Speyer, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, 8. Musikfest Speyer 30.6.-4.7.2021, IOCO Aktuell, 22.06.2021

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Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz an der Neckarspitze © Felic Broede

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz an der Neckarspitze © Felic Broede

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

Musikfest Speyer

8. Musikfest Speyer 2021 – 30.6. – 4.7.2021

In einer gemeinsamen Pressekonferenz gaben die Stadt Speyer und die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz das Programm des Musikfest Speyer bekannt. Die achte Auflage des Festivals findet vom 30. Juni bis 4. Juli statt. Geplant sind insgesamt acht abwechslungsreiche Konzerte, die von Sinfonik bis zum Kinderkonzert reichen. Neben Chefdirigent Michael Francis gehört Pianist Joseph Moog zu den Gästen. Der Vorverkauf für ein Corona-bedingt limitiertes Kartenkontingent startet am 21. Juni.

Für die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz ist die Residenz in Speyer am Ende der Saison längst Tradition. Die achte Auflage des Festivals findet wie auch im vergangenen Jahr unter Corona-Bedingungen statt. Dies hindert die Staatsphilharmonie aber nicht daran, das Maximum herauszuholen und dem Publikum attraktive und facettenreiche Programme in Aussicht zu stellen. Das Angebot reicht von Sinfonik, Kammermusik, einer musikalischen Lesung bis hin zu einem Kinderkonzert.

8. Musikfest Speyer – 30.6. – 4.7.2021 – Das vollständige Programm – link  HIER!

Chefdirigent Michael Francis leitet traditionell das Eröffnungs- und das Schlusskonzert in der Speyerer Gedächtniskirche. Gewonnen werden konnte auch in diesem Jahr der Pianist Joseph Moog, den bereits eine lange Freundschaft mit der Staatsphilharmonie verbindet. Neu ist die transkulturelle Begegnung mit dem Ensemble Colourage. Ebenfalls ein Novum ist das Konzert mit den Stipendiat*innen der orchestereigenen Ernst-Boehe-Akademie. Während der Ausbildung erhalten junge, sehr talentierte Musiker*innen die Chance, sich spezifisch auf eine Leitungsfunktion im Orchester vorbereiten zu können. Beim Musikfest Speyer treten die Stipendiat*innen erstmals öffentlich auf.

MONDMANN – Kinderkonzert Festval Speyer – 3. Juli 2021 – link HIER!

Für die musikalische Lesung und das Kinderkonzert ist Matthias Folz vom Kinder- und Jugendtheater Speyer federführend.

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz / hier:  der Mondmann von Speyer © Klaus Landry

Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz / hier: der Mondmann von Speyer © Klaus Landry

Fachbereichsleiter für Kultur, Tourismus, Bildung und Sport der Stadt Speyer Matthias Nowack freut sich auf die anstehenden Konzerte: „Dass wir auch in diesem Jahr das Musikfest ausrichten können, ist ein wichtiges Signal für die Kultur und verbreitet Aufbruchsstimmung für die Menschen in unserer Stadt und auch darüber hinaus.“ Staatsphilharmonie-Intendant Beat Fehlmann pflichtet ihm bei und ergänzt: „Nach den vielen Corona-bedingten Konzertabsagen freue ich mich auf den Saisonabschluss in der persönlichen Begegnung mit dem Publikum. Wir alle freuen uns sehr auf fünf Tage ‚Dolce Vita in der Pfalz‘ mit Programmen, die sowohl Anspruch als auch Zerstreuung bieten.“

—————————-

Die Konzertbesuche sind mit einigen Bestimmungen verbunden: Mitgebracht werden muss ein offizieller Nachweis eines negativen Covid-19-Tests, der nicht älter als 24 Stunden ist. Der Beleg über eine vollständige Impfung vor mindestens 14 Tagen oder der Nachweis einer Genesung, die nicht länger als 6 Monate zurückliegt, ersetzt das negative Testergebnis. Die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske besteht bis zum Einnehmen des Sitzplatzes. Eine Registrierung mit der Luca-App zur Kontaktnachverfolgung gehört weiterhin zu den Auflagen. Personen, die nicht über ein Smartphone verfügen, wenden sich vor Ort an das Einlasspersonal.

