Zürich, Opernhaus Zürich, Musik-Festival mit internationalen Künstlern, 04.07. – 12.07.2020

Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Finale   Das grosse Musik-Festival zum Abschluss der Saison 2019/20

Erleben Sie endlich wieder Musik live! Nach der Corona-bedingten Schliessung des Opernhauses in den letzten Monaten öffnen wir unsere Türen am Sechseläutenplatz wieder für Sie. Mit der Unterstützung unserer Partner Credit Suisse und UBS veranstalten wir von Samstag, 4. Juli bis Sonntag, 12. Juli das Festival Finale. Noch vor der Sommerpause werden internationale Künstlerpersönlichkeiten auf der Opernbühne die wieder gewonnene Freiheit feiern. Mit vier Liederabenden und fünf Konzerten laden wir Sie bei stark vergünstigten Eintrittspreisen täglich dazu ein, Musik gemeinsam live zu erleben.

Alle Tickets zum Einheitspreis von CHF 50 / CHF 35 können ausschliesslich online unter www.opernhaus.ch oder telefonisch unter +41 44 268 66 66 erworben werden. Aufgrund der reduzierten Platzkapazität durch die Corona-Schutzmassnahmen, ist die Ticketanzahl auf maximal 2 Karten pro Person begrenzt. Für jede Veranstaltung gibt es einen gesonderten Vorverkaufsstart.


Festival-Programm


Samstag 4. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Montag 15. Juni)
Philharmonisches Konzert unter der Leitung von Fabio Luisi 
Programm:
«Metamorphosen» für 23 Solo-Streicher, Es-Dur von Richard Strauss
«Verklärte Nacht», op.4, Fassung für Streichorchester von Arnold Schönberg


Sonntag 5. Juli 2020, 11.15 Uhr
(Vorverkaufsstart: Montag 15. Juni)
Philharmonisches Konzert unter der Leitung von Fabio Luisi 
Programm:
«Metamorphosen» für 23 Solo-Streicher, Es-Dur von Richard Strauss
«Verklärte Nacht», op.4, Fassung für Streichorchester von Arnold Schönberg


Montag 6. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Dienstag 16. Juni)
Liederabend mit Sabine Devieilhe & Benjamin Bernheim 
Carrie-Ann Matheson, Klavier
Programm:
Lieder, Arien und Duetten von Gaetano Donizetti, Jules Massenet, Henri Duparc, Léo Delibes, Jacques Of-fenbach u.a.


Dienstag 7. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Mittwoch 17. Juni)
Liederabend mit Thomas Hampson
Wolfram Rieger, Klavier
Programm:
Lieder von Gustav Mahler (zu seinem 160. Geburtstag), Aaron Copland, John Corigliano, Stephen Foster, Henry Burleigh, Michael Daugherty, Jennifer Higdon u.a.


Mittwoch 8. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Donnerstag 18. Juni)
Liederabend mit Diana Damrau
Xavier de Maistre, Harfe
Programm:
Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Sergei Rachmaninow, Franz Liszt, Reynaldo Hahn, Maurice Ravel, Henriette Renié, Francis Poulenc


Donnerstag 9. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Freitag 19. Juni)
Konzert mit Julie Fuchs und dem Orchestra La Scintilla
Riccardo Minasi, Violine und musikalische Leitung
Programm:
Arien, Ouvertüren und Konzerte von Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel


Freitag 10. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Freitag 19. Juni)
Liederabend mit Javier Camarena 
Enrico Maria Cacciari, Klavier
Programm:
Arien von Gaetano Donizetti, Vincenzo Bellini, Giuseppe Verdi, Edouard Lalo


Samstag 11. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Freitag 19. Juni)
Operettengala mit Camilla Nylund und Piotr Becza?a
Philharmonia Zürich unter der Leitung von Fabio Luisi
Programm:
Arien, Duette und Ouvertüren aus «Die lustige Witwe» und «Das Land des Lächelns» von Franz Lehár, «Die Fledermaus» von Johann Strauss oder «Gräfin Mariza» von Emmerich Kálmán


