Markneukirchen, Bundesweiter Wettbewerb – „Landmusikort 2021“ – 1. Preis, IOCO Aktuell, 12.07. 2021

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Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

 „Landmusikort 2021“  –  1. Preis in bundesweitem Wettbewerb

Seit vielen Jahren begleitet IOCO den unter Schirmherrschaft von Christian Thielemann ausgetragenen Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen, link HIER. Die musikalische Tradition des Ortes ist spektakulär: Reizvoll auf dem westlichen Elstergebirge Sachsens gelegen, im oberen Vogtland nahe Tchechien, besitzt Markneukirchen eine ungewöhnliche Spezialität: Um 1200 gegründet wird der Ort nach seinem Gründer Albertus Nothaft de Wildestein Nothaft genannt. Stadtrechte erhielt das Örtchen Nothaft bereits 1360. 1405 erstmals als Markt Neukirchen amtlich erwähnt, besaß es als „Amtsstädtchen“ schon früh Sitz und Stimme im „kursächsischen Landtag“.

Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen 

Überregionale Bedeutung gewinnt das kleine Örtchen ab 1658, als protestantische Glaubensflüchtlinge den Geigenbau in die Stadt bringen. 12 Geigenbauer gründen 1677 die erste Geigenmacherinnung, 1750 beginnt der Bogenbau, 1777 gründen Saitenmacher die erste Saitenmacherinnung. 1797 schließen sich Waldhorn- und Pfeifenmacher zur „Musikalischen Blas,- Instrumentenmachergesellschaft“ zusammen. Um 1800 werden Gitarren gebaut; Zithern und Mandolinen folgen bald. 1834 wird in Markneukirchen die erste Musikschule Deutschlands gegründet. Auch die Martin-Trompete (Schalmei) wird 1905 in Markneukirchen entwickelt.

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Doch nun erhält der Ort  Markneukirchen eine ganz besondere Ehrung:

 1.  Preis in bundesweitem Wettbewerb „Landmusikort 2021“ 

Elf Kommunen werden als Landmusikort 2021 im Rahmen des Förderprogramms „Landmusik“ vom Deutschen Musikrat ausgezeichnet, die Jury hat drei Bundespreise unter den Anträgen aus elf Bundesländern ausgewählt. Der erste Preisgeht an die Stadt Markneukirchen, die die Jury vor allem durch die intensive Vernetzung der kulturellen Akteure beeindruckt hat. Markneukirchen wird nun die Plakette „Landmusikort des Jahres 2021“ verliehen, die den Ort auch äußerlich als kulturelles Zentrum kennzeichnen soll, so der Deutsche Musikrat in seiner Pressemitteilung. Zudem ist der Preis mit 30.000 Eurodotiert, die für die weitere kulturelle Arbeit vor Ort verwendet werden sollen. Die Preisverleihung und Übergabe der Plakette findet im Herbst vor Ort statt.

Der zweite Preis wurde der Gemeinde Öhningen auf der Bodensee-Halbinsel Höri zuerkannt, der dritte Preis geht an die Gemeinde Kaufungen im Landkreis Kassel, dotiert mit 20.000 bzw.10.000 €. Die weiteren Landmusikorte des Jahres sind: Markt Postbauer-Heng (Bayern), Panketal (Brandenburg), Heede (Niedersachsen), Havixbeck (Nordrhein-Westfalen), Enkenbach-Alsenborn (Rheinland-Pfalz), Saarwellingen (Saarland), Wesselburen (Schleswig-Holstein) und Bad Salzungen (Thüringen). Sie erhalten jeweils 5.000 € Preisgeld, ebenfalls für die weitere kulturelle Arbeit.

In die Ermittlung der Preisträger waren die Landesmusikräte eingebunden. Eine Jury mit breit gestreuter Expertise sowohl im Bereich der professionellen Musik als auch der Amateurmusik unter Vorsitz von Prof. Dr. Ulrike Liedtke wählte die Preisträger-Kommunen aus. Kriterien waren neben Qualität und Kreativität der kulturellen Arbeit die Einbeziehung und Vernetzung der örtlichen Institutionen.

In der Markneukirchener Bewerbung unterstrich die Stadt die enge Verknüpfung von kulturellen Einrichtungen, Ausbildungsstätten, musikalischem Schaffen von Laien aller Altersgruppen bis hin zu Veranstaltungen wie dem Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen und Meisterkursen, die jährlich zahlreiche junge Musiker aus aller Welt einladen und gleichzeitig lokale Ensembles und Institutionen einbinden. Sie betonte ebenfalls, dass ein unermüdlicher Pulsschlag ausgeht von drei großen Laienorchester, einer Vielzahl kleinerer Ensembles, die mehrmals jährlich in Konzerten öffentlich auftreten sowie vom Gymnasium mit musischem Profil, Klassenmusizieren, Blasorchester, Chören und einem fächerverbindenden Grundkurs „Vogtländischer Musikinstrumentenbau“. Aber auch die Musikschule mit mehr als 180-jähriger Tradition, kirchenmusikalischen Aktivitäten sowie das Musikinstrumenten-Museum sind Herzstücke des kulturellen Lebens in der Stadt.

