Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Keine Vorstellungen bis 02.04.2020, IOCO Aktuell

März 13, 2020 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Bühne © Daniel Senzek

Deutsche Oper am Rhein / Bühne © Daniel Senzek

Deutsche Oper am Rhein –  Vorstellungen bis 2. April abgesagt

 Entscheidung der drei großen Düsseldorfer Kulturinstitute

Nach Rücksprache mit Thomas Geisel, dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf, der gleichzeitig den Aufsichtsräten der drei Häuser vorsitzt, haben die Geschäftsführungen der drei großen Bühnen der Stadt Düsseldorf – Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorfer Schauspielhaus und Tonhalle Düsseldorf – entschieden, den Spielbetrieb vorerst bis einschließlich Donnerstag, den 2. April 2020 auszusetzen. Das gilt auch für die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein im Theater Duisburg.

Damit folgen die Häuser einerseits der Allgemeinverfügung der Landeshauptstadt, die den Erlass des Landes bezüglich des Corona-Virus in NRW umsetzt. Andererseits übernehmen sie damit die Verantwortung für ihr Publikum, das sie in der aktuellen Situation keiner unnötigen gesundheitlichen Gefährdung aussetzen wollen.

Die Situation wird beobachtet und fortlaufend neu bewertet. Die Häuser setzen sich mit den betroffenen Karteninhabern in Verbindung, um eine Umbuchung oder eine Stornierung anzubieten. Die drei Kultureinrichtungen hoffen auf eine schnellstmögliche Normalisierung der Lage und möchten mit dieser Entscheidung dazu beizutragen.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Die Fledermaus – in rheinischer Lebensfreude, IOCO Kritik, 01.02.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Die Fledermaus  – Johann Strauss

– Düsseldorf – Ein Weltraumbahnhof für Marsraketen –

von Viktor Jarosch

Johann Strauss Wien © IOCO

Johann Strauss Wien © IOCO

Die Fledermaus von Johann Strauss, 1874 komponiert, ist wohl einer der größten „Exportschlager“ Österreichs. Urwienerisch, so irrt man gern, sei die Fledermaus. Sie ist französischen Ursprungs; das erfolgreiche Vaudeville Réveillon (1872) von Henri Meilhac und Ludovic Halèvy ist ihr Ursprung. Réveillon (Vorabend – Heiligabend), ist ein in Frankreich übliches, ausgelassenes Weihnachtssouper mit Freunden.

1873 litt ganz Österreich unter den Folgen eines Börsenkrachs. In dieser schweren Zeit wird Réveillon für Johann Strauss zur Vorlage für Wiener „Lebenserkenntnisse“, die lauten: Wenn im richtigen Leben schon vieles falsch läuft, ¾ Takt, ein wenig Lüge, Maske, Kostüme, Polka, falsche Identitäten können oft weiter helfen. So etablierte der Walzerkönig Strauss mit seiner Fledermaus dauerhaft die Gattung „Operette“, in welcher sympathische Durchschnittsmenschen mit gutbürgerlicher Doppelmoral gut leben können. Überschaubare Alltagsprobleme werden etwas realitätsfern mit lieben Ungereimtheiten, Lügen und oft tänzerischen Schmankerln  dem natürlich glücklichen Ende zugeführt. Doch sympathische Durchschnittsmenschen mit gutbürgerlicher Doppelmoral leben überall auf der Welt: so konkurrieren vielfältige Fledermaus-Produktionen in  Facetten immer und überall in allen Opernhäusern rund um den Globus.

Die Fledermaus – im Rheinland
youtube Trailer Deutsche Oper am Rhein
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Im Düsseldorf inszenierte nun Axel Köhler, früher im Theater Halle (Saale) als Bariton und Countertenor auf der Bühne, eine rheinische Fledermaus. Erklärtes Petitum von Axel Köhler zu seiner Inszenierung war, die Operette als Gattung „ernst“ zu nehmen; ihr mit aktuellen Bezügen und in modernem Gewand alles Verstaubte zu nehmen. So konkurrieren denn auch in den lokalen Bezügen von Köhlers schräg bunter Düsseldorfer Fledermaus  rheinische Lebensfreude, Doppelmoral, Lügen, Ungereimtheiten um die heimliche Rache des Dr. Falke an Gabriel von Eisenstein („Die Rache der Fledermaus“).

