Mannheim, Musikalische Akademie Mannheim, 4. Akademiekonzert – Alpensinfonie, IOCO Kritik, 24.1.2020

Konzerthaus Rosengarten Mannheim © Uschi Reifenberg

Konzerthaus Rosengarten Mannheim © Uschi Reifenberg

Musikalische Akademie Mannheim

Musikalische Akademie Mannheim  – 4. Akademiekonzert

  – Vom Glück des Gipfelstürmers –

von Uschi Reifenberg

Mit dem Konzert für Oboe und kleines Orchester von Richard Strauss eröffnete die Musikalische Akademie Mannheim das 4. Akademiekonzert und setzte mit diesem Strauss‘schen „Juwel“ gleich zu Beginn einen Glanzpunkt dank des Oboisten Jean-Jaques Goumaz, dem 1. Solo-Oboisten des Nationaltheater Orchesters und seinem Dirigenten GMD Alexander Soddy.

Das Oboenkonzert, von Richard Strauss, beendet 1946, gilt als eines der anspruchsvollsten Konzerte für Oboe überhaupt und verlangt seinen Interpreten alle erdenklichen Schwierigkeiten ab, besonders bezüglich Atemtechnik, Durchhaltevermögen und Vielfalt im Ausdruck.

Jean-Jaques Goumaz löst diese Anforderungen allesamt mühelos und breitet die ganze Palette seines Könnens aus, was das Publikum im Mannheimer Mozartsaal in einhellige Euphorie versetzte.

Nach zwei kurzen Cello-Takten zu Beginn führt eine gefürchtete lang ausgedehnte Einleitung des 1.Satzes den Solisten in medias res. Was folgt, ist eine unendliche Melodie, die mit bewegten und fein ziselierten Spielfiguren quasi ohne Unterbrechung den Oboisten 56 Takte lang „in Atem hält“. Goumaz gestaltet unangestrengt, mit feiner Tongebung, intelligenter Phrasierung und stupender Atemtechnik einen Spannungsbogen, der ihm erst nach dem Tutti eine kurze Verschnaufpause gönnt.

Nationaltheazer Mannheim / Jean Jaques Goumaz - Solo-Oboist © Moreno Gardenghi

Nationaltheazer Mannheim / Jean Jaques Goumaz – Solo-Oboist © Moreno Gardenghi

Goumaz‘ Oboenklang ist weich, gesanglich, im zartesten piano noch tragend und verliert auch im forte nichts von seinem warmen Timbre. Innig und beseelt, von leiser Wehmut durchzogen, klingt das Andante-Thema des 2. Satzes. Goumaz taucht in die Tiefen der Strauss‘schen Musik ein und verleiht dem Spätwerk jenen Hauch von Abschiedsschmerz, der später auch in den „Vier letzten Liedern“ anklingt. Die Utopie einer besseren Welt wird hier beschworen, 1946, in Zeiten der Zerstörung und Hoffnungslosigkeit.

Das Zusammenspiel zwischen Solist und Orchester hätte nicht besser sein können, Orchester und Oboe verschmelzen in idealer Harmonie. Alexander Soddy dirigiert mit großer Sensibilität, fühlt jede agogische Wendung einfühlsam mit und lässt besondere Augenblicke im Dialog zwischen Soloinstrument und Orchester sowie mit Klarinette, Fagott und Flöte entstehen.

In den letzten beiden Sätzen schlüpft Goumaz in die Rolle des Till Eulenspiegel und bringt dessen heitere Motive schalkhaft und mit viel Lebendigkeit zum Ausdruck. Weite Intervallsprünge, bewältigt er mit Leichtigkeit, hat sichtlich Freude an Koloraturen, deren opernhafte Virtuosität nie Selbstzweck sind und schickt mit präziser Artikulation und Delikatesse glitzernde Spitzentöne in den Saal.

Für Bravorufe und donnernden Applaus dankte  Jean-Jaques Goumaz mit einer Zugabe. Es folgte die Alpensinfonie

Die  Alpensinfonie –   von biografischen Erlebnissen geprägt

Wenn Richard Strauss, der begeisterte Bergsteiger und Naturfreund in seiner Villa in Garmisch Partenkirchen, umgeben vom Zugspitzmassiv und dem Wettersteingebirge, aus dem Fenster  blickte, so kann man sich lebhaft vorstellen, dass ihm die Komposition seiner Alpensinfonie geradezu aus der Feder geflossen sein muss. Tatsächlich aber durchlief die Entstehung der Alpensinfonie einen fünfzehnjährigen wechselhaften Schaffensprozess und war inspiriert von Strauss eigenen biografischen Erlebnissen, der Philosophie Friedrich Nietzsches und der Künstlertragödie eines Schweizer Malers.

Diese drei Bedeutungsebenen verweisen aufeinander, durchdringen sich gegenseitig und erschließen das innere Programm, das der äußeren Einteilung der 22 Stationen einer  Bergwanderung zu Grunde liegt. Ein Jugenderlebnis mag ihm wohl in deutlicher Erinnerung geblieben sein: Als vierzehnjähriger geriet Strauss bei einer ganztägigen Bergtour in ein Unwetter, verirrte sich und kehrte erst nach Stunden, völlig durchnässt, nach Hause zurück. Um 1899 beabsichtigte Strauss, das tragische Schicksal des Schweizer Porträtmalers Karl Stauffer zu vertonen, der ebenfalls passionierter Bergsteiger war und nach einer tragischen Liebesgeschichte dem Wahnsinn verfiel und in Selbstmord endete. Es sollte eine 4-sätzige Sinfonie entstehen mit dem Titel: Die Alpen.

