Freiburg, Theater Freiburg, Theater Spielplan November 2016

September 28, 2016 by  
Filed under Pressemeldung, Spielpläne, Theater Freiburg

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Theater Freiburg © M. Korbel

Theater Freiburg © M. Korbel

Theater Freiburg – Spieldaten November 2016

Großes Haus & Konzerthaus


Dienstag  01.11.2016
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart COSÌ FAN TUTTE 19 – ca. 22 Uhr / Großes Haus
18.30 Einführung / BGE 1 und freier Verkauf


SO 06.11.2016
Schauspiel nach dem Roman von Michel Houellebecq   UNTERWERFUNG 19.30 – ca. 21.30 Uhr / Großes Haus-Hinterbühne, 19 Einführung / BG Zusatz und freier Verkauf


MI 09.11.2016
Schauspiel nach dem Roman von Michel Houellebecq UNTERWERFUNG 19.30 – ca. 21.30 Uhr / Großes Haus-Hinterbühne
19 Einführung / SchauspAbo B und freier Verkauf / s. 6.11.


SA 12.11.2016
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart COSÌ FAN TUTTE 19 – ca. 22 Uhr / Großes Haus
18.30 Einführung / ausw. Mieten und freier Verkauf


SO 13.11.2016
Endlich wieder:
Kinderstück nach Otfried Preußler DIE KLEINE HEXE (5+)
Premiere anschl. Premierenfeier 16 – ca. 17.15 Uhr / Großes Haus / freier Verkauf
anschl. Autogrammstunde im Winterer-Foyer


Freitag 18.11.2016
Kinderstück nach Otfried Preußler DIE KLEINE HEXE 9.30 Uhr & 11.30 Uhr / Großes Haus / freier Verkauf


Freitag 18.11.2016
In der Reihe »Seitenwechsel«: Lesung mit Musik aus »Was ich liebe – und was nicht« HANNS-JOSEF ORTHEIL 20 Uhr / Großes Haus / 10.- / erm. 8.- Euro Theater Freiburg in Kooperation mit dem Literaturbüro Freiburg und der Buchhandlung Walthari


Samstag 19.11.2016
Oper von Giuseppe Verdi JERUSALEM 19.30 – ca. 22 Uhr / Großes Haus
19 Einführung / SA 2, Thfr. und freier Verkauf
Mit Unterstützung der ExcellenceInitiative der TheaterFreunde Freiburg


SO 20.11.2016
Schauspiel nach Roman von Michel Houellebecq UNTERWERFUNG 18 – ca. 20 Uhr / Großes Haus-Hinterbühne, 17.30 Einführung / Freiburg-Abo und freier Verkauf / s. 6.11.


SO 20.11.2016
Ein alternatives Konzert von und mit Schorsch Kamerun NEEEIIIIIIIIII?IIIIN zum letzten Mal,  21 – ca. 22 Uhr / Großes Haus-Hinterbühne / freier Verkauf


FR 25.11.2016
50 Jahre Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht Musikalische Lesung:  A SONG OF GOOD AND EVIL,    Gastspiel 19.30 Uhr / Großes Haus / 27.- / 23.- / 18.- Euro anschl. Publikumsgespräch im Winterer-Foyer


SA 26.11.2016
Oper von Leoš Janácek DIE SACHE MAKROPULOS
Premiere anschl. Premierenfeier 19.30 – ca. 22 Uhr / Großes Haus, 19 Einführung / Prem.Abo und freier Verkauf


SO 27.11.2016
Kinderstück nach Otfried Preußler  DIE KLEINE HEXE Familienvorstellungen
14 – ca. 15.15 Uhr / Großes Haus / freier Verkauf, 16 – ca. 17.15 Uhr / Großes Haus / Fam.Abo I und freier Verkauf, anschl. an 2. Vorstellung Autogrammstunde im Steinfoyer


MO 28.11.2016
Kinderstück nach Otfried Preußler DIE KLEINE HEXE 9.30 Uhr & 11.30 Uhr / Großes Haus / freier Verkauf


Dienstag 29.11.2016
Kinderstück nach Otfried Preußler DIE KLEINE HEXE 9.30 Uhr & 11.30 Uhr / Großes Haus / freier Verkauf


DI 29.11.2016
Schauspiel nach dem Roman von Michel Houellebecq UNTERWERFUNG 19.30 – ca. 21.30 Uhr / Großes Haus-Hinterbühne
19 Einführung / SchauspAbo A und freier Verkauf / s. 6.11.


