Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Oktober 2019

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Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner


KONZERTHAUS DORTMUND Oktober 2019


Di 01.10.2019 20.00
Mi 02.10.2019 20.00
1. Philharmonisches Konzert – New York
Dortmunder Philharmoniker
Gabriel Feltz (Dirigent)
Per Arne Glorvigen (Bandoneon)
Samuel Barber: Adagio für Streicher op. 11
Bernd Franke: »Open doors« für Bandoneon und Orchester
Leonard Bernstein: »On the Town« Three Dance Episodes
Antonín Dvo?ák: Sinfonie Nr. 9 e-moll op. 95 »Aus der Neuen Welt«
Einführung um 19.15 Uhr im Komponistenfoyer
€ 19,00 / 24,00 / 30,00 / 34,00 / 39,00 / 42,00
Veranstalter: Theater Dortmund


Sa 05.10.2019 20.00
A Child of Our Time – Mirga Gražinyt?-Tyla
Talise Trevigne (Sopran)
Felicity Palmer (Alt)
Joshua Stewart (Tenor)
Brindley Sherratt (Bass)
CBSO Chorus
City of Birmingham Symphony Orchestra
Mirga Gražinyt?-Tyla (Dirigentin)
Benjamin Britten: Sinfonia da Requiem op. 20
Michael Tippett: »A child of our time« Oratorium für Solisten, Chor und Orchester
Auftakt für Maestra Mirga
Mit einem Programm der starken Haltungen zweier britischer Meister des 20. Jahrhunderts beginnt Mirga Gražinyt?-Tyla ihre dreijährige Residenz am KONZERTHAUS DORTMUND.

Tippetts Oratorium »A child of our time« als künstlerisch-emotionale Antwort auf die Reichspogromnacht verarbeitet auch 80 Jahre nach seiner Entstehung noch aktuelle Themen. Brittens zeitgleich entstandene Sinfonia da Requiem vermittelt eine unmissverständliche Antikriegsbotschaft, mit der sich der damals erst 26-jährige Komponist einen festen Platz im sinfonischen Repertoire sicherte. hörbar – Interaktive Einführung mit Anne Kussmaul um 19.00 Uhr im Komponistenfoyer
Expresseinführung um 19.40 Uhr
Abos: Maestra Mirga; Chorklang
€ 29,00 / 42,00 / 58,00 / 76,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


So 06.10.2019 11.00
Mozart Matinee
Bremer Philharmoniker
Marko Letonja (Dirigent)
Sérgio Fernandes Pires (Klarinette)
Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zu »Die Zauberflöte« KV 620
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Hector Berlioz: »Symphonie fantastique« op. 14
€ 17,00 / 26,00 / 32,00 / 35,00 / 43,00
Veranstalter: Mozart Gesellschaft Dortmund e. V.


Do 10.10.2019 20.00
Igudesman & Joo
Aleksey Igudesman (Violine)
Hyung-ki Joo (Klavier)
Die Rettung der Welt
Die Welt versinkt nicht im bunten Chaos, nein, in grauen Räumen, grauer Monotonie. Doch Rettung naht: Igudesman & Joo zeigen uns, wie sie es geschafft haben, ihrem Leben die nötige Portion Chaos und Humor zu geben und es dadurch frisch und bunt zu erhalten. Denn nur durch Kunst als höchste Form der Kreativität kann die Welt gerettet werden. Zu Risiken und Nebenwirkungen dieser Show fragen Sie Mozart, Bach und Beethoven.
Abo: Cabaret + Chanson
€ 18,00 / 28,00 / 35,00 / 40,00 / 45,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


So 27.10.2019 18.00
Der Joker
Überraschungskonzert
Mitwirkende, Programm, Genre – wir verraten nichts. Nur so viel: Die Interpreten dieses
Konzerts sind Meister ihrer Instrumente und ein guter Freund des Hauses ist auch dabei. Ihr Geheimprogramm wird nicht nur Experten begeistern. Das ist der Joker unter den Konzertprogrammen!
Abo: Musik für Freaks
€ 20,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


Mo 28.10.2019 19.00
1. Konzert Wiener Klassik
Dortmunder Philharmoniker
Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello, Leitung)
Im Puls von Wolfgang Schmidt
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 29 A-Dur KV 201
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und
Orchester A-Dur op. 33
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 98 B-Dur Hob. I:98
€ 20,00
Veranstalter: Theater Dortmund


