Wien, Volksoper Wien, Ab 19. Mai 2021 – Der Teufel auf Erden … und mehr; IOCO Aktuell, 11.05.2021

Mai 11, 2021 by  
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Volksoper Wien

 Volksoper Wien bei Nacht Foto IOCO

Volksoper Wien bei Nacht –  Foto IOCO

Ab 19. Mai 2021 – Der Teufel auf Erden, Into the Woods – und viel mehr

Nach 197 Tagen hebt sich am 19. Mai 2021 endlich wieder der Vorhang. Die Volksoper Wien spielt wieder für ihr Publikum. Bis Ende Juni 2021 werden – unter strengen Sicherheitsvorkehrungen für Publikum und Mitwirkende – vier Premieren, zwei Wiederaufnahmen und zwei Repertoireproduktionen präsentiert.

Den Auftakt machen die Operettenrarität Der Teufel auf Erden am 19. Mai, gefolgt von Stephen Sondheims Broadway-Highlight Into the Woods am 27. Mai. Im Rahmen der Jungen Volksoper feiert Das Dschungelbuch am 30. Mai Premiere. Im Kasino am Schwarzenbergplatz steht die Österreichische Erstaufführung von Detlev Glanerts Leyla und Medjnun auf dem Programm. Die Wiederaufnahmen von Das Land des Lächelns und Rigoletto (Trailer unten), die bejubelte Neuproduktion von Mozarts Die Zauberflöte (Trailer unten) und der Operettenklassiker Die Fledermaus ergänzen den Spielplan.

Der Verkauf für alle Vorstellungen bis Ende Juni 2021 begann am 7. Mai an allen Kassen, im Internet und telefonisch mit Kreditkarte unter 01/513 1 513.

Volksoper Wien / Der Teufel auf Erden _ Erste Premiere nach dem Lockdown mit hier Christian Graf als Rupert und Robert Meyer als Ruprecht © Barbara Pallfy / Volksoper Wien

Volksoper Wien / Der Teufel auf Erden _ Erste Premiere nach dem Lockdown, hier Christian Graf als Rupert und Robert Meyer als Ruprecht © Barbara Pallfy / Volksoper Wien

DER TEUFEL AUF ERDEN  –  Premiere 19.5.2021

In der Hölle geht es hoch her, bis man entdeckt: Der Satan ist verschwunden! Höllenknecht Ruprecht samt seinem treuen Hund Zerberl wird beauftragt, ihn auf Erden zu suchen. Dort gesellt sich mit dem Engel Rupert ein ungleicher Weggefährte zu ihm. Die Fahndung wird zu einer turbulenten Zeitreise durch drei Jahrhunderte und führt von einem Nonnenkloster über eine Kaserne in eine Wiener Tanzschule und schlussendlich auf den Opernball. Der mit fantasievollen Produktionen mehrfach Volksopern-bewährte Ausstatter-Regisseur Hinrich Horstkotte inszeniert, Alfred Eschwé dirigiert, Verena Scheitz gibt als Dritte-Akt-Komikerin ihr Volksoperndebüt und Robert Meyer tritt als Leibhaftiger in Erscheinung.

Volksoper Wien / Into the Woods, hier Juliette Khalil als Rotkäppchen und Drew Sarich als Wolf © Barbara Palffy / Volksoper Wien

Volksoper Wien / Into the Woods, hier Juliette Khalil als Rotkäppchen und Drew Sarich als Wolf © Barbara Palffy / Volksoper Wien