Sonntag 12. Juli 2020, 18 Uhr
(Vorverkaufsstart: Freitag 19. Juni)
Operettengala mit Camilla Nylund und Piotr Becza?a
Philharmonia Zürich unter der Leitung von Fabio Luisi
Programm:
Arien, Duette und Ouvertüren aus «Die lustige Witwe» und «Das Land des Lächelns» von Franz Lehár, «Die Fledermaus» von Johann Strauss oder «Gräfin Mariza» von Emmerich Kálmán

—| Pressemeldung Oper Zürich |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Mittsommer-Operngala – live im Autokino, 19.06.2020

Juni 5, 2020 by  
Filed under IOCO Aktuell, Konzert, Pressemeldung

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Mittsommer-Operngala –  live im Autokino

 Rheinoper feiert erstes große Opern-Event nach Corona-Lockdown

Premiere im Autokino Düsseldorf: Nach drei Monaten coronabedingter Spielpause feiert die Deutsche Oper am Rhein am Freitag, 19. Juni, um 22.00 Uhr das erste große Opern-Event auf dem Messeparkplatz P1 im Autokino Düsseldorf. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober präsentieren sieben Stars aus dem Opernensemble, die Düsseldorfer Symphoniker und Mitglieder des Chors der Deutschen Oper am Rhein eine stim­mungs­volle Mittsommernacht mit Arien und Ausschnitten aus beliebten Opern wie Carmen, Il barbiere di Siviglia, La traviata und Nabucco.

Das Live-Erlebnis wird von der Bühne auf die große Kino-Leinwand, der Klassik-Sound ins Autoradio übertragen. Die Deutsche Oper am Rhein realisiert diesen Opernabend dank der Unterstützung ihres Freundeskreises und in Zusammenarbeit mit D.LIVE als städtischem Betreiber des Autokinos. Mehr als 70 Mitwirkende sind auf der Bühne und im Orchester dabei – 500 Autos mit maximal fünf Personen finden Platz. Tickets für 50 € pro Auto sind ausschließ­lich online über www.autokino-duesseldorf.de und www.operamrhein.de erhältlich. Sollte es regnen, findet das Konzert trotzdem statt – mit einer Schlechtwetter-Variante ist vorgesorgt.

Deutsche Oper am Rhein / Autokino Düsseldorf @ DLIVE

Deutsche Oper am Rhein / Autokino Düsseldorf @ DLIVE

Sieben Stars aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein präsentieren ein „Best of“ der Opernliteratur, darunter die große Arie der Violetta aus Verdis La traviata, gesungen von Adela Zaharia, Szenen aus Bizets leidenschaftlicher Carmen mit Ramona Zaharia, Eduardo Aladrén und Bogdan Baciu und virtuose Höhepunkte aus Rossinis Il barbiere di Siviglia und Donizettis Linda di Chamounix mit Maria Kataeva, Elena Sancho Pereg und Bogdan Talo. Schließlich stimmt der Chor der Deutschen Oper am Rhein VerdisVa, pensiero“ und gemeinsam mit Eduardo Aladrén das berühmte „Nessun dorma“ von Puccini an.

„Die Idee zur ‚Operngala im Autokino‘ kam mir spontan, als ich vor kurzem als Besucher im Autokino war“, sagt Generalinten­dant Christoph Meyer, „eine außergewöhnliche Location mit toller Atmosphäre! Für uns alle sicher eine völlig neue, spannende Erfahrung und Herausforderung, aber in diesen besonderen Zeiten gilt es auch Neues zu wagen, und wir freuen uns sehr darauf, auf diese Weise gemeinsam mit den Zuschauern unsere Solisten, unseren Chor und die Düsseldorfer Symphoniker wieder live mit großer Oper erleben zu können.“

Solange eine Rückkehr auf die Bühne des Opernhauses noch nicht möglich ist, wird die Zeit dort unter anderem für die Erneuerung der Bühnentechnik und der Inspi­zienten­anlage genutzt. Das der aktuellen Situation ange­pass­te Programm zum Saisonstart im September stellt die Deutsche Oper am Rhein in der letzten Juni-Woche vor.


