Düsseldorf, Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Tristan und viel mehr – Spielplan Dezember 2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Oper und Ballett am Rhein –  Dezember 2020


Oper am Rhein


Mittwoch, 02.12.
19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Weihnachten mit Freunden
Festlicher Abend für den Freundeskreis und alle Opernfreunde

Eine schöne Tradition zum Jahresende ist das festliche Gala-Konzert, das die Deutsche Oper am Rhein ihrem Freundeskreis als Dank für dessen Unterstützung schenkt. Es ist auch für alle anderen Opernfreunde geöffnet und bietet in diesem Jahr die Gelegenheit, das neu formierte Opernstudio näher kennen zu lernen: Die sechs Nachwuchssolistinnen und -solisten Ekaterina Aleksandrova, Sander de Jong, Luvuyo Mbundu, Jake Muffett, Andrei Nicoara und Anna Rabe präsentieren die schönsten Arien und Ensembles mit weihnachtlichem Flair auf der großen Bühne. Für Mitglieder des Freundeskreises ist der Eintritt zum Konzert frei.


Donnerstag, 03.12.  19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
 
Donnerstag, 17.12.  19.30 Uhr
Theater Duisburg

 Tristan und Isolde – 1. Aufzug – PREMIERE
von Richard Wagner – Bearbeitung von Eberhard Kloke

Nach dem furiosen „Ring am Rhein“ präsentiert die Deutsche Oper am Rhein im Dezember ein weiteres exklusives Wagner-Erlebnis: An drei aufeinander folgenden Abenden zeigt sie Tristan und Isolde in einer Inszenierung von Dorian Dreher und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober mit einem Weltklasse-Ensemble um Kammersängerin Linda Watson, Tenor Michael Weinius und Kammersänger Hans-Peter König. Der erfahrene Dirigent und Komponist Eberhard Kloke nimmt hierfür eine intime Bearbeitung der Tristan-Partitur vor, in der das Orchester auch räumlich zum Protagonisten wird.


Samstag, 05.12.  19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
 
Freitag, 18.12.   19.30 Uhr
Theater Duisburg

Tristan und Isolde – 2. Aufzug – PREMIERE:
von Richard Wagner in der Bearbeitung von Eberhard Kloke


Sonntag, 06.12.  18.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
 
Samstag, 19.12.  19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE:
Tristan und Isolde – 3. Aufzug –  PREMIERE:
von Richard Wagner in der Bearbeitung von Eberhard Kloke


Freitag, 04.12.  18.00 Uhr
Theater Duisburg

Meister Pedros Puppenspiel von Manuel de Falla  –  PREMIERE

Drei Sängerinnen und Sänger, zwei Puppenspieler, ein Orchester und ein Live-Video: In dieser ungewöhnlichen Verbindung präsentiert die Deutsche Oper am Rhein Manuel de Fallas phantasievollen Operneinakter Meister Pedros Puppenspiel. Mit glutvollen spanischen Klängen hat de Falla ein Motiv aus Cervantes? Don Quijote zum Leben erweckt: Dem berühmten Ritter von der traurigen Gestalt geht während einer Puppenspielaufführung dermaßen die Fantasie durch, dass er mit blanker Waffe die Bühne stürmt…

Die luftschlosshafte Wirklichkeit, die Don Quijote irgendwo zwischen Traum und Realität bewohnt, wird von Filmemacher Torge Möller (fettFilm), Ilaria Lanzino und dem Düsseldorfer Marionetten-Theater mit Live-Video in Szene gesetzt. Mit ihrer phantasievollen Umsetzung und einer Spieldauer von 45 Minuten eignet sie sich auch hervorragend für junge Besucher ab 6 Jahren.


Montag, 07.12. 18.00 Uhr   Opernhaus Düsseldorf
OPERNWERKSTATT

Romeo und Julia – Kammeroper von Boris Blacher

Schon einige Tage vor der Premiere stellen die Dramaturginnen und Dramaturgen der Deutschen Oper am Rhein die neuen Produktionen vor und geben Einblicke in den künstlerischen Arbeitsprozess. In Podiumsgesprächen sprechen Mitwirkende über das Werk, geben interessante Informationen über Hintergründe und künstlerische Zusammenhänge und stellen die Grundzüge ihrer Inszenierung vor. Eine öffentliche Probe mit den beteiligten Künstlern sowie den Düsseldorfer Symphonikern oder Duisburger Philharmonikern vermittelt im Anschluss einen ersten Eindruck von der neuen Produktion.