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus hinter diesem goldenen Bilderrahmen passiert ... © IOCO

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus hinter diesem riesigen goldenen Bilderrahmen passiert alles … © IOCO

Ein breiter goldener Bilderrahmen fasst die Bühne operettenhaft ein. Und schon zur Ouvertüre „üben“ schrill bekleidete Prostituierte, Dirnen, Kurtisanen an einer leuchtenden Straßenlaterne und an dem vorübergehenden Notar Dr. Falke ihre lasziv anmutige Verführungskünste und machen deutlich: Dies ist nicht Wien; ihr „Revier“ ist das Rheinland! Auch in den folgenden Bildern bleibt diese Fledermaus im Rheinland heimisch: Mit der geschmacklosen Luxusbehausung des neureichen Industriellen Gabriel von Eisenstein, welche von Übertreibungen protzt, wie mit riesigen Zebrafellen an den Wänden; wenn zwischen dem ersten und zweiten Bild Gefängnisinsassen in Gefängniskleidung vor dem Gemäuer der Justizvollzugsanstalt NRW Körperübungen machen; wenn aus der Strausssche Zofe Adele eine rheinische Putze Adele, „putzen ist mein zweites Standbein“, wird; wenn Dr. Falke den Gabriel von Eisenstein zur Feier des  Prinzen Orlofsky mit dem Hinweis lockt, Orlofsky sei ein russischer Oligarch der   „Düsseldorf zur Weltraumetropole für Marsraketen“ und Investoren suche; wenn inmitten des Festraums des Prinzen Orlofsky eine Rakete steht, die zum Ende des zweites Aktes knatternd abhebt und im dritten Akt bruchgelandet im Gefängnis zu sehen ist; wenn

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledeermaus - hier : zum Fest des Prinzen Orlofsky mit wunderbaren Tanzeinlagen © Hans Joerg Mchel

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledeermaus – hier : zum Fest des Prinzen Orlofsky mit wunderbaren Tanzeinlagen © Hans Joerg Mchel

Die rheinisch emanzipierte Inszenierung fasziniert sein Publikum im zweiten Akt mit einer vielfältig glitzernden, boulevardesken Gestaltung der Bühne und humorig schräge Wortspiele („Was ist das für eine Branse?“ – „Das ist Prinz Orlofsky!“), welche beständig schmunzeln lassen.. Auffällig hier auch die Tänzerinnen der Rheinoper, wenn sie in verspielten Kostümen, Foto, mitreißend choreographiert, – in Düsseldorf lange nicht mehr gesehene – revuehaft-verträumte Tanzeinlagen bieten; wenn die Festgesellschaft des Prinzen Orlofsky das Lied „Ha, welch’ ein Fest, welche Nacht voll Freud“  in hypnotisch sinnlicher Trance tänzerisch begleitet.

Doch das Wienerische kehrt im 3. Akt zurück an den Rhein: wenn der Österreicher Wolfgang Reinbacher, seit 1970 am Düsseldorfer Schauspielhaus, als Frosch das „Frosch-Wohlfühl Programm“ in Wiener Mundart mit dem dortigen Volks-Klassiker einleitet: In der Kellergassen, kanns gar ned fassen, sitz i ganz verlassen, auf einem Schwein…“ und diese Fledermaus-Inszenierung ihrem meist glücklichem Ende zuführt. Nur für Gabriel von Eisenstein endete der Premierenabend bitter: Er wurde (die Rache der Fledermaus schlug zu) mit einem Kabelbinder gefesselt abgeführt, da der begründete Verdacht bestand, daß er „Düsseldorf an Dritte veräußern wollte“!