Jury-Vorsitzende Prof. Dr. Ulrike Liedtke: „Die Förderung der Landmusik kommt zur rechten Zeit. Musik im ländlichen Raum spielt vor Ort, vor der Haustür, auf dem Marktplatz. Einzigartig an Landmusik ist, dass Profis und Amateure gemeinsam gefördert werden. Der Deutsche Musikrat lebt von diesem Miteinander unterschiedlichster musikalischer Aktivitäten. Die Auszeichnung von Landmusikorten lenkt die öffentliche Aufmerksamkeit einmal mehr auf musikalische Netzwerke in kleinen Städten und Dörfern. Bürgerinnen und Bürger ausgezeichneter Landmusikorte können sehr stolz auf dieses Gütesiegel sein!“

Markneukirchen / 44. Internationaler Instrumentalwettbewerb Makneukirchen hier Preistraeger Victor Julien-Laferriere © Ellen Liebner

Markneukirchen / 44. Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen hier Preistraeger Victor Julien-Laferriere © Ellen Liebner

Programmleiter Dr. Tilman Schlömp: „Die ausgezeichneten Orte haben bewiesen, dass mit überwiegend ehrenamtlichem Engagement eine lebendige Musikszene im ländlichen Raum möglich wird, wenn dies politisch gewollt ist. Die Kompetenz der städtischen Verwaltung bündelt in den ausgezeichneten Orten die Interessen von öffentlichen und privaten Institutionen und nutzt den Mehrwert eines blühenden Musiklebens auch für touristische Vermarktung. “Das Förderprogramm Landmusik wird vom Deutschen Musikrat mit Fördermitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) durchgeführt.“

Weitere Informationen:

Landmusik   Das temporäre Förderprogramm Landmusik wird vom Deutschen Musikrat mit Fördermitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) durchgeführt. Ziel ist die Stärkung des Musiklebens im ländlichen Raum, um so einen Beitrag zur qualitativen Annäherung von urbanen und ländlichen Räumen zu leisten. Neben der Auszeichnung „Landmusikort des Jahres“ werden in der Projektförderung Konzerte und Initiativen unterstützt, die Musik im ländlichen Raum erlebbar machen und die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Region festigen. Ein Fortbildungsangebot in Zusammenarbeit mit vier Landesmusikakademien rundet das Programm ab.

Die Landmusik-Jury: Prof. Dr. Ulrike Liedtke (Vorsitz Jury), Hartmut Karmeier, Maria Löhlein-Mader, Eva Meitner, Johannes Mnich, Heiko Schulze, Torsten Tannenberg, Antje Valentin, Steven Walter

Deutsche Musikrat  Der Deutsche Musikrat (DMR) engagiert sich für die Interessen von 15 Millionen musizierender Menschen in Deutschland und ist weltweit der größte nationale Dachverband der Musikkultur. Er repräsentiert rund 100 Organisationen und Dachverbände des professionellen Musiklebens und des Amateurmusizierens sowie die 16 Landesmusikräte.

Der Deutscher Musikrat e.V. in Berlin setzt mit seiner musikpolitischen Arbeit als zivilgesellschaftlicher Akteur Impulse für ein lebendiges Musikleben und ist steter Dialogpartner für den Deutschen Bundestag und die Bundesregierung. Die Deutscher Musikrat gGmbH im Bonn organisiert als Träger die dreizehn langfristigen Förderprojekte des DMR: Ensembles: Bundesjugendorchester, Bundesjugendchor, Bundesjazzorchester; Wettbewerbe: Jugend musiziert, Jugend jazzt, Deutscher Musikwettbewerb, Deutscher Orchesterwettbewerb, Deutscher Chorwettbewerb; Förderung: Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler, Dirigentenforum, Förderprojekte Zeitgenössische Musik PopCamp und Service: Deutsches Musikinformationszentrum (MIZ). Der DMR wurde 1953 gegründet und ist die größte Bürgerbewegung im Kulturbereich. Als Mitglied der UNESCO hat er sich in seinem Handeln der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen verpflichtet und steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

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Markneukirchen, Instrumentalwettbewerb, Fächer Violine und Kontrabass, IOCO Aktuell, 23.07.2020

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Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

  Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen

6. bis 15. Mai 2021 – Violine und Kontrabass

Markneukirchen ist schön. Doch die musikalische Tradition des Ortes ist spektakulär: Reizvoll auf dem westlichen Elstergebirge Sachsens gelegen, im oberen Vogtland nahe Tchechien, besitzt Markneukirchen eine ungewöhnliche Spezialität: Um 1200 gegründet wird der Ort nach seinem Gründer Albertus Nothaft de Wildestein Nothaft genannt. Stadtrechte erhielt das Örtchen Nothaft bereits 1360. 1405 erstmals als Markt Neukirchen amtlich erwähnt, besaß es als „Amtsstädtchen“ schon früh Sitz und Stimme im „kursächsischen Landtag“.