Mittsommer-Operngala live im Autokino Düsseldorf am 19. Juni 2020


Musikalische Leitung: Axel Kober
Maria Kataeva, Elena Sancho Pereg, Adela Zaharia, Ramona Zaharia, Eduardo Aladrén, Bogdan Baciu, Bogdan Talo  //  Chor der Deutschen Oper am Rhein  //  Düsseldorfer Symphoniker

Georges Bizet (1838-1875)
CARMEN  –  Vorspiel 1. Akt  –  Düsseldorfer Symphoniker

Habanera der Carmen  –  „L’amour est un oiseau rebelle“
Ramona Zaharia, Chor der Deutschen Oper am Rhein

Arie des Escamillo  –  „Votre toast, je peux vous le rendre”
Bogdan Baciu, Ramona Zaharia (Carmen), Elena Sancho Pereg (Frasquita), Maria Kataeva (Mercedes), Chor

Finale 2. Akt  –  „Non, tu ne m’aimes pas!…Que dis-tu?”  –  Ramona Zaharia (Carmen), Eduardo Aladrén (Don José), Elena Sancho Pereg (Frasquita), Maria Kataeva (Mercedes), Chor

Gioachino Rossini (1792-1868)
Il barbiere di Siviglia  –  Cavatina des Figaro  –  „Largo al factotum”
Bogdan Baciu

Duett Rosina – Figaro  –  „Dunque io son… Tu non m’inganni”
Maria Kataeva, Bogdan Baciu

Arie des Don Basilio  –  „La calunnia“  –  Bogdan Talo


Gaetano Donizetti (1797-1848)
LINDA DE CHAMOUNIX

Arie der Linda
„O luce di quest’anima“
Elena Sancho Pereg

Giuseppe Verdi
LA TRAVIATA  –   Arie der Violetta  –  „È strano… Sempre libera“
Adela Zaharia (Violetta), Eduaro Aladrén (Alfredo)

Giuseppe Verdi (1813-1901)
NABUCCO  –  Ouvertüre

Szene des Zaccaria
„Sperate, o figli“  –  Bogdan Talo (Zaccaria), Eduardo Aladrén (Ismaele), Chor der Deutschen Oper am Rhein

Gefangenenchor  –  „Va, pensiero, sull‘ ali dorate“
Chor der Deutschen Oper am Rhein

Léo Delibes (1836-1891)
Lied „Les Filles de Cadiz“  –  Adela Zaharia

Ruperto Chapí y Lorente (1851-1909)
Las hijas del Zebedeo  –  Romanze „Las Carceleras“  –  Maria Kataeva

Giacomo Puccini (1858-1924)
TURANDOT  –  Arie des Calaf  –  „Nessun dorma”
Eduardo Aladrén, Damenchor der Deutschen Oper am Rhein

Giuseppe Verdi
LA TRAVIATA  –  Brindisi „Libiamo ne’ lieti calici”  –  alle

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Münster, Theater Münster, Spielplan 2020/21 – Die Walküre, Julius Caesar .., IOCO Aktuell, 11.04.2020

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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

2020/21 Theater Münster : Verführerisches in allen Sparten

von Hanns Butterhof

Das Coronavirus hat auch das Theater Münster erreicht, das deshalb mindestens bis zum 19.4. einschließlich geschlossen bleibt. Prominentestes Corona-Opfer sind die Musica Sacra, die auf Pfingsten 2022 verschoben sind. Ob der Spielplan am 20.4. überhaupt wieder aufgenommen wird und die fast vollständig zur Premierenreife gebrachten Stücke wie Kleists Prinz Friedrich von Homburg noch im letzten Monat dieser Spielzeit aufgeführt oder in die neue Spielzeit verschoben werden, steht Stand heute, 6.4.2020, noch nicht fest ;IOCO wird aktuell über die weitere Entwicklung berichten.