Di 29.10.2019 19.00
Junge Wilde – Lucas & Arthur Jussen
Lucas Jussen (Klavier)
Arthur Jussen (Klavier)
Felix Mendelssohn Bartholdy: Andante und Allegro brillant für Klavier zu vier Händen op. 92
Franz Schubert: Fantasie für Klavier zu vier Händen f-moll D 940
Faz?l Say: »Night« für Klavier zu vier Händen
Olivier Messiaen: »Visions de l’Amen« für zwei Klaviere
Einführung mit Hanna Frömberg um 18.00 Uhr im Komponistenfoyer
Expresseinführung um 18.40 Uhr
Nach dem Konzert »meet the artist!« mit Intendant Raphael von Hoensbroech
Abos: Junge Wilde; Schnupperabo
€ 25,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Sponsor: INNOGY


Mi 30.10.2019 19.00
Konzerthaus Backstage – Flügelvergleich
Martin Stadtfeld (Klavier)
Raphael von Hoensbroech (Moderation)
Spannende Einblicke
In unserer Reihe »Konzerthaus Backstage« haben Abonnenten, Freundeskreis-Mitglieder und Botschafter Gelegenheit, vertiefte Einsichten in den Konzertbetrieb und die Abläufe hinter den Konzerthaus-Kulissen zu bekommen. Dreimal pro Saison laden wir zu exklusiven Veranstaltungen, in denen wir mit Musikern und Experten beispielsweise über Instrumentenbau, Akustik oder Probenprozesse sprechen.

Der Pianist Martin Stadtfeld ist als »Junger Wilder« der ersten Generation ein enger Freund des Konzerthauses; hier hat er auch verschiedene CD-Aufnahmen eingespielt. Im direkten Vergleich verschiedener Tasteninstrumente demonstriert er, wie unterschiedlich Klaviere klingen können.
€ 8,00
Exklusiv für Abonnenten, Botschafter und Freunde des KONZERTHAUS DORTMUND
Nicht im Wahlabonnement erhältlich
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


Do 31.10.2019 20.00
Orgelrecital Winfried Bönig
William Byrd: »The Bells« (»Die Glocken«), Fassung für Orgel von Winfried Bönig
Gerard Bunk: Fantasie c-moll op. 57
Samuel Barber: Adagio für Streicher op. 11, Fassung für Orgel von William Strickland
Louis Vierne: ›Les Cloches de Hinckley‹ (›Die Glocken von Hinckley‹) aus »24 Pièces de
Fantaisie« op. 55
Franz Schmidt: Chaconne cis-moll
Abo: Orgel im Konzerthaus
€ 20,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


—| Pressemeldung Konzerthaus Dortmund |—

Dortmund, Theater Dortmund, Dortmunder Philharmoniker – Wiener Klassik, 25.06.2018

Juni 12, 2018 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Theater Dortmund

Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Dortmunder Philharmoniker:
„Wiener Klassik“ mit Solisten-Quartett

– NOCH EINE WOCHE BIS ZUM ANMELDESCHLUSS FÜR DEN HAUS-ZU-HAUS-SERVICE –

Beim 3. Konzert Wiener Klassik der Dortmunder Philharmoniker am 25.06.2018 stehen gleich vier Solistinnen auf der Bühne des Konzerthauses – alle aus den Reihen der Dortmunder Philharmoniker – und präsentieren an diesem Abend ihre pure „spiel_freude“.

Theater Dortmund - Dortmunder Philharmoniker / Gerrit Prießnitz © Ashley Taylor

Theater Dortmund – Dortmunder Philharmoniker / Gerrit Prießnitz © Ashley Taylor

Nicht ein oder zwei, sondern gleich vier Solo-Instrumente erklingen in Franz Danzis Sinfonia concertante: Zwar stehen Flöte, Oboe, Fagott und Horn auch einzeln im Mittelpunkt, doch zumeist ergänzen sie sich zu einer kongenialen Mischung. Dieses permanente Wechselspiel zwischen Orchester und dem Solisten-Quartett, bestehend aus Bettina Geiger (Flöte), Birgit Welpmann (Oboe), Monika Lorenzen (Horn) und Minori Tsuchiyama (Fagott), das verspricht echte „spiel_freude“. Das gilt auch für die anderen beiden Werke des Abends: Mozarts Zeitgenosse Gossec wurde zu Lebzeiten in Paris für seine neuartigen, frischen Sinfonien gefeiert wie kaum ein Zweiter. Ein wunderbares Beispiel dafür ist seine hörnerreiche Jagd-Sinfonie „La Chasse“. Für Joseph Haydns „Oxforder Sinfonie“ gab es zunächst einen besonders wichtigen und ernsthaften Grund: Er sollte eben dort zum Doktor der Musik promoviert werden. Als Dankeschön komponierte er diese Sinfonie, der man die „spiel_freude“ in jedem Takt und jeder Note anhört: vom Anfang bis zu ihrem triumphalen Finale.