Überregionale Bedeutung gewinnt das kleine Örtchen ab 1658, als protestantische Glaubensflüchtlinge den Geigenbau in die Stadt bringen. 12 Geigenbauer gründen 1677 die erste Geigenmacherinnung, 1750 beginnt der Bogenbau, 1777 gründen Saitenmacher die erste Saitenmacherinnung. 1797 schließen sich Waldhorn- und Pfeifenmacher zur „Musikalischen Blas,- Instrumentenmachergesellschaft“ zusammen. Um 1800 werden Gitarren gebaut; Zithern und Mandolinen folgen bald. 1834 wird in Markneukirchen die erste Musikschule Deutschlands gegründet. Auch die Martin-Trompete (Schalmei) wird 1905 in Markneukirchen entwickelt.

Schirmherr des Wettbewerbs – Christian Thielemann

Der Markneukirchner Musikwettbewerb wird im jährlichen Wechsel zwischen Streich- und Blasinstrumenten (jeweils zwei Instrumente) ausgetragen und dient der Nachwuchsförderung junger Instrumentalisten. Er steht auf hohem künstlerischen Niveau und wird von der Fachwelt als bedeutsames Ereignis angesehen. Vordere Plätze bedeuten fast immer für die Teilnehmer den Sprung in die Internationalität und werden als Gütesiegel gewertet. 2019 hatten sich 169 Bewerber aus 36 Ländern angemeldet: ein wahrhaft internationaler Wettbewerb. Der für Mai 2020 geplante Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen musste aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF


Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen 2021
 Violine und Kontrabass

Nun  freuen sich die Veranstalter, bereits jetzt auf den Wettbewerb im Jahr 2021 aufmerksam machen zu können. Vom 6. bis 15. Mai 2021  lädt die Musikstadt Markneukirchen herausragende junge Musiker*innen in den Fächern Violine und Kontrabass zum hochkarätigen Leistungsvergleich über vier Runden ein. Den Besten winken erneut attraktive Geldpreise im Gesamtwert von 31.000 Euro sowie Konzertengagements und Sonderpreise. Wie bereits in den Vorjahren hat der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, für 2021 wieder die Schirmherrschaft übernommen.

Bewerbungsfrist endet am 31.01.2021

Die Präsidentschaft liegt in den Händen von Prof. Thomas Selditz – selbst Preisträger des Wettbewerbes 1989 – der diese Funktion im Jahr 2018 von Prof. Julius Berger übernommen hat und nun zum zweiten Mal der hochkarätigen internationalen Jury vorsteht. Mit Prof. Frithjof-Martin Grabner,  Prof. Dorin Marc und Prof. Petru Iuga kehren drei weitere Preisträger früherer Markneukirchener Wettbewerbe als Juroren an den Ort ihres Erfolges zurück.

Internationale Jury –  Violine
Vorsitz Prof. Christian Altenburger Österreich

Prof. Remus Azoitei Rumänien/Großbritannien
Prof. Marianne Piketty Frankreich
Prof. Christoph Schickedanz Deutschland
Prof. Réka Silvay Finnland
Prof. Vilmos Szabadi Ungarn
Prof. Jan Talich Tschechische Republik
Prof. Ulf Wallin Schweden
Prof. Yamei Yu China

Markneukirchen / 44. Internationaler Instrumentalwettbewerb Makneukirchen hier Preistraeger Victor Julien-Laferriere © Ellen Liebner

Markneukirchen / 44. Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen hier Preistraeger Victor Julien-Laferriere © Ellen Liebner

Internationale Jury – Kontrabass
Vorsitz Prof. Frithjof-Martin Grabner Deutschland

Prof. Mette Hanskov Dänemark
Prof. Petru Iuga Rumänien
Prof. Miloslav Jelínek Tschechische Republik
Prof. Marek Kalinowski Polen
Prof. Dorin Marc Rumänien
Prof. Graham Mitchell Großbritannien
Prof. Alexandra Scott Großbritannien
Prof. Dan Styffe Schweden

Alle Informationen zum Wettbewerbsablauf, dem Repertoire beider Fächer und weiteren Bedingungen können über die Homepage des Wettbewerbes www.instrumental-competition.de (link hier) abgerufen werden. An gleicher Stelle steht auch die Online-Anmeldung bereit.