Am Spielplan für die kommende Spielzeit 2020/21 soll festgehalten werden……

Zwei Besonderheiten prägten die Spielplan-Vorstellung für die Spielzeit 2020/21 am Theater Münster: Die erste, dass Marielle Murphy, am Klavier begleite von Stefan Veselka, mit einer Arie aus Leonard Bernsteins Oper Candide schon auf das kommende Opernprogramm einstimmte und dabei die Fähigkeiten der Presseleute zum geduldigen Zuhören austestete. Die zweite bestand darin, dass das Programm nicht nach Sparten getrennt, sondern in chronologischer Abfolge vorgestellt wurde. Damit sollte teils stolz, teils doch etwas larmoyant auf die Mühen verwiesen werden, die es macht, einen solchen Spielplan zu entwerfen, und auf die Bezüge hinweisen, die sich zwischen den Sparten ergeben. So gibt es etwa im Musiktheater ein Preußisches Märchen von Boris Blacher, den man mit „Concertante Musik op.10“ im 5. Sinfoniekonzert wiederfindet. Und wer in Richard Wagners Walküre genau hingehört hat, darf sich im 7. Sinfoniekonzert auf einen Widerhall in Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 A-Dur op.141 freuen.

Theater Münster / Das Leitungsteam vl. Intendant Dr.Ulrich Peters, Tanztheater: Hans Henning Paar, Schauspiel Frank Behnke, Oper: Susanne Ablaß, Jugendtheater-Dramaturgin Monika Kosik, Verwaltung: Rita Feldmann: GMD Golo Berg © Hanns Butterhof

Theater Münster / Das Leitungsteam vl. Intendant Dr.Ulrich Peters, Tanztheater: Hans Henning Paar, Schauspiel Frank Behnke, Oper: Susanne Ablaß, Jugendtheater-Dramaturgin Monika Kosik, Verwaltung: Rita Feldmann: GMD Golo Berg © Hanns Butterhof

Ein durchgängiges Motto gibt es auch für die Spielzeit 2020/21 nicht; ein paar Schwerpunkte zeichnen sich doch ab. So ist das Schauspiel, wie Schauspieldirektor Frank Behnke erläutert, recht aktuell politisch orientiert. Dafür stehen Stücke wie Shakespeares Julius Caesar, das mit dem Text Die Politiker von Wolfram Lotz konfrontiert wird, oder Heinar Kipphards Bruder Eichmann, zu dem Lukas Hammerstein neue, aktuelle Analogie-Szenen verfassen wird. Geplant ist auch ein neues Stück von Annalena und Konstantin Küspert, die sich nach dem Reichsbürger und dem schwachen Bundesbürger dann dem Mitbürger widmen sollen.

Schwergewichte wie Goethes Faust, Tschechows Die Möwe und Storms Der Schimmelreiter in einer Bearbeitung des unermüdlich bearbeitenden John von Düffel zielen auf ein sich breitmachendes Endzeitgefühl.

Auch die Komödie kommt nicht ganz zu kurz: Felicia Zeller zeigt in Der Fiskus den normalen Wahnsinn einer deutschen Bürokratie, den man ihr gerne, aber nicht unbesehen glaubt.

Schwergewichtiges hat auch das Musiktheater zu bieten, ganz obenauf Wagners Die Walküre als Bruchstück des Ring des Nibelungen, wegen ihrer musikalischen Qualität, wie Operndirektorin Susanne Ablaß, und des kleinen Etats wegen als Solitär, wie Verwaltungsdirektorin Rita Feldmann erläutern. Donizettis Lucia di Lammermoor gehört noch in diese Kategorie, und Überraschendes bietet sich mit der Comic Operetta Candide von Leonard Bernstein, der Ballettoper Preußisches Märchen, in der man aber nicht unbedingt Ballett erwarten muss, und der Ausgrabung der Musikalischen Tragödie Argenore der Wilhelmine von Bayreuth, die sich darin ihr Leiden unter ihrem Vater, dem „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I., von der Seele komponiert haben könnte – die schwärzeste ihm bekannte Barockoper, wie Intendant Ulrich Peters beteuert. Er wird auch das obligatorische Musical der Spielzeit inszenieren, James Magruders Triumph der Liebe nach Pierre de Marivaux.