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus - hier : Wolfgang Reinbacher als Frosch © Hans Joerg Mchel

Deutsche Oper am Rhein / Die Fledermaus – hier : Wolfgang Reinbacher als Frosch © Hans Joerg Mchel

Das Wohlgefühl der Besucher bebte von Beginn des 1. Bild an, als Lavinia Dames als Adele, zur Putze mutiert, einen Staubsauger hinter sich her ziehend die Bühne betritt und mit frappierend sicheren wie herrlich lyrischen Koloraturen wunderbare erste Akzente setzt, gute Laune erzeugt. Bis zum letzten Bild, mit ihrem Spiel‘ ich die Unschuld vom Lande, natürlich im kurzen Gewande“, beschwingt Lavinia Dames die Handlung stimmlich wie darstellerisch. Doch das Ensemble ist insgesamt wunderbar aufgelegt: Anke Krabbe spielt eine sensibel präsente Rosalinde, welche das Publikum im wohl timbrierten Csárdás „Klänge der Heimat“ mitreißt. Jussys Myllys formt seine Partie des Liebhabers Alfred mit feurig italienischem Belcanto (was ihn sogleich zum Alfredo macht). Nobert Ernst war der Partie des neureichen Gabriel von Eisenstein stets gewachsen, wenn auch weniger auffällig. Die Partie der  Gräfin Orlofsky war mit Maria Boiko zurückgenommen angelegt; doch stimmlich glänzte sie, speziell in der großen Arie „Im Feuerstrom der Reben“. Stefan Heidemann als Gefängnisdirektor Frank, Luis Fernando Piedra als Dr. Blind, Christoph Filler als Dr. Falke, Helena Günther als Ida und Volker Philippi als Staatsanwalt rundeten das Ensemble dieser humorig rheinischen Fledermaus glänzend ab. Dirigent Benjamin Reiners und die Düsseldorfer Symphoniker stützten Solisten und Chor mit sängerfreundlichen Klängen.

Das durchaus junge Publikum im ausverkauften Opernhaus feierte die Inszenierung, besonders aber Ensemble, Tänzer und Orchester. Die folgende Premierenfeier bestätigte das für die meisten Akteure glückliche Ende der rheinischen Fledermaus mit frohem Zuspruch und vielen strahlenden Gesichtern.

Die Fledermaus an der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf; die nächsten Termine 2.2.; 9.2.; 15.2.; 21.2.; 23.2.; 29.2.; 7.3.; 22.3.; 1.4.2020

—| IOCO Kritik Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Nürnberg, Staatstheater Nürnberg, Neues Leitungsteam 2018, IOCO Aktuell, 12.11.2016

November 12, 2016 by  
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Staatstheater Nürnberg

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg Leitung  2018

Jens-Daniel Herzog, Jan Philipp Gloger, Goyo Montero

Seit dem 1.3.2016 ist Kontinuität am Staatstheater Nürnberg langfristig gesichert. Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly, der Bayerische Staatsminister Dr. Markus Söder und die Kulturreferentin der Stadt, Prof. Dr. Julia Lehner stellten im März 2016 den für 2018 bestellten Nachfolger von Staatsintendant Peter Theiler vor: Jens-Daniel Herzog (52).

Staatstheater Nürnberg / Neues Leitungsteamvon links Goyo Montero, Christian Ruppert, Jens-Daniel Herzog, Prof. Dr. Julia Lehner, Jan Philipp Gloger © Staatstheater Nürnberg

Staatstheater Nürnberg / Neues Leitungsteamvon links Goyo Montero, Christian Ruppert, Jens-Daniel Herzog, Prof. Dr. Julia Lehner, Jan Philipp Gloger © Staatstheater Nürnberg

Am 9.11.2016 stellte Jens-Daniel Herzog die künftigen Spartenleiter für Schauspiel und Ballett vor: Der Regisseur Jan Philipp Gloger wird das Amt des Schauspieldirektors übernehmen, Goyo Monteros Vertrag als Ballettdirektor und Chefchoreograph wird um weitere fünf Jahre verlängert. Jens-Daniel Herzog wird selbst die Aufgaben des Operndirektors wahrnehmen. GMD Marcus Bosch wird 2018 das Staatstheater verlassen. Ein Nachfolger für Bosch als GMD wurde noch nicht bestellt.

Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner sagte zur Eröffnung der Pressekonferenz: „Das Team des Staatstheaters ab 2018 steht: Dem Staatsintendanten Jens-Daniel Herzog, der auch das Amt des Operndirektors übernimmt, steht mit Jan Philipp Gloger einer der interessantesten jungen Regisseure der Republik an der Seite. Besonders freut mich auch, dass Goyo Montero seine überaus erfolgreiche und spannende Arbeit als Ballettdirektor bis 2023 in Nürnberg fortsetzen wird.“  Jens-Daniel Herzog betonte, dass die Neubesetzung der Schauspieldirektion mit dem Vertragsende von Klaus Kusenberg einhergehe und äußerte große Anerkennung für die Leistungen des amtierenden Schauspielchefs: „Klaus Kusenberg hat das Schauspiel Nürnberg 18 Jahre lang geleitet und hier hervorragende Arbeit für die Stadt und das Publikum gemacht.“ Mit der Berufung des jungen Regisseurs Jan Philipp Gloger als „jüngsten Schauspieldirektor an einem großen deutschen Theater“ geht nun auch ein Generationenwechsel einher: „Ich bin sehr stolz darauf, dass ich mit Jan Philipp Gloger einen so profilierten Künstler gewinnen konnte, der Spaß an alten Texten und an neuen Formen hat und mit dem ich eng zusammenarbeiten möchte. Beide wollen wir in Oper und Schauspiel ein Sänger- und Schauspieler-Ensemble aufbauen, das für diese Stadt steht und mit dem sich das Publikum identifizieren kann.“ – so Jens-Daniel Herzog.

Staatstheater Nürnberg / Schauspieldirektor Jan Phillipp Gloger © Katrin Binner

Staatstheater Nürnberg / Schauspieldirektor Jan Phillipp Gloger © Katrin Binner

Jan Philipp Gloger gab mit 25 Jahren sein Debüt am Bayerischen Staatsschauspiel, wurde mit 29 Jahren Leitender Regisseur am Staatstheater Mainz und hat im Alter von 30 Jahren die Bayreuther Festspiele mit einer Inszenierung des Fliegenden Holländers eröffnet. Inzwischen ist er 34 und bereitet gerade seine 27. Schauspielinszenierung vor, diesmal eine Uraufführung von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek am Düsseldorfer Schauspielhaus.

Zuvor war er unter anderem am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, dem Staatsschauspiel Dresden, dem Deutschen Theater und der Schaubühne Berlin beschäftigt. Als Opernregisseur hat er unter anderem an der Semperoper Dresden, an den Opern in Frankfurt, Zürich und Amsterdam und zuletzt am Royal Opera House Covent Garden in London gearbeitet. Jan Philipp Gloger stellte sich im Rahmen der Pressekonferenz mit den Worten vor: „Dass ich diesen ‚Job‘, meine Position als Schauspieldirektor mit größter Freude und Euphorie antrete, das liegt daran, dass mir das Schauspiel Nürnberg als wunderbare Möglichkeit erscheint, einen lang gehegten Wunsch Realität werden zu lassen: Nämlich die Erfahrungen, Kräfte und auch Verbindungen, die ich in nun auch schon gut neun Jahren als Schauspielregisseur gesammelt habe, an einem Ort und in einem Haus zu bündeln. […]

Ich glaube an das Vertrauen als wichtigsten Rohstoff im Theater. Deswegen glaube ich auch an das Ensembletheater, an dieses wertvolle, einzigartige Instrument, das uns erlaubt, kontinuierlich mit einem festen Kreis von Künstlern an einem Ort zu leben und zu arbeiten und das wir in Deutschland zum Glück NOCH haben.“ An gleicher Stelle versprach der junge Regisseur, während seiner Amtszeit ein breites Spektrum der Stoffe, Themen, Theaterformen und -ästhetiken in Nürnberg anzubieten.

Staatstheater Nürnberg / Neuer Ballettdirektor Goyo Montero © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg / Neuer Ballettdirektor Goyo Montero © Ludwig Olah

Die erfolgreiche Arbeit des spanischen Ballettdirektors Goyo Montero, den Staatsintendant Peter Theiler bereits 2008 nach Nürnberg verpflichtete, wird unter der Intendanz von Jens-Daniel Herzog fortgesetzt. Der Vertrag des Spaniers wird um weitere fünf Jahre, bis 2023, verlängert. Dazu sagte der kommende Staatsintendant: „Eine große Ehre ist für mich, dass der Ballettdirektor Goyo Montero seine Arbeit am Staatstheater Nürnberg fortsetzen möchte. Ich habe mehrere Arbeiten von Goyo Montero gesehen und war einfach nur begeistert.