Richard Strauss Institut Garmisch Partenkirchen © Uschi Reifenberg

Richard Strauss Institut Garmisch Partenkirchen © Uschi Reifenberg

Dazwischen schob sich die Beschäftigung mit Friedrich Nietzsches Philosophie und seinen Thesen aus dem „Antichrist“ von 1888 mit dem Postulat der Befreiung der Menschheit von den Zwängen der christlichen Dogmen. Bereits in Also sprach Zarathustra hatte Strauss seiner Affinität zu Nietzsche ein Denkmal gesetzt. Strauss schreibt 1911: „Ich will meine Alpensinfonie den Antichrist nennen, als da ist: sittliche Reinigung aus eigener Kraft, Befreiung durch die Arbeit, Anbetung der ewigen herrlichen Natur.“ Später streicht Strauss allerdings den Zusatz „Der Antichrist“ wieder, übrig bleibt Eine Alpensinfonie mit der Verherrlichung der Natur als Ersatzreligion, die sich manifestiert im Programm einer abenteuerlichen Bergbesteigung.

Die Stationen dieser Gebirgsroute führen den einsamen Wanderer im Morgengrauen Richtung Bergesgipfel und lassen ihn die Schönheiten, aber auch die Unwägbarkeiten eines unübersichtlichen Weges erfahren. Er erlebt einen Sonnenaufgang, kommt vorbei an Bächen, Blumen und Wiesen und erklimmt schließlich den Gipfel, der ihn die atemberaubende Schönheit und Allmacht der Natur bestaunen lässt. Auf dem Rückweg gerät er in Gewitter und Sturm und erreicht in der Nacht endlich wieder seinen Ausgangspunkt.

Strauss vertont hier nicht in trivialer Weise die Naturphänomene einer alpinen Postkartenidylle, wie ihm oft vorgeworfen wurde, sein provokanter Aphorismus: „Ich habe einmal komponieren wollen wie die Kuh Milch gibt,“ hat diesen Vorbehalt aber sicher noch verstärkt. Der Aufbruch des Bergsteigers auf den Gipfel könnte auch als Metapher für das menschliche Leben schlechthin angesehen werden, das ebenfalls einer Wanderung mit allen erdenklichen Höhen und Tiefen, Zielen und Hindernissen gleicht. Der Abstieg vom Gipfel wird auch zur Metapher einer für immer vergangenen Epoche. Ebenso entledigt sich der Gipfelstürmer der Fesseln repressiver Traditionen und strebt nach Erneuerung, höchster Vollendung und künstlerischen Identität.

Die Uraufführung erfolgte 1915, mitten im 1.Weltkrieg; der Weg in die Abgeschiedenheit der Bergwelt wird, symbolisch, zur Abkehr von den Niederungen von Politik und Gesellschaft. Die unberührte Natur wird Gegenwelt einer als „erbärmlich“ erlebten Realität.

Mit der Alpensinfonie beendet Strauss die Reihe seiner sinfonischen Dichtungen, die er mit „Aus Italien“ 1886 begonnen hatte und führte damit das Genre zu einem absoluten Höhepunkt.

Er knüpft an die Tradition von Hector Berlioz und vor allem Franz Liszt, der in seinen sinfonischen Dichtungen durch die Einbeziehung der Literatur die musikalische Aussage erweitern wollte; nicht zuletzt auch an die Tradition von Ludwig van Beethoven, der in seiner Pastoralsinfonie forderte: „Mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei“ und detaillierte Naturschilderungen plastisch in Töne setzte.

 Von Strauss` Villa Blick auf die Alpen, die Zugspitze © Reifenberg

Von Strauss` Villa Blick auf die Alpen, die Zugspitze © Reifenberg

Strauss entwickelte diese Ästhetik weiter und gestaltete die musikalischer Darstellung poetischer und realer Vorgänge in einzigartiger Weise, er schreibt dazu an Romain Rolland: „Für mich ist das poetische Programm nichts weiter als der Form-bildende Anlass zum Ausdruck und zur rein musikalischen Entwicklung meiner Empfindungen-nicht wie Sie glauben, nur eine musikalische Beschreibung gewisser Vorgänge des Lebens“. Das musikalische Kunstwerk sollte für sich selbst stehen und erschließt dem Hörer auch ohne erläuterndes Programm den Gehalt der Komposition.  Dennoch sind in der Alpensinfonie die tonmalerischen Kunstgriffe beispielhaft für eine programmatische Kompositionsweise.

Strauss steigerte die Orchesterbesetzung in der Tradition Wagners ins Monumentale, forderte mindestens 129 Musiker, darunter 64 Streicher, vierfach besetzte Holz-und Blechbläser, achtfache Hörner, ausgedehntes Schlagwerk, ein Fernorchester mit zusätzlich 12 Hörnern, Trompeten und Posaunen. Unter Einbeziehung besonderer Instrumente wie Heckelphon, Tenortuben, Windmaschine, Donnerblech, Herdengeläut, Celesta und Orgel, wuchs das Orchester nicht nur quantitativ, sondern erreichte auch in punkto Farbigkeit eine neue Qualität.

Strauss‘ Instrumentationskunst ist bekanntermaßen exemplarisch, sein Zitat nach Fertigstellung der Alpensinfonie:Jetzt hab ich endlich instrumentieren gelernt“, verweist in typischer Selbstironie auf das Bewusstsein seiner uneingeschränkten Meisterschaft.

Generalmusikdirektor Alexander Soddy und das Nationaltheater Orchester ließen mit der  Alpensinfonie die Zuhörer ein Klang-Abenteuer erleben, welches die einzelnen  Sektionen der  Bergbesteigung in vielfältige Farbnuancen tauchte. Er findet für die dichte Dramaturgie des Stückes einen klaren Ansatz und arbeitet die Binnenstrukturen detailliert heraus. Soddy steht zu Strauss‘ Überwältigungsmusik, erlaubt das Schwelgen in den weiträumigen Tableaus, und bricht die Klangmassen herunter, um an den entsprechenden Kammermusikalischen Stellen sensibel ausgehörte Instrumentalsoli hervorzuheben. Die Emotionen hält er mit beeindruckender Balance auch an den Gipfelpunkten unter Kontrolle. Manche Übergänge hätte man sich vielleicht etwas straffer und spannungsgeladener vorstellen können.

