Wien, Wiener Staatsoper, Alles Oper – Wiener Opernball, 28.02.2019

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

„Alles Oper!“  –  Wiener Opernball 2019

Anna Netrebko mit Ehemann Eyvazov – Lebensgroßes Lebkuchenhaus in der Staatsoper – Lichtspektakel  auf der Frontfassade der Oper – Tiara aus dem Haus Versace –  Die Garde „Musik des Bundesheeres“ auf dem Ring – Abwaschbare Tatoos in der Oper erhältlich –

Wenn im Anschluss an die Ballettvorstellung von Schwanensee am 25. Februar alle Opern- und Ballettdekorationen von der Bühne abtransportiert, die Sitzreihen im Parkett ausgeräumt und Zuschauerraum und Bühne in einen großen Ballsaal umgebaut werden, verwandelt sich die Wiener Staatsoper zum Austragungsort der renommiertesten Ballveranstaltung Österreichs: des Wiener Opernballs. Der vielfach als „Höhepunkt der Ballsaison“ bezeichnete Wiener Opernball 2019 findet dieses Jahr am Donnerstag, 28. Februar 2019 zum 63. Mal nach dem Zweiten Weltkrieg statt, zum dritten Mal unter der organisatorischen Leitung von Maria Großbauer.

Wiener Staatsoper / Opernball 2019 - KS Anna Netrebko, Yusif Eyvazov © Vladimir-Shirokov

Wiener Staatsoper / Opernball 2019 – KS Anna Netrebko, Yusif Eyvazov © Vladimir-Shirokov

Die künstlerische Eröffnung

Hochkarätig besetzt ist das von Staatsoperndirektor Dominique Meyer zusammengestellte künstlerische Eröffnungsprogramm (22.00 bis ca. 23.00 Uhr – Detailprogramm siehe unten): Es singt – zum dritten Mal am Wiener Opernball – Starsopranistin KS Anna Netrebko und – zum ersten Mal bei der Opernballeröffnung – Netrebko Ehemann Yusif Eyvazov (Il bacio von Luigi Ardigi respektive Nessun dorma aus Turandot von Giacomo Puccini sowie gemeinsam O soave fanciulla aus La Bohème von Giacomo Puccini); es spielt das Wiener Staatsopernorchester unter der Leitung von Marco Armiliato (Finale der Ouvertüre zu Guillaume Tell von Gioachino Rossini sowie Gesangs-und Balletteinlagen); das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper unter Witolf Werner (Fanfare) sowie das Wiener Opernball Orchester unter Andreas Spörri (Hymnen, Komiteedarbietungen); das Wiener Staatsballett – mit den Ersten SolotänzerInnen Olga Esina, Nikisha Fogo, Maria Yakovleva, Denys Cherevychko, Davide Dato und Solotänzer Jakob Feyferlik an der Spitze – und die Ballettakademie der Wiener Staatsoper tanzen zu Morgenblätter, Walzer, op, 279 von Johann Strauß (Sohn) in einer eigens für den Opernball kreierten Choreographie von Florence Clerc.

Wiener Staatsoper / Opernball 2019 © DASUNO

Wiener Staatsoper / Opernball 2019 © DASUNO


ERÖFFNUNGSPROGRAMM IM DETAIL


FANFARE VON KARL ROSNER
Witolf Werner – Bühnenorchester der Wiener Staatsoper

ÖSTERREICHISCHE BUNDESHYMNE
Andreas Spörri – Wiener Opernball Orchester

EUROPAHYMNE VON LUDWIG VAN BEETHOVEN
Andreas Spörri – Wiener Opernball Orchester

Der Wiener Opernball – Imagespot
youtube Trailer der Wiener Staatsoper
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FÄCHER-POLONAISE, op. 525 von Carl Michael Ziehrer
Einzug des Jungdamen- und Jungherren-Komitees | Komitee-Tanzmeister: Dominik Truschner
Andreas Spörri – Wiener Opernball Orchester

MORGENBLÄTTER, Walzer, op. 279 von Johann Strauß (Sohn)
Choreographie: Florence Clerc | Choreographische Assistenz: Jean-Christophe Lesage
Marco Armiliato – Wiener Staatsopernorchester | Wiener Staatsballett
Olga Esina – Jakob Feyferlik, Nikisha Fogo – Denys Cherevychko,
Maria Yakovleva – Davide Dato;
Ioanna Avraam – Dumitru Taran, Alice Firenze – Mihail Sosnovschi,
Natascha Mair – Richard Szabó, Nina Tonoli – James Stephens;
Elena Bottaro – Zsolt Török, Adele Fiocchi – Tristan Ridel,
Sveva Gargiulo – Géraud Wielick, Eszter Ledán – Alexandru Tcacenco,
Anita Manolova – Navrin Turnbull, Fiona McGee – Arne Vandervelde,
Rikako Shibamoto – Marian Furnica, Madison Young – Andrey Teterin
Ballettakademie der Wiener Staatsoper
Finale der Ouvertüre zu GUILLAUME TELL von Gioachino Rossini
Marco Armiliato – Wiener Staatsopernorchester

NESSUN DORMA aus TURANDOT von Giacomo Puccini
Marco Armiliato – Wiener Staatsopernorchester
Yusif Eyvazov

IL BACIO von Luigi Arditi
Marco Armiliato – Wiener Staatsopernorchester
KS Anna Netrebko

O SOAVE FANCIULLA aus LA BOHÈME von Giacomo Puccini
Marco Armiliato – Wiener Staatsopernorchester
KS Anna Netrebko, Yusif Eyvazov

