Stuttgart, Oper Stuttgart, Die ersten Höhepunkte der Spielzeit 2017/18

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Oper Stuttgart

 Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Opernhaus Stuttgart © Martin Siegmund

Die ersten Höhepunkte der Spielzeit 2017/18

Der Vorverkauf der Staatstheater Stuttgart für die Vorstellungen im September und Oktober 2017 hat bereits begonnen

Die aktuelle Spielzeit der Staatstheater Stuttgart neigt sich dem Ende zu. Der Vorverkauf für die Veranstaltungen im September und Oktober 2017 hat allerdings bereits begonnen:

Oper Stuttgart / Pique Dame © A.T. Schaefer

Oper Stuttgart / Pique Dame © A.T. Schaefer

Am Freitag, 22. September 2017, eröffnet die Oper Stuttgart mit Peter Tschaikowskys Oper Pique Dame in der Inszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito. Am Samstag, 23. September, kehrt Benjamin Brittens Der Tod in Venedig und am Sonntag, 24. September, Gioachino Rossinis La Cenerenola zurück auf die Opernbühne. Zu einem musikalischen Streifzug durch die kommende Opern- und Konzertsaison lädt die Oper Stuttgart im Rahmen des spartenübergreifenden Spielzeit-eröffnungsfestes ebenfalls am Sonntag, 24. September, um 11 Uhr. Der Eintritt ist frei. Giacomo Puccinis Tosca in der Inszenierung von Willy Decker steht ab Montag, 25. September, wieder auf dem Spielplan.

Am Mittwoch, 27. September, kommen Freunde der Liedkunst auf ihre Kosten: Georg Nigl und Anna Lucia Richter interpretieren im 1. Liedkonzert Werke aus Hugo Wolfs Italienischem Liederbuch. Im 1. Sinfoniekonzert der Saison am 8. und 9. Oktober 2017 dirigiert Hartmut Haenchen Werke von Mozart und Wagner und im 1. Kammerkonzert am Mittwoch, 11. Oktober, präsentieren Musiker des Staatsorchesters Werke von Schönberg, Beethoven und Brahms.

Die Eröffnungspremiere, Engelbert Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel, am Sonntag, 22. Oktober 2017, inszeniert der vielfach ausgezeichnete Theater-, Opern- und Filmregisseur Kirill Serebrennikov, der zuletzt mit Salome auf der Stuttgarter Opernbühne begeisterte. Es dirigiert Georg Fritzsch. Eine ausführliche Pressemitteilung folgt.

Im Folgenden erhalten Sie eine detaillierte Übersicht über die ersten Musiktheater- und Konzerthighlights der kommenden Saison.


Spielzeiteröffnung 2017/18


Spielzeiteröffnungsfest
Sonntag, 24. September 2017, von 11 bis 18 Uhr

Am Sonntag, 24. September 2017, heißt es „Bühne frei für die neue Spielzeit“: Am Tag der Bundestagswahl eröffnen die Oper Stuttgart, das Stuttgarter Ballett und das Schauspiel Stuttgart die Spielzeit mit einem großen Spielzeiteröffnungsfest im Opern- und im Schauspielhaus sowie auf den Plätzen davor. Gemeinsam mit dem Publikum starten die drei Sparten singend, tanzend und spielend in die neue und letzte Saison der drei amtierenden künstlerischen Intendanten.

Von 11 bis 13 Uhr heißen Sänger, Musiker und das Leitungsteam der Oper Stuttgart das Publikum bei freiem Eintritt im Opernhaus willkommen und stellen einige Höhepunkte, prägende Akteure und Leitgedanken der kommenden Spielzeit vor. Die Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble und dem Opernstudio bringen dabei besondere musikalische Momente zu Gehör, bevor in einem zweiten Teil das größte Ensemble des Hauses seine Jubiläumssaison einläuten wird: Das Staatsorchester Stuttgart, das im Jahr 2018 sein 425-jähriges Bestehen feiert, präsentiert sich auf der Opernbühne sowie im Anschluss in den Foyers des Opernhauses und auf dem Opernvorplatz.

