München, Bayerische Staatsoper München – Prinzregententheater , Premiere Oberon, König der Elfen, 21.07.2017

Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper / Oberon Pregardien © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper / Oberon Pregardien © Wilfried Hösl

21. Juli 2017: Premiere Oberon, König der Elfen

 

Carl Maria von Webers „romantische Feenoper“ Oberon, König der Elfen feiert am 21. Juli 2017 Premiere im Prinzregententheater. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Ivor Bolton, der bei den letzten Münchner Opernfestspielen die Neuproduktion Les Indes galantes dirigierte. Die Inszenierung übernimmt der 1987 geborene österreichische Regisseur Nikolaus Habjan, der damit sein Hausdebüt gibt und zum ersten Mal eine Oper inszeniert. Auch sein poetisches Puppenspiel wird Teil der Inszenierung sein. Neben dem deutschen Tenor Julian Prégardien in der Titelpartie werden Brenden Gunnell als Hüon von Bordeaux und Annette Dasch als Rezia in den Hauptpartien zu hören sein.

Zum Werk Oberon, König der Elfen ist Webers letzte Oper, die 1826 in London uraufgeführt wurde. Die romantische Oper war eine Auftragsarbeit für den damaligen Direktor des Covent-Garden-Theaters. Weber wählte als Vorlage Christoph Martin Wielands Oberon. Ein romantisches Heldengedicht in vierzehn Gesängen, in dem die Handlungen von William Shakespeares Midsummer Night’s Dream und die des Ritterbuches von Huon de Bordeaux verschmelzen. Weber hatte zu dieser Zeit auch in Großbritannien durch den Freischütz einen Ruf als romantischer Komponist erlangt. Bei der Komposition des Stoffes passte sich Weber zum Teil den Gepflogenheiten des britischen Theaters an. So enthielt das Libretto von James Planché sehr viel mehr gesprochene Dialoge als Weber es aus dem deutschsprachigen Raum gewohnt war. Die Uraufführung überlebte Weber nicht lange, er starb noch in London im selben Jahr.

Zur Inszenierung Nikolaus Habjan, Regisseur, Puppenspieler und Kunstpfeifer, zeigte bereits Arbeiten am Schubert Theater in Wien, dem Staatstheater Mainz und dem Wiener Burgtheater. In seiner Inszenierung von Webers „Feenoper“ arbeitet er mit selbst gestalteten Klappmaulpuppen: „Puppenspiel ist an sich schon sehr musikalisch“, sagt Habjan in einem Porträt aus MAX JOSEPH. „Man meint, diese Art von Theater wäre nur für Kinder geeignet. Dabei gibt es eine starke Tradition von Puppentheater für Erwachsene.“ Habjan interpretiert den Streit zwischen Feenkönig Oberon und seiner Gattin Titania und die darauffolgende Wette als Menschenversuch und versetzt die Handlung in eine Art Menschen-Labor der 1950er Jahre. „Wir arbeiten mit Rorschachtests, Bildern aus der Psychiatrie aus dieser Zeit“, so Habjan. Alle Vorstellungen sind seit April ausverkauft, die Staatsoper zeigt eine der Vorstellungen auf STAATSOPER.TV.

Nikolaus Habjan kann Ende Juli auch noch als Puppenspieler auf der Bühne erlebt werden: zusammen mit der Osttiroler Musicbanda Franui widmet er sich der Figur des suchenden Wanderers, der alles hinter sich lässt, um sich auf die Suche zu begeben, ohne das Ziel der Wanderung zu erahnen. Franui interpretiert bei Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus mit Hackbrett, Harfe, Streichern und Blechbläsern Musik frei nach Schubert, Schumann, Brahms und Mahler; Habjan rezitiert Texte von Robert Walser und Jörg Amann. Sein Puppenspiel ergänzt Musik und Wort zu einem ungewöhnlichen Musiktheaterabend.

STAATSOPER.TV
Oberon, König der Elfen
So, 30. Juli 2017, 18.00 Uhr
Musikalische Leitung: Ivor Bolton
Inszenierung: Nikolaus Habjan
Mit Julian Prégardien, Annette Dasch, Brenden Gunnell

Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus
Fr, 28.07.2017, 20 Uhr – Restkarten
Prinzregententheater

—| Pressemeldung Bayerische Staatsoper München |—

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