Wien, Wiener Symphoniker, Jan Nast – Neuer Intendant der Wiener Symphoniker, 01.10.2019

Juli 11, 2019 by  
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Wiener Symphoniker

Wiener Konzerthaus

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

Wiener Symphoniker / Gruppenfoto am Podium des Großen Saales im Wiener Konzerthaus (mit Chefdirigent), © Stefan Oláh

Jan Nast – Neuer Intendant der Wiener Symphoniker

Die Mitgliederversammlung der Wiener Symphoniker hat in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat des Orchesters den deutschen Orchestermanager Jan Nast als Nachfolger Johannes Neuberts zum neuen Intendanten bestellt. Antreten wird Nast die Stelle am 1. Oktober 2019.

Jan Nast ist derzeit Orchesterdirektor der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Hier hat er in der Ära von Giuseppe Sinopoli begonnen und später mit Christian Thielemann als Chefdirigenten zusammengearbeitet. Außerdem hat Nast die Staatskapelle zum Residenz-Orchester der Salzburger Osterfestspiele gemacht. Der ausgebildete Hornist und Kulturmanager begann seine Karriere als Orchestergeschäftsführer beim Philharmonischen Orchester Freiburg im Breisgau.

„Die Symphoniker sind das erste Orchester der Stadt Wien, sie strahlen international nicht nur durch ihre weltweiten Auftritte und ihre Konzerte im Wiener Konzerthaus und im Musikverein, sondern auch durch ihre Präsenz bei den Bregenzer Festspielen, im Theater an der Wien und bei den Wiener Festwochen“, sagt Jan Nast.Ich kenne kaum ein Orchester mit einer derartigen Publikumsbindung, nicht zuletzt durch seine Musikvermittlung, und bin der festen Überzeugung, dass dieser Klangkörper das Potenzial hat, den musikalischen Reichtum Wiens in höchster musikalischer Qualität zu verkörpern und die Menschen für die Musik zu begeistern. Ich freue mich auf den gemeinsamen Weg mit dem Orchester, das von Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan oder Carlo Maria Giulini geleitet wurde, das derzeit von Philippe Jordan und von 2021 an von Andrés Orozco-Estrada geführt wird. Für mich sind die Begeisterung und die Leidenschaft der Musiker der Grund, gemeinsam mit ihnen neue Horizonte zu erkunden.“

„Mit Jan Nast ist es gelungen für mein Orchester einen Mann von internationaler Erfahrung und ausgezeichnetem Ruf zu gewinnen. Ich freue mich gleichermaßen, dass ich mit ihm mein Abschlussjahr als Chefdirigent der Wiener Symphoniker durchführen kann und dass mit ihm auch eine seriöse und vielversprechende Perspektive für die Zukunft gefunden wurde“, kommentiert der amtierende Chefdirigent der Wiener Symphoniker Philippe Jordan die Entscheidung.

„Mit Jan Nast konnte ein international erfahrener wie anerkannter Orchesterfachmann für Wien gewonnen werden“, erklärt die Wiener Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Ich bin davon überzeugt, dass Nast die unter Johannes Neubert begonnene Positionierung der Wiener Symphoniker als weltweit rezensiertes A-Liga Orchester weiterführt und beglückwünsche daher unsere Musikerinnen und Musiker ausdrücklich zu ihrem neuen Intendanten.“

Thomas Schindl, Orchestervorstand der Wiener Symphoniker ergänzt: „Mit Jan Nast konnte ein erfahrener, in der internationalen Musikwelt äußerst angesehener und bestens vernetzter Orchestermanager zum Intendanten verpflichtet werden. Wir begrüßen diese Bestellung sehr. Neben seinen Qualifikationen, Erfahrungen und Kompetenzen haben uns vor allem seine Pläne und Ideen für die Zukunft der Wiener Symphoniker begeistert. Dass es gelungen ist, den Manager eines der weltweit führenden Orchester zu gewinnen, reflektiert auch, wie sehr wir in den vergangenen Jahren an Renommee und Strahlkraft gewonnen haben. Gemeinsam mit unserem aktuellen Chefdirigenten Philippe Jordan, dem kommenden Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada und unserem neuen Intendanten Jan Nast kann die positive Entwicklung des Orchesters der letzten Jahre so kontinuierlich vorangetrieben werden. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“

