Kiel, Theater Kiel, Spielplan Januar 2020

Dezember 13, 2019 by  
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Theater Kiel

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT

Opernhaus Kiel / Blick über den Rathausplatz © VollwertBIT


operkiel*


Oper Kiel / Die Fledermaus © Olaf Struck

Oper Kiel / Die Fledermaus © Olaf Struck

Premiere DIE FLEDERMAUS  –  Operette von Johann Strau

Samstag, 25. Januar 19.30 Uhr Opernhaus

Gabriel von Eisenstein will vor Antritt einer Haftstrafe wegen Beamtenbeleidigung noch einmal richtig auf den Putz hauen: Auf einer Party des Prinzen Orlofsky frischt er seine Verführungskünste auf – und trifft dabei ausgerechnet seine eigene Frau, sein Stubenmädchen und den Gefängnisdirektor! Dass diese erstaunlichen Zufälle kein Zufall waren, klärt sich erst am verkaterten nächsten Morgen im Gefängnis auf … Mit Champagnerlaune, Walzern und dem Patentrezept »Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist« kehrt die Operette aller Operetten nach Kiel zurück.

Musikalische Leitung Daniel Carlberg, Regie Olaf Strieb, Ausstattung Heiko Mönnich, Choreinstudierung Lam Tran Dinh

Mit Agnieszka Hauzer, Hye Jung Lee, Vigdis Bergitte Unsgård, Ks. Heike Wittlieb; Yoonki Baek, Fred Hoffmann, Michael Müller–Kasztelan, Ks. Jörg Sabrowski u.a. sowie dem Opernchor

 LUCIA DI LAMMERMOOR   –  Oper von Gaetano Donizetti

Lucia Ashton liebt Edgardo di Ravenswood, den Erzfeind ihres Bruders Enrico, der seine Schwester in eine Ehe mit dem reichen Arturo Bucklaw zwingt – eine Entscheidung, die blutige Konsequenzen hat … Fast vier Jahrzehnte nach der letzten Kieler Inszenierung kehrt Donizettis schauer-romantisches Belcanto-Meisterwerk in einer visuell ungewöhnlichen Gestaltung des griechischen Designers Paris Mexis und des Lichtkünstlers George Tellos zurück.

DIE TOTE STADT  –  Oper von Erich Wolfgang Korngold

Liebe, Abschied, Tod und Träume: Ein trauernder Witwer begegnet einer Doppelgängerin seiner verstorbenen Frau und glaubt, damit würde sein »Traum der Wiederkehr« wahr werden. Sein Traum nimmt jedoch eine überraschende Wendung! KEIN Traum ist es, dass Korngolds Opernhit der 1920er Jahre mit den schwelgerischen Ohrwürmern »Glück, das mir verblieb« oder »Mein Sehnen, mein Wähnen« wiedergekehrt ist.

EIN AMERIKANER IN PARIS  –  Musical von George Gershwin

Paris 1945: Die bezaubernde Balletttänzerin Lise Dassin muss sich zwischen drei Verehrern entscheiden: den Ex-GIs Jerry Mulligan und Adam Hochberg, die sich als Künstler bzw. Komponist in Paris versuchen, und dem reichen Unternehmersohn Henri Baurel, der lieber ein Jazzsänger wäre. Lises schwere Entscheidung wird durch solche Gershwin-Klassiker wie »I got rhythm«, »Shall we dance« oder »Stairway to Paradise« erleichtert.


Oper EXTRA


Freitag, 3. Januar 23.00 Uhr Foyer Opernhaus Lounge 23:

SCOTTISH POP

Lucia di Lammermoor spielt in Schottland, klingt aber sehr italienisch. Zum Ausgleich gibt’s nach der ersten »Lucia«-Vorstellung des Jahres was richtig Schottisches auf die Ohren, von Annie Lennox und den Simple Minds bis zu Franz Ferdinand – moderiert von Katrin Liebthal und Ulrich Frey.

Montag, 6. Januar 20.00 Uhr 1. Foyer Opernhaus
KLARINETTE?   NA KLAR!

In der vergangenen Spielzeit initiierte der Soloklarinettist Ishay Lantner Konzerte mit Kammermusik für Klarinette. Es begann mit Mozart und Musik aus der Zeit der Romantik, in dieser Spielzeit stehen seine beiden Konzerte unter dem Motto »Tänze«. Am 6. Januar sind europäische Tänze von Franz Schubert, Adolf Busch, Dmitri Schostakowitsch, Johann Strauß, Fritz Kreisler, Béla Bartók u.a. zu erleben. Es spielen u.a. Ishay Lantner, Liz Farrell, John Doig, Sarah Pape, Volker Bohnsack, Daniel Carlberg und John Spencer.

Samstag, 11. Januar 16.00 Uhr, 1. Foyer Opernhaus
Operncafé:  DIE FLEDERMAUS

»O Fledermaus, o Fledermaus, lass endlich jetzt dein Opfer aus.« Dirigent Daniel Carlberg, Regisseur Olaf Strieb und Dramaturgin Cordula Engelbert erläutern ihre Sicht auf Johann Strauß’ »Rache einer Fledermaus«.

Montag, 27. Januar 20.00 Uhr 1. Foyer Opernhaus
Dieter Schnebel zum 90.

Am 14. März 2020 wäre Dieter Schnebel 90 Jahre alt geworden. Anlässlich seines Geburtstages spielt das Ensemble Klangrauschen – Liz Farrell (Flöte), Maria Yamanaka (Viola), Heiko Maschmann (Kontrabass), Ninon Gloger (Klavier) – Werke von Michael Maierhof, John Cage, György Ligeti und Dieter Schnebel.

Eine Kooperation von Klangrauschen und dem Theater Kiel

Gastspiel

Montag, 20. Januar 20.00 Uhr,  1. Foyer Opernhaus
Wir in Schleswig-Holstein: Violine! Klasse!