MI 30.11.2016
Kinderstück nach Otfried Preußler DIE KLEINE HEXE 11 – ca. 12.15 Uhr / Großes Haus / freier Verkauf


MI 30.11.2016
Oper von Giuseppe Verdi JERUSALEM 19.30 – ca. 22 Uhr / Großes Haus, 19 Einführung / BGF und freier Verkauf / s. 19.11.


Kleines Haus & Kammerbühne


DI 01.11.2016
Machtwechsel 1: Szenische Lesung nach Swetlana Alexijewitsch mit den »methusalems« SECONDHAND-ZEIT,   zum letzten Mal 20 Uhr / Kleines Haus


DO 17.11.2016
Tanz & Zuschauer von Jenny Beyer GLAS, Premiere 20 – ca. 21.15 Uhr / Kleines Haus
19.30 Einführung / Tanz Abo und freier Verkauf
In Koproduktion mit Kampnagel Hamburg und Kooperation mit K3 | Tanzplan Hamburg


FR 18.11.2016
Tanz & Zuschauer von Jenny Beyer GLAS 20 – ca. 21.15 Uhr / Kleines Haus 19.30 Einführung / s. 17.11., anschl. Publikumsgespräch in der Kammerbühne


Freitag 25.11.2016
Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing NATHAN DER WEISE, Premiere anschl. Premierenfeier, 20 Uhr / Kleines Haus,  19.30 Einführung / BGG 1 und freier Verkauf


SO 27.11.2016
Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing NATHAN DER WEISE 18 Uhr / Kleines Haus,  17.30 Einführung / Literatur-Abo und freier Verkauf


Mittwoch 30.11.2016
Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing NATHAN DER WEISE 20 Uhr / Kleines Haus,  19.30 Einführung / BZ Schauspiel und freier Verkauf


Werkraum & andere Spielorte


MI 02.11.2016
Monatlicher Stammtisch der TheaterFreunde – THEATERTREFF
Diesmal zu Gast: Dominica Volkert (Operndirektorin), 19 Uhr / Winterer-Foyer / Eintritt frei!
Für TheaterFreunde und alle, die es werden wollen!


DO 03.11.2016
Mit Richard David Precht, Van Bo Le-Menzel, Marco Wehr, Reinhard Kahl u.a. SCHOLÉ – DIE BILDUNG NEU DENKEN
19.30 Uhr / Winterer-Foyer / Eintritt frei Platzkarten ab SA. 15.10.16 an der Theaterkasse In Zusammenarbeit mit dem Archiv der Zukunft


FR 04.11.2016
Offene Probe der School of Life and Dance-Gruppe Gold SOLDS‘ OPEN HOUSE 18 – ca. 19 Uhr / Tanzstudio / Pay after!


SO 06.11.2016
Vier Labore rund ums Essen zwischen Wissenschaft, Kunst und Performance HERBSTAKADEMIE 16 Uhr / Start: Museum für Neue Kunst / Eintritt frei Anmeldung zu den Labor-Präsentationen: akademie@theater.freiburg.de


FR 11.11.2016
Eine Geschichte von Flucht und Ankunft nach dem Roman von Mehrnousch Zaeri-Esfahan 33 BOGEN UND EIN TEEHAUS (10+) 19 Uhr / Werkraum


SO 13.11.2016
Einführung zu Die Sache Makropulos
MATINEE,  11 Uhr / Winterer-Foyer / Eintritt frei


SO 13.11.2016
Eine Geschichte von Flucht und Ankunft nach dem Roman von Mehrnousch Zaeri-Esfahan 33 BOGEN UND EIN TEEHAUS 19 Uhr / Werkraum / Fam.Abo II und freier Verkauf


Montag  14.11.2016
Fortbildungsreihe für Lehrerinnen und Lehrer,  THEATERTRAINING,  Infos zu Thema und Workshopleitung unter: www.theater.freiburg.de/theatertraining,  18 – 21 Uhr / Werkraum


MO 14.11.2016
Konzert zum 70. Geburtstag des Schweizer Komponisten BALZ TRÜMPY
Gastspiel,  20 Uhr / Winterer-Foyer / 12.- / erm. 8.- Euro


FR 18.11.2016
Workshop & Konzert zum Mitmachen – mit dem Heim und Flucht Orchester & ATTACCA!
IMPORT/EXPORT-JAM (16+),  18 Uhr: Workshop für alle,  20 Uhr: Konzert und offenes Ende,  Werkraum / Pay after!


