Berlin, Staatsoper Unter den Linden, Premiere IDOMENEO – Wolfgang A Mozart, 22.03.2020

März 10, 2020 by  
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Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

 IDOMENEO – Wolfgang Amadeus Mozart

David McVicar,  Andrew Staples, Anna Prohaska, Olga Peretyatko

Premiere 22. März 2020 18:00 Uhr

in der Inszenierung von David McVicar und unter der musikalischen Leitung von Simon Rattle – mit Andrew Staples, Magdalena Kožená, Anna Prohaska und Olga Peretyatko

Am 22. März feiert Wolfgang Amadeus Mozarts IDOMENEO in der Inszenierung von David McVicar und unter der musikalischen Leitung von Simon Rattle Premiere an der Staatsoper Unter den Linden. Das Bühnenbild entwirft Vicki Mortimer, die Kostüme stammen von Gabrielle Dalton. In der Titelpartie ist Andrew Staples zu erleben, in der Rolle des Idamante Magdalena Kožená. Anna Prohaska und Olga Peretyatko geben ihre Rollendebüts als Ilia und Elettra. Es spielt die Staatskapelle Berlin.

Im Alter von 25 Jahren schuf Mozart mit IDOMENEO seine experimentellste Oper, in der er mit der traditionellen Form der Barockoper an vielen Stellen brach. Die archaische Geschichte handelt vom kretischen König Idomeneo, der seinen Sohn Idamante opfern muss, um den Gott Neptun zu besänftigen. Eindringlich schildert Mozart in der Musik sowohl den Sturm auf dem Meer als auch die aufwallenden Gefühle, denen die Figuren hilflos ausgeliefert sind. David McVicar überträgt die von den Göttern entfesselten Naturgewalten mithilfe eines 10-köpfigen Tänzerensembles, choreographiert von Colm Seery, auf die Bühne.

Die Zauberflöte – noch inzeniert von August Everding
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Wolfgang Amadeus Mozart ist in dieser Spielzeit ein Schwerpunkt gewidmet: Am 5. April feiert mit COSÌ FAN TUTTE im Rahmen der FESTTAGE, inszeniert von Vincent Huguet und dirigiert von Daniel Barenboim, ein weiteres seiner Werke Premiere an der Staatsoper Unter den Linden. Darüber hinaus wird ab dem 13. April DIE ZAUBERFLÖTE in der Regie von August Everding wieder zu erleben sein, ab dem 10. Mai Claus Guths Inszenierung von DON GIOVANNI und ab dem 28. Juni Jürgen Flimms Inszenierung von LE NOZZE DI FIGARO. Auch im Konzert- und Jugendprogramm spiegelt sich der verstärkte Fokus auf Mozart wider.

Le Nozze di Figaro – noch inzeniert von Jürgen Flimm
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Zum Ensemble gehören Andrew Staples (Idomeneo), Magdalena Kožená (Idamante), Anna Prohaska (Ilia), Olga Peretyatko (Elettra), Linard Vrielink (Arbace), Florian Hoffmann (Oberpriester des Neptun), Jan Martiník (Die Stimme) sowie Anna Malesza, Ireene Ollino, Matthew Peña, Martin Gerke (Kreterinnen und Trojaner). Darüber hinaus singt der Staatsopernchor, einstudiert von Martin Wright.

Simon Rattle ist regelmäßiger Gast an der Staatsoper Unter den Linden. Zuletzt dirigierte er u. a. HIPPOLYTE ET ARICIE, die BAROCKTAGE-Premiere 2018, LA DAMNATION DE FAUST (2017), KATJA KABANOWA (2014) und AUS EINEM TOTENHAUS (2011). Bei IDOMENEO arbeitet Rattle, der diese Oper zu seinen Lieblingswerken zählt, erstmals mit Regisseur David McVicar zusammen.

David McVicar, geboren in Glasgow, studierte Schauspiel am Royal Conservatoire of Scotland. Inszenierungen führten ihn u. a. an die Metropolitan Opera in New York, ans Royal Opera House Covent Garden in London, ans Teatro Real Madrid, an die Wiener Staatsoper, ans Théâtre des Champs-Elysées in Paris, ans Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, an die Scottish Opera, ans Sydney Opera House, an die Lyric Opera of Chicago, ans New National Theatre Tokyo, zum Glyndebourne Festival, zum Festival d’Aix-en-Provence sowie zu den Salzburger Festspielen. 2012 wurde David McVicar im Zuge der Diamond Jubilee Honours List zum Ritter geschlagen und von der französischen Regierung zum Chevalier de L’Ordre des Arts et des Lettres ernannt.