Um 13.30 Uhr und 14.30 Uhr lädt die Junge Oper Kinder von 5-7 Jahren zu zwei Vorstellungen des Sitzkissenkonzerts Frieda tanzt ins Opernhaus, Foyer III. Rang, ein.

Hinweis: Ab 18 Uhr werden die Ergebnisse der Bundestagswahl live ins Foyer des Schauspielhauses übertragen.


Erste Opernvorstellungen


Peter Tschaikowsky  –  Pique Dame
22. | 26. | 30. September 2017 // 13. | 16. | 25. | 31. Oktober 2017

Musikalische Leitung: Sylvain Cambreling, Frank Beermann, Regie und Dramaturgie:, Jossi Wieler, Sergio Morabito, Bühne und Kostüme: Anna Viebrock, Licht: Reinhard Traub, Chor und Kinderchor: Johannes Knecht

MIT: German: Erin Caves, Graf Tomski: Gevorg Hakobyan, Fürst Jeletzki: Shigeo Ishino, Tschekalinski: Torsten Hofmann, Surin: Michael Nagl, Tschaplitzki: Moritz Kallenberg, Narumov: Padraic Rowan, Gräfin: Helene Schneiderman, Lisa: Rebecca von Lipinski, Polina: Stine Marie Fischer, Gouvernante: Maria Theresa Ullrich, Mascha: Mirella Bunoaica, Staatsopernchor Stuttgart, Kinderchor der Oper Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart


Benjamin Britten  –  Der Tod in Venedig
23. | 28. September 2017 // 05. Oktober 2017 // 13. | 22. | 29. Juni 2018 // 05. Juli 2018

Musikalische Leitung: Marco Comin, Regie und Choreographie: Demis Volpi, Bühne und Kostüme: Katharina Schlipf, Licht: Reinhard Traub, Chor: Christoph Heil, Dramaturgie: Sergio Morabito, Ann-Christine Mecke

MIT:  Gustav von Aschenbach: Matthias Klink, Reisender / Ältlicher Geck / Alter, Gondoliere / Hotelmanager / Coiffeur des Hauses /, Führer der Straßensänger / Stimme des Dionysos: Georg Nigl, Ashley David Prewett, Stimme des Apollon: Jake Arditti, William Towers, Apollon: David Moore, Hotelportier: Daniel Kluge, Bootsmann:, Tommaso Hahn, Hotelkellner / Restaurantkellner: Michael Wilmering
Erdbeerverkäuferin / Straßensängerin: Aoife Gibney, Glasbläser / Straßensänger: Kai Kluge, Englischer Angestellter im Reisebüro: Ronan Collett, Fremdenführer in Venedig: Padraic Rowan, Bettlerin: Fiorella Hincapié, Spitzenverkäuferin: Catriona Smith
Zeitungsverkäuferin: Cristina Otey, Die polnische Mutter: Joana Romaneiro, Tadzio: Gabriel Figueredo, Schüler der John Cranko Schule, Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart


Grabstaette Gioacchino Rossini © IOCO

Grabstaette Gioacchino Rossini © IOCO

Gioachino Rossini  –  La Cenerentola

24. September 2017 // 01. | 08. | 15. | 20. Oktober 2017 // 01. November 2017

Musikalische Leitung: Maurizio Barbacini, Regie: Andrea Moses, Bühne: Susanne Gschwender, Kostüme: Werner Pick, Licht: Reinhard Traub, Chor: Christoph Heil
Dramaturgie: Thomas Wieck, Moritz Lobeck,

MIT:  Angelina: Lilly Jørstad, Diana Haller, Clorinda: Catriona Smith, Tisbe: Maria Theresa Ullrich, Don Magnifico: Enzo Capuano, Don Ramiro: Sunnyboy Dladla, Dandini: Bogdan Baciu, Alidoro: Adam Palka, Staatsopernchor Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart


Giacomo Puccini  –  Tosca

25. | 29. September 2017 // 14. | 17. | 21. Oktober 2017 // 10. | 29. Dezember 2017 // 09. Januar 2018

Musikalische Leitung: Domingo Hindoyan, Giuliano Carella, Regie: Willy Decker, Bühne und Kostüme: Wolfgang Gussmann, Chor und Kinderchor: Christoph Heil, Dramaturgie: Juliane Votteler