KAISER FRANZ JOSEF I. RETTUNGS-JUBEL-MARSCH, op. 126 von Johann Strauß (Sohn)
Choreographie: Maria und Christoph Santner
Andreas Spörri – Wiener Opernball Orchester
Jungdamen- und Jungherren-Komitee

ERÖFFNUNGSWALZER
AN DER SCHÖNEN BLAUEN DONAU, op. 314 von Johann Strauß (Sohn)
Andreas Spörri – Wiener Opernball Orchester

144 Debütantenpaare ziehen ein

Insgesamt 144 Debütantenpaare aus 13 verschiedenen Ländern bilden das Jungdamen- und Jungherren-Komitee und ziehen zu Beginn der Eröffnung in den Ballsaal ein. Zum ersten Mal zeichnet die oberösterreichische Tanzschule Santner für die Choreographie der Eröffnungspaare verantwortlich. Das Geschwisterpaar Maria und Christoph Santner choreographiert den Eröffnungstanz des Komitees zum Kaiser Franz Josef I. Rettungs-Jubel-Marsch, op. 126 von Johann Strauß (Sohn). Für den Einzug des Komitees zur Fächer-Polonaise, op. 525 von Carl Michael Ziehrer und den Eröffnungswalzer An der schönen blauen Donau, op. 314 von Johann Strauß (Sohn) ist der Wiener Tanzmeister und Choreograph Dominik Truschner verantwortlich. Der Eröffnungswalzer endet traditionell mit den Klängen des „Donauwalzers“ und mit einem gemeinsamen Ausruf aller Staatsopernkünstler: „Alles Walzer!“ als Aufforderung zum Tanz an die Ballgäste.

Gesamtkonzept, Neuerungen, Kulinarik

Zur Würdigung des 150. Jubiläums des 1869 eröffneten Opernhauses am Ring steht das prächtige Gebäude, seine beeindruckende Architektur, seine Geschichte, die Künste und seine Künstler im Mittelpunkt des Wiener Opernballs 2019. Maria Großbauers Kreativkonzept „Alles Oper!“ zieht sich auch 2019 weiterhin wie ein roter Faden aus Opernzitaten durch das ganze Haus. Viele Dekorationen und Ideen aus 2017 und 2018 bleiben erhalten, einige kommen neu dazu:

Zum Wiener Opernball 2019 wird das Opernhaus für Besucher vor Ort und das internationale TV-Publikum in ein neues Licht gerückt. Die Grazer Film- und Projektionskünstler „OchoReSotto projizieren unter dem Titel „Arkestra of Light“ ein mehrdimensionales Lichtkunstspektakel u. a. auf die Front der Wiener Staatsoper. Grafische Elemente, historische Abendzettel, eine Collage von Dirigenten, Komponisten, Sängern etc. verleihen dem Haus eine lebendige und neue monumentale Ausstrahlung. Besonderes Highlight sind die vorab in einem Green-Screen-Studio gedrehten Aufnahmen von Tänzerinnen und Tänzern des Wiener Staatsballetts und von Musikerinnen und Musikern des Staatsopernorchesters.

Erstmals wird es – noch bevor sich die Tore zur Staatsoper für die Ballgäste öffnen – ein Defilee der Gardemusik über die Ringstraße geben, die die Opernballgäste u. a. mit Regimentsmärschen aus dem Jahr 1869 musikalisch in Empfang nehmen wird. Der Blumenschmuck der Kunstgärtnerei Doll bezieht sich in seiner Ausführung und Farbgebung auf das Rheingold aus Richard Wagners gleichnamiger Oper und den Feuerzauber aus Die Walküre.  Agnes Hasun, die 2017 bereits die „Wolfsschlucht“ (nach der Oper Der Freischütz) und 2018 den Einsingraum „König Midas’ Schatzkästchen“ (inspiriert durch die Oper Die Liebe der Danae) gestaltet hat, entwarf
2019 ein begehbares Lebkuchenhaus nach Engelbert Humperdincks Oper Hänsel und Gretel. Gegen eine Spende werden Hänsel & Gretel-Lebkuchen-Taferl und Herzen mit Kosenamen aus diversen Opern angeboten. Alle Einnahmen gehen an die Caritas-Gruft und Superar.

Die Hinterbühne erstrahlt 2019 in japanischem Stil u. a. mit großen Origami-Kranichen und Lampen der japanischen Designerin Megumi Ito und ist eine Hommage an das 150-jährige Jubiläum der diplomatischen Beziehungen zwischen Österreich und Japan sowie eine Würdigung der wichtigen Beziehungen zwischen der Wiener Staatsoper und Japan. Abwaschbare Klebe-Tattoos mit charmanten Opernzitaten stehen kostenfrei im eigens eingerichteten Tattoo-Studio im Wagner Salon zur Verfügung (solange der Vorrat reicht).

In der etablierten Weinbar, für die der offizielle „Opernball-Sommelier“ Adi Schmid gemeinsam mit Maria Großbauer die Weine ausgewählt hat, sind auch 2019 sieben Top-Weingüter aus der Wachau vertreten: Domäne Wachau, Hirtzberger, Jamek, Knoll, F.X. Pichler, Rudi Pichler, Pichler-Krutzler. Für Rotwein der Top-Kategorie sorgt neuerlich das Weingut Kollwentz aus dem Burgenland. Die Ballgäste genießen auch am Wiener Opernball 2019 in allen Logen und Bars ausschließlich Weine von oben genannten Weingütern.