Das ist eine ausdrucksstarke, berührende und heutige Tanzsprache, mit Lust zum Erzählen und einem überraschenden Umgang mit dem Raum, den ich so anderswo noch nicht gesehen habe. Dazu kommt eine großartige Company sowohl bei den Solisten als auch im Ensemble und ein tolles, lebendiges und altersmäßig auf die beste Weise durchmischtes Publikum, das Goyo und seine Mitstreiter für sich gewonnen haben.“ Unter Goyo Monteros Leitung hat sich die neu ausgerichtete Sparte Ballett binnen kürzester Zeit etabliert: Die Compagnie wuchs in acht Jahren von 16 auf 22 Tänzerstellen, darüber hinaus befindet sich seit der Spielzeit 2015/2016 die Young Companie im Aufbau mit derzeit 4 Tänzerstellen. Grundlage für das Wachstum des Ballettensembles war die außerordentlich erfolgreiche künstlerische Arbeit Goyo Monteros, die von seiner ersten Nürnberger Spielzeit an mit einer enormen Besuchersteigerung für den Tanz im Staatstheater einher ging. Als Chefchoreograph hat Goyo Montero für Nürnberg 13 Uraufführungen für das Ensemble kreiert, zuletzt die Ballette „Latent“ (2015) und „Four Quartets“ (2016).

Neben seinen eigenen Werken gelang es dem Nürnberger Ballettdirektor auch, international höchst renommierte Choreographen für eine Zusammenarbeit mit der Nürnberger Compagnie zu gewinnen, wie u.a. Jirí Kylián, Mats Ek, Nacho Duato, Mauro Bigonzetti, William Forsythe und Christian Spuck. Internationale Gastspiele führten das Staatstheater Nürnberg Ballett u.a. nach Biarritz, Lausanne und Moskau.

Für sein Wirken als Choreograph und Leiter des Staatstheater Nürnberg Ballett wurde Goyo Montero u.a. ausgezeichnet mit dem Premio Nacional de Danza (2011), mit dem Kulturpreis Bayern (2014) und dem IHK-Kulturpreis der Mittelfränkischen Wirtschaft (2009). Mehrfach wurden Goyo Montero und sein Ensemble von den internationalen Fachmagazinen Dance for You und Dance Europe nominiert in den Kategorien beste Compagnie, beste Choreographie und beste Tänzer*innen. Goyo Montero äußerte sich zu seiner Vertragsverlängerung: „Es war immer mein Traum, eine eigene Ballettcompagnie zu leiten. Als Peter Theiler mich 2008 nach Nürnberg berufen hat, konnte ich diesen Traum an einem großartigen Haus verwirklichen, wofür ich immer dankbar sein werde. In den vergangenen acht Spielzeiten konnten wir viel erreichen: Eine eigene Handschrift entwickeln, die Compagnie ausbauen, internationale Gastchoreographen für Nürnberg gewinnen und nicht zuletzt den Dialog mit unserem Publikum intensivieren, das stetig mit uns wächst. Ich schätze mich glücklich, dass ich diese Arbeit unter Jens-Daniel Herzog fortführen kann, um noch mehr für das Ballett in Nürnberg zu erreichen. Denn ich glaube absolut an das enorme Potential der Sparte Tanz und in diesem Sinne freue ich mich auf die künftige gemeinsame Reise.

