Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Ballett b.33 – Roses of Shadow, 16.12.2017

November 21, 2017 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

  Premiere b.33 – Roses of Shadow, DEEP FIELD

 Samstag, 16. Dezember 2017, um 19.30 Uhr

Im Zentrum des neuen dreiteiligen Ballettprogramms b.33 steht mit Roses of Shadow die zweite Uraufführung von Martin Schläpfer, für die er Adriana Hölszky mit einer Komposition beauftragt hat. Hölszky, die in der Spielzeit 2014/15 mit DEEP FIELD in Düsseldorf ihr Debüt auf dem Sektor der Ballettmusik gab, präsentiert dieses Mal mit einer kleineren Besetzung aus acht Instrumentalisten und einer Sängerin eine Komposition, die bewusst ohne die in DEEP FIELD zu Klang transformierte kosmische Dimension auskommt. Der poetische Titel Roses of Shadow ist einem Shakespeare-Sonett entlehnt und spielt auf das Thema der Vergänglichkeit an. „Aus dem Wissen um die Zerbrechlichkeit entsteht Energie, es geht aber auch um das Nichtakzeptieren der Vergänglichkeit, des Sterbens, den Tod als Tabu“, sagt Adriana Hölszky.                         

Umrahmt wird die Uraufführung von Balletten zweier Choreographen, die den Tanz revolutioniert haben: George Balanchines Stravinsky Violin Concerto ist ein virtuoses Spiel mit dem Bewegungsvokabular der klassischen Danse d’école, das er um etliche Stilelemente erweiterte. Hans van Manen nimmt mit seinem Stücktitel Polish Pieces Bezug auf Henryk M. Góreckis Klavierkonzert und Three Pieces in Old Style, deren Abwechslungsreichtum die perfekte Basis für seine schnörkellose Tanzsprache bilden.

Die musikalische Leitung liegt bei Wen-Pin Chien, es spielen die Düsseldorfer Symphoniker, ergänzt durch Spezialisten für Neue Musik wie den Akkordeonisten Solist in Strawinskys Violinkonzert ist der vielfach ausgezeichnete Geiger Marc Bouchkov.

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Münster, Theater Münster, Ballett Bach.Immortalis von Hans Henning Paar, IOCO Kritik, 16.11.2017

November 16, 2017 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Bach.Immortalis – Ballett von  Hans Henning Paar 

Getanzte Hommage an Bach

Von Hanns Butterhof

Johann Sebastian Bach in Weimar © Gallée

Johann Sebastian Bach in Weimar © Gallée

Dem unsterblichen Barock-Komponisten Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) widmet Münsters Tanzchef Hans Henning Paar sein neues Tanzstück „Bach.Immortalis“ am Großen Haus des Theaters Münster. In dreizehn Szenen tanzt das Ensemble aus je sechs Tänzerinnen und Tänzern zu zwölf life gespielten Kompositionen Bachs. Zu einer Szene hat der Dirigent des Abends, Thorsten Schmid-Kapfenburg, die Eigenkomposition „Reflexionen über B-A-A-C-H-H“ beigesteuert.

Am Beginn liegt  Jason Franklin zu dem Bach-Choral „Komm, süßer Tod“ wie ein nacktes Neugeborenes auf dem Rücken. Dann windet er sich wie ein Falter aus seinem Kokon, erarbeitet sich und feiert mit großem Schwung den aufrechten Gang, und sinkt dann langsam wieder in sich zusammen.

 Theater Münster / Ballett BACH.IMMORTALIS hier Jason Franklin © Oliver Berg

Theater Münster / Ballett BACH.IMMORTALIS hier Jason Franklin © Oliver Berg

Die Szene dürfte Paars Ausdruck für sein Programm sein, im Tanzen den Menschen zu zeigen als Summe dessen, was vor uns geschah, was jetzt geschieht und nach uns geschehen wird, wie das Textbuch sinngemäß Salman Rushdie zitiert.

Was dann folgt, erfüllt dieses Programm nicht zwingend. Im rasanten Wechsel der Szenen dominieren die Ensembles. In Paars typischer athletischer Handschrift jagen die Tänzerinnen und Tänzer in Alltags-Kleidung  über die mit einer halbrunden, matt goldenen Wand abgeschlossene Bühne (Bühne und Kostüme: Isabel Kork). Innerhalb der Ensembles finden und trennen sich Paare, es wechseln individuelle mit kollektiven Gesten, und Vokabular aus dem klassischen Ballett wie Pirouetten, Hebungen und Sprünge mischt sich mit dem des freien Tanzes.