Der Eintritt ist frei, und es ist keine Anmeldung erforderlich.


Dienstag, 08.12.  18.00 Uhr
Theater Duisburg
Opernwerkstatt

Masel Tov! Wir gratulieren!  –   Mieczys?aw Weinberg

Schon einige Tage vor der Premiere stellen die Dramaturginnen und Dramaturgen der Deutschen Oper am Rhein die neuen Produktionen vor und geben Einblicke in den künstlerischen Arbeitsprozess. In Podiumsgesprächen sprechen Mitwirkende über das Werk, geben interessante Informationen über Hintergründe und künstlerische Zusammenhänge und stellen die Grundzüge ihrer Inszenierung vor. Eine öffentliche Probe mit den beteiligten Künstlern sowie den Düsseldorfer Symphonikern oder Duisburger Philharmonikern vermittelt im Anschluss einen ersten Eindruck von der neuen Produktion.

Der Eintritt ist frei, und es ist keine Anmeldung erforderlich.


Freitag, 11.12.  19.30 Uhr
Theater Duisburg

Masel Tov! Wir gratulieren – Mieczyslaw Weinberg – PREMIERE

In der Küche brodelt das Leben. Das ist bei guten Partys so und auch in Mieczyslaw Weinbergs Kammeroper „Masel Tov!“ ist es die Basis für eine höchst lebendige und komödiantische Liebesgeschichte. Drei Bedienstete und ein fliegender Buchhändler treffen dort während der Vorbereitungen für die Verlobung der Tochter des Hauses zusammen. Es wird geflirtet und gelästert, Alkohol ist ebenfalls reichlich im Spiel, und so kommt es zu unerwarteten Wendungen im Beziehungsgeflecht der Bediensteten, die in zwei Verlobungen münden. Weinberg, den man vor allem in Verbindung mit seiner Oper Die Passagierin kennt, zeigt sich in Masel Tov! von einer ganz anderen Seite: Klezmermelodien geben der Partitur gemeinsam mit aus der jiddischen Musiktradition heraus intonierten Walzer-, Polka- und Galoppformen eine ganz eigene Farbe.


Sonntag, 13.12.    11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Weihnachten in Lied und Wort

Zu den Highlights des Düsseldorfer Adventskalenders zählt das traditionelle „Weihnachten in Lied und Wort“: ein festlicher Vormittag im Opernhaus, zu dem Mitglieder des Sängerensembles und des Opernchores stimmungsvolle Weihnachtsmusik präsentieren. Der aus Serien wie „Tatort“, „Rosenheim Cops“ und „Polizeiruf“ bekannte Schauspieler und Sprecher Stefan Wilkening liest Texte zur Weihnachtszeit. Kurator des Programms und Begleiter am Klavier ist Ex-Operndirektor Stephen Harrison. Mit Sandra Michaela Diehl, Sylvia Hamvasi, Sander de Jong, Susan Maclean, Jake Muffett, Bohyeon Mun, Franziska Orendi, Volker Philippi und Beniamin Pop.


Mittwoch, 16.12.   18.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Hänsel und Gretel  – Engelbert Humperdinck

Der Winter-Klassiker Hänsel und Gretel darf auch in dieser Saison nicht fehlen: Engelbert Humperdincks Oper nach dem bekannten Märchen der Gebrüder Grimm kehrt zur Weihnachtszeit in gekürzter Neufassung an die Deutsche Oper am Rhein zurück. Schon seit mehr als 50 Jahren verzaubert das Stück in der fantasievoll-bunten Inszenierung von Andreas Meyer-Hanno das Publikum in Düsseldorf und Duisburg. Die aktuell geltenden Auflagen machten eine Überarbeitung notwendig, die den Klassiker zurück zu seinen Wurzeln bringt: Bevor Humperdinck aus der Erzählung „große Oper“ machte, brachten der Komponist und seine für das Libretto verantwortliche Schwester Adelheid Wette Hänsel und Gretel mit großem Erfolg als singspielartige Haustheater-Aufführung im eigenen Wohnzimmer heraus. Die szenische Neueinstudierung von Esther Mertel in einer Fassung für Kammerensemble entdeckt den Zauber der kleinen Besetzung wieder.


