Wien, Wiener Symphoniker, Philippe Jordan – Letzte Konzerte als Chefdirigent, 29.08. 2020

August 26, 2020 by  
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Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

Philippe Jordan –  Letzte Konzerte als Chefdirigent der Wiener Symphoniker

FULMINANTER ABSCHLUSS EINER ÄRA

Nach einer denkbar außergewöhnlichen letzten Saison geht dieser Tage die so reiche und produktive Amtszeit von Philippe Jordan als Chefdirigent der Wiener Symphoniker zu Ende. Nun heißt es denn Abschied nehmen: Mit einer Konzertserie in Bregenz, Wien und Grafenegg verneigen sich Orchester und Chefdirigent nach sechs prägenden und beglückenden gemeinsamen Jahren ein letztes Mal gemeinsam vor ihrem Publikum. Diese letzten Konzerte Jordans in seiner Funktion als Chefdirigent sind ganz der expressiven Klangwelt von Richard Strauss gewidmet. Auf dem Programm steht neben den beiden frühen symphonischen Dichtungen Don Juan und Till Eulenspiegels lustige Streiche auch ein besonders eng mit der Orchestergeschichte verbundenes Werk des großen Spätromantikers: die Rosenkavalier-Suite, die vor 75 Jahren von den Wiener Symphonikern zur Österreichischen Erstaufführung gebracht wurde.

Wiener Symphoniker und Philippe Jourdan im Musikverein
youtube Trailer Wiener Symphoniker
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Bereits am vergangenen Wochenende war das Wiener Traditionsorchester unter seinem scheidenden Chefdirigenten zum Auftakt ihrer kleinen Abschieds-Tournee im Festspielhaus Bregenz zu erleben. Publikum und Presse zeigten sich hellauf begeistert. Mit Standing Ovations wurden Dirigent und Orchester gefeiert, die Kritik sah die „Symphoniker im Klangrausch“ (Kronen-Zeitung) und  eine „mitreißende Gala mit Werken von Richard Strauss, die Jordan und seinem Orchester sehr zu liegen scheinen und an denen sie gemeinsam nochmals ihre vielfach erprobten klanglichen Finessen, ihre geschärfte Präzision und natürlich die als Identität sorgsam gepflegte Wiener Klangkultur entzünden“ (Vorarlberger Nachrichten). Dienstag und Mittwoch dieser Woche folgen zwei weitere Darbietungen im Großen Saal des Wiener Konzerthauses, bevor die Ära Jordan schließlich am 29. August mit einem Konzert in der einzigartigen Kulisse des Wolkenturms des Festival Grafenegg zu Ende geht.

Rechtzeitig zum Ende seiner Amtszeit präsentieren Jordan und die Wiener Symphoniker mit der fünften gemeinsamen CD-Produktion im orchestereigenen Label außerdem einen weiteren Höhepunkt ihrer künstlerischen Zusammenarbeit: Die Gesamteinspielung der Symphonien von Johannes Brahms. Die zuvor veröffentlichten Aufnahmen mit Werken Schuberts, Tschaikowskis, Berlioz‘ und nicht zuletzt der fünfteilige umjubelte Beethoven-Zyklus dokumentieren den ungemein produktiven gemeinsamen künstlerischen Weg der vergangenen sechs Jahre, der nun mit Brahms zu seinem krönenden Abschluss kommt. Schon anlässlich der Konzerte im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins im Herbst 2019, bei denen die nun veröffentlichten Aufnahmen entstanden, zeigte sich die Presse begeistert: „Brahms im Musikverein zeigt, was Jordan in fünf Jahren geleistet hat.“ schrieb die Presse, und auch der Kurier schlug ähnliche Töne an: „Philippe Jordan hat (…) die Wiener Symphoniker für die höchste Spielklasse qualifiziert“. Von der außergewöhnlichen Qualität der Kombination Jordan und Symphoniker kann man sich dieser Tage nun noch im Wiener Konzerthaus und in Grafenegg überzeugen – Restkarten sind über die Veranstalter verfügbar.