Nach einer umfassenden Verfeinerung des Gerstner-Kulinarikangebots im vergangenen Jahr wird es neben den kulinarischen Highlights 2018 am Wiener Opernball 2019 einige Neuerungen geben, die mitunter auch Bezug auf Opern nehmen wie etwa die „Don Juan Tapas-Bar“. Bereits seit mehr als 20 Jahren betreuen die Kremslehner Hotels kulinarisch die Seitenbühne und die Bühnenlogen am Wiener Opernball.  Neu gestaltete Räumlichkeiten am Balkon versprechen italienisches Flair im Salon Campari und klassisches „Kameel-Ambiente“ mit Wienerischen Genussfreuden im Zum Schwarzen Kameel. Das Schwarze Kameel verantwortet darüber hinaus auch wiederum die Kulinarik in der „Wolfsschlucht“ im
1. Souterrain.

Erstmals wird das Gourmetmagazin Falstaff am Wiener Opernball eine eigene Bar bespielen: Den Falstaff Champagner Salon am linken Balkon. Österreichs Traditions-Sektkellerei Schlumberger ist auch 2019 offizieller Partner des Wiener Opernballs im Bereich Sekt. Für den Ball 2019 wurde der Schlumberger Sparkling Brut Klassik gewählt, eine Cuvée aus ausgesuchten Welschriesling-, Chardonnay- und Weißburgunder-Trauben aus dem nördlichen Weinviertel ausgewählt.

Zwei junge Barkeeper aus dem Team von Roberto Pavlovic-Hariwijadis Roberto American Bar kreierten zwei Opernball-Drinks, die in der Opernball-Disco angeboten werden: „Die Frau ohne Schatten“ respektive das „Lebenswasser“, ebenfalls inspiriert von der Oper Die Frau ohne Schatten.

Vöslauer ist wieder Exklusiv-Partner des Wiener Opernballs für Mineralwasser; neben Fairtrade-Kaffee wird 2019 auch Fairtrade-Orangensaft von Rauch angeboten. Erstmals ausgeschenkt am Wiener Opernball wird Apfelsaft von der österreichischen Traditionsmarke Wetter.

Weitere Kulinarik-Partner 2019 sind: Café Oper Wien, Gösser, Ströck Feierabend und Mörbischer Wein. Die Caterer sind gerüstet mit rund 52.600 Gläsern, 9.200 Besteckteilen und 1000 Sektkübeln. Apropos Essen, Trinken und Genießen: Das Wein- und Genuss-Magazin „Falstaff“ bringt anlässlich des Wiener Opernballs 2019 zum dritten Mal eine Sonderausgabe heraus, die sich ganz dem Thema Wiener Opernball und Kulinarik widmet.

Ball-Musik
Abwechselnd mit dem Wiener Opernball Orchester sorgt für die richtige Stimmung und Tanzmusik im Großen Saal das Bernd Bernd Fröhlich Orchester & Andie Gabauer, Tini Kainrath und The Schick Sisters.  Folgende MusikerInnen, Bands und Formationen treten weiters in den unterschiedlichen Ballbereichen auf: The Bad Powells, Bossa Club, Wiener Salonorchester Steubl, Christiana Uikiza Quintett, Erwin Schmidt Trio, Sascha Peres, Clemens Schaller Trio, Duo Italiano feat. Erika Arno&Domenico Limardo, Electric Beat Club, Frantisek Drafi, Josef Burchartz Quartett feat. Stella Jones, Marina & The Kats, Die Steirische Streich, Original Wolfsmilch Echo, Diknu Schneeberger Trio, Trio Sandor Rigo, Wienerlied Trio Peter Havlicek. Im Jazzclub auf der Galerie ist wieder die Ö1 Jazznacht mit Schallplatten und Plattenspieler-Sound zu Gast, Dr. Andreas Felber legt Schallplatten auf; in der Disco legt Radio Wien mit DJ Johannes Willrader auf.

Komitee-, Damen- und Herrenspenden
Das Organisationsteam um Maria Großbauer hat auch heuer ein ansehnliches Ballspenden-Paket für Komitee und Gäste zusammengestellt: Die Debütantinnen erhalten seit Jahren ein hochwertiges Diadem von Swarovski – heuer die Swarovski Tiara designed by Versace inkl. Style-Guide; Make-up-Produkte & Look-Guide von Guerlain, und eine Sonderausgabe der Duftkerze „Bergluft“ von Looops. Die Debütanten werden mit Silber-Manschettenknöpfen von Juwelier Heldwein in neuem Design, einem Frack-Stecktuch sowie Ermäßigung auf Frack und Frackwäsche sowie einem Paar schwarzer Lackschuhe zum Sonderpreis (120,- Euro) von Ludwig Reiter ausgestattet. Alle Debütantinnen und Debütanten bekommen außerdem zwei Produkte von Croma Pharma, die Wiener Opernball-Edition handgemachter Zuckerl der Zuckerlwerkstatt sowie eine Übernachtungsermäßigung im Hotel Bristol.  Der Look der Debütantinnen 2019 wird komplettiert durch eine neue Hochsteckfrisur, kreiert von Steinmetz-Bundy Privatsalon passend zur Swarovski Tiara 2019.

Die Damenspende 2019 beinhaltet einen funkelnden Bottle Topper von Swarovski – Atelier Swarovski Home by Aldo Bakker, ein Lanybook in exklusivem Wiener Opernball-Design, eine Wiener Opernball-Edition handgemachter Zuckerl der Zuckerlwerkstatt sowie eine Geschenkbox mit einem Pflegeserum und Gutschein von Yuvell by Croma. Die Herrenspende besteht aus einem von Hand genähten Frack-Stecktuch von der Wiener Hemdenmanufaktur Gino Venturini, dem Opernball-Gulaschgewürz von Sonnentor, einem Schuhlöffel aus Kalbsleder von Ludwig Reiter, der Falstaff-Sonderausgabe zum Wiener Opernball 2019 sowie dem von der Edition Lammerhuber verlegten und zur Verfügung gestellten Foto-Bildband mit dem Titel „Bel Canto“ mit den 150 bedeutendsten Sängerinnen und Sängern aus 150 Jahren Opernhaus am Ring.

