Essen, Philharmonie Essen, Alexandre Tharaud spielt Scarlatti und Beethoven, 05.03.2017

Februar 22, 2017 by  
Filed under Konzert, Philharmonie Essen, Pressemeldung

logo_philharmonie_essen

Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Alexandre Tharaud © Marco Borggreve

Philharmonie Essen / Alexandre Tharaud © Marco Borggreve

Pianist Alexandre Tharaud spielt Scarlatti und Beethoven
Solo-Matinee in der Reihe „Piano Lecture“ am Sonntag, 05. März 2017, um 11 Uhr

Beethoven und Scarlatti – mit dieser reizvollen Kombination ist der französische Pianist Alexandre Tharaud am Sonntag, 5. März 2017, um 11 Uhr in der Philharmonie Essen zu Gast. Mit 555 (erhaltenen) virtuosen, ebenso feurigen wie in sich versunkenen Cembalostücken schuf Domenico Scarlatti einen barocken Tastenspielkosmos, in dem er die unterschiedlichsten Gattungen vom Tanzsatz bis zur Fuge funkeln ließ. Immer wieder bezog der in Lissabon und Madrid tätige Italiener dabei iberisches Kolorit mit ein. Sechs dieser Sonaten hat sich Alexandre Tharaud für sein Essener Konzert ausgesucht, bevor mit Ludwig van Beethovens letzter Sonate Nr. 32 c-Moll, op. 111 eines der bedeutendsten Werke der Klavierliteratur erklingt.

Alexandre Tharaud wurde 1968 in Paris geboren. Für sein zweites Album mit Scarlatti-Sonaten erhielt er 2011 den „ECHO Klassik“-Preis. Er musiziert mit bedeutenden Orchestern wie dem Orchestre National de France, dem Tokyo Metropolitan Orchestra, dem hr- und WDR Sinfonieorchester, dem Tonhalle Orchester Zürich und dem Philadelphia Symphony Orchestra. Recitals führten ihn an renommierte Häuser wie das Théâtre des Champs-Elysées, die Opéra de Versailles, die Philharmonie Köln, die Royal Albert Hall, die Londoner Wigmore Hall, das Concertgebouw Amsterdam und den Wiener Musikverein. Er war zu Gast bei großen Festivals wie den BBC Proms, dem Edinburgh International Festival oder dem Festival d?Aix-en-Provence.

Pressemeldung Philharmonie Essen

Philharmonie Essen – Alle Karten Hier :
Karten Kaufen

Rostock, Volkstheater Rostock, 6. PHILHARMONISCHES KONZERT Beethoven – Schumann, 26.02.2017

rostock Logo_2

Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert - Tanja Tetzlaff © Giorgia-Bertazzi

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert – Tanja Tetzlaff © Giorgia-Bertazzi

6. PHILHARMONISCHES KONZERT
Beethoven und Schumann

Sonntag, 26. Februar 2017, 18:00 Uhr, Montag, 27. Februar 2017, 19:30 Uhr
Dienstag, 28. Februar 2017, 19:30 Uhr

Als der heute weltberühmte Pianist Lars Vogt 1992 in Rostock debütierte, stand er noch am Anfang seiner Karriere. Damals spielte er Robert Schumanns Klavierkonzert a-Moll. 25 Jahre später erklingt dieses einst 1841 für Clara Schumann geschriebene Konzert erneut mit Lars Vogt, diesmal vom Klavier aus geleitet. Seit einigen Jahren feiert Vogt, seit 2015 Künstlerischer Leiter der Royal Northern Sinfonia in Newcastle, auch als Dirigent sowie in der Doppelfunktion als Dirigent und Pianist große Erfolge.

Nach Rostock hat er neben dem Klavierkonzert auch Schumanns neun Jahre später beendetes Cellokonzert in a-Moll mitgebracht. Den Solopart musiziert die renommierte Cellistin Tanja Tetzlaff, die Vogt als Kammermusikpartnerin verbunden ist und zum zweiten Mal beim Rostocker Orchester gastiert.