Nachfolger von Philippe Jordan als Chefdirigent der Wiener Symphoniker ist der Kolumbianer Andrés Orozco-Estrada, der das Amt offiziell am 10. Oktober im Wiener Konzerthaus antritt. Am Programm seiner Antrittskonzerte stehen neben einer Uraufführung eines Auftragswerks der jungen niederländischen Komponistin Carljin Metselaar Kompositionen von Erich Maria Korngold, Franz Schreker und wiederum Richard Strauss.

—| Pressemeldung Wiener Symphoniker |—

Baden-Baden, Festspielhaus, En suite-Festival – Tamestit, Tjeknavorian, Zassimova, 18.07. – 30.8.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

En suite – Festival – 18.7. – 30.8.2020

  Antoine Tamestit – Telemann, Bach – 18.7. – 19.7.2020

Die Festspiele Baden-Baden finden im Sommer 2020 in Hotels und dem Museum Frieder Burda statt. Unter dem Motto En suite gibt es ein Konzert-Programm mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern sowie fest eingeplanten „Aha- Effekten“ vom 18. Juli bis zum 30. August 2020.

„Wer die Begriffe Baden-Baden, Musik und Hotel zusammenfügt, erzeugt angenehme Bilder in den Köpfen der Menschen“, so Stampa. Der Intendant möchte die durch die Corona-Pandemie erzwungene Spielpause auf diese angenehme Weise beenden. „Wir tasten uns langsam wieder an Live-Veranstaltungen heran – derzeit in kleinem Rahmen, der in Baden-Baden aber auch immer die Begriffe Sicherheit und Wohlergehen mitschwingen lässt“.

Das vollständige  Programm – En suite und mehr – HIER!

Das En suite – Festival begrüßt Solistinnen und Solisten wie den französischen Ausnahme-Bratschisten Antoine Tamestit, ein Streich-Trio um den gefeierten österreichischen Geiger Emmanuel Tjeknavorian, die in Baden lebende russische Pianistin Anna Zassimova sowie die international gefeierten Ensembles delian::quartett und das Schumann-Quartett.

Spielorte sind der Maler-Saal des Hotels Maison Messmer, die Orangerie des Brenners Park Hotel sowie das Museum Frieder Burda (in Zusammenarbeit mit dem Hotel „Kleiner Prinz“).

Den Auftakt macht im Malersaal des Hotels Maison Messmer der international als einer der einzigartigsten Bratschisten gefeierte Antoine Tamestit. In seinen Konzerten am Samstag 18. Juli, 16 Uhr, und Sonntag 19. Juli, 11 Uhr, stellt er auf reizvolle Weise Werke Johann Sebastian Bachs denen seines Zeitgenossen Georg Philip Telemann gegenüber. Festspielhaus-Dozent Dariusz Symanzski wird in das Konzert einführen und so für zusätzliche Aha-Effekte beim Musikgenuss sorgen.

Festspielhaus Baden - Baden / Antoine Tamestit à Paris en octobre 2016 © Julien Mignot / harmonia-mundi

Festspielhaus Baden – Baden / Antoine Tamestit à Paris en octobre 2016 © Julien Mignot / harmonia-mundi

Sowohl als Solist, Rezitalist und Kammermusiker ist Antoine Tamestist für seine unübertroffene Technik und die vielgerühmte Schönheit seines farbenreichen Bratschentons bekannt. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen bei renommierten Instrumentalwettbewerben, wie bei den New Yorker Young Concert Artists Auditions und dem Internationalen Musikwettbewerb der ARD. Und auch sein Instrument ist einzigartig: Antoine Tamestist spielt die vielleicht wertvollste Viola der Welt:

Er konzertiert auf der 1672 von Stradivari gebauten „Mahler“- Bratsche, die vermutlich erste Viola, die von Stradivari stammt. Sein Repertoire reicht von der Barockzeit bis zur Gegenwart. In der aktuellen Saison sollte er mit einem umfangreichen Programm an Solo- und Kammerkonzerten „Portrait  Artist“ des London Symphony Orchestra sein, was die Corona-Pandemie unmöglich gemacht hat. Seine Residenz an der Kammerakademie Potsdam konnte er mit zwei Konzerten zumindest teilweise in Anspruch nehmen.

