Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Die Spielzeit 2019/20

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Die Spielzeit 2019/20 an der Deutschen Oper am Rhein

30 Opern und sieben Ballettprogramme auf den großen Bühnen in Düsseldorf und Duisburg

Mit dem 4. Haniel Klassik Open Air vor dem Theater Duisburg startet die Deutsche Oper am Rhein am 6. Septem­ber in die Spielzeit 2019/20. Für die rund 300 Vorstellungen im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg sind ab sofort Tickets erhältlich. Im Fokus stehen zehn Opernpremieren – darunter sechs Neuproduktio­nen – und 19 weitere Stücke aus dem großen Opernrepertoire. Das Ballett am Rhein präsentiert sechs Ballettprogramme mit insgesamt 17 Choreographien. Festliche Galas und Konzerte, Liedermatineen, Kammermusik und nicht zuletzt das vielfältige Angebot der Jungen Oper am Rhein ergänzen das Programm der kommenden Saison.


Oper in Düsseldorf und Duisburg

„Samson et Dalila“, Camille Saint-Saëns‘ französische Oper über den Freiheitskampf der in Sklaverei gefallenen Hebräer und ihren verführbaren Helden Samson kommt am 18. Oktober im Opernhaus Düsseldorf auf die Bühne – und das zum ersten Mal seit Gründung der Deutschen Oper am Rhein im Jahr 1956. Joan Anton Rechi, der hier zuletzt sehr erfolgreich „Madama Butterfly“ inszenierte, setzt die erste Neuproduktion der Spielzeit in Szene. Generalmusikdirektor Axel Kober hat die musikalische Leitung und übergibt den Stab im November an Marie Jacquot, die neue Erste Kapellmeisterin der Deutschen Oper am Rhein. Die Titelpartien gestalten Ramona Zaharia (Dalila) und Michael Weinius (Samson).

Vor dem historischen Hintergrund des englischen Bürgerkriegs entspinnen sich die dramatischen Liebes­ver­wicklungen in Vinzenzo Bellinis Oper „I puritani“, die am 18. Dezember im Opernhaus Düsseldorf Premiere feiert. In seiner zweiten Regiearbeit für die Deutsche Oper am Rhein widmet sich Rolando Villazón nach Doni­zettis „Don Pasquale“ erneut einem Klassiker des Belcanto. Antonino Fogliani hat die musikalische Leitung. Adela Zaharia, die in dieser Spielzeit als Maria Stuarda und Violetta Valéry gefeiert wurde, debütiert als Elvira in einer weiteren wichtigen Partie des Belcanto-Fachs. Ioan Hotea gastiert als Lord Arturo Talbot in Düsseldorf.

Als beste Nachwuchskünstlerin 2015 mit dem International Opera Award ausgezeichnet, ist Lotte de Beer heute europa­weit als Regisseurin gefragt. Mit Georg-Friedrich Händels Zauberoper „Alcina“ präsentiert die Niederländerin am 14. Februar im Opernhaus Düsseldorf ihre erste Inszenierung für die Deutsche Oper am Rhein. Den zeittypischen Orchesterklang entwickeln die Barockspezialisten der Neuen Düsseldorfer Hofmusik unter Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober. Rollendebüts geben Jacquelyn Wagner als Alcina, Maria Kataeva als Ruggiero und Elena Sancho Pereg als Morgana. Wallis Giunta gastiert als Bradamante.

Als vierte Neuproduktion im Opernhaus Düsseldorf und Koproduktion mit der Opera Vlaanderen hat Giuseppe Verdis „Macbeth“ am 29. Mai Premiere. Der Regisseur Michael Thalheimer entwickelt seine Inszenierung aus den innersten Triebkräften der Figuren und knüpft mit Boris Statsenko (Macbeth) und Liana Aleksanyan (Lady Macbeth) an seine ein­dring­liche Interpretation von Verdis „Otello“ an. Unter musikalischer Leitung von Axel Kober wird „Macbeth“ 2020 auch live gestreamt auf www.operavision.eu.

