Dresden, Semperoper, Premiere Die Passagierin – Mieczyslaw Weinberg, 24.06.2017

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Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

  Die Passagierin von  Mieczyslaw Weinberg

 Premiere 24. Juni 2017, weitere Vorstellungen 30.6.2017, 5.7.2017, 9.7.2017

Mieczyslaw Weinbergs Oper Die Passagierin gelangte – obwohl bereits 1968 vollendet – erst 2006 in Moskau zur konzertanten und 2010 bei den Bregenzer Festspielen zur szenischen Uraufführung. Das Libretto stammt aus der Feder des Musikwissenschaftlers Alexander Medwedew und basiert auf dem gleichnamigen autobiografischen Roman von Zofia Posmysz. In diesem erzählt die Auschwitz-Überlebende Autorin von einer zufälligen Begegnung der ehemaligen KZ-Aufseherin Lisa mit der früheren Inhaftierten Marta Ende der 50er Jahre auf einem Kreuzfahrtschiff. Lisa – inzwischen gut situierte Gattin des Diplomaten Walter – muss sich ihrer verdrängten Vergangenheit stellen und taumelt zwischen einem Von-sich-Weisen der Schuld, Erklärungsversuchen ihrem Mann gegenüber und Erinnerungen an das Grauen des Konzentrationslagers.

»Wenn eines Tages eure Stimmen verhallt sind, dann gehen wir zugrunde«, ruft sich Marta am Ende von Weinbergs Die Passagierin ihre Verantwortung ins Gedächtnis und gedenkt damit all jener, die im KZ Auschwitz umgebracht wurden. Sie selbst war als junge Frau dem Todeslager entkommen. Jahre später begegnet die ehemalige SS-Aufseherin Lisa auf einer Schiffsreise einer Passagierin, in der sie die damals internierte Marta erkennt. Für Lisa dringt schlagartig die sorgfältig verschwiegene Vergangenheit in die angestrengt befriedete Gegenwart ein und ruft ihr ihre Rolle im KZ in Erinnerung: Damals versuchte sie Marta zu ihrem Spielball zu machen, um sie schließlich doch dem Tod auszuliefern.

Das Besondere an dieser Oper – wie auch das des Buches – ist die Perspektive aus der die Geschichte erzählt wird: Die ehemalige Inhaftierte Marta und die frühere KZ-Aufseherin Lisa kommen nicht ins Gespräch, es sind vielmehr Lisas Gedanken, ihre Erinnerungen und Reflektionen, wenn sie der Passagierin auf dem Schiff immer wieder begegnet, die über das Geschehen aufklären. Musik und Inhalt greifen dabei ineinander und geben ein erschütterndes, gleichwohl berührendes Drama, das historische Ereignisse und Einzelschicksale emotional lebendig werden lässt.

Die Hauptpartien verkörpern Christina Bock als Lisa und Jürgen Müller als ihr Ehemann Walter. In der Partie Marta ist Barbara Dobrzanska zu erleben und als Tadeusz steht Markus Butter auf der Bühne. Christoph Gedschold dirigiert die Sächsische Staatskapelle Dresden.

 Die Autorin Zofia Posmysz wird vor der Premiere am 24. Juni, um 17 Uhr zusammen mit dem Dramaturgen der Oper Frankfurt, Norbert Abels, zu einem Gespräch in der Semperoper Dresden sein.PMSeODr

 

Frankfurt, Kammeroper Frankfurt, Premiere Ein Maskenball, 15.07.2017

Juni 12, 2017 by  
Filed under KammerOper, Konzert, Oper, Premieren, Pressemeldung

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Kammeroper Frankfurt

Kammeroper Frankfurt / Maskenball © Martin Grothmaak

Kammeroper Frankfurt / Maskenball © Martin Grothmaak

Ein Maskenball von Giuseppe Verdi

Wieder ein Königsmord im Palmengarten

Premiere: Samstag, 15. Juli 2017, weitere Aufführungen: Fr. 21., Sa. 22., So. 23., Mi. 26., Fr. 28., Sa. 29., So. 30. Juli, und Mi. 2., Fr. 4., Sa. 5., Mi. 9., Fr. 11., Sa. 12. August 2017 jeweils 19.30 Uhr, Bei Regen ist die Aufführung konzertant.

Alljährlich im Sommer bespielt die Kammeroper Frankfurt den Musikpavillon im Palmengarten und schließt eine Lücke im Kulturangebot der Mainmetropole. In diesem Jahr steht das Hauptwerk aus der mittleren Schaffensperiode von Giuseppe Verdi auf dem Programm, EIN MASKENBALL.

