Berlin, Konzerthaus Berlin, András Schiff – Haydn, Beethoven, Schubert, IOCO Kritik, 13.10.2020

Oktober 12, 2020 by  
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Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin © David von Becker

Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt in Berlin © David von Becker

Konzerthaus Berlin

András Schiff – Klavierabend

Joseph Haydn – Ludwig van Beethoven – Franz Schubert

von Julian Führer

Das Konzerthaus (früher Schauspielhaus) am Berliner Gendarmenmarkt wird von vielen Touristen fotografiert, von manchen auch besucht; es ist die Hauptspielstätte des Berliner Konzerthausorchester (ehemals Berliner Sinfonie-Orchester, Chefdirigent derzeit Christoph Eschenbach), manchmal finden dort auch Galaveranstaltungen statt, aber auch Soloabende sind hier zu erleben. Der Bau geht auf Friedrich Schinkel zurück, die heutige Gestalt des im Zweiten Weltkrieg stark zerstörten Gebäudes geht auf eine Restauration in der späten DDR zurück, der man unter anderem diverse Büsten verdankt, auf denen nicht nur Bach und Mozart, sondern auch Igor Strawinsky (mit Hornbrille) und andere verewigt sind. Eigentlich fasst der Saal bis zu 1500 Zuschauer, doch sind im Saal derzeit nur zehn Stuhlreihen aufgebaut, die mit sehr viel Abstand besetzt werden. Dafür darf am Platz die bis dahin obligatorische Maske abgenommen werden, was dankenswerterweise zu freiem Atmen und damit deutlich unbeschwerterem Musikgenuss führt als in anderen Sälen.

András Schiff hatte für diesen Abend, dem 9. Oktober 2020, ein Programm zusammengestellt, das er innerhalb von vier Stunden zweimal aufführte, so dass immerhin eine gewisse Anzahl Menschen in den Genuss dieses Konzerts kommen konnte. Auf dem Programm standen Werke von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven und Franz Schubert, für die er sich gegen den sonst üblichen Steinway entschieden hatte. An diesem Abend spielte András Schiff auf einem Bösendorfer-Konzertflügel; diese Instrumente zeichnen sich durch eine besonders obertonreiche Mittellage, im Vergleich zu Steinway weniger scharfe Höhen und eine gewissermaßen samtige Basslage aus, die sie für ein Programm der Wiener Klassik oder Frühromantik ideal erscheinen lassen.

Konzerthausorchester Berlin / hier : Selfie ohne Dirigenten © Marco Borggreve

Konzerthausorchester Berlin / hier : Selfie ohne Dirigenten © Marco Borggreve

Haydns Sonate für Klavier Hob. XVI:44 g-Moll, trotz der hohen Hobokenzahl im Werkverzeichnis bereits 1770 komponiert (dem Geburtsjahr Beethovens), ist eine zweisätzige Sonate, die den Geist des Ancien Régime atmet. Der Anschlag Schiffs betonte die Mittellage und nahm die vielen Verzierungen als das, was sie sind, nämlich Verzierungen, die der Hauptlinie neue Färbungen verleihen, ohne diese jedoch unkenntlich zu machen. Die für Haydn typische Strenge der Durchführung war in beiden Sätzen sehr präsent, doch atmete der zweite Satz (im Dreiviertel- statt im Viervierteltakt) etwas freier. Eine eigentliche Melodieentfaltung kennt dieses Werk nicht, dafür aber eine recht frei scheinende, dennoch der gebundenen Form gehorchende Auseinandersetzung mit musikalischen Gedanken und Figuren in einer hochkomplexen Rhythmik – ein Werk, das technisch nicht allzu schwierig, interpretatorisch aber höchst anspruchsvoll ist.

Ludwig van Beethoven © IOCO

Ludwig van Beethoven © IOCO

Auf dieses kurze Werk folgte nach einer einzelnen, kurzen Verbeugung Beethovens große Sonate C-Dur op. 53 von 1804, die sogenannte Waldsteinsonate. Im Kopfsatz, gleichzeitig pianissimo und doch Allegro con brio einsetzend, zeigte András Schiff scharfe Kontraste zwischen Staccatopassagen, insbesondere die fein gehämmerten Quinten und Sexten im Bass, und mit viel Pedal unterstützen Bögen im tatsächlich dolce e molto legato notierten Seitenthema des ersten Satzes. Beethoven stellt das drängende Kopfthema immer wieder der holzbläserhaften Akkordfolge des Seitenthemas gegenüber; Schiff gelang es dabei, durch Betonung einzelner Linien in der Mittellage verblüffende Bezüge und Verweise aufzuzeigen. Die Vorzüge der Instrumentenwahl wurden hier deutlich hörbar, der Flügel von Bösendorfer wurde von Schiff gerade in der Mittellage zum Singen gebracht. In der Durchführung wurde das Tempo noch etwas schneller; ab Takt 146 hat Beethoven Sechzehntel und Sechzehnteltriolen komponiert, die schnell nach oben gehen, während im Bass Sechzehntel nur scheinbar auf der Stelle treten. Die Triolen – tatsächlich mit Punkt auf dem letzten Ton notiert – spielte Schiff mit scharfem Akzent, so dass sie fast frech bis zum dreigestrichenen F nach oben gingen, bevor die Überleitung zur Reprise des ersten Satzes folgte. Auf der gleichen Seite (Takt 168) steht eine Fermate, mit der Beethoven markiert, dass die Reprise keine bloße Wiederaufnahme ist, sondern ganz im Gegenteil eine für damalige Verhältnisse recht wilde Modulation durch verschiedene Tonarten enthält. Diese Fermate hielt Schiff sehr lange; der Rest der Reprise brachte stärker hämmernde Bässe (in der Tat auch bei Beethoven anders als in der Exposition nun auch Dreiklänge) und Schlussakkorde, die abermals das Klangwunder des Bösendorfer zu Gehör brachten, sozusagen mehr Holz und weniger Metall im Klangbild.