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert - Lars-Vogtf © Felix Broede

Volkstheater Rostock / 6. Philharmonisches-Konzert – Lars-Vogtf © Felix Broede

Ludwig van Beethovens Symphonie Nr. 1 eröffnet die drei Konzertabende. Nach der Uraufführung im April 1800 wurde dem an Joseph Haydns symphonischen Geist anknüpfenden Werk „sehr viel Kunst, Neuheit und Reichtum an Ideen“ bescheinigt. Dass es sich bei diesem symphonischen Erstling um den Beginn des wohl bedeutendsten Symphonien-Zyklus der Musikgeschichte handelte, war damals kaum zu erahnen.

Vor den Philharmonischen Konzerten bieten wir eine Konzerteinführung an. In ca. 15 Minuten wird Wissenswertes und Interessantes über die Komponisten sowie die Entstehung und Rezeption der gespielten Werke präsentiert. Die Einführung findet eine halbe Stunde vor Konzertbeginn im Intendanzfoyer statt.

TERMINE
Sonntag, 26. Februar 2017, 18:00 Uhr
Montag, 27. Februar 2017, 19:30 Uhr
Dienstag, 28. Februar 2017, 19:30 Uhr

Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Robert Schumann: Konzert für Klavier und Orchester a-Moll op. 54

Leitung und Klavier: Lars Vogt, Violoncello: Tanja Tetzlaff

Volkstheater Rostock – Alle Karten Hier :
Karten Kaufen

Wien, Wiener Symphoniker, Georges Prêtre: Eine Würdigung des Orchesters, IOCO Aktuell, 12.1.2016

Konzerthaus Wien / Stammhaus der Wiener Symphoniker © IOCO

Konzerthaus Wien / Stammhaus der Wiener Symphoniker © IOCO

Die Wiener Symphoniker würdigen Georges Prêtre 

  54 Jahre gemeinsame Orchestergeschichte

Von Dr. Ernst Kobau, ehem. Oboist der Wiener Symphoniker

Georges Prêtre und die Wiener Symphoniker: Der Maître selbst bezeichnete diese Verbindung als „Liebesbeziehung“. Wohl aus diesem Grund wollte er sich niemals institutionell abgesichert binden (nur als Erster Gastdirigent, nicht als Chefdirigent wollte er in den 80er-Jahren mit dem Orchester arbeiten), denn durch fixe Bindungen entstehen Ehen, und Ehen drohen das zu werden, was Prêtre am meisten verabscheute: Repertoire. Es ist daher doppelt unstatthaft zu sagen, er hätte ein riesiges Repertoire dirigiert, denn er lehnte es auch ab, sich als Dirigent, gar als Kapellmeister bezeichnen zu lassen. Als Interpret verstand er sich in der Rolle des Geburtshelfers, der dem jeweils neu entstehenden Text ein niemals alterndes, weil aus dem Augenblick stammendes und in ihm aufgehendes Leben schenkte.

Wiener Symphoniker / Georges Prêtre © Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker / Georges Prêtre © Wiener Symphoniker

Georges Prêtre zu würdigen heißt ihm jenen Rang zu geben, der all den zwischen den Kontinenten pendelnden Jet-Set-Supershootingstars mit ihren Drei- und Vierfach-Chefdirigentenpositionen unablässig mit höchst zweifelhaftem Recht zugesprochen wird und längst Promotion-Repertoire geworden ist: er nämlich war in der Tat eine Ausnahmeerscheinung. Seine längst legendäre Kunst der Improvisation, die einem höchst riskanten Drahtseilakt mit beständiger Absturzgefahr glich, hatte ihr Fundament in einem minutiösen Partiturstudium, dem er in Phasen der Zurückgezogenheit vom Konzertbetrieb konzentrierte Muße widmete; und die Bereitschaft, letztere zuzulassen, war wohl auch das Geheimnis der bis ins hohe Alter ungebrochenen Spannkraft seines Gedächtnisses und seiner emotionalen Beteiligung, die es ihm gestattete, jeder Routine bloßer Emotionsdarstellung zu entgehen. Dies verlieh jeder seiner Interpretationen das Sigel von Authentizität, so sehr auch jede einzelne von ihnen Gegenstand kontroverser Diskussionen werden konnte.

