Rathen, Felsenbühne Rathen, Hair – The American Tribal Love Rock-Musical, 08.06.2019

Landesbühnen Sachsen 

Landesbühne Sachsen / Hair - v.l : Luca Lehnehrt, Julia Rani, Lea Göpel, Chirstin Rettig, Uwe Thews, Felix Lydike, Michael Berndt © Hans Ludwig Böhme

Landesbühne Sachsen / Hair – v.l : Luca Lehnehrt, Julia Rani, Lea Göpel, Chirstin Rettig, Uwe Thews, Felix Lydike, Michael Berndt © Hans Ludwig Böhme

HAIR  – The American Tribal Love Rock-Musical

Buch und Liedtexte Gerome Ragni und James Rado, Musik Galt Macdermot, Die Originalproduktion fand in New York unter der Leitung von Michael Butler statt

 Hippies kommen in den Kurort Rathen

Junge Leute um die Hippie-Truppe von George Berger suchen ein neues Lebensgefühl: eine Gesellschaft jenseits von Krieg, Rassentrennung und Autorität. Sie hoffen auf ein Zeitalter im Zeichen des Wassermanns, das geprägt ist durch Liebe, Gewaltlosigkeit und Frieden. Der bürgerliche Claude kommt neu dazu und fühlt sich sofort von dem charismatischen Berger und seinen Freunden angezogen. Doch er hat gerade seinen Einberufungsbefehl nach Vietnam erhalten. Soll er pflichtbewusst in einen unsinnigen Krieg ziehen?

Premiere Sonnabend, 8. Juni 2019, 19.30 Uhr  – Felsenbühne Rathen

Oder soll er seinen Dienst verweigern, und somit eine Gefängnisstrafe und gesellschaftliche Ächtung in Kauf nehmen? Vor dem Hintergrund des Vietnamkrieges, des Protestes gegen autoritäre Gesellschaftsstrukturen und des Aufkommens der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung schrieben die Schauspieler Gerome Ragni und James Rado, die sich als Schauspieler am Broadway kennengelernt hatten, HAIR als lyrischen Theater-Text. Galt MacDermot, ein ehemaliger Organist und Kirchenmusiker, komponierte die eingängige, bisweilen an gregorianische Gesänge erinnernde Musik. Der Regisseur der Uraufführung, Bertand Castelli, wurde als Anführer von Friedensmärschen mehrere Male verhaftet.

Michael Butler, der sogenannte „Hippie-Millionär“, brachte 1968 das Musical an den Broadway, wo es über 1800 Auffuhrungen erlebte. 1979 wurde es von Miloš Forman verfilmt. Das Musical ist nicht nur eine brillante Show aus Tanz und Musik, auch die Songs von Aquarius und Hair bis Hare Krishna und Let the Sunshine in gehen bis heute unter die Haut und vermitteln eine Vision, die jetzt ebenso aktuell ist wie zur Zeit der Entstehung: die einer besseren Welt.

Anderson Pinheiro da Silva:Es war ein großer Traum von mir, einmal im Musical „Hair“ zu spielen. Ich freue mich sehr ein Teil der Produktion für Rathen zu sein. Ich bin gespannnt auf die Große Bühne in Rathen und wünsche das immer schönes Wetter sein wird.Singen und tanzen hat mir immer viel Spaßgemacht. Für mich als Tänzer ist es eine Herausforderung, in der Rolle des Hud jetzt auch auf der Bühne zu singen“

Inszenierung: Peter Dehler a.G.; Musikalische Leitung: Michael Fuchs a.G. / Uwe Zimmermann,  Choreographie: Till Nau a. G.;  Ausstattung: Stefan Wiel