Die beliebte Gastspielreihe mit Studierenden der Musikhochschule Lübeck beginnt im neuen Jahr mit der Violin-Klasse von Prof. Maria Egelhof, am Klavier begleitet von Yoko Yamada.


orchesterkiel*


Mittwoch, 1. Januar 18.00 Uhr Kieler Schloss
Neujahrskonzert  –  Freude ohne Götterfunken

Neujahr ohne Beethovens neunte Sinfonie – kann das gehen?! Ja, aber da muss ein Experte ran: Karl-Heinz Bloemeke, langjähriger Professor für Dirigieren an der Musikhochschule Detmold und ausgewiesener Spezialist für humorvoll moderierte Konzerte führt mit Italianità, Champagner-Galopp und einer echten Überraschung ins Jahr 2020 – für einen gelungenen Start ins neue Jahr sollten Sie dieses Konzert keinesfalls verpassen!

Philharmonisches Orchester Kiel
Tatia Jibladze (Mezzosopran), Ks. Tomohiro Takada (Bariton)
Dirigent Karl-Heinz Bloemeke

Dienstag, 7. Januar 19.00 Uhr, St. Nikolaikirche Kiel
3. Mozart-Konzert  –  Werke von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
und Louise Farrenc (1804–1875)
Kieler Kammerorchester
Dirigent Imre Sallay

Sonntag, 12. Januar 11.00 Uhr, Kieler Schloss
Montag, 13. Januar 19.30 Uhr, Kieler Schloss

5. Philharmonisches Konzert

Winterträume von Italien im Januar: Die Kieler Philharmoniker spielen ein italienisch inspiriertes Programm unter der Leitung des jungen französischen Dirigenten Joseph Bastian, der über zehn Jahre Bassposaunist beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks war, bevor er sich endgültig und mit beeindruckendem Erfolg aufs Dirigieren verlegte.

Ebenfalls zu Gast in Kiel ist Ödön Rácz, Solokontrabassist der Wiener Philharmoniker und international gefragter Solist, mit dem Kontrabass-Konzert h-Moll des italienischen Komponisten Giovanni Bottesini.

Joseph Haydn (1732–1809)?infonie Nr. 42 D-Dur
Giovanni Bottesini (1821–1889) Konzert für Kontrabass h-Moll
Hector Berlioz (1803–1869) Ouvertüre »Béatrice et Bénédict«
Giuseppe Verdi (1813–1901) Le quattro stagioni (Die vier Jahreszeiten) aus der Oper  Die sizilianische Vesper

Philharmonisches Orchester Kiel
Solist Ödön Rácz (Kontrabass), Dirigent Joseph Bastian

• Auftakt: Konzerteinführung jeweils 30 Minuten vor Konzertbeginn im Fördefoyer
• PhilharmoNINO: Kinderbetreuung jetzt bei allen philharmonischen Sonntagskonzerten
• Zugabe am Montag: abschließender »Philharmonischer Absacker« im Fördefoyer

Sonntag, 26. Januar 11.30 Uhr, Opernhaus  –  2. Familienkonzert
Dienstag, 28. Januar 11.00 Uhr, Opernhaus  –  1. Schulkonzert

»Wer fuchtelt da vorne rum? – Der neue GMD stellt sich vor«

Wer ist eigentlich der Mann, der vor dem Orchester steht und dem Publikum immer so unhöflich den Rücken zudreht? Genau, der Dirigent! In Kiel begrüßen wir in dieser Spielzeit Benjamin Reiners als neuen Chefdirigenten, auch Generalmusikdirektor (GMD) genannt. Heute stellt er sich euch im Familienkonzert vor und erzählt euch von seinem Job. Mit dabei natürlich auch unsere Kieler Philharmoniker, die für euch die Musik zu dem bekannten Kinderbuch »Das Orchester zieht sich an« spielen.

Musik: »Das Orchester zieht sich an« von Marius Felix Lange
zum Buch von Karla Kuskin

Dirigent Benjamin Reiners, Szenische Leitung Marie Coring und Waltraut Anna Lach

Freitag, 31. Januar 19.00 Uhr, Hotel Birke, Waldesruh
Tafelmusik

Ein kulinarisch-musikalischer Abend mit abwechslungsreicher Kammermusik, moderiert von Selke Harten-Strehk, Kieler Streichquartett
Nora Piske (Violine), Rie Goji (Violine)
Sarah Pape (Viola), Volker Bohnsack (Violoncello)


ballettkiel*


Wiederaufnahme
Mittwoch, 8. Januar 19.30 Uhr, Opernhaus

CREATIONS  –  Tanzabend von Georg Reischl und Yaroslav Ivanenko

Mal meditativ, mal hochexplosiv und mal traumhaft schön – der Tanzabend »Creations« fesselt mit zwei eigens für diesen Abend geschaffenen Stücken der Choreografen Georg Reischl und Yaroslav Ivanenko. Beide Stücke erwuchsen aus der Faszination für eine bestimmte Musik: »Following a Bird« von Ivanenko ist durch die Musik und die Biografie des italienischen Ausnahmemusikers Ezio Bosso inspiriert, Reischls »(h)ruof« wurde durch das Ritual des balinesischen Kecak-Tanzes angeregt. Ein kraftvoller Abend mit aufregendem choreografischen Kontrastprogramm!

Choreografie Georg Reischl, Yaroslav Ivanenko
Musik Vincent Glanzmann, Ezio Bosso, Max Richter, Kimmo Pohjonen
Bühne Georg Reischl, Marie Rosenbusch?Kostüme Min Li
Mit den Tänzer*innen des Ballett Kiel

Repertoire

EUGEN ONEGIN  –  Ballett von Yaroslav Ivanenko

Um ehrliche und starke Gefühle, um Treue und die Frage danach, was wir wirklich im Leben brauchen – darum geht es in Alexander Puschkins Versroman »Eugen Onegin«. Yaroslav Ivanenko hat den berühmten Stoff aufgegriffen und die dramatische Liebesgeschichte zwischen dem Dandy Onegin und dem verträumten Mädchen Tatjana, untermalt von sinfonischen und kammermusikalischen Werken Peter Tschaikowskis, in Tanz verwandelt.

