Paris, 21. Festival Européen Jeunes Talents, Konzert: Once Upon a Time in America, IOCO Kritik, 23.07.2021,

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Hôtel de Soubise in Paris / 2021 Zentrum des Festival junger musikalischer Talente aus aller Welt © Wikimedia Commons

Hôtel de Soubise in Paris / 2021 Zentrum des Festival junger musikalischer Talente aus aller Welt © Wikimedia Commons

Festival Européen Jeunes Talents

21. FESTIVAL EUROPÉEN JEUNES TALENTS

Once Upon a Time in America – Es war einmal in Amerika

von Peter M. Peters

Am 9. Juli lässt uns das Programm des 21. Festival Européen Jeunes Talents mit dem Programm Once Upon a Time in America – Es war einmal in Amerika eintauchen in das Amerika der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, das damals der Treffpunkt vieler künstlerischer Strömungen war. Es sind die europäischen Komponisten, im Exil oder auf der Suche nach neuen Inspirationen und Klängen. Jedoch auch in Amerika geborenen Musiker suchen nach neuen Wegen… nach neuen Ideen!

21. Festival Européen Jeunes Talents in Paris
Youtube Trailer Jeunes Talents
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Für George Gershwin (1898-1937) werden es die Jazzeinflüsse sein, die es ihm ermöglichen den symphonischen Jazz zu kreieren, mit dem er am Broadway und später in Hollywood triumphieren wird. Für andere wie Aaron Copland, Leonard Bernstein und Meredith Wilson wird der Film eine wichtige Rolle bei der Entwicklung ihrer musikalischen Vorstellungskraft spielen. Wir können von Gershwin die Atmosphäre der Kabaretts in New York der Zwischenkriegszeit, aber auch das von Bernstein so heiß geliebte Musical wiederentdecken. Sein berühmtes Somewhere aus West Side Story strahlt wie je zuvor am Broadway-Firmament! Es wird ein musikalisches Eintauchen in diese fabelhafte Zeit der Emulation und Kreativität sein…

Once upon a time in America

Dieser geistreiche Titel ist auch unser Leitfaden für diesen außergewöhnlichen Abend in Musik! Vielleicht schon einer der Höhepunkt vor dem Festival-Final? Die Interpreten für diesen Song-Abend waren alle auf höchstem Niveau und hatten das gewisse Extra, was man haben sollte für derartige Musik… Leichtigkeit… Lässigkeit… Nonchalance! Jeanne Gérard, Sopran mit dem Pianisten Alexander Ullmann und dem Quartett Agate: Adrien Jurkovic und Thomas Descamps, Violinen; Raphaël Pagnon, Viola; Simon Iachemet, Cello, hatten das nötige musikalische Talent und den The-Show-must-go-on-spirit für diese einzigartige Broadway-Stimmung, dazu mit einem vielversprechenden Programm: John Cage (1912-1992), Samuel Barber (1910-1981), Jake Heggie (*1961), Amy Beach (1867-1944), Aaron Copland (1900-1990), George Gershwin (1898-1937), Meredith Wilson (1902-1984), Leonard Bernstein (1918-1990), Cole Porter (1891-1964), Stephen Sondheim (*1930).

Außerdem hatten wir mit der Wetterlaune sehr viel Glück an diesem Abend: Die Show konnte mit einer besonders guten Akustik im von breiten Palastmauern umgebenen Cour de Guise stattfinden.  Kein Lärm, nicht ein einziger Laut kam aus der Großstadt zu uns herüber, nur ein einsamer Rabe rief krrrre! kreeee!… (Missbilligung oder Beifall?). Wir wollen uns eine kleine Auswahl von den seltenen fast unbekannten Songs ein wenig näher ansehen.

