Eike Jarosch, mein Freund seit fünfzig Jahren, ist gestorben. Der Tod hat ihn nach langer Leidenszeit von einer wahrlich bösen Krankheit befreit. Dennoch: Traurig, traurig.
Wir beide sind zusammen manchen Weg gegangen, zum Opernhaus, zum Tennisplatz, in den Urlaub nach Frankreich und selbstverständlich ins Speise-und Bierhaus. Wir wussten viel voneinander, und obschon recht unterschiedliche Naturen, so schätzten ein jeder von uns des anderen Wesen und respektierte dessen Eigenarten. Die Freundschaft hielt über die Zeiten hinweg.
Eike, von der musischen Herkunft her ein musikalisch unbedarfter junger Mann, hatte, das darf wohl hier gesagt werden, sein musikalisches Erweckungserlebnis durch die Bekanntschaft mit und dann durch die bleibende Nähe zu dem Ehepaar Karin und Zenon Kosnowski. Letzterer war als Vertreter der Bassstimme langjähriges Mitglied der Deutschen Oper am Rhein und agierte als Kammersänger weit über Düsseldorfs Grenzen hinaus. Vor allem dessen Gattin Karin erschloss dem kenntnisarmen Herrn Jarosch die Wunderwelt der Oper, und wie nachhaltig ihn diese inszenierte Musik faszinierte und beeinflusste, ihm letztlich die zahllosen Besuche in den Theatern auch zu einem ordentlichen Wissen vom Musiktheater verhalf, das alles lässt sich vortrefflich an seiner Gründung des Kulturportals IOCO und an dessen heutiger Größe wie Bedeutung ablesen.
Chapeau, verehrter und allerbester Chef Eike Jarosch. Einen guten Mann müssen wir mit ihm begraben. Honor His Memory.
Albrecht Schneider