Seiner Neigung zu großen Themen gibt Tanzchef Hans Henning Paar mit dem Tanzabend Johannespassion zu Johann Sebastian Bachs Musik nach, auch formal groß durch den live- Einsatz von Chor und Orchester. Es geht, wie Paar verrät, um nichts Geringeres als um das Verhältnis von Religion und Politik, die Spaßgesellschaft und letztlich um die Sinnhaftigkeit des Lebens. Das Religiöse spielt auch in seinem zweiten Tanzabend Copy-Lia eine Rolle, in dem es um den Mensch geht, der Gott spielt, wenn er einen künstlichen Menschen erschaffen möchte.

Als Gastregisseurin dieser Spielzeit befasst sich Lenka Vagnerová in Gossip mit der Macht von Gerüchten und fake news.

Musical Komödie SUGAR – MANCHE MÖGEN’S HEISS – 2020/21
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Das Junge Theater hat wieder ein buntes Programm; für Kinder ab 2 Jahre gibt es mit Krixlkraxl XXL eine Abenteuerreise, 12- bis 14-Jährige können sich an dem Musical Fame mit der Musik von Steve Margoshes oder dem Schauspiel Das Gesetz der Schwerkraft von Olivier Sylvestre erfreuen. Im Trend liegen Themen wie etwa Gendergerechtigkeit in Robin Hood, der in der Bearbeitung von – wie auch anders – John von Düffel ein starkes Mädchen zur Seite gestellt bekommt, oder Diversität, mit der sich Das Gesetz der Schwerkraft befasst. Flucht, Identität und die Sehnsucht, berühmt zu sein, sind nach Einschätzung von Jugendtheater-Dramaturgin Monika Kosik die Themen der Jugendlichen und daher zu Recht auch die des Jugendtheaters in der kommenden Spielzeit.

Im Beethovenjahr kommt Ludwig van Beethoven tatsächlich nur in den ersten drei der zehn Sinfoniekonzerte vor, mit der Schauspielmusik zu Egmont im 1., der „Sinfonie Nr.5 c-Moll op. 67“ im 2. und dem „Tripelkonzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56“ im 3. Sinfoniekonzert. Generalmusikdirektor Golo Berg stellt ein weitgefächertes Programm von Barock über die Wiener Klassik mit Mozart über die Romantik mit Robert Schumann bis hin zur Moderne mit György Ligeti vor, nicht ohne besonders auf das 6. Sinfoniekonzert zu verweisen, in dem Stefan Veselka „Ma Vlast“ („Mein Vaterland“) von Bedrich Smetana dirigieren wird.

Dem Theater Münster ist für die restliche Spielzeit 2019/20 wie auch für die kommende Spielzeit 2020/21 die Aufmerksamkeit und Treue des Publikums zu wünschen, die es in allen seinen Sparten verdient. IOCO wird über die weitere Entwicklung aktuell berichten.

Schauspiel Der gute Mensch von Sezuan – zur Zeit auf dem Spielplan
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  2020/21 – Premieren – Theater Münster


