Gera, Theater Altenburg Gera, España Olé – Geraer Foyerkonzert, 16.06.2019

Theater Altenburg Gera

Theater Altenburg Gera / España Olé im Geraer Foyerkonzert © Vitalij-Petrov

Theater Altenburg Gera / España Olé im Geraer Foyerkonzert © Vitalij-Petrov

España Olé  –  Geraer Foyerkonzert

Pünktlich zu Beginn der Urlaubssaison lädt das 271. Foyerkonzert zu einer musikalischen Reise nach Spanien ein. Am Sonntag, 16. Juni um 11 Uhr erklingen im Konzertsaal des Geraer Theaters einige der beliebtesten spanischen Kammermusikwerke des 19. und 20. Jahrhunderts. Es musiziert das Streichquartett aus Anne-Sophie Kühne (Violine), Johannes Neupert (Violine), Louise Denis-Nesprias (Viola) und Jesús Antonio Clavijo Rojas (Violoncello). Außerdem verspricht eine Tanzeinlage noch mehr südländische Stimmung.

Die Kunst des Streichquartetts perfektionierte der aus Bilbao stammende Komponist Juan Crisóstomo de Arriaga (1806-1826) in der damaligen Hauptstadt des Streichquartetts Paris, wohin er bereits als 15-Jähriger reiste und wo auch sein Streichquartett Nr. 1 entstand. Leider beendete sein früher Tod mit kaum 20 Jahren seine schon im Kindesalter begonnene Karriere als Komponist. Das Gebet eines Toreros hat der in Sevilla geborene Joaquín Turina (1882-1949) mit seinem La oración del torero betitelten Streichquartett in Musik gesetzt, worin mehrere Szenen eines Stierkampfes in einem einzigen Satz dramatisch aneinandergereiht werden. Diese Szenen hat Fabio Boccalatte für die drei Tänzerinnen Alina Dogodina, Yuri Hamano und Stefania Mancini choreografiert, welche die Klänge des Streichquartetts tanzend begleiten werden. Das zuletzt erklingende Streichquartett Vistas al mar von dem Katalanen Eduard Toldrà (1895-1949) erlaubt musikalische Ausblicke aufs Meer. Das Werk schrieb Toldrà für sein eigenes, mit 17 Jahren gegründetes virtuoses Streichquartettensemble.

—| Pressemeldung Theater Altenburg Gera |—

Hildesheim, TfN Hildesheim, 5. Kammerkonzert – Franz Schubert, IOCO Kritik, 01.05.2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

5. Kammerkonzert –  Franz Schubert (1797 – 1828)

– Oktett in F-Dur für Bläser und Streicher D 803 (op. post 166) –

von Randi Dohrin

Es liegt nahe, dass Franz Schubert mit diesem stattlichen, 6-sätzigen Oktett, das zu den wichtigsten Kammermusikwerken des 19. Jahrhunderts gehört, sich bereits auf dem Weg zu seinen großen Symphonien befand; allein schon wegen seiner Länge von ungefähr 60 Minuten, übersteigt das Werk deutlich die Grenzen der Kammermusik.

Sinfonische Vorzeichen

Dieses Oktett, besetzt aus Klarinette, Fagott, Horn, zwei Violinen, Bratsche, Violoncello und Kontrabass, gab höchstwahrscheinlich der Klarinettist Ferdinand Graf Troyer dem Komponisten Franz Schubert in Auftrag. Nur wenige Wochen später – am 1. März 1824 – hatte er es bereits fertiggestellt und noch im selben Jahr wurde es in einem Privatkonzert uraufgeführt. Schubert hatte seine lang anhaltende Schaffenskrise überwunden, wie dieses melodienreiche Kammermusikstück beweist.