Ah, Love, But a Day! aus Three Browning Songs op. 44 (1899-1900 / Robert Browning / 1812-1889) von Beach. Die Komponistin war von frühreifer Begabung und nachdem sie als junges Mädchen in ihrer Heimat bei Ernst Perabo (1845-1920) Klavier und Komposition studiert hatte, wurde sie besonders in Amerika sehr schnell eine bekannte musikalische Persönlichkeit, jedoch nach ihrer Vermählung beendete sie ihre Karriere. Wir verdanken ihr Werke in den unterschiedlichsten Bereichen: Klavier, Kammermusik, Songs, Chorwerke, darunter eine große Messe, ein Klavierkonzert, eine Sinfonie und eine Oper. Ihre Songs werden bis heute von vielen großen Sängerinnen interpretiert und auch mehrere Versionen wurden eingespielt…

21 Festival Européen Jeunes Talents / Once upon in America - hier : alle Interpreten © Xavier Delfosse

21 Festival Européen Jeunes Talents / Once upon in America – hier : alle Interpreten © Xavier Delfosse

Vodka aus der Broadway-Show: Song Of The Flame (1926 / Oscar Hammerstein II / 1895-1960) von Gershwin. Dieser besonders ätherisch-süffige Song mit einer, ja man kann fast sagen, alkoholgetränkten Atmosphäre ist ein Meisterstück an musikalischer Verführung, dazu mit einem derart kribbeligen-geistreichen Text. Da muss man wohl ein Alkoholiker werden! Der Song erzählt die Geschichte eines Menschen – einer Frau – nicht sehr neu in der musikalischen Welt: beschwipst… tipsy… gris… kurzum sie trank einige Gläser zu viel, wie u.a. Rosalinde (Feuerstrom der Reben) in Die Fledermaus (1874) von Johann Strauss II (1825-1899) oder die Titelsängerin (Ariette de la griserie) aus La Périchole (1868/1874) von Jacques Offenbach (1819-1880)…

LOVESITE – Konzert  –  21. Festival Européen Jeunes Talents –  HIER

Laurie’s Song aus The Tender Land (1954 / Horace Everett / 1927-2001), Oper von Copland. Die Oper erzählt von einer Bauernfamilie im Mittlerin Westen der USA. Der Komponist wurde inspiriert dieses Werk zu schreiben, nachdem er die Fotografien von Walker Evans (1903-1975) aus der Depressionszeit gesehen und James Rufus Agees (1909-1955) Roman Let Us Now Praise Famous Men (1941) gelesen hatte. Er schrieb das Werk zwischen 1952 und 1954 für den NBC Television Opera Workshop mit der Absicht, es im Fernsehen zu präsentieren. Die Fernsehproduzenten lehnten jedoch die Oper ab. Schließlich wurde das Werk mit viel Erfolg am 1. April 1954 an der New York City Opera uraufgeführt…

21 Festival Européen Jeunes Talents / Once upon in America © Xavier Delfosse

21 Festival Européen Jeunes Talents / Once upon in America © Xavier Delfosse

The Tale Of The Oyster aus Fifty Million Frenchmen (1929 / Herbert Fields / 1897-1958) von Porter. Die Musical Comedy Tour Of Paris ist eine musikalische Komödie in zwei Akten. Das 1929 entstandene Werk wurde 254 Mal am Broadway gespielt und 1931 von Lloyd Bacon (1889-1955) erfolgreich für den Film adaptiert. Der Oyster Song ist wohl einer der komischsten Paraphrasen über ein trauriges (Austern)-Schicksal! Hier die erste Strophe im Originaltext…

Down by the sea lived a lonesome oyster
Every day getting sadder and moister
He found his home life awf’lly wet
And longed to travel with the upper set
Poor littly oyster.

Send In The Clowns aus A Little Night Music (1973 / Hugh Wheeler / 1912-1987) Musik und Lyrics von Sondheim nach dem Film Das Lächeln einer Sommernacht (1955) von Ingmar Bergman (1918-2007). Während Bühnenerfolge oft zu Filmadaptationen geführt haben, handelt es sich in diesem Fall um einen Film von Bergman, der selbst im Wort von William Shakespeares (1564-1616) A Midsummer Night’s Dream (1600) angesiedelt hat und der Librettist Wheeler inspirierte sich davon. Dieser Rahmen erlaubt Sondheim eine erstaunliche Virtuosität in der Art und Weise, wie er Wort und Musik in seinem Werk verwebt. Er erforscht Themen, die ihm am Herzen liegen, wie die Komplexität menschlicher Beziehungen oder die Angst im Angesicht der verstreichenden Zeit. Er liefert eine schillernde Partitur, die von der ternären Form dominiert wird: Die drei Lächeln der verschiedenen Lebensalter, aber auch eine Variation einer Dreiecksbeziehung während einer nordischen Nacht. Wo alle Torheiten erlaubt sind und auch wie immer unaufhörlich zusammenbrechen werden und sich dann zu einem neuen Rhythmus von drei Zeitschlägen wieder formt…

Obwohl noch am Anfang des 21. FESTIVAL EUROPÉEN JEUNES TALENTS  hatte dieser Abend ein derartiges Niveau. Es zu übertreffen wird wohl nicht sehr leicht sein…

(PMP / 13.07.2021)

—| IOCO Kritik Festival Européen Jeunes Talents |—


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Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Konzerte, Kopfnoten und mehr, März 2020

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Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner


März 2020 – Konzerte, Kopfnoten und mehr…..