Samstag, 19.12.
19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE Romeo und Julia
von Boris Blacher

Während drinnen ein rauschender Ball die Gemüter erhitzt, treffen sich Romeo und Julia am Rande des Geschehens – und wissen sofort: Es ist Liebe auf den ersten Blick. Weil sie aber tödlich verfeindeten Familien angehören und Julia am nächsten Morgen eigentlich Paris heiraten soll, ist ihre Liebe zwar unsterblich, aber vor allem verboten. Das Schicksal nimmt seinen tragischen Lauf.

Boris Blacher hat 1943 mit seiner Vertonung der Tragödie William Shakespeares eine Kammeroper geschaffen, die in ihrer Ausgespartheit ein kleines Wunder ist. Er konzentrierte und verdichtete den Stoff auf seine Essenz: das Schicksal von Romeo und Julia. Eine tragende Rolle übernehmen dabei der Solistenchor sowie Chansons, die das Scheitern dieser großen Liebe immer wieder humorvoll und untergangstrunken brechen und kommentieren.

Regisseur Manuel Schmitt, der u.a. bereits bei den Opernfestspielen der Bayerischen Staatsoper, dem Staatstheater Nürnberg, dem Theater Trier und dem Musiktheater im Revier inszenierte, erarbeitet mit „Romeo und Julia“ erstmals eine Produktion für die Deutsche Oper am Rhein.


Donnerstag, 31.12.
18.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
SILVESTERWUNSCHKONZERT
Alle guten Wünsche!

Zum Ausklang des alten Jahres darf das Publikum der Deutschen Oper am Rhein das Programm selbst gestalten: Auf der Website operamrhein.de und in den sozialen Netzwerken gibt es vorab die Gelegenheit, über Lieblings-Arien abzustimmen, die dann von Mitgliedern des Ensembles und den Düsseldorfer Symphonikern auf die Bühne des Opernhauses gebracht werden. Unter der Leitung von Aziz Shokhakimov gestalten Liana Aleksanyan, Valerie Eickhoff, Luiza Fatyol, Anna Harvey, Elena Sancho Pereg, Ramona Zaharia, Eduardo Aladrén, Bogdan Baciu, Jorge Espino, Ovidiu Purcel, Luke Stoker und Bogdan Talos das Wunschkonzert. Moderiert wird der musikalische Übergang ins neue Jahr von Stephen Harrison.


Ballett am Rhein


Dienstag, 08.12.
18.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
BALLETTWERKSTATT
Geschlossene Spiele
Ein Ballettabend mit einer Uraufführung von Demis Volpi

Schon einige Tage vor der Premiere stellen die Dramaturginnen und Dramaturgen des Ballett am Rhein das neue Programm vor und geben Einblicke in die künstlerische Arbeit im Probenprozess. Interessante Informationen über Hintergründe und Zusammenhänge sowie das Erleben einer Probe geben allen Tanzbegeisterten die Möglichkeit, Künstler und Choreographie näher kennen zu lernen.

Der Eintritt ist frei, und es ist keine Anmeldung erforderlich.


Freitag, 11.12.
20.00 Uhr
Tonhalle
PREMIERE
Prometheus Dis.order
Ein multimediale Klang-, Licht- und Tanz-Inszenierung zu Ballettmusik von Ludwig van Beethoven und einer Komposition von Charles Ives

Die Tonhalle leuchtet: Eine spektakuläre Lichtinszenierung der Medienkünstler Nick & Clemens Prokop katapultiert Beethovens Ballettmusik „Die Geschöpfe des Prometheus“ ins Heute. Im kuppelförmigen Saal entfaltet sich eine Bühnenskulptur, die unterschiedliche Facetten von Licht kombiniert und kontrastiert: dynamische 3D-Effekte, leuchtend bewegte Wände, Funkenwürfe, Blitze und Lavaströme werden zu Sinnbildern von Prometheus‘ titanischem Tun und dessen Konsequenzen.