INTO THE WOODS  –  Premiere 27.5.2021

Ende gut, alles gut? „Into the Woods“ aus der Feder des Musicalgiganten Stephen Sondheim führt tief hinein in den Märchenwald. Geschickt verknüpft Sondheim die Handlungsstränge beliebter Märchen („Rotkäppchen“, „Rapunzel“, „Aschenputtel“ und „Hans und die Bohnenranke“) miteinander und stellt die Frage: Was passiert mit den Märchenfiguren nach dem Happy End? Sind sie glücklich und zufrieden oder hegen sie weitere Wünsche, die ihnen zum Verhängnis werden? Was, wenn der selbstverliebte Prinz lieber Dornröschen als Aschenputtel hätte, Rotkäppchen aggressiv und Rapunzel psychisch labil wird? Was, wenn die Erfüllung unserer sehnlichsten Wünsche auf Kosten anderer teuer erkauft ist oder der Traumprinz sich als falsche Wahl entpuppt? Das Märchenhafte und seine ironische Durchbrechung durchdringen das Musical „Into the Woods“ auf faszinierende Weise. Was zunächst wie ein Märchen wirkt, entpuppt sich nach und nach als Abenteuer für Erwachsene voller Doppelbödigkeit, Ironie und Anarchie.

2014 verfilmte Rob Marshall  Into the Woods mit Meryl Streep als Hexe und Johnny Depp als Wolf. An der Volksoper ist das Fantasy-Musical mit hochkarätigen Musicalstars besetzt: allen voran Drew Sarich als Wolf/Prinz, Bettina Mönch als Hexe, Juliette Khalil als Rotkäppchen und Robert Meyer als Erzähler.

Rigoletto _ auf dem Spielplan der Volksoper – Probentrailer
youtube Trailer der Volksoper Wien
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DAS DSCHUNGELBUCH  –  30.5.2021  11.00 Uhr

Lange bevor der Dschungel zum Synonym für Reality-TV wurde, war der indische Urwald der Sehnsuchtsort vieler Kinder, galt doch dort das Motto „Probier’s mal mit Gemütlichkeit!“. Diesen Ratschlag gibt der lebenslustige Bär Balu dem kleinen Mogli, der als Findelkind von Wölfen aufgezogen wurde und sich nun in einer misslichen Lage befindet. Denn mit mittlerweile zehn Jahren ist er alt genug, um zu lernen, wie man Feuer macht. Und Feuer ist wirklich das einzige, vor dem sich Tiger Shir Khan, der König des Dschungels, fürchtet … Also muss Mogli in Sicherheit gebracht werden. Ob sich Mogli aus den Ablenkungsmanövern von Schlange Kaa und Affe King Louie befreien kann?

Im Rahmen der neuen Matinee-Reihe „Junge Volksoper am Sonntag“ präsentiert die Volksoper „Das Dschungelbuch“ in einer halbszenischen Fassung von Florian Hurler. Lorenz C. Aichner bringt die schwungvolle, lebensfrohe Partitur aus dem Hause Disney zum Swingen und Juliette Khalil bezaubert als Mogli nicht nur den gesamten Dschungel sondern auch das Volksopernpublikum.

Die Zauberflöte _ auf dem Spielplan der Volksoper
youtube Trailer der Volksoper Wien
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LEYLA UND MEDJNUN  –  14.5.2021 – Kasino am Schwarzenbergplatz

Ruth Brauer-Kvam inszeniert die berühmteste Liebesgeschichte der klassischen arabischen Literatur: Leyla liebt den melancholischen Dichter Medjnun, doch dieser liebt die Liebe an sich. Trennung, Verbannung, eine erzwungene Heirat und ewige Sehnsucht sind ihr Los. Und so ahnt Leyla, dass sie als Geliebte in der Welt von Medjnuns Versen keinen Platz haben wird …

Detlev Glanerts erste Oper Leyla und Medjnun wurde 1988 bei der Münchner Biennale für zeitgenössisches Musiktheater uraufgeführt. Die Komposition besticht durch ihre lustvolle Synthese von Orient und Okzident, ergänzt sie doch ein klassisches Kammerorchester durch das orientalische Saiteninstrument Ud (Musikalische Leitung: Gerrit Prießnitz). Literarische Basis des Werkes ist die gleichnamige Erzählung des persischen Autors Nizami aus dem 12. Jahrhundert, die in ihrer Universalität gerne mit Shakespeares „Romeo und Julia“ verglichen wird.