Die britische Kostüm- und Bühnenbildnerin für Schauspiel, Ballett und Oper Vicki Mortimer studierte an der Slade School of Fine Art und arbeitet seither mit namhaften Regisseuren wie David McVicar, Katie Mitchell und Dominic Cooke zusammen. Zu den Entwürfen für David McVicar gehören das Kostüm- und Bühnenbild für DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG, DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL für das Glyndebourne Festival und DEATH IN VENICE am Royal Opera House Covent Garden, London, sowie WOZZECK an der Lyric Opera of Chicago. Für Katie Mitchell entwarf sie die Ausstattung für WRITTEN ON SKIN beim Festival d’Aix-en-Provence sowie LESSONS IN LOVE AND VIOLENCE am Royal Opera House Covent Garden und THE WAY BACK HOME an der English National Opera. An der Berliner Staatsoper war Vicki Mortimer zuletzt für das Bühnen- und Kostümbild bei AL GRAN SOLE CARICO D’AMORE (Koproduktion mit den Salzburger Festspielen) und FOOTFALLS/NEITHER, ebenfalls Inszenierungen von Katie Mitchell, zu Gast. Für das National Theatre in London hat Vicki Mortimer für mehr als 30 Produktionen Kostüm- und Bühnenbilder entworfen. Für ihre Arbeit wurde Vicki Mortimer bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Critics’ Circle Award for Design 2018, der Olivier Award für das beste Kostümdesign 2018 und der International Opera Award for Design 2016.

Gabrielle Dalton hat im Laufe ihrer Karriere bei zahlreichen Opernproduktionen mitgewirkt. 2018 gab sie ihr Debüt am Royal Opera House Covent Garden mit der Uraufführungsproduktion von Mark-Anthony Turnages CORALINE, die ebenfalls an der Opéra de Lille und dem Theater Freiburg aufgeführt wurde. Regelmäßig zu Gast ist Gabrielle Dalton an der Opera North, wo sie schon für zahlreiche Projekte Kostüme entwarf. Ihre Kreationen waren darüber hinaus bei den Salzburger Festspielen (CARMEN), an der Wiener Staatsoper in Zusammenarbeit mit David McVicar (FALSTAFF), an der Grange Park Opera, an der Opéra national de Lorraine, am Savoy Theatre London und an De Nederlandse Reisopera zu sehen. Ihre Arbeit im Theater- und Musiktheaterbereich führte sie mit »Richard III« an das Leeds Playhouse und mit »Magical Night« und »The Red Balloon« an das ROH2 des Royal Opera House Covent Garden. Die von ihr ausgestattete Produktion »A Doll’s House« am Young Vic Theatre London war zudem am West End Theatre und an der Brooklyn Academy of Music in New York zu sehen.

Zur Vorbereitung auf die Premiere findet am Sonntag, dem 15. März um 11 Uhr im Apollosaal der Staatsoper Unter den Linden eine Einführungsmatinee statt. Der Eintritt ist frei.


IDOMENEO
Dramma per musica in drei Akten (1781)
Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Giambattista Varesco nach Antoine Danchets Libretto für die Tragédie lyrique »Idoménée« von André Campra
Premiere am Sonntag, den 22. März 2020 um 18:00 Uhr

Weitere Vorstellungen am 27., 29. und 31. März sowie 2. April 2020
Staatsoper Unter den Linden

Eine Werkeinführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal statt.

Tickets sowie weitere Informationen unter Telefon 030 20 35 45 55 und www.staatsoper-berlin.de

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München, Bayerische Staatsoper, Premiere Judith – Konzert / Herzog Blaubarts Burg, 07.02.2020

Februar 7, 2020 by  
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Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München © Wilfried Hösl

Judith – Konzert für Orchester /
Herzog Blaubarts Burg

Premiere 7. Februar 2020

„Judith, willst du mir noch folgen?“

In Béla Bartóks erschütternder Version des sagenhaften Blaubart-Stoffes lässt der titelbegebende Herzog seiner Neuvermählten noch dreimal die Möglichkeit zur Umkehr. Dann schließen sich die Tore von Herzog Blaubarts Festung hinter den beiden, und Judiths Schicksal ist besiegelt. Béla Balázs Libretto verdichtet mit großer poetischer Kraft das Verhängnis einer Liebe: Durch deren Kraft will Judith die Finsternis und Kälte von Blaubarts Feste erhellen und erwärmen und so Blaubart selbst vor der Verzweiflung retten, die ihn umgibt. Weil sie ihn liebt, so sagt sie, will Judith alle Geheimnisse des Herzogs kennen, und darum verlangt sie auch von ihm die Schlüssel zu den verschlossenen Türen der Festung, einen nach dem anderen. Mit jeder Tür gibt Blaubart den Blick auf einen Teil seiner Burg, seines Reiches, seiner Persönlichkeit frei, und überall sind Spuren, die auf etwas Schreckliches und Unausweichliches verweisen: Auf das Geheimnis hinter der siebten Tür.