Als Glanzstück der Wiener Operette feiert „Die Fledermaus“ von Johann Strauß am 25. Januar im Opernhaus Premiere. Nach dem Premierenerfolg in Duisburg setzt Axel Köhler das quirlige Ensemblestück nun in Düsseldorf in Szene: Norbert Ernst ist Gabriel von Eisenstein, Anke Krabbe seine Frau Rosalinde, Thorsten Grümbel spielt den Gefängnisdirektor, die Düsseldorfer Schauspiel-Legende Wolfgang Reinbacher den Frosch. Benjamin Reiners dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.

Im Theater Duisburg wird die Spielzeit 2019/20 am 28. September mit der Premiere von Peter Iljitsch Tschaikowskys „Pique Dame“ eröffnet. In der Inszenierung der amerikanischen Regisseurin Lydia Steier feiert das opulente Außenseiterdrama zunächst am 25. Mai 2019 in Düsseldorf Premiere und kommt vier Monate später in der neuen Sängerbesetzung mit Sergej Khomov als Hermann, Sarah Ferede als Lisa und Renée Morloc als Gräfin in Duisburg auf die Bühne. Aziz Shokhakimov hat die musikalische Leitung.

Das Künstlertum ist Thema in Giacomo Puccinis Oper „La Bohème“, die am 8. Novem­ber in der Neuinsze­nie­rung von Philipp Westerbarkei in Duisburg herauskommt. Antonino Fogliani übernimmt die musikalische Leitung der ersten Neupro­duk­tion im Theater Duisburg, an der Liana Aleksanyan als Mimí, Ovidiu Purcel als Rodolfo und Bogdan Baciu als Marcello mitwirken.

Neben seiner Tätigkeit als Spielleiter bekam Philipp Westerbarkei in der Spielzeit 2018/19 Gelegenheit zu seiner ersten großen Inszenierung am eigenen Haus: Charles Gounods Shakespeare-Adaption „Roméo et Juliette“ läuft aktuell in Düsseldorf und feiert am 1. Februar mit neuer Sängerbesetzung Premiere in Duisburg. Gustavo di Gennaro (Roméo) und Sylvia Hamvasi (Juliette) gestalten die beiden Hauptpartien, Marie Jacquot dirigiert die Duisburger Philharmoniker.

Nachwuchsförderung ist ein wichtiges Thema an der Deutschen Oper am Rhein. Auf der Plattform Regie „Young Directors“ stellen sich am 19. April im Theater Duisburg zwei Spielleiterinnen mit eigenen Produktionen vor: Esther Mertel führt mit Georg Friedrich Händels Oratorium „Der Triumph der Zeit und der Desillusion“ in die Welt des römischen Barock, während Ilaria Lanzino ein Werk des 20. Jahrhunderts inszeniert: Viktor Ullmann schrieb seine Oper „Der Kaiser von Atlantis“ 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt als Allegorie auf die politischen Verhältnisse. Die musikalische Leitung der beiden Einakter übernehmen mit Jason Tran und Jesse Wong zwei junge Dirigenten aus dem Ensemble.

In 19 weiteren Opern aus dem großen Repertoire sind die profilierten Sängerinnen und Sänger aus dem eigenen Ensemble und Gastsolisten aus aller Welt zu erleben. So kehren nach langer Zeit „Salome“ von Richard Strauss (6. März) und Gaetano Donizettis  „La Fille du Régiment“ (27. März) auf die Düsseldorfer Bühne zurück – mit Rollendebüts von Agneta Eichenholz  als Salome und Elena Sancho Pereg als charmante Soldatenbraut. Der neu inszenierte „Ring des Nibelungen“ kommt als Zyklus sowohl im Theater Duisburg (12. –17. November) als auch im Opernhaus Düsseldorf (7. – 13. April) zur Aufführung.