Mitten in dem medialen Spektakel spielt die Choreographie von Virginia Segarra Vidal, in der Prometheus von drei Compagnie-Mitgliedern des Ballett am Rhein getanzt wird: Michael Foster, Philip Handschin und Marjolaine Laurendeau verkörpern dessen gespaltenes, zwischen Menschenliebe, Größenwahn und Destruktion changierendes Wesen. Virginia Segarra Vidal ist seit 2011 Mitglied des Ballett am Rhein und wird in ihrem Bestreben als Choreographin aktiv gefördert. Mit „Prometheus Dis.order“ entsteht bereits ihre zweite Arbeit für die Compagnie.

Unter der Leitung von Alexandre Bloch spielen die Düsseldorfer Symphoniker.


Samstag, 12.12.
19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE
Geschlossene Spiele
Ein Ballettabend mit einer Uraufführung von Demis Volpi

In einem argentinischen Lokal treffen Menschen aufeinander, die auf den ersten Blick wenig zu verbinden scheint. Ein Richter wiegt in der Mittagspause pedantisch seine Möhren, eine amerikanische Touristin möchte ein Huhn um Erlaubnis fragen es zu verspeisen, die Kellner fallen wie aus dem Nichts in Ohnmacht, ein Kunde versucht über Stunden seine Koffer aufzugeben, scheitert aber letztlich am bürokratischen Apparat. Absurd-surreale Begegnungen verweben sich zu einem virtuosen Diskurs über Gerechtigkeit, Recht und Unrecht, und die Idee des Menschen, in fairer Art und Weise über das Schicksal anderer bestimmen zu können. Als Grundlage für sein erstes Handlungsballett als neuer Chefchoreograph hat Demis Volpi ein Schauspiel von Julio Cortázar gewählt, das mit Scharfsinn nicht nur seinen ursprünglichen Hintergrund, nämlich die Zeit der Militärdiktatur Argentiniens unter J. R. Videla seziert, sondern auch heute noch als Gesellschaftsparabel funktioniert.


Donnerstag, 31.12.
18.00 Uhr
Theater Duisburg
BALLETT-SILVESTERGALA
Der gute Rutsch

Für die letzten Stunden des Jahres bittet im Theater Duisburg das Ballett am Rhein zum Tanz und präsentiert ein Gala-Programm, das alles andere wird als „the same procedure as every year“. Mit Fantasie, Grazie und Power stimmt das Bewegungs-Feuerwerk auf der Bühne bestens auf einen gut gelaunten Jahreswechsel ein.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Orchestermusiker geben Konzert in Kinderhospiz, April 2020

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf / Arno Pfeuffer, Norbert Hüsson, Bassam Mussad, Michael Becker, Jan Henrik Perschel und Lionel Jaquerod (v. l. n. r.) © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Arno Pfeuffer, Norbert Hüsson, Bassam Mussad, Michael Becker, Jan Henrik Perschel und Lionel Jaquerod (v. l. n. r.) © Susanne Diesner

Orchestermusiker geben Konzert in Kinderhospiz

Am Ostermontag haben Musiker der Düsseldorfer Symphoniker dem Kinder- und Jugendhospiz Regenbogenland in Düsseldorf einen Besuch abgestattet, um für die erkrankten Kinder und Jugendlichen im Treppenhaus der Einrichtung zu musizieren. Norbert Hüsson, Vorsitzender des Fördervereins Kinder- und Jugendhospiz Düsseldorf e. V., und Michael Becker, Intendant der Tonhalle Düsseldorf und der Düsseldorfer Symphoniker, hatten die Idee für das ungewöhnliche Osterkonzert. Die Trompeter Bassam Mussad und Lionel Jaquerod und die Posaunisten Jan Henrik Perschel und Arno Pfeuffer spielten ein fröhliches, kindgerechtes Programm mit u. a. Film- und Serien-Musik aus „Pippi Langstrumpf“, „Jim Knopf“, „Harry Potter“, „Biene Maja“ und „Pink Panther“, aber auch klassische Stücke wie Händels Wassermusik. Intendant Michael Becker sagte nach dem Konzert: „In unserer unfreiwilligen Pause spüren wir viel intensiver als etwa in den Ferien, wie wichtig Musik für uns alle ist. Und vor allem die Beziehung zwischen Akteuren und Publikum. Der Applaus und die ‚Zugabe, Zugabe‘-Rufe waren eine reine Freude.“