Andràs Schiff/ hier : auf dem Lucerne Festival 2015 © Peter Fischli

Andràs Schiff/ hier : auf dem Lucerne Festival 2015 © Peter Fischli

Das nur 28 Takte lange Adagio des Mittelsatzes beginnt mit dunklen Oktaven und dann folgenden aufsteigenden Sexten (die man auch in der eingangs gehörten Haydn-Sonate findet), die zunächst in F-Dur zu münden scheinen, sich dann aber harmonisch sofort weiterentwickeln. Aus dem Bass heraus werden verschiedene Gedanken vorgetragen, verändert, verworfen, bis drei Takte vor Ende ein Dominantseptakkord in G angedeutet (aber nicht nach C-Dur aufgelöst) wird und endlich in Takt 28 ein reines G-Dur ertönt, das gewissermaßen als Sprungbrett für das subito beginnende Rondo in C-Dur dient. Dieses Rondo nahm András Schiff zunächst ganz ‚romantisch‘ mit viel Pedal, so dass die begleitenden Sechzehntel kam einzeln zu hören waren, sondern eher einen Klangteppich bildeten, auf dem sich die Melodie entfaltete (hierfür ist in der linken und rechten Hand eine jeweils völlig andere Anschlagtechnik nötig). Die Mittellage, in der sich die Sechzehntelbegleitung abspielt, wurde aber von Schiff wie gefordert sempre pp genommen, so dass das Instrument nie „dampfte“. Die Wiederholung des Rondothemas mündet in einen langen Triller in der rechten und absteigende Skalen im staccato in der linken Hand. Die von Beethoven notierten Bögen und Punkte demonstrierte András Schiff sehr präzise, deutlich und technisch mühelos. Abschnitt B des Rondos enthält viele Oktavfiguren, die auf Aufnahmen oder bei anderen Künstlern schnell einmal zu einem Dauerhämmern werden; die dramatische Wendung dieses Abschnitts wurde an diesem Abend aber nicht übertrieben, sondern eher als Vorbereitung für die Wiederholung des Kopfmotivs und die darauffolgende dramatische Steigerung präsentiert. Das Kopfmotiv hatte nach Abschnitt B viel mehr Pedal, war nochmal kantabler, es war hörbar viel passiert. In der Folge zog András Schiff noch einmal das Tempo an, nicht um der Raserei willen, sondern stets aus der Musik motiviert, und er beherrscht auch die Kunst, das Tempo im passenden Moment wieder herauszunehmen – nur am Ende nicht, wo Beethoven tatsächlich prestissimo fordert. Diese Interpretation setzte Maßstäbe.

Franz Schubert Wien © IOCO

Franz Schubert Wien © IOCO

Abermals ohne Pause ging es weiter mit der Sonate B-Dur D 960 (posth.), die Franz Schubert in den Wochen vor seinem Tod komponierte und die über fast eine Dreiviertelstunde einen ganzen musikalischen Kosmos durchmisst. Der lange Kopfsatz meditiert über ein B-Dur-Thema, das in einen Triller im Bass mündet, der es schwermacht, ‚einfach so‘ weiterzuspielen. András Schiff begann das Stück mit der entsprechenden Umsicht und nahm sich die Zeit, die verschiedenen Motivlinien herauszuarbeiten, ohne dass das Tempo unnatürlich langsam erschienen wäre. Schubert öffnet die Sonatenform wie zuvor der von ihm verehrte Beethoven, indem er zwar mit dem motivischen Material der Exposition arbeitet, dieses aber deutlich freier wie in einer Phantasie fortentwickelt. Kurz vor der Reprise zitiert er bereits das Kopfthema, das aber in sehr viel höhere Tonlagen transponiert wurde, während die Basstriller beibehalten werden. Das folgende Andante sostenuto vermischt Konventionen der Trauermusik wie Anklänge an Märsche mit recht überraschenden Dissonanzen. In diesem Satz, der seine Spannung vor allem aus den Feinheiten der Variation bezieht, kamen der Obertonreichtum des Instruments und die Meisterschaft András Schiffs besonders zur Geltung. Anschließend, in der Abfolge ganz klassisch, bricht ein Scherzo vermeintlich die melancholische Stimmung auf, jedoch setzt eine fast aufdringlich ostinate Walzertaktbegleitung hier ein Fragezeichen hinter die vordergründige Ausgelassenheit (ein Kniff, den Gustav Mahler später zur Perfektion bringen sollte). Der Schlusssatz schließlich ist ein großes Rondo, das ein ländlerhaftes Thema wiederum etwas aufdringlich und fast nach Art einer Spieluhr im Zentrum hat; dieses Thema wird allerdings in dem weit ausgreifenden Satz verschiedenen musikalischen Situationen gegenübergestellt, die Schubert mehr als einmal als Nachfolger Beethovens zeigen, wie Anklänge an die zuvor gehörte Waldsteinsonate sowie den Schlusssatz der Sonate Es-Dur op. 31,3 und den Beginn der „Appassionata“ in f-Moll op. 57 unterstreichen.