SA 19.11.2016
Blick hinter die Kulissen,  THEATERFÜHRUNG
10.30 Uhr / Theaterkasse / 3.50 Euro


SA 19.11.2016
Tanz/Theater – ein Realitätscheck mit zwei Hausgewächsen aus dem Jungen Theater
HOME GROWN 19 – ca. 20.10 Uhr / Werkraum


SA 19.11.2016
Tanz & Körperbilder von Chris Leuenberger & Matthew Rogers DESIRE & DISCIPLINE
Gastspiel 20 – ca. 21 Uhr / Tanzstudio / 12.- / erm. 8.- Euro anschl. Publikumsgespräch


SO 20.11.2016
50 Jahre Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht Max-Planck-Forum zu  A SONG OF GOOD AND EVIL
Gastspiel 11 Uhr / Winterer-Foyer / Eintritt frei


SO 20.11.2016
Einführung zu Nathan der Weise
SOIREE, 16 Uhr / Winterer-Foyer / Eintritt frei


SO 20.11.2016
Tanz/Theater – ein Realitätscheck mit zwei Hausgewächsen aus dem Jungen Theater
HOME GROWN 19 – ca. 20.10 Uhr / Werkraum


DI 22.11.2016
In der Reihe »Seitenwechsel«: Lesung aus dem Erzählband »Lettipark« JUDITH HERMANN,  20 Uhr / Winterer-Foyer / 10.- / erm. 8.- Euro,


FR 25.11.2016
Eine Geschichte von Flucht und Ankunft nach dem Roman von Mehrnousch Zaeri-Esfahan 33 BOGEN UND EIN TEEHAUS 19 Uhr / Werkraum


SA 26.11.2016
Ein Gemeinschaftsgarten für die ganze Stadt BAMBIS BEET 11 – ca. 16 Uhr / Theatervorplatz / Eintritt frei


SA 26.11.2016
Einstimmen auf die Weihnachtszeit, ADVENTSSINGEN (4+),  16 Uhr / Winterer-Foyer / Pay after!


SA 26.11.2016
Tanz/Theater – ein Realitätscheck mit zwei Hausgewächsen aus dem Jungen Theater
HOME GROWN, zum letzten Mal 19 – ca. 20.10 Uhr / Werkraum


Sonntag  27.11.2016
Eine Geschichte von Flucht und Ankunft nach dem Roman von Mehrnousch Zaeri-Esfahan 33 BOGEN UND EIN TEEHAUS 19 Uhr / Werkraum / Fam.Abo II und freier Verkauf
Änderungen vorbehalten!  PMThFr

 

Hamburg, Staatsoper Hamburg, La Cenerentola von Giocachino Rossini, 01.10.2016

September 28, 2016 by  
Filed under Pressemeldung, Staatsoper Hamburg

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Staatsoper Hamburg

Hamburgische Staatsoper © Kurt Michael Westermann

Hamburgische Staatsoper © Kurt Michael Westermann

La Cenerentola von Gioacchino Rossini

Musikalische Leitung: Gregor Bühl, Inszenierung und Choreografie: Renaud Doucet,
Bühnenbild: André Barbe, Licht: Guy Simard, Chor: Christian Günther