 Wiederaufnahmen  –  Repertoirevorstellungen

Kann Liebe die starren Konventionen unterschiedlicher Kulturkreise überwinden und hat die Beziehung zwischen der Wiener Grafentochter Lisa und dem fremden chinesischen Prinzen Sou Chong eine Chance? Franz Lehárs romantische Operette Das Land des Lächelns verneint diese Frage und wurde dennoch zu einem Welterfolg. Die Volksoper zeigt nun die Wiederaufnahme von Beverly Blankenships Inzenierung aus dem Jahr 2008.

In Giuseppe Verdis Rigoletto prallen Machtvollkommenheit und Glamour auf das Elend der Ausgegrenzten. Stephen Langridges Inszenierung verlegt die Handlung in die italienische Cinecittà der 1950er-Jahre, aus dem lüsternen Herzog wird ein moralbefreiter Filmstar. In dessen Gefolge wird Rigoletto selbst zum Täter und scheitert daran, seine Tochter Gilda vor der sie umgebenden Welt zu beschützen. Die Wiederaufnahme der Produktion aus dem Jahr 2009 wird nun in italienischer Sprache gezeigt.

Mit Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte und Johann Strauß‘ Die Fledermaus stehen zudem die wohl beliebtesten Werke ihres Genres auf dem Spielplan

—| IOCO Aktuell |—

Wien, Wiener Staatsoper, Ab 19. Mai – 6 Premieren und viel mehr, IOCO Aktuell, 29.04.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

CARMEN, TOSCA und viel mehr : 6 Premieren ab 19. Mai 2021

Wiedereröffnung mit begeisterndem Spielplan

Fast ein halbes Jahr ist die Wiener Staatsoper nun schon geschlossen – die längste Periode seit der Wiedereröffnung nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit wurde stets weitergearbeitet, geprobt, einstudiert und zahlreiche Vorstellungen konnten für TV, Streaming und Radio herausgebracht werden, zuletzt die hochkarätig besetzte Premiere der ParsifalNeuproduktion unter Musikdirektor Philippe Jordan, IOCO link dazu HIER!. Dank der Kooperation mit dem ORF und dem eigenen Streaming-Kanal wurden auf diese Weise bisher weltweit mehr als fünf Millionen Kontakte erreicht.

Entsprechend der Ankündigung der österreichischen Bundesregierung und vorausgesetzt, dass die Maßnahmen der Stadt Wien es zulassen, wird das Haus am Ring nun am 19. Mai 2021 endlich wieder für seine Besucherinnen und Besucher öffnen. In den sechs Wochen bis zum Ende der Saison wird die Staatsoper dem Publikum sechs Premieren bieten.

Zum einen können zwei der Premierenproduktionen dieser Spielzeit, die nur für Kameras und Mikrofone gespielt wurden bzw. werden, nun auch vor Publikum gezeigt werden: Calixto Bieitos Produktion von Carmen sowie Faust in der Inszenierung von Frank Castorf.

Einführungsmatinee zu Faust der Wiener Staatsoper –
youtube Wiener Staatsoper
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Neben diesen beiden nachgeholten Premieren werden bis Ende Juni insgesamt noch vier weitere Premieren auf die Bühne gebracht: L’incoronazione di Poppea – der Auftakt der geplanten Monteverdi-Trilogie –, Macbeth in der Regie von Barrie Kosky mit Anna Netrebko als Lady Macbeth, der Ballett-Dreiteiler Tänze Bilder Sinfonien mit der Uraufführung von Martin Schläpfers Sinfonie Nr. 15 sowie Der Barbier für Kinder, die erste Kinderopern-Produktion, die in der neuen Direktion auf der Bühne im großen Haus zu sehen sein wird.

Für den Zeitraum vom 19. bis 25. Mai musste der Spielplan entsprechend den neuen Gegebenheiten leicht überarbeitet werden. Neben den zwei Faust-Vorstellungen wird auch zwei Mal Tosca mit Sonya Yoncheva in der Titelrolle sowie Piotr Beczala als Mario Cavaradossi zu sehen sein. Statt des Schließtages am 1. Juni findet ein Liederabend von Diana Damrau statt.