—| IOCO Aktuell Musikfest Speyer |—


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Wien, Wiener Staatsoper, Ballettdirektor Martin Schläpfer – Spielplan 2021/22, IOCO Aktuell, 19.06.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 Wiener Staatsoper – mit –  neuem Management

Historie – Visionen – Spielplan 2021/22

von  Viktor Jarosch

Die Wiener Staatsoper ist mehr als unterhaltsames Musiktheater. Die Wiener Staatsoper und ihr Umfeld spiegeln, in Wien sichtbar und spürbar, erlebbar gewordene Kultur. „Kultur als Teil des Alltags von Jedermann“. So sehen es viele Wiener, wenn sie über „ihre“ Staatsoper sprechen. Mit über 600.000 Besuchern jährlich, vielen wegweisenden Produktionen, mit hoher Popularität bei Ausländern (über 25% der Besucher) und den Wiener*innen,  dazu über viele Jahre „solides“  Wirtschaften machten die Wiener Staatsoper zum weltweit bewundertem Aushängeschild Österreichs für Kultur im Leben, für frohes Leben mit  Kultur.

Mit großem Interesse kommuniziert IOCO deshalb die im Sommer 2020 in der Nachfolge von Dominique Meyer angetretene neue Leitung der Wiener Staatsoper. Heute stellt IOCO das Management und, im Besonderen, Ballettdirektor Martin Schläpfer und seinen Spielplan für die Spielzeit 2021/22 vor.

Das neue Staatsoper Management

    • Bogdan Roscic, *1964 in Belgrad, neuer Intendant der Staatsoper; in Wien „Direktor“-Titel. Zuvor leitete Roscic bei SONY MUSIK die Klassik Sparte: Ein Seiteneinsteiger ohne Vita in der Leitung großer Theater. Die Vorgabe: Dominique Meyer hinterließ ein formidable aufgestelltes, weltweit anerkanntes Staatstheater mit dauerhaft hohem Besucherzuspruch: in Zahlen, Auslastung 99%. Bogdan Roscic hat bisher keine Ambitionen geäußert, die hohen Besucherzahlen als Messlatte zu übernehmen.
    • Martin Schläpfer, *1959 in Altstätten, Schweiz, Ballettdirektor der Wiener Staatsoper. Seit 2009 leitete Schläpfer als Ballettdirektor das Ballett am Rhein Düsseldorf /Duisburg. Schläpfer löste am Rhein Youri Vámos und dessen populäres, zeitadäquat abendfüllendes Handlungsballett radikal ab. Martin Schläpfers meist spezielle Choreographien überzeugten oft künstlerisch;  der Besucher-Zuspruch  stürzte unter Martin Schläpfer  jedoch dramatisch ab. IOCO hinterfragte so seit 2011 wiederholt die niedrige  Auslastung seiner Produktionen; Schläpfer verweigerte hierzu beständig Erstmals 2020, zu einer einzelnen Schwanensee-Choreographie (Keine Schwäne: Rockerbanden kämpfen dort gegeneinander), nannte man Besucherzahlen und Auslastung: welch Wunder, diese waren ausnahmsweise hoch. IOCO publiziert so seit 2013 unwidersprochen gebliebene Auslastungs-Schätzung von 65-70%  für das Ballett am Rhein unter Schläpfer. siehe link HIER! Manuel Legris, Vorgänger von Martin Schläpfer an der Wiener Staatsoper, verabschiedete sich von der Wiener Staatsoper mit einer Auslastung „seines“ Staatsballetts von 99%. IOCO wird den Besucherzuspruch in Wien zukünftig aktiv beobachten.
    • Philippe Jordan, *1974 in Zürich, seit 2020 Musikdirektor der Wiener Staatsoper. Jordan begann seine Laufbahn als Kapellmeister am Stadttheater Ulm. 1998 wechselte er als Assistent Daniel Barenboims und Kapellmeister an die Berliner Lindenoper, 2001 bis 2004 war er Chefdirigent der Oper Graz. 2006 bis 2010 kehrte Philippe Jordan als Principal Guest Conductor an die Staatsoper Unter den Linden nach Berlin zurück. 2014 übernahm Jordan den Chefposten bei den Wiener Symphonikern.