Junge Oper am Rhein

Gruselig, lustig und fesselnd liest sich Cornelia Funkes Internatsgeschichte „Geisterritter“, die in der Vertonung von James Reynolds auch das Opernpublikum begeistert. Inszeniert von Eric Petersen und uraufge­führt am Theater Bonn, feiert die neueste Familienoper im Rahmen der Kooperation „Junge Opern Rhein-Ruhr“ am 20. September, zum Start in die neue Saison, in Düsseldorf Premiere. Patrick Francis Chestnut hat die musikalische Leitung. Nach erfolgreichen Aufführungen an der Deutschen Oper am Rhein, in Dortmund und Bonn kehrt „Ronja Räubertochter“, Jörn Arneckes Familienoper nach dem Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren, ins Theater Duisburg zurück. Aus guter Tradition kommt Engelbert Humperdincks Familien­klassiker „Hänsel und Gretel“ auf die Bühnen beider Städte. Seine Inszenierung – die älteste im Repertoire der Deutschen Oper am Rhein – wird in dieser Spielzeit 50 Jahre alt!

Ganz nah am Bühnengeschehen sind Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter bei der mobilen Produktion „Nils Karlsson Däumling“, dem Musiktheater „Gold!“ und der „Zauberflöte für Kinder“. Mitmach-Angebote wie der Kinderchor am Rhein und das Mitsing-Projekt „Musik verbindet“, künstlerisch-praktische Projekte wie „Opernmacher 2.0“ und „Musiktheater im Labor“ sowie die intensive Vermitt­lungs­arbeit der Jungen Oper am Rhein ermöglichen jungen Menschen zwischen 4 und 28 Jahren vielfältige Zugänge zu Oper und Ballett.


Ballett am Rhein

Die letzte Spielzeit unter der künstlerischen Direktion von Martin Schläpfer ist in vielerlei Hinsicht dem Schaffen des Schweizer Künstlers gewidmet. Sie bietet zahlreiche Gelegenheiten, das Ballett am Rhein noch einmal in ausge­wählten Schläpfer-Choreographien zu erleben: Mit „Schwanensee“, „Reformations­sym­phonie“, „Ramifications“, „Streichquartett“, „Ulenspiegeltänze“ und „7“ stehen allein sechs Reprisen seiner Stücke auf dem Spielplan. Den Auftakt macht ab 3. Oktober im Opernhaus Düsseldorf und ab 6. Dezember im Theater Duisburg Martin Schläpfers jüngstes Erfolgsstück „Schwanensee“.

Aber auch eine Uraufführung präsentiert Martin Schläpfer. Im Programm b.41, das ab 23. November im Düsseldorfer Opernhaus zu erleben ist, formuliert er in „Cellokonzert“ tänzerische Antworten auf Dmitiri Schostakowitschs Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2 g-Moll op.126. Den Auftakt des vierteiligen Programms macht Ji?í Kyliáns „Forgotten Land“, ein Stück über Untergang und Verlust von Heimat, das der tschechische Künstler 1981 im Auftrag von Marcia Haydée für das Stuttgarter Ballett geschaffen hat. Mit Martha Grahams Solo „Lamentation“ und „Steps in the Street“ zeigt das Ballett am Rhein erstmals zwei Werke der Grande Dame des American Modern Dance, die mit ihrer Tanztechnik seit den späten 1920er Jahren die Ästhetik des Bühnen­tanzes revolutionierte. Die musikalische Leitung des Programms b.41 haben GMD Axel Kober sowie Wen-Pin Chien.