Dirigent Alexander Soddy © Gerard Collett

Dirigent Alexander Soddy © Gerard Collett

Dunkel, wie aus mystischen Tiefen, schälte sich nach einer absteigenden Linie  in „Nacht“ aus dem nebelverhangenen Anfangsakkord der gedämpften Streicher, Fagotte und Klarinetten das verhaltenen angestimmte Berg- Thema der Posaunen und Tuben. Die Steigerung, die wachsende Bewegung vom Dunkel zum Licht, gelingt Soddy überzeugend. Den triumphalen  Sonnenaufgang intonierten die hohen Blechbläser mit gleißender Strahlkraft, das schwungvolle Aufstiegsthema mit seinen weit ausholenden Intervallschritten, das sich leitmotivisch durch das ganze Werk zieht, wurde von den Streichern und Harfen zunächst etwas verhalten in Angriff genommen, gewann aber später immer mehr an Energie.

Hörner und Posaunen leiteten mit dem rhythmisch markanten Wandererthema  zu den Jagdhörnern über, die als Fernorchester einen Dialog mit dem Bühnenorchester aufnahmen. Kleine Koordinationsprobleme der  Blechbläser trübten für einen kurzen Moment die Idylle. Im „Eintritt in den Wald“, den Soddy mit andächtiger Hingabe zelebrierte, breiteten die Musiker das Strauss’sche Farbspektrum aus und imaginierten die Natur in ihrer vielfältigen Schönheit. Glitzernde Kaskaden der hervorragend disponierten Streicher und Holzbläser ließen einen Wasserfall plastisch entstehen, Naturlaute, Blumen und Vogelrufe begleiteten den Wanderer in noch ungetrübter Erwartungsfreude bergaufwärts, vorbei an Almen, Gletscher und unwägbaren Stellen.

Den Gipfel besingt zunächst eine einsame Oboe, tastend, fast verschämt, bis dann das Orchester die Erhabenheit der Bergwelt in einem grandiosen Hymnus feiert. Die Gipfeleuphorie wandelt sich zur „Vision“, der Soddy mit viel Pathos und Dramatik begegnet und in satte Farben kleidet.

„Die Ruhe vor dem Sturm“ lässt die Spannung fast körperlich spürbar werden, einzelne Klarinetten-Tropfen lösen sich zögernd, bis sich die Klangmassen kontrolliert, mit orchestraler Wucht im „Gewitter und Sturm“ entladen. Hier ließ Soddy Strauss’ kontrapunktische Verwebung aller bisherigen Motive transparent erlebbar werden und führte das Orchester im letzten Aufbäumen der Naturgewalten bis an die Grenzen der Dynamik. Im „Sonnenuntergang“ konnte man im Abendrot glühende Streicher vernehmen, bevor im „Ausklang“ der Wanderer, der talwärts strebt, das Erlebte reflektiert und nach diesem Erlebnis nun verändert, als ein Anderer, zu seinem Ausgangspunkt zurückkehrt.

Soddy und das Nationaltheater Orchester ließen  noch einmal mit großer Intensität, im fahlen Abglanz, die wichtigsten Themen anklingen. Die Streicher intonierten hier das variierte Sonnenaufgangsthema, dessen Themenkopf an Wagners Erlösungsmotiv des Fliegenden Holländer erinnert. Erlösung des Menschen durch die Überwindung seiner selbst ?                    „Anbetung der ewigen, herrlichen Natur.“

Ein großer Abend der  Musikalische Akademie Mannheim  Begeisterungsstürme, Jubel

—| IOCO Kritik Musikalische Akademie Nationalorchester Mannheim  |—

Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Jean-Jacques Goumaz; Solo-Oboist im Gespräch, IOCO Interview, 14.01.2020

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

 

Jean-Jacques Goumaz – Solo-Oboist im Nationaltheater-Orchester

Im Gespräch mit  Uschi Reifenberg, IOCO – Korrespondentin

Die ersten Richard Strauss-Tage des Nationaltheaters Mannheim (NTM) zeigen Januar 2020  die großen Opern Die Frau ohne Schatten,  Rosenkavalier und Salome zur Aufführung. Im 4. Akademiekonzert kommen die Eine Alpensinfonie sowie das Konzert für Oboe und Orchester D-Dur TrV 292 von Richard Strauss zur Aufführung. Die musikalische Leitung hat NTM Generalmusikdirektor Alexander Soddy.

Richard Strauss-Tage, NTM  Mannheim  –  11.  –  21. Januar 2020

Die Mannheimer Richard Strauss Tage sind eine Hommage an den großen Spätromantiker und sein vielfältiges Oeuvre, den mit Mannheim nicht nur eine kontinuierliche Aufführungstradition seiner Opern verbindet, an den auch seine zahlreichen Fürsprecher und Förderer in der Quadratestadt erinnern. Darüber hinaus endet 2020 die 70- jährige Schutzfrist seiner Werke. Strauss, selbst Begründer des musikalischen Urheberrechtsschutzes, hatte die 70- jährige Schutzfrist durchgesetzt.

Aus Anlass des Strauss’schen Oboen-Konzerts sprach Uschi Reifenberg / IOCO mit NTM Solo-Oboist Jean-Jacques Goumaz

Nationaltheazer Mannheim / Jean Jaques Goumaz - Solo-Oboist © Moreno Gardenghi

Nationaltheazer Mannheim / Jean Jaques Goumaz – Solo-Oboist © Moreno Gardenghi

IOCO:  Herr Goumaz, warum hat sich Richard Strauss gegen Ende seines Lebens der Oboe zugewandt und noch ein Oboenkonzert geschrieben ?