MIT:  Floria Tosca: Svetlana Aksenova, Cellia Costea, Mario Cavaradossi: Arnold Rutkowski, Baron Scarpia: Sebastian Holecek, Albert Dohmen, Cesare Angelotti: Ashley David Prewett, Mesner: Karl-Friedrich Dürr, Spoletta: Heinz Göhrig
Schließer / Sciarrone: N.N., Staatsopernchor Stuttgart, Kinderchor der Oper Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart


Eröffnungspremiere

Engelbert Humperdinck  –  Hänsel und Gretel
22. Oktober 2017,  weitere Vorstellungen 26. Oktober 2017; 04. November 2017 // 02. | 13. | 16. | 26. (nm+ab) Dezember 2017 // 07. (nm+ab) | 14. Januar 2018

Musikalische Leitung: Georg Fritzsch, Willem Wentzel, Regie, Bühne und Kostüme: Kirill Serebrennikov, Video: Ilya Shagalov, Licht: Reinhard Traub, Kinderchor: Christoph Heil, Dramaturgie: Ann-Christine Mecke,

MIT: Vater: Michael Ebbecke, Simon Bailey, Mutter: Irmgard Vilsmaier, Catriona Smith, Hänsel: Diana Haller, Kora Paveli, Gretel: Esther Dierkes, Josefin Feiler, Knusperhexe: Daniel Kluge, Torsten Hofmann, Sandmännchen / Taumännchen: Aoife Gibney,, Kinderchor der Oper Stuttgart, Staatsorchester Stuttgart
Einführungsmatinee: 15. Oktober 2017, 11 Uhr, im Opernhaus, Foyer I. Rang


Erste Konzerte


1. Liedkonzert  –   Italienisches Liederbuch – Lieder von Hugo Wolf
27. September 2017, 20 Uhr, Opernhaus, Foyer I. Rang

Sopran: Anna Lucia Richter, Bariton: Georg Nigl, Klavier: Gérard Wyss


1. Sinfoniekonzert  –  Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie C-Dur KV 551 („Jupiter“),
Richard Wagner:  Götterdämmerung-Suite

08. und 09. Oktober 2017, 11 Uhr bzw. 19.30 Uhr, Beethovensaal der Liederhalle

Musikalische Leitung: Hartmut Haenchen,  Staatsorchester Stuttgart


Ludwig van Beethoven in Bonn © IOCO

Ludwig van Beethoven in Bonn © IOCO

1. Kammerkonzert  –  Weitergeben der Glut
11. Oktober 2017, 19.30 Uhr, Mozartsaal der Liederhalle

Arnold Schönberg: Kammersymphonie Nr. 1 op. 9 in der Fassung von Anton von Webern (1906/1923) für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier,  Ludwig van Beethoven: Streichquartett f-moll op. 95 (1810), Johannes Brahms: Trio a-moll op. 95 (1891) für Klarinette, Violoncello und Klavier; Musikern des Staatsorchesters Stuttgart


1. Lunchkonzert  –  Musiker des Staatsorchesters Stuttgart
25. Oktober 2017, 12:45 – 13:15 Uhr, Opernhaus, Foyer I. Rang

Eintritt frei

Junge Oper  Casting:  Für das Musiktheaterprojekt ON_THE_LINE
Alte Musikhochschule Stuttgart, Urbansplatz 2, 70182 Stuttgart

Gesucht werden abenteuerlustige Darstellerinnen und Darsteller zwischen 12 und 18 Jahren. Proben ab November 2017 jeden Mittwochabend von 18-20 Uhr, Intensivproben während der Pfingstferien 2018. Anmeldung auch unter: education@staatstheater-stuttgart.de

Wiederaufnahme  Leonard Evers  –  Gold
23.* | 24.* | 26. * | 27.* Oktober 2017 // 13.* |14.* | 16. | 17. |19.* | 21.* | 22. Dezember 2017 –  *Schulvorstellungen