Eine weitere Uraufführung kreiert Ballettdirektor Remus ?uchean?: „Symphonic Poem“ zur Komposition „Metacosmos“ von Anna Thorvaldsdottir heißt sein neues Ballett, in dem er sich von den Musik gewordenen Kraftfeldern der Isländerin inspirieren lässt. ?uchean?s Uraufführung steht im Zentrum des Programms b.42, das mit „Square Dance“ außerdem eine selten zu sehende, tänzerisch höchst anspruchsvolle Balanchine-Einstudierung präsentiert. Erstmals seit 2012 wieder mit dem Ballett am Rhein zu erleben ist Martin Schläpfers „Reformationssymphonie“ zur gleichnamigen Komposition von Felix Mendelssohn Bartholdy. Die gefeierte Choreographie bildet den Schlusspunkt des Programms b.42, das ab 10. Januar unter der musikalischen Leitung von Martin Braun im Theater Duisburg auf die Bühne kommt.

Der kanadische Choreograph Robert Binet, der mit seiner Uraufführung „New World“ im November letzten Jahres das Publikum für sich eingenommen hat, zeigt im Programm b.43 mit „Dark with Excessive Bright“ ein neues Stück zu drei Kompositionen der Grammy Award-nominierten Amerikanerin Missy Mazzoli. Mit „Notations I–IV“ und „Siebte Sinfonie“ nimmt das Ballett am Rhein zum ersten Mal seit 2002 Choreographien von Uwe Scholz ins Repertoire auf. Einen filigranen Gegenpart zu Scholz‘ Solo „Notations I–IV“ bildet das 2005 für die Ballerina Marlúcia do Amaral kreierte Solo „Ramifications“ von Martin Schläpfer. Es komplettiert das Programm b.43, das ab 13. März in Düsseldorf unter der musikalischen Leitung von Finnegan Downie Dear und ab 4. April in Duisburg unter dem Dirigat von Stefan Klingele zu sehen ist.

Mit dem 1992 für das New York City Ballet kreierten „Herman Schmerman“ präsentiert das Ballett am Rhein erneut ein Stück von William Forsythe. In Kostümen des Designers Gianni Versace nehmen die Tänzerinnen und Tänzer das Publikum mit auf ein Tanzabenteuer, über das Forsythe scherzte, es habe genauso wenig zu bedeuten wie sein Titel, sondern sei einfach ein Stück über das Tanzen, das sehr viel Spaß macht. Nicht fehlen darf ein Stück von Hans van Manen – mit „Short Cut“ zeigt das Ballett am Rhein eine Choreographie des Meisters, die er 1999 für das Nederlands Dans Theater in Den Haag geschaffen hat. Für sein „Streichquartett“ zur Musik von Witold Lutos?awski erhielt Martin Schläpfer 2007 den als Oskar der Tanzwelt begehrten Prix Benois de la Danse. Als Finale des Programms b.44 ist dieses zentrale Werk ab 9. Mai erneut mit dem Ballett am Rhein zu erleben.

Zum Ende der Spielzeit 2019/20 heißt es Abschied nehmen von Martin Schläpfer. b.ye heißt deshalb das letzte Programm der Ära Schläpfer. Es schließt sich der 44-teiligen b-Reihe an, die bis dahin unter seiner künstlerischen Direktion für Düsseldorf und Duisburg entstanden ist. Mit einer Ballett-Gala, bei der neben Werken von Weggefährten auch Schläpfers „Ulenspiegeltänze“ zu erleben sind, einer exklusiven Reprise seines Gustav Mahler Balletts „7“ sowie einer letzten Vorstellung von „Schwanensee“ feiert das Ballett am Rhein vom 24.  bis zum 28. Juni 2020 Martin Schläpfer und dessen Kunst, bevor er sich als Direktor dem Wiener Staats­ballett und der Wiener Ballettakademie widmet.