 Wien / Georges Prêtre und die Wiener Symphoniker © Wiener Symphoniker

Wien / Georges Prêtre und die Wiener Symphoniker © Wiener Symphoniker

Für uns Musiker bedeutete die Konfrontation mit Prêtres Musizierpraxis eine extreme Herausforderung, sowohl was das Verständnis der mitunter aberwitzigen Zeichengebung als auch die Transformation seiner pointillistischen, am französischen Impressionismus geschulten Interpretationsweise auf die Werke der Wiener Klassik anbelangte. Dass kein Takt wie der andere sei, das metrische Gerüst gemeinsam mit den Taktstrichen zum verachteten Repertoire-Gerümpel zählte – daran musste man sich erst in einer Weise „gewöhnen“, die zugleich jede „Gewohnheit“ untersagte.
Georges Prêtre war insofern ein „Moderner“, als er das von Walter Benjamin als Signatur sensuell-nervöser Rezeptionsweise definierte, von Baudelaire erstmals beschriebene „Chock-Erlebnis“ zur Grundlage seiner Interpretation machte. Nicht den großen Bögen, sondern dem absolut Unvorhersehbaren, Überraschenden, in ungewohnter Beleuchtung Farbigen, der Priorität des Details in seiner unverwechselbaren Individualität galt sein Interesse. Wo der extreme Sensualist auf Texte traf, die zumindest von ihrer Anlage her diese Sichtweise unterstützten oder sogar erforderten, wurden daraus jene außergewöhnlichen Konzertereignisse, die man mit dem Repertoirewort „Sternstunden“ bezeichnet, die aber weit eher aufglühenden Kometenbahnen glichen.

Hector Berlioz Grabmal © IOCO

Hector Berlioz Grabmal © IOCO

Mit Prêtre Debussys La mer gespielt zu haben oder Berlioz’ Symphonie fantastique (gar beides in einem Programm, wie 1983 bei den Bregenzer Festspielen), wird jedem Musiker ebenso unvergesslich bleiben wie seine Fähigkeit, aus dem gefährdeten Bolero ein Höchstmaß aus Intensität und Obsession herauszuholen, das die ostinate Gleichförmigkeit dieses Stücks völlig vergessen lässt. Wo andererseits extreme Temporückungen nicht aus dem musikalischen Text begründbar waren, provozierte er unablässig die Frage nach dem Stellenwert des Interpreten im Hinblick auf zumindest teilweise objektivierbare, auf den Komponistenwillen verweisende Parameter. Wer jemals Strauss’ eigene nüchterne Interpretation des Rosenkavalier-Beginns gehört hatte und sie mit Prêtres Sichtweise der Rosenkavalier-Suite – einem seiner „Leibstücke“, das er mit den Wiener Symphonikern allein in neun Produktionen spielte – verglich, glaubte sich auf einem anderen musikalischen Planeten. Doch selbst jene Kritiker, die den „Dienst am Werk“ als vorrangige oder alleinige Aufgabe des Interpreten erachten, müssten im Falle Georges Prêtres einräumen, dass auch ein leidenschaftlich-individualistischer Zugang abseits jeder Routine vor allem jenen Werken einen unschätzbaren Dienst erweist, die als „Dauerbrenner“ Gefahr laufen, in den unablässigen Reproduktionen des Konzertbetriebs erstickt zu werden.