Besetzung:  Claude -Holger Uwe Thews;  Berger – Benjamin Oeser a.G.; Sheila – Christin Rettig;  Hud – Anderson Pinheiro da Silva a.G.; Ronny – Alexander Wulke; Chrissie- Julia Rani;  Dionne -Sandra Maria Huimann; Jeane – Luca Lehnert / N. N.; Woof – Grian Duesberg; Linda- Julia Vincze Tribe – Michael Berndt-Canana, Johannes Krobbach, Felix Lydike, Iris Stefanie Maier / N. N.; Studierende der Theaterakademie Sachsen: Lena Beltermann/ Philipp Trant/ Lisa- Marie Breithaupt/ Max Henel/  Natalie Bernhardt / Katharina Apitz/  Lea Göpel/  Teresa Laura Mann-Fimmel

Die Band; Keybords : Michael Fuchs a.G. / Uwe Zimmermann; Saxophon:  Friedemann Seidlitz ;
Trompeten: Bert Bauer, Christian Rien; Posaune:  Christoph Hermann / Gregor Littke
Gitarre:  Flonian Naegli / Lars Kutschke; Bass:  Tino Scholz; Drumset:  Sascha Mock / Steffen Roth; Percussion:  Hendrik Gläßer / Stefan Köcher


Premiere in radebeul war am 5.5.2019

Felsenbühne Rathen

Sa   08.06.2019   19:30                Prem    Hair                  Felsenbühne Rathen
Mo   10.06.2019   17:00                             Hair                  Felsenbühne Rathen
Fr    14.06.2019   19:30                             Hair                  Felsenbühne Rathen
Sa   15.06.2019   19:30                             Hair                  Felsenbühne Rathen
Sa   06.07.2019   19:30                             Hair                  Felsenbühne Rathen
So   07.07.2019   17:00                             Hair                  Felsenbühne Rathen
Fr    12.07.2019   19:30                             Hair                  Felsenbühne Rathen
Sa   13.07.2019   19:30                             Hair                  Felsenbühne Rathen

—| Pressemeldung Landesbühne Sachsen |—

Hagen, Theater Hagen, Premiere Rusalka, 01.12.2018

November 29, 2018 by  
Filed under Oper, Premieren, Pressemeldung, Theater Hagen

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Theater Hagen

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

Theater Hagen bei Nacht © Stefan Kuehle

„Rusalka“
Oper in drei Akten von Antonín Dvo?ák
In deutscher Sprache mit Übertexten
Premiere: Samstag, 1. Dezember 2018, 19.30 Uhr | Theater Hagen (Großes Haus)

Die nächste Premiere im Theater Hagen (Großes Haus) findet am 1. Dezember 2018 (19.30 Uhr) statt: Auf dem Programm steht die Oper „Rusalka“ von Antonín Dvo?ák, deren letzte Neuinszenierung in der Spielzeit 1970/71 stattgefunden hat.

Rusalka ist eine junge Frau, die ihren Platz im Leben sucht: Die Situation in ihrem Elternhaus ist bedrückend. Sie folgt einer unbestimmten Sehnsucht und dem Wunsch, aus der ihr vertrauten Umgebung und Welt auszubrechen. Sie verliebt sich in einen Mann und gerät in eine Welt, die mit falschen Versprechungen lockt und in der Frauen kein Gehör finden. Als sich der von ihr geliebte Mann bald der nächsten Frau zuwendet, kann Rusalka nicht mehr bei ihm bleiben, und in ihrer Heimat ist sie nicht mehr willkommen …

Theater Hagen / Rusalka - Angela Davis (Rusalka). © Klaus Lefebvre.

Theater Hagen / Rusalka – Angela Davis (Rusalka). © Klaus Lefebvre.