 TfN Hildesheim / Solisten des TfN Kammerorchester © Randi Dohrin

TfN Hildesheim / Solisten des TfN Kammerorchester © Randi Dohrin

Mit dynamischer Differenzierung und Rhythmik präsentierten am 27.4.2019 meisterhaft Christian Brugger (Klarinette), Elena Pechuán (Fagott), Lars-Tjorven Mahl (Horn) Gleb Lagutin, Mohamed Ali (Violine), Bartosz Sotomski (Viola), Ya-Hee Yoon (Violoncello) sowie Thiemo Fröhlich (Kontrabass) dies populäre Oktett. Einfühlend und dennoch lebendig, inspirierten sich die Musiker gegenseitig und es gelang ihnen, die typische Beseeltheit Schuberts in diesem anspruchsvollen Werk zum Klingen zu bringen.

Feinsinnig führte das Horn am Ende des 1. Satzes in das Adagio. Angehaucht von einer leicht melancholischen Schwere, wie man sie häufig bei Johannes Brahms wahrnehmen kann, sowie den empfindsam gespielten Klarinetten-Kantilenen, hinterließ der zweite Satz starke emotionale Wirkungen.

Unhörbar gebannt, verfolgte das Publikum der leidenschaftlich vorgetragenen Musik der acht Musiker an diesem frühen Samstagnachmittag; übergangslos fließend korrespondierten alle Instrumente und gehäuft virtuos, tauschte sich die 1. Violine mit der Klarinette aus.

Das einzige Blechblasinstrument – das Horn – überzeugte mit einem gekonnt schlank geführten Klang sowie großem Tonumfang in seinen hinreißenden Solo-Passagen und konnte sich wohlklingend melodisch aussingen.

Franz Schubert Wien © IOCO

Franz Schubert Wien © IOCO

Das Fagott wurde von Schubert mit etwas weniger markanten Solostellen bedacht, dafür verschmolz es – warm klingend – in allen Sätzen und den zahlreich vorhandenen Übergängen der Dur-und Molltonarten mit den Bläsern und Streichern zu einem berührenden Klangteppich. Jedes Instrument erhielt von Schubert solistische Glanzpunkte in seinem Oktett, die strahlend zu Gehör gebracht wurden.

Allen ausführenden Musikern wird durchgehend – ohne Pause – ein großes Können abverlangt in diesem sinfonischen Oktett, das das Ensemble spannungsvoll in der erforderlichen Tiefe und liedmäßigen Melodik interpretierte.

Das zahlreich erschienene Publikum erklatschte sich begeistert eine Zugabe. Die Musiker dankten mit dem Scherzo des 3. Satzes, ohne Trio, des Oktetts D 803 von Franz Schubert.

—| IOCO Kritik Theater für Niedersachsen |—

Ulm, Theater Ulm, 7. Kammerkonzert – Ernest Chausson und Gabriel Fauré , 31.03.2019

März 27, 2019 by  
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Theater Ulm

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Theater Ulm / Zuschauerraum © Carola Hoelting

Rollenspiele«: Kammerkonzert zu zwei innovativen Komponisten

Am Sonntag, 31. März 2019, ab 19.30 Uhr laden Mitglieder des Philharmonischen Orchesters der Stadt Ulm im Foyer des Theaters Ulm herzlich ein zum 7. Kammerkonzert. Thematische Klammer des Abends sind »Rollenspiele«.

Auf dem Programm stehen Werke von Ernest Chausson und Gabriel Fauré.

Kein Virtuosenkonzert, sondern großangelegte Kammermusik mit wechselnden Rollen kennzeichnen Ernest Chaussons »Konzert für Klavier, Violine und Streichquartett«, D-Dur, op. 21: Mal als Duo Violine-Klavier, dann Klavierquintett, auch als Ripieno Orchester und opernhafter Chor fungiert das Streichquartett. Keine der Stimmen ist auf eine bestimmte Rolle festgelegt.