Di 03.03.2020 20.00,  Mi 04.03.2020 20.00
6. Philharmonisches Konzert – Paris  –  Dortmunder Philharmoniker
Mario Venzago (Dirigent)
Koryun Asatryan (Saxofon)
George Gershwin: »An American in Paris« Sinfonische Dichtung
Alexander Glasunow: Konzert für Altsaxofon und Streichorchester Es-Dur op. 109
Igor Strawinsky: »Petruschka« Burleske in vier Szenen
Einführung um 19.15 Uhr im Komponistenfoyer
€ 19,00 / 24,00 / 30,00 / 34,00 / 39,00 / 42,00
Veranstalter: Theater Dortmund


Mo 09.03.2020 18.30  –  Kopfnoten – Eine kleine Geschichte des Publikums
Michael Stegemann (Vortrag)
Pilgerreisen – Musikfeste und Festspiele
Neben dem Konzertalltag, der seit der Mitte des 19. Jahrhunderts überall in Europa sein
festes Publikum gefunden hatte, wurde Musik auch immer häufiger zum singulären Ereignis – Event, würde man heute sagen –, zu dem man regelrechte Pilgerreisen unternahm: Die »Bayreuther Festspiele« Richard Wagners natürlich, aber auch die großen Musikfeste, wie sie überall in Europa stattfanden und eine ganz spezifische Klientel anzogen. Gerade hier zeichnet sich bereits eine Verquickung von Kunst und Politik ab, die es auch heute noch gibt, wenn sich Staatsoberhäupter und Wirtschaftsgrößen die Ehre geben.

Ort Orchesterzentrum|NRW, Brückstraße 47, 44135 Dortmund € 8,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
In Zusammenarbeit mit Orchesterzentrum|NRW


Di 10.03.2020 20.00  –  Sinatra & Friends  –  Stephen Triffitt (Frank Sinatra),  Mark Adams (Dean Martin),  George Daniel Long (Sammy Davis Jr.),  Tour 2020

Die frühen 60er waren die Zeit des »Rat Pack« und Las Vegas ihre Stadt. Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr. drehten dort Filme und gaben zahlreiche Konzerte. Sinatra, Martin und Davis Jr. gehörten zu diesem Zeitpunkt bereits zu den populärsten und wichtigsten Entertainern des Landes. Die drei Darsteller Stephen Triffitt (Frank Sinatra), Mark Adams (Dean Martin) und George Daniel Long (Sammy Davis Jr.) überzeugen mit ungewöhnlichem Talent und beweisen, dass es in der Show weit über das reine Look Alike der drei Showgiganten hinaus geht. In »Sinatra & Friends« versetzen sie ihre Zuschauer mit  augenzwinkernder Political Incorrectness, unverwechselbarem Big-Band-Swing, schönen Frauen und dem obligatorischen Whiskeyglas in der Hand in die glamouröse Ära der 60erJahre am Strip in Las Vegas, als sich dort die Showgrößen Hollywoods die Klinke in die Hand gaben. Im Gepäck unsterbliche Evergreens wie »My Way«, »Mr. Bojangles«, »New York, New York«, »That’s Amore«, »The Lady Is a Tramp« und viele mehr.
€ 51,45 / 59,90 / 67,55 / 74,45 / 85,95
Veranstalter: Semmel Concerts Entertainment GmbH


