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# Wiesbaden, Hessisches Staatstheater, Beilharz - Laufenberg - Rhein-Main Intendanten,IOCO Aktuell, 22.07.2014
- URL: https://www.ioco.de/wiesbaden-hessisches-staatstheater-erfolgreiche-bilanz-spielzeit-201314-22-07-2014/
- Published: 2014-07-22T09:00:41.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:22:50.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Wagner, Klassik, shakespeare, Schwanensee, Rusalka, Kritiken, Oper & Operette, richard wagner, Wiesbaden

![wiesbaden_logo.jpg](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/io/wp-content/gallery/opern_logos/wiesbaden_logo.jpg "Hessisches Staatstheater Wiesbaden")

[Hessisches Staatstheater Wiesbaden](http://www.staatstheater-wiesbaden.de/?ref=ioco.de)

![Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2013/02/theater117ckaufhold.jpg "Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold")

Hessisches Staatstheater Wiesbaden © Martin Kaufhold

**Rhein-Main Musiktheater: Inmitten personeller Erneuerung** ***Intendant Beilharz***: **Die letzte Spielzeit am Staatstheater Wiesbaden** [ ***Uwe Eric Laufenberg:* Neuer Intendant ab September 2014**](https://ioco.de/2012/11/14/wiesbaden-hessisches-staatstheater-uwe-eric-laufenberg-neuer-intendant-ab-2014-ioco-aktuell-13-11-2012/?ref=ioco.de "Uwe Eric Laufenberg neuer Intendant in Wiesbaden, ein IOCO Bericht")

Bedeutende personelle Wechsel werfen an allen großen Musiktheatern in Rhein-Main lange Schatten. Am **Staatstheater Wiesbaden** geht der langjährige Intendant **Dr. Manfred Beilharz.** Sein Nachfolger, **Uwe Eric Laufenberg,** ex-Intendant der **Oper Köln,** wurde in Köln mit [spektakulären Inszenierungen, Auslastungen von weit über 80% und dem **"Opernhaus des Jahres 2012"** auffällig. Laufenberg](https://ioco-wordpress-production-assets.s3.eu-central-1.amazonaws.com/2011/10/15/koln-oper-koln-la-clemenza-di-tito-in-kaiserlichem-ambiente-premiere-9102011-ein-ioco-bericht-2/?ref=ioco.de) übernimmt das **Hessische Staatstheater Wiesbaden** ab Herbst 2014\. Die erfolgreiche **Wiesbadener Spielzeit 2013/14,** die letzte von **Intendant Beilharz: Zeit für Würdigung, Zeit für Ausblicke.**

**Rückblick 2013/14:** 

32 Theaterproduktionen, rund 50 Konzerten, 45 Wiederaufnahmen und vielen Sonderveranstaltungen. 954 Vorstellungen in den unterschiedlichen Spielstätten des Theaters (Großes und Kleines Haus, Kurhaus, Studio, Wartburg, Foyer, Malersaal, Probebühnen und Ballettsäle) und auf Gastspielen mit insgesamt **341.800 Zuschauern** und einer Gesamtauslastung von **80%** – das ist die beste Jahresbilanz in der 12-jährigen Intendanz von **Manfred Beilharz.** Mit 5.868.000 Euros beim Ticketverkauf wird die bisherige Höchstmarke der Eigeneinnahmen des Haushaltsjahres 2013 übertroffen.

4.012 Gäste besuchten die kostenlosen Angebote des Theaters wie Einführungen, Diskussionen, Führungen. 9.109 – meist jugendliche – Interessierte nahmen an Workshops, Schulprogrammen und Führungen des Jugendreferats oder an den Schultheatertagen und dem auf zwei Jahre angelegten Projekt move@2014 teil. „*Die hohen Auslastungszahlen verdeutlichen das große Interesse des Publikums an unserem vielfältigen Programm, das von Raritäten bis zu Klassikern, von Gastspielen renommierter Häuser bei den Maifestspielen bis zu theatralen Entdeckungen der Neuen Stücken aus Europa reichte“*, so der scheidende **Intendant Manfred Beilharz:** „*Beim Wiesbadener Publikum möchte ich mich für den enormen Zuspruch bedanken und bei der gesamten Belegschaft für die hervorragende Zusammenarbeit!“*

Wiesbadener Spitzenreiter in der Zuschauergunst im Großen Haus war **Wagners** *Der fliegende Holländer* mit einer Auslastung von 92,4% (Musikalische Leitung GMD Zsolt Hamar, Regie M. Dijkema) und in der Sparte Tanz **Zwischen Mitternacht und Morgen: *Schwanensee*** (Choreografie Stephan Thoss) mit einer sensationellen Auslastung von 100%. Im Schauspiel erreichten Shakespeares **Ein Sommernachtstraum** (Regie M. Beilharz) mit 94,3% Auslastung dicht gefolgt von Millers **Hexenjagd** (Regie K. Lauterbach) mit 93,4% Auslastung die höchsten Besucherzahlen. In der Wartburg gehörten **Die bessere Hälfte** (Regie C. Stolz) mit 99,4% und **Tschick** (Regie D. Schirdewahn) mit 94,5% Auslastung zu den am besten besuchten Vorstellungen. Publikumsrenner im Kleinen Haus waren außerdem – ungebrochen seit mehreren Spielzeiten – **Stairways to Heaven** (97,4% Auslastung/ Regie T. Materna) und **Emilia Galotti** (88,4% Auslastung/ Regie R. Beilharz). Wie gewohnt hatte das Familienstück zu Weihnachtszeit **Märchen aus 1001 Nacht** eine extrem hohe Besucherzahl (Auslastung 93,6%).