 Bewerbungsfrist – Ende :  31. Januar 2021

Glanzvoller Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbes wird auch 2021 wieder das Preisträgerkonzert mit den Bestplatzierten des Wettbewerbes in den Fächern Violine und Kontrabass am Samstag, dem 15. Mai 2021, 19.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen sein. Die beiden Bestplatzierten präsentieren sich noch einmal mit dem Violinkonzert D-Dur op. 61 von Ludwig van Beethoven oder dem Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 77 von Johannes Brahms sowie dem Konzert Nr. 1 fis-Moll für Kontrabass und Orchester von Giovanni Bottesini. Diese Werke stehen auch in den Finalrunden am 13. Mai (Violine) und am 14. Mai (Kontrabass) auf dem Programm. Die Begleitung wird von der Vogtland Philharmonie Greiz / Reichenbach übernommen. Die weiteren Preisträger stellen im Preisträgerkonzert ihr Können noch einmal mit den herausragendsten Interpretationen aus ihrem Wettbewerbsprogramm unter Beweis.

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Baden-Baden, Festspielhaus, Die Festspiele En Suite – Sommermusiken und Aha-Effekte, 18.07. – 30.08.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

En suite – Die Festspiele Baden-Baden zu Gast in Hotels und dem Museum Frieder Burda

18. Juli bis 30. August 2020 – Beginn des Vorverkaufs am 1. Juli 2020, 10 Uhr unter www.festspielhaus.de

Die Festspiele Baden-Baden finden im Sommer 2020 in Hotels und dem Museum Frieder Burda statt. Unter dem Motto „En suite“ organisiert Intendant Benedikt Stampa mit und für Hotels ein Konzert-Programm mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern sowie fest eingeplanten „Aha-Effekten“ vom 18. Juli bis zum 30. August 2020.

„Wer die Begriffe Baden-Baden, Musik und Hotels zusammenfügt, erzeugt angenehme Bilder in den Köpfen der Menschen“, so Stampa. Der Intendant möchte die durch die Corona-Pandemie erzwungene Spielpause auf diese angenehme Weise beenden. „Wir tasten uns langsam wieder an Live-Veranstaltungen heran – derzeit in kleinem Rahmen, der in Baden-Baden aber auch immer die Begriffe Sicherheit und Wohlergehen mitschwingen lässt“.

Festspielhaus Baden - Baden / Antoine Tamestit à Paris en octobre 2016 © Julien Mignot / harmonia-mundi

Festspielhaus Baden – Baden / Antoine Tamestit à Paris en octobre 2016 © Julien Mignot / harmonia-mundi

Das „En suite“-Festival begrüßt Solistinnen und Solisten wie den französischen Ausnahme-Bratschisten Antoine Tamestit, ein Streich-Trio um den gefeierten österreichischen Geiger Emmanuel Tjeknavorian, die in Baden lebende russische Pianistin Anna Zassimova sowie die international gefeierten Ensembles delian::quartett und das Schumann-Quartett.

Spielorte sind der Maler-Saal des Hotels Maison Messmer, die Orangerie des Brenners Park Hotel sowie das Museum Frieder Burda (in Zusammenarbeit mit dem Hotel „Kleiner Prinz“).

Festspielhaus Baden - Baden / SchumannQuartett © Kaupo Kikkas

Festspielhaus Baden – Baden / SchumannQuartett © Kaupo Kikkas

Die etwa einstündigen Konzerte sind immer mit Erläuterungen zur Musik verbunden. Einige Künstler sprechen selbst über ihre Programme. So setzt die Pianistin und Kunsthistorikerin Anna Zassimova bildende Kunst und Musik zueinander in Beziehung. Zu den Konzerten von Antoine Tamestit, des Trios um Emmanuel Tjeknavorian und des Schumann Quartetts hält Festspielhaus-Dozent Dariusz Szymanski Einführungen.

Der Ferrari der Stradivaris

Den Auftakt des „En Suite“ Festivals macht im Malersaal des Hotels Maison Messmer der international als einer der einzigartigsten Bratschisten Antoine Tamestit. In seinen Konzerten am Samstag 18. Juli, 16 Uhr, und Sonntag 19. Juli, 11 Uhr, stellt er auf reizvolle Weise Werke Johann Sebastian Bachs mit denen seines Zeitgenossen Georg Philip Telemann gegenüber. Festspielhausdozent Dariusz Symanzski wird kurz in das Konzert einführen. Sowohl als Solist, Rezitalist und Kammermusiker ist Antoine Tamestist für seine unübertroffene Technik und die vielgerühmte Schönheit seines farbenreichen Bratschentons bekannt und er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei renommierten Instrumentalwettbewerben, wie bei den New Yorker Young Concert Artists Auditions und dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Auch sein Instrument ist einzigartig: Antoine Tamestist spielt die vielleicht wertvollste Viola der Welt: Er konzertiert auf der 1672 von Stradivari gebaute „Mahler“-Bratsche, die vermutlich erste Viola, die von Stradivari stammt.

