Hannover, Staatsoper Hannover, Spielplan November 2017

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Staatsoper Hannover 

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski


Spielplan November 2017


Richard Strauss’ faszinierende Salome zeigt die Staatsoper ab 18. November in einer Neuinszenierung von Ingo Kerkhof, der an der Staatsoper u.a. mit seiner konzentrierten „Figaro“-Inszenierung bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Die musikalische Leitung hat Generalmusikdirektor Ivan Repuši?, der sich nach den Wagner- und Puccini-Premieren der vergangenen Saison damit erstmals mit einer Strauss-Oper präsentiert. – Seinen kleinen Brahms-Zyklus vollendet der Pianist Lars Vogt mit dem Mammutwerk des 1. Klavierkonzerts beim 3. Sinfoniekonzert am 26.11. Im September spielte und dirigierte Vogt das 2. Klavierkonzert in Personalunion, nun steht GMD Ivan Repuši? am Pult und hat mit César Francks Sinfonie d-Moll außerdem ein spätromantisches Werk aus Frankreich im Gepäck. – Noch dreimal zu erleben sind Stefan Adam als Holländer und Kelly God als Senta in Wagners Der fliegende Holländer. – Weitere Wiederaufnahmen des Monats beinhalten Jörg Mannes’ Henry VIII-Ballett, Donizettis Der Liebestrank, Puccinis Manon Lescaut und Rossinis Wilhelm Tell (konzertant, unter der Leitung von Alessandro De Marchi). In der Jungen Oper sind weiterhin im Repertoire der Club Figaro (ab 13), Das Märchen vom Märchen im Märchen (ab 5) sowie der Dauerbrenner Oh, wie schön ist Panama (ab 5). – Gleich zweimal dürfen sich sangesfreudige Besucher beim Publikumskonzert ausprobieren (1.11. und 29.11.). – „Spielen erlaubt!“ heißt es beim 1. Kinderkonzert, wenn Vampir Heini Regelbrüche in der Musik erkundet. – Das 2. Kammerkonzert – wieder am neuen Ort, dem Niedersächsischen Landesmuseum – bestreitet die stellvertretende Solocellistin Christine Balke mit ihrer Duopartnerin Maria Lagutina und Werken von Brahms, Grieg und Schostakowitsch. Die Eintrittskarte berechtigt auch zum Museumsbesuch am 12.11.


PREMIERE OPER


SALOME
OPER VON RICHARD STRAUSS
DRAMA IN EINEM AKT (1905)
TEXT VOM KOMPONISTEN NACH DEM DRAMA »SALOMÉ« VON OSCAR WILDE IN DER ÜBERSETZUNG VON HEDWIG LACHMANN
PREMIERE SA, 18.11.17, 19:30 UHR

Vamp, femme fatale, erotisches Monstrum – solche Klischees bestimmen bis heute das Bild der Salome. Als Ziel moralischer und religiöser Entrüstung und als Objekt der Begierde gleichermaßen, hat es die judäische Königstochter zu einer Prominenz gebracht, die sich in den künstlerischen Gestaltungen ihrer Geschichte über die Jahrhunderte widerspiegelt. Aber erst durch Oscar Wildes 1892 entstandenen Einakter wurde die Prinzessin zur Symbolgestalt eines morbiden und nach Schönheit und Luxus gierenden »Fin de siecle«.

Nach seinen zwei Opernerstlingen gelang Richard Strauss mit Salome der große Wurf, mit dem er Theatergeschichte geschrieben hat. Die Musik liefert ein Psychogramm der Bühnenfiguren; das eigentliche Drama vollzieht sich im Inneren dieser Figuren. Denn ungeachtet des üppigen Orchesterklangs ist Strauss’ Salome kein Werk oberflächlicher orientalischer Prachtentfaltung und bunter Exotismen. In einem der vielleicht am meisten missverstandenen Werken der Operngeschichte gilt es, das innere Drama der jungen Prinzessin, die aus einer deformierten Welt ausbrechen will, an die sie letztlich doch gekettet ist, neu zu entdecken.

MUSIKALISCHE LEITUNG Ivan Repuši? INSZENIERUNG Ingo Kerkhof BÜHNE Anne Neuser KOSTÜME Inge Medert CHOREOGRAPHIE Mathias Brühlmann LICHT Elana Siberski DRAMATURGIE Klaus Angermann

SALOME Annemarie Kremer HERODES Robert Künzli HERODIAS Khatuna Mikaberidze JOCHANAAN Brian Davis NARRABOTH Simon Bode PAGE Hanna Larissa Naujoks/Josy Santos u.a.