J.J. Goumaz: Als Richard Strauss 1945, nach den Schrecken des 2. Weltkriegs melancholisch und zutiefst niedergeschlagen in seinem Haus in Garmisch Partenkirchen einen amerikanischen Soldaten traf, der Solo-Oboist in Philadelphia war, fragte dieser ihn, warum er bislang kein Oboenkonzert geschrieben habe.
Kurze Zeit später begann Strauss tatsächlich mit der Komposition eines solchen Werkes, das er dann in der Schweiz beendete. Dieses Instrumentalkonzert transportiert auf einzigartige Weise die Botschaft, dass aus einer Welt, die in Trümmern liegt, neue Hoffnung aufkeimt und die Liebe den Hass besiegen kann. Aus jeder Phrase des Werkes spricht diese Sehnsucht.

IOCO: Das  Konzert für Oboe und Orchester D-Dur TrV 292 gilt als eines der schwersten Solokonzerte für Holzbläser überhaupt, haben Sie das Stück schon einmal aufgeführt?

J.J.G.: Es ist in der Tat das erste Mal, dass ich dieses Konzert mit Orchester spielen werde. Natürlich beschäftigt man sich mit solch einem komplexen Werk immer wieder, auch schon im Studium. Bei Probespielen wird es oft als Standardwerk verlangt, ebenso wie das Oboenkonzert von Mozart. Meine Beschäftigung mit diesem Stück erstreckt sich also schon über einen längeren Zeitraum.

IOCO: Mit seiner Äußerung, das Oboenkonzert sei lediglich eine „Handgelenksübung“, sozusagen, um das Skatspielen wenigstens kurz zu unterbrechen, kokettiert Strauss in seiner bajuwarischen Understatement-Manier mit seinen immensen kompositorischen Fähigkeiten und setzt damit einen provokanten Kontrapunkt zu den Schwierigkeiten des Oboenkonzerts für den Ausführenden…

J.J.G.: Das Konzert ist deshalb so schwer, weil man immer wieder und an unterschiedlichen Stellen im Stück an seine eigenen Grenzen stößt. Für mich ist der einzige Weg, diese Grenzen zu überwinden, „im Moment zu sein“, d.h., bei sich anzukommen während des Spielens. Wenn man das Werk als Ganzes für sich schon gelöst haben möchte, hat man das Gefühl, vor einer unüberwindbaren Mauer zu stehen. Die Freude an der Gestaltung des Augenblicks, sich zu zentrieren, sowie das Bewusstsein, dass die Freude und der Glaube größer sind als die physischen Grenzen, sind für mich der Schlüssel zur Bewältigung. Darin liegt auch die Faszination dieses Stückes.

IOCO:  Man könnte sagen, dass zwei konstituierende Ebenen sich durchdringen. Da wäre einmal die klassizistische Ebene Mozarts, aber natürlich auch die spätromantische mit der unendlichen Melodie im Wagnerschen Sinne ...

 Nationaltheater Mannheim / Nationaltheater-Orchester © NTM

Nationaltheater Mannheim / Nationaltheater-Orchester © NTM

J.J.G.: Ja, genau, Strauss findet immer wieder den Weg zu Mozart, vor allem auch gegen Ende seines Lebens wie er selbst betonte. Er hat im Solokonzert aber auch Anleihen bei seiner eigenen Sinfonischen Dichtung Till Eulenspiegel und dessen Heiterkeit genommen, ebenfalls finden sich Teile aus dem Rosenkavalier wieder. Aus meiner Arbeit als Solo-Oboist im Orchester kann ich eindeutig die Verbindung zwischen Mozart und Strauss herstellen, denn beide kannten die Oboe extrem gut und komponierten wunderschöne Soli, in enger Verbindung zum Gesang. Was die Oboe hier so einzigartig macht, ist die Möglichkeit der langgezogenen Phrasen, welche die Gesangslinien sogar noch übertreffen. Strauss wollte diese Möglichkeiten der Oboe „auf den Leib“ schreiben und hat dies im 2.Satz bis an die Grenzen ausgereizt. Die Zuhörer tauchen ein in Melodielinien, die kein Ende zu haben scheinen. Trotz aller Schwierigkeiten der Strauss‘schen Oboensoli, auch in den Opern, ist es jedesmal eine Freude zu spüren, wie gut die Stellen für das Instrument geschrieben wurden.

IOCO:  Wie fühlt es sich an, als Solo-Oboist mit dem „eigenen Orchester“ aufzutreten?

J.J.G.: Es ist natürliche eine große Ehre, eine Riesenfreude, aber auch eine Verantwortung. Vor allem aber möchte ich mit diesem Konzert meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, meiner Familie, meinen Freunden und meinem Orchester, mit dem ich wachsen, mich entwickeln durfte. Mein Dank gilt aber auch dem Publikum, das mit viel Aufmerksamkeit, Interesse und Sensibilität unsere Akademiekonzerte besucht, mitträgt und unterstützt.

IOCO: Herr Goumaz, wie sind Sie zur Oboe gekommen?

J.J.G.: Meine Eltern haben mich damals in ein Familienkonzert mitgenommen, so wie ich es jetzt mit meinen Kindern auch mache. Ausserdem habe ich an der heimatlichen Musikschule Blockflötenunterricht genommen. Im Familienkonzert habe ich dann auch zum ersten Mal eine Oboe gehört, was wie ein Erweckungserlebnis war, ich war damals vielleicht acht Jahre alt. Der Klang, die Farbe des Instrumentes haben mich so verzaubert, dass ich unbedingt dieses Instrument lernen wollte. Seitdem hat mich die Freude und die Liebe zur Oboe nie mehr verlassen.

IOCO: Ein Idealfall!  Sie haben dann im Alter von zehn Jahren mit dem Oboenspiel begonnen, seitdem hat sich sehr viel getan … Können Sie die wichtigsten Stationen ihres Werdegangs kurz skizzieren?

