Dresden, Sächsische Staatskapelle Dresden, Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann geben ECHO-Preise zurück, April 2018

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Sächsische Staatskapelle Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann

geben ECHO-Preise zurück

Nach der ECHO-Verleihung am vergangenen Donnerstag, dem 12. April 2018, gibt die Sächsische Staatskapelle Dresden ihren Preis, den sie 2009 für ihre Einspielung der 9. Sinfonie von Anton Bruckner mit Fabio Luisi erhielt, zurück.

Ein Preis, der Verkaufszahlen über alles stellt und am Holocaust-Gedenktag einem Live-Auftritt stattgibt, der einer Verhöhnung von Opfern des Dritten Reiches gleichkommt, wird zum Symbol eines Zynismus, für den wir nicht stehen. Kunstfreiheit und das künstlerische Mittel der Provokation entbinden zu keiner Zeit von Verantwortung und den Regeln des guten Geschmackes. Das betrifft die Künstler, hier jedoch auch die Verleiher des ECHO-Preises. Die Sächsische Staatskapelle distanziert sich in aller Deutlichkeit von diesem Preis.
Chefdirigent Christian Thielemann schließt sich mit der Rückgabe seines ECHO-Preises von 2004 der Haltung der Sächsischen Staatskapelle an.

Pressemeldung Sächsischen Staatskapelle Dresden

Dresden, Semperoper, WA Der fliegende Holländer von Richard Wagner, 11.02.2018

Februar 2, 2018 by  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

 Der fliegende Holländer von Richard Wagner

 Andrzej Dobber, Elena Pankratova, Christa Mayer, Georg Zeppenfeld

Eine stürmische Überfahrt nach England beflügelte Richard Wagner dazu, die Sage um den niederländischen Kapitän Bernard Fogge als Gespensteroper zu vertonen. Seit ihrer Dresdner Uraufführung im Jahre 1843 hat die frühe, romantische Wagneroper der Titelfigur des unfreiwilligen Weltumseglers zu schauriger Popularität verholfen. Nach fast dreijähriger Abwesenheit legt am 11. Februar Der fliegende Holländer in der Inszenierung von Florentine Klepper wieder in der Semperoper Dresden an.

In der Wiederaufnahme ist Andrzej Dobber zum ersten Mal in der Titelrolle des Holländers an der Semperoper zu erleben. Als einer der führenden Baritone ist Dobber weltweit viel gefragter Gast auf allen großen Opern- und Konzertbühnen, so auch in Dresden, wo er in dieser Spielzeit bereits als Jochanaan in Salome zu hören und zu sehen war. Auch auf einige der kürzlich erst im aktuellen Dresdner »Ring«-Zyklus gefeierten Interpretinnen und Interpreten dürfen sich Wagnerliebhaber erneut in »Der fliegende Holländer« freuen:  Ebenfalls zum ersten Mal interpretiert Elena Pankratova die Partie der Senta an der Semperoper. Die russische Ausnahmesopranistin begeisterte zuvor als Sieglinde in Die Walküre unter der Musikalischen Leitung von Christian Thielemann das internationale Publikum. Ensemblemitglied Christa Mayer, die ebenso im »Ring« in den Partien der Fricka und Erda brillierte, singt die Partie der Amme Mary. In dieser Rolle war die mehrfach ausgezeichnete Mezzosopranistin zuletzt bei den Bayreuther Festspielen 2015 und 2016 zu hören. Weltklasse-Bass Georg Zeppenfeld, 2015 mit dem Titel »Kammersänger« geehrt, interpretiert mit der Partie des norwegischen Kapitäns Daland den skrupellosen Vater, der dem verfluchten Seefahrer gegen Gold die eigene Tochter verspricht.

Wagners vierte vollendete Oper war bei ihrer Uraufführung in der noch dreiaktigen Fassung nur mäßiger Erfolg beschieden. Erst nach seinem Tod wurde sie in ihrer einaktigen Variante zum ersten Mal im Jahre 1901 in Bayreuth aufgeführt und beeindruckt bis heute nicht nur Wagnerliebhaber durch die ausdrucksvolle musikalische Darstellung der Naturgewalten. Regisseurin Florentine Klepper legt in ihrer Inszenierung auf das metaphysische Moment der Oper Gewicht und eröffnet mit subtilen Regiemitteln einen empathischen Blick auf Sentas Befreiungswunsch von den gesellschaftlichen Zwängen, personifiziert in den dominierenden Männergestalten.