Martin Schläpfer stellt sich vor
youtube Trailer Wiener Staatsoper
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Martin Schläpfer, Ballettdirektor – Spielzeit 2021/22 – Gedanken, Spielplan

»Die Programmierung einer Spielzeit – so klar und einfach sie schlussendlich idealerweise vor uns steht – ist etwas Hochkomplexes. Zum einen geht es darum, die Tänzerinnen und Tänzer künstlerisch und tanztechnisch so zu inspirieren, zu fordern und zu fördern, dass sie als Solistinnen und Solisten, aber auch als Ensemble zu glänzen vermögen, sich als Teil einer Vision verstehen und stolz auf dieses Wiener Staatsballett sein können. Dies überträgt sich dann auf unser Publikum. Dieses zu berühren und für diese großartige  Kunst, die der Tanz ist, nicht nur zu begeistern, sondern auch dazu zu bewegen, für ihn einzustehen, ist für mich ein weiterer zentraler Punkt. Und natürlich geht es auch darum, die Feuilletons und Medien zu interessieren und durch ihre Arbeit den Tanz als eine Kunstform zu reflektieren, die mitten in unserer Gegenwart angesiedelt ist. Für mich muss eine Planung so hochstehend, so vielfältig, so vielschichtig sein, dass sie international heraussticht. Erst danach frage ich mich, wie sie realisierbar ist – immer auch mit dem Blick auf die musikalischen, dramaturgischen und Design-Fragen, alles idealerweise eins auf Augenhöhe.«

Martin Schläpfer

Welche Bilder von der Welt, vom Menschen, vom Künstler, vom Körper entfaltet der Tanz? Welche Verbindungen entstehen zwischen Bewegung, Musik und Raum? Wie werden Traditionslinien weiter- oder überschrieben? Welche Impulse vermag das klassische Ballett unserer Gegenwart zu geben? Der Spielplan 2021/22 des Wiener Staatsballetts lädt zu vielfältigen Wechselspielen ein.

Je drei Premieren an der Wiener Staatsoper sowie der Volksoper Wien bringt Ballettdirektor und Chefchoreograph Martin Schläpfer 2021/22 heraus. Hinzu kommt in der Wiener Staatsoper die Nurejew-Gala sowie in der Volksoper das neue Format Plattform Choreographie.

Premieren

Martin Schläpfer © IOCO

Martin Schläpfer © IOCO

Zwei große Tanzwerke Martin Schläpfers bilden die Eckpfeiler der Saison. Seiner Uraufführung zu Haydns Oratorium Die Jahreszeiten im April 2022 steht zur Eröffnung der Spielzeit die von Jänner auf September verschobene Premiere von Ein Deutsches Requiem in der Volksoper Wien gegenüber: Zwei jeweils auch Solisten und die Chöre beider Häuser einbindende Ballettproduktionen, die eindringliche Bilder vom Menschen entwerfen und mit dem Tanz in die zentralen Fragen des Lebens vordringen. Mit Haydns Zeitgenossen Beethoven wird Martin Schläpfer sich in einer weiteren Uraufführung auseinandersetzen und die 2020 begonnene kreative Arbeit mit den Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts intensivieren: In Sonne verwandelt nennt er sein Ballett zu Beethovens 4. Klavierkonzert in der Volksopern­ Premiere Begegnungen.

Weitere wichtige Künstler der Gegenwart sind mit ihren Handschriften erstmals beim Wiener Staatsballett vertreten: Mit Marco Goecke konnte Martin Schläpfer einen Choreographen gewinnen, der mit seiner buchstäblich »unter die Haut« gehenden Kunst wie wenige andere in den letzten Jahren zu einem ganz eigenen Stil gefunden hat. Zu zwei Sätzen aus Mahlers 5. Symphonie stellt er im Rahmen der Premiere im siebten Himmel  sein neues Werk für das Wiener Staatsballett vor und gibt damit zugleich sein Wien-Debüt im Haus am Ring.

Erstmals sind aber auch Werke der beiden Meister der amerikanischen Postmoderne Lucinda Childs und Merce Cunningham mit dem Wiener Staatsballett zu erleben, und erstmals vertraut die große belgische Tanzkünstlerin Anne Teresa De Keersmaeker der Compagnie eines ihrer Werke an.