Darüber hinaus schenken die Casinos Austria allen Opernballgästen eine Gewinnkarte, die man im Casino am Wiener Opernball gegen Promotionjetons eintauschen kann; im Haus aufgelegt werden von Arthur Arbesser gestaltete und von Living Deluxe gespendete Fächer (solange der Vorrat reicht); Humanic stellt Opernball-Ballerinas zur Verfügung (solange der Vorrat reicht) und beim Verlassen des Hauses am Morgen nach dem Opernball bekommen alle Gäste (solange der Vorrat reicht) Jour-Krapfen von Ströck und Wasser von Vöslauer.

Der Wiener Opernball für den guten Zweck
Rund um den Opernball gibt es wieder mehrere Aktivitäten für einen guten Zweck. Der Reinerlös aller Initiativen geht auch 2019 zu gleichen Teilen an zwei Organisationen: an die Gruft der Caritas Wien und an Superar:

Tenor und Staatsopern-Ensemblemitglied KS Benedikt Kobel hat für den Wiener Opernball ein Postkartenset mit Opernmotiven als Benefizspende gestaltet, das aufgeteilt auf drei Jahre ein Opern-Alphabet abbildet. Das dritte und letzte Set umfasst 2019 die Buchstaben R bis Z. Opernfreunde und solche, die es werden wollen, können raten, welches Stück dargestellt wird, die Auflösung gibt es auf der Rückseite. Die Opern X und Y können in einem Jubiläumsrätsel anlässlich „150 Jahre Opernhaus am Ring“ erraten und auf einer eigens gestalteten Karte samt Geburtstagswunsch an die Wiener Staatsoper zurückgeschickt werden – unter allen Einsendungen mit der richtigen Antwort wird eine Originalzeichnung von KS Benedikt Kobel verlost.

Die Benefizpostkarten sind ab 16. Jänner 2019 im Arcadia Opera Shop, beim Publikumsdienst in der Wiener Staatsoper und bei der Information in der Kassenhalle der Bundestheater (Operngasse 2, 1010 Wien) sowie bei der Opernball-Generalprobe und am Opernballabend gegen eine Mindestspende von € 10,- (1 Postkartenset) bzw. € 15,- (2 Postkartensets) und € 20,- (3 Postkartensets) erhältlich. Der Druck wird dankenswerterweise von der Druckerei Walla ermöglicht und finanziert. Sämtliche Einsätze der Gäste in Form freiwilliger Spenden im Casino am Opernball kommen der Obdachlosenhilfe der Caritas zugute – die Spendensumme wird von Casinos Austria verdoppelt.

Serviceangebote
Zum dritten Mal gibt es neben dem ausführlichen Programmbuch eine kompakte Version des Programms mit Übersichten über Räume, Musik, Kulinarik und Service am Wiener Opernball. Genannt: „Libretto“, kleines Buch.

Guerlain und der Steinmetz-Bundy Privatsalon richten im Dirigentenzimmer (Erdgeschoß) wieder ein Boudoir ein, wo allen Ballgästen VisagistInnen und StylistInnen die gesamte Ballnacht unentgeltlich zur Verfügung stehen.

Während der ganzen Ballnacht stehen in einer Damensologarderobe (1. Stock) fachkundige Schneiderinnen und Schneider der Wiener Staatsoper für kleine und größere kleidertechnische Notfälle zur Verfügung. Ebenso sind Schuhmacher der ART for ART Theaterservice GmbH bei Notfällen rund ums Schuhwerk zur Stelle.

Mehrere Fotografen von Foto Fayer können auf der Feststiege, im Foto-Studio (in der Damensologarderobe) sowie im Foto-Atelier (im Annex des Marmorsaals) von den Ballgästen für Fotowünsche in Anspruch genommen werden.

Die Eröffnung wird auf Screens von Samsung in das Café Oper Wien, die Parkett-Umgänge rechts und links, auf den Balkon rechts und links, in den Gustav Mahler-Saal, den Annex des Gustav Mahler-Saals, den Marmorsaal, den Annex des Marmorsaals, den Einsingraum, beim Würstelstand, in das Foyer (links), das Gerstner Foyer, das Schwindfoyer, die Crystalbar und die Loggia sowie auf die Galerie, die Seitenbühne und die Hinterbühne übertragen.

Seit 2017 ist der Wiener Opernball komplett rauchfrei. Raucherzonen befinden sich links und rechts außerhalb der Wiener Staatsoper unter den Arkaden (beheizt, mit Bar-Service).

Karten, Kleiderordnung, Einlass
Eine Eintrittskarte für den Wiener Opernball 2019 kostet 315,- Euro, eine Loge zwischen 13.300,- und 23.600,- Euro; ein Tischanteil für zwei Personen ab 210,- Euro; ein Tisch zwischen 420,- und 1.260,- Euro. Stehplatzkarten für die Generalprobe kosten 25,- Euro, Sitzplatzkarten zwischen 35,- und 70,- Euro.

Der Einlass für BallbesucherInnen – Damen in bodenlangem Abendkleid, Herren im schwarzen Frack – beginnt um 20.40 Uhr, die Ballnacht endet traditionell um 5.00 Uhr früh mit „Brüderlein fein“ im 50 m langen Ballsaal. Dort werden wenige Stunden später insgesamt 7.000 Kinder aus allen österreichischen Bundesländern zwei Vorstellungen von Die Zauberflöte für Kinder erleben.