Ballettgastspiele 2019/20: Japan, Österreich und NRW

Auch an anderen Spielstätten präsentiert das Ballett am Rhein wieder Ausschnitte aus seinem vielschichtigen Repertoire: Die weiteste Reise macht in der kommenden Spielzeit Martin Schläpfers „Schwanensee“, den die Compagnie im September 2019 sowohl in Tokyo als auch in Osaka auf die Bühne bringt. Unter der musikali­schen Leitung von Motonori Kobayashi werden die Tänzerinnen und Tänzer vom Theater Orchestra Tokyo sowie vom Osaka Symphony Orchestra begleitet. Eine weitere Bühne für Martin Schläpfers „Schwanensee“ ist im März 2020 die des Festspielhauses St. Pölten, wo das Tonkünstler Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Axel Kober den musikalischen Part übernimmt. Beim Festival „Highlights des Internationalen Tanzes Oper Bonn“ schließlich zeigt das Ballett am Rhein im Mai 2020 „Streichquartett“ und „Ulenspiegeltänze“ von Martin Schläpfer sowie „Herman Schmerman“ von William Forsythe.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Cottbus, Staatstheater Cottbus, Ballettpremiere CASANOVA, 20.04.2019

April 18, 2019 by  
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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

CASANOVA
Premiere am Samstag, 20. April 2019, 19.30 Uhr, Kammerbühne

Ballett von Mauro de Candia | Musik von Händel, Corelli, Pärt u. a.
Deutsche Erstaufführung
„Casanova“, ein Ballett von Mauro de Candia zu Musik von Georg Friedrich Händel, Arcangelo Corelli und Arvo Pärt, hat am Samstag, 20. April, 19.30 Uhr, Premiere in der  Kammerbühne des Staatstheaters Cottbus (Wernerstr. 60).

Staatstheater Cottbus / CASANOVA - Inmaculada Marín Lopéz und Raffaele Scicchitano © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / CASANOVA – Inmaculada Marín Lopéz und Raffaele Scicchitano © Marlies Kross

In dieser deutschen Erstaufführung widmet sich der Choreograf einem der großen Abenteurer des 18. Jahrhunderts, mit dessen Namen man heutzutage vor allem die Vorstellung eines Frauenhelden und Liebhabers verbindet. De Candia bedient dieses Klischee aber nicht. Ihn interessiert die Figur Casanova als Spiegel für vielseitige Formen des Begehrens. So vervielfältigt sich die Titelfigur in männliche und weibliche Aspekte. Seine Choreografie ist inspiriert von der geheimnisvollen Schönheit des Körpers, wie sie sich im Licht des Verlangens zeigt. Der Choreograf schuf auch das Bühnenbild und die Kostüme.

Es tanzen Ana ?or?evi?, Inmaculada Marín Lopéz, Andrea Masotti, Venira Welijan, Jhonatan Arias Gomez, Stefan Kulhawec, Raffaele Scicchitano und Andrea Simeone.
Mauro de Candia tanzte während seiner Laufbahn als professioneller Tänzer Hauptrollen in Werken von Maurice Béjart, Ji?í Kylián, Mats Ek, William Forsythe, Ohad Naharin und Marco Goecke. Er gilt als einer der vielversprechendsten Choreografen der jüngeren Generation. Seit der Spielzeit 2012/13 ist er Leiter der Dance Company des Theaters Osnabrück.

Staatstheater Cottbus / CASANOVA - Venira Welijan und Stefan Kulhawec © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / CASANOVA – Venira Welijan und Stefan Kulhawec © Marlies Kross

„Casanova“ wurde 2003 vom Balletto di Napoli erstmals aufgeführt und war seitdem nirgends zu sehen. In Cottbus erarbeitet und erneuert de Candia die Choreografie erstmals mit einer in Deutschland angesiedelten Company. Den zweiten Teil des Balletts erarbeitet er mit dem Cottbuser Ensemble neu.

Kartenhinweis:
Die Premiere ist ausgebucht. Karten sind derzeit erhältlich für die Vorstellungen am Freitag, 17. Mai, 19.30 Uhr; Donnerstag, 30. Mai, 19.00 Uhr und am Samstag, 15. Juni 2019, 19.30 Uhr.