Termin:

3. Konzert Wiener Klassik „spiel_freude“

25.06.2018, 19 Uhr, Konzerthaus Dortmund

Gerrit Prießnitz, Dirigent | Bettina Geiger, Flöte | Birgit Welpmann, Oboe | Monika Lorenzen, Horn | Minori Tsuchiyama, Fagott | Dortmunder Philharmoniker
Musik von Franz Danzi, Joseph Haydn und François-Joseph Gossec

Anmeldefrist für den „Haus-zu-Haus-Service“ im Stadtgebiet Dortmund bei der Taxi-Zentrale  für das 3. Konzert         bis zum 18.06.2018
Infos dazu:
https://www.theaterdo.de/aktuell/detailansicht/article/dortmunder-philharmoniker-haus-zu-haus-service-fuer-das-naechste-wiener-klassik-konzert/

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

Wien, Wiener Symphoniker, Georges Prêtre: Eine Würdigung des Orchesters, IOCO Aktuell, 12.1.2016

Konzerthaus Wien / Stammhaus der Wiener Symphoniker © IOCO

Konzerthaus Wien / Stammhaus der Wiener Symphoniker © IOCO

Wiener Symphoniker

Wiener Konzerthaus

Die Wiener Symphoniker würdigen Georges Prêtre 

  54 Jahre gemeinsame Orchestergeschichte

Von Dr. Ernst Kobau, ehem. Oboist der Wiener Symphoniker

Georges Prêtre und die Wiener Symphoniker: Der Maître selbst bezeichnete diese Verbindung als „Liebesbeziehung“. Wohl aus diesem Grund wollte er sich niemals institutionell abgesichert binden (nur als Erster Gastdirigent, nicht als Chefdirigent wollte er in den 80er-Jahren mit dem Orchester arbeiten), denn durch fixe Bindungen entstehen Ehen, und Ehen drohen das zu werden, was Prêtre am meisten verabscheute: Repertoire. Es ist daher doppelt unstatthaft zu sagen, er hätte ein riesiges Repertoire dirigiert, denn er lehnte es auch ab, sich als Dirigent, gar als Kapellmeister bezeichnen zu lassen. Als Interpret verstand er sich in der Rolle des Geburtshelfers, der dem jeweils neu entstehenden Text ein niemals alterndes, weil aus dem Augenblick stammendes und in ihm aufgehendes Leben schenkte.

Wiener Symphoniker / Georges Prêtre © Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker / Georges Prêtre © Wiener Symphoniker

Georges Prêtre zu würdigen heißt ihm jenen Rang zu geben, der all den zwischen den Kontinenten pendelnden Jet-Set-Supershootingstars mit ihren Drei- und Vierfach-Chefdirigentenpositionen unablässig mit höchst zweifelhaftem Recht zugesprochen wird und längst Promotion-Repertoire geworden ist: er nämlich war in der Tat eine Ausnahmeerscheinung. Seine längst legendäre Kunst der Improvisation, die einem höchst riskanten Drahtseilakt mit beständiger Absturzgefahr glich, hatte ihr Fundament in einem minutiösen Partiturstudium, dem er in Phasen der Zurückgezogenheit vom Konzertbetrieb konzentrierte Muße widmete; und die Bereitschaft, letztere zuzulassen, war wohl auch das Geheimnis der bis ins hohe Alter ungebrochenen Spannkraft seines Gedächtnisses und seiner emotionalen Beteiligung, die es ihm gestattete, jeder Routine bloßer Emotionsdarstellung zu entgehen. Dies verlieh jeder seiner Interpretationen das Sigel von Authentizität, so sehr auch jede einzelne von ihnen Gegenstand kontroverser Diskussionen werden konnte.