Judith – ein Opernsteckbrief zur Produktion in München
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Béla Bartók schrieb seine einzige Oper im Alter von dreißig Jahren, noch unter hörbarem Einfluss von Zeitgenossen wie Claude Debussy. Die Musik ist dabei immer ganz nah an der Sprache – auch dort, wo diese versagt. Die sieben Zimmer in Herzog Blaubarts Burg und das Grauen dahinter komponiert und orchestriert Bartók bis zur Fühlbarkeit.

IOCO wird über diese Produktion im Nationaltheater berichten

In seinem Konzert für Orchester, das unmittelbar nach der Flucht aus Europa in den USA als existenzsicherndes Auftragswerk entstand, verwendete Bartók mehr als dreißig Jahre später wiederum Motive aus Herzog Blaubarts Burg. Kurz vor seinem Tod überarbeitete Bartók das Konzert noch einmal entscheidend. In der Produktion von Katie Mitchell wird diese letzte Fassung zu hören sein.

Zum Werk und Komponisten

Über drei Jahrzehnte liegen zwischen Bartóks beiden Werken, aus denen sich die Neuproduktion zu Judith zusammensetzt – der Operneinakter Herzog Blaubarts Burg entstand 1911 in Ungarn, das Konzert für Orchester 1943 im US-amerikanischen Exil. Dennoch finden sich in Bartóks spätem Orchesterwerk Elemente seiner ersten und einzigen Oper wieder. Dirigentin Oksana Lyniv, ehemals musikalische Assistentin von Generalmusikdirektor Kirill Petrenko, sieht eine starke musikalische Verbindung zwischen beiden Stücken, die das Konzert für Orchester zu einer „dramatisch perfekten Einstimmung“ auf die darauffolgende Oper macht.

Bayerische Staatsoper / Judith hier Judith: Nina Stemme als Judith, John Lundgren als Herzog Blaubart Statisterie © Wilfried Hoesl

Bayerische Staatsoper / Judith hier Judith: Nina Stemme als Judith, John Lundgren als Herzog Blaubart Statisterie © Wilfried Hoesl

Zur Inszenierung

Die britische Regisseurin Katie Mitchell kehrt nach George Benjamins Written on Skin (2013) an die Bayerische Staatsoper zurück und erarbeitet eine radikale Relektüre des Blaubart-Stoffes.

So hat sich Mitchell gegen die sonst übliche Verbindung von Herzog Blaubarts Burg mit einem zweiten Einakter und für die Verbindung der Oper mit einem orchestralen Werk Béla Bartóks entschieden. Der erste Teil des Abends wird so zu einer spannenden filmischen Exposition ihres speziellen Regiezugriffes auf die Oper. Ein Film, den der britische Regisseur Grant Gee im Vorfeld der Produktion in Berlin und London gedreht hat und zu dem Oksana Lyniv das Konzert für Orchester dirigiert, stellt die Protagonistin Anna Barlow (Nina Stemme) vor. Sie arbeitet als verdeckte Ermittlerin an einem Fall um drei verschwundene Frauen. Ihr Verdacht fällt auf den Unternehmer Michael Hayworth (John Lundgren); um sein Interesse zu erwecken, nimmt sie eine Identität an, die jener der verschwundenen Frauen ähnelt: Sie bietet online ihre Dienste als Escort an. Als Pseudonym wählt sie den Namen Judith. Die Falle schnappt zu, und bald sieht sich Judith dem Mann gegenüber, der sich selbst Blaubart nennt. Damit beginnt ein Opernthriller, für den Mitchell die Judith-Figur völlig neu gedacht hat: „Keine Frau würde sich freiwillig in eine solch unmittelbar lebensbedrohliche Situation bringen. Bei uns wird die Frau daher vorgeben, diese Fantasie zu bedienen, um die anderen Frauen zu finden.“

Musikalische Leitung  Oksana Lyniv, Inszenierung Katie Mitchell,  Bühne  Alex Eales,
Kostüme  Sussie Juhlin-Wallén, Filmregisseur Grant Gee,  Videodesign Ellie Thompson,
Licht James Farncombe,  Dramaturgie Nikolaus Stenitzer

Mit:  Herzog Blaubart – John Lundgren, Judith  – Nina Stemme

Premiere Judith:  1. Februar 2020, weitere Vorstellungen 7.2.; 9.2.; 13.2.; 16.2.; 27.2.; 29.2.2020 und mehr

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Ulm, Theater Ulm, Premiere Written on Skin – George Benjamin, 09.05.2019

April 2, 2019 by  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Written on Skin – George Benjamin

Premiere  09.05.2019

Selten wird man sich über Kunst einig. Doch in diesem Fall urteilen Publikum und KritikerInnen einstimmig: Written on Skin ist eine der sehenswertesten Opern unserer Tage. Auch die Zahlen sprechen für einen Sensationserfolg: Nach der umjubelten Uraufführung im Sommer 2012 hat das Werk inzwischen schon rund 100 Aufführungen erlebt, von London über Amsterdam, New York, Moskau, München, Toronto — und Detmold. Ab Mai ist die Inszenierung, die Kay Metzger für das Landestheater Detmold erarbeitete und sogar schon an der Königlichen Oper Stockholm aufgeführt wurde, im Theater Ulm zu sehen.