Mit seiner 1901 uraufgeführten Oper, die sich u.a. auf Hans Christian Andersens Märchen „Die kleine Meerjungfrau“ bezieht, sicherte sich Antonín Dvo?ák endgültig seinen Platz im Olymp der tschechischen Musikgeschichte. Es gelang ihm, Rusalkas Seelenzustände auch in seiner Musik zu zeichnen: Sie ist hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach einem besseren Leben und tiefer Verzweiflung, zwischen dem Wunsch nach erwiderter Liebe und der Enttäuschung über die Wechselhaftigkeit der Menschen.
Für die Umsetzung dieser Oper wurde ein neues Produktionsteam ans Theater Hagen verpflichtet: Die junge Regisseurin Nina Kupczyk machte u.a. durch Inszenierungen an der Staatsoper Hamburg und in der Philharmonie Luxemburg auf sich aufmerksam. Gemeinsam mit dem seit Jahrzehnten international wirkenden Bühnenbildner Martin Kukulies und der  ebenfalls u.a. in Hamburg sowie in Frankfurt (Oper, Schauspiel) tätig gewesenen Kostümbildnerin Katharina Tasch präsentiert Nina Kupczyk „Rusalka“ als ein modernes Märchen.

In der Titelpartie wird die aus Unna stammende Sopranistin Angela Davis als Gast ihr Debüt am Theater Hagen geben; die Rolle des Prinzen übernimmt (ebenfalls als Gast und erstmals auf der Hagener Bühne zu erleben) der bulgarische Tenor Milen Bozhkov. Die weiteren solistischen Rollen werden von Ensemble- und Chormitgliedern des Theaters Hagen interpretiert. Die musikalische Einstudierung und Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Joseph Trafton.

Diese Produktion wird vom Theaterförderverein Hagen e.V. im Rahmen des Projektes „Jeder Schüler ins Theater Hagen“ gefördert.

Musikalische Leitung: Joseph Trafton / Inszenierung: Nina Kupczyk / Bühne: Martin Kukulies / Kostüme: Katharina Tasch / Licht: Martin Gehrke, Hans-Joachim Köster, Nina Kupczyk, Martin Kukulies / Chor: Wolfgang Müller-Salow / Dramaturgie: Rebecca Graitl

Mit: Milen Bozhkov (Prinz), Veronika Haller (Fremde Fürstin), Angela Davis (Rusalka), Dong-Won Seo (Wassermann), Kristine Larissa Funkhauser (Ježibaba), Kenneth Mattice (Heger, Jäger), Marilyn Bennett (Küchenjunge), Elizabeth Pilon (Elfe), Nina Andreeva (Elfe), Vera Käuper-de Bruin (Elfe); Chor und Statisterie des Theaters Hagen, Philharmonisches Orchester Hagen

Weitere Vorstellungen: 7.12. (19.30 Uhr); 22.12. (19.30 Uhr); 29.12.2018 (19.30 Uhr); 10.1. (19.30 Uhr); 16.1. (19.30 Uhr); 27.1. (18.00 Uhr); 23.2. (19.30 Uhr); 13.3. (19.30 Uhr); 24.3. (18.00 Uhr); 10.5.2019 (19.30 Uhr)

Karten an der Theaterkasse, unter Tel. 02331 207-3218 oder www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

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Klagenfurt, Stadttheater Klagenfurt, Premiere Rusalka – Antonin Dvorak, 13.09.2018

August 29, 2018 by  
Filed under Oper, Premieren, Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt

Stadttheater Klagenfurt © Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer

Stadttheater Klagenfurt © Stadttheater Klagenfurt / Helge Bauer

 Rusalka von Antonín Dvorák

Premiere 13. September 2018, 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen: 15., 18., 20., 22., 26., 28. September; 5., 10., 13., 20.Oktober 2018