Festspielhaus Baden - Baden / Schumann Quartett © Kaupo Kikkas

Festspielhaus Baden – Baden / Schumann Quartett © Kaupo Kikkas

Roll over Beethoven

Das darauffolgende Wochenende, 25. und 26. Juli, steht ganz im Zeichen des Jubilars des Musikjahres 2020: Ludwig van Beethoven. Nachdem das Schumann Quartett im Festspielhaus im Januar das Baden-Badener Publikum begeisterte, darf man sich nun auf ihr Konzert im Museum Frieder Burda freuen. Seit ihrer frühesten Kindheit spielen die drei im Rheinland großgewordenen Brüder Mark, Erik und Ken Schumann zusammen. 2012 ist die in Tallinn geborene und in Karlsruhe aufgewachsene Liisa Randalu als Bratschistin dazu gekommen. Die Vier genießen die nonverbale Kommunikation beim Musizieren: Ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten treten dabei deutlicher hervor, und gleichzeitig entsteht mit jedem Werk, das sie interpretieren, ein gemeinsamer musikalischer Raum, findet eine geistige Metamorphose statt, zu erleben diesmal im Museum Frieder Burda. Ihre Einspielungen sind mehrfach preisgekrönt, so wurde ihr 2017 erschienenes Album „Landscapes“ mit 5 Diapasons ausgezeichnet, war Editor’s choice beim BBC Music Magazine und gewann den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Ihr aktuelles Album „Intermezzo“ wurde mit dem OPUS Klassik 2019 in der Kategorie „Kammermusikeinspielung des Jahres“ ausgezeichnet.

Festspielhaus Baden - Baden / Anna Zassimova © Victoria Page

Festspielhaus Baden – Baden /
Anna Zassimova © Victoria Page

Terra Ikognita

Im Jahr 2017 debütierte Anna Zassimova beim Klavier-Festival Ruhr und hinterließ einen großartigen Eindruck. Die gebürtige Moskauerin, die zugleich Kunsthistorikerin und promovierte Musikwissenschaftlerin ist, hat sich als Meisterin im Heben pianistischer Schätze erwiesen. Besonders die Wiederentdeckung des russisch-französischen Komponisten Georges Catoire ist eng mit ihrem Namen verknüpft. Anna Zassimova, die inzwischen an der Musikhochschule in Karlsruhe unterrichtet, gilt außerdem als herausragende Chopin-Interpretin. Ihre Konzerte am Samstag 8. und Sonntag 9. August im Rahmen des „En suite“-Festivals in der Orangerie des Brenners Hotel soll die Zuhörer in die ferne „Terra Inkognita“ der Komponisten- und Maler-Bohème des Jugendstil- und Fin de siècle der Russischen Kunst entführen. Dabei wird die Bildende Kunst in einen Dialog mit der Musik eintreten, um den Parallelen dieser Schwesterkünste nachzuspüren. Beispielhaft stehen für diese Entwicklung die moderne atonale Aufbaustruktur und die dichten Harmonien von Nikolai Roslawez oder die Sonate von Nikolaj Medtner, in der die traditionellen harmonischen Prinzipien des Komponierens in erlesenster Form ausgearbeitet sind. In der Bildenden Kunst werden vergleichbare Entwicklungen sowohl in den mystischen Bildern von Michail Wrubel vorgestellt als auch in den märchenhaften Motiven von Alexander Benois oder in den poetisierten Darstellungen der russischen Natur von Isaak Levitan. Eine Veranstaltung, die den Besucher über das Hören und Sehen zu einer außergewöhnlichen Wahrnehmung einlädt.

Festspielhaus Baden - Baden / AUSTRIA - Emmanuel Tjeknavorian / © Julia Wesely

Festspielhaus Baden – Baden /
AUSTRIA – Emmanuel Tjeknavorian / © Julia Wesely

Der „Klassik-Tjek“ hoch Drei

Emmanuel Tjeknavorian gilt als einer der gefragtesten jungen Geiger unserer Zeit. Im Festspielhaus Baden-Baden feierte er einen traumhaften Einstand mit dem Violinkonzert von Jean Sibelius unter der Leitung von Riccardo Chailly. In einer Festspiel-Matinee begeisterte er das Publikum im Museum Frieder Burda. Gemeinsam mit Benedict Mitterbauer (Bratsche) und Jeremias Fliedl (Cello) spielt der Geiger mit der eigenen Radio-Sendung beim ORF („Der Klassik-Tjek“) im Rahmen des Baden-Badener „En-Suite“-Festival im Malersaal des Hotels Maison Messmer am 15. und 16. August das Streichtrio Op. 3 von Ludwig van Beethoven sowie Dohnanyis Serenade für Streichtrio.