CINDERELLA  –  Ballett von Yaroslav Ivanenko zur Musik von Sergej Prokofjew

Die Geschichte von Cinderella, die aus Eifersucht auf ihre Schönheit von Stiefmutter und Stiefschwestern unterdrückt und vom Prinzen mit Hilfe des verlorenen Schuhs befreit wird, ist weltweit in vielen Variationen bekannt. Yaroslav Ivanenko versetzt in seiner Version »Cinderella« in die Welt des Zirkus, sodass auch fliegende Artisten, liebenswerte Clowns und geheimnisvolle Magier auf der Bühne des Kieler Opernhauses zu bestaunen sind.

Gastspiel des Theater Kiel

La Sylphide

Das Ballett Kiel gastiert in dieser Spielzeit mit La Sylphide am Theater Lübeck. Das romantische Ballett über einen schottischen Landjunker und dessen unerfüllbare Liebe zu einem Luftgeist ist dort in Anlehnung an die originale Choreografie von August Bournonville aus dem Jahr 1836 zu erleben.

Eine Kooperation des Ballett Kiel mit dem Theater Lübeck


Ballett EXTRA


Samstag, 11. Januar 10.00 Uhr,  Ballettsaal im Opernhaus
ÖFFENTLICHES TRAINING

Einen Blick hinter die Kulissen erhaschen und das Ballett Kiel aus nächster Nähe erleben: Diese Möglichkeit bietet das Öffentliche Training wieder im Januar. Nur fünfzig Zuschauer*innen finden im Ballettsaal Platz, daher heißt es: schnell Karten sichern! Der Einlass erfolgt um 9.45 Uhr über die graue Eisentür am Opernparkplatz.

Sonntag, 26. Januar ca. 21.45 Uhr, 1. Foyer Opernhaus
Psychoanalyse und Theater: Eugen Onegin

Nach der Vorstellung von »Eugen Onegin« laden ballettbegeisterte Psychoanalytiker*innen des Kieler John-Rittmeister-Instituts das Publikum ein, den Abend gemeinsam mit Mitgliedern der Produktion zu reflektieren und sich darüber auszutauschen, was sie während der Vorstellung gesehen, erlebt, gedacht, gefühlt oder fantasiert haben.


interkulturellextra*


begegnungen*
Sonntag, 12. Januar?Einführung 16.30 Uhr, 2. Foyer Opernhaus
CREATIONS
Tanzabend von Georg Reischl und Yaroslav Ivanenko
begegnungen* entstehen zwischen Alt- und Neu-Kieler*innen aus unterschiedlichen Kulturen. Sie können zu einem rabattierten Preis für sich und gleichzeitig eine »Unterstützerkarte« für eine geflüchtete Person kaufen. Dadurch entsteht eine Gruppe aus alten und neuen Kieler*innen. Eine Einführung in das Stück sowie der gemeinsame Ausklang mit Beteiligten der Produktion umrahmen den Abend.

Information und Anmeldung: ruth.seehaber@theater-kiel.de

begegnungen* – unterstützt von der Gesellschaft Freunde des Theaters in Kiel e.V.


schauspielkiel*


Oper Kiel / Vögel © Olaf Struck

Oper Kiel / Vögel © Olaf Struck

Premieren
Freitag, 17. und Samstag, 18. Januar 20.00 Uhr, Schauspielhaus
VÖGEL  –  Wajdi Mouawad

Wahida ist Amerikanerin und arbeitet in New York an ihrer Doktorarbeit. Eitan ist Deutscher und interessiert sich als Biogenetiker für Forschung über das Erbgut. Im Lesesaal einer großen Universitätsbibliothek verlieben sie sich. Als die beiden sich auf eine gemeinsame Reise nach Israel und Jordanien begeben, holt sie die Wirklichkeit ein: Die muslimische Wahida und der jüdische Eitan sind plötzlich mittendrin im Nah-Ost-Konflikt. Als Eitan sich nach einem Anschlag bewusstlos im Krankenhaus in Jerusalem befindet und seine Eltern mit dem Großvater aus Berlin angereist kommen, stößt Wahida auf deren Ablehnung. Doch als Eitans Vater zum ersten Mal seit Jahrzehnten seine israelische Mutter wiedertrifft, bringt ein gut gehütetes Geheimnis alles bis dahin Geltende ins Wanken.

Der gebürtige Libanese Wajdi Mouawad lässt mit großer sprachlicher Wucht und Poesie Generationenkonflikte, Familiengeheimnisse, Fragen der religiösen Identität und moderne Migrationsgeschichten auf die realpolitischen Zustände des israelisch-arabischen Konflikts treffen.

Regie Michael Wallner, Bühne Till Kuhnert, Kostüme Tanja Liebermann
Mit Jennifer Böhm, Ellen Dorn, Rudi Hindenburg, Werner Klockow, Ksch. Claudia Macht, Zacharias Preen, Yvonne Ruprecht, Felix Zimmer

Sonntag, 19. Januar 19.30 Uhr, Studio Schauspielhaus
OLEANNA  –  David Mamet

Ein Sprechzimmer in einer Universität, irgendwo in den USA. In drei sich immer weiter zuspitzenden Begegnungen treffen hier die junge Studentin Carol und ihr Professor John aufeinander. Aus einer scheinbar harmlosen Beratung über ein Seminar, das Carol besucht, entsteht dabei ein Missverständnis, das John nicht nur seine Karriere, sondern auch seine eigentlich glückliche Ehe kosten kann. Ein Missverständnis? Oder vielleicht doch eher eine sexistisch motivierte Grenzüberschreitung?

Der berühmte amerikanische Theater- und Drehbuchautor David Mamet nimmt in seinem 1992 uraufgeführten Dialog die #metoo-Debatte vorweg. Geschickt führt Mamet in den Dialogen die Zuschauer*innen in die Irre und lässt das tatsächlich Geschehene in der Schwebe. Reagiert Carol überempfindlich auf eigentlich normale zwischenmenschliche Kommunikation oder nutzt John das Machtgefälle zwischen ihnen aus?