Die große Eröffnungspremiere der Spielzeit 2018/19Rusalka – erzählt von der unmöglichen Liebe einer Wassernixe zu einem schönen Prinzen. Das ausdrucksstarke Meisterwerk wurde seit 65 Jahren nicht mehr in Klagenfurt gezeigt. Die musikalische Leitung übernimmt der neue Chefdirigent Nicholas Carter, Regie führt Eva-Maria Höckmayr, die Titelpartie singt die südafrikanische Sopranistin Pumeza Matshikiza. Rusalka sehnt sich nach einem anderen Leben. Sie will wissen, wie es ist, ein Mensch zu sein, und muss am Ende dafür bitter bezahlen. Der Stoff geht auf eine mittelalterliche französische Sage zurück. Die Vorlage wurde im 19. Jahrhundert unzählige Male künstlerisch bearbeitet und ist nicht zuletzt durch die Walt Disney-Verfilmung Arielle, die Meerjungfrau bis heute präsent. 1900, im Jahre der Erscheinung von Sigmund Freuds Traumdeutung, schuf der tschechische Komponist Antonín Dvorák mit der Oper Rusalka ein Werk, in dem die Wirrnisse des anbrechenden Jahrhunderts ihre Schatten vorauswerfen. Rusalkas Märchenwelt bildet die Fassade, hinter der sich abgrundtief die unstillbare Sehnsucht und tragische Vereinsamung des modernen Menschen auftun. Doch Dvoraks rührende lyrische Musik lässt auf Mitleid und Versöhnung hoffen.

Stadttheater Klagenfurt / Rusalka - Matshikiza Pumeza © Christian Kaufmann

Stadttheater Klagenfurt / Rusalka – Matshikiza Pumeza © Christian Kaufmann

MUSIKALISCHE LEITUNG Nicholas Carter REGIE Eva-Maria Höckmayr BÜHNE UND KOSTÜME Julia Rösler CHOREINSTUDIERUNG Günter Wallner DRAMATURGIE  Markus Hänsel

Der Prinz Robert Watson Die fremde Fürstin / Ježibaba Ursula Hesse von den Steinen Rusalka Pumeza Matshikiza Wassermann Martin Snell Der Küchenjunge Iris van Wijnen Der Förster Thomas Tischler Der Jäger Jihoon Kwon Erste Elfe Bryony Dwyer Zweite Elfe Feride Büyükdenktas Dritte Elfe Veronika Dünser Chor des Stadttheaters Klagenfurt, Kärntner Sinfonieorchester

Premiere 13.9.2018; Weitere Vorstellungen: 15., 18., 20., 22., 26., 28. September; 5., 10., 13., 20.Oktober 2018

Einführungsmatinee 02. September 2018, 11 Uhr, Bühne. Moderation Intendant Florian Scholz Einführung zur Oper 25 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Galeriefoyer links

Die Liebe einer Wassernixe Interview mit der Regisseurin Eva-Maria Höckmayr

Rusalka erzählt von der unmöglichen Liebe einer Wassernixe zu einem schönen Prinzen – ein Stoff,  der bis heute präsent ist. Erwartet uns auch in Ihrer Inszenierung Märchenhaftes?

Um die todbringende Begegnung von weiblichem Wasserwesen und jungem Mann ranken sich ja viele Geschichten. Als Sirenen begegnen die Wasserfrauen uns bereits in der Odyssee bei Homer. Wie jedes gute Märchen berührt auch die Geschichte von Rusalka etwas in uns, das über Zeiten und Erzählebenen hinweg immer gültig ist. Das Märchenhafte ist für mich also weniger der Fischschwanz, sondern mehr diese seelenhafte Essenz einer Geschichte der Verwandlung – das Ringen um Gut und Böse im Menschen. Märchenhaft ist für mich aber auch die archetypische Verdichtung der Figuren: Wie im Traum werden Situationen und Personen zum Symbol und sind dabei Sprachrohr der Seele. Märchenhafte Elemente wird es aber auch auf der Bühne geben: In den Szenen um Rusalka und den Prinzen passiert Unmögliches, Irreales, Transzendentales – immer auf der Suche nach der größtmöglichen emotionalen Dichte.

Das Werk entstand im Jahr 1900 – welche Gefühle und Stimmungen des „Fin de Siécle“ sind in Dvoraks Oper Rusalka spürbar?