Das Programm hatte Bezüge und Querverweise – Haydn war Beethovens Lehrer, Schubert verehrte Beethoven, und gewisse musikalische Grundsituationen waren an diesem Abend in mehreren Werken zu hören. Das Publikum dankte András Schiff für die mustergültige, technisch beeindruckende und intellektuell überlegene Interpretation mit viel Applaus und etlichen Ovationen, wofür sich der Pianist mit Zugaben (unter anderem Schuberts Moment musical Nr. 3 in f-Moll D 780) revanchierte. Technische Souveränität gepaart mit interpretatorischer Übersicht, ein außergewöhnliches Instrument und ein meisterhafter Pianist ließen diesen Abend zu einem besonderen Erlebnis werden.

—| IOCO Kritik Konzerthaus Berlin |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, HIGHLIGHTS September – The Medium und mehr … , IOCO Aktuell

August 21, 2020 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

HIGHLIGHTS SEPTEMBER 2020 – The Medium, Gesang der Geister …

Sonntag, 13. September 2020, 17.00 und 20.30 Uhr – Opernhaus

GESANG DER GEISTER ÜBER DEN WASSERN – für acht Männerstimmen und tiefe Streicher – Franz Schubert *

VIER GESÄNGE für Frauenchor, zwei Hörner und Harfe von Johannes Brahms *
TRAUERMUSIK für Streichorchester von Witold Lutoslawski
* In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Chor: Tilman Michael
Mitwirkende: Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Premiere im Großen Haus


THE MEDIUM  –  Tragödie in zwei Akten – Gian Carlo Menotti

In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Regie: Hans Walter Richter
Mitwirkende: Dshamilja Kaiser / Bernadett Fodor (Madame Flora), Gloria Rehm / Angela Vallone (Monica), Barbara Zechmeister (Mrs. Gobineau), Simon Neal / Dietrich Volle (Mr. Gobineau), Kelsey Lauritano (Mrs. Nolan), Marek Löcker (Toby)

Weitere Vorstellungen: 17. (19.30 Uhr), 19. (17.00 und 20.30 Uhr), 25. (17.00 und 20.30 Uhr) September, 1. (19.30 Uhr), 4. (15.30 und 19.00 Uhr), 8. (19.30 Uhr), 10. (17.00 und 20.30 Uhr), 17. (17.00 und 20.30 Uhr) Oktober 2020
Preise: € 15 bis 182 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / The Medium - Madame Flora (in der Bildmitte stehend) und Ensemble © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / The Medium – Madame Flora (in der Bildmitte stehend) und Ensemble © Barbara Aumüller

Als The Medium von Gian Carlo Menotti (1911-2007) in Kombination mit Bruno Madernas Satyricon am Ende der Saison 2018/19 im Bockenheimer Depot zur Frankfurter Erstaufführung gelangte, war noch nicht daran zu denken, dass es so bald ein Wiedersehen mit dieser erfolgreichen Produktion von Hans Walter Richter geben würde.

Aber nachdem die Einschränkung des Proben- und Spielbetriebs durch die Corona-Krise die ursprünglich geplante Eröffnung der Spielzeit 2020/21 mit György Ligetis groß besetzter Oper Le Grand Macabre unmöglich erscheinen ließ, wurde ein adäquater Ersatz im Repertoire gesucht, der sich leichter in die verordneten Auflagen einfügen würde. Dieser Ersatz wurde mit Menottis Medium gefunden, das nun – ohne Satyricon – erstmals im Opernhaus gezeigt wird, neu kombiniert mit Kompositionen für Chor und Orchester von Franz Schubert (1797-1828) – außer am 4. Oktober 2020 –, Johannes Brahms (1833-1897) und Witold Lutoslawski (1913-1994). Dies gibt den beteiligten Kollektiven die Chance, sich endlich wieder etwas prominenter vor Publikum zeigen zu können, und die Oper Frankfurt präsentiert damit eine veritable Premiere. Zudem soll es mit diesem Wechsel gelingen, die erfolgreiche Inszenierung jenem Teil des Publikums zugänglich zu machen, der sie seinerzeit im Depot versäumt hat. Unterstützt wird diese Planung durch das Angebot von zwei Vorstellungen an bestimmten Tagen.