Er spielte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Orchestre de Paris, den Wiener Symphonikern, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und dem São Paulo Symphony Orchestra. Neben Sir John Eliot Garniner arbeitet er regelmässig mit den Dirigenten Valery Gergiev, Riccardo Muti, Marek Janowski, Antonio Pappano, François-Xavier Roth und Franz Welser-Möst zusammen.

In der Zeit Bachs und Telemanns hatte die Bratsche im Ensemble der Streichinstrumente noch sehr viel mehr zu tun, als viele ihr heute zutrauen: Die Unterwerfung der Mittelstimmen kam erst im Rokoko und in der Wiener Klassik. War die Bratsche zuvor gleichberechtigter Partner im polyphonen Stimmgeflecht, verschwand sie nun in der vernachlässigten Mitte zwischen den Geigen, die oben jubilierten, und den Celli und Bässen, die unten Halt gaben. Tamestit deutet in seinem Programm die Bratsche wieder um: aus der lauen Mitte wird der wandlungsfähige, nach vielen Seiten offene Mittler: Denn es ist eine Stärke seines Instruments, dass auf ihm spieltechnisch alles möglich ist, was auch die Geige kann, wenn auch deren brillante Höhe fehlt. Zudem hat die Bratsche im tieferen Register mehr zu bieten als ihre zierliche Schwester – sie betört mit warmem, vollem Ton.

Festspielhaus Baden - Baden / Malersaal Baden-Baden © Maison Messmer

Festspielhaus Baden – Baden / Malersaal Baden-Baden © Maison Messmer

In den Konzerten am 18. und 19 Juli erklingen im Malersaal des Maison Messmer Fantasien von Georg Philipp Telemann und Suiten von Johann Sebastian Bach. Entstanden sind Bachs Suiten wie auch Telemanns Fantasien in den 1720er und 30er Jahren. Waren Telemanns Fantasien im Aufbau von Bach gar nicht so weit entfernt – auch in ihnen verbergen sich kleine Tanzsuiten und flotte Gigues im Dreiachteltakt.

Doch während bei Bach die Musik voranschreitet wie in einem Selbstgespräch oder einer Meditation, hört man bei Telemann das „Publikum“ immer gleich mit. Er bevorzugte klar umrissene, eingängige Melodien und folkloristische Rhythmen und komponierte mit Blick auf musikalische Laien, die seine Noten kauften oder Unterricht bei ihm nahmen. Damit stieß er eine Tür auf zur bürgerlichen Musikkultur, die nicht mehr für Gott oder den König, sondern für sich selbst musizierte.

Dass er in Leipzig aus geselligem Musizieren unter Studenten die öffentlichen „Kollegiumskonzerte“ formte, passt in diese neue Musikkultur. Sein Nachfolger als Leiter dieser Konzerte war dann gleichwohl kein Geringerer als Bach. Der Malersaal aus der Zeit der Belle Époque ist das Herzstück unter den festlichen Sälen, die das traditionsreiche Hotel Maison Messmer für außergewöhnliche und exklusive Veranstaltungen bereithält. Schon im alten „Messmer“ war der Malersaal Ort für festliche Events, hier gab sich die High Society von Baden-Baden ein Stelldichein. Aufwendig restauriert, mit über sieben Metern Raumhöhe und einem geradezu imperialen Ambiente, knüpft der Malersaal heute wieder an diese Tradition an und bietet einen idealen Rahmen für den En suite- Auftakt.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Wien, Wiener Symphoniker, Konzerte der Wiener Symphoniker im Juni und Juli 2020

Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

 

Es geht wieder los!

Nach der Durststecke der vergangenen Wochen ist die Freude groß, ab Juni endlich wieder für Sie, verehrtes Publikum, musizieren zu dürfen. „Ich spüre große Erleichterung und Vorfreude im ganzen Orchester aber auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abseits der Bühne, dass es nun endlich wieder losgeht und wir wieder für unser Publikum, für die Menschen in Wien live spielen können. Ich bin zuversichtlich, dass sich diese spezielle Energie auch in denkwürdige Konzerterlebnisse übersetzen wird.“ so der Intendant der Wiener Symphoniker Jan Nast. Nach langen Tagen des Stillstandes öffnen das Wiener Konzerthaus und der Musikverein ab kommender Woche also wieder ihre Pforten – und bitten die Wiener Symphoniker auf ihre Podien.