Andrey Kaydanovskiy, Tänzer des Ensembles und längst vielgefragter Choreograph, hat sich den Komponisten Christof Dienz als Partner für eine Uraufführung gesucht. Fortgesetzt wird die 2021 begonnene

Zusammenarbeit mit Alexei Ratmansky. Der Niederländer Hans van Manen gehört weiterhin zu den festen Säulen des Spielplans ebenso wie die beiden Neoklassiker George Balanchine und Jerome Robbins. Neben Symphony in C kehrt mit den Liebeslieder Walzern zur Musik von Brahms ein Balanchine-Werk in den Spielplan zurück, das auf unvergleichliche Weise eine Brücke zwischen der New Yorker Neoklassik und der Tanzkultur der Donaumetropole schlägt- ein Wien-Ballett in der Premiere Liebeslieder, dem Martin Schläpfer mit seiner Neueinstudierung von Marsch, Walzer, Polka in der Premiere Im siebten Himmel antwortet.

Repertoire

Aus dem Repertoire des Wiener Staatsballetts sind in der Spielzeit 2021/22 drei abendfüllende Handlungsballette auf dem Spielplan: John Crankos Onegin, Elena Tschernischovas Gise//e sowie Rudolf Nurejews Schwanensee.

Drei weitere Programme zeigen Tanzkunst des 20. und 21. Jahrhunderts: Zum Auftakt der Saison folgt die eigentliche Aufführungsserie von Tänze Bilder Sinfonien, das im Juni 2021 mit nur einer Vorstellung zur Premiere kommt. Erneut am Spielplan ist das Robbins-Balanchine-Programm A Suite of Dances. Seine Publikumspremiere wird Mahler, live mit Hans van Manens Live und Martin Schläpfers erster Wiener Arbeit 4 erleben, nachdem eine Vorstellung im Dezember 2020 nur vor Kameras stattfinden konnte.

In der Volksoper Wien kommt Vesna Orlics beliebtes Familienballett Peter Pan zurück.

Sonderprogramme

Die alle zwei Jahre stattfindende Nurejew-Gala präsentiert zum Ende der Saison einen Tanzreigen von Petipa und Balanchine bis zu Bejart, van Manen, Schläpfer sowie Leon & Lightfoot, aber auch Flamenco.

Dem choreographischen Nachwuchs gibt Martin Schläpfer mit dem neuen, vom Ballettclub Wiener Staatsballett unterstützten Format Plattform Choreographie Raum zur Entwicklung eigener Ideen – vier bis sechs Miniaturen, choreographiert von Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts, die in der Volksoper Wien zu sehen sein werden.

Ensemble

Im Ensemble des Wiener Staatsballetts gibt es zwei große Veränderungen unter den Ersten Solotänzer*innen: Nina Polakova übernimmt ab der kommenden Spielzeit die Leitung des Slowakischen Nationalballetts, Robert Gabdullin hat sich entschieden, seine aktive Tänzerkarriere zu beenden und seine Erfahrungen fortan als Tanzpädagoge an junge Tänzer*innen weiterzugeben.

Auf ihre Positionen ist es Martin Schläpfer gelungen, zwei herausragende und vielseitige Erste Solisten zu verpflichten: Aus dem Stuttgarter Ballett wechselt Hyo-Jung Kang, aus dem Bayerischen Staatsballett München Alexey Popov nach Wien.

Neu im Corps de ballet sind in der Wiener Staatsoper Gaia Fredianelli und Victor Cagnin – beide Absolventen der Ballettakademie der Wiener Staatsoper. Ins Ensemble zurück kommt Alaia Rogers-Maman, die bereits von 2014 bis 2020 Mitglied des Wiener Staatsballetts war und in der vergangenen Saison beim Royal Swedish Ballet tanzte.

Aus der Jugendkompanie wechseln ins Corps de ballet der Volksoper Wien Barbara Brigatti und Marta Schiumarini, neu sind außerdem Vivian de Britta Schiller und Ginevra Ferratis.