Das **Hessische Staatstheater Wiesbaden** war in der vergangenen Spielzeit mehrfach auf Gastspielreisen. So gastierte Büchners **Woyzeck** in einer Inszenierung von Manfred Beilharz im Frühjahr 2014 beim 5\. Internationalen Theaterfestival des Türkischen Staatstheaters in Antalya. Der **Barbier von Sevilla** in der preisgekrönten Inszenierung von Michiel Dijkema gab im Oktober 2013 am Antipolis Théâtre d’Antibes ein zweitätiges Gastspiel. Nach der Uraufführung im Studio des **Staatstheaters Wiesbaden** begab sich das internationale Theaterprojekt **Peer Gynt aus dem Kosovo** des Jungen Staatstheaters in Kooperation mit Qendra Multimedia (Kosovo) und dem Teater de Vill (Schweden) auf eine Balkan-Tournee an unterschiedliche Theater.

Darüber hinaus wurden in der Spielzeit 2013/14 spezifische Sonderprojekte und Kooperationen realisiert: Das Tanzprojekt **Loops and Lines** des Ballettensembles (Choreografie Stephan Thoss) spürte in Kooperation mit der Musikformation Ensemble Modern Frankfurt dem Andenken Rudolf von Labans nach. Unter der Schirmherrschaft von Pierre Boulez feierte das Projekt **move@2014** des Jugendreferats am 5\. Juli seine erfolgreiche Uraufführung. Über 250 TeilnehmerInnen des stadtweiten Projekts präsentierten unter großem Applaus die Ergebnisse ihrer 2-jährigen Arbeit als bühnenreife Performance gemeinsam mit dem Orchester des Hessischen Staatstheaters, unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Ott, im Großen Haus.

![Oper Köln / Intendant Laufenberg © IOCO](https://ioco-wordpress-production-assets.s3.eu-central-1.amazonaws.com/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2014/07/Oper-K%C3%B6ln-Intendant-Laufenberg-c-IOCO.jpg "Oper Köln / Intendant Laufenberg © IOCO")

Oper Köln / Intendant Laufenberg © IOCO

Nach einer

 **12-jährigen Intendanz**

mit 11.004 Vorstellungen, 544 Ensemblemitgliedern, 479 Gastspielen in aller Welt, 384 Premieren, 334 NEUEN STÜCKEN AUS EUROPA, 286 Versprechern, 269 Maifestspielwerken, 191 Litern echten Tränen, 74 Millionen Einnahmen, 8 ausgefallenen Vorstellungen und 4 Millionen Besuchern verabschiedet sich **Dr. Manfred Beilharz** von seinem Publikum und wünscht dem Theater für die Zukunft alles Gute.

**Ausblick 2014/15: Neue Führungsgeneration in Rhein-Main** 

2014 wird zu einem Jahr der Erneuerung aller Musiktheater in Rhein-Main: Die Großstädte **Frankfurt, Mainz, Wiesbaden** und **Darmstadt** formen als Region **Rhein-Main** eine der wirtschaftlich wie kulturell stärksten Regionen Deutschlands. Vier bedeutende, miteinander konkurrierende kommunale Musiktheater sind Leuchttürme der Kultur der Region: Die **Oper Frankfurt** mit 1.369 **Sitzplätzen** das größte Musiktheater der Region; das **Hessische Staatstheater** Wiesbaden (1.041 Plätze); das **Staatstheater Darmstadt** (956 Plätze) und das **Staatstheater Mainz** (839 Plätze).

**Rhein-Main-Besonderheit 2014:**

In allen vier Musiktheater war die Besetzung der Chefsessel zentrales Thema. Nach Wiesbaden kommt der charismatische **Uwe Eric Laufenberg,** in Mainz übernimmt **Markus Müller** 2014 die Intendanz, in Darmstadt löst **Karsten Wiegand** Intendant[ **John Dew** nach pikanten Führungsquerelen ab.](https://ioco.de/2012/01/23/darmstadt-staatstheater-darmstadt-john-dew-im-fuhrungs-strudel-januar-2012/?ref=ioco.de) Die **Stadt Frankfurt** wiederum verlängerte gerade den noch bis 2018 laufenden Vertrag des Langzeit-Intendant der **Oper Frankfurt,**[ **Bernd Loebe, 63,** vorzeitig, über 2018 hinaus bis 2023](https://ioco.de/2014/04/29/frankfurt-oper-frankfurt-getruebte-pressefreiheit/?ref=ioco.de). Die frühe wie langfristige Vertragsverlängerung ist ungewöhnlich. Frankfurts Kulturdezernent **Felix Semmelroth** nannte für diesen exquisiten Versorgungsvertrag nur übliche Gründe (gute bisherige Arbeit, hohe Auslastung, Sicherung von Kontinuität), welche für viele Intendanten Deutschlands zutreffen.

**IOCO /** Viktor Jarosch / 22.07.2014

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