Um unser aller Sicherheit zu gewährleisten, wird bei der Wiederaufnahme des Konzertbetriebs behutsam vorgegangen. Die Konzerte finden ohne Pause statt und dauern nicht länger als eine Stunde. Die Reduktion der Publikumsplätze auf 100 (Juni) beziehungsweise 250 (Juli) Personen ermöglicht die Einhaltung der notwendigen Sicherheitsabstände. So kann gewährleistet werden, dass bis zu vier Menschen, die gemeinsam ins Konzert gehen möchten, nebeneinanderliegende Plätze bekommen und gleichzeitig der erforderliche Abstand zu anderen Besucherinnen und Besuchern gewahrt wird. Dadurch kann während der Veranstaltungen auf den Mund-Nasen-Schutz verzichtet werden, nur bis zum Erreichen des Platzes muss er getragen werden.

Wir freuen uns sehr, dass wir gemeinsam mit Igor Levit am 5. und 6. Juni jene Konzerte spielen dürfen, mit denen das Wiener Konzerthaus die Wiederaufnahme des Spielbetriebs einläutet. Der russisch-deutsche Pianist, der in den Wochen der Isolation mit seinen Hauskonzerten via Twitter Furore gemacht hat, ist hier nun endlich wieder live mit Mozarts Zwölftem Klavierkonzert KV 414 im Mozartsaal zu erleben. Am 10. Juni wird der scheidende Chefdirigent und gefeierte Beethoven-Interpret Philippe Jordan die Leonoren-Ouvertüre sowie die Dritte Symphonie „Eroica“ im Goldenen Saal des Musikvereins dirigieren. Ende des Monats tritt schließlich mit Manfred Honeck ein langjähriger künstlerischer Wegbegleiter ans Pult der Wiener Symphoniker. Anlässlich des 150. Geburtstags von Franz Lehár wird unter seinem Dirigat ein Medienprojekt für den Meister der Wiener Operette im Theater an der Wien unter Ausschluss der Öffentlichkeit aufgezeichnet. Schon eine Woche später ist Manfred Honeck mit Werken von Verdi und Tschaikowski im Goldenen Saal des Musikvereins zu erleben. Ein besonderer Höhepunkt folgt Anfang Juli, wenn mit Rudolf Buchbinder einer der versiertesten Kenner der Klavierkonzerte Beethovens in die Tasten greift. An drei aufeinanderfolgenden Tagen wird er alle fünf Klavierkonzerte des großen Wahlwieners zum Besten geben, und das Orchester dabei im Großen Saal des Wiener Konzerthauses vom Klavier aus leiten.

Um trotz der reduzierten Sitzplätze möglichst vielen Musikbegeisterten den Genuss eines Livekonzerts zu ermöglichen, werden die Programme nach einer ausgiebigen Pause jeweils ein zweites Mal erklingen.

Der Vorverkauf im Wiener Konzerthaus startet am 28. Mai um 9:00, jener im Musikverein am 27. Mai um 12:30 (für Mitglieder) beziehungsweise am 29. Mai um 12:30 (allgemeiner Vorverkauf). Details und Informationen zum Ticketkauf finden Sie auf den Seiten der beiden Häuser unter konzerthaus.at und musikverein.at.

In Vorfreude auf einen besonderen Konzert-Sommer,

Ihre Wiener Symphoniker


Programm Juni & Juli 2020


Freitag, 05. Juni 2020, 18.00 & 20.30 Uhr

Samstag, 06. Juni 2020, 18.00 & 20.30 Uhr

Wiener Konzerthaus, Mozart-Saal

Interpreten

Igor Levit, Klavier und Leitung

Wiener Symphoniker

Werke

Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre zum Singspiel „Der Schauspieldirektor“ KV 486

Edvard Grieg „Aus Holbergs Zeit“, Suite op. 40

Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Klavier und Orchester Nr. 12 A-Dur KV 414 (KV 385p)


Mittwoch, 10. Juni 2020, 17.00 & 20.00 Uhr

Musikverein, Großer Saal

Interpreten

Philippe Jordan, Dirigent
Wiener Symphoniker

Werke

Ludwig van Beethoven Ouvertüre Nr. 3 zur Oper „Leonore“ op. 72b
Ludwig van Beethoven Symphonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 „Eroica“