Musikalische Leitung: Till Drömann, Regie: Jörg Behr, Bühne: Line Sexauer, Kostüme: Kerstin Hägele, Licht: Gianni Scopa, Dramaturgie: Ann-Christine Mecke, Jacob: Philipp Nicklaus, Schlagzeug: Marta Klimasara


Wiederaufnahme


Gion Antoni Derungs  –  Benjamin

09.* | 11.| 13.* | 15.* | 17.* | 19. November 2017
*Schulvorstellungen

Musikalische Leitung: Jan Croonenbroeck, Regie: Neco Çelik, Bühne: Stephan von Wedel, Kostüm: Valentin Köhler, Dramaturgie: Johanna Danhauser, Licht: Rainer Eisenbraun,  Chor: Benjamin Hartmann

Mit: Ibrahima Biaye, Minyoung Catharina Häger, Thomas Herberich, Daniel Keating-Roberts, Konstantin Krimmel, Myriam Mayer, Monika Abel-Lazar, Philipp Nicklaus, Marc-Eric Schmidt, Lena Sutor-Wernich, Projektchor der Jungen Oper


Premieren


Die Premieren der Musiktheaterproduktionen Krieg von Marius Felix Lange und ON_THE_LINE finden am 27. April 2018 bzw. am 01. Juni 2018 statt.  PMOSt

 

Leipzig, Oper Leipzig, Spielplan August 2017

Juni 13, 2017 by  
Filed under Oper Leipzig, Pressemeldung, Spielpläne

Oper Leipzig

 Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Spielplan der Oper Leipzig Spielzeit 2017/18
August 2017


Spielpause der Oper Leipzig vom 03. Juli bis 14. August 2017


15 DI 20:00 Yamato – The Drummers of Japan (Gastspiel, BB Promotion) | Opernhaus


16 MI 20:00 Yamato – The Drummers of Japan (Gastspiel, BB Promotion) | Opernhaus


17 DO 20:00 Yamato – The Drummers of Japan (Gastspiel, BB Promotion) | Opernhaus


18 FR 20:00 Yamato – The Drummers of Japan (Gastspiel, BB Promotion) | Opernhaus


19 SA 15:00 Yamato – The Drummers of Japan (Gastspiel, BB Promotion) | Opernhaus

20:00 Yamato – The Drummers of Japan (Gastspiel, BB Promotion) | Opernhaus


20 SO 15:00 Yamato – The Drummers of Japan (Gastspiel, BB Promotion) | Opernhaus


19:00 Yamato – The Drummers of Japan (Gastspiel, BB Promotion) | Opernhaus


26 SA 19:00 Die lustige Witwe Lehár – Wiederaufnahme | Musikalische Komödie


27 SO 15:00 Open Air-Konzert des Fördervereins | Komödiengarten


Veranstaltung in der Musikalischen Komödie

Veranstaltung
Musikalische Komödie
Sonnabend, 26. August 2017, 19:00 Uhr
Franz Lehár
Die lustige Witwe

Besetzung
Musikalische Leitung Tobias Engeli | Inszenierung Volker Vogel |
Choreografie Mirko Mahr | Bühne, Kostüme Dietrich von Grebmer | Choreinstudierung Mathias Drechsler
Hanna Glawari Lilli Wünscher | Valencienne Nora Lentner |
Sylviane Martina Mühlnikel | Olga Angela Mehling | Praskowia
Anne-Kathrin Fischer | Danilo Danilowitsch Radoslaw Rydlewski |
Zeta Milko Milev | de Rossilon Adam Sanchez | Cascada Patrick
Rohbeck | St. Brioche Hinrich Horn | Bogdanowitsch Roland Otto |
Njegus Andreas Rainer | Kromov Michael Raschle | Pritschitsch
Peter Waelsch | Chor und Ballett der Musikalischen Komödie |
Orchester der Musikalischen Komödie

Pressemeldung Oper Leipzig

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Dortmund, Oper Dortmund, Seniorentanztheater KNOCKIN‘ ON HEAVEN‘ S DOOR, 30.07.2017

Juni 13, 2017 by  
Filed under Ballett, Premieren, Pressemeldung, Theater Dortmund

