Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Ballett-Premiere Mensch, 26.06.2019

Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

Premiere Mensch
Partizipationsprojekt des Hessischen Staatsballetts

Premiere in Wiesbaden am 26. Juni 2019 um 19:30 Uhr im Großen Haus

Premiere in Darmstadt am 14. Juni 2019

Nach »Odyssee_21« in der Spielzeit 2015.16 begibt sich Tim Plegge erneut mit 80 Tanzbegeisterten und anderen Menschen mit Bewegungserfahrung auf eine Reise, bei der dieses Mal nicht die Frage nach dem »Wo kommen wir her?«, sondern vielmehr nach dem »Wo geht es hin?« und »Welchen Körper braucht die Zukunft?« im Mittelpunkt steht.

Die Zukunft beschäftigt die Menschheit seit jeher – und gerade in einer Zeit, die immer schneller zu laufen scheint, wird das Nachdenken darüber immer wichtiger. Zwischen Robotern, Smartphones und der Welt, die wir in sozialen Netzwerken und Datingplattformen um uns herum erschaffen, rücken wir nun wirklichen Körper zurück ins Zentrum.

Ein Jahr lang waren Zukunftsforscher und professionelle Skeptiker, Fantasten und Realisten, Menschen, deren Zukunft noch vor ihnen liegt, und solche, deren Zukunft jetzt ist, eingeladen sich sprechend, tanzend, bewegend mit dem auseinanderzusetzen, was noch vor uns liegt. Nun sind die Teilnehmer*innen bereit, dem Publikum zu zeigen, was bei ihren Recherchen entstanden ist.

Nach zwei Spielzeiten, in denen im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main Tanz-Klubs in Wiesbaden und Darmstadt stattfanden, werden nun die Tanz-Klubs den Kern dieses Projekts bilden.Künstlerische Leitung Tim Plegge

Dramaturgie Lisanne Wiegand

Tanzvermittlung Nira Priore Nouak, Sibylle Magel

—| IOCO Kritik Hessisches Staatstheater Wiesbaden |—

Essen, Philharmonie Essen, Elina Garanca – Arien aus Verdis Don Carlos, 26.05.2019

Mai 17, 2019 by  
Filed under Konzert, Philharmonie Essen, Pressemeldung

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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Elina Garanca © Paul Schirnhofer / DG

Philharmonie Essen / Elina Garanca © Paul Schirnhofer / DG

Elina Garanca – Arien aus  Don Carlos  und mehr

 26. Mai 2019, um 19 Uhr in der Philharmonie Essen

Es war ein Rollendebüt, das keine Wünsche offen ließ: Vor gut einem Jahr feierte Elina Garanca an der Pariser Oper als Prinzessin Eboli in Verdis Don Carlos wieder einmal einen großen Triumph.

Den wird sie nun auch nach Essen mitbringen: Am Sonntag, 26. Mai 2019, um 19 Uhr ist die lettische Star-Mezzosopranistin in der Philharmonie Essen zu Gast. Neben den beiden Eboli-Arien und einer Nummer aus Francesco Cileas Adriana Lecouvreur, ergänzt von der NDR Radiophilharmonie unter anderem mit den Ouvertüren zu Aida und Luisa Miller, begibt sich Elina Garanca aber noch auf ein ganz anderes Terrain. Für den zweiten Konzertteil hat sie ein Programm mit populären Kunstliedern aus dem spanischen und italienischen Sprachraum zusammengestellt. So darf man etwa auf Begegnungen mit dem argentinischen Tango-Komponisten Carlos Gardel und dessen „El día que me quieras“ oder mit dem Italiener Stanislao Gastaldon und dessen in seiner Heimat überaus beliebten Lied „Musica proibita“ gespannt sein. Die musikalische Leitung hat Karel Mark Chichon.