Premieren

 

EIN DEUTSCHES REQUIEM

Martin Schläpfer

      1. September 2021, Volksoper Wien

IM SIEBTEN HIMMEL

Marsch, Walzer, Polka Martin Schläpfer Uraufführung

Marco Goecke Symphony in C George Balanchine

      1. November 2021, Wiener Staatsoper

LIEBESLIEDER

Other Dances Jerome Robbins Concerto Lucinda Childs

Liebeslieder Walzer George Balanchine

      1. Jänner 2022, Wiener Staatsoper

BEGEGNUNGEN

24 Preludes Alexei Ratmansky Uraufführung

Andrey Kaydanovskiy

In Sonne verwandelt (Uraufführung) Martin Schläpfer

      1. Februar 2022, Volksoper Wien

DIE JAHRESZEITEN (URAUFFÜHRUNG)

Martin Schläpfer

      1. April 2022, Wiener Staatsoper

KONTRAPUNKTE

Große Fuge

Anne Teresa De Keersmaeker Duets

Merce Cunningham Four Schumann Pieces Hans van Manen

      1. Juni 2022, Volksoper Wien

  Sonderprogramme

PLATTFORM CHOREOGRAPHIE
      1. & 19. Juni 2022, Volksoper Wien

NUREJEW-GALA

George Balanchine, Maurice Bejart, David Coria, Sol Le6n & Paul Lightfoot, Hans van Manen, Marius Petipa, Martin Schläpfer u.a.

      1. Juni 2022, Wiener Staatsoper

Repertoire

TÄNZE BILDER SINFONIEN

George Balanchine / Alexei Ratmansky / Martin Schläpfer

ab 17. September 2021, Wiener Staatsoper

A SUITE OF DANCES

Jerome Robbins / George Balanchine ab 12. Oktober 2021, Wiener Staatsoper

ONEGIN

John Cranko

ab 23. Dezember 2021, Wiener Staatsoper

PETER PAN

Vesna Orlic

ab 21. Jänner 2022, Volksoper Wien

GISELLE

Elena Tschernischova

nach Jean Coralli, Jules Perrot & Marius Petipa ab 15. Februar 2022, Wiener Staatsoper

SCHWANENSEE     –   Rudolf Nurejew

nach Marius Petipa & Lew lwanow ab 13. März 2022, Wiener Staatsoper

MAHLER, LIVE

Hans van Manen/ Martin Schläpfer Premiere vor Publikum: 2. April 2022

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—


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Berlin, Staatsoper Unter den Linden, KONZERT FÜR BERLIN – Kultur gemeinsam genießen, IOCO Aktuell, 17.06.2021

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Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

 Staatsoper Unter den Linden – Kultursenator Dr. Klaus Lederer

23. Juni 2021 – KONZERT FÜR BERLIN –  Freier Eintritt

Am 23. Juni laden die Staatsoper Unter den Linden und Kultursenator Dr. Klaus Lederer in Kooperation mit KulturLeben Berlin – Schlüssel zur Kultur e. V. zum KONZERT FÜR BERLIN bei freiem Eintritt ins Opernhaus ein. Es spielt die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim. Auf dem Programm stehen Max Bruchs Violinkonzert Nr. 1 g-Moll op. 26 mit Yamen Saadi als Solist sowie Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67.

Das Konzert wird den Opfern des israelisch-palästinensischen Krieges gewidmet. Die Kartenvergabe erfolgt über KulturLeben Berlin.

Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer: »Kultur gemeinsam genießen – langsam eröffnen sich dafür wieder Spielräume. Zu lange haben wir alle, Künstler*innen wie Berliner*innen dieses unmittelbare Erlebnis missen müssen. Insofern bin ich sehr dankbar, dass das Konzert für Berlin in diesem Jahr erneut stattfindet und danke allen Beteiligten aufs herzlichste. Freuen wir uns auf ein tolles Konzert, wundervolle Musik, großartige Künstler*innen und einen für alle großen Abend.«

Staatsoper Unter den Linden / Der Besucherraum © Marcus Ebener

Staatsoper Unter den Linden / Der Besucherraum © Marcus Ebener

Intendant Matthias Schulz: »Das gemeinsam mit Kultursenator Lederer ins Leben gerufene Konzert für Berlin ist seit einigen Jahren eines der besten Zeichen für die Zugänglichkeit unserer Institution. Gerade in diesem Jahr ist es besonders wichtig, dieses Konzert noch zum Saisonabschluss für die Berliner:innen möglich machen zu können.«

