Nachruf für Victor (Eike) Jarosch

Nachruf für Victor (Eike) Jarosch
Daniel Jarosch, Eike Jarosch copyright Privat

Liebe Freunde von IOCO, liebe Freunde von Eike,

am 2. Februar 2026 ist Eike Jarosch, der Gründer von IOCO und unser langjähriger Freund, Vater, Verwandter nach langer und schwerer Krankheit von uns gegangen ist. Sein Tod macht uns fassungslos.

Für uns alle war er Motivator und Inspirationsgeber. Wir verdanken ihm, dass IOCO überhaupt besteht. Mit großem Fleiß, Umsicht und persönlichem Einsatz hat er über Jahre hinweg die Plattform aufgebaut und alle jene Menschen, die heute für IOCO schreiben, persönlich gewonnen. So ist eine lebendige und funktionierende Plattform entstanden, die wir in seinem Sinne mit großer Freude weiterführen.

Aufgrund seiner schweren Krankheit war Eike seit rund anderthalb Jahren nicht mehr aktiv eingebunden. Dennoch hat er unser gemeinsames Anliegen weiterhin mit Rat begleitet und aufmerksam verfolgt. Es war sein herzlicher Wunsch, dass IOCO auch über ihn hinaus Bestand hat.

Wir haben ihm sehr viel zu verdanken, menschlich wie auch das Geschenk, Teil eines gemeinsamen kulturellen Wirkens zu sein.

An dieser Stelle möchten wir keinen Lebenslauf nachzeichnen. Vielmehr wollen wir Erinnerungen teilen: Erlebnisse, Begegnungen und Gedanken, die viele von uns durch Eikes offene, kommunikative und zugewandte Art erfahren durften.

Erinnerungen seiner Weg-Begleiter:

  • Eike hat mich als Autor vor 3 Jahren auf dem Laufband im Fitness-Studio gewonnen. Nach wenigen Minuten - beide auf dem Laufband - hatte er mir genug Begeisterung für IOCO mitgegeben. Noch 1 Monat vor seinem Tod (am Heiligabend) habe ich mit Eike intensiv über die Zukunftsperspektiven von IOCO gesprochen. Sein Herz war trotz Krankheit groß genug, eine Videoansprache als Weihnachtsgruß an seine IOCO-Freunde zusammen mit mir zu produzieren (von Uli Rehwald, Düsseldorf).
  • Eike hatte eine unglaubliche Liebe zum Leben, den Menschen und der Musik. Als ich bei IOCO zögerlich und unsicher begann, hat er mit unendlicher Geduld und großer Einfühlsamkeit mit mir die Dinge durchgesprochen und viele tolle Impulse beim Schreiben gegeben. Uns hat er wie die Vögel in der Welt der Kultur fliegen lassen. Wir konnten über Rock im Hamburger Volkspark, Opern und historische Sänger vergangener Epochen sprechen. Voraussetzung waren nur Begeisterung und Herz. Ich verdanke Eike durch seine Menschlichkeit und Wärme tolle Erinnerungen und mit IOCO hat er mir phantastische Erlebnisse und Begegnungen ermöglicht, die sonst nie stattgefunden hätten. Ruhe in Frieden teurer treuer Freund! (von Michael Stange, Hamburg)
  • Unser ähnliches Alter führte zu einer außergewöhnlichen Nähe und einem gedankenreichen Verständnis ... Über unser Engagement für die Kultur hinaus, übereinstimmend von Freude geprägt, waren wir durch unsere persönlichen Sorgen verbunden. In vielen Telefonaten haben wir uns immer wieder aufgebaut, getröstet und unterstützt. Ich vermisse diese Gespräche sehr und danke dir auch, dass du mir mit deinem Vertrauen einen neuen Freundeskreis und eine wundervolle Aufgabe geschenkt hast. IOCO ist durch dich zu einem wichtigen Teil meines Lebens geworden. Ich danke dir aus tiefstem Herzen für alles, was du mir im Leben gegeben hast. Meine Bewunderung und Liebe für deine menschliche Größe bleibt auch über den Tod hinaus. In großer Verbundenheit (Ingrid Freiberg aus Wiesbaden).
  • Ich habe Eike 2017 über einen gemeinsamen Freund kennengelernt, 2018 sind wir uns in Wien persönlich begegnet und in den folgenden Jahren immer wieder – etwa bei Pressekonferenzen der Wiener Staatsoper. Schon früh hat er mir großes Vertrauen geschenkt und mir die Verantwortung für Österreich übertragen, später auch für Süddeutschland. In vielen Gesprächen, oft am Telefon, haben wir uns intensiv über Oper, Operette und Theater ausgetauscht. Eike hat mir Sicherheit beim Schreiben gegeben und mir geholfen, das Bühnengeschehen offen und mit einem wohlwollenden, differenzierten Blick zu betrachten. Durch meine Tätigkeit bei IOCO verdanke ich ihm zudem viele wertvolle Begegnungen und gewachsene Freundschaften. Ich bin ihm dankbar für sein Vertrauen, seine Zugewandtheit und für die Aufgabe, die er mir übertragen hat. Unsere Gespräche und die Art, wie er Menschen bestärken konnte, werden mir sehr fehlen. Ich werde ihn in dankbarer Erinnerung behalten. (Marcus Haimerl, Wien)

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