 Musiktheater


19. September 2020  CANDIDE  –  Comic Operetta von Leonard Bernstein

12. Dezember 2020  – DIE WALKÜRE  –  Musikdrama von Richard Wagner

 23. Januar 2021 –   LUCIA DI LAMMERMOOR  – Gaetano Donizetti

13. Februar 2021 –  TRIUMPH DER LIEBE  – TRIUMPH OF LOVE  –  Musical von Magruder, Stock & Birkenhead

13. März 2021 – PREUßISCHES MÄRCHEN  –  Ballettoper von Boris Blacher

8. Mai 2021 –  GHARGENORE  – Musikalische Tragödie – Wilhelmine von Bayreuth


Schauspiel


28. August 2020  –   JULIUS CAESAR / DIE POLITIKER –  Schauspiel von William Shakespeare / Wolfram Lotz

 29. August 2020  –  FAUST, DER TRAGÖDIE ERSTER TEIL – Johann Wolfgang von Goethe

2. Oktober 2020  –  DEUTSCHE FEIERN ­ UA  –  Schauspiel – Lars Werner | KH

7. November 2020 –  DIE MÖWE – Komödie von Anton Tschechow   | GH

18. Dezember 2020  –  DER FISKUS   Komödie von Felicia Zeller   | KH

 26. Februar 2021  –  ALTE SORGEN (AT) ­ UA  – Schauspiel von Maria Milisavljevic | KH

 17. April 2021 –  DER SCHIMMELREITER  –  Schauspiel nach Theodor Storm | GH

 6. Mai 2021 – BRUDER EICHMANN  –  Dokumentarstück von Heinar Kipphardt   | KH


Tanztheater


17. Oktober 2020 – JOHANNESPASSION ­ UA  –  Tanzabend von Hans Henning Paar

15. Januar 2021 – GOSSIP ­ NF  –  Tanzabend von Lenka Vagnerova    | KH

21. Mai 2021 –  COPY-LIA ­ UA  –  Tanzabend von Hans Henning Paar    | KH

26. Juni 2021  –  DANCE LAB ­ UA  –  Choreografien von Mitgliedern des Tanztheaters  | Ballettsaal


Junges Theater


20. September 2020 –  DER ZINNSOLDAT UND DIE PAPIERTÄNZERIN  –  Kinderstück von Roland Schimmelpfennig frei nach Hans Christian Andersen   | KH

15. November 2020  –  ROBIN HOOD  –  Nach einer wahren Legende, John von Duffel 

29. Januar 2021 –  FRANKENSTEIN  –  Schauspiel nach Mary Shelley   | KH

21. Marz 2021 –  THE ARRIVAL (AT) – Stückentwicklung | Inspiriert von dem gleichnamigen Bilderbuch von Shaun Tan    | KH

11. April 2021 –  FAME  –  Musical nach einer Idee von David De Silva  –  Musik von Steve Margoshes | Buch von Jose Fernandez  | KH

—| IOCO Aktuell Theater Münster |—

Wuppertal, Oper Wuppertal, Der Liebestrank – Gaetano Donizetti, IOCO Kritik, 04.03.2020

März 4, 2020 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Wuppertaler Bühnen

Wuppertaler Bühnen

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

Opernhaus Wuppertal © Andreas Fischer

DER LIEBESTRANK    Gaetano Donizetti

BELCANTO – umrahmt von bunten Gags, Show, Revue

von Viktor Jarosch

Gaetano Donizetti (1797–1848) war ein ungewöhnlicher Komponist: In seiner kurzen Schaffenszeit von 1818 – 1843 komponierte er über 70 Opern, Messen, Kantaten, Sonaten: die großen Städte in Italien hatten damals mehrere große Theater, welche  beständig neue Werke bei etablierten Komponisten einforderten. In heftiger Konkurrenz mit Vincenco Bellini (1801–1835) schuf Donizetti eine musikalische Brücke zwischen Gioacchino Rossini und Giuseppe Verdi und gestaltete den Weg vom modischen Belcanto zur differenzierenden musikalischen Charakter-Dramatik. Doch erst im September 1830, mit seiner 32sten Oper Anna Bolena, Librettist Felice Romani, wurde Donizetti bekannt. Sechs Opern später, im Mai 1832, mit der in nur drei Wochen entstandenen komödiantischen Oper L´Elisir d´amore, Der Liebestrank, gelang ihm der überregionale Durchbruch. Donizetti wurde – über Nacht – weltberühmt. Der große Erfolg überraschte selbst Donizetti. Der Liebestrank gehört seither zu den meist gespielten Werken in aller Welt, auf großen wie kleinen Bühnen.