Kammeroper Frankfurt / Ein Maskenball © Kammeroper Frankfurt

Kammeroper Frankfurt / Ein Maskenball © Kammeroper Frankfurt

Zur Entstehungszeit der Oper stand das Barometer auf Sturm: 1858 misslingt das Attentat des Grafen Felice Orsini auf Napoleon III., doch das Ende der Bourbonen-Herrschaft in Neapel ist eingeleitet. Giuseppe Verdi, glühender Anti-Royalist, greift das Sujet auf: Sein Librettist Antonio Somma bearbeitet eine Vorlage von Eugène Scribe von 1833 für Daniel-Francois Esprit Auber, merzt einige überflüssige Szenen aus und schreibt mit UN BALLO IN MASCHERA eine der wirkungsvollsten Verdi-Opern überhaupt.

In diesem Dramma lirico krachen blutige Tragödie und burleske Operette unvermittelt aufeinander und ergeben ein „Scherzo mit tödlichem Ausgang“ – ein Bonmot von Richard
Strauss, das auch auf den MASKENBALL paßt. Die Oper ist ein Vexierspiel aus Politik und privaten Amouren. Der Einbruch des Übersinnlichen in Gestalt der Seherin Ulrica und die sexuelle Ambivalenz des Pagen Oscar, einer Hosenrolle und singulär in Verdis Schaffen, schärfen den inneren Konflikt.

Das historische Vorbild ereignete sich 1792 während eines Maskenballes in der Stockholmer Oper, und Verdi und Somma zeigen nun diese an sich schon verwirrende Konstellation auf der Opernbühne als Maskenspiel über das Maskenspiel – und Rainer Pudenz führt dieses Meisterwerk der Italienischen Oper in deutscher Sprache (Neue Übersetzung von Thomas Peter) auf, um dem Publikum im Gewirr der zahllosen Zwischenböden die Orientierung zu ermöglichen. Unberührt bleibt Verdis unsterbliche Musik, darunter die wohl schönste Chor- Prehgiera der Operngeschichte: Das Attentat ist geglückt, der König tödlich getroffen – doch nun erweist sich die Tragödie als Farce, als gräßliches Missverständnis unter Freunden. Das dreizehnte Addio war tödlich!

Premiere: Samstag, 15. Juli 2017, weitere Aufführungen: Fr. 21., Sa. 22., So. 23., Mi. 26., Fr. 28., Sa. 29., So. 30. Juli, und Mi. 2., Fr. 4., Sa. 5., Mi. 9., Fr. 11., Sa. 12. August 2017 jeweils 19.30 Uhr, Bei Regen ist die Aufführung konzertant.

Leitung:
Erdl (Musikalische Leitung). Pudenz (Regie), Vilagrasa (Bühne/Licht), Keller (Bühne/Licht), N.N. (Kostüme), Bresgen (Dramaturgie), Beiner (Regieassistenz)

Mitwirkende:
Nymoen, Kalinina, Diny, Seyhan, Cuento, Sindermann, Peter, Führ, Kaiser, Vargas, Eckhardt, u. a. Solisten, Chor und Orchester der Kammeroper Frankfurt

Aufführungsort:
Musikpavillon im Palmengarten, Eingang: Bockenheimer Landstraße/ Palmengartenstraße 11 und Siesmayerstraße 63

Vorverkauf:
www.frankfurtticket.de, Tel. 069 13 40 400, Weitere Informationen: www.kammeroper-frankfurt.de,  PM  Kammeroper Frankfurt

Frankfurt, Oper Frankfurt, WEISSEN RÖSSL À TROIS, 19.06.2017

Juni 9, 2017 by  
Filed under Oper Frankfurt, Operette, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt / WEISSEN RÖSSL À TROIS - Michael Quast und Sabine Fischmann © Stephan Floss

Oper Frankfurt / WEISSEN RÖSSL À TROIS – Michael Quast und Sabine Fischmann © Stephan Floss

IM WEISSEN RÖSSL À TROIS  

MICHAEL QUAST und SABINE FISCHMANN  an der OPER FRANKFURT

Klassische Musik auf humorvolle Weise zu präsentieren, ohne sie zu denunzieren, das ist das Erfolgsrezept des Duos Michael Quast und Sabine Fischmann. Basierend auf gründlicher Werkanalyse und lustvoller Musikalität greifen sie – zum Vergnügen des Publikums – mitunter zu drastischen Mitteln und karikieren das Operetten- bzw. Opernpersonal bis zur Kenntlichkeit. Wer erinnert sich nicht an Strauß? Die Fledermaus, Offenbachs Hoffmanns Erzählungen, Mozarts Don Giovanni (inklusive Einladung zu den Salzburger Festspielen) und zuletzt an Bizets Carmen. Die Presse attestiert ihnen „die Passion von Besessenen“ und „Kabinettstücke auf Augenhöhe mit historischen Größen der Musikclownerie wie Karl Valentin“.