 Theater Münster / Ballett BACH.IMMORTALIS hier Ensemble © Oliver Berg

Theater Münster / Ballett BACH.IMMORTALIS hier Ensemble © Oliver Berg

Der Mensch ist nicht immer nur ernst und auf das Jenseits ausgerichtet. So tanzen zur schwungvollen Polonaise aus der Orchestersuite in h-Moll vier Paare über die Bühne. Sie scheinen nicht mehr ganz nüchtern, haben lustige kleine Karnevalshütchen auf den Köpfen und Scherz-Flöten im Mund. Deren schräges Tröten setzen sie am Ende dem Wohlklang Bachs und der Angst vor dem Tod entschlossen entgegen.

Irritierend untänzerisch sind die Beschwörungen barock Gekleideter im Bühnennebel. Einer von ihnen trägt langsam zum Mittelsatz des Zweiten Brandenburgischen Konzerts einen Koffer herein, während das Ensemble sich wie erinnernd rückwärts bewegt. Und wenig plausibel sind die Projektionen alter schwarz-weißer Familienfilme auf eine vom Schnürboden heruntergelassene Videowand oder in einen Koffer hinein, in dem dann ein laufendes Kind zu sehen ist. In spannungsreichem Gegensatz dazu erklingt Schmid-Kapfenburgs Bach-Reflexion, die in ihrer anfänglichen Dynamik und dem spätromantischen Zur-Ruhe-Kommen dem Leben zum Tode hin schmerzlich Ausdruck verleiht.

 Theater Münster / Ballett BACH.IMMORTALIS hier Maria Bayarri Pérez, Keelan Whitmore © Oliver Berg

Theater Münster / Ballett BACH.IMMORTALIS hier Maria Bayarri Pérez, Keelan Whitmore © Oliver Berg

Aus den rasenden Ensembles ragen die stilleren Paartänze und Soli heraus. Vor allem ergreift das Duett der ausdrucksstarken Maria Bayarri Pérez mit dem eleganten Keelan Whitmore als das innige Bild eines Paares, in dem er sie hält, trägt und hebt. Das kann tänzerisch ganz für sich stehen wie auch ein langes, intensives Solo von Elizabeth Towles zwischen den nicht immer sinnvoll vom Schnürboden mal mehr, mal weniger hoch herabgelassenen Lastenzügen.

Nach neunzig pausenlos getanzten Minuten galt der begeisterte Beifall des Publikums dem aufopfernd kraftvollen Tanz des Ensembles und der kleinen Besetzung des Sinfonieorchesters Münster unter Thorsten Schmid-Kapfenburg.

Bach.Immortalis – Ballett am Theater Münster; Die nächsten Termine: 3.12., 15.12. und 22.12.2017 jeweils 19.30 Uhr

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Frankfurt, Papageno Musiktheater, Der Nussknacker nach E.T.A. Hoffmann, 10.11.2017

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Papageno Musiktheatheater

Papageno Musiktheater Foto: © Papageno Musiktheater

Papageno Musiktheater Foto: © Papageno Musiktheater

Der Nussknacker

 musikalisches Märchens nach E.T.A. Hoffmann
am 10. November im Papageno Musiktheater am Palmengarten

Ab dem 10. November um 16 Uhr ist im Nachmittagsprogramm des Papageno Musiktheaters am Frankfurter Palmengarten wieder Der Nussknacker zu sehen. Theaterleiter Hans-Dieter Maienschein inszeniert das musikalische Märchen nach E.T.A. Hoffmanns Nussknacker und Mausekönig zur Musik des gleichnamigen Balletts von Peter Tschaikowsky. Das beliebte Familienstück ist geeignet für Kinder ab fünf Jahren.

Papageno Musiktheater / Der Nussknacker © Papageno Musiktheater

Papageno Musiktheater / Der Nussknacker © Papageno Musiktheater

Weihnachtsabend bei Familie Stahlbaum: Die Geschwister Marie und Fritz tanzen ausgelassen durch die gute Stube. Unter dem festlich geschmückten Tannenbaum spielen sie mit ihren Geschenken. Als der neue Nussknacker beschädigt wird, kümmert sich Marie rührend um die Holzfigur, küsst und herzt ihn. Ihr Patenonkel Drosselmeier erzählt daraufhin die Geschichte des hölzernen Mannes: Einst war die Tochter eines Königspaares in eine hässliche Gestalt verwandelt worden und konnte nur durch den Mut eines jungen Mannes gerettet werden. Doch eine rachsüchtige Maus verwandelte den Retter in einen Nussknacker.