Es singen der Sächsische Staatsopernchor Dresden und das Vokalensemble der Theodore Gouvy Gesellschaft e.V.. Die Sächsische Staatskapelle Dresden spielt unter der Musikalischen Leitung von Asher Fisch.

Der fliegende Holländer an der Semperoper: Aufführungen am 11., 15., 18. und 23. Februar, 29. Juni und 2. Juli 2018; PMSeDr

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Dresden, Semperoper, Premiere Ballett Ein Sommernachtstraum mit Daniel Hope , 10.03.2018

Januar 31, 2018 by  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Premiere Ein Sommernachtstraum

Zweiteiliger Ballettabend mit Choreografien von Frederick Ashton und David Dawson – Daniel Hope übernimmt Solopart

»Was gibt’s für Zeitvertreib an diesem Abend? Was für Musik und Tanz?«, begehrt Theseus, Fürst von Athen, in  Shakespeares A Midsummer Night’s Dream zu wissen. Diesen Fragen begegnet das Semperoper Ballett am 10. März mit der Premiere von Ein Sommernachtstraum. Die Aufführung vereint mit Frederick Ashtons Klassiker The Dream und der Uraufführung von The Four Seasons«von David Dawson zwei britische Ausnahmechoreografen, deren Werke Ballettdirektor Aaron S. Watkin zu einem Ballettdoppelabend programmatisch kombiniert.

Mit The Dream ist zum ersten Mal eine Choreografie von Frederick Ashton in Dresden zu sehen. Die Adaption des 1988 verstorbenen Künstlers von A Midsummer Night’s Dream gilt seit ihrer Entstehung im Jahre 1964 in ihrer Virtuosität als ein Meilenstein der Shakespeare-Interpretation im Ballett. Nach ihrer Premiere an Londons Royal Opera House begeisterte Ashtons Pioniertat im klassischen englischen Stil und unter Einbeziehung der Pantomime als weitere traditionelle Ausdrucksform des britischen Theaters bald das Tanzpublikum rund um den Globus. Nach über 50 Jahren fasziniert The Dream immer noch durch seine perfekte Balance aus Humor und Grazie, überzeichneter Gestik und anmutiger Bewegung. Felix Mendelssohn Bartholdys Musik liefert die musikalische Basis, auf der sich das zwischen Traum und Wirklichkeit schwebende, amouröse Verwirrspiel von Menschen und Zauberwesen im magischen Licht einer Mittsommernacht abspielt.

Der Doppelabend wird ergänzt mit der Uraufführung von The Four Seasons« des britischen Choreografen David Dawson. Inspiriert von Max Richters fantastisch-sphärischer Neukomposition von Antonio Vivaldis Die vier Jahreszeiten kreirte Dawson in Choreografie, Konzept und Libretto eine mit den Mitteln des Tanzes nachgefühlte Reflexion über den Zirkel des Lebens, über Werden und Vergehen, Vergangenheit und Gegenwart. Ab 2006 wirkte der nach seiner tänzerischen Karriere auch als Choreograf internationale Berühmtheit erlangende Künstler für drei Jahre als Haus-Choreograf in Dresden, bevor er 2010 zum Königlichen Ballett Flandern in Antwerpen wechselte. Mit The Four Seasons kehrt er nun an die Semperoper Dresden zurück, wo zuletzt 2015 seine Inszenierung von Tristan + Isolde als Uraufführung zu erleben war.

Kaum ein anderer Name ist mit Ashtons The Dream so verbunden wie der des britischen »danseur nobles« des 20. Jahrhunderts, des Choreografen und langjährigen Direktors des Londoner Royal Ballet, Anthony Dowell, der als erster die Partie des Oberon interpretierte und nachhaltig prägte. Zusammen mit Patricia Tierney und Christopher Carr zeichnet er für die Inszenierung und Einstudierung des Stückes an der Semperoper Dresden verantwortlich.

Für einen ganz besonderen musikalischen Glanzpunkt sorgt am Premierenabend und am 12. März der südafrikanisch-britische Geiger Daniel Hope. Der seit Neuestem auch als Künstlerischer Leiter der Frauenkirche Dresden amtierende Weltmusiker hat 2017 sein Album »Four Seasons« veröffentlicht, das neben einer Neueinspielung von Antonio Vivaldis »Vier Jahreszeiten« auch einen Satz aus der Neukomposition von Max Richter enthält. Aus diesem Anlass wird Hope den Solopart des unter der Musikalischen Leitung von Benjamin Pope stehenden Ballettabends übernehmen.

Am Samstag, dem 10. März 2018, um 18 Uhr feiert der zweiteilige Ballettabend »Ein Sommernachtstraum« an der Semperoper Dresden seine Premiere.