GMD Marcus Bosch verläßt 2018 das Staatstheater

Generalmusikdirektor Marcus Bosch wird seinen Vertrag über 2018 hinaus auf eigenen Wunsch nicht verlängern, wie dieser in einer Presseerklärung im Vorfeld bereits mitgeteilt hatte. Nach sieben Jahren der Orchesterleitung wird er dem Ruf folgen, zum Wintersemester 2018 eine volle Professur für Dirigieren und die Leitung des Hochschulorchesters an der Hochschule für Musik und Theater München zu übernehmen. Jens-Daniel Herzog dankte Marcus Bosch für seine Verdienste und äußerte zur Neubesetzung des GMD-Postens: „Als Leiter der Opernsparte wünsche ich mir für die musikalische Seite unserer Arbeit am Staatstheater Nürnberg einen Neuanfang. Dafür brauche ich einen musikalischen Partner, der gemeinsam mit mir dieses Ziel mit voller Kraft verfolgt. Ich werde mich ab sofort auf die Suche nach einem neuen Generalmusikdirektor machen und mich dabei auch mit den Musikern der Staatsphilharmonie Nürnberg abstimmen.“ IOCO/ 12.11.2016

—| IOCO Aktuell Staatstheater Nürnberg |—

Düsseldorf, Rheinoper – Tonhalle, Open Air-Konzert, 27.08.2016

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein und Tonhalle laden zum Open Air-Konzert und gemeinsam mit dem Schauspielhaus ins Aktions-Zelt auf der Kulturmeile

Deutsche Oper am Rhein / NRW_Sommerkonzert 2012 © Frank Heller

Deutsche Oper am Rhein / NRW_Sommerkonzert 2012 © Frank Heller

Zur Eröffnung des NRW-Bürgerfests am Samstag, 27. August 2016, um 11.30 Uhr, präsentieren sich die drei größten Düsseldorfer Kulturinstitutionen Tonhalle, Deutsche Oper am Rhein und Schauspielhaus in einem gemeinsamen Aktions- und Infozelt auf dem Grabbeplatz. Michael Becker, Intendant der Tonhalle Düsseldorf, Alexandra Stampler-Brown, Geschäftsführende Direktorin der Deutschen Oper am Rhein, und Wilfried Schulz, Generalintendant des Düsseldorfer Schauspielhauses, begrüßen dort zum Auftakt der Festlichkeiten persönlich ihre ersten Gäste.

Zum Finale des Bürgerfests laden am Sonntag, 28. August, um 19.00 Uhr Oper und Tonhalle zum Klassik Open Air auf den Burgplatz ein. Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein präsentieren mit den Düsseldorfer Symphonikern unter der Leitung von Alexandre Bloch ein vielfältiges Programm von Oper bis Musical. Der Eintritt ist frei.

Als Teil der Kulturmeile beim großen NRW-Geburtstagsfest präsentieren Schauspielhaus, Tonhalle und Oper ihre Häuser und aktuellen Programme in einem Gemeinschaftszelt auf dem Grabbeplatz vor der Kunstsammlung NRW/K20. Dabei steht neben Informationen zu den Angeboten viel Aktion im Vordergrund. Gemeinsam veranstalten die Häuser ein Karten-Gewinnspiel, die Tonhalle präsentiert ein 360-Grad-Video, und am Glücksrad gibt es kleinere und größere Preise als Sofortgewinne. Handwerksbäckermeister Josef Hinkel unterstützt das Aktions-Zelt mit „Kultur-Plätzchen“, die ebenfalls am Glücksrad zu gewinnen sind.

Mit einem stimmungsvollen Klassik-Abend bei freiem Eintritt auf dem Burgplatz gestalten Deutsche Oper am Rhein und Tonhalle gemeinsam den fulminanten Abschluss des Fests zum 70. Landesgeburtstag: Anke Krabbe, Luiza Fatyol, Susan Maclean, Ramona Zaharia, Corby Welch, Ovidiu Purcel, Bogdan Baciu und Günes Gürle – allesamt Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein – präsentieren unter der Leitung von Alexandre Bloch mit den Düsseldorfer Symphonikern Arien und Duette aus Bizets „Carmen“, Donizettis „L’elisir d’amore“, Puccinis „Gianni Schicchi“, Verdis „Un ballo in maschera“, Gershwins „Catfish Row“ und aus Bernsteins „West Side Story“. Petra Albrecht, vor allem durch ihre langjährige Moderation der Düsseldorfer WDR-Lokalzeit bekannt, führt durch das Programm.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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