Elina Garanca gehört seit vielen Jahren zu den Top-Stars auf den weltweit bedeutenden Opern- und Konzertbühnen. An der Wiener Staatsoper erhielt sie 2013 als eine der jüngsten Künstlerinnen überhaupt den Titel einer „Kammersängerin“ – in Würdigung der 140 Auftritte in 18 Rollen, die sie seit ihrem Hausdebüt 2003 gesungen hat. Anfang des Jahres erschien ihre Biografie mit dem Titel „Zwischen den Welten – Mein Weg auf die großen Opernbühnen“.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

Essen, Philharmonie Essen, Lisa Batiashvili und Sir Antonio Pappano, 24.05.2019

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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Lisa Batiashvili © Sammy Hart/DG

Philharmonie Essen / Lisa Batiashvili © Sammy Hart/DG

Lisa Batiashvili und Sir Antonio Pappano –  Zu Gast

Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia spielt am Freitag, 24. Mai 2019, um 19:30 Uhr in der Philharmonie Essen

„Mein Ton besitzt Zärtlichkeit, Wärme und Nostalgie.“ So beschreibt die Geigerin Lisa Batiashvili selbst ihre musikalische Persönlichkeit. In der Philharmonie Essen kann man sich nun von ihrem außergewöhnlichen Violinspiel verzaubern lassen: Am Freitag, 24. Mai 2019, um 19:30 Uhr (19:30 Uhr „Die Kunst der Hörens“, 20:00 Uhr Konzertbeginn) spielt die Georgierin gemeinsam mit Italiens Spitzenorchester, dem von Sir Antonio Pappano geleiteten Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia aus Rom, bei dem sie in der vergangenen Saison Artist in Residence war. Interpretieren wird sie Béla Bartóks erstes Violinkonzert. Außerdem spielt das Orchester Modest Mussorgskis Eine Nacht auf dem kahlen Berge und Nikolai Rimski-Korsakows Sinfonische Suite Scheherazade.

Philharmonie Essen / Antonio Pappano © Musacchio & Ianniello

Philharmonie Essen / Antonio Pappano © Musacchio & Ianniello

Sir Antonio Pappano ist seit Oktober 2005 musikalischer Direktor der Accademia Nazionale di Santa Cecilia, nachdem er bereits im September 2002 musikalischer Direktor des Royal Opera House Covent Garden in London wurde. Pappano dirigierte viele international bedeutende Orchester, darunter das New York Philharmonic, das Chicago Symphony Orchestra, das Philadelphia Orchestra, die Berliner Philharmoniker, die Wiener Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Staatskapelle Dresden, die Staatskapelle Berlin, das Royal Concertgebouw Orchestra und das London Symphony Orchestra. Die in München lebende Lisa Batiashvili veröffentlichte als Exklusivkünstlerin der Deutschen Grammophon zuletzt das Album „Visions of Prokofiev“ mit dem Chamber Orchestra of Europe unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin, das mit dem Opus Klassik Award 2018 ausgezeichnet und für die Gramophon Awards 2018 nominiert wurde.

Für Kinder ab 10 Jahren bietet die Philharmonie während des ersten Konzertteils eine separate Einführung an. Im zweiten Teil können sie Rimski-Korsakows „Scheherazade“ dann gut vorbereitet live erleben. Für Kinder und Eltern gibt es ermäßigte Karten (€ 10,00 für Erwachsene; € 6,60 für Kinder; Reservierung erforderlich unter education@tup-online.de, T 02 01 81 22-826).

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

Düsseldorf / düsseldorf festival !, Highlights, 11.9.-30.9.2019

Mai 10, 2019 by  
Filed under düsseldorf festival!, Konzert, Pressemeldung

Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen © Thomas Rempen

Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen © Thomas Rempen

düsseldorf festival

düsseldorf festival! 11.9.-30.9.2019
Die Highlights in aller Kürze

Vom 11. September bis 30. September heißt es beim düsseldorf festival! wieder: Musik, Tanz, Theater und Neuer Zirkus. Abermals bietet das Festival Produktionen eine Bühne, die Grenzlinien zwischen den Kunstformen überschreiten und neue Mixturen kreieren. Viele der Gäste des Festivals sind international gefeierte Künstler, die hierzulande zum ersten Mal zu erleben sind. Unter den elf Glanzlichtern des Programms finden sich fünf Deutschlandpremieren und eine NRW-Premiere.