J.J.G.: Ich habe wie gesagt in meiner Heimatstadt Fribourg/Schweiz an der Musikschule begonnen, habe dann am Wettbewerb „Jugend musiziert“ teilgenommen, wie es hier auch üblich ist. Dann bin ich als Jungstudent an die Musikhochschule nach Bern gegangen, habe für ein Jahr einen Abstecher nach England gemacht an das Royal College of Music, was auch eine wunderschöne Erfahrung war. Den meisten Einfluss hatte für mich aber François Leleux, mit dem ich in München gearbeitet habe. Er war es, der mich vorbereitet hat auf das Probevorspiel für die Solostelle in Mannheim, die am Ende meines Studiums frei geworden ist. Darüber bin ich heute noch sehr dankbar, dass ich 2003 diese Stelle bekommen habe.

IOCO: Welches sind Ihre Schwerpunkte als konzertierender Oboist?

J.J.G.: Häufig habe ich Bach Oboenkonzerte, auch mit Geige gespielt, Mozart selbstverständlich, aber auch Lebrun, der übrigens auch Mannheimer war. Vivaldi und Marcello haben ebenfalls wunderschöne Konzerte komponiert.

IOCO: Ihre Haupttätigkeit aber ist die des Solo-Oboisten im Orchester, da profitiert man von einem breit gefächerten Repertoire wie es das Nationaltheater pflegt.

J.J.G.: Ich freue mich auf jedes Stück, das wir grade im Orchester spielen, wir haben so viele großartige Opern im Repertoire, Wagner, Verdi, Mozart, Strauss. Auch der Gesang ist für mich ein großes Vorbild, ebenso wie die Klangfarbe einer Geige. Beides hat man in der Oper. Das ist für mich Inspiration und ein großes Glück!

IOCO:  Herr Goumaz, ich danke Ihnen für das Gespräch.

—| IOCO Interview |—

Garmisch Partenkirchen, Richard Strauss Festival, Open Air im Kloster Ettal am 28. und 29. Juni 2019

Richard Strauss Festival

behncke communications

Richard-Strauss-Festival 2019
EIN SOMMERNACHTSTRAUM

Open Air Konzerte – Kloster Ettal – 28. und 29. Juni 2019

Kloster Ettal © growpublic

Kloster Ettal © growpublic

Das Eröffnungswochenende des Richard-Strauss-Festivals 2019 erreichte bereits knapp 1.400 Gäste.

Richard Strauss Festival / Eröffnungskonzert mit Camerata Salzburg und François Leleux, Oboe © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Eröffnungskonzert mit Camerata Salzburg und François Leleux, Oboe © NICK BRIXLE

Vom Staatsempfang mit Eröffnungskonzert und dem Konzert der „Rising Stars I“ am Freitag, über die Lesung „Traumnovelle“ und der „Nacht der Poesie“ mit vier Konzerten am Samstag, bis zur „Musikwanderung durch die Partnachklamm“ und dem Höhepunkt „Dinner und Konzert auf der Zugspitze“ am Sonntag waren die neun Veranstaltungen an diesen drei Tagen ein erfolgreicher Auftakt für das Festival, das noch bis Samstag, den 29. Juni läuft und mit zwei großen Klassik Open Air Konzerten in Kloster Ettal (28. und 29.06.) endet. Für die kommenden Veranstaltungen gibt es noch Tickets.

Die Sendung „Abendschau“ des BR berichtet heute aktuell ab 17:30 Uhr über den Festivalstart.

Richard Strauss Festival / Staatsempfang mit Frau Kerstin Schreyer und Alexander Liebreich (Künstlerischer Leiter) © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Staatsempfang mit Frau Kerstin Schreyer und Alexander Liebreich (Künstlerischer Leiter) © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Staatsempfang mit Frau Kerstin Schreyer und Alexander Liebreich (Künstlerischer Leiter) © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Staatsempfang mit Frau Kerstin Schreyer und Alexander Liebreich (Künstlerischer Leiter) © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Staatsempfang mit Frau Kerstin Schreyer und Alexander Liebreich (Künstlerischer Leiter) © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Staatsempfang mit Frau Kerstin Schreyer und Alexander Liebreich (Künstlerischer Leiter) © NICK BRIXLE

Zum zweiten Mal wird die imposante barocke Abtei Ettal zur spektakulären Kulisse für die Auftritte der hochkarätigen Gäste des Richard-Strauss-Festivals unter dem Motto Ein Sommernachtstraum.

Asmik Grigorian, die umjubelte Salome der Salzburger Festspiele, gibt mit Orchesterliedern von Richard Strauss ihr Debüt beim Richard-Strauss-Festival. Auch Jean-Guihen Queyras, der international gefragte Cellist, tritt erstmals in diesem Rahmen auf.

Im Jahr 2019 feiert das Richard-Strauss-Festival das 30 jährige Jubiläum seiner Gründung. Die Open Air Konzerte in Kloster Ettal waren 2018 ein Publikumsmagnet und finden in diesem Jahr ihre Fortsetzung unter dem Motto Ein Sommernachtstraum. Das titelgebende Werk von Felix Mendelssohn Bartholdy wird dabei ebenso erklingen wie Meisterwerke von Richard Strauss und Antonín Dvorák.

Salzburgs Shooting Star Asmik Grigorian beim 1. Klassik Open Air am 28. Juni 2019 Die litauische Sopranistin Asmik Grigorian, die mit der Partie der Salome bei den Salzburger Festspielen 2018 zum Weltstar avancierte, gibt mit Orchesterliedern von Richard Strauss ihr Festivaldebüt. Dirigent des Abends, an dem auch Richard Strauss‘ Symphonische Dichtung „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ und Antonín Dvoráks 8. Symphonie erklingen, ist Alexander Liebreich, der 2018 mit einer Grammy-Nominierung geehrt und mit dem ICMA Award sowie dem OPUS Klassik ausgezeichnet wurde.