Theater Dortmund

Theater Dortmund / Seniorentanztheater Dortmund - KNOCKIN ON HEAVENS DOOR - Ensemble © Gabriella Limatola

Theater Dortmund / Seniorentanztheater Dortmund – KNOCKIN ON HEAVENS DOOR – Ensemble © Gabriella Limatola

KNOCKIN‘ ON HEAVEN‘ S DOOR 
Ballettzentrum Dortmund

Seniorentanztheater mit neuer Produktion

Termine:  30.6.2017, 1. Juli 2017 20.00 Uhr, 2. Juli 2017 18.00 Uhr, 7. Juli 2017 20.00 Uhr, 8. Juli 2017 20.00 Uhr

Das Seniorentanztheater des Balletts Dortmund hat mit seiner neuen Produktion KNOCKIN‘ ON HEAVEN’S DOOR am Freitag, 30. Juni 2017, um 20 Uhr im Ballettzentrum Dortmund Premiere. Die Produktion des südafrikanischen Choreographen Mark Hoskins behandelt in leichter und humorvoller aber auch eindringlicher Art wie Menschen mit unausweichlichen Schicksalsschlägen umgehen. In den seltensten Fällen kündigen sich solche Entwicklungen an. Plötzlich sind sie da und zwingen einen sie zu akzeptieren und damit umzugehen. Die Damen und Herren des Dortmunder Seniorentanztheaters sind zwischen 63 und 81 Jahren alt und bringen ihren ganz persönlichen biographischen Erfahrungsschatz in KNOCKIN‘ ON HEAVEN’S DOOR ein.

Über die markanten Faustschläge seiner fünften Symphonie soll Beethoven selbst gesagt haben: So klopft das Schicksal an die Tür. Bei den meisten Menschen aber klopft das Schicksal nicht an die Tür. Es tritt einfach ein und steht plötzlich im Zimmer. Zurechtkommen muss man damit selbst und das sofort.

KNOCKIN‘ ON HEAVEN’S DOOR nennt das Seniorentanztheater seine neue Produktion, die am 30. Juni 2017 seine Premiere im Ballettzentrum NRW feiert.

Über ein Jahr haben sich Choreograph Mark Hoskins und die Mitglieder der Compagnie mit jenen Momenten in einem Menschenleben auseinandergesetzt, in denen an die Himmelstür geklopft wird. Auch wenn die Zeit auf Erden noch nicht abgelaufen ist, stellt sich dennoch die Frage, was uns hinter dieser Tür erwartet. Lockt ein befreiendes Willkommen oder empfängt einen einfach nur die Stille des Nichts?

Das Seniorentanztheater ist in den nunmehr acht Jahren seines Bestehens zu einem festen Bestandteil der Kulturarbeit des Ballett Dortmund und ein unverzichtbares Segment der Dortmunder Tanzszene geworden. In Zusammenarbeit mit dem Kulturbüro der Stadt Dortmund setzt es neue Akzente an der Schnittstelle von sozialer Teilhabe und Kulturleben. Die von Leiterin Barbara Huber kontinuierlich betriebene Zusammenarbeit mit erfahrenen Balletttänzern und namhaften Tanzpädagogen hat mittlerweile vielbeachtete künstlerische Früchte getragen.

Weitere Vorstellungen 1. Juli 2017 20.00 Uhr, 2. Juli 2017 18.00 Uhr, 7. Juli 2017 20.00 Uhr, 8. Juli 2017 20.00 Uhr

Karten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen, an der Theaterkasse im Opernhaus, telefonisch unter 0231 / 50 27 222, oder im Internet auf www.theaterdo.de erhältlich. PMBaDo

 

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, 2017/18 – Wotan, Wozzeck, Maria Stuart; IOCO Aktuell, 01.06.2017

Mai 31, 2017 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, IOCO Aktuell, Oper

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein

Betrachtungen zur Spielzeit 2017/2018

Jahrespressekonferenzen großer Theater sind mehr als die Präsentantion von Daten und Fakten. Theater formen die Kultur, die Seelen einer Stadt maßgeblich. IOCO Korrespondent Albrecht Schneider erlebte die Pressekonferenz der Deutschen Oper am Rhein, Duisburg, Düsseldorf zum Spielplan 2017/18 mit eigener Sicht.