Regie Jule Gröning, Ausstattung Sandra Bröske
Mit Tiffany Köberich, Oliver E. Schönfeld

Wiederaufnahme
Donnerstag, 23. Januar 20.00 Uhr, Schauspielhaus
HAMLET  –  William Shakespeare

Neuübersetzung: Daniel Karasek und Kerstin Daiber:  Die Erfolgsinszenierung mit Marko Gebbert in der Titelrolle kehrt ins Schauspielhaus zurück: Als Prinz Hamlet nach einem Studienaufenthalt nach Hause an den dänischen Königshof zurückkehrt, hat sich einiges grundlegend verändert: Sein Vater ist tot, sein Onkel Claudius hat seine Mutter Gertrud geheiratet und ist der neue Herrscher. Hamlets düstere Vermutungen werden Gewissheit, als ihm der Geist seines verstorbenen Vaters erscheint und Rache für seine Ermordung durch Claudius’ Hand fordert. Um seinen Onkel als Mörder zu überführen, spielt Hamlet den Wahnsinnigen und wird bald tatsächlich zum manisch Getriebenen.

Macht und Intrige, Liebe und Glauben, Schein und Wirklichkeit, Leben und Tod – nichts Geringeres als die großen Fragen menschlichen Daseins stehen in Shakespeares berühmtester Tragödie im Zentrum. Kaum eine Bühnenfigur erscheint auch heute noch so greifbar wie Hamlet, dieser zweifelnde dänische Prinz.

Regie Daniel Karasek, Ausstattung Claudia Spielmann
Video Moritz Boll, Musik Zacharias Preen

Mit Jennifer Böhm, Marko Gebbert, Maximilian Herzogenrath,
Christian Kämpfer, Tony Marossek, Zacharias Preen, Agnes Richter

Repertoire   ROSMERSHOLM  –  Henrik Ibsen

Henrik Ibsens meisterhaftes Kammerspiel um Freiheit und Schuld, moralische Grenzen und die Möglichkeit ihrer Überwindung: Ein einsamer Gutshof in Norwegen. Die psychisch instabile Frau des Gutsbesitzers Johannes Rosmer hat sich ertränkt. Als ein mysteriöser Brief auftaucht, drängen düstere Geheimnisse ans Licht.

FRÜCHTE DES ZORNS  –  John Steinbeck / Bühnenbearbeitung: Frank Galati

Die Bühnenbearbeitung des weltberühmten Romans von John Steinbeck erzählt von der ebenso entbehrungsreichen wie bewegenden Reise der Familie Joad quer durch die USA. Die Romanadaption wird von mehreren Songs begleitet, die auf der Bühne live von Schauspielern gespielt werden.

FAUST  –  Johann Wolfgang von Goethe
Ein großer Egotrip mitten durch die sündige Welt: Goethes großer Klassiker in einer modernen, sinnlichen und bildstarken Neuinszenierung.

AMSTERDAM  –  Maya Arad Yasur

Eine junge israelische Komponistin findet eine unbezahlte Gasrechnung vor ihrer Haustür. Und zwar eine aus dem Jahr 1944. Sie begibt sich auf Spurensuche und stößt dabei auf düstere Ereignisse aus der Vergangenheit.

HAMMER  –  Franz Wittenbrink
Der neue Liederabend von Franz Wittenbrink führt mitten hinein in die Untiefen des Baumarktes.


Schauspiel EXTRA


Sonntag, 5. Januar 11.00 Uhr, Bistro Entracte Schauspielhaus

VorOrt: VÖGEL  –  Mit Regisseur Michael Wallner, Dramaturgin Lena Carle und Mitgliedern des Ensembles.

Montag, 20. Januar 20.00 Uhr, Reihe 17 Schauspielhaus
Listening In: PRETTY ON THE INSIDE

Die DJ-trifft-Literatur-Veranstaltung in der Reihe 17 beschwört das Ende des Patriarchats. Gitarrenmusik mit politischer Schlagkraft von Blondie über Hole bis Sleater Kinney trifft auf ein Best of der literarisch-feministischen Popkultur. Es lesen Anne Rohde, Godje Hansen und Tristan Steeg. An den Turntables – wie gewohnt – DJ Bulta.

Freitag, 24. Januar 18.00 Uhr, Studio Schauspielhaus
Austs Literarischer Salon: BLANKER HANS UND HEIDEBILDER

Annette von Droste-Hülshoff und Detlev von Liliencron – zwei dichtende Adlige, deren Lebensläufe unterschiedlicher nicht sein könnten, und doch stehen sie beide für landschaftliche Prägung: Westfalen dort und Schleswig-Holstein hier. Lesegast ist wieder einmal Jutta Hagemann.

Montag, 27. Januar 20.00 Uhr Reihe 17 Schauspielhaus
KEIN THEATER, KEIN THEATER  – Erinnerung an Kammerschauspieler Siegfried Kristen

Am 27. Oktober 2019 ist Kammerschauspieler Siegfried Kristen verstorben. Mit Auszügen aus seiner Biografie und aus den Stücken, in denen er in Kiel auf der Bühne stand, und mit einem musikalischen Rahmenprogramm wollen wir an einen großartigen Schauspieler und Kollegen erinnern.

Gastspiele

Sonntag, 12. Januar 19.30 Uhr, Studio Schauspielhaus
DeichArt: STACHELN IM STURM  –  Jens Raschke

Drei abgebrannte Wanderschauspieler tingeln seit Jahren mit selbstgeschriebenen Märchen durch die Provinz. Mitten in ihrer aktuellen Tournee – auf dem Programm steht eine sehr gewöhnungsbedürftige Version von »Bambi« – geschieht jedoch etwas, was das Trio komplett aus der Bahn zu werfen droht …

Samstag, 11. und 25. Januar 20.00 Uhr, Maritim Hotel Bellevue
DeichArt: KUNST
Yasmina Rezas berühmter Komödienklassiker um drei Freunde und ein modernes Kunstwerk ganz in weiß wieder in der Backbord-Bar des Maritim Hotels.


werftparkkiel*


junges theater


Wiederaufnahme
BASKERVILLE – SHERLOCK HOLMES ALLERERSTER FALL – ab 6 Jahren  –  Annika Scheffel

Jetzt kommt Jamie, die Zwillingsschwester von Sherlock Holmes bestem Freund John Watson! Sie sind noch Kinder, da verschwindet Jamies und Johns Mutter. Gemeinsam mit Sherlock verfolgen sie die Spur bis in die nebelverhangenen Sümpfe von Dartmoor. Monsterhunde und Geisterbeschwörer bedrohen sie, aber zu dritt können sie den Fall bestimmt lösen!