Live-Übertragung im Fernsehen
Der ORF überträgt den Wiener Opernball am Donnerstag, 28. Februar 2019 rund drei Stunden live. Der Hauptabend in ORF 2 steht schon ab 20.15 Uhr ganz im Zeichen des Ballereignisses mit der Dokumentation „Sehen und gesehen werden“. Als ORF-Moderatoren sind heuer wieder Alfons Haider, Mirjam Weichselbraun und Barbara Rett dabei, für den launigen Kommentar sorgen Karl Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Bremen, Theater Bremen, Weihnachten und Silvester 2018

Dezember 20, 2018 by  
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Theater Bremen

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Theater Bremen / Theater am Goetheplatz © Jörg Landsberg

Weihnachten und Silvester im Theater Bremen

Nur mit den Geschenken spielen? Noch was essen? Nein, auch mal raus, etwas Neues sehen, sich über etwas Zauberhaftes wundern oder etwas Kluges diskutieren: Weihnachten, Silvester und die Zeit dazwischen können mit einem Theaterbesuch gleichermaßen unterhaltsam, abwechslungsreich und nachdenklich sein. Am ersten Weihnachtsfeiertag werden im Theater Bremen Opulenz und Komik großgeschrieben: Im Musiktheater mit Verdis „Ein Maskenball“ und im Schauspiel mit der Weihnachtsfarce „Der Messias“ von Patrick Barlow mit Martin Baum und Guido Gallmann. Ganz im Zeichen der Familie steht der zweite Feiertag: „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ von John von Düffel nach Mark Twain für alle ab 6 Jahren laden gleich morgens um 10 Uhr zum Mitfiebern ein, Mozarts Oper „Die Zauberflöte“ gibt es um 18 Uhr im Theater am Goetheplatz und „Väter und Söhne“ von Brian Friel nach dem Roman von Iwan Turgenjew steht um 18:30 Uhr im Kleinen Haus auf dem Programm.

Zwischen den Jahren lassen sich mit der 75. Vorstellung des deutsch-türkischen Liederabends „Istanbul“ am 27. Dezember, der jüdisch-amerikanischen Familiengeschichte „Hier bin ich“ von Erfolgsautor Jonathan Safran Foer am 28. Dezember und dem David Bowie Musical „Lazarus“ am 30. Dezember spannende Abende verbringen. Das Tanztheater zeigt am 29. Dezember das Kultstück von Samir Akika in neuer Version: „polaroids:remix“ ab 20 Uhr im Kleinen Haus, dort begegnen sich am nächsten Tag, dem 30. Dezember, dann Schauspiel und Tanz in Alize Zandwijks berührender Annäherung an das Thema Demenz mit ihrem Stück „Amour“.

Für einen guten Rutsch ins neue Jahr sorgen am Silvestertag der erfolgreiche Liederabend „Istanbul“ um 16 und um 20 Uhr im Kleinen Haus und die italienische Silvestergala „Evviva“ um 15 und um 19 Uhr im Theater am Goetheplatz: mit dem Musiktheaterensemble, dem Chor und den Bremer Philharmonikern, mit Arien und Ensembles von Rossini, Donizetti, Verdi etc. und einem vielstimmigen Evviva 2019! Anschließend kann ausgiebig der Jahreswechsel gefeiert werden bei der Party „Ballroom Babylon“ mit den DJs Jens Mahlstedt und Sean Patrick, die von Bremen Zwei präsentiert wird.


Programm:


So 23. Dezember
„Ein Maskenball – Un ballo in maschera“, 15:30 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Der Messias“, 18:30 Uhr im Kleinen Haus


Di 25. Dezember
„Ein Maskenball – Un ballo in maschera“, 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Der Messias“, 18:30 Uhr im Kleinen Haus


Do 26. Dezember
„Die Abenteuer des Huckleberry Finn“, 10 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Die Zauberflöte“, 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Väter und Söhne“, 18:30 Uhr im Kleinen Haus


Fr 27. Dezember
„Istanbul– Ein Sezen Aksu-Liederabend“ – 75. Vorstellung! 20 Uhr im Kleinen Haus


Sa 29. Dezember
„Die Zauberflöte“, 19 Uhr im Theater am Goetheplatz
„polaroids:remix“, 20 Uhr im Kleinen Haus, ab 19 Uhr szenischer Einlass


So 30. Dezember
„Lazarus“, 18 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Amour“, 18:30 Uhr im Kleinen Haus


So 31. Dezember
„Evviva – eine italienische Silvestergala“, 15 Uhr und 19 Uhr im Theater am Goetheplatz
„Istanbul – Ein Sezen Aksu-Liederabend“, 16 Uhr und 20 Uhr im Kleinen Haus
Silvesterparty: Ballroom Babylon, 23 Uhr im Theater am Goetheplatz. Präsentiert von Bremen Zwei
—| Pressemeldung Theater Bremen |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Spielplan November und Dezember 2018

Oktober 18, 2018 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de


Oper und Ballett am Rhein im November und Dezember 2018


Fr 02.11. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Opernfoyer
Opernwerkstatt zur Premiere von „Otello“

Im Gespräch mit Ensemblemitgliedern gibt Chefdramaturgin Hella Bartnig Einblick in die Produktion und die Gelegenheit zum Probenbesuch. Der Eintritt ist frei.