Weitere Aufführungstermine: 12., 14., 17. und 19. März 2018

Jeweils 45 Minuten vor Aufführungsbeginn findet eine Werkeinführung im Opernkeller der Semperoper statt.

Es tanzt das Semperoper Ballett. Zu hören sind die Sächsische Staatskapelle Dresden sowie der Sinfoniechor DresdenExtrachor der Sächsischen Staatsoper Dresden sowie am 10. und 12. März Daniel Hope und am 14., 17. und 19. März 2018 Simos Papanas in den Geigen-Solopartien.

Pressemeldung Semperoper Dresden

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Dresden, Semperoper, Premiere Die tote Stadt von E.W. Korngold, 16.12.2017

November 2, 2017 by  
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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

 Die tote Stadt von Erich Wolfgang Korngold

16.12.2017: Dmitri Jurowski debütiert mit Dirigat, David Bösch inszeniert.

»Ein Traum hat mir den Traum zerstört …« resümiert Paul am Ende der Oper Die tote Stadt. Verfangen im Gestrigen lebt Paul in Zurückgezogenheit und ergießt sich in Trauer um seine verstorbene Frau Marie. Schafft er den Schritt zurück ins Leben? Durch die Bekanntschaft mit Marietta, einer Tänzerin, setzt sich sein gelähmtes Seelenleben in Bewegung, doch erst das Erwachen aus einem Albtraum lässt ihn in der Realität ankommen. Die tote Stadt wurde nach ihrer Uraufführung im Jahr 1920 in kürzester Zeit weltweit nachgespielt und kehrt nun nach fast 100 Jahren an die Semperoper Dresden zurück.

»Die Musik zur ›Toten Stadt‹ ist wesentlicher Bestandteil der dramatischen Entwicklung, auch der kinomäßigen Sensation in der Steigerung des Grauens.« Was hier Eugen Thari im Dresdner Anzeiger im Dezember 1921 über die Musik zur Dresdner Erstaufführung von Erich Wolfgang Korngolds Sensationserfolg schreibt, dockt am damaligen Ankommen in einer neuen Zeit an: Es sind die zum Teil auf cineastische Art verzerrten Seelenwelten des Protagonisten, zu denen der Komponist eine bestechende Partitur geschrieben hat. Diese drängt die Zuschauer zu einer beklemmenden Reise in emotionale Tiefenregionen. Der in Zurückgezogenheit lebende Paul ergießt sich in Trauer um seine verstorbene Frau Marie. Doch das Kennenlernen einer Tänzerin, Marietta, setzt sein gelähmtes Seelenleben in Bewegung: Die junge Frau wird ihm zum Spiegel seiner Sehnsüchte, so dass er auf sie eine »Wiederkehr« seiner verstorbenen Gattin projiziert. Immer stärker zieht es Paul in verschüttete Schichten seiner Psyche. Erst das Erwachen aus einem Albtraum, in dem Paul eine Bluttat begeht, lässt ihn in der Realität ankommen. Kann er den Weg in ein von psychischen Altlasten befreites Leben gehen?

Mit dem musikalischen Leiter Dmitri Jurowski und dem Regisseur David Bösch stellen sich gleich zwei Künstler erstmals dem Dresdner Publikum vor. David Bösch gehört zu den führenden Regisseuren seiner Generation und ist sowohl in der Oper als auch im Schauspiel zuhause. Mit Dmitri Jurowski ist der jüngste Vertreter einer berühmten russischen Musikerdynastie in Dresden zu Gast. Seit 2005 arbeitet Jurowski als Dirigent sowohl im Opern- als auch im symphonischen Repertoire mit renommierten Orchestern auf der ganzen Welt. Das Bühnenbild zu Die tote Stadt entwirft Patrick Bannwart, die Kostüme stammen von Falko Herold.

In der Rolle des Paul ist Burkhardt Fritz zu erleben, Manuela Uhl ist Marietta, Christoph Pohl verkörpert die Rollen des Frank und Fritz und Christa Mayer gibt die Partie der Brigitta. Es singt der Sächsische Staatsopernchor Dresden. Es spielt die Sächsische Staatskapelle Dresden.PMSeDr

Am 16. Dezember 2017 wird die Belcanto-Oper an der Semperoper ihre Premiere erleben, Beginn 18 Uhr. Eine Premierenkostprobe am 11. Dezember 18 Uhr gibt erste Einblicke in das Werk. Weitere Vorstellungen am 20.12.2017, 2.01.; 7.01.; 21.01.2018

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