Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Premiere – Peter Pan von Wilfried Hiller, 16.10.2016

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

 Premiere „Peter Pan“ im Theater für Niedersachsen

Premiere 16.10.2016, weitere Vorstellungen 22.10.2016 14.30 Uhr und 19.30. Uhr, 12.11.2016, 11.12.2016; 12.12.2016, 14.12.2016 10.30 Uhr, 24.01.2017 10.30 Uhr,

Theater für Niedersachsen / Peter Pan © Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Peter Pan © Theater für Niedersachsen

Die Geschichte von Peter Pan verzaubert seit über 100 Jahren große und kleine Kinder auf der ganzen Welt. Ab dem 16. Oktober ist die Familienoper von Wilfried Hiller im Großen Haus des TfN zu erleben. Unter der Musikalischen Leitung von Achim Falkenhausen und in der Regie von Guillermo Amaya nimmt das Musiktheaterensemble die Zuschauer mit in die spannende Welt von Nirgendwo.

Die wildesten Abenteuer locken im Traumland Nirgendwo, und genau dorthin will Peter Pan die Geschwister Wendy, John und Michael führen. Als Peter plötzlich durch das Kinderzimmerfenster hereinfliegt, kommen die drei aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Sie folgen Peter Pan in eine Welt, zu der Erwachsene keinen Zutritt haben. Nach vielen bestandenen Abenteuern kehren Wendy, John und Michael nach Hause zurück und nehmen die verlorenen Jungs gleich mit. Nur Peter Pan will lieber im Land Nirgendwo bleiben.

Die Familienoper Peter Pan von Wilfried Hiller feiert am 16. Oktober 2016 um 16 Uhr Premiere im Großen Haus des TfN. In der Regie von TfN-Oberspielleiter Guillermo Amaya tauchen Groß und Klein in die spannende Geschichte des Jungen ein, der nie erwachsen werden wollte. „Peter Pan zu spielen macht mir sehr viel Spaß und ich darf Sachen machen, die ich immer schon mal tun wollte: Fechten und Fliegen!“, schwärmt Peter-Pan-Darstellerin Marie-Sande Papenmeyer. Die junge Sopranistin ist zum ersten Mal am Theater für Niedersachsen zu sehen und hören. An ihrer Seite sind bekannte Gesichter aus dem Musiktheaterensemble zu erleben: Uwe Tobias Hieronimi als Kapitän Haken, Neele Kramer als Tigerlilly und Martina Nawrath in der Partie der Wendy. Der Opernchor ist als schreckliche Piratencrew von Kapitän Haken präsent. Eine Besonderheit der Produktion ist, dass die verlorenen Jungs und Indianer von Mitgliedern des TfN-Kinderchors verkörpert werden.

Für die Musikalische Leitung des Abends zeichnet Achim Falkenhausen verantwortlich, der mit dem Orchester des TfN die leicht zugänglichen, mal lautmalerischen, mal humorvollen Klänge Hillers lebendig werden lässt.

Premiere 16.10.2016, weitere Vorstellungen 22.10.2016 14.30 Uhr und 19.30. Uhr, 12.11.2016, 11.12.2016; 12.12.2016, 14.12.2016 10.30 Uhr, 24.01.2017 10.30 Uhr

 

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Spielplan Oktober 2016

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

 TfN:  Spielplan Oktober 2016

Sa 01.10.2016 19:30 Hildesheim, Stadttheater –  Großes Haus
Don Giovanni, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart


Sa 01.10.2016 20:00 Hildesheim, Stadttheater – theo
Tschick   Nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf


So 02.10.2016 11:15 Hildesheim, Stadttheater –  Großes Haus
Matinee zu Cabaret,  Eintritt frei


So 02.10.2016 20:00 Hildesheim, Stadttheater – theo
Tschick,  Nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf


So 02.10.2016 19:00 Hildesheim, Stadttheater –
1791: Mozarts letzte Wochen, Musikliterarischer Abend mit Friedrich Dieckmann


Mo 03.10.2016 16:00 Hildesheim, Stadttheater –
 Die verkaufte Braut, Oper von Friedrich Smetana