Die kommende Spielzeit 2021/22 wird am 3. Juni auf der Bühne des Hauses am Ring, ebenfalls vor Publikum, präsentiert. Alle Details dazu werden gesondert bekanntgegeben.

Der Kartenverkauf für sämtliche Vorstellungen ab 19. Mai bis Saisonende 30. Juni startet heute, Mittwoch ab 12.00 Uhr. Karten sind aktuell online über die Website der Wiener Staatsoper sowie telefonisch unter +43 1 513 513 buchbar. Mit Beendigung des harten Lockdowns in Wien ab 3. Mai sind auch die Bundestheaterkassen für den Kartenverkauf geöffnet.

Einführungsmatinee zu Carmen der Wiener Staatsoper –
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DER SPIELPLAN AB 19. MAI 2021

19. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
FAUST – PREMIERE VOR PUBLIKUM
Musikalische Leitung Bertrand de Billy
Inszenierung Frank Castorf
Doktor Faust Juan Diego Flórez
Marguerite Nicole Car
Méphistophélès Adam Palka
Valentin Étienne Dupuis

20. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
SUITE OF DANCES – NEUEINSTUDIERUNG
Glass Pieces (Jerome Robbins)
Duo Concertant (George Balanchine)
A Suite of Dances (Jerome Robbins) – Erstaufführung an der Wiener Staatsoper
The Concert (Jerome Robbins)
Musikalische Leitung Benjamin Pope
Wiener Staatsballett

21. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
TOSCA
Musikalische Leitung Axel Kober
Inszenierung Margarethe Wallmann
Floria Tosca Sonya Yoncheva
Mario Cavaradossi Piotr Beczala
Baron Scarpia Ambrogio Maestri

Einführung zu L’INCORONAZIONE DI POPPEA der Wiener Staatsoper –
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22. Mai 2021, 18.30 Uhr
L’INCORONAZIONE DI POPPEA – PREMIERE
Musikalische Leitung Pablo Heras-Casado
Inszenierung Jan Lauwers
Nerone Kate Lindsey
Poppea Slávka Zámecníková
Ottone Xavier Sabata
Ottavia Christina Bock
Seneca Willard White
Virtù / Drusilla Vera-Lotte Boecker
23. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
FAUST
Besetzung wie am 19. Mai

24. Mai 2021, 11.00 Uhr (Programmänderung)
DER BARBIER FÜR KINDER – PREMIERE
Musikalische Leitung Markus Henn
Inszenierung Grischa Asagaroff
Graf Almaviva Josh Lovell
Rosina Patricia Nolz
Figaro Stefan Astakhov
Ambrogio Andy Hallwaxx

24. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
TOSCA
Besetzung wie am 21. Mai

25. Mai 2021, 18.30 Uhr (Programmänderung)
SUITE OF DANCES
siehe 20. Mai

Ab dem 26. Mai wird der geplante Spielplan wieder aufgenommen, beginnend mit

Georges Bizet Paris © IOCO

Georges Bizet Grabstätte Paris © IOCO

26. Mai 2021, 18.30 Uhr
CARMEN – PREMIERE VOR PUBLIKUM
Musikalische Leitung Andrés Orozco-Estrada
Inszenierung Calixto Bieito
Carmen Michèle Losier
Don José Dmytro Popov
Escamillo Erwin Schrott
Micaëla Vera-Lotte Boecker

Details zum weiteren Spielplan und Beginnzeiten sowie die vollständigen Besetzungen finden Sie auf der Website der Wiener Staatsoper, am 1. Juni kommt es zu folgender Änderung:

1. Juni 2021, 20.00 Uhr (anstelle eines Schließtages)
Liederabend DIANA DAMRAU

AUSBLICK AUF DEN WEITEREN SPIELPLAN

Bis zum Ende dieser Spielzeit stehen noch zwei weitere Premieren auf dem Programm der Wiener Staatsoper:

