Ein Leben für Sprache und Oper
von Peter Schlang
Mit großer Trauer, wenn auch nicht völlig unvorbereitet, habe ich vom Tod Eikes erfahren. Angesichts seines schweren Krankheitsbildes darf man wohl – und in gewisser Weise tröstlich – auch von einer Erlösung sprechen. Und doch bleibt sein Tod ein schmerzlicher Verlust, ein besonderer Anlass zur Trauer.
Ich habe Eike als leidenschaftlichen Opernverrückten, als engagierten Kulturbotschafter und vor allem als warmherzigen, zugewandten Menschen sehr geschätzt. Seine Begeisterung für die Oper war ansteckend, sein Einsatz für die Kunst unermüdlich, sein Interesse an Sprache und Kultur von echter Hingabe getragen.
Zur Trauer gesellt sich bei mir eine tiefe Dankbarkeit – und die schöne Erinnerung an viele wunderbare, oft lange Telefonate. Persönlich begegnet sind wir uns nie. Und doch entstand durch unsere gemeinsame Liebe zur Sprache, zur Oper und damit zur Kunst und zu den Menschen eine Verbundenheit, die uns zu Herzensfreunden werden ließ.
Diese Freundschaft, gewachsen allein durch das Wort und die geteilte Leidenschaft, bleibt.