Rusalka entstand fast zeitgleich mit Freuds Traumdeutung und Opern wie Salome oder Pelléas et Mélisande. Viele Werke dieser Zeit formulieren ein großes Interesse an der Durchleuchtung der weiblichen Seele. Dieses Unterfangen scheint jedoch unmöglich, was aus dem Blickwinkel des Mannes zu einem bestimmten Unbehagen gegenüber dem Weiblichen führt. Stereotypen der Hysterikerin, des „teuflischen Weibs“ als lustbringender Todesgöttin oder die rätselhafte Unzugänglichkeit einer „femme fragile“ sind die Hüllen in denen die Frauengestalten feststecken. Auch Rusalka liefert diese archetypischen Frauen-Figuren: die asexuelle Meerjungfrau, die erotische Waldnymphe, die todbringende Hexe, die „femme fatale“ in Gestalt der fremden Fürstin. Doch wie kein anderes Werk scheint Rusalka aus einem weiblichen Blickwinkel formuliert. Bei Dvo?ák ist sie schon zu Beginn des ersten Akts stumme Betrachterin der Szene. Die Wasserfrau hat zunächst einen naiven, unwissenden Blick auf die Welt. Sie eifert den weiblichen Stereotypen nach, versteht aber schließlich, dass sie sie selbst werden muss, um zu lieben und geliebt zu werden.

In Rusalka stehen sich die  Welten der Menschen und der Elementargeister gegenüber – wodurch unterscheiden sie sich?  wie treten sie in Kontakt?

Die Menschenwelt wird als seelisch grausam vorgeführt: Sie ist kalt, man ist nur am Äußerlichen interessiert; bestimmte Werte haben nur so lange Bestand, wie sie das Kollektiv gutheißt. In der Figur und der Gesellschaft des Prinzen und seinem Verrat an Rusalka wird uns dies schmerzhaft vor Augen geführt. Die Welt der Elementargeister ist aber letztlich nicht weniger (un-)menschlich: Schon die erste Szene führt Vodnìk als lüsterne Vaterfigur ein; der (verheiratete) Wassermann ist nicht weniger fleischlich als die nackten, erotisch aufgeschlossenen Waldnymphen, die im Sinne der „Décadence“ das körperlich Sexuelle gesellschaftsfähig machen. Diese Aspekte einer gewissen gesellschaftlichen Doppelmoral des ausgehenden 19. Jahrhunderts und beginnenden 20. Jahrhunderts kommen hier im Märchen klar zum Vorschein, in anderen Versionen des Stoffs fehlen diese Szenen. Somit sind die Waldwesen vor allem als Kontrast zu den asexuellen Wasserwesen mit ihren symbolhaft verschlossenen Beinen zu verstehen. In Verbindung mit der Figur Rusalka steht das Wasser für eine fast kindliche seelische Unschuld, Reinheit, Liebesfähigkeit und Selbstlosigkeit. Rusalka ist verliebt und will zu ihrer ersten großen Liebe. Dieser Drang nach Leben, nach Erfahrungen der Liebe verbindet die Welten – Rusalka verlässt das Stadium des Betrachtens, der Reflexion und wird aktiv – sie will Liebe erleben und öffnet sich der Welt.

Wofür steht die Figur der Wassernixe Rusalka?  Zu welcher Erkenntnis führt sie uns am Ende?

Rusalka steht für mich für jede Frau. Sie durchläuft für uns alle Lebensstufen und spezifischen Erfahrungen. Die Schutzbedürftigkeit des Kindes, die Suche nach Orientierung, das erste Verliebtsein, das sich Verstellen um zu gefallen, die Begegnung mit Verachtung und gesellschaftlicher Ausgrenzung; die große Enttäuschung einer falschen Wahl der Liebe, das Misslingen der Kommunikation mit dem vergötterten Gegenüber. Der Rückzug in die Isolation; ein Gefühl der Einsamkeit und Trauer. Sie liebt und wird verraten. Die Fähigkeit zu verzeihen und zu vergessen muss sie danach, wie wir alle, lernen.

—| Pressemeldung Stadttheater Klagenfurt |—