Do 06.10.2016 11:00 Hildesheim, Stadttheater – theo
 Der Grüffelo   Stück nach Julia Donaldson und Axel Scheffler


Fr 07.10.2016 20:00 Nienburg, Theater auf dem  Hornwerk
Cabaret (Gastspiel-Premiere), Musical von John Kander und Fred Ebb


Fr 07.10.2016 11:00 Hildesheim, Stadttheater – theo
 Der Grüffelo, Stück nach Julia Donaldson und Axel Scheffler


Sa 08.10.2016 20:00 Nienburg, Theater auf dem Hornwerk
Cabaret, Musical von John Kander und Fred Ebb


Sa 08.10.2016 15:00 Hildesheim, Stadttheater – theo
 Der Grüffelo, Stück nach Julia Donaldson und Axel Scheffler


So 09.10.2016 15:00 Hildesheim, Stadttheater – theo
 Der Grüffelo,  Stück nach Julia Donaldson und Axel Scheffler


So 09.10.2016 19:00 Hildesheim, Stadttheater –
 Die verkaufte Braut,  Oper von Friedrich Smetana


So 09.10.2016 11:15 Hildesheim, Stadttheater –
Matinee zu Peter Pan


Mo 10.10.2016 19:30 Offenbach, Capitol-Theater Funny Money!
Komödie von Ray Cooney

Theater für Niedersachsen / Funny Money - Gotthard Hauschild © Falk v. Traubenberg

Theater für Niedersachsen / Funny Money – Gotthard Hauschild © Falk v. Traubenberg


Do 13.10.2016 19:30 Hildesheim, Stadttheater –
 Funny Money!,  Komödie von Ray Cooney


Sa 15.10.2016 19:00 Hildesheim, Stadttheater –
 Cabaret (Premiere),  Musical von John Kander und Fred Ebb

Theater Für Niedersachsen / Cabaret © Theater für Niedersachsen

Theater Für Niedersachsen / Cabaret © Theater für Niedersachsen


So 16.10.2016 18:00 Hildesheim, Stadttheater –
 Peter Pan (Premiere),  Familienoper von Wilfried Hiller

Theater für Niedersachsen / Peter Pan © Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Peter Pan © Theater für Niedersachsen


Mo 17.10.2016 19:30 Hildesheim, Stadttheater –
 Cabaret, Musical von John Kander und Fred Ebb


Di 18.10.2016 19:30 Hildesheim, Stadttheater –
 Dantons Tod, Revolutionsdrama von Georg Büchner


Mi 19.10.2016 19:30 Hildesheim, Stadttheater –
Avenue Q,  Musical von Robert Lopez, Jeff Marx und Jeff Whitty


Mi 19.10.2016 20:00 Langenhagen, Theatersaal

Funny Money!, Komödie von Ray Cooney


Do 20.10.2016 20:00 Walsrode, Stadthalle

Dantons Tod,  Revolutionsdrama von Georg Büchner


Do 20.10.2016 19:00 Hannover – Theater am Aegi

Die Zauberflöte,  Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Theater Für Niedersachsen / Die Zauberflöte_Peter Kubik (Papageno) © Jochen Quast

Theater Für Niedersachsen / Die Zauberflöte_Peter Kubik (Papageno) © Jochen Quast


Do 20.10.2016 20:00 F1 Impro im Foyer Eintritt frei
Christine Nitschke und Sebastian Barnstorf


Do 20.10.2016 11:00 Hildesheim, Stadttheater – theo

Troja (Premiere),  Ein tragisch-komisches Theaterstück mit Tanz


Fr 21.10.2016 19:30 Hildesheim, Stadttheater –
 Cabaret,  Musical von John Kander und Fred Ebb


Fr 21.10.2016 20:00 Burgdorf, Theater am Berliner Ring
Funny Money!, Komödie von Ray Cooney


Fr 21.10.2016 11:00 Hildesheim, Stadttheater – theo
Troja, Ein tragisch-komisches Theaterstück mit Tanz


Sa 22.10.2016 14:30 Hildesheim, Stadttheater –
 Peter Pan,  Familienoper von Wilfried Hiller