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Wotan, Wozzeck und Maria Stuart bekommen ihren Auftritt

Indessen im Großkaufhaus mit der schwarzweiß zackig gemusterten Fassade der Händlergott Hermes sein Wesen treibt, sind ihm gegenüber im Düsseldorfer Opernhaus die Musen am Werk. Werden in jenem die schönen Äußerlichkeiten angeboten, so gilt es hier im großen Probensaal der Kunst. Die Oberhäupter der Deutschen Oper am Rhein hatten zur Pressekonferenz geladen zwecks Präsentation ihrer Projekte für die neue Spielzeit 2017/18. Sofern während dieser Stunde der Blick gelegentlich fort aus dem Inneren des Musentempels durch die gläserne Terrassentür hinüber zu dem des Konsums und auch wieder zurück schweift, so ist nicht Langeweile der Anlass, vielmehr ein sich Vergewissern, dass es in einer dem Kommerz huldigenden Stadt doch Orte gib, denen es um ideellen und sensuellen Gewinn zu tun ist.

Duesseldorf / Deutsche Oper am Rhein - Das Management präsentiert Kultur © Albrecht Schneider

Duesseldorf / Deutsche Oper am Rhein – Das Management präsentiert Kultur © Albrecht Schneider

Wenn schon in etwa vom Geld, dann sollte auch sogleich die Rede sein von der Finanzlage der beiden Häuser, obwohl die Bekanntgabe des positiven Jahresergebnisses durch die geschäftsführenden Direktorin Alexandra Stampler-Brown erst gegen Ende der Konferenz erfolgte. Der Gesamtetat belief sich in 2015/16 auf gut 48 Millionen Euro, wovon rund zwanzig Prozent Eigenertrag waren. Die Auslastung kam in Düsseldorf auf rund 72, in Duisburg auf 65 Prozent. Diesen Zahlen dürften diejenigen Kostengendarmen, welche die spitzen Bleistifte der Aufwands- und Erfolgsberechnungen mit Kunstfertigkeit zu führen verstehen, entweder jaulen oder jauchzen lassen.

Allein der Etat spielte eine gewiss nicht unwichtige, letztlich aber nur eine Rolle am Rande. Am Anfang standen die Mitteilungen des Generalintendanten Christoph Meyer über die neuen Produktionen. Richard Wagners Ring des Nibelungen, in Szene gesetzt von Dietrich W. Hilsdorf, feiert mit dem Rheingold noch in der laufenden Spielzeit am 23. Juni Premiere in Düsseldorf, in Duisburg hingegen erst in der kommenden am 4. November. Walküre, Siegfried und Götterdämmerung sind dem Jahr 2018 vorbehalten. Obschon das gigantische Opus viele Kräfte bündelt, wird desungeachtet – welche unerwartete wie großartige Nachricht – Alban Bergs Wozzeck nach zwanzig (?) Jahren in Düsseldorf ab 20. 10. 2017 wieder einmal zu hören und zu sehen sein. Dessen Inszenierung ist Stefan Herheim, einer der Majestäten aus dem Hochadel der Regisseure, anvertraut, und Generalmusikdirektor Axel Kober übernimmt das Dirigat. Bedenkt man, dass letzterer neben Bergs Oper bereits Wagners Musikdramen sowohl mit dem Düsseldorfer wie dem Duisburger Orchester einstudiert und später auch an beiden Orten die Aufführungen leiten will, zudem an weiteren Abenden den Stab zu führen gedenkt, dann lässt sich lediglich sagen: Hut ab vor derartiger Berufshingabe.

Der Gedanke an sein Aufgabendeputat bekümmert ihn wohl keine Millisekunde, was unschwer seinem locker vorgetragenen Report über die Qualitäten der MusikerInnen sowie der bereits präsenten, neuen, gastierenden und aus dem Opernstudio dazu stoßenden SängerInnen zu entnehmen war. Ein mit Pflichten und Ensemble nicht im Mindesten hadernder musikalischer Chef seines Ranges scheint unsereinem die exzellentesten Aufführungen zu versprechen.