 Wien / Georges Prêtre und die Wiener Symphoniker © Wiener Symphoniker

Wien / Georges Prêtre und die Wiener Symphoniker © Wiener Symphoniker

Für uns Musiker bedeutete die Konfrontation mit Prêtres Musizierpraxis eine extreme Herausforderung, sowohl was das Verständnis der mitunter aberwitzigen Zeichengebung als auch die Transformation seiner pointillistischen, am französischen Impressionismus geschulten Interpretationsweise auf die Werke der Wiener Klassik anbelangte. Dass kein Takt wie der andere sei, das metrische Gerüst gemeinsam mit den Taktstrichen zum verachteten Repertoire-Gerümpel zählte – daran musste man sich erst in einer Weise „gewöhnen“, die zugleich jede „Gewohnheit“ untersagte.
Georges Prêtre war insofern ein „Moderner“, als er das von Walter Benjamin als Signatur sensuell-nervöser Rezeptionsweise definierte, von Baudelaire erstmals beschriebene „Chock-Erlebnis“ zur Grundlage seiner Interpretation machte. Nicht den großen Bögen, sondern dem absolut Unvorhersehbaren, Überraschenden, in ungewohnter Beleuchtung Farbigen, der Priorität des Details in seiner unverwechselbaren Individualität galt sein Interesse. Wo der extreme Sensualist auf Texte traf, die zumindest von ihrer Anlage her diese Sichtweise unterstützten oder sogar erforderten, wurden daraus jene außergewöhnlichen Konzertereignisse, die man mit dem Repertoirewort „Sternstunden“ bezeichnet, die aber weit eher aufglühenden Kometenbahnen glichen.

Hector Berlioz Grabmal © IOCO

Hector Berlioz Grabmal © IOCO

Mit Prêtre Debussys La mer gespielt zu haben oder Berlioz’ Symphonie fantastique (gar beides in einem Programm, wie 1983 bei den Bregenzer Festspielen), wird jedem Musiker ebenso unvergesslich bleiben wie seine Fähigkeit, aus dem gefährdeten Bolero ein Höchstmaß aus Intensität und Obsession herauszuholen, das die ostinate Gleichförmigkeit dieses Stücks völlig vergessen lässt. Wo andererseits extreme Temporückungen nicht aus dem musikalischen Text begründbar waren, provozierte er unablässig die Frage nach dem Stellenwert des Interpreten im Hinblick auf zumindest teilweise objektivierbare, auf den Komponistenwillen verweisende Parameter. Wer jemals Strauss’ eigene nüchterne Interpretation des Rosenkavalier-Beginns gehört hatte und sie mit Prêtres Sichtweise der Rosenkavalier-Suite – einem seiner „Leibstücke“, das er mit den Wiener Symphonikern allein in neun Produktionen spielte – verglich, glaubte sich auf einem anderen musikalischen Planeten. Doch selbst jene Kritiker, die den „Dienst am Werk“ als vorrangige oder alleinige Aufgabe des Interpreten erachten, müssten im Falle Georges Prêtres einräumen, dass auch ein leidenschaftlich-individualistischer Zugang abseits jeder Routine vor allem jenen Werken einen unschätzbaren Dienst erweist, die als „Dauerbrenner“ Gefahr laufen, in den unablässigen Reproduktionen des Konzertbetriebs erstickt zu werden.

Wiener Symphoniker / Georges Prêtre © Wiener Symphoniker

Wiener Symphoniker / Georges Prêtre © Wiener Symphoniker

Es ist kaum zu glauben – aber mehr als ein halbes Jahrhundert währte die Zusammenarbeit der Wiener Symphoniker mit Georges Prêtre bereits. Als er im Juni 1962 erstmals im Konzerthaus auftrat und ein durchaus unkonventionelles Programm (mit Werken von Berg und Strawinski) dirigierte, konnte niemand ahnen, dass daraus die längste Beziehung in der Orchestergeschichte (mit mehr als 320 Auftritten in 110 verschiedenen Produktionen) entstehen würde. Zunächst waren die Begegnungen eher sporadisch, doch auf Grund höchst erfolgreicher Konzerte im Verlauf der späten 70er-Jahre lag es nahe, nach dem unerwartet frühen Ende der Chefdirigentenzeit Gennadij Roshdestwenskijs eine Form engerer Kooperation mit Prêtre zu suchen. Die 80er-Jahre bildeten so auch quantitativ deren Zentrum, doch auch danach bekannte sich der Maître stets zu den Wiener Symphonikern und leitete sie alljährlich, sei es beim Fernsehkonzert „Frühling in Wien“ (2004), auf Europa-Tourneen (1996 und 1997), auf der Österreich-Reise (2005) und in den großen Wiener Zyklus-Konzerten. Wir können ohne Übertreibung sagen, dass Georges Prêtre zumindest zwei Musikergenerationen geprägt hat. Als er anlässlich seines 80. Geburtstages erklärte, er sei in Wahrheit 4 x 20 Jahre alt, empfanden wir dies als höchst zutreffende Beschreibung seines physisch und geistig überaus vitalen Zustands.