Samstag, 27. Juni 2020, 11.00 & 17.00 Uhr

Musikverein, Großer Saal

Interpreten

Manfred Honeck, Dirigent
Wiener Symphoniker

Werke

Giuseppe Verdi Ouvertüre zur Oper „La Forza del Destino“ („Die Macht des Schicksals“)

Pjotr Iljitsch Tschaikowski Symphonie Nr. 5 e-moll op. 64


Samstag, 04. Juli 2020, 18.00 & 20.30 Uhr

Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Interpreten

Rudolf Buchbinder, Klavier und Leitung
Wiener Symphoniker

Werke

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 19
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll op. 37


Sonntag, 05. Juli 2020, 18.00 & 20.30 Uhr 

Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Interpreten

Rudolf Buchbinder, Klavier und Leitung
Wiener Symphoniker

Werke

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 4 G-Dur op. 58


Montag, 06. Juli 2020, 18.00 & 20.30 Uhr   

Wiener Konzerthaus, Großer Saal

Interpreten

Rudolf Buchbinder, Klavier und Leitung
Wiener Symphoniker

Werke

Ludwig van Beethoven Konzert für Klavier und Orchester Nr. 5 Es-Dur op. 73


—| Pressemeldung Wiener Symphoniker |—

Wien, Wiener Symphoniker, Acht österreichische Orchester – Aufnahme des Spielbetriebs, Mai 2020

Mai 13, 2020 by  
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Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

Acht  österreichische Orchester zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs

Johanna Bohnen, Geigerin im Bruckner Orchester Linz, erzählt aus der Corona-Zeit

Die Intendanten, Geschäftsführer und Verantwortlichen von acht österreichischen Orchestern (Bruckner Orchester Linz, Grazer Philharmoniker, Kärntner Sinfonieorchester, Mozarteumorchester Salzburg, ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, Tonkünstler-Orchester Niederösterreich, Wiener Symphoniker) haben sich heute gemeinsam in einer Stellungnahme an die Staatssekretärin im Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Frau Mag. Ulrike Lunacek, für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in österreichischen Orchestern ausgesprochen.

In dem Dokument, das Sie nachfolgend sowie im Anhang finden, werden dezidierte Empfehlungen, Maßnahmen und Verhaltensregeln auf Orchesterseite erläutert, die einen ordentlichen Probe- und Spielbetrieb ermöglichen.

Johanna Bohnen, Geigerin im Bruckner Orchester Linz erzählt aus ihrem `Home Office
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Zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs in österreichischen Orchestern

Seit dem im März verhängten Lockdown im Bereich der Kunst und Kultur aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 finden im Kulturland Österreich keine Konzert- und Kulturveranstaltungen mehr statt. Gleichwohl sind Kunst und Kultur, die nachgewiesenermaßen gesundheits- und entwicklungsfördernd wirken, für viele Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebens. Besonders die Musik kann heilende Effekte erzielen, wie durch viele Studien belegt ist.

Die Wiederaufnahme von Kunst- und Kulturveranstaltungen parallel zur Wiedereröffnung von Industrie, Handel und Bildungseinrichtungen muss daher dringend angestrebt werden.

Die andauernden Einschränkungen des öffentlichen Lebens haben zu einem starken Rückgang des Infektionsgeschehens geführt. Das österreichische Gesundheitswesen zählt zu den leistungsfähigsten weltweit. Da die Berufstätigkeit zu den wichtigen sozialen Bestimmungszahlen in Bezug auf Gesundheit und Lebenserwartung gehört, ist die Wiederaufnahme ihrer beruflichen Tätigkeit für Musikerinnen/Musiker nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, sondern auch aus sozialmedizinischer Perspektive von großer Relevanz.

Die Verantwortlichen der österreichischen Profi-Orchester setzen daher alles daran, ihrem Publikum die Teilnahme an Opernaufführungen und Konzerten wieder zu ermöglichen und den Lockdown im Orchesterbereich zu beenden.

