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# Wien, Volksoper,  Die Räuber von Giuseppe Verdi, 14.10.2017
- URL: https://www.ioco.de/wien-volksoper-premiere-die-raeuber-von-verdi-14-10-2017/
- Published: 2017-10-13T09:00:41.000Z
- Updated: 2023-09-06T12:41:38.000Z
- Author: Redaktion
- Tags: Oper & Operette, Premieren, Premiere, giuseppe verdi, Pressemeldungen & Nachrichten, Verdi, Wien

![volksoper_wien.JPG](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/io/wp-content/gallery/opern_logos/volksoper_wien.jpg "Volksoper Wien")

[Volksoper Wien](http://www.volksoper.at/?ref=ioco.de)

![Volksoper Wien © IOCO](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2013/12/volksoper-wien-112010-337-c-jarosch.jpg "Volksoper Wien © IOCO")

Volksoper Wien © IOCO

# *Die Räuber* von Giuseppe Verdi

**Libretto Andrea Maffei, Deutsche Fassung Hans Hartleb**   **In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln**

**Premiere am Samstag, 14\. Oktober 2017**

![Volksoper Wien / Die Räüber - Vincent Schirrmacher (Karl), Chor © barbara pálffy / volksoper](https://storage.ghost.io/c/38/f5/38f5739d-f8a2-4e7b-96ed-d56cfbedb61b/content/images/ioco-oper/mein-content/dateien/uploads/2017/10/raeuber_khp1_bp__642.jpg "Volksoper Wien / Die Räüber - Vincent Schirrmacher (Karl), Chor © barbara pálffy / volksoper")

Volksoper Wien / Die Räüber - Vincent Schirrmacher (Karl), Chor © barbara pálffy / volksoper

Mit **Giuseppe Verdis** Oper ***Die Räuber (I masnadieri)*** setzt die **Volksoper** ihre Tradition fort, das Repertoire um selten gespielte Werke zu erweitern. Genau 116 Jahre sollte es nach der Uraufführung dauern, ehe Die Räuber 1963 an der **Volksoper** aufgeführt wurde. Die Produktion wurde bis 1970 neunundzwanzig Mal gespielt. Am 14\. Oktober 2017 feiert die zweite Inszenierung von **Verdis *Räuber*** Premiere an unserem Haus.

**„Viva Verdi!“**

**Verdi** komponierte das Stück 1847 nach **Friedrich Schillers** gleichnamigen Sturm-und-Drang-Drama für das Haymarket Theatre in London. Bei einem Kuraufenthalt im Sommer 1846 im Veneto fasste er den Entschluss, sich zwei Stoffe von **Shakespeare** und **Schiller** vorzunehmen: **Macbeth** und **Die Räuber.** Die Idee dazu entstand wohl in Gesprächen mit seinem Freund **Andrea Maffei,** der sein Kurgenosse war und **Shakespeare** und **Schiller** ins Italienische übersetzt hatte. Verdi, der eine Vorliebe für explosive Vater-Kind-Beziehungen hatte, fand seinerseits Gefallen an der Geschichte rund um den Konflikt des ungleichen Brüderpaars **Karl** und **Franz Moor.**

Bei der Uraufführung am 22\. Juli 1847 stand der Komponist selbst am Dirigentenpult, und **Verdis** Faktotum **Emanuele Muzio** vermeldete einen großen Erfolg: *„Der Maestro wurde gefeiert, auf die Bühne gerufen, allein und mit den Darstellern, es wurden ihm Blumen zugeworfen, und man hörte nichts als: Viva Verdi!*“

**„Und nun zum Schafott!“**

**Andrea Maffei,** der Schillers Drama als Opernlibretto einrichtete, setzte den Schwerpunkt auf die Familientragödie. Der zentrale Konflikt der Oper ist die Beziehung des übermächtigen, dabei ungerechten Vaters zu seinen Söhnen: ***Karl,*** der ältere und bevorzugte, ist durch eine Intrige seines Bruders ***Franz*** beim Vater ***Maximilian*** in Ungnade gefallen und hat sich einer Räuberbande angeschlossen. Franz vereitelt auch Karls Versuch, sich mit dem Vater zu versöhnen. ***Karls*** Verlobte ***Amalia,*** die wie eine Tochter im Haus ***Maximilians*** aufgewachsen ist, fällt den Rivalitäten und Konflikten der Männer zum Opfer. Als ***Franz’*** Machenschaften endlich aufgedeckt werden, ist ein glückliches Ende unmöglich geworden. Verdis Oper endet lapidar mit ***Amalias*** Tod von ***Karls*** Hand und mit dessen Ausruf: „*Und nun zum Schafott!“*

Der Regisseur **Alexander Schulin** hat mit der Bühnenbildnerin **Bettina Meyer** und der Kostümbildnerin Bettina Walter ein Konzept entworfen, in dem der Familienkonflikt mit bestechender Klarheit zugespitzt wird. So bildet ***Maximilians*** Haus das Zentrum des Geschehens, auf das sich die „Kinder“ beziehen und wo über Zugehörigkeit und Fremdheit entschieden wird. In der Rolle des Grafen ***Moor*** ist **Kurt Rydl** zu erleben; alternativ ist **Andreas Mitschke** besetzt. Als ***Franz*** wird der Bariton **Boaz Daniel** zu hören sein. Er hat bereits im Jahr 2000 als Don Giovanni an der Volksoper debütiert. Mit ihm alterniert **Alik Abdukayumov** als Bösewicht. Die Rolle des ***Karl*** übernimmt **Vincent Schirrmacher,** abwechselnd mit **Mehrzad Montazeri,** die ukrainische Sopranistin und Hausdebütantin Sofia Soloviy verkörpert die Amalia, alternierend mit **Anja-Nina Bahrmann.** Die musikalische Leitung der Neuproduktion übernimmt **Jac van Steen,** der in der vergangenen Saison mit großem Erfolg die konzertanten Aufführungen von Korngolds ***Das Wunder der Heliane*** dirigiert hat.

**Dirigent**: Jac van Steen/Lorenz C. Aichner, Regie: Alexander Schulin, Bühnenbild: Bettina Meyer, Kostüme: Bettina Walter, Choreinstudierung: Holger Kristen, Dramaturgie: Helene Sommer

**Besetzung:** Maximilian/Moser: Kurt Rydl/Andreas Mitschke, Karl, sein erstgeborener Sohn: Vincent Schirrmacher/Mehrzad Montazeri, Franz, sein jüngerer Sohn: Boaz Daniel/Alik Abdukayumov, Amalia, seine Nichte: Sofia Soloviy/Anja-Nina Bahrmann  
Herrmann, Kammerdiener: David Sitka/Alexander Pinderak, Roller: Christian Drescher/Thomas Sigwald; **PMVOW**

***Die Räuber*** von **Giuseppe Verdi** an der **Volksoper Wien:** **Premiere am Samstag, 14\. Oktober 2017,** Weitere Vorstellungen am 18., 22., 27., 30\. Oktober, 1., 8., 15., 23., 29\. November, 7., 11\. Dezember 2017