10. Juni 2021, 18.30 Uhr
MACBETH – PREMIERE
Musikalische Leitung Philippe Jordan
Inszenierung Barrie Kosky
Macbeth Luca Salsi
Banquo Roberto Tagliavini
Lady Macbeth Anna Netrebko
Macduff Freddie De Tommaso

26. Juni 2021, 19.00 Uhr
TÄNZE BILDER SINFONIEN – PREMIERE
Symphony in Three Movements (George Balanchine)
Pictures at an Exhibition (Alexei Ratmansky)
Sinfonie Nr. 15 (Martin Schläpfer) – Uraufführung
Musikalische Leitung Robert Reimer
Wiener Staatsballett

Einführung zuHans Neuenfels Einführung zu Die Entführung aus dem Serai der Wiener Staatsoper –
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Weitere Programmhighlights

 Die Entführung aus dem Serail (Premiere im Oktober 2020) mit Antonello Manacorda am Dirigentenpult und mit Brenda Rae, Emanuela von Frankenberg, Regula Mühlemann, Stella Roberts, Daniel Behle, Christian Natter, Michael Laurenz, Ludwig Blochberger, Goran Juric, Andreas Grötzinger und Christian Nickel;

Der Rosenkavalier unter Philippe Jordan u. a. mit Martina Serafin, Jennifer Holloway, Louise Alder, Albert Pesendorfer und Adrian Eröd;

Lohengrin u. a. mit Klaus Florian Vogt, Kwangchul Youn, Sara Jakubiak, Johan Reuter, Tanja Ariane Baumgartner und Cornelius Meister am Dirigentenpult

Elektra unter Franz Welser-Möst und u. a. mit Michaela Schuster, Aušrine Stundyte, Camilla Nylund, Jörg Schneider und Derek Welton.

Alle Vorstellungstermine und Besetzungen finden Sie online unter www.wiener-staatsoper.at.

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—

Wien, Wiener Staatsoper, Ab 19. Mai 2021 – Wieder mit Publikum, IOCO Aktuell, 24.04.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 Wiener Staatsoper – ab 19. Mai 2021 mit Publikum

Bogdan Rošcic, seit 1. Juli 2020 Direktor (Intendant) der Wiener Staatsoper, gibt in einer Pressemitteilung am 23.4.2021 bekannt, dass das Haus ab 19. Mai 2021 wieder live, vor Publikum spielen wird.  Lesen Sie selbst:

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Liebes Publikum,

fast ein halbes Jahr ist die Wiener Staatsoper nun schon geschlossen, die längste Periode seit der Wiedereröffnung nach dem 2. Weltkrieg. Wir haben in dieser Zeit stets weiter gearbeitet, geprobt und zahlreiche Vorstellungen für TV, Streaming und Radio zur Aufführung gebracht, zuletzt die Premiere unserer Parsifal-Neuproduktion (link HIER).

Auch wenn wir durch diese Aktivitäten weltweit insgesamt mehr als 5 Millionen Kontakte erreicht haben, ist es dennoch nicht mit einem vollen Haus, mit Vorstellungen vor Ihnen, liebes Publikum, vergleichbar. Nichts kann das Erlebnis im Theater, den gemeinsam gefühlten Augenblick ersetzen.

Entsprechend der heutigen Verlautbarung der österreichischen Bundesregierung können wir ab 19. Mai das Haus am Ring endlich wieder öffnen und Vorstellungen vor Publikum anbieten. Die Freude der ganzen Belegschaft ist riesengroß, wir können es kaum erwarten, unsere Besucherinnen und Besucher wieder in der Oper begrüßen zu dürfen.

Wir arbeiten gerade an den nötigen Vorbereitungen und ersuchen Sie um Verständnis, dass wir Sie noch nicht heute, aber natürlich so rasch wie möglich über Termine, Vorstellungen und Kartenverkaufsmöglichkeiten informieren werden.

Ich hoffe also auf ein baldiges Wiedersehen und freue mich auf ein gemeinsames Opernerlebnis.

