römischen Besatzer blasen – aber ihr heimlicher Geliebter und der Vater ihrer Kinder ist der römische Prokonsul Pollione, der sich zwischenzeitlich in die Novizin Adalgisa verliebt hat …

Das Team um Regisseur Markus Bothe hat in der Saison 2016/17 am NTM mit Monteverdis Heimkehr des Odysseus begeistert und bringt nun Bellinis Belcanto-Oper Norma auf die Opernbühne. Zentral im Bühnenbild von Robert Schweer ist die heilige Eiche des Stücks, die Kostüme gestaltet Justina Klimczyk. Premiere ist am Samstag, 14. Oktober um 19 Uhr im Opernhaus.

Am Pult des Nationaltheater-Orchesters steht der stellvertretende Generalmusikdirektor   Benjamin Reiners. Miriam Clark, die Aida der Eröffnungsinszenierung 2016/17 ist Norma, Irakli Kakhidze singt Pollione, Julia Faylenbogen gibt Adalgisa, Sung Ha den Oroveso und Iris Marie Sojer und Pascal Herington aus dem Opernstudio sind Freundin und Freund von Norma und Pollione. PMNTM

Norma von Vincenzo Bellini am NTM: Premiere am 14.10.2017; weitere Aufführungen am 19.10., 25.10., 17.11., 2. (Festlicher Opernabend) und 29. Dezember und wieder im Januar statt.

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