Festspielhaus Baden - Baden / Delian Quartett © Julia Wesely

Festspielhaus Baden – Baden /
Delian Quartett © Julia Wesely

Kulturbotschafter bis Afrika

Bereits im Jahr seiner Gründung 2007 öffneten sich dem delian::quartett die Türen der großen Häuser und bedeutenden Festspiele. Das Echo auf jene ersten Konzerte katapultierte es praktisch über Nacht mitten in die internationale Konzertwelt. Das Debüt des delian::quartetts 2009 in der Berliner Philharmonie entfachte wahre Begeisterungsstürme und wurde schon nach dem Eröffnungsstück mit stehenden Ovationen aufgenommen. Seither verzeichnet das Ensemble von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierte Auftritte in ganz Europa und – als Kulturbotschafter des Goethe-Instituts – bis nach Afrika. Für das Baden-Badener „En suite-Festival“ bereiten Adrian Pinzaru (Violine), Andreas Moscho (Violine), Lara Albesano (Viola) und Hendrik Blumenroth (Violoncello) zwei verschiedene Programme vor: Am Samstag, 29. August 2020 um 16 Uhr stehen Werke von Schostakowitsch, Schnittke und Haydn auf dem Programm. Am Sonntag, 30. August um 11 Uhr entführen die Musikerinnen und Musiker musikalisch auch nach England, wenn Sie Werke von Byrd und Purcell neben Haydns Streichquartett Op. 33 No. 2 „Der Witz“ stellen und damit das kleine Sommerfestival beenden. Die Mitglieder des delian::quartetts moderieren ihre Konzerte selbst.

Weitere Informationen und Tickets (ab 1.Juli): www.festspielhaus.de

Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101


En Suite – Sommermusiken und Aha-Effekte

Die Festspiele Baden-Baden zu Gast in den Hotels und Museen der Stadt

18. Juli bis 30. August 2020


Samstag, 18.07.2020, 16 Uhr
Maison Messmer Malersaal
Antoine Tamestit
Telemann, Fantasia Nr. 2 C-Dur (Original für Violine: G-Dur), Bach, Cello-Suite Nr. 2 d-Moll, Telemann, Fantasia Nr. 1 Es-Dur (Original für Violine: B-Dur) und Bach, Cello-Suite Nr. 1 G-Dur


Sonntag, 19.07.2020, 11 Uhr
Maison Messmer Malersaal
Antoine Tamestit
Telemann, Fantasia Nr. 2 C-Dur (Original für Violine: G-Dur); Bach, Cello-Suite Nr. 2 d-Moll, Telemann, Fantasia Nr. 1 Es-Dur (Original für Violine: B-Dur)
Bach, Cello-Suite Nr. 1 G-Dur


Samstag, 25.07.2020, 19:30 Uhr
Museum Frieder Burda  – in Kooperation mit dem Hotel Der Kleine Prinz Schumann Quartett
Beethoven, Streichquartett Nr. 3 D-Dur op. 18/3, Beethoven, Streichquartett Nr. 14 cis-Moll op. 131


Sonntag, 26.07.2020; 19:30 Uhr
Museum Frieder Burda  – in Kooperation mit dem Hotel Der Kleine Prinz
Schumann Quartett
Haydn, Streichquartett B-Dur op.1/1 „La chasse“ (Jagdquartett), Beethoven, Streichquartett Nr. 7 F-Dur op. 59/1 „Rasumowsky“


Samstag, 08.08.2020, 17 Uhr
Brenners Hotel, Orangerie
Anna Zassimova
Wassili Kalinnikow, Elégie, Georgy Catoire, Quatre Préludes op. 17, Alexander Skrjabin, Deux Poèmes op. 32, Nikolai Roslawez, Cinque Préludes, Nikolai Medtner, Sonata-Reminiscenza o (Nr. 1 aus: Vergessene Weisen op. 38)
In Verbindung mit bildender Kunst


Sonntag, 09.08.2020, 11 Uhr
Brenners Hotel, Orangerie
Anna Zassimova
Brahms, Fantasien op. 116 , Robert Schumann, Arabeske op. 18, Clara Schumann, Romanze op. 21/1, Liszt, Consolations Nr. 1-3, Chopin, Polonaise, Fantaisie As-Dur op. 61


Samstag, 15.08.2020, 18 Uhr
Maison Messmer, Malersaal
Emmanuel Tjeknavorian, Benedict Mitterbauer Jeremias Fliedl
Dohnanyi, Serenade C-Dur op. 10 für Streichtrio; Beethoven, Streichtrio Es-Dur op. 3


Sonntag, 16.08.2020, 11 Uhr
Maison Messmer, Malersaal
Emmanuel Tjeknavorian, Benedict Mitterbauer Jeremias Fliedl
Schnittke, Polka (Fassung für Streichquartett), Haydn, Streichquartett G-Dur op. 77/1


Samstag, 29.08. 2020,
Brenners Hotel, Orangerie
delian:.quartett
Schostakowitsch, „Theater-Suite“ für Streichquartett aus den Bühnenmusiken op. 32 zu Shakespeares „Hamlet“ und op. 37 zu „Die menschliche Komödie“ nach Balzac, Schnittke, Polka (Fassung für Streichquartett), Haydn, Streichquartett G-Dur op. 77/1