—| Pressemeldung Staatstheater Cottbus |—

Wien, Wiener Staatsoper, Ballett FORSYTHE, VAN MANEN, KYLIÁN, 14.04.2019

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Artifact Suite, Trois Gnossiennes, Psalmensymphonie

FORSYTHE | VAN MANEN | KYLIÁN

Ein neuer Ballettabend kommt am Sonntag, 14. April 2019 zur Premiere im Haus am Ring: Forsythe | van Manen | Kylián, der nun drei der prägendsten Choreographen der Gegenwart, die bereits mit mehreren Werken im Repertoire des Wiener Staatsballett vertreten sind, vereint.

Auf dem Programm stehen William Forsythes Artifact Suite, Hans van Manens Trois Gnossiennes und Solo sowie Jirí Kyliáns Psalmensymphonie. Artifact Suite, Trois Gnossiennes und Psalmensymphonie feiern mit dieser Premiere ihre Erstaufführungen an der Wiener Staatsoper, Solo wurde zum ersten Mal bei der Nurejew Gala 2017 vom Wiener Staatsballett gezeigt.

Wiener Staatsballett – Artifact Suite, Trois Gnossiennes, Psalmensymphonie
youtube Trailer des Wiener Staatsballett
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George Balanchine (1903 – 1983) gab den Startschuss zu einer Entwicklung von bis dahin unbekannten Tempi der Bewegung am Horizont des Balletts, die zeitgleich mit dem Begriff der Neoklassik erschienen. Ungeachtet ihrer individuellen Bewegungssprache sind die drei Choreographen des Premierenabends dieser „Spielart“ der Neoklassik zuzuordnen, die im späteren 20. Jahrhundert in den Niederlanden zu besonderer Ausprägung und Pflege gelangte und schraubten in ihrem choreographischen Schaffen die Anforderungen zum Teil ins Extreme, wie Ballettdramaturg Oliver Peter Graber im Staatsopernmagazin Prolog erläutert.

Tanzjournalistin Angela Reinhardt schreibt in ihrem Text über den Abend im Programmheft: „Alle drei Choreographen dieses Abends veränderten die Geschichte des klassischen Balletts: indem sie die Bewegung direkt befragten oder indem ihr Tanz keine bekannten Geschichten mehr erzählte, sondern von anderen Dingen sprach, von der modernen Gesellschaft, von Irritationen, Gedanken, der Sinnsuche des Lebens. Hans van Manen, Jirí Kylian und William Forsythe sind Bahnbrecher. Durch sie sehen wir heute mehr im Ballett als nur die beglückende Schönheit seiner Formen: Wir denken mit den Augen.“

Zu den Werken

Als erstes der vier Stücke wird William Forsythes Artifact Suite (Musik: Johann Sebastian Bach, Eva Crossman-Hecht) gezeigt, das 2004 beim Scottish Ballet in Glasgow Premiere feierte und vom Choreographen aus seinem 1984 uraufgeführten handlungslosen Vierakter Artifact, einem Ballett über das Ballett, zusammengestellt wurde. „Forsythe beginnt hier auszuloten, wie weit man Bewegungen ins Extrem treiben kann, er verlängert mit weit hinausgestreckten Beinen, extremen Streckungen und Gewichtsverlagerungen die Linien des Körpers in den Raum hinein“, wie Angela Reinhardt bemerkt, „Forsythe nutzt das Vokabular des klassischen Tanzes, zerstört aber immer wieder mutwillig dessen klare Abläufe, er verfremdet Bewegungen und setzt sie in fulminanter Weise neu zusammen“.