Oper Wuppertal / Der Liebestrank - hier : die über die Mühen des Alltags klagenden Menschen © Bjoern Hickmann

Oper Wuppertal / Der Liebestrank – hier : die über die Mühen des Alltags klagenden Menschen © Bjoern Hickmann

„Meistermacher“ des Liebestrank war wie bei Anna Bolena neben Donizetti auch Librettist Felice Romani.  Romani suchte beständig nach neuen Sujets für Donizetti und den schnelllebigen italienischen Opernmarkt. Das spritzige Libretto des französischen Dramaturgen Augustin Eugène Scribe begegnete ihm; Daniel Auber hatte daraus die in Frankreich erfolgreiche Oper Le Philtre geschrieben. Romani übernahm das Libretto nahezu wörtlich ins italienische, füllte es mit „Buffo-Arien“, welche Donizetti filigran komponierte, und instrumentierte: Fertig war L´Elisir d´amore!

Berthold Schneider, Intendant und ex-Chefdramaturg der Oper Wuppertal, suchte für „seinen“   Liebestrank eine lebendige, facettenreiche  Opern-Show zwischen Kitsch und Kunst, ohne den „Staub einfachen Dorflebens“. In dem Österreicher Stephan Prattes fand Schneider „seinen“ Regisseur: im Genre Musical zu Hause, mit Shows im Berliner Friedrichstadtpalast und  dem Tipi am Kanzleramt wie in Wien seit Jahren erfolgreich. Show- und Revuecharakter prägt denn auch die Wuppertaler Inszenierung; Kostüme Heike Seidler, Dramaturgie David Greiner. Gepriesen sei bereits hier der vielseitige Einsatz des Opernchor der Wuppertaler Bühnen. Regisseur Prattes entführte Donizettis Oper aus der Bauernwelt in städtisches Leben: mit modernem Charme  und Witz, mit lebensfrohen Bezügen zu Wuppertal. Die anspruchsvolle Belcanto – Oper wird in allen Partien aus eigenen Reihen und vorzüglich besetzt: erneutes Kompliment an die Wuppertaler Stadtoberen und Berthold Schneider. Vor wenigen Jahren hatten sie in einer mutigen Entscheidung gegen ein Stagionesystem und für ein Repertoiresystem mit eigenem Ensemble für die Oper Wuppertal votiert. Dies eigene Ensemble der Oper Wuppertal war in Liebestrank,  einer anspruchsvollen Belcanto-Oper, hörbarer Beweis für Richtigkeit der komplexen ehemaligen Entscheidung, für die Zukunftsfähigkeit der Oper Wuppertal.

Oper Wuppertal / Der Liebestrank - hier Belcore besingt seine Adina - Belcanto pur © Bjoern Hickmann

Oper Wuppertal / Der Liebestrank – hier Belcore besingt seine Adina – Belcanto pur © Bjoern Hickmann

L‘elisir d‘amore und das Wort SEDUZIONE ist in der Wuppertaler Inszenierung stets präsent: zur Ouvertüre auf den Bühnenvorhang projiziert; oft auch im Himmel des  Bühnenbildes abgebildet, erstes Foto. Es weist auf die stets gegenwärtigen, vielfältigen Verlockungen und Verführungen unseres Lebensalltags. Das erste Bild: Ein unspektakulär hoher sattgrüner Raum mit schwarzen Sockeln, auf denen sich Giannetta und in vielfältiger Kleidung die – hier – städtische Bevölkerung findet und mit ihren Klagen über die Mühen des Lebensalltags: „Bel conforto al mietitore …“ („Vor des Tages Hitz und Schwüle .“) und der Opernchor  den Belcanto wunderbar zum Klingen bringt. Nemorino, zu Beginn noch schüchterner junger Mann in kurzer Hose, in seiner ersten Arie „Quanto e bella, quanto e cara!..“ („welche Schönheit, welche Reize ..“) mit junger Tenorstimme von der ein Buch lesenden Adina schwärmt, während diese, hier noch in jugendlichem Kleid, aus ihrem Buch vorliest: „Della crudele Isotta il bel Tristano ardea …“ („Tief von Idoldens Reizen war Tristans Herz getroffen…“) von jener alten Sage um Tristan und Isolde und fragt, ob der „Wundermann“ noch lebe, welcher damals den Liebestrank schuf.