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

Düsseldorf, Tonhalle Düsseldorf, Adam Fischer – bis 2025 in Düsseldorf, IOCO Aktuell, 21.03.2020

Tonhalle Düsseldorf

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Tonhalle Düsseldorf © Diesner

Adam Fischer verlängert Vertrag bis 2025   

Principal Conductor  –  Düsseldorfer Symphoniker

Adam Fischer, *1949 in Budapest, hat sein zum Saisonende 2020 auslaufendes Engagement verlängert und bleibt weitere fünf Jahre Principal Conductor der in der Tonhalle Düsseldorf „ansässigen“ Düsseldorfer Symphoniker.

Die Vertragsverlängerung hat Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf, am Abend des 2. März 2020 in der Tonhalle Düsseldorf offiziell verkündet. Die Bekanntgabe erfolgt zu einem symbolträchtigen Termin: Adam Fischer dirigierte Joseph Haydns Symphonie La Passione und Gustav Mahlers 6. Symphonie, das letzte Konzert seines großen Mahler-Zyklus, den der Dirigent bei seinem Amtsantritt 2015 in der Tonhalle Düsseldorf begann.

Adam Fischer – zur geschlossenen Tonhalle in Düsseldorf und der Corona Krise
youtube Trailer Tonhalle Düsseldorf
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Adam Fischer freut sich über die Vertragsverlängerung: „Ich bin sehr glücklich, dass ich meine 2015 begonnene künstlerische Arbeit in Düsseldorf in den nächsten Jahren fortsetzen werde. Ich habe wunderbare Musiker im Orchester kennengelernt, die mich richtig inspirieren können. Und auch ein Publikum, dessen Begeisterung uns alle auf der Bühne anspornt und mitreißt. Ich hoffe, dass es mir noch lange vergönnt sein wird, mit den Düsseldorfer Symphonikern gemeinsam musizieren zu können.

Michael Becker, Intendant der Tonhalle Düsseldorf und der Düsseldorfer Symphoniker, ist stolz, dass sich Adam Fischer für weitere fünf Jahre in Düsseldorf entschieden hat: „Mit der seltenen Mischung aus unbestechlicher Musikalität, professioneller Neugier und tiefgreifender Menschlichkeit hat Adam Fischer eine neue musikalische Zeitrechnung in Düsseldorf begonnen, die weit über die Republik hinaus wahrgenommen wird.“

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer - Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer – Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker © Susanne Diesner

In den zurückliegenden fünf Jahren führte Fischer mit den Düsseldorfer Symphonikern unter anderem alle Mahler-Symphonien in Kombination mit Werken von Joseph Haydn auf. Die in Kooperation mit dem Deutschlandfunk und dem Label Avi Music entstandenen Konzerteinspielungen gewannen mehrere Preise, etwa den BBC Music Magazin Award und den Opus Klassik (2019). Fischers Mahler-Zyklus gilt als einer der Hauptgründe für einen massiven Anstieg der Publikumszahlen in der Tonhalle Düsseldorf. Auch international sorgt die Zusammenarbeit Fischers mit den Düsseldorfer Symphonikern für Aufsehen, wie beispielsweise während eines Gastspiels in Budapest und auf einer Spanien-Tournee des Orchesters im Januar 2019 zu erleben war. Weitere Konzertreisen sind nun in Planung.