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

 


REPERTOIRE OPER UND BALLETT


DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Der Holländer hat sich einst in die Stürme geworfen und das Schicksal, die Natur und Gott herausgefordert. Der Lohn für seine Hybris ist ein Fluch, der es ihm nur noch alle sieben Jahre gestattet, an Land zu gehen. Nur eine Frau, die einen Schwur auf ewige Treue einlösen kann, vermag ihn davon zu befreien. Könnte Senta die Erlösung des Holländers sein? Obsessiv träumt sich Senta einen Mann wie den Holländer herbei – einen Mann, wie es der Jäger Erik niemals sein kann. Und tatsächlich: als sich der Holländer und Senta begegnen, tritt zum ersten Mal Stille in die Herzen der beiden Suchenden. Doch ist es der stille Einklang zweier Herzen, die ihre Bestimmung gefunden haben – oder die dräuende Stille im Auge des Sturms, dem Unheil folgen wird? »Mensch gegen Natur, Bernd Mottl stellt das große Ganze in den Mittelpunkt.« Neue Presse

VORSTELLUNGEN AM 05.11., 14.11. UND ZUM LETZTEN MAL IN DIESER SPIELZEIT AM 23.11.17


HENRY VIII

Als König Heinrich der Achte von England mit 55 Jahren stirbt, ist er ein kranker, fettleibiger Despot. Der ehemals glänzende Hoffnungsträger entwickelt sich zum Schrecken seines Volkes: Zehntausende werden durch ihn zum Tode verurteilt – darunter zwei seiner sechs Ehefrauen. Seinem lang ersehnten Thronerben Edward hinterlässt Henry ein ausgeblutetes Land und leere Staatskassen. Jörg Mannes rückt die imposante Gestalt dieser historischen Figur ins Zentrum seines Balletts. Mark Polscher hat für Henry VIII eigens einen Klangraum für Orchester und Elektronische Musik geschaffen. Die Komposition erklingt gemeinsam mit Werken von Edward Elgar und Johann Sebastian Bach. »Wunderbar verdeutlicht Mannes in seiner Choreographie die Beziehungen Henrys zu seinen Frauen.« HAZ

VORSTELLUNGEN AM 03.11., 11.11. UND ZUM LETZTEN MAL AM 19.11.17

GRANDBROTHERS, FOTO: TONJE-THILESEN


DER LIEBESTRANK

Nemorino verzehrt sich nach Adina, die ihn jedoch nicht ernst nimmt. Wie gut, dass Dulcamara einen Liebestrank für derartige hoffnungslose Fälle im Sortiment hat. Der feste Glaube an die baldige Wirkung des Tranks steigert Nemorinos Selbstbewusstsein, was wiederum Adina ärgert. Aus Trotz entschließt sie sich zur Hochzeit mit dem Soldaten Belcore. Um eine weitere Flasche des wundertätigen Elixiers kaufen zu können, lässt sich Nemorino von Belcore als Soldat anwerben. Erst als Adina hiervon erfährt, erkennt sie die Aufrichtigkeit von Nemorinos Gefühlen. »So macht Belcanto Spaß!« Neue Presse

VORSTELLUNGEN AM 16.11. UND 25.11.17


MANON LESCAUT

Im Mittelpunkt von Puccinis erstem Welterfolg steht die fatale Liebesbeziehung zwischen dem Adeligen Des Grieux und der jungen Manon Lescaut. Der Zwiespalt zwischen der Sehnsucht nach Liebe und den Vorzügen eines Lebens im Luxus wird Manon zum Verhängnis. Mit Manon Lescaut gelang Puccini der internationale Durchbruch. »Ein nicht nur musikalisch hinreißender Abend, der beweist, dass spannende und emotional packende Personenregie nicht nur möglich ist, sondern optisch genussvoll zum Nachdenken anregen kann.« Online Musik Magazin

VORSTELLUNGEN AM 04.11., 10.11. UND 24.11.17


WILHELM TELL

Im Stile einer Grand opéra mit prachtvollen Chören präsentiert Rossini den Befreiungsschlag der Schweizer gegen die habsburgischen Besatzer, der zur Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft führte. Die Tell-Legende wird verknüpft mit der unglücklichen Liebe zwischen dem Schweizer Arnold und der habsburgischen Prinzessin Mathilde. Das berühmte Geschehen rund um Rütlischwur und Apfelschuss entfaltet Rossini in einem musikalisch eindrucksvollen Naturidyll. Für die konzertante Aufführungsserie konnte Alessandro De Marchi gewonnen werden – renommierter Spezialist für die Musik des 18. und frühen 19. Jahrhunderts.