Das Publikum kann sich auf eine Produktion von hoher Qualität freuen, was sich seinerzeit auch in den Pressestimmen widerspiegelte. So schrieb etwa der Kritiker des Darmstädter Echo: „Hans Walter Richters Regie gelingt die psychologische Verdichtung, hat Gespür für den menschenfreundlichen Witz, während sie doch die tragische Verstrickung unerbittlich zuzieht.“ In dem spannenden Opern-Krimi führt Madame Flora ihre Klienten im Rahmen von Séancen hinters Licht, um an deren Geld zu kommen. Dabei sind ihre naive Tochter Monica und der stumme Waisenjunge Toby behilflich. Als Flora jedoch selbst mit einer Geistererscheinung konfrontiert zu werden scheint, kommt es zur Katastrophe…

Oper Frankfurt / The Medium - Toby (unten) und Monica (oben) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / The Medium – Toby (unten) und Monica (oben) © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung der Produktion liegt bei Frankfurts Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, der damit den ersten Auftritt in der neuen Saison an seinem Stammhaus vorlegt. Die deutsche Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser, seit 2017/18 Ensemblemitglied an der Oper Bonn, kehrt nach ihrem erfolgreichen Hausdebüt 2018/19 als Adalgisa in Bellinis Norma zurück nach Frankfurt. In der Partie der Madame Flora wechselt sie sich mit ihrer ungarischen Fachkollegin Bernadett Fodor ab, die im Haus am Willy-Brandt-Platz zuletzt 2015/16 u.a. als Erda in Wagners Der Ring des Nibelungen zu erleben war. 2017 erhielt Gloria Rehm (Monica) den renommierten FAUST-Preis für Ihre Darstellung der Marie in Zimmermanns Die Soldaten bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden. Das Frankfurter Publikum kennt die deutsche Koloratursopranistin als Blonde (Die Entführung aus dem Serail 2017) und Königin der Nacht (Die Zauberflöte 2018). Auch der britische Bariton Simon Neal ist neben seinen Stationen an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg und der Oper Leipzig regelmäßiger Gast in Frankfurt, wo er u.a. zuletzt 2015/16 als Förster in Janáceks Das schlaue Füchslein auftrat. In allen weiteren Partien sind fast ausschließlich Mitglieder des Ensembles der Oper Frankfurt – auch als Doppelbesetzungen – zu erleben.


Donnerstag, 3. September 2020, um 19.00 Uhr im Opernhaus
Erste Wiederaufnahme
I PURITANI
Opera seria in drei Teilen von Vincenzo Bellini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Oksana Lyniv; nach der Regie von Vincent Boussard
Mitwirkende: Brenda Rae (Elvira), Francesco Demuro (Lord Arturo Talbo),
Andrzej Filonczyk (Sir Riccardo Forth), Thomas Faulkner (Lord Gualtiero Valton), Kihwan Sim (Sir Giorgio), Brian Michael Moore (Sir Bruno Roberton), Karolina Makula (Enrichetta di Francia), Evie Poaros (Eine Frau)

Weitere Vorstellungen: 6. (15.30 Uhr), 9., 12., 20. (18.00 Uhr) September 2020

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr
Koproduktion mit der Opéra Royal de Wallonie, Liège
Preise: € 15 bis 116 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / I Puritani - Kihwan Sim (Sir Giorgio) und Brenda Rae (Elvira) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / I Puritani – Kihwan Sim (Sir Giorgio) und Brenda Rae (Elvira) © Barbara Aumüller

„Weltklasse ist Brenda Rae als Elvira. Ihre Stimme bietet alles, was diese Rolle braucht: schmelzendes Legato, perlend virtuose Koloraturen, leichtes Staccato, kluge Atemführung. Zwei Wahnsinnsszenen billigt der Komponist dieser Partie zu, in beiden folgt das Publikum der im Frankfurter Ensemble großgewordenen Sängerin atemlos.“ So wie der Kritiker der Frankfurter Neuen Presse überschlugen sich alle Rezensent*innen nach dieser Premiere der Puritani von Vincenzo Bellini (1801-1835) am 2. Dezember 2018 im Opernhaus. Ein Blickfang der von Vincent Boussard inszenierten Produktion waren sicherlich auch die Kostüme von Couturier Christian Lacroix, und das werden sie auch wieder bei der ersten, den Corona-Auflagen angepassten Wiederaufnahme sein. Also bitte nicht verpassen: Koloraturwunder Brenda Rae trägt Lacroix!

Die Handlung der Oper spielt im englischen Bürgerkrieg in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts: Elvira, Tochter des puritanischen Gouverneurs Lord Gualtiero Valton, erwartet ihre Hochzeit mit Lord Arturo Talbo, einem Parteigänger der fast geschlagenen Stuarts. Allerdings kann der Gouverneur Elvira nicht selbst in die Kirche führen, da er eine Staatsgefangene zum Parlament bringen muss: Enrichetta, die Witwe des hingerichteten Stuart-Königs Karl I. Aus politischer Überzeugung ermöglicht Arturo seiner Königin die Flucht von der Festung. Elvira glaubt daraufhin, dass ihr der Geliebte untreu geworden ist und wird wahnsinnig…

Oper Frankfurt / I Puritani - Brenda Rae (Elvira) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / I Puritani – Brenda Rae (Elvira) © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung der Produktion aus der Spielzeit 2018/19 liegt nun bei der jungen ukrainischen Dirigentin Oksana Lyniv, die damit ihr Hausdebüt gibt. Von 2017 bis 2020 war sie Generalmusikdirektorin an der Oper Graz. Zwei neubesetzte Gäste stehen an der Seite Brenda Raes: Der italienische Tenor Francesco Demuro (Lord Arturo Talbo) gastiert an den Opernhäusern von Berlin, Paris und New York. In Frankfurt war er bisher als Rodolfo (La Bohème), Alfredo (La Traviata) und einspringend als Herzog von Mantua (Rigoletto) zu erleben. Andrzej Filonczyk (Sir Riccardo Forth) stammt aus Polen und gibt in dieser Produktion sein Hausdebüt. Auf seiner Agenda stehen Engagements in München, London und Paris; Auftritte an der New Yorker Met sind geplant. Aus dem Ensemble sind wie in der Premiere Thomas Faulkner (Lord Gualtiero Valton) und Kihwan Sim (Sir Giorgio) besetzt, während „Ensemble-Neuzugang“ Brian Michael Moore (Sir Bruno Roberton) und Opernstudio-Mitglied Karolina Maku?a (Enrichetta di Francia) erstmals mit von der Partie sind.