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Adam Fischer © Susanne Diesner

Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf, ist ebenfalls sehr glücklich, dass Adam Fischer Erster Konzertdirigent in Düsseldorf bleibt: „Er hat den Düsseldorfer Symphonikern zu großer Strahlkraft verholfen und begeistert sein Publikum weit über Düsseldorf hinaus. Adam Fischer schätze ich aber auch persönlich, da er ein Weltbürger und ein Mensch mit Haltung ist.“

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe ist überzeugt: Adam Fischer liebt die Düsseldorfer Symphoniker, die Düsseldorfer Symphoniker lieben Adam Fischer, und dies nun schon seit fünf Jahren. Mit seinem so persönlichen Einsatz und seiner Musizierfreude, die auf die Symphoniker ebenso überspringt wie auf das Publikum, hat Adam Fischer die Düsseldorfer Symphoniker in neue Sphären geführt. Dafür sind ihm alle Musikfreunde mehr als dankbar, und ich empfinde große Freude, dass wir nun seinen Vertrag verlängern konnten.“

Adam Fischer wird weltweit nicht nur als Dirigent geschätzt, sondern macht regelmäßig auch außerhalb der Konzertsäle durch sein humanitäres Engagement von sich reden. Zusammen mit András Schiff reichte er bereits 2011 bei der EU eine Petition gegen Rassismus und Ausgrenzung ein. 2018 erhielt er den isra­elischen Wolf-Preis, eine Auszeichnung, die an herausragende Persönlichkeiten für ihr besonderes humanitäres Engagement verliehen wird. Seit Adam Fischer Principal Conductor der Düsseldorfer Symphoniker ist, verleiht er zudem selbst jedes Jahr den vom Freundeskreis der Tonhalle gestifteten Menschenrechtspreis der Tonhalle Düsseldorf an eine Person oder Organisation, die sich in besonderem Maße für Freiheit und Menschenrechte einsetzt.

Tonhalle Düsseldorf / Die Düsseldorfer Symphoniker - hier zum Neujahrskonzert © Susanne Diesner

Tonhalle Düsseldorf / Die Düsseldorfer Symphoniker – hier zum Neujahrskonzert © Susanne Diesner

Nachdem die Serie der Mahler-Symphonien nun abgeschlossen ist, startet Adam Fischer in Düsseldorf neue Zyklen. In den kommenden fünf Jahren plant er mit den Symphonikern unter anderem Brahms, Bartók, Schubert, Beethoven und Dvorák intensiv zu beleuchten. Näheres dazu wird die Tonhalle im Rahmen der Pressekonferenz zur neuen Saison Mitte Mai bekannt geben.

Auch für die Musikerinnen und Musiker der Düsseldorfer Symphoniker ist es ein Glücksfall, dass sie die Zusammenarbeit mit ihrem Principal Conductor fortsetzen dürfen. Solo-Flötistin Ruth Legelli aus dem Orchestervorstand kommentiert: „Die Düsseldorfer Symphoniker sind sehr dankbar über die Verlängerung des Vertrages von Adam Fischer. Es hat uns große Freude gemacht, mit ihm zusammen den Mahler-Zyklus aufzunehmen. Auch an die gemeinsamen Gastspiele in Spanien und Ungarn erinnern wir uns sehr gerne. Die Konzerte und Arbeitsphasen mit ihm sind für uns immer etwas Besonderes, und wir freuen uns auf neue Themen und musikalische Höhepunkte.“

Über Adam Fischer:

1949 in Budapest geboren, studierte Adam Fischer Komposition und Dirigieren in Budapest und bei Hans Swarowsky in Wien. Nach Stationen als Erster Kapell­meister in Helsinki, Karlsruhe und an der Staatsoper in München war er Gene­ralmusikdirektor in Freiburg, Kassel und Mannheim sowie Künstlerischer Leiter der Ungarischen Staatsoper in Budapest. Er ist Gründer und Künstlerischer Leiter der Budapester Wagnertage. Seit 1999 leitet Fischer das Danish Chamber Orchestra Kopenhagen, seit der Saison 2015/16 ist er Erster Konzertdirigent der Düsseldorfer Symphoniker.