Repertoire
THE ISLAND  –  Jugend  –  H. G. Wells / Christoph Busche

Den jungen Weltreisenden und Umweltaktivisten Eddie Prendick verschlägt es auf eine einsame Südseeinsel. Auf den ersten Blick ein exotisches Paradies. Doch der Meeresspiegel steigt und die Strände ersticken im Plastikmüll, den der Ozean unermüdlich heranträgt. Die Insel droht unterzugehen. Und bald erkennt Eddie, dass hier noch etwas anderes vorgeht …

KRABAT – ab 10 Jahren  –  Otfried Preußler

Krabat will, dass ihn sein neuer Meister alles lehrt. Denn dieser ist nicht nur Müller, sondern auch Zauberer, und die Mühle ein Ort voll Magie – schwarzer Magie. Erst als ein Lehrjunge verschwindet, begreift Krabat die Gefahr. Er muss selbst zaubern und so den Meister besiegen. Dafür soll das Mädchen seines Herzens zur Mühle kommen und eine Prüfung bestehen, bei der ihr Leben auf dem Spiel steht.

DIE REISE AUF DEN PLANETEN DER RÖBOTIERLINGE – ab 4 Jahren – Annika Rohde

Lena ärgert sich gerade furchtbar über ihre Freunde, als plötzlich ein seltsamer Außerirdischer vor ihr abstürzt: Erfinder Gnümo, auf der Suche nach geeigneten Beinen für seine neueste Erfindung, einem flauschigen Wesen namens Glümingo. Sie beschließen, einen Ausflug auf Gnümos Planeten Grivolius zu machen. Lena und Gnümo begeben sich auf eine abenteuerliche Entdeckungsreise über den fremden Planeten

MALALA  –  ab 10 Jahren  –  Flo Staffelmayr

Malala liebt es, sich mit ihren Freunden zu treffen und geht gerne zur Schule. Bis die Taliban in ihrem Tal in Pakistan die Kontrolle übernehmen. Malala lässt sich nicht einschüchtern und tritt für das Recht aller Kinder auf Bildung ein. Bis zu dem Tag, der ihr Leben verändert. Am 9. Oktober 2012 wird Malala auf ihrem Schulweg von Taliban-Kämpfern niedergeschossen. Den Angriff überlebt sie schwer verletzt, doch er ändert nichts an ihrer Überzeugung.

DAS TRAUMFRESSERCHEN  –  ab 3 Jahren  –  Michael Ende

Prinzessin Schlafittchen wird jede Nacht von bösen Albträumen gequält. Immer größer wird ihre Angst vor dem Zubettgehen. Schließlich begibt der König sich auf die Suche nach einem Mittel gegen schlimme Träume.

DER VOGEL FARBENFROH  –  ab 2 Jahren

Was ist denn das für ein schönes Geräusch? Gezwitscher? Da! Der Vogel Farbenfroh. Doch obwohl er so heißt, ist sein Gefieder ganz und gar farblos. Jetzt darf er ein neues Nest beziehen und entdeckt dabei ganz neue Dinge: Farben! Allmählich verwandelt sich seine triste Umgebung in eine Welt voller bunter Tupfen: Gelb, Rot, Blau …

Werftpark EXTRA  –  What the F*ck –  Jugend

In Sebastian Kreuzers Drehscheibe What the F*ck fragen sich ein EU-Bürger, ein wütender Gelehrter, ein besorgter Familienvater und ein Handwerker, was Demokratie als auch Freiheit für sie bedeuten.

TANZ DES LEBENS  –  Jugend

Zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus präsentiert Sebastian Kreuzer einen Drehscheiben-Abend über den Widerstandskämpfer Sylvin Rubinstein, der jüdische Kinder versteckte und Attentate auf Nationalsozialisten ausübte – geschminkt und in Frauenkleidern.

ZUM GLÜCK GIBT’S FREUNDE  –  ab 3 Jahren  –  nach Helme Heine

Franz von Hahn, Johnny Mauser und Waldemar heißen die drei Freunde aus dem Mullewapp. Fröhlich ist das Leben auf dem Hof, doch es gibt auch Streitigkeiten und Gefahren zu überstehen …

INTO THE WILD  –  Jugend

Das ehemalige Ensemblemitglied Lasse Wagner steigt in sein Kanu, um zu fahren, wohin der Fluss ihn treibt. Er begibt sich auf eine literarische Spurensuche anhand von Jon Krakauers Bestseller »Into the Wild«.

Vorleseabenteuer

DER REGENBOGENFISCH  –  ab 4 Jahren
Marcus Pfister  –  mit Gulshan Sheikh

Der schillernde Regenbogenfisch ist der schönste Fisch im ganzen Ozean. Darauf ist er stolz – so stolz, dass alle anderen nichts mit ihm zu tun haben möchten, weil er so eingebildet ist. Als seine Einsamkeit immer schlimmer wird, gelingt es ihm, seinen Stolz zu überwinden: Er verschenkt seine Glitzer-schuppen und gewinnt die anderen Bewohner des Ozeans als Freunde.

ICH LESE DAS, WAS DU SO LIEST  –  ab 5 Jahren
diverse Autor*innen  –  mit Sebastian Kreuzer

Bei diesem Vorleseabenteuer bestimmst du, was gelesen wird! Pack deine Lieblingsbücher ein und mach es dir in der Sternwarte des Jungen Theaters im Werftpark gemütlich, während Sebastian Kreuzer aus euren lustigsten, spannendsten, gruseligsten und schönsten Büchern vorliest.