Vorstellungen am 1., 5., 8., 14. und 18. Oktober 2016, jeweils um 19.30 Uhr

Gioacchino Rossini  © IOCO

Gioacchino Rossini © IOCO

Staatsopern-Debut in La Cenerentola: Levy Sekgapane gibt in der Rolle des Don Ramiro in der Oper La Cenerentola sein Debut an der Staatsoper Hamburg. Der junge Tenor Levy Strauss Sekgapane wurde in Kroonstad in Südafrika geboren. In den letzten Jahren hat Levy verschiedene Preise gewonnen, darunter in 2015 den 1. Preis beim Internationalen Belvedere Gesangswettbewerb, sowie den 1. Preis beim Monserrat Caballé Wettbewerb in Spanien. Seit Beginn der Spielzeit 2015/2016 ist Levy Sekgapane Mitglied im Jungen Ensemble der Semperoper Dresden. Künftige Projekte bringen Levy als Albazar (Il Turco in Italia) zum Rossini Opera Festival in Pesaro. Außerdem singt er den Conte d’Almavia (Il Barbiere di Siviglia) am Aalto Theater Essen und an der Oper Oslo. An der Oper Kopenhagen und der Oper Rom wird er darüber hinaus den Liebenskof (Il Viaggio a Reims) singen.

Ferner wird in den La Cenerentola-Vorstellungen dieser Spielzeit Giorgio Caoduro an der Staatsoper Hamburg die Partie des Alidoro für Alin Anca übernehmen. Giorgio Caoduro studierte bei Cecilia Fusco. Er ist ebenfalls Gewinner zahlreicher Gesangswettbewerbe, dazu gehören der Francesco Maria Martini-Wettbewerb in Ligano Sabbiadoro und der internationale Gesangswettbewerb der Associazione Lirica Concertisticain in Mailand. Der junge Bariton gastierte außerdem bereits an vielen renommierten Opernhäusern weltweit, darunter das Teatro alla Scala in Mailand, das Royal Opera House Covent Garden in London, die San Francisco Opera, die Opéra National de Paris und die Berliner Staatsoper Unter den Linden. Sein Staatsoper Hamburg-Debüt gab er in der Spielzeit 2013/14 als Rolando in »La Battaglia di Legnano«.

Alle übrigen Rollen sind mit Ensemble-Mitgliedern der Staatsoper Hamburg besetzt: Kartal Karagedik (Dandini), Tigran Martirossian (Don Magnifico), Marta Cwiderska (Tisbe), Maria Chabounia (Clorinda) und Dorottya Láng (Angelina). Es singt weiterhin der Chor der Hamburgischen Staatsoper und im Graben spielt das Philharmonische Staatsorchester Hamburg unter der Leitung von Gregor Bühl.

Biographien 

Levy Sekgapane: Er sang schon als Kind in verschiedenen Chören und wurde 2006 in die Tirisano School Eisteddfod aufgenommen. Darüber hinaus war er Mitglied des Fidentia South African Youth Choir und erhielt 2007 ein Stipendium für die Stellenberg High School in Kapstadt. Er studierte am South African College of Music an der Universität von Kapstadt bei Kamal Khan und Hanna van Niekerk.

Während dieser Zeit wirkte Levy an verschiedenen Opernaufführungen in Südafrika mit, u.a. in „La Boheme“, „The Rake’s Progress“ und „Les Contes d’Hoffmann“. Er war darüber hinaus Mitglied des Chores des Schleswig-Holstein-Musikfestivals und absolvierte Meisterkurse bei Kobie van Rensburg.

 Im Opernbereich debütierte er als Conte d’Almaviva (Il Barbiere di Siviglia) und als Chevalier de la Force (Dialogues des Carmélites). Kürzlich sang er „Songs of Friendship“ an der Scottish Opera in Glasgow, den Grafen von Libenskof (Il Viaggio a Reims) an der Cape Town Opera, Don Ramiro (La Cenerentola) sowie den Vierten Knappen (Parsifal) am Opernhaus Chemnitz. Am Theater in Krefeld hat Levy erneut den Conte d’Almaviva (Il Barbiere di Siviglia) gesungen.

Seit Beginn der Spielzeit 2015/2016 ist Levy Sekgapane Mitglied im Jungen Ensemble der Semperoper Dresden. Künftige Projekte bringen Levy als Albazar (Il Turco in Italia) zum Rossini Opera Festival in Pesaro. Außerdem singt er den Conte d’Almavia (Il Barbiere di Siviglia) am Aalto Theater Essen und an der Oper Oslo. An der Oper Kopenhagen und der Oper Rom wird er darüber hinaus den Liebenskof (Il Viaggio a Reims) singen.