Regelmäßige Auftritte führen Adam Fischer an die größten Opernhäuser in Europa und in den USA, darunter die Wiener Staatsoper, Mailänder Scala, Baye­rische Staatsoper, Covent Garden, Metro­politan Opera und die Bayreuther Fest­spiele. Als Konzertdirigent arbeitet er regelmäßig mit Orchestern wie den Wiener, Berliner und Münchner Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem Orche­stre de Paris, dem London Philharmonic, dem Orchestra of the Age of Enlighten­ment, dem NHK Symphony Tokyo, dem Chicago und dem Boston Symphony. Im Januar 2017 wurde Adam Fischer zum Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper ernannt.

 

—| Pressemeldung Tonhalle Düsseldorf |—

Zürich, Tonhalle Maag, Tonhalle Orchester – Dvorák, Schostakowitsch, IOCO Kritik, 31.01.2019

Januar 31, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Konzert, Kritiken, Tonhalle Zürich

 Zürich Maag / Spielstätte des Tonhalle Orchesters © Hannes Henz

Zürich Maag / Spielstätte des Tonhalle Orchesters © Hannes Henz

Tonhalle Zürich

Tonhalle Orchester- Zürich

Antonin Dvorák, Dmitri Schostakowitsch

von Julian Führer

Innerhalb von zwei Wochen präsentierten sich in Zürich drei Dirigenten mit dem Tonhalle Orchester. Juanjo Mena mit Britten und Bruckner, der künftige Chefdirigent Paavo Järvi mit Messiaen, Mozart und Beethoven (IOCO berichtete jeweils), am 23. Januar 2019  Manfred Honeck mit einem Programm aus dem späten 19. und dem 20. Jahrhundert.

Programm aus dem späten 19. und dem 20. Jahrhundert

Antonin Dvoráks bekanntestes und meistgespieltes Werk ist heute sicherlich die Symphonie Nr. 9 e-Moll mit dem im Laufe der Zeit geläufig gewordenen Titel Aus der Neuen Welt. Der Abend präsentierte jedoch zunächst Ausschnitte aus der Oper Rusalka, die vom Dirigenten Manfred Honeck zu einer Suite zusammengestellt wurden. In Honecks Version übernehmen teilweise Soloinstrumente die Singstimmen (speziell Oboe und Violine). Die ins Phantastische zielende Geschichte von dem verliebten Wasserwesen, der Hexe Ježibaba und der Unmöglichkeit der Liebe zwischen Menschenwelt und Märchenwelt ist von Dvorák zu einer Oper vertont worden, die durchaus gespielt wird, aber die man gern noch häufiger hören würde.

Der Ansatz, sie durch eine solche Suite im Konzertsaal zu etablieren, hat natürlich vieles für sich. Gleichzeitig sitzt das Orchester nun auf dem Podium und nicht in einem Graben, manchmal vermisst man etwas die Bühne. Wie bei jeder Zusammenfassung dieser Art sind die Übergänge heikel – abrupte Wechsel von Stimmungen, Tempi und Tonarten haben oft etwas Gewaltsames. Am problematischsten war an diesem Abend aber einmal mehr der Saal. Das breit aufgestellte Orchester mit einem Respekt einflößenden Bläserapparat spielte präzise (man sah es an den Gesten des Dirigenten und an den Bewegungen der Musiker genau), nur dass das direkt vor einer Holzblende sitzende Blech wie durch eine Klangmuschel verstärkt wirkte. Bei den in der Rusalka-Suite vorkommenden schnellen Läufen auch bei diesen Instrumenten führen dieser verstärkende Effekt und der lange Nachhall dazu, dass das Klangbild ins Diffuse wechselt. Von diesen Problemen bei Fortissimostellen einmal abgesehen, überzeugte das Orchester in diesem ersten Teil mit engagiertem Spiel.

Das erste Cellokonzert Es-Dur op. 107 von Dmitri Schostakowitsch hat sich einen Stammplatz im Konzertrepertoire sichern können. Ursprünglich für Mstislaw Rostropowitsch komponiert und von diesem 1959 zur Uraufführung gebracht, ist es einerseits technisch anspruchsvoll, gleichzeitig aber auch kompositorisch und klanglich reizvoll. Als Solist wählte der erst 1992 geborene Kian Soltani einen sehr zurückhaltenden Einstieg, fast zu leise schien die Einleitung, doch wurde rasch deutlich, dass Dirigent und Solist hier planvoll vorgingen. Manfred Honeck begleitete mit dem Tonhalle Orchester gerade im Kopfsatz erstaunlich leise und stets präzise (etwa bei den Einsätzen der Holzbläser in den ersten Takten).