Mi 11.03.2020 20.00  –  Bodo Wartke  (Gesang, Klavier)  –  Wandelmut
Bodo Wartke stellt sein neues Klavierkabarett-Programm vor. Seit über 20 Jahren steht der Wortakrobat auf der Bühne und schafft es immer noch und immer wieder zu überraschen.
Der Künstler, der sich einen Reim auf alle Ungereimtheiten des Lebens macht, berührt mit seinen vertonten Geschichten und lässt auch ernste Töne nicht aus. In gewohnter Manier bringt er sein Publikum zum Lachen, zum Nach- und Weiterdenken. Poetisch, politisch, persönlich, prägnant!
€ 18,00 / 28,00 / 35,00 / 40,00 / 45,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


Do 12.03.2020 20.00  –  Bruckner Sechste – Mirga Gražinyte-Tyla
City of Birmingham Symphony Orchestra
Mirga Gražinyte-Tyla (Dirigentin)  –  Piotr Anderszewski (Klavier)
Béla Bartók: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 Sz 119
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 6 A-Dur
Bartóks 3. Klavierkonzert, komponiert 1945 im US-Exil und im Angesicht des nahenden Todes, ist überraschenderweise das zärtlichste, streckenweise auch das heiterste unter Bartóks Werken dieser Gattung. Piotr Anderszewski, einer der bekanntesten Pianisten seiner Generation, spielt es an diesem Abend gemeinsam mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra unter der Leitung der Dortmunder Exklusivkünstlerin Mirga Gražinyt?-Tyla.
Einführung mit Hannah Antkowiak um 19.00 Uhr im Komponistenfoyer
Expresseinführung um 19.40 Uhr
€ 18,00 / 37,00 / 58,00 / 72,00 / 84,00 / 94,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Sponsor: SIGNAL IDUNA GRUPPE


Fr 13.03.2020 20.00  –  Eivør
Eivør wurde 1983 auf den Färöer Inseln geboren. Die Verwurzelung mit dieser abgeschiedenen und gleichzeitig wunderschönen Insel diente von Beginn an als musikalische Anregung für die Sängerin, Musikerin und Songwriterin, die eine Stimme von einer seltenen Schönheit und Kraft besitzt. Während die andauernde Liebe zur färöischen Kultur weiterhin das Herzstück ihrer Arbeit ist, wurde deren Ausdruck um Einflüsse etwa aus Jazz, Folk, Ethno-Pop, Trip-Hop und Klassik erweitert. Nach ihrem Konzerthaus-Debüt 2018 verzaubert die »Pop-Elfe« das Dortmunder Publikum mit dieser musikalischen Palette nun ein weiteres Mal.
€ 25,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
Förderer: SPARKASSE DORTMUND


Sa 14.03.2020 20.00  –  Max Mutzke & WDR Funkhausorchester – ausverkauft
WDR Funkhausorchester
Timothy Henty (Dirigent)
Max Mutzke (Gesang)
Vor achtzig Musikern seine eigenen Lieblingslieder singen, vor einem Orchester aus Virtuosen? Dass er dieser Herausforderung gewachsen ist, hat Max Mutzke längst bewiesen. Die sinfonischen Arrangements seiner Single-Hits wie »Schwarz auf Weiß«, »Marie« u. a. nutzen die elegante Kraft des großen Orchesters, um Mutzkes naturgewaltige Soul-Stimme bestens zu präsentieren – mit raffiniert klassischen Ouvertüren, reduziert kammermusikalischen Passagen oder der vollen Emotionswucht der Streicher und Bläser.
€ 21,00 / 34,00 / 42,00 / 49,00 / 55,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


So 15.03.2020 11.00  –  Mozart Matinee
Polnische Kammerphilharmonie,  Wojciech Rajski (Dirigent), Zofia Neugebauer (Flöte)
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 13 F- Dur KV 112
Saverio Mercadante: Konzert für Flöte und Orchester e-moll op. 57
Mieczys?aw Kar?owicz: Serenade für Streichorchester op. 2
Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade G-Dur KV 525 »Eine kleine Nachtmusik«
€ 17,00 / 26,00 / 32,00 / 35,00 / 43,00
Veranstalter: Mozart Gesellschaft Dortmund e. V.