Sa 22.10.2016 19:30 Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Peter Pan, Familienoper von Wilfried Hiller


Sa 22.10.2016 18:00 Hildesheim, Stadttheater – theo
Troja, Ein tragisch-komisches Theaterstück mit Tanz


So 23.10.2016 19:00 Hildesheim, Stadttheater -, Großes Haus
Don Giovanni, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart


So 23.10.2016 18:00 Hildesheim, Stadttheater – theo
Troja, Ein tragisch-komisches Theaterstück mit Tanz


Mo 24.10.2016 20:00 Rinteln, Brückentorsaal

Dantons Tod, Revolutionsdrama von Georg Büchner


Di 25.10.2016 20:00 Nienburg, Theater auf dem Hornwerk
Avenue Q, Musical von Robert Lopez, Jeff Marx und Jeff Whitty


Mi 26.10.2016 19:30 Wolfsburg, Theater

Don Giovanni, Oper von Wolfgang Amadeus Mozart


Mi 26.10.2016 20:00 Gronau, Theatersaal

Funny Money!, Komödie von Ray Cooney


Mi 26.10.2016   Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Bundeswettbewerb Gesang Berlin (Gastspiel), Öffentliche Vorauswahlen


Do 27.10.2016 19:30 Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Cabaret, Musical von John Kander und Fred Ebb


Do 27.10.2016 20:00 Peine, Festsäle

Dantons Tod, Revolutionsdrama von Georg Büchner


Do 27.10.2016 11:00 Hildesheim, Stadttheater – theo
Die Schnecke und der Buckelwal, Stück nach Axel Scheffler und Julia Donaldson


Fr 28.10.2016 20:00 Alfeld, Aula Gymnasium

Cabaret, Musical von John Kander und Fred Ebb


Fr 28.10.2016 11:00 Hildesheim, Stadttheater -, theo
Die Schnecke und der Buckelwal, Stück nach Axel Scheffler und Julia Donaldson –

 

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

 

Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere ORPHEUS, 25.05.2014

Mai 20, 2014 by  
Filed under Oper Frankfurt, Premieren, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

ORPHEUS von Georg Philipp Telemann

Text von Georg Philipp Telemann nach einer Tragödie von Michel Du Boullay
In deutscher, italienischer und französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Sonntag, 25. Mai 2014, 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot,  Weitere Vorstellungen: 27., 29., 31. Mai, 1., 3., 6., 8. Juni 2014

Der in Magdeburg geborene Barockkomponist Georg Philipp Telemann (1681-1767) galt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als einer der bedeutendsten deutschen Vertreter seiner Zunft. 1721 kam er als Musikdirektor nach Hamburg und übernahm wenig später auch die Leitung des dortigen Opernhauses am Gänsemarkt, wo 1726 seine Oper Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe erstmals konzertant vorgestellt wurde. In diesem Werk mischte Telemann verschiedene nationale Stile zu einem neuen Ganzen, so dass die Oper – aufgeführt in deutscher, französischer und italienischer Sprache – bereits weit vor der Zeit einem wahrhaft europäischen Gedanken verpflichtet schien. 1994 kam es in Innsbruck und Berlin zu Aufführungen in einer von dem Dirigenten René Jacobs und dem Musikwissenschaftler Peter Huth erarbeiteten Fassung, die behutsam musikalische Lücken schloss. Diese Version liegt auch der Frankfurter Erstaufführung zugrunde.

Oper Frankfurt / Sebastian Geyer (Bariton / Titelpartie) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Sebastian Geyer (Bariton / Titelpartie) © Barbara Aumüller

Die Handlung basiert auf den durch die Werke Monteverdis und Glucks bekannten Vorgaben.
Telemann ergänzte allerdings das vorgegebene Personal durch Orasia, die Königin von Thrakien: Der mythische Sänger Orpheus verliert wegen eines Zaubers der eifersüchtigen Orasia seine Geliebte Eurydike durch einen Schlangenbiss. Er kann sich jedoch nicht mit diesem Verlust abfinden und begibt sich auf den Weg in die Unterwelt. Berührt von Orpheus‘ Gesang erlaubt ihm Pluto, die Geliebte wieder mit sich auf die Erde zu nehmen. Einzige Voraussetzung ist, ihr dabei nicht ins Gesicht zu blicken. Aber Orpheus hält sich nicht an diese Verabredung und verliert – zur Freude Orasias – Eurydike ein zweites Mal. Als ihr der Sänger daraufhin ablehnend gegenüber tritt, hetzt die Königin die Bacchantinnen auf ihn. Von Reue getrieben folgt sie dem Geliebten in den Tod.