Den Anfang machen die Artisten von „Les 7 doigts de la main“ mit PASSAGERS in einer zirzensischen Eisenbahn, die zum Spielfeld für Bekenntnisse und akrobatische Höchstleistung wird. Martin Zimmermann erfindet in seiner burlesken Tragikomödie „Eins Zwei Drei“ die Figur des Clowns gleich dreifach neu und setzt sie in einem enthemmten Delirium in Szene. Mit der „Krankenakte Robert Schumann“ lassen Matthias Brandt und Jens Thomas in einer faszinierenden Improvisation aus Text und Klang die Nerven der Zuschauer vibrieren. Dorothee Oberlinger, Blockflötistin von Weltruf, fängt zusammen mit den Sonatori de la Gioiosa Marca in ihrem neuen Programm „Round Midnight“ die vielen Facetten nächtlicher Stunden musikalisch ein. In „Vertikal“ trotzen Mourad Merzouki und die Compagnie Käfig der Erdanziehung und stellen den Hip-Hop buchstäblich auf den Kopf. Yaron Lifschitz und die Compagnie Circa gehen mit „Humans“ in rasanter Geschwindigkeit an ihre körperlichen Grenzen, ohne dabei den für sie typischen Humor zu verlieren. Akram Khan, Visionär des zeitgenössischen Tanzes, und seine Londoner Kompanie finden mit „Outwitting the Devil“ neue Ausdrucksformen, inspiriert von der Gestik des indischen Kathak. Das katalanische Quintett Aurora kleidet klassischen Flamenco und Meisterwerke des Komponisten Manuel de Falla in ein neues Gewand. „Forces of the North“, eine zweiteilige Performance der Tanzkompanie Next Zone, bewegt sich in einem Mix aus Ritualen und Urban Dance zwischen uralten Mythen und Science Fiction. Die äthiopische Jazzlegende Mulatu Astatke überbrückt Orte, Zeiten und Menschen mit einer Mischung aus der Fünf-Ton-Musik seiner Heimat, Modern Jazz, Big-Band-Sound, flirrendem Afrofunk und karibischen Grooves. Zum Abschluss des Festivals gehört die Bühne im Theaterzelt Elida Almeida, neuer Stern am talentreichen Himmel des Global Pop aus Afrika, und der ganzen Vielfalt musikalischer Traditionen der Kapverden.


düsseldorf festival! 11.9.-30.9.2019
Die Highlights im Einzelnen
Vom 11. September bis 30. September heißt es beim düsseldorf festival! wieder:
Musik, Tanz, Theater und Neuer Zirkus. Abermals bietet das Festival Produktionen
eine Bühne, die Grenzlinien zwischen den Kunstformen überschreiten und neue
Mixturen kreieren. Viele der Gäste des Festivals sind international gefeierte
Künstler, die hierzulande zum ersten Mal zu erleben sind. Unter den elf Glanzlichtern
des Programms finden sich fünf Deutschlandpremieren und eine NRW-Premiere.