Als es Mitternacht schlägt, werden die Figuren in Maries Traum lebendig. Zwischen der Maus und dem Nussknacker kommt es zum Kampf. Mit Maries Hilfe und viel List und Tücke kann die hölzerne Figur die Maus schließlich besiegen. Indem Marie „ihrem“ Nussknacker beisteht, gelingt es ihr, ihn aus seiner Verwandlung zu erlösen.

Das Papageno Musiktheater zeigt das musikalische Märchen nach E.T.A. Hoffmann und dem gleichnamigen Ballett von Peter Tschaikowsky ab dem 10. November jeweils um 16 Uhr. Weitere Termine: 11./12./17./18. und 26. November, 1./2./10./15. und 16. Dezember sowie 7./10./11./12. und 13. Januar 2018. Zusatzvorstellungen um 13:30 Uhr: 18.und 26. November, 2./10. und 16. Dezember.

Papageno Musiktheater / Der Nussknacker © Papageno Musiktheater

Papageno Musiktheater / Der Nussknacker © Papageno Musiktheater

Die Aufführungen finden statt im Papageno Musiktheater am Palmengarten, Palmengartenstraße 11a, 60325 Frankfurt. Dieses ist zu erreichen über die Zeppelinallee / Höhe Sophienstraße sowie die Palmengartenstraße in Frankfurt.

Das Papageno Musiktheater wird von dem gemeinnützigen Verein Papageno Musiktheater e.V. gefördert und gehört zu den Institutionen, die durch das Kulturamt Frankfurt am Main im Rahmen der institutionellen Förderung unterstützt werden.

Pressemeldung Papageno Musiktheater

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Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, Ballettpremiere Who Shot The Sheriff?

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Mecklenburgisches Staatstheater

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Wink

 Who Shot The Sheriff?

Erste Ballettpremiere der Saison 2017/18

Ausverkaufte Uraufführung am 27. Oktober im Schweriner E-Werk  des Mecklenburgischen Staatstheaters

Ein Western-Ballett präsentiert das Ballettensemble des Mecklenburgischen Staatstheaters als erste Premiere der Spielzeit am 27. Oktober 2017. Who Shot The Sheriff? lautet der Titel der Uraufführung des italienischen Choreographen Francesco Nappa, der bereits zum zweiten Mal mit den Schweriner Tänzerinnen und Tänzern ein Stück auf die E-Werk-Bühne bringt. Die Premiere ist bereits ausverkauft, Karten gibt es wieder für die zweite Vorstellung am 4. November um 19.30 Uhr sowie für die folgenden im November und Dezember.

Mecklenburgisches Staatstheater - Who shot the Sheriff? - Dan Datcu , Eliza Kalcheva © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater – Who shot the Sheriff? – Dan Datcu , Eliza Kalcheva © Silke Winkler

Inspiriert von legendären Westernfilmen und großartigen Soundtracks und mit einer guten Portion Humor versetzt der italienische Choreograph Francesco Nappa mit „Who Shot The Sheriff?“ das Ballett des Mecklenburgischen Staatstheaters in die staubige, whiskey- und bleihaltige Atmosphäre des „Wilden Westens“. Wer hat nicht als Kind „Cowboy und Indianer“ gespielt, fasziniert von den einsamen Helden in den endlosen Weiten der Prärie? Mit dem Western verbindet sich der nostalgische Traum von Freiheit, Abenteuer, Pioniergeist und der ungeschminkten Auseinandersetzung von Gut und Böse. Natürlich ist der Western ein Klischee und hat wenig mit der historischen Realität der großen Migrationsbewegungen in Nordamerika zu tun, doch kein anderes
Genre der Literatur- und Filmgeschichte hat derart das Bild vom „Mythos Amerika“ geprägt.

Weitere Vorstellungen: 4. und 22. November und 8., 21. und 30. Dezember
2017 jeweils 19.30 Uhr sowie am 17. Dezember um 18 Uhr im E-Werk des
Mecklenburgischen Staatstheaters

Pressemeldung Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

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