Dazu empfehlen wir die Umsetzung der nachfolgend aufgelisteten (zeitlich begrenzten) Maßnahmen:

Nur Personen, die sich gesund und leistungsfähig fühlen, sollen ihre berufliche Tätigkeit im Orchester wiederaufnehmen. Eine tägliche Selbstüberprüfung im Hinblick auf die folgenden Covid-19-typischen Symptome ist daher vor Betreten des Arbeitsgebäudes erforderlich (zur Veröffentlichung z. B. mit entsprechendem Aushang): Husten, Fieber, Schnupfen, Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Schwächegefühl, Geruchs- und/oder Geschmacksstörungen. Treten eines oder mehrere dieser Krankheitszeichen auf, sollte die Musikerin/der Musiker zu Hause bleiben, eine/n Ärztin/Arzt kontaktieren und eine Testung auf SARS-CoV-2 durchführen lassen.

Hochrisikopersonen: Personen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Covid-19-Infektion haben, gelten als Hochrisikopersonen. Ihnen wird im Rahmen der arbeitsmedizinischen Vorsorge eine Freistellung von der Teilnahme am Orchesterspiel gewährt.

Orchester auf der Bühne und im Orchestergraben/räumliche Distanzierung entsprechend den offiziellen Anordnungen:

Generell kann festgehalten werden, dass unter Anwendung der nachfolgenden Maßnahmen die Ausübung des Musikberufs in Orchestern unter Einhaltung der offiziellen Anordnungen möglich ist.

·         1 Meter Mindestabstand zwischen den Musikerinnen/Musikern (gerechnet von Kopf zu Kopf)

·         Aufstellen von Plexiglas-Wänden (wo immer möglich) vor Bläserinnen/Bläsern. Wir weisen darauf hin, dass die zuletzt kolportierten Gefahren durch das Musizieren mit Blasinstrumenten durch Studien widerlegt worden sind.[1]

·         Instrumente werden bei Proben, Aufführungen, Konzerten oder Aufnahmen nicht von mehreren Musikerinnen/Musikern gespielt (z. B. Schlagzeug).

·         Abstandsregelung beim Auf- und Abtreten: „Amerikanischer Auftritt“ (Musikerinnen/Musiker treten individuell vor Konzertbeginn auf), Abtritt mit 1,5 Metern Abstand.

Orchester abseits der Bühne

·         Der Backstage-Bereich ist so zu organisieren, dass sämtliche Hygiene- und Abstandsvorschriften eingehalten werden. Das Tragen von NMS-Masken für diese Bereiche wird empfohlen. Für jedes Haus müssen eigene Vorschriften gefunden werden, die aufgrund der örtlichen Gegebenheiten zu treffen sind.

·         Der Orchesterbetrieb ist so zu gestalten, dass ausreichende Belüftung, Reinigung und Desinfektion gewährleistet werden können. Nach einer Probe, einem Konzert oder einer Aufnahme sind Notenständer und andere Arbeitsflächen sowie Böden zu reinigen.

·         Musikerinnen/Musiker müssen rechtzeitig vor Proben-, Konzert- oder Aufführungsbeginn oder vor Aufnahmen eintreffen, da sämtliche

Sicherheitsmaßnahmen (Hygienevorschriften, Abstand halten, Instrumente aus Kisten entnehmen, Auftritt etc.) mehr Zeit als üblich in Anspruch nehmen.

Allgemeine Maßnahmen

·         Es ergeht ein Hinweis auf allgemeingültige Maßnahmen im Umgang mit anderen Menschen. Bei den anzuwendenden Maßnahmen wird an die Eigenverantwortung der Musikerinnen/Musiker bei der Einhaltung derselben appelliert und diese, wo immer möglich, auch kontrolliert.

·         Desinfektion beim Betreten der Häuser und/oder der Bühnen bzw. Orchestergräben

·         Hinweise an Musikerinnen/Musiker, dass bei kleinsten Anzeichen einer Erkrankung ein Betreten der Bühne nicht sinnvoll bzw. gefährlich (für andere) ist.

Gezeichnet von den Verantwortlichen nachfolgender Orchester (in alphabetischer Reihenfolge):

Bruckner Orchester Linz
Grazer Philharmoniker
Kärntner Sinfonieorchester
Mozarteumorchester Salzburg
ORF Radio-Symphonieorchester Wien
Tiroler Symphonieorchester Innsbruck
Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Wiener Symphoniker


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