Herzlich,
Bogdan Rošcic
Direktor

Wien, Wiener Staatsoper, Premiere Parsifal – Kaufmann, Garanca, Zeppenfeld .., IOCO Aktuell, 11.04.2021

April 10, 2021 by  
Filed under Oper, Pressemeldung, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 PARSIFAL – Premiere an der Wiener Staatsoper

 11. – 18. 4. 2021  – Jonas Kaufmann ist Parsifal –

In einer aufsehenerregenden Neuinszenierung des russischen Regisseurs Kirill Serebrennikov kommt am Sonntag, 11. April 2021 Parsifal zur Premiere an der Wiener Staatsoper. Es dirigiert Musikdirektor Philippe Jordan, der das Werk zum ersten Mal im Haus am Ring leitet. Als Parsifal ist Jonas Kaufmann zu erleben, der in dieser Spielzeit u. a. bereits in der Titelpartie der Don Carlos-Wiederaufnahme zu sehen war. Elina Garanca gibt als Kundry ihr lange erwartetes internationales Rollendebüt, ebenso wie Ludovic Tézier als Amfortas. Weitere Wiener Rollendebüts wichtiger Gastsolisten: Georg Zeppenfeld als Gurnemanz und Wolfgang Koch als Klingsor.

Da derzeit leider noch nicht abzusehen ist, wann die Wiener Staatsoper wieder vor Publikum spielen darf, wird auch diese Premiere nur für ZuseherInnen und HörerInnen von TV, Stream und Radio stattfinden:

Richard Wagner Denkmal in Berlin © IOCO / Rainer Maass

Richard Wagner Denkmal in Berlin © IOCO / Rainer Maass

Parsifal – Ab 18. April 2021 – bei ARTE Concert abrufbar

Radio Ö1 sendet die Aufzeichnung am 17. April 2021 ab 19.30 Uhr und auch in ORF 2 gibt es an diesem Wochenende einen Parsifal-Schwerpunkt: in der gut zweistündigen Sondersendung »Der Fall Parsifal« (17. April 2021, 22.00 Uhr) wird der Mythos Parsifal in einer ganz besonderen Version des Monumentalwerks mit umfassenden Ausschnitten aus der Produktion, Interviews und Beiträgen behandelt. Die »Matinee am Sonntag« (18. April 2021, 9.05 Uhr) zeigt Portraits der Protagonisten und Weltstars Jonas Kaufmann und Elina Garanca. Außerdem ist eine umfassende Berichterstattung u. a. im »Kulturmontag« (12. April 2021, 22.30 Uhr) geplant.

Die Gesamtaufzeichnung der Premierenproduktion ist am 18. April 2021 ab 14.00 Uhr europaweit auf ARTE Concert kostenlos verfügbar und dort bis für mindestens 30 Tage abrufbar.

ZUR PRODUKTION

Wiener Staatsoper / Parsifal hier Jonas Kaufmann ist Parsifal © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Parsifal hier Jonas Kaufmann ist Parsifal © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Regisseur Kirill Serebrennikov, gefragter Theater-, Film- und Opernregisseur ist mit Parsifal erstmals für die Wiener Staatsoper tätig und verantwortet nicht nur die Inszenierung, sondern gestaltet auch das Bühnenbild und die Kostüme. Da er nach seiner Verurteilung in einem international scharf kritisierten Prozess das Land noch immer nicht verlassen darf, leitet er die Parsifal-Proben live per Videoschaltung von seiner Moskauer Wohnung aus.