Giorgio Caoduro : Ferner wird in den La Cenerentola-Vorstellungen dieser Spielzeit Giorgio Caoduro an der Staatsoper Hamburg die Partie des Alidoro für Alin Anca übernehmen. Giorgio Caoduro studierte bei Cecilia Fusco. Er ist Gewinner zahlreicher Gesangswettbewerbe, dazu gehören der Francesco Maria Martini-Wettbewerb in Ligano Sabbiadoro und der internationale Gesangswettbewerb der Associazione Lirica Concertisticain in Mailand. Der junge Bariton gastierte außerdem bereits an vielen renommierten Opernhäusern weltweit, darunter das Teatro alla Scala in Mailand, das Royal Opera House Covent Garden in London, die San Francisco Opera, die Opéra National de Paris und die Berliner Staatsoper Unter den Linden. Zu seinem vielfältigen Repertoire gehören Partien wie Lescaut (»Manon Lescaut«), Germont (»La Traviata«), Enrico (»Lucia di Lammermoor«), Figaro (»Il Barbiere di Siviglia«) und Dulcamara (»L’Elisir d’Amore«). Sein Debüt am Royal Opera House in London gab er 2008 als Ping in Puccinis »Turandot«. 2010 war er an der Mailänder Scala in einer Neuproduktion von »Il Barbiere di Siviglia« zu erleben. Belcore in »L’Elisir d’Amore« sang er in der Spielzeit 2010/11 gemeinsam mit Rolando Villazón und Nino Machaidze in einer Neuproduktion, ebenfalls an der Scala. Sein Hamburg-Debüt gab er in der Spielzeit 2013/14 als Rolando in »La Battaglia di Legnano«.  PMStHH

 

Rostock, Volkstheater Rostock, Neues Management – Unklare Ziele, IOCO Aktuell, 26.9.2016

September 28, 2016 by  
Filed under IOCO Aktuell, Volkstheater Rostock

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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Neues Management – Die Ziele bleiben im Dunkeln

 Volkstheater Rostock in der Krise

Richtungskämpfe um die Gestaltung der Theaterlandschaft besitzen in Mecklenburg-Vorpommern den Hauch grimmiger Tradition. Wer fusioniert mit wem? Theater Neustrelitz mit Schwerin? Mit Theater Stralsund? Oder doch Rostock? Vielleicht mit Greifswald? Kulturminister Mathias Brodkorb drohte so der Stadt Rostock mit der Kürzung von Landesmitteln, falls Rostock nicht mit Schwerin kooperiere.

Volkstheater Rostock / Übergangsintendant Joachim Kümmritz © Dorit Gätjen

Volkstheater Rostock / Übergangsintendant Joachim Kümmritz © Dorit Gätjen

Doch auch innerhalb von Rostock blühen teure Richtungskämpfe um die richtige Kunst: Im Sommer 2014 wurde Sewan Latchinian, aus dem Sprechtheater kommend, als Intendant für das dortige Volkstheater verpflichtet. 2015 wurde Latchinian fristlos entlassen, kurz darauf wieder eingestellt. Seiner Vita gemäß beharrte Latchinian unwidersprochen darauf, ein teures Vier-Sparten-Haus mit Sprechtheater zu führen. Die seit langem schwelende Krise der Sprechtheater, Besucherzahlen gehen dort überregional deutlich zurück, blieben Latchinian wie wohl auch der Bürgerschaft Rostock verborgen oder unbeachtet.

Finanznot, Kürzungen im Etat trieben Sprechapostel Latchinian nicht zur Kooperation sondern zu dubiosen Vergleichen mit der Terrororganisation Islamischer Staat. So nutzte Bürgermeister Methling einen Antrag der Fraktion Rostocker Bund / Graue / Aufbruch 09, im Juni 2016 Latchinian erneut fristlos zu entlassen. Kündigungsgründe waren unter anderem die Verletzung von Verschwiegenheitspflichten, unzureichende Planung des Spielplanes 2016/17, Widerstand gegen beschlossene Umstrukturierungs-maßnahmen. Gregor Gysi wird Latchinian in seiner Kündigungschutzklage vertreten und dafür sorgen, daß das Volkstheater demnächst auch am Landgericht Rostock eine große Bühne hat.