Cornelius Meister und Jean-Guihen Queyras beim 2. Klassik Open Air am 29. Juni 2019 Auch Jean-Guihen Queyras, der virtuose, international gefeierte französische Cellist, tritt erstmals beim Festival auf und übernimmt den Cellopart in Richard Strauss‘ Tondichtung „Don Quixote“. Dieses Meisterstück ist beim zweiten Konzert gemeinsam mit Felix Mendelssohn Bartholdys „Ein Sommernachtstraum“ zu erleben. Am Dirigentenpult steht Cornelius Meister, der mehrfach ausgezeichnete Generalmusikdirektor der Staatsoper und des Staatsorchesters Stuttgart. 2018 wurde er mit dem OPUS Klassik als „Dirigent des Jahres“ geehrt. Auch die Damen des Tschechischen Philharmonischen Chores Brno sind bei diesem Konzert zu erleben.

Wie in jedem Jahr bildet auch 2019 der Meisterkurs für Gesang einen wichtigen Bestandteil des Festivalprogramms. Meisterkurs Gesang mit einer herausragenden Strauss-Interpretin Dame Felicity Lott gilt als eine der größten Strauss-Interpretinnen und hat vor allem mit den Partien der Marschallin und der Arabella, die sie an allen großen Häusern von der New Yorker MET bis zur Wiener Staatsoper gesungen hat, international Maßstäbe gesetzt. Auch als Liedinterpretin war Felicity Lott stilbildend. Wir freuen uns daher sehr, dass wir diese große Künstlerpersönlichkeit für den Meisterkurs Gesang 2019 gewinnen konnten.

Der Meisterkurs findet vom 24. bis zum 28. Juni 2019 im Kongresshaus Garmisch Partenkirchen statt. Kursgegenstand sind Lieder und Opernausschnitte mit Schwerpunkt Richard Strauss, angesprochen sind Sängerinnen und Sänger im Alter von maximal 32 Jahren. Die Veranstaltung ist öffentlich und mündet in ein Abschlusskonzert am 28. Juni 2019 um 11 Uhr.

Ein klares Bekenntnis der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen Bestärkt durch die Akzeptanz des Publikums und der Presse setzt Alexander Liebreich seinen Weg beim Richard-Strauss-Festival mit der vollen Unterstützung der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen für die künstlerische Neuausrichtung fort. Durch einen mehrheitlichen Gemeinderatsbeschluss sicherte die Marktgemeinde auch für die Festivals 2019 und 2020 jeweils einen Budgetanteil von 330.000 € zu. Auf dieser soliden Basis geht die Planungsphase für das Jahr 2019 ins Finale.


Richard Strauss Festival –  Garmisch Patenkirchen 2018
youtube Trailer Richard Strauss Festival
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RICHARD-STRAUSS-FESTIVAL OPEN AIR WIRD DRAUßEN STATTFINDEN:

ES GIBT NOCH TICKETS IN ALLEN KATEGORIEN
Do., 27. Juni, 17:30 Uhr WANK TERRASSE SONNENALM // Konzert und Dinner auf dem Wank mit Alexei Gerassimez, Schlagwerk und Hiyoli Togawa Viola

Fr., 28. Juni, 20:00 Uhr KLASSIK OPEN AIR 1 // Rundfunk Sinfonieorchester Prag mit Dirigent Alexander Liebreich und Sopran Asmik Gregorian

Sa., 29. Juni, 20:00 Uhr KLASSIK OPEN AIR 2 // Rundfunk Sinfonieorchester Prag mit Dirigent Cornelius Meister und Violoncello Jean-Guihen Queyras


Richard-Strauss-Festival 2019 vom 21. – 29. Juni unter dem Motto POESIE

Das 30jährige Gründungsjubiläum des Richard-Strauss-Festivals feiert der Künstlerische Leiter Alexander Liebreich gemeinsam mit international  renommierten Künstlerinnen und Künstlern mit einem spannenden, vielfältigen,  poetisch-dramatischen Programm unter dem Motto POESIE.

Während des neun Tage dauernden Festivals zeigen sich die vielen Fassetten des Mottos POESIE in den 26 Einzelveranstaltungen, vom Orchesterkonzert über den Liederabend bis zum Solorecital.  „Die Kraft des spielerischen Klanges, die Vielfalt der Bedeutungen, die Realität des Paradoxen – sie  sind die Grundlagen der Poesie und die des freien Denkens. Zugleich charakterisieren sie den  natürlichen und offenen Umgang mit Kunst, sei es in Form von Text, von visueller Kunst oder von  Musik.“ Mit seinem ganzheitlichen Zugang zu Thema „Poesie“ und seinem inspirierenden  Programmkonzept spricht Alexander Liebreich das internationale Festivalpublikum ebenso an wie die  Musikfreunde der Region.

Das Erfolgsprinzip „Top Music at Top Locations“ findet auch 2019 seine Fortsetzung: das Erlebnis  großartiger Musik in der unmittelbaren Umgebung der spektakulären Berglandschaft, die schon  Richard Strauss zu seinen zeitlosen Tonschöpfungen inspiriert hat. Die Poesie der Natur verbindet  sich mit dem Zauber des Klanges und der Sprache zu einem einzigartigen Festivalerlebnis.

Richard Strauss Festival / Dame Felicity Lott und RISING STAR, Ewa Tracz © Dr. Dominik Sedivý

Richard Strauss Festival / Dame Felicity Lott und RISING STAR, Ewa Tracz © Dr. Dominik Sedivý

Das Lied als zentrales Thema im Schaffen von Richard Strauss: vom Rising Star bis zur
Legende. Eine Phalanx von Spitzensängerinnen wird sich beim Festival 2019 dem Thema Liedgesang widmen.  Beginnend bei der Generation der „Rising Stars“ mit der Gewinnerin des internationalen  Szymanowski-Wettbewerbs, Ewa Tracz, über den gefeierten Shooting Star aus Südafrika, Golda  Schultz, bis zu einer der derzeit international gefragtesten Sopranistinnen, Asmik Grigorian.

Eine wahre Legende unter den großen Strauss-Interpretinnen wird den Meisterkurs Gesang (24. – 27.  Juni, Abschlusskonzert 28. Juni), einen Fixbestandteil jedes Festivalprogramms, leiten: Dame Felicity  Lott, die mit der Marschallin im „Rosenkavalier“ ihre Paraderolle auf den internationalen Bühnen  verkörperte.

