Radebeul, Landesbühnen Sachsen, DER VAMPYR – Heinrich Marschner, IOCO Kritik, 05.11.2023

Radebeul / DER VAMPYR © René Jungnickel
Radebeul / DER VAMPYR © René Jungnickel

Landesbühnen Sachsen

Landesbühnen Sachsen - Das Stammhaus in Radebeul © LBS / Martin Reissmann
Landesbühnen Sachsen – Das Stammhaus in Radebeul © LBS / Martin Reissmann

DER VAMPYR – Heinrich Marschner

– Menschenblut saugende Wesen im Radebeuler Opernhaus –

von Thomas Thielemann

Wenige Tage nach Halloween haben sich die Landesbühnen Sachsen aufgerafft, ihre für den 12. März 2022 vorbereitete, und aus Corona-Gründen in letzter Minute abgesagte, am 4.11.2023 die Premiere der Inszenierung Manuel Schmitts der Oper Der Vampyr von Heinrich Marschner, auf die Bühne zu bringen.

Der Komponist Heinrich August Marschner (1795-1861), gebürtig in Zittau, war 1824 in Dresden Musikdirektor geworden. Bereits drei Jahre später zog es ihn nach Leipzig. Hier entstand 1828 mit dem Vampyr sein erster großer Opernerfolg. Der britische Leibarzt John Polidor (1795-1821), ein Freund der „Frankenstein-Autorin“ Mary Shelly (1797-1851), hatte die Geschichte vom blutsaugenden Lord entwickelt und damit dem deutschen Dramatiker Heinrich Ludwig Ritter die Vorlage für sein romantisches Schauspiel „Der Vampir oder Die Todten Braut“ geliefert. Der Schwager Marschners, der Schauspieler und Librettist Wilhelm August Wohlbrück (1794-1848), arbeitete dem Komponisten Ritters Schauspiel zu einem wirkungsvollen Libretto um.

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