Sonntag, 30.08.2020, 11 Uhr
Brenners Hotel, Orangerie
delian:.quartett
William Byrd „Sing joyfully“ aus Cathedral Music, Volume 2, p. 34 in der Fassung für Streichquartett, „Ave verum corpus“ aus Gradualia I, no. 37 in der Fassung für Streichquartett, Henry Purcell Fantazias Nr. 6 und Nr. 10, Pavane g-Moll in der Fassung für Streichquartett, Klage der Dido „When I am laid in Earth” aus „Dido und Aeneas” in der Fassung für Streichquartett, Chaconne g-Moll in der Fassung für Streichquartett,Joseph Haydn Streichquartett Es-Dur op. 33 Nr. 2 Hob. III: 38 „Der Witz“


Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierungen: Tel. 07221 / 30 13 101

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—


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Markneukirchen, 55. Instrumentalwettbewerb 2020 – Horn und Tuba, IOCO Aktuell, 18.01.2020

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Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

55. Instrumentalwettbewerb 2020 – In den Startlöchern

7. – 16. Mai 2020  –  Horn und Tuba

Für junge Hornistinnen und Hornisten aus aller Welt ging am 10. Januar 2020 die Anmeldefrist für den diesjährigen 55. Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen zu Ende. Und erneut können sich die Veranstalter über ein großes internationales Interesse am hochkarätigen Leistungsvergleich in der vogtländischen Musikstadt freuen. Alle 99 Bewerber im Alter zwischen 17 und 30 Jahren konnten direkt ohne Vorauswahl zum Wettbewerb zugelassen werden. Sie stammen aus 27 Ländern von fünf Kontinenten und sind nun herzlich eingeladen, vom 7. bis 16.Mai 2020 ihr Können in den vier öffentlichen Wettbewerbsrunden zu präsentieren. Wie bereits beim letzten Hornwettbewerb vor vier Jahren bilden Teilnehmer aus Deutschlandmit 20 Bewerbern die größte Gruppe, gefolgt von Spanien und Österreich. Neu im Länderspiegel dieses Faches sind Estland und Lettland. Für das Fach Tuba läuft die Meldefrist noch bis zum 31. Januar 2020.

Fach Horn: 99 Bewerbungen aus 27 Ländern 

Wie bereits in den Vorjahren hat der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, auch für 2020 wieder die Schirmherrschaft übernommen. Die Präsidentschaft liegt in den Händen von Prof. Christian Lampert – selbst Preisträger des Markneukirchener Hornwettbewerbes 1988 – der diese Funktion im Jahr 2018 vom langjährigen Präsidenten Prof. Peter Damm übernommen hat und nun erstmalig der hochkarätigen internationalen Jury vorsteht. Mit Prof. Raimund Zell und Prof. Szabolcz Zempléni kehren zwei weitere Preisträger früherer Markneukirchener Hornwettbewerbe als Juroren an den Ort ihres Erfolges zurück. Unter Leitung von Prof. Christian Lampert werden international anerkannte Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen in der Fachjurywirken. Dazu gehören im Bereich Horn Prof. Mag. Johannes Hinterholzer, Österreich als Fachjuryvorsitzender, Alec Frank-Gemmill, Großbritannien, Prof. Thomas Hauschild, Deutschland, Prof. Marie-Luise Neunecker, Deutschland, Prof. Frøydis Ree Wekre, Norwegen, Prof. Raimund Zell, Deutschland und Prof. Szabolcs Zempléni, Ungarn.

Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen / Preisträger Viola 2013: (v.l.n.r.) Hiyoli Togawa (2. Preis, Japan), Manuel Vioque-Judde (3. Preis, Frankreich), Kyoung Min Park (3. Preis, Südkorea) © Ellen Liebner

Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen / Preisträger Viola 2013: (v.l.n.r.) Hiyoli Togawa (2. Preis, Japan), Manuel Vioque-Judde (3. Preis, Frankreich), Kyoung Min Park (3. Preis, Südkorea) © Ellen Liebner

Die Preisträger erwarten neben den Geldpreisen, die in diesem Jahr für die beiden Fächer Horn und Tuba u.a. von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Volksbank Vogtland, der Firma Jürgen Voigt · Meisterwerkstatt für Metallblasinstrumente, der Merkur Bank Markneukirchen sowie dem Verein Internationaler Instrumentalwettbewerb Markneukirchen gestiftet werden, auch Konzertengagements z.B. mit der Chursächsischen Philharmonie, sowie ein Publikumspreis, gestiftet von der Sparkasse Vogtland. Unterstützt wird der Wettbewerb darüber hinaus auch durch weitere Institutionen und Unternehmen der Region wie die Stadt Markneukirchen, eins energieund die Stiftung der Sparkasse Vogtland.