VORSTELLUNGEN AM 12.11. UND 17.11.17

 


REPERTOIRE JUNGE OPER


CLUB FIGARO, AB 13 JAHREN

Mittendrin ist man im »Club Figaro« – frei von der Aufsicht durch Eltern, Lehrer und sonstige Aufpasser. Sein, wer man ist, sich treffen, mit wem man will, Freundschaften pflegen und neue Kontakte knüpfen – all das kann man hier. Mittendrin ist auch Cherubino – und zwar mitten auf der Suche nach Antworten auf die Fragen, wohin man gehört, wohin die Zukunft führen wird. Wie weit geht man, um dazu zu gehören? Musikalisch heißt das: Mozart trifft Band trifft Club-Musik – eine Synthese, die ebenso verrückt sein kann, wie der legendäre Komponist selbst.

VORSTELLUNGEN AM 03.11., 10.11., 14.11., 19.11. UND 24.11.17


DAS MÄRCHEN VOM MÄRCHEN IM MÄRCHEN, AB 5 JAHREN

Nachdem er seine Mutter verloren hat, muss der kleine Mahmut für sich selbst sorgen. Bei einer Reihe von Abenteuern steht ihm ein Glücksvogel bei und wendet alles zum Guten. Auf poetische Weise führt die Geschichte nach Kemal Kurt den jungen Helden durch vier Episoden, in denen der kleine Waisenjunge seine schmerzvollen Erfahrungen zu bewältigen lernt und seinen Platz innerhalb der Gesellschaft findet. Traditionelle türkische Lieder reichern die Handlung an, in den farbenprächtigen Kostümen finden sich Anklänge an den orientalischen Kontext des Märchens. »Toll: Deutsche, türkische oder sonst woher stammende Kinder versanken gemeinsam in dem Märchen vom Märchen, bei dem Sprachbarrieren keine Rolle spielen.« Neue Presse

VORSTELLUNGEN AM 09.11., 12.11., 13.11. UND 21.11.17


OH, WIE SCHÖN IST PANAMA, AB 5 JAHREN

Auf der Suche nach Panama brechen Bär und Tiger zu einer philosophischen Reise auf und erkennen am Ende: Auch wer im Kreis gelaufen ist, kommt doch anders und auch anderswo an, als er losgelaufen ist. Die spielerisch-poetische Musik schuf der junge Komponist Stefan Johannes Hanke (Der Teufel mit den drei goldenen Haaren) als Auftragswerk der Staatsoper. »Librettistin Dorothea Hartmann hat aus Janoschs tiefgründiger Bildergeschichte eine temporeiche Story gemacht.« HAZ

VORSTELLUNG AM 16.11.17


3. SINFONIEKONZERT
JOHANNES BRAHMS Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll op. 15 (1854 – 57)
CÉSAR FRANCK Sinfonie d-Moll (1887 / 88)

Die Tonart d-Moll verbindet die beiden Werke dieses Konzertprogramms, denen bei ihren Uraufführungen wenig Glück beschieden war: Wie das 1. Klavierkonzert von Johannes Brahms 1859 in Hannover auf Unverständnis stieß, bereitete die Sinfonie César Francks 30 Jahre später in Paris den Hörern gravierende Schwierigkeiten. Brahms’ Konzert irritierte mit sinfonischen Ausmaßen und einer engen Verzahnung von Klavier- und Orchestersatz; statt vordergründiger Virtuosität herrscht dramatischer Furor und sensible Innerlichkeit. Wuchtig entlädt sich der titanische Kopfsatz mit einer Direktheit, die die komplizierte Entstehung zu verleugnen scheint. Zunächst als Sonate für zwei Klaviere konzipiert, dann als Ausgangspunkt für eine Sinfonie gedacht, entwickelte sich das Werk über drei Jahre zu Brahms’ erstem Werk mit Orchester überhaupt.

Francks Zeitgenossen haderten mit dessen Bemühungen um eine neue, sehr persönliche Auslotung der sinfonischen Formschemata, mit seiner Vielfalt an Motiven und komplexen Kontrapunktik. Für jüngere französische Komponisten wie Ernest Chausson, Vincent d’Indy oder Franck-Schüler Claude Debussy sollte jedoch gerade diese Sinfonie mit ihrer weit in die Zukunft weisenden Harmonik eines der einflussreichen Werke ihrer Zeit werden.