Vakant wurde die Stelle durch den Wechsel des amtierenden Intendanten Johannes Neubert zum Orchestre National de France nach Paris zur Spielzeit 2019-20. Die Bestellung Jan Nasts erfolgte auf Empfehlung einer 10-köpfigen Expertenjury, die auf Initiative von Veronica Kaup-Hasler eingesetzt wurde. Mitglieder der Findungskommission waren. 55 Bewerbungen sind eingegangen: 40 männlich und 15 weiblich. 34 stammten aus dem Inland, 21 Personen haben sich aus dem Ausland beworben.

—| Pressemeldung Wiener Symphoniker |—

Dortmund, Theater Dortmund, Francesconi statt Kurtàg, 18.04.2019

August 8, 2018 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Dortmund

Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Francesconi statt Kurtàg

Verschiebung der Deutschen Erstaufführung von FIN DE PARTIE  Die an der Oper Dortmund für den 18. April 2019 angekündigte Deutsche Erstaufführung und Zweitinszenierung von György Kurtàgs Oper FIN DE PARTIE, muss auf Januar 2021 verschoben werden. Grund hierfür ist ein nachträglich seitens der Mailänder Scala geltend gemachter Exklusivitätsanspruch, der dem Verlag erst jetzt bekannt wurde. Statt FIN DE PARTIE wird die Oper Dortmund in der Spielzeit 2018/19 die Deutsche Erstaufführung von Luca Francesconis QUARTETT herausbringen. Die Deutsche Erstaufführung von FIN DE PARTIE steht dann ab Januar 2021 auf dem Spielplan der Oper Dortmund.

Die Uraufführung von György Kurtàgs Oper FIN DE PARTIE wurde bereits fünf Mal verschoben. Nun muss die an der Oper Dortmund für den 18. April 2019 angekündigte Deutsche Erstaufführung und Zweitinszenierung auf Januar 2021 disponiert werden. Grund hierfür ist ein nachträglich seitens des Uraufführungshauses, der Mailänder Scala, geltend gemachter, Exklusivitätsanspruch, der dem Verlag erst jetzt bekannt wurde. Trotzdem kann die Dortmunder Oper in der Spielzeit 2018/19 mit einer deutschen Erstaufführung aufwarten.
Zu den ursprünglich für FIN DE PARTIE geplanten Terminen findet die Oper QUARTETT von Luca Francesconi  in der Regie von Ingo Kerkhof statt. Die Vertonung von Heiner Müllers gleichnamigem Schauspiel war ursprünglich für 2022 geplant und wird nun vorgezogen.

Besonders erfreulich ist, dass die Protagonistin dieser ebenfalls an der Mailänder Scala herausgekommenen Uraufführung, Allison Cook, für alle Vorstellungen in Dortmund zur Verfügung steht. Die Uraufführung 2011 in Mailand war ein außergewöhnlicher Erfolg und wurde zu den Wiener Festwochen eingeladen sowie in Paris und Amsterdam gezeigt. Weitere Inszenierungen fanden am Royal Oper House Covent Garden sowie in Straßburg statt.
Die Deutsche Erstaufführung von FIN DE PARTIE wird im Januar 2021 an der Oper Dortmund herauskommen.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

Berlin, Staatsoper im Schiller Theater, 1. Premiere der neuen Spielzeit: LETZTE TAGE. EIN VORABEND, 02.09.2014

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Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schiller Theater © IOCO

Staatsoper im Schiller Theater © IOCO

Erste Premiere der neuen Spielzeit am 2. September: Christoph Marthaler zeigt Letzte Tage. Ein Vorabend