Wiener Symphoniker / Georges Prêtre © Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker / Georges Prêtre © Wiener Symphoniker

Es ist kaum zu glauben – aber mehr als ein halbes Jahrhundert währte die Zusammenarbeit der Wiener Symphoniker mit Georges Prêtre bereits. Als er im Juni 1962 erstmals im Konzerthaus auftrat und ein durchaus unkonventionelles Programm (mit Werken von Berg und Strawinski) dirigierte, konnte niemand ahnen, dass daraus die längste Beziehung in der Orchestergeschichte (mit mehr als 320 Auftritten in 110 verschiedenen Produktionen) entstehen würde. Zunächst waren die Begegnungen eher sporadisch, doch auf Grund höchst erfolgreicher Konzerte im Verlauf der späten 70er-Jahre lag es nahe, nach dem unerwartet frühen Ende der Chefdirigentenzeit Gennadij Roshdestwenskijs eine Form engerer Kooperation mit Prêtre zu suchen. Die 80er-Jahre bildeten so auch quantitativ deren Zentrum, doch auch danach bekannte sich der Maître stets zu den Wiener Symphonikern und leitete sie alljährlich, sei es beim Fernsehkonzert „Frühling in Wien“ (2004), auf Europa-Tourneen (1996 und 1997), auf der Österreich-Reise (2005) und in den großen Wiener Zyklus-Konzerten. Wir können ohne Übertreibung sagen, dass Georges Prêtre zumindest zwei Musikergenerationen geprägt hat. Als er anlässlich seines 80. Geburtstages erklärte, er sei in Wahrheit 4 x 20 Jahre alt, empfanden wir dies als höchst zutreffende Beschreibung seines physisch und geistig überaus vitalen Zustands.

 

Essen, Philharmonie Essen, Neujahrskonzert mit Beethovens Neunter, 01.01.2017

Dezember 28, 2016 by  
Filed under Konzert, Philharmonie Essen, Pressemeldung

logo_philharmonie_essen

Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Tomáš Netopil und die Essener Philharmoniker © Hamza_Saad

Philharmonie Essen / Tomáš Netopil und die Essener Philharmoniker © Hamza_Saad

Neujahrskonzert mit Beethovens Neunter

Tomáš Netopil leitet Essener Philharmoniker
1. Januar 2017 um 18 Uhr

Alle Menschen werden Brüder – mit dieser Botschaft und Ludwig van Beethovens neunter Sinfonie gehen die Essener Philharmoniker ins neue Jahr. Gemeinsam mit dem Philharmonischen Chor Essen erklingt das monumentale Werk unter der Leitung von Generalmusikdirektor Tomáš Netopil am Sonntag, 1. Januar 2017, um 18 Uhr in der Philharmonie Essen.

Betthoven-Denkmal Bonn © IOCO

Betthoven-Denkmal Bonn © IOCO

Als Solisten wirken die Aalto-Ensemblemitglieder Jessica Muirhead (Sopran), Karin Strobos (Alt), Dmitry Ivanchey (Tenor) und Baurzhan Anderzhanov (Bass) mit. Beethoven war sich lange Zeit nicht sicher, ob er den finalen Satz rein instrumental komponieren oder noch um die vokale Dimension erweitern sollte. Glücklicherweise kombinierte er seine Ideen: eine konsequent progressive Sinfonie mit dem ersehnten Wunsch, die Schillersche Ode an die Freude zu vertonen. Durch diese Grenzüberschreitung sprengte Beethoven nicht nur alle Gattungskonventionen, sondern ebnete auch der großen romantischen Sinfonie ihren Weg. Aber noch viel wichtiger, er vermittelte einen tiefen Humanitätsgedanken: „Seid umschlungen, Millionen! Diesen Kuss der ganzen Welt!

Philharmonie Essen – Alle Karten Hier :
Karten Kaufen

Nächste Seite »