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
SOLIST Lars Vogt (Klavier) DIRIGENT Ivan Repuši?
SO, 26.11.17, 17:00 UHR
MO, 27.11.17, 19:30 UHR
Einführung mit Ivan Repuši? jeweils 45 Minuten vor dem Konzert


1. KINDERKONZERT »SPIELEN ERLAUBT!«
ÜBER ZUFALL UND MUSIKALISCHE REGELN

Kinder spielen gerne, das ist klar. Musiker spielen auch. Und für beides braucht man Regeln, oder? Welche Spielregeln gelten in der Musik, und was passiert, wenn man sich nicht daran hält? Heini, der kleine Vampir, macht sich auf die Spurensuche durch 300 Jahre Musikgeschichte von Johann Sebastian Bach bis John Cage. Dabei begegnet er Naturgesetzen wie dem Echo und menschlichen Erfindungen wie Kanon und Kontrapunkt, immer auf der Fährte musikalischer Gesetze und Regelbrüche.

MIT Heini, dem kleinen Vampir (Britt Wolfgramm / Eva Spilker), Mareike Morr (Mezzosopran)
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
DIRIGENT Siegmund Weinmeister
SO, 05.11.17, MO, 06.11.17 UND DI, 14.11.17, JEWEILS 11:00 UHR


2. KAMMERKONZERT: CELLO UND KLAVIER
JOHANNES BRAHMS Cellosonate D-Dur op. 78 (1879 / 97)
DMITRI SCHOSTAKOWITSCH Cellosonate op. 40 (1934)
EDVARD GRIEG Cellosonate a-Moll op. 36 (1882 / 83)

Beim 2. Kammerkonzert im Landesmuseum präsentiert die stellvertretende Solocellistin Christine Balke mit ihrer Duopartnerin Maria Lagutina ein gewichtiges Sonatenprogramm. Handelt es sich bei Brahms’ op. 78 ursprünglich um eine Violinsonate, die der Leipziger Musiker Paul Klengel für seinen Bruder, den berühmten Cellisten Julius Klengel, transkribierte, sind die beiden anderen Werke Originalkompositionen. Edvard Grieg belebt die strenge Struktur der Sonatenform mit schwelgerischer Romantik; Dmitri Schostakowitsch verbindet russisches Kolorit mit karikierender Groteske.

MIT Christine Balke (Violoncello) und Maria Lagutina (Klavier)
SO, 12.11.17, 11:00 UHR
VORTRAGSSAAL DES NDS. LANDESMUSEUMS HANNOVER


OPER EXTRA


OLAF ROTHS OPERETTENPARADIES – REISE NACH ITALIEN

An drei Terminen pro Spielzeit begrüßt Olaf Roth, Pressesprecher der Staatsoper Hannover, das Publikum im Operettenparadies im Marschner-Saal. Bei Kaffee und Kuchen begeben sich die Zuschauer diesmal auf eine Reise nach Italien und machen zunächst Bekanntschaft mit einem Renaissancedichter, der die erotischen Schwänke, die er schrieb, am liebsten erst einmal selbst erlebte. Dann stellt sich ein Teufelsgeiger vor, dem man nur ungern widersprechen möchte, wenn er von sich sagt: »Gern hab’ ich die Frau’n geküsst«. Ensemblemitglieder der Staatsoper Hannover präsentieren Ausschnitte aus Operetten von Franz von Suppé (Boccaccio) und Franz Lehár (Paganini).

SA, 04.11.17, 15:00 UHR, MARSCHNER-SAAL


PUBLIKUMSCHÖRE ZU »WEST SIDE STORY« UND »SALOME«

Gleich zweimal lädt die Staatsoper Hannover im November zum Mitsingen ein. Bei den Publikumschor-Terminen rund um die Premieren von West Side Story und Salome könnten die Themen und Gäste kaum unterschiedlicher sein. Während Stella Motina, Darstellerin der Maria in Bernsteins Musical und neues Ensemblemitglied, mit dem Publikumschor Stücke rund um das Thema »Wenn zwei sich lieben« anstimmt, musiziert Tenor Robert Künzli mit ihm »Im Elfenbeinturm«. Welche Werke sich genau dahinter verbergen, erfährt das Publikum wie immer erst am Abend selbst. Aber eins ist gewiss: Ein Stück aus der jeweiligen Produktion ist sicher dabei!

MI, 01.11.17 UND MI, 29.11.17, JEWEILS 19:00 UHR

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