Oper Frankfurt / Elizabeth Reiter (Sopran / Orasia) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Elizabeth Reiter (Sopran / Orasia) © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung dieser Frankfurter Erstaufführung liegt bei dem jungen Schweizer Titus Engel, der unlängst die Uraufführung von Charles Wuorinens Oper Brokeback Mountain am Teatro Real Madrid auf sich aufmerksam machte. Die Regisseurin Florentine Klepper stellte sich im Rahmen der Frankfurter Erstaufführung von Arnulf Herrmanns Wasser im Frankfurt LAB vor. Zu ihren Arbeiten an der Dresdner Semperoper gehören Monteverdis Poppea und Wagners Holländer. Kürzlich inszenierte sie Strauss‘ Arabella bei den Salzburger Osterfestspielen. Aus dem Frankfurter Opernstudio wechselte Elizabeth Reiter (Orasia) 2013/14 ins Ensemble der Oper Frankfurt, wo sie seither u.a. als Pamina in der Zauberflöte glänzte. Drei Spielzeiten früher stieß Sebastian Geyer (Orpheus) zum festen Frankfurter Sängerstamm hinzu. Hier verkörperte er jüngst u.a. Guglielmo in Così fan tutte. Katharina Ruckgaber (Eurydike) übernahm im Januar 2014 die weibliche Hauptpartie in der Uraufführung von Wilfried Hillers Singspiel Der Flaschengeist am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Zur übrigen Besetzung gehören Ensemblemitglied Vuyani Mlinde (Pluto) sowie die Gäste Maren Favela (Cephisa), Julian Prégardien (Eurimedes) und Dmitry Egorov (Ascalax).

Musikalische Leitung: Titus Engel Inszenierung: Florentine Klepper Bühnenbild und Kostüme: Adriane Westerbarkey Licht: Jan Hartmann Dramaturgie: Zsolt Horpácsy

BESETZUNG:
Orasia: Elizabeth Reiter, Orpheus: Sebastian Geyer, Eurydike: Katharina Ruckgaber
Cephisa: Maren Favela, Eurimedes: Julian Prégardien, Pluto: Vuyani Mlinde
Ascalax: Dmitry Egorov
Konzertchor Darmstadt (Einstudierung: Wolfgang Seeliger); Statisterie der Oper Frankfurt

Premiere / Frankfurter Erstaufführung: Sonntag, 25. Mai 2014, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot
Weitere Vorstellungen: 27., 29., 31. Mai, 1., 3., 6., 8. Juni 2014
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere: ORPHEUS ODER DIE WUNDERBARE BESTÄNDIGKEIT DER LIEBE, 25.05.2014

Mai 5, 2014 by  
Filed under Oper Frankfurt, Premieren, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Premiere / Frankfurter Erstaufführung: ORPHEUS ODER DIE WUNDERBARE BESTÄNDIGKEIT DER LIEBE

 
Musikalisches Drama in drei Akten von Georg Philipp Telemann
In deutscher, italienischer und französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 
Sonntag, 25. Mai 2014, um 19.30 Uhr im Bockenheimer Depot
 
Musikalische Leitung: Titus Engel; Inszenierung: Florentine Klepper
 
Mitwirkende: Elizabeth Reiter (Orasia), Sebastian Geyer (Orpheus), Katharina Ruckgaber (Eurydike), Maren Favela (Cephisa), Julian Prégardien (Eurimedes), Vuyani Mlinde (Pluto), Dmitry Egorov (Ascalax), Konzertchor Darmstadt (Einstudierung: Wolfgang Seeliger)
 