Golda Schultz gibt, begleitet vom texanischen Pianisten Jonathan Ware, am 26. Juni einen  Liederabend auf Schloss Elmau mit Liedern von Franz Schubert und Richard Strauss. Seit 2015, als sie  bei den Salzburger Festspielen in der Rolle der Sophie im „Rosenkavalier“ debütierte, gilt sie als  Liebling des Publikums und der internationalen Medien.

Auch Asmik Grigorian reüssierte  international mit einer Strauss-Partie. Sie war die alles überragende Salome bei den Salzburger  Festspielen 2018. Beim Klassik Open Air am 28. Juni in Kloster Ettal wird sie Orchesterlieder von  Richard Strauss interpretieren. Dirigent des Abends ist Alexander Liebreich.

Die barocke Abtei Ettal als spektakuläre Kulisse für die Klassik Open Air Konzerte am 28.  und 29. Juni. Orchestra in Residence ist in diesem Jahr das großartige Rundfunk Sinfonieorchester Prag, einer der  führenden osteuropäischen Klangkörper, zu dessen Chefdirigent Alexander Liebreich mit Herbst 2018  ernannt wurde. Auf dem Programm stehen große symphonische Werke von Richard Strauss, Antonín  Dvorák und Felix Mendelssohn Bartholdy. Während Alexander Liebreich am 28. Juni am Pult steht,  dirigiert das zweite Konzert Cornelius Meister, „Dirigent des Jahres“ 2018. Ebenfalls zu Gast ist der  virtuose Cellist Jean-Guihen Queyras.

Ein Fest der Poesie: beim Eröffnungskonzert am 21. Juni und bei der „Nacht der Poesie“ am  22. Juni dreht sich alles um das Festivalmotto 2019. Im musikalischen Zentrum der Festivaleröffnung steht das Oboenkonzert von Richard Strauss,  interpretiert von François Leleux und der Camerata Salzburg, die dieses Werk auch bei der am  folgenden Tag stattfindenden „Nacht der Poesie“ spielen werden.

Die „Nacht der Poesie“ beginnt mit einer hochkarätigen Lesung für Literaturfans: Ulrich Matthes,  einer der profiliertesten Schauspieler Deutschlands und für seine Auftritte sowohl auf der Bühne als  auch in Film und Fernsehen vielfach ausgezeichnet, liest auf der Bühne U1 Arthur Schnitzlers  „Traumnovelle“.

Am Abend folgen in der Aula des Werdenfels-Gymnasiums drei weitere, ca. 50 Minuten dauernde Konzerte mit der Camerata Salzburg, François Leleux, dem Pianisten Saleem Abboud Ashkar und den  Rising Stars. Dabei sind u. a. Mozarts Oboenkonzert und Beethovens 2. Klavierkonzert zu erleben.  Mit einer ganz besonderen Performance endet diese „Nacht der Poesie“. Der Schauspieler Christian  Brückner, auch bekannt als die Synchronstimme von Hollywood-Titan Robert De Niro, der  Saxophonist Heinz Sauer und der vielseitige Jazzpianist Michael Wollny verbinden Texte von  Ror Wolf mit musikalischen Entsprechungen. Top of Germany: Die Zugspitze feiert am 23. Juni ihr Debüt als Konzertsaal.

Richard Strauss Festival / TOP OF GERMANY - Dinner und Konzert auf der Zugspitze mit Pianist Piotr Anderszewski © Sammy Hart

Richard Strauss Festival / TOP OF GERMANY – Dinner und Konzert auf der Zugspitze mit Pianist Piotr Anderszewski © Sammy Hart

Nach der Bergfahrt mit der neuen Zugspitz-Gondelbahn, die bereits atemberaubende Ausblicke auf  die umgebende Bergwelt verheißt, und einem herzlichen „Willkommen“ auf Deutschlands höchstem Berg, genießt man ein mehrgängiges, bayrisch inspiriertes Dinner, ehe man im Konzertsaal Platz  nimmt. Dem exklusiven Umfeld entsprechend sind auch der Gast Piotr Anderszewski und sein  Programm „top“.

Richard Strauss Festival / TOP OF GERMANY - Dinner und Konzert auf der Zugspitze mit Pianist Piotr Anderszewski © Sammy Hart

Richard Strauss Festival / TOP OF GERMANY – Dinner und Konzert auf der Zugspitze mit Pianist Piotr Anderszewski © Sammy Hart

Der polnische Pianist zählt zu den besten Pianisten der jüngeren Generation. Mehrfach ausgezeichnet spielt er in allen großen internationalen Konzerthäusern und bei renommierten  Festivals. Mit ausgewählten Werken von Johann Sebastian Bach und Ludwig van Beethoven stellt er  sein Können bravourös unter Beweis. Wenn das Wetter schön ist, gibt es zum Abschluss noch ein  besonderes Erlebnis, dann wenn man mit der Gondel zurück zum Eibsee schwebt und ringsum auf  den Bergen die Johannifeuer leuchten.

Get the Rhythm: Der Percussionist Alexej Gerassimez erobert am 27. Juni den Wank. Das Konzert auf dem Wank kann man mit allen Sinnen genießen und dabei neben der spektakulären  Aussicht auf die Zugspitze und einem köstlichen bayrischen Dinner ein ganz außergewöhnliches Konzert erleben. Der junge Percussionist Alexej Gerassimez ist als Musiker so vielseitig wie sein Instrumentarium. Sein Repertoire reicht von Klassik und Neuer Musik über Jazz bis zu Minimal Music und erweitert sich zusätzlich durch eigene Kompositionen. Seine Partnerin beim Konzert auf dem  Wank ist seine Frau, die Bratschistin Hyoli Togawa.