Mo 16.03.2020 19.00  –  2. Konzert für junge Leute – Dortmunder Philharmoniker
Philipp Armbruster (Dirigent), Kordz (Live-Elektronik), Sebastian 23 (Moderation)
Groove Symphony
Zum siebten Mal treffen die Dortmunder Philharmoniker bei der Groove Symphony auf heiße Beats, juicy Sounds und fette Bässe. Dieses Mal ist ein echter Experte zu Gast: Kordz ist ein Meister auf seinem Gebiet und hat schon mit zahlreichen Orchestern zusammengearbeitet.
€ 12,00
Veranstalter: Theater Dortmund


Di 17.03.2020 19.00
Wie funktioniert Programmplanung?  –  Raphael von Hoensbroech (Intendant)
Jan Boecker (Moderation), Weitere Gesprächsteilnehmer
Konzerthaus Backstage
Was muss passieren, bis ein Spielplan für die ganze Saison vollständig ist? Während das Saisonbuch für die Saison 2020/21 entsteht, gewährt der Intendant einen exklusiven Einblick in seinen Arbeitsalltag: Welchen Künstler, welche Künstlerin möchte man warum mit welchem Werk einladen? Wie entsteht trotz des Tournee-Marathons vieler Musiker unser individuelles Programm? Und wieso wagen wir zu sagen »So klingt nur Dortmund«? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Raphael von Hoensbroech Abonnenten, Botschaftern und Freundeskreis-Mitgliedern persönlich.
Tickets unter 0231 – 22 696 200
€ 8,00
Exklusiv für Abonnenten, Botschafter und Freunde des KONZERTHAUS DORTMUND
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


Mi 18.03.2020 20.00  –  Gershwin Piano Quartet
André Desponds (Klavier), Benjamin Engeli (Klavier), Stefan Wirth (Klavier), Mischa Cheung (Klavier)
Sergej Rachmaninow: Non Allegro aus Sinfonische Tänze op. 45, Fassung für vier Klaviere von Mischa Cheung Richard Strauss: ›Tanz der sieben Schleier‹ aus »Salome« op. 54, Fassung für vier Klaviere von Stefan Wirth Nik Bärtsch: Neues Werk
George Gershwin: Fantasie über »Porgy and Bess«, Fassung für vier Klaviere von Benjamin Engeli und Stefan Wirth
George Gershwin: »Love is here to stay« und »Fascinating Rhythm«, Fassung für vier
Klaviere von André Desponds und Benjamin Engeli
Leonard Bernstein: Songs und Tänze aus »West Side Story«, Fassung für vier Klaviere von Mischa Cheung und Benjamin Engeli
Typische Fangfrage in Musik-Eignungstests: Wie viele Klaviere spielen in einem
Klavierquartett? Die korrekte Antwort »nur eines« ist bei diesem Konzert ausnahmsweise komplett falsch. Vier Pianisten an vier Flügeln spielen, arrangieren und improvisieren über einige der beliebtesten Songs und Orchesterwerke George Gershwins und führen ein neues Werk des Schweizer Komponisten und Jazzpianisten Nik Bärtsch auf.
€ 20,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


Do 19.03.2020 20.00, Fr 20.03.2020 20.00  –  Helge Schneider
Die Wiederkehr des blaugrünen Smaragdkäfers
Schon als 4-jähriger Knirps hat Helge Schneider sich ein Kissen unter den Schlafanzug
gesteckt und ging als dicker Mann mit Krückstock vor dem armseligen Wohnungsbauhaus in seiner Siedlung spazieren, um Aufmerksamkeit zu erregen. Bis heute hat sich an seinem Zustand nichts geändert.
Lyrik, Poesie, Jazz, Kunst, Quatsch, all das bietet uns ein aus der Haut gefahrener
Entertainer und Multiinstrumentalist (normaler Kassenpatient mit Zusatzversicherung!): Auch 2020 wird Helge Schneider wieder richtig aufdrehen, »Moppelchen muss hüpfen!« Wenn die anderen schon mit einem Bein im Wohnzimmer vor dem Fernsehapparat sich eine Flasche Bier zurechtrücken, um Fußball oder Donna Leon zu gucken, räumt »Der rubinrote Höllenstorch« seine Garage aus und seine Orgel in den Anhänger! »Rente? Kenn ich nicht!« (so der »Blonde Hashdag-Kiki!«) Der 65-jährige (sieht aus wie 12!) mit dem Gehirn eines Gorillas rastet förmlich aus, wenn er auf seine »wohlverdiente Ruhe« nach unzähligen Konzertreisen angesprochen wird! »Ausgestopfte Besserwisser!«
€ 27,00 / 31,00 / 35,00 / 39,00 / 43,00 / 47,00
Veranstalter: Konzertbüro Schoneberg GmbH