Gastspiele
DeichArt: SCHWITZENDE MÄNNER IM SCHUHGESCHÄFT
3 Männer, 3 Hocker, 3 Meinungen. Wissenswertes und Erbauliches aus der äußersten Innenwelt dreier aufrecht sitzender männlicher Artgenossen.
TANTE SALZMANNS IMPROSHOW

Wie kann die Welt aussehen, wenn Nein-Sagen nicht erlaubt ist? Das zeigt die Kieler Improvisationstheatergruppe Tante Salzmann. Und das Beste: Die Zuschauer*innen bestimmen, was passiert!


theaterpädagogik*

Premiere
Mittwoch, 8. Januar  20.00 Uhr, Theater im Werftpark  –  Studierendenclub
AMPHITRYON  –  Jugend  –  Heinrich von Kleist

Amphitryon ist entsetzt, als er erfährt, dass seine Frau ihn mit IHM SELBST betrogen haben soll. Er glaubt vor den Trümmern seiner Ehe zu stehen, doch dann sieht er sich tatsächlich seinem Doppelgänger gegenüber. Ist es wirklich Amphitryon, der vor ihm steht? Und wer ist er dann? Als ihm der Zutritt in seinen Palast verweigert wird, da der »wahre« Amphitryon bereits dort sei, rüstet er zum Kampf. Inmitten des Gefechts herrscht erneut Verwirrung und schließlich muss seine Frau entscheiden. – Haben da etwa die Götter ihre Finger im Spiel?

Montag, 13. Januar 16.00 Uhr, Theater im Werftpark
Workshop-Montag für Pädagog*innen
VOM TEXT ZUM STÜCK

Um Stücke selbst zu schreiben, braucht es weder Shakespeares Sprachgewandtheit, noch Brechts theatertheoretischen Scharfsinn, noch Ibsens Tiefgründigkeit. Benötigt werden Mut, ein kreativer Kopf und eine grundlegende Idee. Wir planen und proben den Weg vom Text zum Stück.

—| Pressemeldung Theater Kiel |—

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Theatertipps zu Ostern, 28.03. bis 1.04.2013

März 22, 2013 by  
Filed under Pressemeldung, Theater Altenburg Gera

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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Großes Haus der Bühnen der Stadt Gera (rechts) Landestheater Altenburg Collage © Stephan Walzl

Theater und Philharmonie Thüringen / Großes Haus der Bühnen der Stadt Gera (rechts) Landestheater Altenburg Collage © Stephan Walzl

Theatertipps zu Ostern

 
Ein buntes Osterprogramm bietet Theater&Philharmonie Thüringen von Gründonnerstag bis Ostermontag mit 9 Vorstellungen bzw. Konzerten in Altenburg und Gera. Dabei ist vom Schauspiel über Oper bis zu den Operettenfreunden an alle gedacht.
Landestheater  Altenburg:
 
Am Gründonnerstag, 28. März, um 19.30 Uhr, steht die zweite Vorstellung von „Kasimir und Karoline“ auf dem Spielplan im Landestheater. Ödön von Horváth nennt sein Volksstück selbst eine „Ballade voll stiller Trauer, gemildert durch Humor“. In die surreale Stimmung des Münchner Oktoberfestes verpflanzt er die Liebesgeschichte von zwei Menschen, die an sich selbst und ihren Umständen scheitern. Zugleich ist „Kasimir und Karoline“ ein tragisch-komisches Lehrstück über eine Zeit, in der Verzweiflung und Armut den Weg für eine Politik ebneten, die für das Menschliche gänzlich erblindet war. Horváth gilt als sozialkritischer „Klassiker der Moderne“. Als Kasimir und Karoline überzeugen in der Regie von Bernhard Stengele Philipp Reinheimer und Anne Diemer, als Merkel Franz und seine Erna stehen ihnen Manuel Struffolino und Katharina Weithaler in nichts nach.
 
Am Karfreitag tritt Schauspieldirektor Bernhard Stengele um 19.30 Uhr mit seinem Balladenabend „Sie haben nämlich Entenfüße“ im Landestheater auf. Schiller und Goethe, Heine, Brentano, Brecht und Kästner – in diesem Balladenabend kommen aber nicht nur die großen deutschen Dichter und Denker zu Wort. Zu ihnen gesellt sich beispielsweise auch der fliegende Robert aus dem „Struwwelpeter“ und macht dort eine sehr gute Figur. Bernhard Stengele wird als Balladenspieler und -sänger zu einem Hexenmeister, der mit Sprachgewalt, Liebe und Leidenschaft Balladen lebendig werden lässt. Er zeigt voll Entsetzen auf das Meer, wie es wallet und siedet und brauset und zischt, und wirft sich hinein in die brausende Flut. Der Schauspieldirektor wird als Fabulierer und Erzähler zu einem Rattenfänger, der sein Publikum in die Welt der Lyrik und Fantasie entführt. Begleitet wird Bernhard Stengele am Klavier von Katia Bouscarrut.
 
Am Samstag, 30. März, um 19.30 Uhr ist die Pianistin Katia Bouscarrut mit ihrem Solo-Programm „Die Galaxie im Lungenflügel“ im Heizhaus zu erleben. Sie hat Texte verschiedener Autoren – Büchner, Rimbaud, Benn u.v.a. – und Klaviermusik von Schubert, Chopin, Mozart und Debussy zusammengestellt. Auch Schauspieldirektor Bernhard Stengele, der am Mainfranken Theater Würzburg mit Katia Bouscarrut arbeitete, wird an diesem Abend auftreten. Was geschieht, wenn Zellen ihren eigenen Kosmos bilden wollen, um jeden Preis leben möchten, sich wie Sternenstaub auf die Organe eines Lebewesens legen und dadurch dessen Existenz bedrohen? Was, wenn sich die schwarze Galle zu Wort meldet oder man sich unverhofft als Skinhead wieder findet? Mit allem, was ein Flügel zu bieten hat, viel schwarzem Humor und Poesie, spricht, spielt, zupft, singt und schreit die Pianistin Katia Bouscarrut gegen Metastasen, Tod, Perücken und Pedalprobleme an. So, wie sich der Körper der Pianistin unterschiedlichste personae aneignet, so wird auch der Flügel zu ihrem Komplizen und ihrem Gegenspieler, zu Tröster und Kampfansage, zu Spielgerät und Sarg.
 