Dieser Schostakowitsch kam nicht so gepanzert daher wie andere Stücke aus dieser Schaffensperiode, jedenfalls bei manchen Interpretationen. Im ersten Satz ließen auch die Bratschen aufhorchen. Der zweite Satz wurde langsam und besonders elegisch gespielt. Der dritte Satz (die Kadenz) war ein Höhepunkt: die rätselhaften und in manchen Interpretationen etwas eklektisch daherkommenden Pizzicati nahm Kian Soltani als strukturierendes Element mit einem betonten Decrescendo innerhalb ihrer Abfolge. Wie bereits zu Beginn, hörte man im Finalsatz die charakteristische Galligkeit, die Schostakowitsch immer wieder einflicht, wenn seine Musik ins vermeintlich Affirmative übergeht. Der im ersten und letzten Satz intensiv geführte Dialog mit dem Horn wurde, durch die akustischen Verhältnisse nochmals verstärkt, am Schluss dynamisch ins Groteske überhöht. Das Publikum reagierte mit spontanem Jubel insbesondere für den jungen Solisten.

Konzerthaus Maag / Tonhalle Orchester © Paolo Dutto

Konzerthaus Maag / Tonhalle Orchester © Paolo Dutto

Als Zugabe präsentierte Kian Soltani eine weitere Facette Schostakowitschs, nämlich den Komponisten von Filmmusik, hier für The Gadfly von 1955. Dieser Aspekt in dem Werk des sowjetischen Komponisten harrt zum Teil noch seiner Wiederentdeckung, denn anders als die Symphonien 1, 5, 7, 8, 9 und 10, die Oper Lady Macbeth von Mzensk oder die Jazzsuiten werden die Filmmusiken selten aufgeführt (eine CD unter Riccardo Chailly präsentiert glücklicherweise einige Ausschnitte, nicht aber die Musik zu The Gadfly). Soltani hat aus Schostakowitschs Filmmusik ein Arrangement hergestellt, das von der Cellogruppe des Tonhalle Orchesters an diesem Abend uraufgeführt wurde. Es wurde deutlich, dass Schostakowitsch quasi auf Bestellung Musikstücke abliefern konnte, sehr gekonnt und sehr effektvoll. Von Soltani selbst wurde in seiner kurzen Präsentation die Frage aufgeworfen, in welchem Teil seines Werkes wir nun den eigentlichen Dmitri Schostakowitsch erkennen können – eine Frage, die offenbleiben muss.

Die 8. Symphonie in G-Dur von Antonin Dvorák wurde nach der Pause präsentiert. Dieses etwa 40 Minuten dauernde Werk ist ganz klassisch in vier Sätze gegliedert. Breit, teils üppig instrumentiert, enthält es gerade im Finalsatz viele tanzartige Partien, so dass man hier auch den Komponisten der Slawischen Tänze erkennt. Streicherfiguren gemahnen an Tschaikowsky, volksliedhafte Passagen an Bedrich Smetana, und die Behandlung der Hörner ist insbesondere im Schlusssatz (mit nach oben gerichteter Mündung und fast vulgären Trillern) gar nicht weit entfernt von Gustav Mahler in seiner ersten Symphonie. Manfred Honeck, der diese Symphonie auswendig dirigierte, und das Orchester schienen hier im Einklang. Eine der Qualitäten des Tonhalle Orchesters, das beeindruckende technische Niveau, kam bei dieser Symphonie zur Geltung. Das Adagio strahlte große Ruhe aus, und das bekannte Allegretto grazioso des dritten Satzes wurde entsprechend der Anlage der Partitur breit ausmusiziert.

Die in sich geschlossene Interpretation traf beim Publikum auf breite Zustimmung. Das Tonhalle Orchester hat im Monat Januar seine große technische Flexibilität unter Beweis gestellt – der Start ins neue Jahr ist gelungen

—| IOCO Kritik Tonhalle Zürich|—

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