Sa 03.11. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf Rangfoyer
Wiederaufnahme: „La Cenerentola“
Gioacchino Rossinis charmante Version des Märchens vom Aschenputtel besticht durch ihre temperamentvolle Musik und überbordende Lebensfreude. Der Opernmagier Jean-Pierre Ponnelle hat ihr mit seiner witzigen und eleganten Inszenierung ein unsterbliches Denkmal gesetzt.


So 04.11. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Rangfoyer
Symphoniker im Foyer:
Aus Böhmen, Ungarn und England

Dem 2. Klavierquintett A-Dur op. 81 von Antonin Dvo?ák, – einem Highlight der Kammermusik – stellen Solisten der Düsseldorfer Symphoniker Ernst von Dohnányis Serenade op. 10 gegenüber, ein Streichtrio voller Spielfreude und Fantasie. Anna Harvey, die neue Mezzosopranistin im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein, unternimmt mit „Three Songs“ von Frank Bridge einen Ausflug nach England.


Do 15.11. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE: „Otello“ von Giuseppe Verdi

In einer hochkonzentrierten, abstrakten Bildsprache schärft der vielfach ausge­zeichnete Theaterregisseur Michael Thalheimer den Blick für die Psychologie, Emotionalität und Körperlichkeit der Figuren und setzt das Eifersuchtsdrama unter geradezu atemlose Spannung. Große Erfolge feierte seine Inszenierung bereits in Antwerpen, Gent und Düsseldorf. Mit neuer Sängerbesetzung feiert sie Premiere in Duisburg.


Sa 17.11. – 19.30 Uhr Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme:
„Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Oper über den Frauenverführer, Herzensbrecher, Womanizer. Wer ihm begegnet, wittert Gefahr, doch auch die verführerische Chance, sich von Konventionen zu befreien und Neues zu wagen. Die Inszenierung von Karoline Gruber unter der musikalischen Leitung von Antonino Fogliani.


Sa 17.11. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Sternstunden der Oper: DRK-Gala 2018

Benefiz-Gala zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes in Duisburg mit Solisten der Deutschen Oper am Rhein, dem Kinderchor am Rhein und den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Lukas Beikircher.


Fr 23.11. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE: Ballett am Rhein – b.37:
Robert Binet: „New World“ / Natalia Horecna: „The Way Ever Lasting“ / Remus ?uchean?: „Fantaisies“

Drei Uraufführungen bestimmen das Programm b.37: Robert Binet gehört zu den  meistumworbenen Nachwuchstalenten der Szene. Zu Musik von Nico Muhly verbindet er in „New World“ Geschichten über die Entstehung des Universums mit unserer Realität. Nach ihrem beeindruckenden Düsseldorf-Debut mit „Wounded Angel“ vor zwei Jahren geht es Natalia Horecna in „The Way Ever Lasting“ um das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse, Falsch und Richtig. Remus ?uchean? sieht in den „Fantaisies“ zu Martin?s 6. Sinfonie einen sommernächtlichen Traum voller phantastischer Wesen und Dunkelheiten. Jean-Michaël Lavoie dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.


Di 27.11. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme:
„Petruschka / L’Enfant et les Sortilèges“

Bilderrausch und Bühnenzauber: Nach ihrem Welterfolg mit Mozarts „Zauberflöte“ ist die zweite Opernproduktion der britischen Theatergruppe „1927“ wieder in Düsseldorf zu sehen: In Igor Stravinskys Ballett „Petruschka“ und Maurice Ravels Kurzoper „L’Enfant et les Sortilèges“ verschmelzen Bühnenaktion, Akrobatik und handgezeichnete Animationen mit den Gesangs- und Orchesterstimmen.


Fr 30.11. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme: „Hänsel und Gretel“
Die Märchenoper für die Weihnachtszeit!


Di 04.12. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Opernwerkstatt zur Premiere „Die Fledermaus“
Im Gespräch mit dem Regieteam gibt Chefdramaturgin Hella Bartnig Einblick in die Operettenproduktion und Gelegenheit zum Probenbesuch. Der Eintritt ist frei.


Sa 08.12. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE: „Die Fledermaus“ von Johann Strauß (Sohn)
„Die Fledermaus“, das Glanzstück der Operette, neu inszeniert von Axel Köhler. Mit einem Bühnenbild und Kostümen von Frank Philipp Schlößmann, musikalisch geleitet von Benjamin Reiners.


So 09.12. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf Rangfoyer
Uni goes Opera
Die schönsten Liebesszenen der Opernliteratur, präsentiert von Orchester und Chor der Heinrich-Heine-Universität sowie Solisten der Deutschen Oper am Rhein.


Di 11.12. – 19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Weihnachten mit Freunden
Konzert für den Freundeskreis und alle Opernfreunde mit Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein und den Duisburger Philharmonikern.


Do 13.12. – 18.00 Uhr Opernhaus Düsseldorf
Rangfoyer
Opernwerkstatt zur Premiere von „Maria Stuarda“
Dramaturgin Anna Grundmeier spricht mit Ensemblemitgliedern über die Produktion und lädt zum Probenbesuch ein. Der Eintritt ist frei.


Fr 14.12. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Wiederaufnahme: „Hänsel und Gretel“
Die Märchenoper für die Vorweihnachtszeit!


So 16.12. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Weihnachten in Lied und Wort

Die Matinee mit Liedern und Texten zur Weihnachtszeit ist beim Publikum inzwischen so beliebt, dass sie vom Foyer in den großen Zuschauersaal umzieht. Solisten der Deutschen Oper am Rhein präsentieren ein stimmungsvolles Liedprogramm, Operndirektor Stephen Harrison begleitet sie am Flügel. Die Texte interpretiert der bekannte Schauspieler Stefan Wilkening.