Der dann mit seinen Soldaten in bunten, wenig kampflüstern wirkenden Uniformen einmarschierende Sergeant Belcore, später elegant oder im Bademantel mit Revolver formt in vielen Episoden und Gags den Show-Charakter der Inszenierung, deren unernst verspielten Geist. Gemeinsam mit dem Quacksalber Dulcamara, welcher dem liebeskranken Nemorino eine Flasche als Liebestrank verkauft, welche er kurz zuvor einem am Boden liegenden Obdachlosen geraubt hatte.

Gags: In Erinnerung an die 1950 aus der Wuppertaler Schwebebahn gestürzte Elefantenkuh Tuffi  begleiten Elefanten die Inszenierung in vielen Facetten: als kleines Plüschtier, als tanzendes Elefantenensemble,  als riesiger Elefantenballon (Foto) der vom Bühnenhimmel schwebt und später auf der Bühne langsam „seinen Geist aushaucht“, zusammenfällt; der Klau des „Liebestranks“ von einem Obdachlosen; wenn auf einem riesigen Handy im Bühnenhintergrund beständig schräge Protagonisten abgebildet werden; wenn Ensemble, Statisten und Chor zu beeindruckenden, nahezu artistischen Turnübung (Choreographie Amy Share-Kissiov) Nemorinos Erbschaft besingen; wenn letztlich Adina in gepflegtem Kleid und Nemorino in dunklem Anzug als gereifte Menschen wieder zueinander finden.

 Oper Wuppertal / Der Liebestrank - hier : Adina schwebt im Himmel über Tuffi, der Elefantenkuh und Statisten © Bjoern Hickmann

Oper Wuppertal / Der Liebestrank – hier : Adina schwebt im Himmel über Tuffi, der Elefantenkuh und Statisten © Bjoern Hickmann

Oper Wuppertal / Der Liebestrank - hier : Premierenapplaus © IOCO

Oper Wuppertal / Der Liebestrank – hier : Premierenapplaus © IOCO

Das schauspielstarke junge Ensemble der Oper Wuppertal schuf auch stimmlich den romantischen zarten Geist des Belcanto: Ralitsa Ralinova wandelte sich mit schön timbrierten Sopran von der zunächst  gelangweilt umschwärmten zur selbst schwärmenden Adina, bewundert von Sangmin Jeon als Nemorino, dessen aufmerksam erwartete Tenorarie Una furtiva lagrima (Eine heimliche Träne) mit großen Sonderbeifall gefeiert wurde. Den spritzigen Show-Charakter der Inszenierung förderten besonders Sebastian Campione als schräg schleimiger Quacksalber Dulcamara und Simon Stricker in seiner von Gags  strotzenden Partie des Sergeanten Belcore. Auch Wendy Krikken, Nachwuchssängerin aus dem Opernstudio NRW, gestaltete ihre Partie der Giannetta stimmlich und darstellerisch mit Bravour. Das Sinfonieorchester Wuppertal unter Leitung von Johannes Pell gab dem sanft, langsamen Belcanto, den vom Parlando kommenden Stimmen den sensiblen  sängerfreundlichen Rahmen.

Szenenapplaus während, Ovationen zum Ende der Vorstellung gab es für Regie, Orchester, Chor, Statisten und Ensemble und der nachfolgenden Premierenfeier. Doch  ein Wermutstropfen  des realen Lebens begleitete die Inszenierung: Intendant Berthold Schneider teilte zur Premierenfeier auch mit, dass die für das laufende Jahr vereinbarte Tariferhöhung im Gehalt seiner Künstler leider immer noch nicht „angekommen sei“.

Der Liebestrank an der Oper Wuppertal; die weiteren Vorstellungen 29.3.; 19.4.; 25.4.; 27.5.; 29.5.; 6.6.2020

—| IOCO Kritik Wuppertaler Bühnen |—

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