LETZTE TAGE. EIN VORABEND
Ein Projekt von Christoph Marthaler

Christoph Marthalers Projekt Letzte Tage. Ein Vorabend ist am 2. September die erste Premiere der neuen Spielzeit der Staatsoper im Schiller Theater. Dieses außergewöhnliche Musik-Theaterprojekt mit Sängern, Schauspielern und Instrumentalisten ist der Musik jüdischer Komponisten aus Tschechien, Österreich und Polen gewidmet, die von den Nazis ermordet wurden oder knapp im Lager oder Exil überlebt haben. Musikalisch geleitet wird der Abend von Uli Fussenegger vom Klangforum Wien, der die Werke von Erwin Schulhoff, Viktor Ullmann, Szymon Laks, Jósef Koffler, Pavel Haas u.a. gesammelt und bearbeitet hat. Verflochten wird die Musik mit dokumentarischen Texten, Parla­ments­­sitzungs­proto­kollen sowie realen und fiktiven Politiker­reden.

Die Urauf­führung fand im letzten Jahr als Auftrags­werk der Wiener Fest­wochen und in Ko­produktion mit der Berliner Staatsoper (sowie dem Pariser Festival d’Automne) im histori­schen Sitzungssaal des Wiener Parlaments statt. Nun zeigt Christoph Marthaler Letzte Tage. Ein Vorabend an fünf Terminen im Schiller Theater (Raum: Duri Bischoff), wo das Publi­kum (400 Plätze) auf der Bühne sitzen und die 12 Sänger und Schauspieler sowie die Musiker im Zuschauer­raum agieren werden.

Die kleine Besetzung des Orchesters aus Musikern von »Die Wiener­gruppe« – Klarinette, Bassett­horn, Akkordeon, Klavier, Harmo­nium, Violine, Viola, Kontra­bass – erinnert bewußt an die »Not­situationen« der Orchester im KZ Theresienstadt, die auf die verfügbaren Instrumentalisten und Instrumente angewiesen waren. Ein musika­lisches Leitmotiv der Inszenierung ist eine in Theresien­stadt 1943 entstandene Melodie für Violine von Viktor Ullmann, wahrscheinlich sein letztes Werk vor seiner Deportation nach Auschwitz.

Zum Ensemble gehören u.a. Bettina Stucky (Eine verstörte Weltoffene), Josef Ostendorf (Ein in der Geschichtsschleife hängengebliebener Europäer), Silvia Fenz (Eine Wiener Dame von Welt) und Bendix Dethleffsen (Ein vernünftiger Abgeordneter und Pianist).
Premiere am Dienstag, den 2. September 2014, 20:00 Uhr

Weitere Vorstellungen am 3., 5., 6. und 7. September
Staatsoper im Schiller Theater

Werkeinführung immer 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn

Produktion: Wiener Festwochen; Koproduktion: Staatsoper Unter den Linden (Berlin); Théâtre de la Ville-Paris und Festival d’Automne à Paris – mit Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung – Premiere der Uraufführung war am 17. Mai 2013 bei den Wiener Festwochen

—| Pressemeldung Staatsoper im Schillertheater |—

Wien, Wiener Staatsoper, Zum Tod von Rolf Langenfass, 20.04.2012

April 24, 2012 by  
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Wiener Staatsoper

Zum Tod von Rolf Langenfass

Die Wiener Staatsoper trauert um den Bühnen- und Kostümbildner Rolf Langenfass, der heute, 20. April 2012 im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit in Wien verstorben ist. Rolf Langenfass wurde am 9. Juni 1944 in Bayrischzell geboren und studierte in England. Seine künstlerische Tätigkeit führte ihn an zahlreiche internationale Opernhäuser, darunter die New Yorker Met. In Österreich war er für die Bundestheater, die Salzburger und Bregenzer Festspiele, die Wiener Festwochen sowie für das Theater an der Wien tätig. An der Wiener Staatsoper schuf er die Ausstattung für „Baal“ (Übernahme von den Salzburger Festspielen, Premiere in Wien 1981), „Die verkaufte Braut“ (Premiere 1982) und „Manon Lescaut“ (Premiere 1986) sowie die Kostüme für „Un re in ascolto“ (Premiere 1984).