—| IOCO Aktuell Wiener Symphoniker |—

 

Heidenheim, Opernfestspiele Heidenheim, Sinfoniekonzert mit der Großen und der Kleinen von Mozart, 25.11.2012

November 21, 2012 by  
Filed under Heidenheim Festspiele, Pressemeldung

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Opernfestspiele Heidenheim

Mit der „großen“ und der „kleinen“ von Mozart !

Cappella Aquileia musiziert unter Paul Goodwin drei Meisterwerke der Wiener Klassik

Opernfestspiele Heidenheim / Isabelle van Keulen © Marco Borggreve

Opernfestspiele Heidenheim / Isabelle van Keulen © Marco Borggreve

Opernfestspiele Heidenheim / Isabelle van Keulen © Marco Borggreve

Opernfestspiele Heidenheim / Isabelle van Keulen © Marco Borggreve

Klassikliebhaber dürfen sich auf den 25. November freuen, denn im Rahmen der Meisterkonzerte ist das erste sinfonische Konzert der aktuellen Spielzeit zu hören. Der Titel „Mozart in G“ hält was er verspricht, denn die Cappella Aquileia wird unter der Leitung des renommierten Dirigenten Paul Goodwin die beiden einzigen g-moll-Sinfonien des virtuosen Komponisten präsentieren. Als drittes Werk an diesem Abend wird Mozarts Violinkonzert in G-Dur zu hören sein. Als Solist war ursprünglich Ray Chen angekündigt, der aus terminlichen Gründen leider absagen musste. Als mindestens gleichwertiger Ersatz konnte die niederländische Geigerin Isabelle van Keulen verpflichtet werden, die immer wieder mit namhaften Orchestern rund um den Globus konzertiert und durch ihre musikalische Vielfältigkeit längst zu einer der gefragtesten zeitgenössischen Musikerinnen geworden ist. Das Konzert in der Waldorfschule beginnt um 18 Uhr.

„Sinfonie in g-moll“ – diese Bezeichnung trifft auf gerade mal zwei der insgesamt 41 Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart zu.Die „kleine“ g-moll-Sinfonie – damit ist die vom 17-jährigen Mozart geschriebene Sinfonie Nr. 25 gemeint, das Gegenstück dazu ist die „große“ Sinfonie Nr. 40: sie stammt aus dem Jahre 1788 und ist Mozarts vorletzte Sinfonie. Dieses Werk ist ein richtiger Schlager unter den Klassikern: durch ihre rhythmisch und melodisch sehr markanten und einprägsamen Themen erlangte die Sinfonie bald eine große Beliebtheit, die bis heute anhält. Von keiner anderen Sinfonie existieren so viele Aufnahmen wie von der g-moll-Sinfonie Nr. 40. Umso interessanter ist die Aufgabe, das Stück immer wieder neu zu interpretieren. Dieser Herausforderung stellt sich der britische Dirigent Paul Goodwin, der bereits in der vergangenen Meisterkonzert-Saison mit der Cappella Aquileia konzertiert hat und durch seine detailgetreue und zugleich mitreißende Art als wahrer Ausnahmedirigent gilt. Am Ende des Abends wird Mozarts Violinkonzert in G-Dur zu hören sein – vorgetragen von der niederländische Geigerin Isabelle van Keulen, die anstatt des verhinderten Ray Chen für das Meisterkonzert gewonnen werden konnte. Doch von bloßem Ersatz kann hier keine Rede sein, vielmehr konnte das Konzert durch die charismatische Musikerin nochmals aufgewertet werden. Van Keulen gilt als eine der wenigen hochkarätigen Musikerinnen, die sowohl mit der Violine als auch mit der Bratsche internationale Erfolge verbuchen können. Als Solistin konzertiert sie immer wieder mit bedeutenden Orchestern aus aller Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem London Philharmonic Orchestra, dem Hallé Orchestra Manchester und dem Helsinki Philharmonic Orchestra. Auch in den USA ist sie ein gern gesehener und regelmäßiger Gast der führenden Orchester. Besonders erwähnenswert ist auch ihr Instrument: Sie spielt auf einer Violine von Joseph Guarnerius del Gesu aus dem Jahre 1734.

—| Pressemeldung Opernfestspiele Heidenheim |—