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# Wien, Volksoper Wien, Musical Der Mann von La Mancha von Dale Wasserman, 17.10.2015
- URL: https://www.ioco.de/wien-volksoper-wien-premire-der-mann-von-la-mancha-17-10-2015/
- Published: 2015-09-21T08:00:27.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:28:10.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Musicalwelten & Bühnenzauber, Wagner, Norma, Pressemeldungen & Nachrichten, richard wagner, Wien

![volksoper_wien.JPG](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/io/wp-content/gallery/opern_logos/volksoper_wien.jpg "Volksoper Wien")

[Volksoper Wien](http://www.volksoper.at/?ref=ioco.de)

![Volksoper Wien (c) Jarosch](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2013/12/volksoper-wien-112010-337-c-jarosch.jpg "Volksoper Wien (c) Jarosch")

Volksoper Wien (c) Jarosch

# **Der Mann von La Mancha**  von Dale Wasserman

# Gesangstexte von Joe Darion und Robert Gilbert.

**Premiere am Samstag, 17\. Oktober 2015, Weitere Vorstellungen** am 23\. Oktober, 1., 10., 15., 23., 28\. November, 6\. Dezember 2015, 8., 11., 14., 17., 24., 31\. März, 5., 12., 14., 17., 19., 22\. April 2016

*„Er träumt den unmöglichen Traum“*

Vor bald 50 Jahren, am 22\. November 1965, wurde **The Man of La Mancha** in New York uraufgeführt. Jedoch nicht am Broadway, wie ursprünglich geplant, sondern an einer kleinen Off-Bühne im Greenwich Village, dem Anta Washington Square Theatre. An den Erfolg der naiven Fabel vom verwirrten Ritter als Musicalheld wollte anfangs niemand so richtig glauben – den meisten erschien das Musical, in dem es um echte Werte, den Sieg von Anstand, Wahrheit und Mitgefühl geht, zu intellektuell, und so kam das Stück erst drei Jahre später, im März 1968, endlich auch an den Broadway. Da war selbst Wien New York um einen Schritt voraus: Noch im Jänner 1968, also zwei Monate vor der offiziellen Broadway-Premiere, wurde **Der Mann von La Mancha** im **Theater an der Wien** erstmals in deutscher Sprache aufgeführt. Auch in Wien reüssierte das Singspiel von **Dale Wasserman**, das mit der Musik von **Mitch Leigh** und Liedertexten von **Joe Darion** auf der ganzen Welt innerhalb kürzester Zeit zum Publikumsrenner avanciert war.

![Volksoper Wien / Mann von La Mancha-Robert Meyer © Johannes Ifkovits](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2015/09/mann-von-la-mancha_6430-1-neu.jpg "Volksoper Wien / Mann von La Mancha-Robert Meyer © Johannes Ifkovits")

Volksoper Wien / Mann von La Mancha-Robert Meyer © Johannes Ifkovits

*Held oder Narr?*

Die Geschichte ist bekannt: Als Verräter an Staat und Kirche wird der Dichter **Miguel de Cervantes** von der Inquisition eingekerkert, um auf sein Verhör zu warten. Doch schon im Gefängnis halten seine Mitgefangenen über ihn Gericht und wollen ihm sein ohnehin bescheidenes Eigentum abnehmen. Um das Manuskript des **Don Quixote** zu retten, inszeniert er gemeinsam mit den anderen Insassen die Geschichte des scheinbar verrückten Romanhelden Alonso Quijana. Zusammen mit seinem treuen Gefährten Sancho macht der sich auf, als Don Quixote den „unmöglichen Traum“ zu träumen, gerät an die berühmten Windmühlen, die ihm als furchtbarer Riese erscheinen, hält die arme Aldonza für seine edle **Dulcinea,** kämpft gegen den **Spiegelritter** und stirbt zum Schluss unter Wahrung seiner ritterlichen Würde.

„El ingenioso hidalgo“, **Miguel de Cervantes‘ *Ritter von der traurigen Gestalt,*** ist eine der bedeutendsten Figuren der Weltliteratur. Sie inspirierte Salvador Dalí und Pablo Picasso und wurde in Theaterstücken, im Musiktheater, der Musik und im Film verewigt. Der New Yorker Regisseur, Drehbuch- und Theaterautor Dale Wasserman war fasziniert von der Lebensgeschichte des Don Quijote-Autors Cervantes, die er in seinem Bühnenstück mit Episoden aus dessen berühmten Ritter-Epos verknüpfte.

*Das Schauspiel als Therapie*

Mehr als zehn Jahre ist es her, dass an der Volksoper **Mitch Leighs *Mann von la Mancha*** erstmals aufgeführt wurde. In der Titelpartie war 1994 Kammerschauspieler Karlheinz Hackl zu erleben. Der Sancho der damaligen Produktion, Robert Meyer, schlüpft nun höchstpersönlich in die schäbigen Kleider des ***Ritters von der traurigen Gestalt,*** begleitet von seinem treuen Diener ***Sancho* (Boris Pfeifer)** und seiner **Dulcinea** (Patricia Nessy). Regisseur **Olivier Tambosi,** der sich mit dem **Mann von La Mancha** erstmals einem Musical zuwendet, inszeniert das Schauspiel als Therapie. Auf der Bühne steht einzig ein graues Gefängnis: *„Alles ist improvisiert. Die Ingredienzien zum Stück hat Quixote im Theaterkoffer mit dabei, und in seiner Fantasie“*, so **Tambosi.**

Ist **Don Quixote** ein Verrückter oder vor allem ein Fantast, der an seine Träume glaubt? So formulierte es der unbeugsame Ritter selbst: „*Vielleicht ist es Wahnsinn, sich Träumen hinzugeben. Vielleicht ist es auch Wahnsinn normal zu sein. Aber ganz sicher ist es der allergrößte Wahnsinn, das Leben so zu sehen, wie es ist, und nicht so, wie es sein sollte“.*

**Dirigent**: Lorenz C. Aichner, **Regie**: Olivier Tambosi **Bühnenbild und Kostüme**: Friedrich Despalmes **Choreographie**: Stephan Brauer **Dramaturgie**: Christoph Wagner-Trenkwitz

**BESETZUNG:**Don Quixote (Cervantes): **Robert Meyer,** Sancho (Diener): **Boris Pfeifer**Aldonza: Patricia Nessy, Der Gastwirt (Gouverneur): Christian Graf Der Padre: Mehrzad Montazeri/Christian Drescher Dr. Carrasco (Herzog): Christian Dolezal, Antonia: Martina Dorak Der Barbier: Thomas Sigwald Gefangene: Susanne Litschauer, Oliver Liebl, Thomas Huber, Roman Martin, Christian Schleinzer, Stefan Bischoff, Jeffrey Treganza, Wolfgang Gratschmaier, Lynsey Thurgar, Rita Sereinig Gitarrist: Jonathan Bolivar

Pressemeldung Volksoper Wien