Teil des Bühnenbildes ist ein Gefängnis –  inspiriert von einer maison centrale, einer französischen Gefängnisanlage, in der die sogenannten Hoffnungslosen, oft Angehörige ethnischer oder religiöser Minderheiten, interniert und damit sich selbst überlassen werden. Diese szenische Ortswahl sieht Kirill Serebrennikov symbolisch:

»Die Gralsritter, so wie Wagner sie bereits zu Beginn des Stückes darstellt, haben offenbar einen Teil ihres Glaubens verloren, vermutlich sogar dessen wichtigsten und entscheidendsten Teil. Der Gral, so wie ich ihn verstehe, ist die Idee der Freiheit ganz allgemein – und genau deswegen ist er in Widerspruch zur Bruderschaft der Gralsgemeinschaft geraten: Die Ritter sind gefangen in ihrer dogmatischen Kampfstellung gegen alles Weltliche. Sie sind mit Scheuklappen unterwegs in der Welt, von der sie eine zunehmend verzerrte und verengte Wahrnehmung haben. Der Gefängnis-Raum meiner Inszenierung ist eine Metapher für die bornierte, zusammengeschrumpfte, dogmatische Welt, in die sie sich selbst eingesperrt haben und in der alles anders passiert als es passieren sollte. Und natürlich:

Wiener Staatsoper / Parsifal hier: Georg Zeppenfeld ist Gurnemanz, Elena Garanca ist Kundry © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Parsifal hier: Georg Zeppenfeld ist Gurnemanz, Elena Garanca ist Kundry © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn

Ein Leben in Gefangenschaft ist eine der möglichen Lesarten, die meine Inszenierung für den Satz >zum Raum wird hier die Zeit< anbietet«, schreibt der Regisseur in einem Programmheft-Beitrag über seine Sicht auf das Werk, und erläutert weiter: »Jede naive Bebilderung würde die subtilen Sinnzusammenhänge von Wagners Partitur vergröbern. Man kann sich die szenischen Lösungen konventioneller Aufführungen für das Wunder des in der Luft stehenbleibenden Speers anschauen: Solche Versuche, die musikalisch realisierten Wunder von Wagners Partitur zu illustrieren, zeitigen alles andere als die gewünschten magische Effekte. Ich will und kann daher Wagners Parsifal nicht 1:1 illustrieren – obwohl alle Symbole Wagners in unserer Inszenierung vorkommen: der Kelch, der Speer, das Kreuz, >des Heilands selige Boten< usw. Ich glaube aber, dass die eigentliche Metaphysik sich im tatsächlichen Leben ereignet. Bei den Dreharbeiten zu unserm Parsifal-Filmmaterial im letzten Dezember rund um Moskau haben wir eine Beton-Ruine entdeckt. Es herrschte unglaublicher Frost und zugleich fiel das Sonnenlicht durch die Löcher in den zerstörten Wänden herein. Ein in seiner Schönheit magischer und irrealer Moment. Ich entdecke als Künstler Gott in dieser Schönheit.«

PARSIFAL –  Richard Wagner – Wiener Staatsoper

Musikalische Leitung Philippe Jordan
Inszenierung, Bühne & Kostüme Kirill Serebrennikov
Licht Franck Evin
Ko-Regie Evgeny Kulagin
Mitarbeit Bühne Olga Pavluk
Mitarbeit Kostüm Tatiana Dolmatovskaya
Video & Foto Designer Aleksei Fokin, Yurii Karih
Kampfmeister Ran Arthur Braun
Dramaturgie Sergio Morabito

Amfortas Ludovic Tézier
Gurnemanz Georg Zeppenfeld
Parsifal Jonas Kaufmann
Klingsor Wolfgang Koch
Kundry Elina Garanca
Der damalige Parsifal Nikolay Sidorenko
Titurel Stefan Cerny
1. Gralsritter Carlos Osuna
2. Gralsritter Erik Van Heyningen
1. Knappe Patricia Nolz
2. Knappe Stephanie Maitland
3. Knappe Daniel Jenz
4. Knappe Angelo Pollak
1. Blumenmädchen/1. Gruppe Ileana Tonca
2. Blumenmädchen/1. Gruppe Anna Nekhames
3. Blumenmädchen/1. Gruppe Aurora Marthens
1. Blumenmädchen/2. Gruppe Slávka Zámecníková
2. Blumenmädchen/2. Gruppe Joanna Kedzior
3. Blumenmädchen/2. Gruppe Isabel Signoret

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