Freitag, 18. September 2020, um 19.00 Uhr im Opernhaus
Siebte Wiederaufnahme
LE NOZZE DI FIGARO
Oper in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Rory Macdonald; nach der Regie von Guillaume Bernardi

Mitwirkende: Liviu Holender (Graf Almaviva), Adriana González (Gräfin Almaviva), Gordon Bintner (Figaro), Bianca Tognocchi (Susanna), Bianca Andrew (Cherubino), Cecelia Hall (Marzelline), Anthony Robin Schneider (Bartolo), Franz Mayer (Antonio), Ekin Su Paker (Barbarina), Matthew Swensen (Basilio, Don Curzio) u.a.

Weitere Vorstellungen: 24., 26. September, 2., 9. Oktober 2020
sowie mit weiteren Ensemblemitgliedern im Februar und März 2021
Alle Vorstellungen im September und Oktober 2020 beginnen um 19.00 Uhr
Preise: € 15 bis 116 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / Le Nozze die Figaro - v.l.n.r. Susanna, Graf Almaviva und Cherubino (hinter dem Sessel versteckt) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Le Nozze die Figaro – v.l.n.r. Susanna, Graf Almaviva und Cherubino (hinter dem Sessel versteckt) © Barbara Aumüller

Mit Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) präsentierte der kanadische Regisseur Guillaume Bernardi in der Spielzeit 2006/07 nach Arbeiten im Bockenheimer Depot erstmals eine Inszenierung im Opernhaus. Publikum und Presse waren von der klassisch gehaltenen Produktion gleichermaßen begeistert, und so war etwa in der Frankfurter Rundschau zu lesen: „Es ist Bernardi gelungen, eine alte Geschichte so zu erzählen, dass sogar der ausgepichteste Kenner wieder einiges Neue in dem (wie alle guten Stücke) unerschöpflichen Werk entdeckt. Dabei geht es ohne Verkrampftheiten ab, ohne ratternde Gags.“ Nun wird die Erfolgsinszenierung, die am 4. März 2007 Premiere feierte, zum siebten Mal wiederaufgenommen, wobei auch hier Corona-bedingte Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Zum Inhalt: Als das Diener-Paar Figaro und Susanna heiraten möchte, pocht deren Dienstherr, Graf Almaviva, auf das „Recht der ersten Nacht“ mit der Braut. Damit bringt er nicht nur die Verlobten, sondern auch die eigene Gattin Rosina und nahezu alle Schlossbewohner gegen sich auf. Was folgt ist ein Tag voller Intrigen, Verkleidungen, Verwirrungen und Irrungen. Am Ende aber siegt die Liebe…

Oper Frankfurt / Le Nozze die Figaro - Susanna und Figaro © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Le Nozze die Figaro – Susanna und Figaro © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung der Produktion liegt anlässlich dieser Wiederaufnahme erstmals bei dem schottischen Gastdirigenten Rory Macdonald, der 2017/18 mit Mozarts Così fan tutte an der Oper Frankfurt debütierte. Figaro führte ihn 2019 bereits an das Opernhaus von Göteborg. Nur zwei Sängergäste sind in dieser Wiederaufnahme besetzt: Die aus Guatemala stammende Sopranistin Adriana González (Gräfin Almaviva) gewann nach Stationen in den Opernstudios des Opernhauses Zürich und der Opéra national de Paris 2019 den 1. Preis in Placido Domingos Operalia-Wettbewerb. Die Partie der Gräfin führte sie bereits an die Opéra national de Lorraine in Nancy. Die Sopranistin Ekin Su Paker (Barbarina) stammt aus der Türkei und erhielt ihre Ausbildung u.a. an der Kunstuniversität Graz. 2019 erreichte sie die Finalrunde beim Bertelsmann-Wettbewerb „Neue Stimmen“ in Gütersloh und wird ab der Spielzeit 2020/21 das Frankfurter Opernstudio verstärken. Die Partie der Barbarina wird sie im November 2020 auch am Theater an der Wien verkörpern. Fast alle weiteren Partien sind erstmals mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt: Liviu Holender (Graf Almaviva), Bianca Tognocchi (Susanna), Bianca Andrew (Cherubino) und Matthew Swensen (Basilio, Don Curzio). Gordon Bintner (Figaro) ist mit der Inszenierung bereits als Graf vertraut, genauso wie Cecelia Hall (Marzelline) als Cherubino. Ein Wiedersehen in ihren Rollen gibt es hingegen mit Anthony Robin Schneider (Bartolo) und Franz Mayer (Antonio). Bei den Vorstellungen im Februar und März 2021 kommen weitere Ensemblemitglieder zum Zuge.