PASSAGERS
Les 7 doigts de la main
Deutschlandpremiere
Passagiere im Zirkus-Zug
Fremde treffen in einem Zug aufeinander. Auch wenn sich ihre Ziele unterscheiden, existieren sie für einen Moment der Schwebe in einer gemeinsamen Realität. Sie schwanken zwischen Rückschau und Hoffnung auf die Zukunft – ein Zustand, der ihr Abteil zum Spielfeld für Bekenntnisse macht. Illustriert mit Projektionen der vorbeifliegenden Strecke, unterlegt mit den rhythmischen Stoßseufzern einer Lokomotive, wird die Bühne zur Plattform für eine packende Geschichte über kleine und große Fluchten und Begegnungen. Dabei erleben wir durch die Vermählung von Tanz, Theater, Musik und akrobatischer Höchstleistung eine aufwühlende Erweiterung von Erfahrungsgrenzen des Live-Theaters.
Mi 11.9. – Sa 14.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Eins Zwei Drei
Martin Zimmermann
Deutschlandpremiere
Clowneskes Delirium
Der Ort: ein Museum. Die Akteure: der Kurator, der Künstler und der Techniker. Oder auch drei Clowns, keine mit roten Nasen, sondern drei virtuos agierende Artisten, in einem teuflischen Dreieck in Szene gesetzt. Wenn sie aufeinanderprallen, sich in Machtkämpfe verwickeln, an Konventionen, Wände und ihre eigenen Grenzen stoßen, entsteht ein großartiges, enthemmtes Delirium. Martin Zimmermann, einer der renommiertesten Vertreter des zeitgenössischen Zirkus, erfindet mit Eins Zwei Drei die mythische Figur des Clowns neu. Er zeichnet in seiner Tragikomödie über Autorität, Unterwerfung und Anarchie ein burleskes Porträt der Schranken und Regeln, die wir uns selbst und unserem Körper auferlegen.
Do 12.9. – So 15.9., 20 Uhr, tanzhaus nrw


Krankenakte Robert Schumann
Matthias Brandt & Jens Thomas
Wort-Musik-Collage
Robert Schumann, genialer Komponist und komplexe Künstlerpersönlichkeit, getrieben von depressiven Schüben und Zuständen völliger nervöser Erschöpfung, verbrachte nach einem Selbstmordversuch den Rest seines Lebens in einer Heilanstalt in Bonn. Seine Krankenakte ist die Basis für Peter Härtlings Roman „Schumanns Schatten“ – und der wiederum war für Matthias Brandt und Jens Thomas Inspiration für ihr neues Projekt. Wie immer scheint nichts festgelegt oder routiniert einstudiert. Während Brandt die Nerven der Zuschauer vibrieren lässt, improvisiert Thomas passend am Klavier – ein faszinierendes Spiel aus Text und Klang, das mit den seelischen Abgründen der Charaktere jongliert.
So 15.9., 17 & 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Round Midnight
Dorothee Oberlinger & Sonatori de la Gioiosa Marca
Liebesdramen und Wiegenlieder
An der Nacht mit ihrer Ambivalenz hat sich die künstlerische Fantasie zu allen Zeiten entzündet. Dorothee  Oberlinger, Blockflötistin von Weltruf, fasst die vielen Facetten nächtlicher Stunden musikalisch zusammen. Werke von Vivaldi, Biber, Bach und Lully, sefardische Wiegenlieder, Motetten und Serenaden erzählen von rauschenden Festen und Liebesdramen, von Sehnsüchten, Gespenstern und der Heiligsten aller Nächte, um „Round Midnight“ mit dem gleichnamigen Jazzstandard von Thelonious Monk zu enden. Für ihre Reise durch die Dunkelheit hat Oberlinger erneut die Sonatori de la Gioiosa Marca als Spezialisten für das venezianische Repertoire eingeladen.
Mo 16.9., 20 Uhr, Johanneskirche