Sa 21.03.2020 20.00  –  Mirga Gražinyte-Tyla & Gabriela Montero – ausverkauft
City of Birmingham Symphony Orchestra, Mirga Gražinyte-Tyla (Dirigentin)
Gabriela Montero (Klavier),  Raminta Šerkšnyte: De Profundis für Streichorchester
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-moll op. 23
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 3 F-Dur op. 90
Gegen Widerstände
Es wird zweifellos ein Abend der starken Frauen, den Exklusivkünstlerin Mirga Gražinyte Tyla mit einem Werk ihrer Landsfrau Raminta Šerkšnyte eröffnet, bevor die venezolanische Pianistin Gabriela Montero als Solistin in Tschaikowskys 1. Klavierkonzert hinzutritt. Das  Werk, über das der ursprüngliche Widmungsträger und Förderer Tschaikowskys, Nikolai Rubinstein, vernichtend urteilte, »die Passagen seien so bruchstückhaft, unzusammenhängend und armselig komponiert, dass es nicht einmal mit Verbesserungen getan sei. Die Komposition selbst sei schlecht, trivial, vulgär«, gehört längst zu den Klassikern des Repertoires.
Einführung mit Bjørn Woll um 19.00 Uhr im Komponistenfoyer
Expresseinführung um 19.40 Uhr
Rhino-Kids – kindgerechte Einführung um 19.00 Uhr und kostenloser Konzertbesuch für
Kinder. Anmeldung: T 0231 – 22 696 200
€ 18,00 / 37,00 / 58,00 / 72,00 / 84,00 / 94,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


Mo 23.03.2020 19.00  –  3. Konzert Wiener Klassik  –  Dortmunder Philharmoniker
Lars Vogt (Klavier, Leitung)
Im Puls von Lars Vogt
Wolfgang Amadeus Mozart: Ouvertüre zu »Le nozze di Figaro« KV 492
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 103 Es-Dur Hob. I:103 »Mit dem Paukenwirbel«
Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-moll op. 3
€ 20,00
Veranstalter: Theater Dortmund


Mi 25.03.2020 19.00  –  Öffentliche Hausführung
Wollten Sie nicht auch immer schon einmal wissen, was sich hinter den schweren Türen verbirgt, durch die die Künstler die Bühne betreten? Oder wie die riesigen Porträts im Komponistenfoyer entstanden? Wo versteckt das Konzerthaus eigentlich seinen Orgelspieltisch? Und was hat es mit dem Nashorn auf sich? Diese und alle anderen Fragen beantworten wir gerne bei einer Hausführung.
Teilnehmerzahl begrenzt. Anmeldung erforderlich: T 0231 – 22 696 200
Eintritt frei
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


Do 26.03.2020 20.00  –  Orgelrecital Vincent Dubois
Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge F-Dur BWV 540
Franz Liszt: Fantasie und Fuge über »Ad nos, ad salutarem undam«
Jean Guillou: Toccata op. 9
Gaston Litaize: Lied
Maurice Duruflé: Prélude et fugue sur le nom d’Alain op. 7
Thierry Escaich: »Évocation II«
Vincent Dubois: Improvisation
€ 20,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


Sa 28.03.2020 20.00  –  Landgren & Lundgren | Danielsson & Fresu
Nils Landgren (Posaune, Vocals), Jan Lundgren (Klavier), Lars Danielsson (Bass)
Paolo Fresu (Trompete)
The Art of the Duo
Als der schwedische Bassist und Cellist Lars Danielsson Ende letzten Jahres mit dem
Italiener Paolo Fresu an Trompete und Flügelhorn das Album »Summerwind« veröffentlichte, rieben sich manche Kenner der beiden die Augen. In aller Seelenruhe und mit großer Hingabe begleiteten sich die beiden Könner offenbar gänzlich unangestrengt durch ein wundersames Repertoire voller bedächtiger und irgendwie verwunschen wirkender Klänge und Songstrukturen, die zwar nie wirklich zu einem Song wurden, aber doch aufmerksame Hörer zeitigten. Im kommenden Januar wird es Danielsson und Fresu ein weiteres Duo gleichtun, für welches sich der Posaunist Nils Landgren und sein schwedischer Landsmann Jan Lundgren am Piano zusammentaten und nun »Kristallen« veröffentlichen. Auch hier dominieren die zarten Momente, die oft versteckten, winzigen Eskapaden und stets auch das, womit gerade Landgren in seiner Zunft wohltuende Akzente setzt: Ihm gelingt wie nur wenigen Anderen die Liaison von Jazz und Humor, und sei es nur in flüchtigen Sekunden.
€ 8,00 / 20,00 / 30,00 / 38,00 / 45,00 / 50,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND
In Zusammenarbeit mit Karsten Jahnke Konzertdirektion GmbH