In Quasts brandneuem Stück Im Weißen Rössl à trois nach dem Singspiel in drei Akten von Hans Müller und Erik Charell, das am Montag, dem 19. Juni 2017, um 19.30 Uhr im Opernhaus zur Aufführung gelangt, greift nun erneut ein konsequentes Sparkonzept, was den Personalaufwand betrifft! Und doch erwartet das Publikum eine pralle Komödie, die alles zu bieten hat, was das Weiße Rössl ausmacht: herzerweichende Liebesqual und quietschendes Liebesglück, augenzwinkernden Alpenkitsch und echte Sentimentalität.

Oper Frankfurt / WEISSEN RÖSSL À TROIS - Michael Quast und Sabine Fischmann © Stephan Floss

Oper Frankfurt / WEISSEN RÖSSL À TROIS – Michael Quast und Sabine Fischmann © Stephan Floss

Und alle sind mit dabei: die Rössl-Wirtin Josepha Vogelhuber, ihr Zahlkellner Leopold, der fesche Rechtsanwalt Dr. Otto Siedler und der noch viel feschere Fabrikantensohn Sigismund Sülzheimer. Die Musik von Ralph Benatzky mit musikalischen Einlagen von Robert Stolz, Robert Gilbert und Bruno Granichstaedten geht sofort ins Ohr – von „Im Salzkammergut, da kann man gut lustig sein“ über „Was kann der Sigismund dafür, dass er so schön ist“ bis hin zu „Die ganze Welt ist himmelblau“.

In Michael Quasts Fassung sind neben Sabine Fischmann auch wieder der musikalische Leiter der Produktion Rhodri Britton sowie Markus Neumeyer am Flügel zu erleben. Die Regie liegt bei Sarah Groß, die Choreographie besorgt Alan Barnes und die Produktionstechnik verantwortet Daniel Groß.

Eine Koproduktion der Fliegenden Volksbühne Frankfurt Rhein-Main mit der Staatsoperette Dresden Aufführungsrechte beim Verlag Felix Bloch Erben

Pressemeldung Oper Frankfurt

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Frankfurt, Oper Frankfurt, JETZT! Oper für Dich – KINDERCHORKONZERT – OPER SUCHT SINGENDE KLASSE, 18.06.2017

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt / Das schlaue Füchslein © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Das schlaue Füchslein © Barbara Aumüller

KINDERCHORKONZERT –
OPER SUCHT SINGENDE KLASSE

Unter dem Motto Oper sucht singende Klasse lädt die Oper Frankfurt erstmals recht herzlich ein zu einem außergewöhnlichen Konzert im Rahmen ihres Vermittlungs-programms                     JETZT! Oper für Dich 

 Sonntag, dem 18. Juni 2017, um 11.00 Uhr ins Opernhaus.

Ungefähr 350 Kinder verschiedener Schulchöre und -klassen aus Frankfurt und dem Rhein-Main-Gebiet im Alter von sechs bis zwölf Jahren singen zusammen mit dem Kinderchor der Oper Frankfurt.

Über einen mehrwöchigen Zeitraum haben die Kinder aus sechs verschiedenen Schulen intensiv mit Karina Schwarz, der Stimmbildnerin der Oper Frankfurt, gearbeitet. Die jungen Sänger stammen u.a. von der Henri-Dunant-Schule in Frankfurt-Höchst, der Bockenheimer Franckeschule, der Liebfrauenschule und der Bettinaschule sowie der Grundschule Süd-West Eschborn und der Albert-Schweitzer-Schule in Neu-Isenburg. Junge Opernfans und Kinder, die bis jetzt noch keinen Kontakt mit der Oper hatten, präsentieren nun stolz unter der musikalischen Leitung von Markus Ehmann, dem Stellvertretenden Chordirektor und Leiter des Kinderchors der Oper Frankfurt, ihr Können in einem bunten Programm mit eigenen, in der Schule gesungenen Liedern sowie Werken von Mozart bis Verdi. Am Klavier werden die Schüler begleitet von Simon Fell, die Moderation der Matinee übernehmen Anna Ryberg und Deborah Einspieler von      JETZT! Oper für Dich.

Oper Frankfurt /Kinderchor in Carmen © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt /Kinderchor in Carmen © Monika Rittershaus

Das Projekt Oper sucht singende Klasse wurde von der Stiftung Frankfurter Flughafen für die Region ermöglicht.

Karten zum Preis von € 7 für Kinder ab 6 Jahren und € 14 für Erwachsene (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf) sind bei unseren bekannten Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im Telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

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