Am Ostersonntag kommen die Operettenfreunde zu ihrem Recht: „Frau Luna“ steht um 14.30 Uhr auf dem Spielplan. Karten für diese letzte Aufführung in Altenburg sind noch zu haben!
Theater und Philharmonie Thüringen / Frau Luna © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Frau Luna © Theater und Philharmonie Thüringen

Paul Lincke (1866-1946) gilt als der Begründer der Berliner Operette, und seine 1899 im Apollo-Theater uraufgeführte „Frau Luna“ ist das Paradebeispiel für dieses Genre. Die mit eingängigen Melodien und flotten Rhythmen aufwartende Musik wurzelt im Berliner Gassenhauer. Der Mond dient als Spiegel dieser faszinierenden Großstadt. »Das macht die Berliner Luft, Luft, Luft, so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft“ ist der Ohrwurm dieser Operette.

 
Theater und Philharmonie Thüringen / Frau Luna © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Frau Luna © Theater und Philharmonie Thüringen

Fritz Steppke (Alexander Voigt) hat nur einen Wunsch: er will unbedingt mit einem Ballon auf den Mond fahren. Sehr begeistert ist von seiner Idee natürlich keiner, vor allem aber seine Verlobte Marie (Paula Rummel) nicht, die versucht, ihn mit allen Mitteln zurückzuhalten und das schöne Lied singt: »Schlösser, die im Monde liegen, bringen Kummer, lieber Schatz«. Noch heftiger reagiert Frau Pusebach (Rosemarie Dittmann-Bennert) – Maries Tante und Steppkes gestrenge Hauswirtin – auf die unverbesserlichen Spinnereien Steppkes: ihm wird zum Ersten gekündigt. Doch Steppke gelingt die Flucht auf den Mond, wo aber alles anders ist, als er es sich zuvor erträumt hatte …

 

 

Theater und Philharmonie Thüringen / Frau Luna © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Frau Luna © Theater und Philharmonie Thüringen

Am Ostermontag um 19.30 Uhr laden die Mezzosopranistin Claudia Müller und die Musiker Vasile Hanciu (Violine), Uwe Knaust (Klarinette) und Olav Kröger (Klavier) zum 4. Kammerkonzert ins Heizhaus Altenburg ein. Thema und Variationen ist das Programm überschrieben.

 
Johannes Brahms bestimmt den ersten Teil des Konzertes. Zum Auftakt erklingt seine Sonate für Violine und Klavier op. 100. Dieses Werk, im August 1886 in Thun entstanden, wird auch gern Liedersonate genannt, weil Brahms seine Lieder „Komm bald“, „Wie Melodien zieht es mir“ und „Auf dem Kirchhofe“ hier instrumental anklingen lässt. Darüber hinaus ist der Komposition eigen, dass in jedem Satz in der Mitte starke Ungarismen auftreten und die Tendenz zur Variation besteht. Als Ergänzung dazu folgt dann das Lied „Wie Melodien zieht es mir“ selbst aus op. 105 mit dem Text von Klaus Groth. „Gestillte Sehnsucht“ schrieb Brahms 1884 für die Sängerin Amalie Joachim; der Text ist von Friedrich Rückert. Die Klarinette gesellt sich hier als Duettpartner zur Solo-Altstimme. Im zweiten Satz seiner Klaviersonate C-Dur op. 1 aus dem Jahr 1853 variiert Brahms das Abendlied „Verstohlen geht der Mond auf“.
 
Dann verlassen wir Brahms. Das Lied „Im tiefen Keller sitz ich hier“ bot dem Österreicher Fritz Kröpsch, der im 19. Jahrhundert lebte und selbst ein Klarinettenvirtuose war, Stoff für hochvirtuose Variationen für Klarinette und Klavier.
 
„A Child Asleep“ und „Twilight“, zwei wunderbare spätromantische, äußerst ausdrucksstarke Lieder von Edward Elgar (1857-1934) schließen sich an.
 
Olav Kröger steuert eine Uraufführung zum Konzert bei „Tema con Variazioni“ für Violine, Bassklarinette und Klavier, die er erst vor ungefähr drei Wochen vollendet hat. Ein für neuere Musik durchaus leicht fassliches Thema wird fünfmal variiert, wobei verschiedene Stilistiken und Ausdrucksgegensätze eingeflossen sind, meint der Komponist.
 
 
Theater und Philharmonie Thüringen / Werther © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Werther © Theater und Philharmonie Thüringen

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit steht Jules Massenets Oper „Werther“ nach Goethes Briefroman am Karfreitag, 29. März, um 19.30 Uhr im Großen Haus der Bühnen der Stadt Gera auf dem Spielplan. Massenet gilt im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert als einer der bedeutendsten Opernkomponisten. Seine Musik steigert die Leidenschaftlichkeit und Dramatik der Handlung. Die musikalische Leitung hat Jens Troester. In der Titelpartie Bernardo Kim. Roland Schwab legt in seiner Inszenierung den Focus auf Werthers narzistische Liebe. In der Lesart des Regisseurs instrumentalisiert Werther die Figuren seines Umfeldes lediglich zur Selbstbespiegelung. Sein eigentlicher Liebespartner ist der Schmerz und das erotische Verhältnis zum Leiden. Werther will eine andächtige Welt aus den Angeln heben.

 
Theater und Philharmonie Thüringen / Werther © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Werther © Theater und Philharmonie Thüringen

18.45 Uhr kann man bei der Einführung durch die Musikdramaturgin Julia Ackermann im Konzertsaal mehr erfahren.

Heiteres Musiktheater bietet am Samstag, 30. März, um 19.30 Uhr in der Bühne am Park die Premiere von Joseph Haydns Singspiel „Die Feuersbrunst“. Die Freunde Hanswurst und Steckel haben ein Problem: Dem einen fehlt die Frau, dem anderen das Geld. Hanswurst versucht, die geliebte Colombina mit Tricks und Täuschungen für sich zu gewinnen, doch diese hofft auf eine bessere Partie mit dem galanten Adeligen Leander.