Mi 19.12. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE: „Maria Stuarda“ von Gaetano Donizetti

Das dramatische Kräftemessen zweier Königinnen, die sich im wirklichen Leben nie begegnet sind: Adela Zaharia ist die schottische Königin Maria Stuarda, der Maria Kataeva als Elisabetta I. gegenüber steht. Die Inszenierung von Guy Joosten wird von Antonino Fogliani musikalisch geleitet.


Mo 31.12. – 19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Silvestergala mit dem Ballett am Rhein

Silvester wird im Opernhaus getanzt: Eigens für diesen besonderen Abend haben die beiden Direktoren des Balletts am Rhein, Martin Schläpfer und Remus ?uchean?, ein Programm aus Klassikern der Compagnie sowie zwei Miniaturen, die noch nie im Opernhaus Düsseldorf zu sehen waren, zusammengestellt: Martin Schläpfers Wien-Ballett „Marsch, Walzer, Polka“ sowie Jerome Robbins’ „The Concert“ aus den 1950er Jahren – eines der witzigsten Stücke der Tanzgeschichte – treffen auf den romantischen Pas de deux „Romanze“ und das Trio „Mönche und Nonne“. Christoph Altstaedt kehrt ans Pult der Düsseldorfer Symphoniker zurück, am Klavier ist der junge israelische Pianist Matan Porat zu erleben.

Karten und weitere Informationen sind erhältlich im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211.89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203.283 62 100) sowie online über www.operamrhein.de.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Innsbruck, Tiroler Landestheater, Der Stein der Weisen – Emanuel Schikaneder, IOCO Kritik, 09.10.2018

Tiroler Landestheater - Im Winter @ Rupert Larl

Tiroler Landestheater – Im Winter @ Rupert Larl

Tiroler Landestheater

Der Stein der Weisen  oder  Die Zauberinsel

Von Emanuel Schikaneder und anderen

Von Julian Führer

Es gibt in Deutschland zahllose Wielandstraßen. Christoph Martin Wieland (1733-1813) ist als Übersetzer, Dichter und Herausgeber in Erscheinung getreten, doch welche Werke sind heute noch bekannt, was wird noch gelesen? Wir verdanken ihm unter anderem eine in der Originalausgabe (1786-1789) dreibändige Sammlung Dschinnistan oder auserlesene Feen- und Geister-Märchen. Dort findet sich eine Geschichte Der Stein der Weisen, aber auch Lulu oder die Zauberflöte. Emanuel Schikaneder (1751-1812) nutzte diese Vorlagen für seine zahlreichen Opernlibretti, von Der dumme Anton im Gebirge bis hin zur Zauberflöte, die Wolfgang Amadeus Mozart in Musik setzte und die bis heute eine der meistgespielten Opern überhaupt ist.

«Welch reizende Musik erhebt die Herzen feierlich»

Was wurde aus Der Stein der Weisen? In Fachkreisen war bekannt, dass dieses Stück 1790 im Wiedner Theater uraufgeführt wurde (dort wurde ein Jahr später auch Die Zauberflöte zum ersten Mal gezeigt). Der Druck von Einzelnummern belegt, dass es eine gewisse Popularität erlangt haben muss. Im 19. Jahrhundert geriet Der Stein der Weisen in Vergessenheit. 1996 gelang es David J. Buch, in Hamburg (Staats- und Universitätsbibliothek) eine handschriftliche Partitur ohne Titelblatt als Überlieferungszeugen für die verloren geglaubte Oper zu identifizieren; alsbald konnten weitere Partituren, Klavierauszüge und Stimmen nachgewiesen werden, und zwar in Berlin (Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz), Frankfurt (Stadt- und Universitätsbibliothek, Florenz (Conservatorio Luigi Cherubini) und Wroclaw (Biblioteka Uniwersytecka).

 Der Stein der Weisen  von Emanuel Schikaneder
Youtube Trailer  des Tiroler Landestheater
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Worum geht es? Das Singspiel (also ein Wechsel von gesprochenen und gesungenen Passagen) kennt den Halbgott Astromonte und den unterirdischen Gott Eutifronte, ein seriöses und ein Buffopaar, Arien, Duette, einen Jägerchor, Waldgeister, unterirdische Geister, Schutzgeister und dergleichen mehr. Genius hat etliche Auftritte und muss der Handlung immer wieder neue Wendungen und Impulse geben, die sonst in dem Werk noch beliebiger als ohnehin schon wirken würden. Emanuel Schikaneder schrieb an die 50 Operntexte und war im Arrangieren nicht eben wählerisch. Auch bediente er sich gerne bei sich selbst und passte Figurenkonstellationen nur grob an, so dass Der Stein der Weisen in manchem, etwa dem Verhältnis der beiden Paare, sich wie eine Vorstudie zur Zauberflöte ausnimmt.

Werden heute Singspiele oder auch Opern wie Fidelio oder Der Freischütz aufgeführt, stellt sich oft die Frage, wie mit den oft langen gesprochenen Passagen umgegangen werden soll – vollständig lassen, kürzen, streichen? Die Frage stellt sich umso drängender, wenn ein deutsches Singspiel etwa in Paris aufgeführt wird oder Solisten mit anderer Muttersprache sich durch lange Textpassagen quälen. In Innsbruck wählte man einen eleganten Weg, das Werk schlank zu halten und dennoch die Musiknummern durch Überleitungen zu verbinden: Timna Brauer führte als Erzählerin durch die nicht immer ganz logischen Verzweigungen der Handlung, deren Kern die Rivalität von Gott und Halbgott ist, wodurch die Paare Nadir und Nadine sowie Lubano und Lubanara in Schwierigkeiten kommen, aus denen ihnen nur Genius mit dem Stein der Weisen heraushelfen kann. Die als «konzertante Aufführung» bezeichnete Innsbrucker Version wurde von Angelika Wolff so eingerichtet und von Michael D. Zimmermann so ausgestattet, dass es mehr zu sehen gab als in manchen stark reduzierenden Inszenierungen: Die Auftritte aus den Gassen waren sorgfältig choreographiert und den einzelnen Gassen auch Bedeutungsebenen zugewiesen (der Bauer tritt nicht so auf wie der Gott!). Den Hintergrund lieferten Bilder von Arik Brauer, die mit ihren phantastischen Elementen die Handlung untermalten.