Seinem Kollege Lukas Beikircher untersteht das Orchester wenn am 15.12. 2017 in Duisburg der Vorhang hochgeht vor Guy Jostens Neuinszenierung der Maria Stuarda des Gaetano Donizetti. Italienische Komponisten erfahren überhaupt besondere Pflege durch Premieren und Wiederaufnahmen ihrer Opern, die bereits des längeren auf dem Spielplan beider Häuser zu finden sind. Solche Programmplanung sollte indessen den deutschen Patrioten keinen Grund zur Maulerei liefern, denn das mitteleuropäische Repertoire hat deswegen zu keiner Zeit unter Vernachlässigung zu leiden.

Das Ballett ist mittlerweile zu dem zweiten, vielleicht noch nicht ganz so muskulösen Standbein der Rheinoper gediehen. Martin Schläpfer, dessen künstlerischer Direktor und Chefchoreograph, gab ausführlichste Auskunft über das Geleistete wie das Intendierte. In seiner sanften, leicht vom Helvetischen gefärbten Stimme schien etwas Melancholie mitzuschwingen ob des Unverständnisses und der Widrigkeiten, denen seine Arbeit bisweilen ausgesetzt ist. Von den annoncierten Ballettabenden dünkt der mit den Appenzeller Tänze (b. 34) des Hervorhebens wert zu sein: eine Choreographie des Chefs zu einer Toncollage aus einheimischem „zweistimmigen Naturjodeln“ und den für nämlichen Kanton typischen Geräuschen. Hinterher zu erleben ist der in den Kanon großer Tanzpoeme eingeschriebene Grüne Tisch des Kurt Joos. Premiere am 02.02.2018 in Duisburg. Erwähnung verdienen nicht die weniger die Tanzstücke Mozartiana (b.29), Strawinskys Violinkonzert (b.33,) beide entworfen von dem legendären George Balanchine, sowie Rossinis Petite Messe Solenelle (b. 32) als Martin Schläpfers Kreation, nebst anderer immer unter dem Kürzel b.x laufender Produktionen. Aufmerksam zu machen wäre hier auf Abendlied (b.35), choreographiert von Remus Sucheanas, dem Ballettdirektor an Schläpfers Seite, zu Franz Schuberts Es-Dur Trio D929.

Theater Duisburg © Hans Joerg Michel

Theater Duisburg © Hans Joerg Michel

Am 8. Juni 2018 wird auf der Düsseldorfer Bühne Peter Tschaikowskys Schwanensee (b.36) getanzt werden. Die Botschaft von des künstlerischen Direktors Einrichtung dieses Handlungsballetts mit Ewigkeitswert vermag wohl gleichermaßen den schier endlosen Schmerz der Entbehrung sämtlicher BallettomanInnen zu lindern, wie sie den KassenwartInnen mit den spitzen Bleistiften Erleichterung verschaffen sollte. Denn der Auslastungsquote dürfte diese Entscheidung ex aequo gut bekommen.

Laut Lagebericht des Leitungsteams ist die Junge Oper am Rhein nach wie vor äußerst rege, und beim Wissen um deren Projekte sollten sich nicht bloß Kinder und Jugendliche, sondern auch darauf neugierige und sich dafür nicht als zu betagt einschätzende Herrschaften zum Besuch aufgerufen fühlen.

Als da wären: die fantastische Oper Wo die wilden Kerle wohnen von Oliver Knussen und Gerald Reschs Familienoper Gullivers Reise, beide vorbereitet für das große Haus an der Heinrich Heine Allee. Und noch Etliches mehr.

Die Pressekonferenz der Rheinoper, souverän gelenkt von deren Pressechefin Tanja Brill, endete ohne wesentlich erhellende Nachfragen der Anwesenden. Zu aller Zufriedenheit schien die Unterrichtung über die Spielzeit 2017/18 durch Intendanz, Direktion und Künstler ausgefallen zu sein. Auch nach dieser der Kunst gewidmeten Stunde spiegelte sich die Stadt Düsseldorf nicht anders als zuvor in der schwarzweiß gezackten Fassade des Großkaufhauses gegenüber.

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