Rising Stars, auf dem Sprung zur großen Karriere. Unter dem Titel „Rising Stars“ konzertiert eine Gruppe von sechs hochtalentierten jungen  Künstler*innen, die bereits erfolgreich und auf dem Sprung zur internationalen Karriere sind. Die Sopranistin Ewa Tracz und der Cellist Marcin Zdunik kommen aus Polen, die Klarinettistin Anna  Sysová und der Geiger Jan Mrá?ek aus Tschechien, der Bratschist Tobias Reifland und der Pianist  Amadeus Wiesensee aus Deutschland.

Richard Strauss Festival / Nacht der Poesie, u.a. Michael Wollny, Heinz Sauer, Christian Brückner © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Nacht der Poesie, u.a. Michael Wollny, Heinz Sauer, Christian Brückner © NICK BRIXLE

In unterschiedlichen Formationen sind sie beim Auftaktkonzert am 21. Juni, der Nacht der Poesie am  22. Juni, einem Kammerkonzert in der Werdenfels Aula am 24. Juni und einer Matinee auf Schloss Elmau am 25. Juni zu erleben. Dabei präsentieren sie Meisterwerke wie Olivier Messiaens „Quatuor  pour la fin du temps“, Franz Schuberts „Der Hirt auf dem Felsen“ und Richard Strauss‘  Klavierquartett.

Richard Strauss Festival / Nacht der Poesie, u.a. Michael Wollny, Heinz Sauer, Christian Brückner © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Nacht der Poesie, u.a. Michael Wollny, Heinz Sauer, Christian Brückner © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Nacht der Poesie, u.a. Michael Wollny, Heinz Sauer, Christian Brückner © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Nacht der Poesie, u.a. Michael Wollny, Heinz Sauer, Christian Brückner © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Nacht der Poesie, u.a. Michael Wollny, Heinz Sauer, Christian Brückner © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Nacht der Poesie, u.a. Michael Wollny, Heinz Sauer, Christian Brückner © NICK BRIXLE

Ein Sommernachtstraum“ mit Schülerinnen und Schülern aus Garmisch-Partenkirchen am  27. Juni Nicht nur den Familien der mitwirkenden Kinder standen die Tränen in den Augen, als die  Schülerinnen und Schüler der Bürgermeister-Schütte-Schule ihre Interpretation von Shakespeares  „Romeo und Julia“ aufführten. Sie eroberten den Festsaal Werdenfels im Sturm. Das wunderbare  Education Projekt findet mit Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ und der Musik von Felix  Mendelssohn Bartholdy 2019 seine Fortsetzung. Partner des RSF sind wieder der Münchner Verein Fokus Tanz / Tanz und Schule e. V. und die Bürgermeister-Schütte-Schule Garmisch-Patenkirchen. Am  27. Juni gibt es zwei Aufführungen im Festsaal Werdenfels.

Richard Strauss Festival / Ein Sommernachtstraum, Education Tanzprojekt © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Ein Sommernachtstraum, Education Tanzprojekt © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Ein Sommernachtstraum, Education Tanzprojekt © NICK BRIXLE

Richard Strauss Festival / Ein Sommernachtstraum, Education Tanzprojekt © NICK BRIXLE

Und außerdem . . .
. . . wird die Geigerin Arabella Steinbacher einen Violinabend mit Werken von Bach, Strauss und Arvo  Pärt auf Schloss Elmau geben (25.6.). Dazu gibt es wieder zwei Musikwanderungen mit dem  bewährten Bergführer Alois Lösl, das Preisträgerkonzert im Klinikum und ein Konzert von  Musikschüler*innen im Schlossmuseum Murnau.

Richard Strauss Festival / Musikwanderung durch die Partnachklamm zum Graseck mit Alois Lösl Bergführer © Dietlinde Behncke

Richard Strauss Festival / Musikwanderung durch die Partnachklamm zum Graseck mit Alois Lösl Bergführer © Dietlinde Behncke

Richard Strauss Festival / Musikwanderung durch die Partnachklamm zum Graseck mit Alois Lösl Bergführer © Dietlinde Behncke

Richard Strauss Festival / Musikwanderung durch die Partnachklamm zum Graseck mit Alois Lösl Bergführer © Dietlinde Behncke

—| Pressemeldung behncke communications |—
—| Pressemeldung Richard Strauss Festival Garmisch Partenkirchen |—

Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Ballettpremiere b.38, 09.02.2019

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

Ballettpremiere b.38: ?uchean? (UA) / Forsythe / Schläpfer (UA) am Samstag, 9. Februar 2019, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg

Zwei Uraufführungen und ein Meilenstein der jüngeren Tanzgeschichte definieren das neue Programm des Balletts am Rhein, das am 9. Februar im Theater Duisburg Premiere hat. Sehr herzlich laden wir Sie dazu ein.

Till Eulenspiegel steht Pate für Martin Schläpfers Neukreation „Ulenspiegeltänze“. Inspiriert hat ihn Sergej Prokofjews 7. Sinfonie, in der ihm Scheinheiligkeit und Sarkasmus, Schelmisches, aber auch närrisch Anklagendes begegnen. Remus ?uchean? kreiert für die Compagnie „Sinfonie Nr. 1“ zur gleichnamigen Komposition von Sergej Rachmaninow. Inhaltlich knüpft er seine Choreographie an das globale Miteinander der Menschen mit seinen sich wiederholenden Zyklen des Friedens und der Aufstände. Die musikalische Gestaltung der beiden Ballett-Uraufführungen übernehmen die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Kapellmeister Wen-Pin Chien.

Mit „One Flat Thing, reproduced“ zeigt das Ballett am Rhein ein faszinierendes Stück des großen US-amerikanischen Tanzerneuerers William Forsythe aus dem Jahr 2000: Vierzehn Tänzerinnen und Tänzer bewegen sich in teils rasantem Tempo und ständig wechselnden Konstellationen zu einer Komposition von Thom Willems durch ein präzise abgestecktes Feld aus fünf Tischreihen. Ein atemberaubender Tanzparcours – auch für die Zuschauer.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Duisburg |—

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