Joachim Kümmritz (*1949), ehemals langjähriger Intendant des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin, wurde zum 1. August 2016 vom Hauptausschuss der Bürgerschaft Rostock bis 2019 zum Intendant des Volkstheater Rostock bestellt. Ein Konzeptpapier zu den Aufgaben Kümmritz´ am Volkstheater veröffentlichte bisher weder Bürgerschaft noch die Stadt. Stattdessen formuliert Kümmritz gegenüber der Presse seine Aufgaben selbst, oder das, was er dafür hält: „Krieg zwischen allen Beteiligten zu beenden“, die Beschlußlage der Bürgerschaft, „ein Zwei-Spartenhaus“, umzusetzen. Den Spielplan der Spielzeit 2016/17 umzusetzen, so Kümmritz, sei schwierig, da Vertragsverhältnisse teilweise unklar sind und kein Personal eingestellt werden kann.

Volkstheater Rostock / Ralph Reichel, Schauspieldirektor © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock / Ralph Reichel, Schauspieldirektor © Dorit Gaetjen

Doch mit Kümmritz verstärken ein neuer Schauspieldirektor wie stellvertretender Intendant Ralph Reichel und Prof. Albert Lang als Musiktheaterdirektor das Team am Volkstheater zur Spielzeit 2016/17.

Vorgaben für  den wirtschaftlichen wie künstlerischen Betrieb des Volkstheater  der kommenden Jahre wurden bisher nicht  kommuniziert: Ansagen zur Etatsicherheit, Eigeneinnahmen, Kostenstrukturen, Auslastung fehlen in sämtlichen Verlautbarungen wie im Kümmritz Feststellungen. Kümmritz also nur ein Übergangskandidat?  Das Volkstheater für zwei Jahre im Führungsvakuum ohne Ziele, oder drei oder vier Jahre ?

Ganz genau, so scheint es, weiß das zur Zeit niemand in Rostock. Theater ist in Rostock eben überall: Doch hinter der Bühne und demnächst im Landgericht regiert eine Provinzposse. IOCO / VJ / 24.9.2016

Frankfurt, Oper Frankfurt, Der Sandmann von Andrea Lorenzo Scartazzini, IOCO Kritik, 27.09.2016

September 27, 2016 by  
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Oper Frankfurt

Der Sandmann: „Die neue Opernsaison an der Oper Frankfurt beginnt mit einer Übernahme der Baseler Uraufführungsproduktion des Sandmann von Andrea Lorenzo Scartazzini, in der Regie von Christof Loy. .“ Von Ljerka Oreskovic Herrmann“

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

„ALLES EINE FRAGE DER PROGRAMMIERUNG“

Der Sandmann von Andrea Lorenzo Scartazzini

Oper Frankfurt – Der Sandmann, weitere Vorstellungen: 30.9.2016, 03.10.2016, 08.10.2016, 13.10.2016, 23.10.2016

Von Ljerka Oreskovic Herrmann

Die neue Opernsaison an der Oper Frankfurt beginnt mit einer Übernahme der Baseler Uraufführungsproduktion des Sandmann von Andrea Lorenzo Scartazzini, in der Regie von Christof Loy.

Oper Frankfurt / Der Sandmann - Mitte Daniel Schmutzhard als Nathanael © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Der Sandmann – Mitte Daniel Schmutzhard als Nathanael © Monika Rittershaus

E.T.A. Hoffmanns Sandmann-Erzählung erschien erstmals 1816. Zweihundert Jahre später ist in der Oper Frankfurt die deutsche Erstaufführung von Andrea Lorenzo Scartazzinis 2012 entstandener gleichnamiger Oper zu sehen. Das Unheimliche, zentrales Motiv bei E.T.A. Hoffmann, ist auch in den zehn Bildern der Sandmann-Oper spürbar, und doch ist es auch eine (Librettio: Thomas Jonigk) Beziehungsgeschichte von heute: Ein Mann und eine Frau, mit unterschiedlichen Zielen und Wünschen, die nicht kompatibel sind. Das Unheimliche ist nicht das Schauermärchen, das Kindern den Schlaf raubt, es ist wie es Nathanaels Vater prägnant formuliert: das Trauma, die Traumata, die wir im Elternhaus erleben und ein Leben lang nicht mehr abschütteln können.