Daniel Barenboim: »Ich bin zutiefst betroffen über den jüngsten israelisch-palästinensischen Krieg, so wie ich über alle Kriege seit Beginn des Konfliktes 1948 sehr traurig und betroffen bin. Ich halte sowohl die palästinensische als auch die israelische Staatsbürgerschaft und leide mit beiden Seiten in diesem Konflikt, ein Konflikt zwischen zwei Völkern die beide zutiefst davon überzeugt sind das Recht zu haben, auf dem gleichen kleinen Stück Land zu leben – am besten jeweils ohne den anderen. Für unser Konzert in Berlin freue ich mich auf Yamen Saadi als Solisten, dessen Biografie als Palästinenser aus Nazareth außergewöhnlich und für den Anlass unseres Konzertes besonders stimmig ist: wir widmen es den Opfern des Krieges auf beiden Seiten.«

Yamen Saadi wurde 1997 in Nazareth geboren, wo er seinen ersten Violinunterricht am Barenboim-Said Konservatorium bekam. Später wurde er von Chaim Taub, dem Konzertmeister des Israel Philharmonic Orchestra, unterrichtet. Bis zum Sommer 2019 studierte er bei Mihaela Martin an der Barenboim-Said Academy in Berlin. Mit elf Jahren trat Yamen Saadi dem West-Eastern Divan Orchestra bei, das von Daniel Barenboim gegründet und geleitet wird. Sechs Jahre später war er der Konzertmeister dieses Orchesters. Sein erstes Solo-Konzert spielte er mit elf Jahren mit dem Haifa Symphony Orchestra. Weitere Auftritte als Solist hatte er mit dem Galilee Chamber Orchestra, dem Harvard Orchestra, dem Netanya Kibbutz Orchestra, dem Jerusalem Orchestra und dem Orchestra de Valencia.

Yamen Saadi ist ein sehr aktiver Kammermusiker. Er bereiste die USA, Europa und Asien mit verschiedenen Kammermusikensembles, spielte in Konzertsälen wie der Philharmonie de Paris und dem Pierre Boulez Saal in Berlin und trat bei vielen Festivals auf, u. a. beim Rolandseck Festival, dem Gotland Festival, dem Kfar Blum Festival und dem Jerusalem Festival. Er musizierte zusammen mit Musikern wie Daniel Barenboim, Guy Braunstein, Amichai Grosz, Alisa Weilerstein und Sergei Krylov. Yamen Saadi ist seit 2016 Teil des Pierre Boulez Ensemble und seit 2017 Teil der Non-Profit-Organisation Musethica.

Tickets für dieses Konzert sind kostenfrei. Die Kartenvergabe erfolgt über KulturLeben Berlin, einem gemeinnützigen Verein, der sozial benachteiligten Menschen den Zugang zu kulturellen Angeboten erleichtert. Für die Anmeldung als sogenannter »Kulturgast« benötigt man lediglich einen Nachweis über geringes Einkommen und kann dann – mit etwas Glück – bis zu zwei Freikarten für das KONZERT FÜR BERLIN, aber auch für viele weitere Kulturveranstaltungen bei über 450 Kulturpartnern in Berlin erhalten.

—| IOCO Aktuell Staatsoper Unter den Linden |—


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Dresden, Kulturpalast, Rudolf Buchbinder – Kammerorchester Wien-Berlin, IOCO Kritik, 15.06.2021

Juni 15, 2021 by  
Filed under Hervorheben, Konzert, Kritiken, Kulturpalast

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Kulturpalast Dresden © Nikolaj Lund

Kulturpalast Dresden © Nikolaj Lund

Kulturpalast Dresden

Kammerorchester Wien-Berlin – Rudolf Buchbinder

Mozart-Deutung –  ein Konzerterlebnis der Sonderklasse

von Thomas Thielemann

Die Rivalität der Wiener Philharmoniker und Berliner Philharmoniker um den Spitzenplatz des weltbesten Orchesters war für Simon Rattle 2005 Anlass, zu seinem  50. Geburtstag ein gemeinsames Konzert beider Klangkörper zu dirigieren. Diese erste erfolgreiche Zusammenarbeit der konkurrierenden Orchesterin Wien und Berlin führte zu dem Entschluss, in einer gelegentlichen Formation die besonderen Qualitäten beider Ensembles, die geschmeidige Eleganz und Noblesse der Wiener mit dem zupackenden, leidenschaftlichen Spiel sowie der solistischen Brillanz der Bläser der Berliner, zu kombinieren: das Kammerorchester Wien-Berlin entstand. Seit Beginn dieser Zusammenarbeit ist Rainer Honeck Konzertmeister, Dirigent und Künstlerischer Leiter. Honeck, 1961 in Nenzing (Vorarlberg) geboren, ist seit 1984 Konzertmeister des Orchesters der Wiener Staatsoper und seit 1962 Konzertmeister der Wiener Philharmoniker.