Di 31.03.2020 19.00  –  Kopfhörer  –  Holger Noltze  –  Michael Stegemann
Bach – Kunst der Fuge
Schon in den 1930er-Jahren entstanden Aufnahmen des bedeutenden Zyklus von Fugen und Variationen, den Johann Sebastian Bach unvollendet hinterließ. Bis 1979 lagen bereits 60 Schallplatten-Aufnahmen des Werks vor. Seit der Einführung der CD ist eine schier unüberschaubare Fülle weiterer Einspielungen hinzugekommen: Aus diesem Füllhorn werden die Musikprofessoren besonders bedeutende, aber sicher auch einige kuriose und randständige Beispiele auswählen und vergleichen.
Das Werk live im Konzerthaus: Mi 01.04.2020, 20.00 Uhr
€ 10,00
Veranstalter: KONZERTHAUS DORTMUND


—| Pressemeldung Konzerthaus Dortmund |—


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Baden-Baden, Festspielhaus, PFINGSTFESTSPIELE – American Night mit Thomas Hampson, 07.6.2019

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

PFINGSTFESTSPIELE  BADEN-BADEN  2019

Von den Puritanern zum Broadway –  Thomas Hampson feiert in Baden-Baden eine

„American Night“

Freitag, 7. Juni 2019, 20 Uhr

Von den Liedern der Pilgerväter bis zum Glamour des Broadways ist es nur ein kleiner Schritt. Star-Bariton Thomas Hampson geht ihn zur Eröffnung der Baden-Badener Pfingstfestspiele 2019 am Freitag, 7. Juni um 20 Uhr im Festspielhaus an der Oos.

Festspielhaus Baden-Baden / Pfingstfestspiele - Thomas Hampson © Jimmy Donelan

Festspielhaus Baden-Baden / Pfingstfestspiele – Thomas Hampson © Jimmy Donelan

Unter der musikalischen Leitung von Sir Ivor Bolton begleitet das Sinfonieorchester Basel Thomas Hampson sowie die Sopranistin Nadine Sierra und Tenor Michael Fabiano. Sie alle verbeugen sich vor Komponisten wie Aaron Copland, Cole Porter, George Gershwin und Leonard Bernstein. Diese schufen amerikanische Lieder, die heute das kulturelle Selbstverständnis der Vereinigten Staaten maßgeblich prägen.

Aaron Copland (1900 bis 1990) gründete vieler seiner Kompositionen auf den Liedern und Melodien der europäischen Einwanderer. In seinen „Old American Songs“ verarbeitete Copland Anfang der 1950er Jahre dieses Liedgut neu. Thomas Hampson fördert mit seiner eigenen „Hampsong“-Stiftung die Pflege und Verbreitung des Kunstliedes weltweit. Ein besonderes Interesse hat der Opernstar in den vergangenen Jahren an den Kompositionen seiner Heimat gezeigt und fasst sie in immer neuen Programmen zusammen.

Festspielhaus Baden-Baden / Pfingstfestspiele - Nadine Sierra © Merri Cyr

Festspielhaus Baden-Baden / Pfingstfestspiele – Nadine Sierra © Merri Cyr

Im 20. Jahrhundert führt keine große amerikanische Komponisten-Karriere am New Yorker Broadway vorbei. Cole Porter, George Gershwin und auch Leonard Bernstein schufen Meisterwerke für die berühmte Theatermeile und seine legendären Shows.

Thomas Hampson, Nadine Sierra und Michael Fabiano erinnern in ihrem Baden-Badener Festival-Programm an einige der Sternstunden an der weltberühmten Straße mit den „bright lights“. Songs aus Klassikern wie South Pacific oder Carousel stehen dabei neben Evergreens aus Kiss Me Kate oder der West Side Story. Im Lied haben Sie eines der schönsten Tagebücher von jeder Kultur und Generation zu einem bestimmten Zeitpunkt“, sagt Thomas Hampson. Und selbstverständlich haben auch die amerikanischen Geschichtsbücher ihre bleibenden Melodien.

