Wien, Wiener Staatsoper ,MAHLER LIVE Wiener Staatsballett – Martin Schläpfer auf ARTE concert, 04.12.2020

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

»MAHLER, LIVE«

DIE PREMIERE DES WIENER STAATSBALLETTS LIVE-ZEITVERSETZT AUS DER WIENER STAATSOPER AUF ARTE CONCERT / MARTIN SCHLÄPFERS »4« IN DER »MATINEE« auf ORF2

Am Freitag, 4. Dezember 2020 präsentiert der neue Direktor des Wiener Staatsballetts Martin Schläpfer mit der Premiere des zweiteiligen Abends Mahler, live nicht nur sein erstes eigenes Programm in der Wiener Staatsoper, sondern stellt sich mit seiner Uraufführung 4 zu Gustav Mahlers 4. Symphonie (dem zweiten Werk des Abends) auch als Choreograph vor. Entstanden ist ein großes Ballett für das gesamte Ensemble, dem zur Eröffnung des Programms mit Hans van Manens Live eine Ikone der Tanzgeschichte vorausgeht. Axel Kober dirigiert das Orchester der Wiener Staatsoper, als Solistinnen sind Shino Takizawa am Klavier sowie die Sopranistin Slávka Zámecníková zu erleben.

Wegen der vorübergehenden Schließung aller österreichischen Bühnen im Rahmen der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie kann die Premiere nicht vor Publikum stattfinden, wird aber um 20.30 Uhr im Rahmen der ARTE »Opera Season« auf ARTE concert live-zeitversetzt gestreamt. Am Dienstag, 8. Dezember folgt um 9.05 Uhr eine erneute Ausstrahlung von Martin Schläpfers 4 in der ORF2-Sendung »Matinee«.

Nachdem das Wiener Staatsballett durch ein ausgefeiltes Sicherheits-Konzept mit regelmäßigen Testungen sowie strengen Hygiene-Regeln seit Beginn der Saison 20 Vorstellungen der Programme Jewels, Hollands Meister und Peter Pan in der Wiener Staatsoper und Volksoper Wien vor Publikum zeigen konnte, waren die Produktionsbedingungen für die Premiere Mahler, live durch verringerte Arbeitszeiten während des neuerlichen Lockdowns sowie mehrere Covid-19-Infektionen im Ensemble stark eingeschränkt. »Die derzeitige Situation ist für uns alle eine immense Herausforderung, es war mir aber wichtig, das Programm ›Mahler, live‹ trotzdem so weit wie möglich zu produzieren«, äußert sich Martin Schläpfer. »Es ist ein großes Glück, mit dem deutsch-französischen Kultursender ARTE sowie ORF2 zwei starke Partner für eine Fernsehübertragung zur Seite zu haben. Es geht um mehr als um das Streaming eines Ballettabends. Es geht um die Kunstform Ballett an sich und die große Freude, die diese bereiten kann. Es geht darum, den Menschen zu zeigen, dass wir da sind, dass wir trotz aller Unwägbarkeiten in eine Beziehung mit ihnen treten und ihnen ein berührendes Tanzerlebnis schenken wollen. Und nicht zuletzt geht es um ein positives Zeichen hinaus in die Welt, eine Ermutigung, nicht aufzugeben, weiterzumachen und nach vorne zu blicken.«

Mit Live eröffnet ein Werk das Programm, das Tanzgeschichte geschrieben hat. 1979, in der Pionierzeit der Videotechnik, kreierte Hans van Manen ein meisterhaftes Vexierspiel über die Mechanismen der Wahrnehmung: Eine Frau, ganz allein auf der großen Bühne, mit dem Rücken uns zugewandt. Auf ihre Füße ist eine auf dem Boden liegende Kamera gerichtet. Ein Mann kommt dazu, hebt die Kamera auf und lässt sie über die Zuschauer schweifen. Riesengroß auf eine Leinwand geworfen werden wir zu Protagonisten dieses Stückes, das sich – mit dem Medium des Films – schließlich ins Foyer der Staatsoper und hinaus in die Wiener Nacht öffnet.

In Amsterdam uraufgeführt, wurde Live bisher ausschließlich von Het Nationale Ballet, dem der 88-jährige Hans van Manen bis heute als Hauschoreograph verbunden ist, getanzt. Auf besonderen Wunsch Martin Schläpfers hat der Niederländer seine Arbeit nun dem Wiener Staatsballett und damit erstmals einer weiteren Compagnie anvertraut. Henk van Dijk, der Live seit der Uraufführung als Kameramann begleitet hat, wird in Wien seine letzte Vorstellung geben.

Martin Schläpfer antwortet diesem intimen Kammerspiel Hans van Manens mit einem großen Ballett, das er allen Tänzerinnen und Tänzern seines Ensembles widmet. Schlicht 4 nennt er seine Uraufführung zu Mahlers 4. Symphonie, die ihn mit ihrer hintergründigen Schönheit, ihren gefährdeten Idyllen, aber auch ihrem bösen Humor, ihren scharfen Tönen und ihrer drastischen Schilderung eines ganz und gar nicht himmlischen Paradieses zu einem tänzerischen Welttheater inspirierte. Mahlers Dramaturgie der Brüche und Verwerfungen aufgreifend entfaltet Martin Schläpfer kaleidoskopartige Bilder des Menschen, voller Sehnsucht, Ausgesetztheit und Verlorenheit, traumentrückt oder sich an den großen Fragen des Lebens reibend – Szenen wie Inseln eines gewaltigen Archipels untergründig miteinander verbunden.

MAHLER, LIVE

Live
Musik Fünf kleine Klavierstücke S.192, »Bagatelle sans tonalité« S.261a, »Wiegenlied« S.198 und »Abschied« S.251 von Franz Liszt
Choreographie Hans van Manen
Kostüme Keso Dekker
Licht & Produktionsleitung Bert Dahlhuysen
Einstudierung Rachel Beaujean

Tänzerin & Tänzer Olga Esina – Marcos Menha
Kamera Henk van Dijk
Klavier Shino Takizawa

4
Uraufführung
Musik Symphonie Nr. 4 G-Dur von Gustav Mahler
Choreographie Martin Schläpfer
Bühne Florian Etti
Kostüme Catherine Voeffray
Licht Thomas Diek

Solisten und Corps de ballet des Wiener Staatsballetts

Musikalische Leitung Axel Kober
Sopran Slávka Zámecníková
Orchester der Wiener Staatsoper

Live-zeitversetzter Stream der Premiere des Wiener Staatsballetts aus der Wiener Staatsoper:
Freitag, 4. Dezember 2020, 20.30 Uhr auf ARTE concert

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

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