Ergänzt wird das Programm durch Faurés »Klavierquintett«, op. 89, das von verinnerlichter Melancholie geprägt ist. Gabriel Fauré ist eine einzigartige Erscheinung in der französischen Musikgeschichte: Obwohl er zu den erlauchten Zirkeln der Pariser Komponisten-Elite gehört, Tendenzen seiner Epoche mit aufgreift und auch vorantreibt, gehört er keiner Gruppe an, vertritt keine Schule. Verinnerlichung, Emotion, Intimität, Leichtigkeit und Eleganz spielen in seiner Musik eine große Rolle, aber auch Innovation und die Überwindung von Regeln und Mustern.

Es musizieren Tamás Füzesi (Solo-Violine), Giovanni Piana (Klavier), Chiao-Yin Chang (Violine), Constantin Micu (Violine), Maria Braun (Viola) und Stephanie De Secondi (Violoncello).

—| Pressemeldung Theater Ulm |—

Kassel, Staatstheater Kassel, 1. Sinfoniekonzert mit Silvia Chiesa Violoncello, 17.09.2018

September 11, 2018 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

1. Sinfoniekonzert
Giuseppe Martucci Notturno Ges-Dur für Orchester op. 70/1
Mario Castelnuovo-Tedesco Concerto für Violoncello und Orchester – Deutsche Erstaufführung

Peter Iljitsch Tschaikowsky Sinfonie Nr. 5 e-Moll op. 64
Solistin: Silvia Chiesa (Violoncello), Dirigent: Francesco Angelico
Montag, 17. September, 20 Uhr, Stadthalle (19.15 Uhr Einführung)

Zur Eröffnung der Sinfoniekonzert-Saison des Staatsorchesters Kassel setzt GMD Francesco Angelico markante Akzente: Auf dem Programm steht die deutsche Erstaufführung des Cellokonzerts von Mario Castelnuovo-Tedesco. Solistin ist Silvia Chiesa, die zu den bekanntesten italienischen Cello-Solisten auf internationaler Ebene gehört.

Staatstheater Kassel / Silvia Chiesa © Davide Cerati

Staatstheater Kassel / Silvia Chiesa © Davide Cerati

Der 1895 in Florenz geborene italienische Komponist und Pianist Mario Castelnuovo-Tedesco gehörte schon während seiner Studienzeit zu den gefragtesten Exponenten der damaligen „musica nuova“ Italiens. Zu Castelnuovo-Tedescos umfangreichem Werk gehören Opern und Ballette ebenso wie Sinfonische Dichtungen sowie Konzerte für verschiedene Instrumente – darunter auch sein zweites, für Jascha Heifetz komponiertes Violinkonzert. Seine Werke für Gitarre solo gehören zum Standardrepertoire dieses Instruments.

Das Cellokonzert wurde 1935 unter der Leitung von Arturo Toscanini mit den New Yorker Philharmonikern und Gregor Piatigorsky als Solisten uraufgeführt.

Ein weiterer Italien gewidmeter Programmpunkt beim 1. Sinfoniekonzert ist das Notturno Ges-Dur von Giuseppe Martucci (1856-1909), der Instrumentalmusik zu einer Zeit komponierte, in der das italienische Musikleben hauptsächlich durch die Oper dominiert wurde.

Staatstheater Kassel / Francesco Angelico © Giancarlo Pradelli

Staatstheater Kassel / Francesco Angelico © Giancarlo Pradelli

Eines der bekanntesten und bewegendsten sinfonischen Werke setzt den Schlusspunkt bei diesem Konzert: Peter Tschaikowskys Sinfonie Nr. 5 e-Moll, die „Schicksals-Sinfonie“.
Konzertbeginn ist am Montag, 17. September, um 20 Uhr im Kongresspalais Stadthalle, bereits um 19.15 Uhr findet eine Einführung statt.

Karten sind erhältlich an der Theaterkasse, Tel. (0561) 1094-222, und online unter www.staatstheater-kassel.de.
An der Abendkasse gibt es zudem wieder Stehlplatzkarten für 7,50 Euro.

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

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