Sonntag, 27. September 2020, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Fünfte Wiederaufnahme
WERTHER
Lyrisches Drama in vier Akten (fünf Bildern) von Jules Massenet
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Takeshi Moriuchi; nach der Regie von Willy Decker

Mitwirkende: Gerard Schneider (Werther), Gaëlle Arquez (Charlotte), Heather Engebretson (Sophie), Domen Križaj (Albert), Iain MacNeil (Johann), Franz Mayer (Le Bailli), Brian Michael Moore (Schmidt) u.a.

Weitere Vorstellungen: 3. (18.00 Uhr), 11. (18.00 Uhr), 15., 24. Oktober 2020
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 116 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / Werther - Charlotte und Werther © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Werther – Charlotte und Werther © Barbara Aumüller

„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (…) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in Szene gesetzt. (…) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch sehr en vogue sind.“ So urteilte das Internetportal Klassik.com nach der Premiere der nach Goethes Briefroman entstandenen Oper von Jules Massenet (1842-1912). Das Werk in der Inszenierung von Willy Decker feierte als Originalproduktion der Nederlandse Opera Amsterdam am 11. Dezember 2005 seine Frankfurter Premiere.
Zum Inhalt: Werther liebt Charlotte, doch diese ist mit Albert verlobt und weist den schwärmerischen jungen Mann zurück. Am Sterbebett ihrer Mutter hat sie versprochen, Albert zum Mann zu nehmen. Nach der Hochzeit treffen sich Charlotte und Werther erneut, und sie muss feststellen, dass er ihr nicht gleichgültig ist. Auch Werthers Zuneigung ist nicht geringer geworden. Von der Ausweglosigkeit der Situation überzeugt, bittet Werther Albert um dessen Pistolen, er will sich auf eine längere Reise begeben. Der inzwischen misstrauisch gewordene Ehemann zwingt seine entsetzte Frau, die Waffen herauszugeben. Voll dunkler Vorahnungen eilt Charlotte dem Unglücklichen nach, doch sie kommt zu spät – tödlich verwundet stirbt er in ihren Armen.

Oper Frankfurt / Werther - Werther und Charlotte © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Werther – Werther und Charlotte © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung dieser fünften, den Corona-Bedingungen angepassten Wiederaufnahme einer Produktion aus der Spielzeit 2004/05 hat Studienleiter Takeshi Moriuchi. Der japanische Pianist und Dirigent unternahm kürzlich zusammen mit seiner Kollegin In Sun Suh eine Reise auf zwei Klavieren durch drei Jahrhunderte in Form eines Kammermusik-Programms. Für den österreichisch-australischen Tenor Gerard Schneider (Rollendebüt als Werther), seit 2018/19 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, standen 2019/20 u.a. mit dem Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto und Narraboth in Strauss’ Salome wichtige Aufgaben an. Gaëlle Arquez (Charlotte) gehört zu den regelmäßigen Gästen der Oper Frankfurt. Eines der jüngsten Engagements der französischen Mezzosopranistin im Haus am Willy-Brandt-Platz war Adalgisa in Bellinis Norma, kürzlich gefolgt von einem umjubelten Liederabend im Opernhaus. Die Partie der Charlotte führt sie bald auch an die Wiener Staatsoper, zuvor jedoch gastiert sie als Bizets Carmen an der Opéra Comique Paris. Die amerikanische Sopranistin Heather Engebretson (Sophie) gibt als Sophie ihr Frankfurter Hausdebüt, dem später Aufführungen von Mozarts Le nozze di Figaro mit ihr in der Partie der Susanna folgen werden. 2021 gastiert sie als Verdis Violetta (La traviata) an der Deutschen Oper Berlin. Ab 2020/21 wird der slowenische Bariton Domen Križaj (Albert) das Ensemble der Oper Frankfurt verstärken. Ende 2019/20 gab er einen vielversprechenden Liederabend im Opernhaus. In der Spielzeit darauf wird er in der Wiederaufnahme von Puccinis Manon Lescaut den Bruder der Titelheldin verkörpern. „Ensemble-Neuzugang“ Brian Michael Moore (Schmidt) und Iain MacNeil (Johann) singen erstmals in der Produktion, während Franz Mayer (Le Bailli) bereits mit ihr vertraut ist.

 

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Wien, Wiener Staatsoper, SOLISTENKONZERT mit JONAS KAUFMANN, 29.09.2020

August 20, 2020 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

SOLISTENKONZERT   –  JONAS KAUFMANN

  Liederabend an der Wiener Staatsoper – 29. September 2020

Aufgrund der aktuellen COVID-19-Situation und den damit verbundenen Erschwernissen im internationalen Reiseverkehr musste KS Agnes Baltsa ihr geplantes Solistenkonzert an der Wiener Staatsoper absagen. An ihrer Stelle konnte für den Liederabend am 29. September 2020 Jonas Kaufmann gewonnen werden.

Jonas Kaufmann © Gregor Hohenberg / Sony Classical

Jonas Kaufmann © Gregor Hohenberg / Sony Classical

[ Von Jonas Kaufmann wurden verschiedene Aufnahmen bei der Sony Classical veröffentlicht ]

Jonas Kaufmann, der in der Spielzeit 2020/21 im Haus am Ring in den Titelpartien von Don Carlos (Wiederaufnahme, September/Oktober 2020) und Parsifal (Premierenproduktion, April 2021) zu erleben sein wird, wird am Klavier von seinem langjährigen musikalischen Partner Helmut Deutsch begleitet.