Theater und Philharmonie Thüringen / Werther © Theater und Philharmonie Thüringen

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Steckel indes muss dringend Geld auftreiben, denn von seinem verstorbenen Vater hat er nur Schulden geerbt … oder doch noch mehr? Ein Geist, ein geheimnisvoller Edelstein und ein verheerender Brand bringen die entscheidende Wende, und plötzlich sieht alles ganz anders aus … Turbulente Aktionen mit reichlich Verwechslungen, Verkleidungen und Überraschungen versprechen einen lebhaft-amüsanten Abend. Ursprünglich komponierte Haydn dieses bis 1962 verschollen geglaubte Singspiel für das Puppentheater auf Schloss Esterháza. In Anlehnung an diese Tradition bringt Theater&Philharmonie Thüringen „Die Feuersbrunst“ in einer Produktion von Puppen- und Musiktheater in der rekonstruierten Fassung von H. C. Robbins Landon auf die Bühne. In der Regie von Puppentheaterleiterin Sabine Schramm singen und spielen Kai Wefer (Hanswurst), Alexander Voigt (Steckel), Johannes Beck (Odoardo), Katie Bolding (Colombina), Erik Slik (Leander) und Bernardo Kim (Geist). Als Puppenspieler agieren Emilie Jedwab-Wroclawski, Lys Schubert und Cnaan Shahak. Eine Kammerbesetzung des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera spielt unter der Leitung von Jens Troester. Der Opernchor singt in der Einstudierung von Chordirektor Ueli Häsler. Für Bühne, Kostüme und Puppenbau zeichnet Jan Hofmann verantwortlich.

 
Drei Männer und ein weißes Bild – was Sie schon immer über das Wesen von Kunst und Männerfreundschaften wissen wollten, können Sie erfahren, wenn Sie am Ostersonntag um 14.30 Uhr im Theatersaal Platz nehmen, um endlich Yasmina Rezas Komödie „Kunst“ zu sehen. Serge, Arzt und Kunstkenner (Henning Bäcker), hat sich ein Bild gekauft: Einen Antrios für 200.000 Franc. Das Bild ist, bis auf kleinste Nuancen, weiß. Sein Freund Marc (Manuel Kressin) kann und will einfach nicht glauben, dass Serge für das Bild so viel Geld ausgegeben hat. Er findet diese „weiße Scheiße“ lächerlich und bezichtigt den Besitzer auch noch der Humorlosigkeit! Yvan (Jochen Paletschek), der Dritte im Bunde und derzeit mit den Vorbereitungen zu seiner Hochzeit beschäftigt, bemüht sich, mit Serge solidarisch zu bleiben, will es sich aber auch mit Marc nicht verderben. Das kann natürlich nicht gut gehen …
 
Eine WIENER MELANGE hat Kapellmeister Thomas Wicklein für das 35. Konzert für Sie am Ostermontag zusammengestellt. Vom Adam aus Tirol über den Bettelstudenten, die Christel von der Post, Giuditta, Madame Pompadour, Paganini bis zum Zigeunerbaron lässt er die Operettenlieblinge in bunter Mischung aufmarschieren. In flotter Folge geben sich die Solisten des Musiktheater-Ensembles Katie Bolding, Paula Rummel, Chrysanthi Spitadi, Johannes Beck, Bernardo Kim, Erik Slik, Alexander Voigt und Kai Wefer die Klinke in die Hand und sind nicht nur stimmlich bestens disponiert, sondern füllen jeden Auftritt mit Charme und Witz. Damen und Herren des Chores ergänzen das spielfreudige Ensemble. Dafür, dass jeder auch gleich am Kostüm erkannt wird, hat Hilke Förster liebevoll gesorgt und durch Heike Kleys Choreografie und Arrangement kommt Schwung ins Programm. Thomas Wicklein leitet das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera und begrüßt als Moderator die illustre Gästeschar aus dem Reich der Wiener Operette um 14.30 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt.
 
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Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, KUNST auf der Bühne, 18.10.2012

Oktober 2, 2012 by  
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Theater und Philharmonie Thüringen

KUNST auf der Bühne des Landestheaters Altenburg

Premiere von Yasmina Rezas Komödie am 18. Oktober um 19.30 Uhr im Großen Haus

Serge hat sich ein Bild gekauft. Ein weißes Bild mit feinen weißen Querstreifen. Er kann darin eine ganze Farbskala entdecken und die Vibration der Monochromie bei Tageslicht spüren. Für zweihunderttausend Franc. Serges Freund Marc findet, dass das ganze eine Scheiße sei. Für zweihunderttausend Franc. Und ihr gemeinsamer Freund Yvan weiß nicht so genau, was er von einem weißen Bild für zweihunderttausend Franc halten soll. Und so streiten die drei Freunde. Serge und Marc halten mit aller Kraft an ihren Standpunkten fest und fallen abwechselnd über Yvan her, der sich so schlecht entscheiden kann. Sie streiten darüber, was Kunst ist und was nicht, wie viel Kunst wert sein darf, und immer mehr streiten sie auch darüber, was ihre Freundschaft einmal war und jetzt ist.

Das Stück „Kunst“ der französischen Dramatikerin Yasmina Reza (* 1959) wurde 1994 in Paris uraufgeführt. Inzwischen ist es in über 40 Sprachen übersetzt. Diese liebevoll-ironische Analyse gutbürgerlicher Selbstgefälligkeit, moderner Männerfreundschaft und der endlosen Debatten über zeitgenössische Kunst ist heute in vielen Teilen der Welt so aktuell wie vor 20 Jahren. Dabei zeigt Reza die Zerbrechlichkeit des modernen Menschen und seiner Biographie ebenso auf, wie die große Tragik, die in Humorlosigkeit und dem verbitterten Festhalten am eigenen Standpunkt liegt.

Bei Theater&Philharmonie Thüringen wird das Trio jetzt von Manuel Kressin (Marc), Henning Bäcker (Serge) und Jochen Paletschek (Yvan) dargestellt. Regie führt Anne Keßler, die man in Altenburg und Gera bisher ausschließlich als Schauspielerin kennt. Sie gibt damit ihr Regiedebüt. Gespielt wird auf der Vorbühne im Großen Haus. Für die Ausstattung zeichnet Hannah Hamburger verantwortlich.

Weitere Vorstellungen: 4. u. 18.11., 2. u.26.12.

Geraer Premiere: 18.1. 2013, weitere Vorstellungen: 26.1., 22.2., 16. u.31.3.

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