Hans van Manens Trois Gnossiennes zur Musik von Erik Satie – Gnossiennes ist eine Wortschöpfung des Komponisten – wurde 1982 beim Holländischen Nationalballett in Amsterdam uraufgeführt. Auch in diesem Pas de deux gelingt es van Manen, wie Angela Reinhardt bemerkt, „unseren Blick auf die kleinsten Nuancen zu lenken“. Auch van Manens Bewegungsvokabular beruht auf der Neoklassik, zeigt aber auch eine Spannung zwischen Mann und Frau.

Solo, 1997 beim Nederlands Dans Theater uraufgeführt, ist ein rasantes Stück für drei männliche Solisten (Musik: Johann Sebastian Bach), die „den Tanz wie einen Stafettenstab immer wieder an den nächsten weiter reichen, in einem freundschaftlichen, ironisch lächelnden Wettbewerb“, wie Angela Reinhardt das Werk charakterisiert.

Jirí Kyliáns Psalmensymphonie (Musik: Igor Strawinski) ist das vierte Stück des neuen Abends – sie kam 1978 beim Nederlands Dans Theater, dessen künstlerischer Leiter Kylián war, zur Premiere und gab Anstoß für die gesamte weitere Entwicklung dieses Ensembles. Die Choreographie hat sich den Ruf eines frühen Meisterwerkes, das den Tanz in all seinen Facetten feiert und doch eigenwillige Wege geht, bis heute erhalten.

Zur Besetzung

In den fünf Vorstellungen (Premiere am 14. April, Reprisen am 17., 20., 27. und 30. April) sind alternierende Besetzungen zu erleben – die Premiere gestalten u. a. Nikisha Fogo, Jakob Feyferlik, Nina Poláková, Roman Lazik und Oxana Kiyanenko in Artifact Suite; Maria Yakovleva und Jakob Feyferlik in Trois Gnossiennes; Denys Cherevychko , Richard Szabó und Géraud Wielick in Solo sowie Ketevan Papava, Roman Lazik, Nikisha Fogo, Denys Cherevychko, Kiyoka Hashimoto, Davide Dato, Nina Poláková, James Stephens, Nina Tonoli, Navrin Turnbull, Rikako Shibamoto, Scott McKenzie, Anita Manolova, Marian Furnica, Gala Jovanovic und Tristan Ridel in Psalmensymphonie.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Ballettpremiere b.38, 09.02.2019

Dezember 18, 2018 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

Ballettpremiere b.38: ?uchean? (UA) / Forsythe / Schläpfer (UA) am Samstag, 9. Februar 2019, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg

Zwei Uraufführungen und ein Meilenstein der jüngeren Tanzgeschichte definieren das neue Programm des Balletts am Rhein, das am 9. Februar im Theater Duisburg Premiere hat. Sehr herzlich laden wir Sie dazu ein.

Till Eulenspiegel steht Pate für Martin Schläpfers Neukreation „Ulenspiegeltänze“. Inspiriert hat ihn Sergej Prokofjews 7. Sinfonie, in der ihm Scheinheiligkeit und Sarkasmus, Schelmisches, aber auch närrisch Anklagendes begegnen. Remus ?uchean? kreiert für die Compagnie „Sinfonie Nr. 1“ zur gleichnamigen Komposition von Sergej Rachmaninow. Inhaltlich knüpft er seine Choreographie an das globale Miteinander der Menschen mit seinen sich wiederholenden Zyklen des Friedens und der Aufstände. Die musikalische Gestaltung der beiden Ballett-Uraufführungen übernehmen die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Kapellmeister Wen-Pin Chien.

Mit „One Flat Thing, reproduced“ zeigt das Ballett am Rhein ein faszinierendes Stück des großen US-amerikanischen Tanzerneuerers William Forsythe aus dem Jahr 2000: Vierzehn Tänzerinnen und Tänzer bewegen sich in teils rasantem Tempo und ständig wechselnden Konstellationen zu einer Komposition von Thom Willems durch ein präzise abgestecktes Feld aus fünf Tischreihen. Ein atemberaubender Tanzparcours – auch für die Zuschauer.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Duisburg |—

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