Tiroler Landestheater / Der Stein der Weisen - Emanuel Schikaneder © Rupert Larl

Tiroler Landestheater / Der Stein der Weisen – Emanuel Schikaneder © Rupert Larl

Besonders interessant war natürlich das musikalische Material und dessen Darbietung. Das Textbuch von Schikaneder hat gemäss dem Geschmack der Zeit Qualitäten, ist aber literarisch nicht weiter anspruchsvoll («Die Lieb ist wohl ein närrisch Ding! / Doch ihre Macht ist nicht gering. / Sie macht so weh, sie macht so wohl! Ich weiß nicht, wie ich’s nennen soll.»). Die Musik wurde von Johann Baptist Henneberg, Benedikt Schack, Franz Xaver Gerl und Emanuel Schikaneder selbst geschrieben, und eine kleine Zahl Stücke geht sogar auf Wolfgang Amadeus Mozart zurück. Libretto und Musik haben durchaus Witz, etwa wenn Eutifronte die Lubanara dazu verdammt, nur noch wie eine Katze zu miauen. Dies ist Anlass für das auch außerhalb der Oper über die Zeiten hinweg bekannte «Katzen-Duett» (das den eigentlich stummen, aber dennoch musikalisch agierenden Papageno vorwegnimmt). Tatsächlich sind einige Nummern kunstvoll und andere eher handwerklich-brav komponiert (man denkt bei manchen Phrasen unwillkürlich an einen mittelmäßig begabten Haydn-Schüler). Dennoch wirkt die Oper stilistisch recht einheitlich. Mozarts Genie erscheint neben seinen Zeitgenossen nur umso deutlicher.

Das Orchester unter Seokwon Hong spielte engagiert, in den Arien und Duetten zartfühlend, in Jägerchor und den beiden Finalen auch kraftvoll. Konventionell, aber handwerklich überzeugend kam der Jägerchor (mit Hörnern, Trompeten und Pauke) daher. Auch ein orchestrales Gewitter durfte nicht fehlen, die unruhige See bot Anklänge an «Numi, pietà» aus Mozarts Idomeneo. Dennoch haben hier Vincenzo Bellini (in der Introduktion zum dritten Akt von I Puritani) und Beethoven ganz neue Welten erschlossen.

Tiroler Landestheater / Der Stein der Weisen - Emanuel Schikaneder © Rupert Larl

Tiroler Landestheater / Der Stein der Weisen – Emanuel Schikaneder © Rupert Larl

Der Tenor Garrie Davislim gestaltete den Gott Astromonte – keine einfache Partie, denn ein gütiger Gott hat nicht übermäßig viele Möglichkeiten zur dramatischen Gestaltung. Johannes Maria Wimmer als böser Halbgott Eutifronte hatte da ganz andere stimmliche Entfaltungsmöglichkeiten. Beide wurden ihren Partien vollauf gerecht. Auch die Paare (Nadir und Nadine: Daniel Johannsen und Jihyun Cecilia Lee, Lubano und Lubanara: Alec Avedissian und Andreja Zidaric) sangen tadellos, wobei natürlich Andreja Zidaric beim Publikum besonders gut ankam, da sie nach Herzenslust miauen durfte.

Der Chor hat eine umfangreiche Partie zu bewältigen. In einer Nummer zanken sich vier Choristinnen, wer am tugendhaftesten ist – ein Mechanismus der gegenseitigen Überbietung voller Witz. Die Aufstellung des Chores im hinteren Bühnenbereich geht leider zu Lasten der Textverständlichkeit. Dies traf auch den Genius der Sophia Theodorides, die oft im hinteren Bühnenraum zu agieren hatte. Das alles mündet in einer lieta fine nach den Konventionen der Zeit.

Als Fazit dieser Ausgrabung wird deutlich, dass auch ein musikalisches Meisterwerk wie Mozarts Zauberflöte seine Vorläufer hat. Mag die Handlung teilweise hanebüchen oder gar haarsträubend sein – dies hat das Stück mit anderen noch heute gespielten Opern der Zeit wie Orlando Paladino und Idomeneo gemeinsam. Ein sonst wenig gespieltes Werk auf die Bühne zu bringen, ist immer ein Wagnis; hier in Innsbruck hat man gewagt, eine Oper zu zeigen, die in Handlung und Musik nicht immer auf der Höhe des sonstigen Repertoires ist, aber dennoch viele Qualitäten hat und vor allem eine Art musikhistorischen Kontext für die Zauberflöte bietet und zudem zeigt, wie mehrere Künstler in kürzester Zeit ein bühnentaugliches Werk zustandebringen konnten. Das Tiroler Landestheater ist für diesen Mut zu loben, für die sorgfältige Einstudierung, für das liebevolle Arrangement auf der Bühne – aber auch für das exzellent recherchierte Programmheft, das diese ganzen Bezüge deutlich macht.

Der Stein der Weisen im Tiroler Landestheater; in der laufenden Spielzeit 2018/19 sind keine Vorstellungen geplant.

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