Neben den vier Wettbewerbsrunden in beiden Fächern, die allen Interessierten offen stehen, können die Besucher abwechslungsreiche Rahmenveranstaltungen erleben. Eröffnet wird der Wettbewerb mit einem Konzert des Sinfonieorchesters Markneukirchengemeinsam mit dem Grenland Symfoniorkester aus Norwegen am Freitag, den 8. Mai 2020. Solisten des Abends werden der polnische Kontrabassist Marek Romanowski (Preisträger IIW 2015) sowie die koreanische Pianistin Subin Choi sein. Sie präsentieren sich mit dem Kontrabasskonzert von Johann Baptist Vanhal bzw. Edward Griegs Klavierkonzert. Auf dem Programm des Abends stehen außerdem Griegs Suite Sigurd Jorsalfar sowie Slawische Tänze von Antonín  Dvorák und drei Tänze aus Bedrich Smetanas Oper Die verkaufte Braut. Eintritt: VVK 16,-/13,-Euro, AK18,-/15,-Euro. Traditionell präsentiert sich am darauffolgenden Dienstag, den 12. Mai 2020, das Blasorchester Markneukirchen, mit einem abwechslungsreichen Konzert ebenfalls in der Musikhalle Markneukirchen.

Während der Wettbewerbstage wird es wieder mehrfach Gelegenheit geben, Einblicke in den Musikinstrumentenbau der Region (Foto unten) zu erhalten. So bietet die Erlebniswelt Musikinstrumentenbau jeweils mittwochs 14.30 Uhr Schauvorführungen in den Erlebniswerkstätten an. Passend zum Jahr der Industriekultur in Sachsen widmet das Musikinstrumenten-Museum Markneukirchen seine diesjährige Sonderausstellung dem Thema „Industriekultur MUSIMA – Ausgewählte Gitarren aus der über 50-jährigen Geschichte“. Eröffnet wird die Sonderschau am 9. Mai 2020 um 15.30 Uhr. Mit dem festlichen Preisträgerkonzert erreichen die Wettbewerbstage schließlich am 16. Mai 2020 um 19.00 Uhr ihren abschließenden Höhepunkt.

Die Bestplatzierten der Fächer Horn und Tuba präsentieren sich erneut mit herausragenden Interpretationen aus dem Wettbewerbsprogramm. Dabei werden u.a. das Tuba-Konzert von Edward Gregson sowie York Bowens Horn-Konzert in Begleitung der Clara-Schumann-Philharmoniker zu hören sein. Beide Werke stehen auch in den Finalrunden am 14. Mai (Tuba) und am 15. Mai (Horn) auf dem Programm.

Der Eintritt für das Preisträgerkonzertbeträgt 8 €/10 Euro im Vorverkauf. Karten für die Finalrunden sind an der Abendkasse für 3 Euro erhältlich. Weitere Informationenerhalten Sie im Sekretariat des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen, Tel.: 037422/41160, Fax: 037422/41169, E-Mail: Instrumentalwettbewerb@markneukirchen

Markneukirchen – Ort mit großer Musiktradition

Markneukirchen ist schön. Doch die musikalische Tradition des Ortes ist spektakulär: Reizvoll auf dem westlichen Elstergebirge Sachsens gelegen, im oberen Vogtland nahe Tchechien, besitzt Markneukirchen eine ungewöhnliche Spezialität: Um 1200 gegründet wird der Ort nach seinem Gründer Albertus Nothaft de Wildestein Nothaft genannt. Stadtrechte erhielt das Örtchen Nothaft bereits 1360. 1405 erstmals als Markt Neukirchen amtlich erwähnt, besaß es als „Amtsstädtchen“ schon früh Sitz und Stimme im „kursächsischen Landtag“.

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Überregionale Bedeutung gewinnt das kleine Örtchen ab 1658, als protestantische Glaubensflüchtlinge den Geigenbau in die Stadt bringen. 12 Geigenbauer gründen 1677 die erste Geigenmacherinnung, 1750 beginnt der Bogenbau, 1777 gründen Saitenmacher die erste Saitenmacherinnung. 1797 schließen sich Waldhorn- und Pfeifenmacher zur „Musikalischen Blas,- Instrumentenmachergesellschaft“ zusammen. Um 1800 werden Gitarren gebaut; Zithern und Mandolinen folgen bald. 1834 wird in Markneukirchen die erste Musikschule Deutschlands gegründet. Auch die Martin-Trompete (Schalmei) wird 1905 in Markneukirchen entwickelt.

Der Markneukirchner Musikwettbewerb wird im jährlichen Wechsel zwischen Streich- und Blasinstrumenten (jeweils zwei Instrumente) ausgetragen und dient der Nachwuchsförderung junger Instrumentalisten. Er steht auf hohem künstlerischen Niveau und wird von der Fachwelt als bedeutsames Ereignis angesehen. Vordere Plätze bedeuten fast immer für die Teilnehmer den Sprung in die Internationalität und werden als Gütesiegel gewertet.

—| IOCO Aktuell Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen |—


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