Vertikal
Mourad Merzouki & Compagnie Käfig
Deutschlandpremiere
Hip-Hop auf den Kopf gestellt
Seine Compagnie heißt Käfig und bewirkt das Gegenteil – sie befreit. Mourad Merzouki, Leiter einer der besten und innovativsten Hip-Hop-Formationen Europas, hat zuletzt mit „Pixel“ das Publikum in einen digitalen Kosmos entführt, nun trotzt er mit „Vertikal“ den Gesetzen der Erdanziehung und setzt seine zehn Tänzer einer gewagten Herausforderung aus: der Eroberung der Vertikale. In einem spektakulären Flug voller Abenteuerlust und Leidenschaft erkunden sie den Luftraum, stürzen ab und erheben sich von neuem, suchen nach Leichtigkeit und finden Schwerelosigkeit. Merzouki und sein Ensemble stellen den Hip-Hop buchstäblich auf den Kopf – und dabei ist alles im Lot.
Di 17.9. – Do 19.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Humans
Yaron Lifschitz & Circa
Deutschlandpremiere
Herzschlagbeschleuniger
Was können wir aushalten? Wieviel Gewicht können wir tragen? Wem können wir vertrauen? Das klingt
nach existentiellen Fragen – die Regisseur Yaron Lifschitz und seine international gefeierte Compagnie
Circa aus dem australischen Brisbane allerdings mit dem für sie typischen Esprit spritzig und voller
Humor beantworten. Dabei entwickeln die Performer zu einem furiosen musikalischen Mix eine rasante
Geschwindigkeit, die den Herzschlag beschleunigt. Sie gehen wagemutig an ihre Grenzen, nutzen ihr
Gegenüber als Sprungbrett, verknoten sich ineinander, springen tollkühn in die Höhe, lassen sich fallen
und wagen lachend das scheinbar Unmögliche – denn sie werden im Wortsinn aufgefangen.
Fr 20.9. – So 22.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Outwitting the Devil
Akram Khan Company
NRW-Premiere
Schwindelerregend visionär
Sein Tanz spricht zu den Göttern. Und nimmt es mit dem Teufel auf. Bald feiert Akram Khans Londoner
Kompanie ihren 20. Geburtstag – und uns ist es endlich gelungen, diesen Visionär des zeitgenössischen
Tanzes ins Theaterzelt zu holen. Inspiriert von den Epen seiner Ahnen, hat sich der Brite mit
bengalischen Wurzeln die einfühlsamen Gesten und schwindelerregenden Drehungen des indischen
Kathak für eine unnachahmlich neue Ausdrucksform voller Energie und Spiritualität zu eigen gemacht.
Seine Choreografie zur Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 faszinierte ein
Millionenpublikum – in Düsseldorf ist diese Bildgewalt nun hautnah zu erleben.
Di 24.9. & Mi 25.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Aurora
Flamenco aufregend anders
Aurora ist die Morgenröte – und wie ein neuer aufregender Tag begegnet uns auch die Musik des hochbegabten Quintetts, das dieses Projekt in der renommierten Talentschmiede Taller de Músics ins Leben gerufen hat. Klassischer Flamenco und Meisterwerke des Komponisten Manuel de Falla, erscheinen in neuem Gewand. Sänger Pere Martínez, einer der größten Neuentdeckungen des Landes und Tänzer Jose Manuel Álvarez, längst weit über Spaniens Grenzen hinaus bekannt, erkunden zusammen mit dem Pianisten Max Villavecchia, dem Bassisten Javier Garrabella und dem Perkussionisten Joan Carles Marí neue Territorien aus Klang und Bewegung, ohne die Identität und Intensität der Tradition zu verraten.
Do 26.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