Das Kammerorchester Wien-Berlin

Kulturpalast Dresden / Kammerorchester Wien - Berlin mit Rudolf Buchbinder © Oliver Killig

Kulturpalast Dresden / Kammerorchester Wien – Berlin mit Rudolf Buchbinder © Oliver Killig

Das Klavierkonzert Nr.9 in Es-Dur KV 271, vermutlich im Dezember 1776 oder im Januar 1777 entstanden, ist wahrscheinlich Wolfgang A Mozarts erste bedeutende Komposition. Mit der Meisterschaft seiner Orchestrierung und in seiner, alle Konventionen sprengenden Wirkungen hat es keine Vorgänger in seinem Genre.

Zur Herkunft der unterschiedlichen Beinamen des Konzertes, „Jenamy“,die jenomy“ oder  „Jeunehomme“, gibt es reichliche Deutungen. Inzwischen scheint aber sicher, dass die Tochter des französischen Tänzers Jean-Georges Nowerre (1727-1810), eines Freundes Mozarts, Adressatin dieser Widmung war. Nowerre wirkte von 1767 bis 1774 als Ballettmeister in Wien. Dessen älteste Tochter Luise Victoire (1749-1812), eine gute Klavierspielerin, war, mit einem Joseph Jenamy verheiratet und Mozart habe sie sehr verehrt.

Für eine Interpretation von Mozarts frühem Klavierkonzert  Nr. 9 Es-Dur KV 271 war Rudolf Buchbinder in den Kulturpalast nach Dresden gekommen. Sonst ein häufiger Gast der Sächsischen Staatskapelle, mit der er auch oft als Solist und Leiter der Konzerte musizierte, war er Solopartner des Kammerorchesters Wien-Berlin.

Das Buchbinders Klavierspiel auch über die Jahre neben der Reife der Technik die notwendige Spontanität behalten hat, war keine Überraschung. Auch dass uns die sprühend intelligente Mozart-Deutung ein Konzerterlebnis der Sonderklasse verschaffte, erfüllte alle Erwartungen.

Kulturpalast Dresden / Kammerorchester Wien - Berlin hier mit Rudolf Buchbinder © Oliver Killig

Kulturpalast Dresden / Kammerorchester Wien – Berlin hier mit Rudolf Buchbinder © Oliver Killig

Ein hell leuchtende Klangbild und die spannungsgeladene Musizierfreude des Kammerorchesters Wien-Berlin führten zu einem steten, intensiven Dialog mit dem Pianisten. Vor allem begeisterte die kühne Quecksilbrigkeit des Finalsatzes.

Im zweiten Konzert-Teil folgte Mozarts Divertimento B-Dur, KV 287, die “Zweite Lodronische Nachtmusik“. Wie im Jahre 1776, erhielt Mozart den Auftrag, auch zum Namenstag der Gräfin Maria Antonia Lodron am 13. Juni des Jahres 1777 zur Komposition und Aufführung eines Divertimentos, eigentlich einer Zerstreuung, eines Vergnügens. Mozart hatte aber für die Unterhaltung der Salzburger Gäste der Gräfin ein 45-minütiges Bravourstück für die Erste Geige vorbereitet und selbst diesen Part übernommen.

Eingebunden in eine dichte kammermusikalische Begleitung von Streichern und zwei Hörnern meisterte Rainer Honeck als Primgeiger die Aufgabe der sechssätzigen Darbietung. Von spritziger Munterkeit, Leichtigkeit und Eleganz bis zu tiefer Empfindung bot das Kammerorchester Wien-Berlin alles, was man von großer Musik erwartete: ein Konzerterlebnis der Sonderklasse

—| IOCO Kritik Kulturpalast Dresden |—


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