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# Wien, Wiener Staatsoper, Premiere Il Trovatore mit Anna Netrebko, 05.02.2017
- URL: https://www.ioco.de/wien-wiener-staatsoper-premiere-premiere-il-trovatore-mit-anna-netrebko-05-02-2017/
- Published: 2017-02-02T10:00:23.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:36:37.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Oper & Operette, Premieren, Rigoletto, giuseppe verdi, Pressemeldungen & Nachrichten, Verdi, Premiere, Wien

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Wien / Wiener Staatsoper © Starke

# *Il trovatore* von Giuseppe Verdi

Nach 16 Jahren kehrt Giuseppe Verdis **Il trovatore** zurück auf die Bühne der Wiener Staatsoper und feiert am

 **Sonntag, 5\. Februar 2017** 

Premiere in einer Neuproduktion im Haus am Ring. Es ist dies nach ***Armide*** und ***Falstaff*** die dritte Opernpremiere im Großen Haus in dieser Saison. **Verdis** *„Dramma in vier Teilen“* – seit seiner Uraufführung 1853 in Rom ein vom Publikum und Kritik gleichermaßen bejubeltes Werk, wurde an der Wiener Staatsoper schon im Eröffnungsjahr 1869 zum ersten Mal gezeigt und stand bisher 646 Mal auf dem Spielplan, zuletzt am 20\. Jänner 2001.

Am Dirigentenpult steht **Marco Armiliato**, der dem Haus am Ring seit langem eng verbunden ist und der bisher knapp 30 unterschiedliche Werke an über 200 Abenden leitete. Il trovatore ist die erste Staatsopernpremiere des italienischen Maestros. Er sieht **Il trovatore** – wie auch die zwei anderen Werke von **Verdis** „trilogia popolare“, **Rigoletto** und **La traviata** – als „einen wirklichen und prägnanten Höhepunkt im Gesamtschaffen Verdis. Zum ersten Mal ist **Verdi** nun ganz der **Verdi,** als der er in die Geschichte eingegangen ist. Das bedeutet nicht, dass die Werke zuvor – wie **Macbeth** – nicht auch ganz große Meisterwerke wären. Aber man spürt beim ***Trovatore*** so eine unglaubliche Sicherheit in dem, was er macht. Es ist zum Beispiel in der Instrumentation, in der Behandlung des Orchesters eine bestechende Logik. Und dazu kommt auch noch, dass **Verdi** mit einem großen Sinn für Dramaturgie und einer Kenntnis der Möglichkeiten der menschlichen Gesangsstimme an die Solopartien herantritt.“

Regisseur **Daniele Abbado** präsentiert mit Il trovatore nach **Don Carlo** (2012) seine zweite Produktion im Haus am Ring. Sein **Trovatore** ist, wenn auch bewusst ohne allzu historische Bezüge, in der Zeit des spanischen Bürgerkriegs angesiedelt: Die Manrico-Azucena-Seite verkörpert eine bewaffnete Partisanen-Gruppierung, die Welt des Grafen Luna bildet die gegnerische militaristische Seite, von der sich Leonora im Laufe der Handlung emanzipiert. Dazu erläutert Daniele **Abbado:** „Es ist auf den ersten Blick nicht einfach, im Trovatore einen roten Handlungsfaden auszumachen. Ein wesentlicher Aspekt, der natürlich sogleich ins Auge springt, ist jedoch das Verhältnis von Luna und Manrico. Dieses Grundmotiv der Oper – zwei Brüder bekriegen einander – zeigen wir hier im vergrößerten Maßstab eines ganzen Volkes, wobei es in Wahrheit unerheblich ist, dass Manrico und Luna von ihrer Verwandtschaft nichts wissen – immerhin spürt Manrico etwas diesbezügliches, sonst hätte er Luna im Duell ja nicht begnadigt. Uns geht es also unter anderen darum, den blutigen Konflikt, den abgrundtiefen Hass zweier Parteien zu zeigen, die eigentlich zusammengehören und die sich sinnlos bekämpfen, bis entweder eine der Seiten oder beide untergegangen sind.“ Daniele Abbados Inszenierung findet im Bühnenbild von **Graziano Gregori**, im Kostümdesign von **Carla Teti** und in der Lichtgestaltung von **Alessandro Carletti i**hre Umsetzung.

**Durchgehend Wiener Rollendebüts in der Sängerbesetzung**

Alle Premierensängerinnen und –sänger geben in der Premiere am 5\. Februar ihr Rollendebüt an der Wiener Staatsoper:

So singt der französische Bariton **Ludovic Tézier** mit dem **Conte di Luna** seine zweite Neuproduktion im Haus am Ring, nachdem er bereits im Dezember als **Ford** im **Falstaff** zu erleben war. Als ***Leonora*** ist erstmals im Haus am Ring **Anna Netrebko** zu erleben – die **Leonora** ist nach der **Traviata** ihre zweite Verdi-Partie an der **Wiener Staatsoper** und Il trovatore ihre dritte Premiere im Haus am Ring (nach Manon 2007 und Anna Bolena 2011).

KS **Roberto Alagna,** der an der Wiener Staatsoper zuletzt im November 2016 ein Solistenkonzert gestaltete, kehrt als Troubadour ***Manrico*** zurück an das Haus. Il trovatore ist nach dem Des Grieux in Manon 2007 (mit Anna Netrebko in der Titelpartie) und der Titelpartie in Faust 2008 seine dritte Premiere im Haus am Ring. Die italienische Mezzosopranistin **Luciana D’Intino,** die am Haus bisher als **Amneris** (Aida), Eboli (Don Carlo – Premiere 2012) und Léonore (La Favorite) Erfolge feierte, wird die ***Azucena*** verkörpern. Der junge koreanische Bass Jongmin Park, Ensemblemitglied der **Wiener Staatsoper,** ist als Ferrando zu erleben; **Simina Ivan** bzw. **Jinxu Xiahou** – ebenfalls Ensemblemitglieder des Hauses – als ***Ines*** bzw. ***Ruiz.* PMWStO**