Die beiden Künstler präsentieren das Programm »Selige Stunde« mit Werken u. a. von Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Friedrich Silcher, Edvard Grieg, Richard Strauss und Wolfgang Amadeus Mozart (vollständiges Programm weiter unten bzw. online auf wiener-staatsoper.at). Das Programm, das die beiden Künstler auch für ein im September erscheinendes Album aufgenommen haben, wird von ihnen als eine Art persönlicher Wunschliste des Lied-Repertoires charakterisiert. In den Worten von Jonas Kaufmann: »Es sind Stücke, die uns besonders am Herzen liegen und die zugleich auch ganz charakteristisch für den jeweiligen Komponisten sind.«

Jonas Kaufmann – Mahler Das Lied von der Erde
youtube Trailer Jonas Kaufmann Kanal
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Bereits gekaufte Karten für das Solistenkonzert am 29. September behalten ihre Gültigkeit oder können bis 30. August 2020 an den Bundestheaterkassen retourniert werden. Restkarten sind an den Bundestheaterkassen sowie online erhältlich.

 

DAS PROGRAMM


Franz Schubert: »Der Musensohn«

Ludwig van Beethoven: »Adelaide«, »Zärtliche Liebe«

Friedrich Silcher: »Ännchen von Tharau«

Felix Mendelssohn Bartholdy: »Auf Flügeln des Gesanges«

Edvard Grieg: »Ich liebe dich«

Franz Liszt: »Es muss ein Wunderbares sein«

Robert Schumann: »Widmung«

Franz Schubert: »Der Jüngling an der Quelle«

Carl Bohm: »Still wie die Nacht«

Richard Strauss: »Zueignung«

Alexander Zemlinsky: »Selige Stunde«

Frédéric Chopin, arr. Alois Melichar: »In mir klingt ein Lied«

Hugo Wolf: »Verschwiegene Liebe«

Antonín Dvorák: »Als die alte Mutter«

Richard Strauss: »Allerseelen«

Johannes Brahms: »Da unten im Tale«

Piotr. I. Tschaikowski: »Nur wer die Sehnsucht kennt«

Wolfgang Amadeus Mozart: »Das Veilchen«, »Sehnsucht nach dem Frühling«

Felix Mendelssohn Bartholdy: »Gruß«

Franz Schubert: »Die Forelle«

Robert Schumann: »Mondnacht«

Johannes Brahms: »Wiegenlied«

Franz Schubert: »Wandrers Nachtlied II«

Hugo Wolf: »Verborgenheit«

Gustav Mahler: »Ich bin der Welt abhanden gekommen«

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Hohenems, Schubertiade 2020, Alle Veranstaltungen – 15. bis 19.07.2020, IOCO Aktuell

Juli 14, 2020 by  
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Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

SCHUBERTIADE HOHENEMS

 Veranstaltungen  15. bis 19. Juli 2020

Vom 15. bis 19. Juli 2020 können nun ein paar Schubertiade-Konzerte in Hohenems stattfinden. Kian Soltani und Aaron Pilsan spielen zwei Mal, am 15. und 16. Juli, damit die Kartenbesitzer zur Erreichung des vorgeschriebenen Mindestabstandes auf zwei Termine aufgeteilt werden konnten. Das Programm der durch die YOUHST Foundation in Liechtenstein finanziell unterstützten Liederabendreihe „Neue Stimmen“ mit jungen Sängerinnen und Sängern, die erstmals bei der Schubertiade mitwirken, wurde erst Ende Februar veröffentlicht und mit dem Ausbruch der Krise der eben begonnene Kartenverkauf gleich wieder gestoppt.

Für diese Liederabende sind deshalb trotz des reduzierten Fassungsraumes noch Karten zum Preis von € 29,- / 22,- / 15,- erhältlich.


Mittwoch, 15. Juli, Donnerstag, 16. Juli – 20.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Kammerkonzert
Kian Soltani Violoncello
Aaron Pilsan Klavier

Kian Soltani und Aaron Pilsan spielen zwei Mal, am 15. und 16. Juli, damit die Kartenbesitzer zur Erreichung des vorgeschriebenen Mindestabstandes auf zwei Termine aufgeteilt werden konnten. Auf dem Programm stehen Werke von Igor Strawinski (»Suite Italienne«), Ludwig van Beethoven (Cellosonate D-Dur, op. 102/2), Dmitri Schostakowitsch (Cellosonate d-Moll, op. 40) und Astor Piazzolla (Le Grand Tango).

(Ausverkauft)
Rundfunkübertragung am Dienstag, 21. Juli 2020, 14:05 Uhr, Ö1


Freitag, 17. Juli  –  20.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Liederabend
Konstantin Krimmel Bariton
Daniel Heide Klavier

Selten kommt es vor, daß die Debüt-CD eines jungen Sängers so glänzend besprochen wird wie jene von Konstantin Krimmel, die im Herbst 2019 im Label Alpha erschienen ist. Der junge deutsch-rumänische Bariton, von der Fachzeitschrift Fono Forum als „begnadeter Erzähler“ und „echte Entdeckung“ gepriesen, wurde 2018/19 bei acht bedeutenden Gesangs- und Liedwett-bewerben ausgezeichnet, arbeitet mit namhaften Orchestern und Ensembles und feiert Erfolge auf internationalen Opernbühnen. Einladungen für Liederabende erhielt er von der Londoner Wigmore Hall bis zum Konzerthaus Berlin.