Die um Leidenschaft und Besitzdenken kreisende Handlung der Oper entspinnt sich in einem stilisierten 13. Jahrhundert im Anwesen eines reichen Landbesitzers, dem Protektor (Dae-Hee Shin). Dieser hat sich in den Kopf gesetzt, in einem mit Bildern bestückten Buch seine gewaltsam durchgesetzten politischen Erfolge sowie sein wohlgeordnetes heimisches Glück festhalten zu lassen. Zu diesem Zweck nimmt er einen jungen Buchkünstler (Benno Schachtner) bei sich auf — nicht ahnend, dass das Buch und sein Schöpfer zum Katalysator rebellischer Gefühle in seiner fügsamem, jungen Frau Agnès (Maria Rosendorfsky) werden. Zu allem bereit, um die Kontrolle zurückzuerlangen, setzt der Protektor Agnès eines Abends eine mysteriöse Speise vor und fragt begierig, wie sie ihr schmeckt. »Süß, wie meine eigene Milch, ja — gut — aber salzig — salzig, wie meine eigenen Tränen. Warum …?«

Die unwiderstehliche Sogkraft, mit der Written on Skin sein Publikum bannt, liegt neben der emotionalen Wirkmacht der Opernhandlung natürlich vor allem an der Musik von George Benjamin. Bereits als Siebenjähriger komponierte der gebürtige Londoner bändeweise Musik; mit 16 nahm der große Olivier Messiaen das Jungtalent als seinen letzten Lehrling an. Viele Jahre wünschten sich die Opernhäuser vergeblich ein Bühnenwerk von dem vorsichtigen, lange an seinen filigranen Klangzauberpartituren feilenden Komponisten. Der passende Textdichter für Benjamins hohe Ansprüche fand sich aber erst in Martin Crimp und dessen einzigartigem literarischen Stil, die Figuren zu ihren eigenen Erzählern zu machen. 2006 entstand eine erste gemeinsame Kammeroper, in den Jahren danach reifte Written on Skin. Wir freuen uns, dass George Benjamin seine Teilnahme an der Ulmer Premiere von Written on Skin fest eingeplant hat.

Auf Basis der Legenden um einen historischen provenzalischen Troubadour des 13. Jahrhunderts entwickelten Crimp und Benjamin ein von Allegorien durchwirktes Kammerspiel. Inspiriert unter anderem durch den Wim-Wenders-Film Himmel über Berlin wurden der Handlung drei Engel hinzugefügt, wissend um den Gang der Welt bis ins 21. Jahrhundert, die als »chorische Chronisten des menschlichen Schreckens« (Martin Crimp) mit kühlem Blick die Mechanik der menschlichen Natur sezieren und kommentieren. In Kay Metzgers Inszenierung werden Markus Francke, I Chiao Shih und Benno Schachtner als Halbgötter in weiß den Emanzipationsprozess der jungen Frau begleiten.

In Ulm wird Dirigent Michael Weiger das Philharmonische Orchester durch George Benjamins klangsinnliche Partitur führen. Der Komponist verrät, er habe — um die Kunst der Illustration zu evozieren, die in der Handlung eine so zentrale Rolle spielt — eine breite Palette von instrumentalen Farben genutzt. Zusätzliche Dimensionen eröffnet er dabei mit heute nur selten eingesetzten Instrumenten wie der Bass-Viola da gamba und einer Glasharmonika. Der Tagesspiegel feiert ihn dafür als »verblüffend klarsichtigen Wachträumer«, der eine derart luzide Musik schreibe, dass sie »beim Hörer im Nu die Wirkung einer bewusstseinserweiternden Droge entfaltet.«

Ausstatterin Petra Mollérus hat für »Written on Skin« eine morbide und zugleich kühl-metallische Pathologie entworfen. Ein großes »Fenster« erweitert die Spielebene zusätzlich: Mit surrealen Videoprojektionen (Martin Kemner) werden starke visuelle Akzente gesetzt, während im Vordergrund Innerstes offen gelegt wird. Ein klang-, sprach- und bildgewaltiges Opernerlebnis über das Schreckliche des Schönen!

Premiere am Donnerstag 9. Mai 2019 um 20 Uhr im Großen Haus

—| Pressemeldung Theater Ulm |—

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