Weitere Vorstellungen: 27., 29., 31. Mai, 1., 3., 6., 8. Juni 2014
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Oper Frankfurt / Elizabeth Reiter (Sopran / Orasia) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Elizabeth Reiter (Sopran / Orasia) © Barbara Aumüller

 
Der in Magdeburg geborene Barockkomponist Georg Philipp Telemann (1681-1767) galt in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts als einer der bedeutendsten deutschen Vertreter seiner Zunft. 1721 kam er als Musikdirektor nach Hamburg und übernahm wenig später auch die Leitung des dortigen Opernhauses am Gänsemarkt, wo 1726 seine Oper Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe erstmals konzertant vorgestellt wurde. In diesem Werk mischte Telemann verschiedene nationale Stile zu einem neuen Ganzen, so dass die Oper – aufgeführt in deutscher, französischer und italienischer Sprache – bereits weit vor der Zeit einem wahrhaft europäischen Gedanken verpflichtet schien. 1994 kam es in Innsbruck und Berlin zu Aufführungen in einer von dem Dirigenten René Jacobs und dem Musikwissenschaftler Peter Huth erarbeiteten Fassung, die behutsam musikalische Lücken schloss. Diese Version liegt auch der Frankfurter Erstaufführung zugrunde.
 
Die Handlung basiert auf den durch die Werke Monteverdis und Glucks bekannten Vorgaben.
Oper Frankfurt / Sebastian Geyer (Bariton / Titelpartie) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Sebastian Geyer (Bariton / Titelpartie) © Barbara Aumüller

 
Telemann ergänzte allerdings das vorgegebene Personal durch Orasia, die Königin von Thrakien: Der mythische Sänger Orpheus verliert wegen eines Zaubers der eifersüchtigen Orasia seine Geliebte Eurydike durch einen Schlangenbiss. Er kann sich jedoch nicht mit diesem Verlust abfinden und begibt sich auf den Weg in die Unterwelt. Berührt von Orpheus‘ Gesang erlaubt ihm Pluto, die Geliebte wieder mit sich auf die Erde zu nehmen. Einzige Voraussetzung ist, ihr dabei nicht ins Gesicht zu blicken. Aber Orpheus hält sich nicht an diese Verabredung und verliert – zur Freude Orasias – Eurydike ein zweites Mal. Als ihr der Sänger daraufhin ablehnend gegenüber tritt, hetzt die Königin die Bacchantinnen auf ihn. Von Reue getrieben folgt sie dem Geliebten in den Tod.
 
Die musikalische Leitung dieser Frankfurter Erstaufführung liegt bei dem jungen Schweizer Titus Engel, der unlängst die Uraufführung von Charles Wuorinens Oper Brokeback Mountain am Teatro Real Madrid auf sich aufmerksam machte. Die Regisseurin Florentine Klepper, seit 2009/10 Hausregisseurin am Theater Basel, stellte sich im Rahmen der Frankfurter Erstaufführung von Arnulf Herrmanns Wasser im Frankfurt LAB vor. Zu ihren Arbeiten an der Dresdner Semperoper gehören Monteverdis Poppea und Wagners Holländer. Aus dem Frankfurter Opernstudio wechselte Elizabeth Reiter (Orasia) 2013/14 ins Ensemble der Oper Frankfurt, wo sie seither u.a. als Pamina in der Zauberflöte glänzte. Zwei Spielzeiten früher stieß Sebastian Geyer (Orpheus) zum festen Frankfurter Sängerstamm hinzu. Hier verkörperte er jüngst u.a. Guglielmo in Così fan tutte. Katharina Ruckgaber (Eurydike) übernahm im Januar 2014 die weibliche Hauptpartie in der Uraufführung von Wilfried Hillers Singspiel Der Flaschengeist am Staatstheater am Gärtnerplatz in München. Zur übrigen Besetzung gehören Ensemblemitglied Vuyani Mlinde (Pluto) sowie die Gäste Maren Favela (Cephisa), Julian Prégardien (Eurimedes) und Dmitry Egorov (Ascalax).
 
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