(Karten erhältlich)
Rundfunkübertragung am Donnerstag, 30. Juli 2020, 19:30 Uhr, Ö1


Samstag, 18. Juli  –  16.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Liederabend
Marie Seidler Mezzosopran
Ludwig Mittelhammer Bartion
Andreas Frese Klavier

„Eine Stimme von großer Schönheit, leuchtend und warm“ urteilte die Revista Musical anläßlich von Marie Seidlers umjubeltem Debüt im spanischen Vilabertran. Die Mezzosopranistin hat mit Wettbewerbspreisen und Liederabenden bei der Hugo-Wolf-Akademie in Stuttgart und bei Brigitte Fassbaenders „Eppaner Liedsommer“ auf sich aufmerksam gemacht. Ludwig Mittelhammer kann ebenfalls auf bemerkenswerte Erfolge verweisen; u.a. arbeitete er mit Dirigenten wie Daniel Harding und Franz Welser-Möst, sang im Wiener Konzerthaus und im Pierre-Boulez-Saal Berlin und hat eine Lied-CD für Berlin Classics aufgenommen.

(Karten erhältlich)
Rundfunkübertragung am Dienstag, 28. Juli 2020, 14:05 Uhr, Ö1


Samstag, 18. Juli  –  20.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Liederabend
Sumi Hwang Sopran
Jóhann Kristinsson Bariton
Ammiel Bushakevitz Klavier
Clara Hofer Klarinette

Bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang sang sie vor 300 Millionen Fernsehzuschauern die Olympische Hymne. Daß Sumi Hwang nicht nur auf der großen Bühne, sondern auch als Liedinterpretin reüssieren kann, stellte sie auf ihrem Debüt-Album für Deutsche Grammophon (produziert 2019 im Markus-Sittikus-Saal in Hohenems) unter Beweis. Ihr zur Seite steht der isländische Bariton Jóhann Kristinsson, der mehrere wichtige Wettbewerbe gewonnen hat und in der Londoner Wigmore Hall, im Pierre-Boulez-Saal Berlin und beim Heidelberger Frühling gefeiert wurde. In Schuberts „Der Hirt auf dem Felsen“ ergänzt die Vorarlberger Klarinettistin Clara Hofer die Besetzung.

(Karten erhältlich)
Rundfunkübertragung am Dienstag, 4. August 2020, 14:05 Uhr, Ö1


Sonntag, 19. Juli  –  16.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Liederabend
Katharina Konradi Sopran
Eric Schneider Klavier

Als erster Sopranistin aus Kirgistan ist es Katharina Konradi gelungen, sich auf Opernbühne und Konzertpodium international zu etablieren. „Hinreißend“, „zauberhaft“ und „von besonderer Anmut und Schönheit“ sind Attribute, mit denen Stimme und Bühnenpräsenz der jungen Künstlerin beschrieben werden. 2018-19 wurde sie „New Generation Artist“ der BBC, debütierte bei den Bayreuther Festspielen und war zu Gast in Rolando Villazóns TV-Sendung „Stars von Morgen“. Ihre Qualitäten als Liedgestalterin ermöglichten Katharina Konradi bereits Auftritte bei der Schubertiade Vilabertran (wo die Presse von einer „Sternstunde“ sprach), in der Londoner Wigmore Hall sowie in Köln und Essen.

(Karten erhältlich)
Rundfunkübertragung am Dienstag, 11. August 2020, 14:05 Uhr, Ö1


Sonntag, 19. Juli  – 20.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Liederabend
The Erlkings
Bryan Benner Gesang und Gitarre
Ivan Turkalj Violoncello
Simon Teurezbacher Tuba
Thomas Toppler Perkussion

Dem Sog dieser Musik kann sich keiner entziehen. Ein junges und energiegeladenes Quartett hat den Mut, deutsche Kunstlieder in bestes Englisch zu übertragen und damit ihre uns bis heute berührende Schönheit auch einem neuen Publikum zu erschließen. Mit den Liedern Franz Schuberts haben The Erlkings die Musikwelt verblüfft und mit Richard Stokes sogar einen der weltweit führenden Schubert-Experten als Fan gewonnen. Der amerikanische Bariton Bryan Benner wagt mit drei Spitzenmusikern einen frechen Blick auf Schubert, zeigt die Vitalität der Kompositionen, aber auch ihre Tiefe und Bedeutungsschwere. Egal ob in Wien oder London, ob jung oder alt, ob Klassikliebhaber oder Popfreak: Spannung und Freude sind mit „The Erlkings“ garantiert.
(Karten erhältlich)
Rundfunkübertragung am Donnerstag, 13. August 2020, 19:30 Uhr, Ö1


Öffnungszeiten – Schubertiade – Museen

Das Franz-Schubert-Museum (Marktstraße 1) sowie das Schubertiade-Museum und das Schuhmacher-Museum (Marktstraße 15) in Hohenems werden vom 17. bis 19. Juli jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet sein. Das Elisabeth-Schwarzkopf-Museum, das Legge-Museum (mit Stefan-Zweig-Raum) und das Nibelungen-Museum können an diesen Tagen nach Voranmeldung bis spätestens am Vortag des gewünschten Termins (im Schubertiade-Büro oder in den geöffneten Museen) besichtigt werden.

—| Pressemeldung Schubertiade |—

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