Oper Frankfurt / Der Sandmann - Daniel Schmutzhard als Nathanael © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Der Sandmann – Daniel Schmutzhard als Nathanael © Monika Rittershaus

Die Rahmen-Handlung findet durch einen Licht-Rahmen (Bühnenbild: Barbara Pral, Licht: Stefan Bolliger), der die fast vollständig schwarze rechteckige Bühne umfasst, ihre Entsprechung. Für die Liebenden gibt es daraus keinen gemeinsamen Ausgang, nur die „Gespenster“ passieren die beiden Welten mühelos. Auf mehreren Ebenen wird die Geschichte erzählt.

Da ist Nathanael, der sich im Wahnsinn verfängt und als großer Schriftsteller wähnt, gepeinigt von den nur für ihn sichtbaren Toten – sein Vater und Coppelius. Diese beiden sind die Spielmacher, fast möchte man sie Conferenciers nennen, weil sie auch den Kommentar zur Handlung liefern. Komisch und wunderbar grotesk ist das von Loy inszeniert, wohlwissend, dass der Abgrund zu tief wäre; lieber lässt er uns darüber lachen.

Und dann gibt es noch Clara, im weißen Kleid der Lichtpunkt, die immer verzweifelter angesichts des sich im Wahn verlierenden Nathanael wird. Zumal ebendieser mittlerweile Clarissa – bei Hoffmann ein Puppenautomat, bei Jonigk und Scartazzini ein Android, der allerdings immer neu programmiert werden muss – in ihrem roten Kleid anziehender findet. Eine Männer-Vision, die kaum zufällig an den 1975 entstandenen Film Die Frauen von Stepford erinnert, wo echte (Ehe-)-Frauen von Androiden ersetzt werden. Sie sehen gut aus, sind immer freundlich, für den Mann immer da und verfügbar. Am Ende tragen alle Chor-damen rote Kleider wie Clarissa – unentscheidbar identisch sollen sie aussehen, jegliche Individualität verlierend, ist dies zugleich ein geschickt verpackter Hinweis auf die heutige Gleichförmigkeit und Gleichmacherei. Das Orchester dagegen entwickelt (nicht nur) für die Liebenden eigene Klangfarben: das Akkordeon ist der zärtliche Begleiter. Die Streicher können stattdessen fast bedrohlich scharf klingen. Der weibliche Computermensch verfügt über einen begrenzten Sprach- und Tonvorrat, auf den der rot gewandete Damenchor (Kostüme: Ursula Renzenbrink) aufspringt um ihn musikalisch wie sprachlich zu sprengen und Nathanael vollends in den Wahnsinn zu treiben.

Oper Frankfurt / Der Sandmann -Ensemble © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Der Sandmann -Ensemble © Monika Rittershaus

Hartmut Keil leitet das gut einstudierte Orchester sehr souverän durch den Abend, klar und transparent gelingt ihm der musikalische Bogen. Die Sänger, allen voran Daniel Schmutzhard als Nathanael, Thomas Piffka (Vater) und Hans-Jürgen Schöpflin (Coppelius) sowie Daniel Miroslaw (Lothar) sind musikalisch und darstellerisch sehr überzeugend. Ebenso wie der in jeder Hinsicht gut geführte Chor. Clara/Clarissa, hervorragend Agneta Eichenholz, bleibt wie schon bei Hoffmann zurück. Die Entfremdung zwischen ihr und den in ihren Augen Möchtegern-Autor Nathanael ist unüberbrückbar. Nathanael phantasiert von einer toten Clara, mit der er intim werden möchte, ihr Entsetzen darüber und die Erlösung am Ende als er stirbt, gehören zusammen: Auf die Frage ihres Bruders beim Begräbnis, wie sie sich fühle, antwortet sie mit einem unverhohlenen „besser“. Dieses leise verhauchte „besser“ könnte ein vager Hoffnungsschimmer für eine bessere Zukunft sein. Mit diesem Trost, keineswegs aber sicherer Gewissheit, und wie bei Loy gewohnt gut durchdachten Inszenierung, entlässt uns der rundum geglückte Saisonstart der Oper Frankfurt nachdenklich nach Hause.  IOCO / Ljerka Oreskovic Herrmann / 25.09.2016

Oper Frankfurt – Der Sandmann, weitere Vorstellungen: 30.9.2016, 03.10.2016, 08.10.2016, 13.10.2016, 23.10.2016

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