Thomas Hampson zählt zu den wichtigsten Sängern unserer Zeit. Der amerikanische Bariton feierte Erfolge in über 80 Bühnenrollen und mit mehr als 170 Plattenaufnahmen. 2010 erhielt er die Auszeichnung „Living Legend“ der US-Kongress-Bibliothek, in deren Umfeld er als Experte für die amerikanische Musikgeschichte gefragt ist. Im Festspielhaus Baden-Baden sang Thomas Hampson unter anderem den Amfortas in Richard Wagners Oper Parsifal und den Grafen Almaviva in Le nozze di Figaro.

Die amerikanische Sopranistin Nadine Sierra hat wie Hampson erfolgreich den Sprung über den „großen Teich“ auf die europäischen Opernbühnen geschafft. Sie wird bei dieser American Night in Baden-Baden ebenso mit von der Partie sein wie der dritte Amerikaner im Bunde: Tenor Michael Fabiano, der aus New Jersey den Sprung an die Metropolitan Opera schaffte.

Dirigent Sir Ivor Bolton ist seit der Saison 2016/2017 Chefdirigent des Sinfonieorchesters Basel. Der gebürtige Brite vertritt an diesem Abend die Heimat der Pilgerväter, die sich einst auf der Mayflower auf den Weg machten, Amerika zu besiedeln.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—


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Hagen, Theater Hagen, Neujahrskonzert – Rhapsody in Blue, 01.01.2019

Dezember 31, 2018 by  
Filed under Konzert, Pressemeldung, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Neujahrskonzert – „Rhapsody in Blue“

Dienstag, 1. Januar 2019, 18.00 Uhr, Stadthalle Hagen

Programm: Werke von George Gershwin, Dmitri Schostakowitsch, Paul Hindemith, Leonard Bernstein, Duke Ellington

Besetzung: Philharmonisches Orchester Hagen; Solist: Andrey Doynikov, Klavier – Leitung und Moderation: Generalmusikdirektor Joseph Trafton

Theater Hagen / Joseph Trafton © Leszek Januszewski

Theater Hagen / Joseph Trafton © Leszek Januszewski

Das Neujahrskonzert (1.1.2019, 18.00 Uhr, Stadthalle Hagen) des Philharmonischen Orchesters Hagen unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Trafton steht ganz im Zeichen von Grenzgängern zwischen sinfonischer Musik und Jazzmusik. Eröffnet wird mit George Gershwins Ouvertüre zu „Girl Crazy“, einem turbulenten Musical, aus dem der Jazzstandard „I Got Rhythm“ stammt. Ein weiteres Musical, das sich bis heute großer Beliebtheit erfreut, ist Leonard Bernsteins „West Side Story“, aus der die Ouvertüre erklingt. Ergänzt wird das Programm durch dessen „On the Town“-Suite sowie durch Musik der Jazzlegende Duke Ellington. Aber auch Komponisten, die dem Jazz den Weg bereitet haben, kommen zu Gehör. So hat Dmitri Schostakowitsch in seiner Jazz Suite Nr. 2 verschiedene Tänze wie Walzer oder Polka in ein neues musikalisches Gewand gekleidet. Auch Paul Hindemith, von dem das Stück „Ragtime“ gespielt wird, zeigte Pioniergeist auf dem Parkett der noch jungen Stilistik des Jazz.

Highlight dieses Konzertes ist die Aufführung von Gershwins „Rhapsody in Blue“. Ihre beschwingte Leichtigkeit machte die Komposition über Nacht zum Publikumsmagneten. Auch heute genießt das Werk noch große Popularität – nicht nur unter Jazz-Fans. Den darin enthaltenen solistischen Klavierpart gestaltet Andrey Doynikov. Dieses musikalische Multitalent ist Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung am Theater Hagen, Pianist, Komponist und Schlagzeuger.

Eine weitere Aufführung dieses Neujahrskonzertes findet am 5.1.2019 (19.00 Uhr) im Kurhaus Bad Fredeburg statt.

—| Pressemeldung Theater Hagen |—


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