of the North: Ritual for the Inuit | Super Human
Next Zone
Deutschlandpremiere
Nicht von dieser Welt
Die Utopie vom perfekten Menschen. Arktisches Leben vs. globale Erwärmung. Die Wirkmacht der Spiritualität. Die Choreografin Lene Boel packt eine Menge hinein in ihren Zweiteiler über die Kräfte des Nordens. Immer aber stehen aktuelle Fragen im Fokus einer Performance zwischen uralten Mythen, Real-Life-Experimenten und Science Fiction: Können wir wirklich Traditionen vernachlässigen und eine Welt wollen voll künstlicher Supermänner und -frauen? Sieht man allerdings die Performer, will man
zumindest an den perfekten Überkörper glauben. In einem Mix aus Ritualen und Urban Dance, Wildheit und Weichheit, scheinen sie, muskelbepackt und gleichzeitig biegsam, nicht von dieser Welt.
Fr 27.9. & Sa 28.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Mulatu Astatke
Zwischen Addis Abeba und Havanna
Vater des Ethio-Jazz, Koryphäe der afrikanischen Musikgeschichte, lebende Legende: Mulatu Astatke haften viele würdevolle Etiketten an – und dennoch greifen sie alle zu kurz. Denn mit einer aufregenden Mischung aus Modern Jazz, der Fünf-Ton-Musik seiner Heimat, Big-Band-Sound, flirrendem Afrofunk und karibischen Grooves hat Astatke sich zwischen Addis Abeba und Havanna, Duke Ellington und Jim Jarmusch nicht nur unsterblich gemacht. Vielmehr steht der sanfte Gigant am Vibraphon nie still, überbrückt Orte, Zeiten und Menschen und inspiriert bis heute Hip-Hop Stars von Kanye West über Nas bis Damian Marley: Utopien aus Äthiopien.
So 29.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Elida Almeida
Global Pop der Kapverden
So wie der Name schon nach Musik klingt, beherrscht Elida Almeida die ganze Bandbreite der musikalischen Traditionen der Kapverden. Für die von Molltonarten geprägte melancholische Morna hat sie die notwendige Tiefe, für die hitzige Tabana eine unbändige Energie, für die rasante Funaná ihre selbstbewusste erotische Ausstrahlung. Dabei nimmt die junge Sängerin die Klänge ihrer Heimat als Ausgangspunkt für eine eigenständige zeitgenössische Entwicklung und würzt ihre Show mit afrokubanischen Rhythmen, auf dass es niemand auf den Stühlen hält. Keine Frage: Ein neuer Stern am talentreichen Himmel des Global Pop aus Afrika!
Mo, 30.09., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival! 11.9.-30.9.2019
Hintergrund – Entstehung & Entwicklung


Aus der privaten Initiative, die 1991 als Altstadtherbst antrat, um die Düsseldorfer Altstadt kulturell zu beleben, haben die Intendanten Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen im Laufe der Jahre ein Kulturfestival mit einem breiten, weltoffenen Veranstaltungsspektrum für die Stadt und die Region entwickelt. Ohne seine Wurzeln in der lokalen und regionalen Musikszene aus den Augen zu verlieren, hat das Festival seinen Fokus mehr und mehr auf die internationale Kulturszene gerichtet. Kontinuierlich wird der Blickwinkel größer, entstehen auf der Suche nach inspirierenden Künstlerpersönlichkeiten vielfältige Kontakte ins Ausland, tritt man als Koproduktions Partner anderer, ähnlich orientierter Festivals grenzüberschreitend in Erscheinung. Das Programm-Profil ist mittlerweile geprägt von innovativen, großformatigen Tanz-, Musiktheater- und Nouveau-Cirque-Produktionen, exklusiven (kammer)musikalischen Konzepten und experimentellen Crossover-Projekten. Inzwischen ziehen bis zu 500 Künstler aus der ganzen Welt in mehr als 60 Veranstaltungen jährlich rund 25.000 Besucher in ihren Bann. Schließlich ist das Festival auch räumlich über sich hinausgewachsen: Neben der Altstadt mit dem Theaterzelt als Mittelpunkt werden immer wieder neue und ungewöhnliche „locations“ in ganz Düsseldorf als Spielorte erschlossen. Um der Verankerung in der Düsseldorfer Kultur und der zunehmenden Internationalität Rechnung zu tragen und gleichzeitig Raum für Weiterentwicklung zu schaffen, hat sich das altstadtherbst kulturfestival düsseldorf 2012 in düsseldorf festival! umbenannt und trägt seither den Namen, den es sich schon längst erworben hat: düsseldorf festival! ist Festival in Düsseldorf, für Düsseldorf und Botschafter Düsseldorfs.

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