Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Gustav Mahler – Elfriede Jelinek, 27.10.2020

Oktober 15, 2020 by  
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Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Gustav Mahler  –  Elfriede Jelinek

Lieder von Abschied und Endlichkeit

Musikalische Leitung von Generalmusikdirektor Cornelius Meister; Inszenierung von David Hermann; Es singen Simone Schneider, Evelyn Herlitzius, Thomas Blondelle und Martin Gantner; Katja Bürkle kehrt mit Elfriede Jelineks Text zurück an die Staatstheater Stuttgart

Die Staatsoper Stuttgart zeigt Gustav Mahlers Liedsymphonie Das Lied von der Erde kombiniert mit Elfriede Jelineks Prosatext Die Bienenkönige in einer szenischen Fassung. Am 27. Oktober 2020 um 19 Uhr feiert die Produktion Premiere unter der Regie von David Hermann, der damit an der Stuttgarter Staatsoper debütiert. Die Lieder aus Mahlers Zyklus werden dabei durch die Solist*innen Simone Schneider (Sopran), Evelyn Herlitzius (Sopran), Thomas Blondelle (Tenor) und Martin Gantner (Bariton) interpretiert. Katja Bürkle, langjähriges Ensemblemitglied des Schauspiels Stuttgart und der Münchner Kammerspiele, sowie bekannt aus Film- und Fernsehproduktionen, übernimmt den Text von Elfriede Jelinek. Generalmusikdirektor Cornelius Meister hat die musikalische Leitung. Die Inszenierung greift dabei auf Teile des Bühnenbilds von Jo Schramm und der Kostüme von Claudia Irro und Bettina Werner für die ursprünglich für diesen Zeitraum geplante Neuproduktion von Richard Strauss‘ Die Frau ohne Schatten zurück, welche durch David Hermann realisiert werden sollte.

Mahler begann die Komposition des Lieds von der Erde nach einer Reihe von persönlichen Schicksalsschlägen: Im Frühjahr 1907 hatte er im Streit die Direktion der Wiener Hofoper niedergelegt, im Sommer erlag seine ältere Tochter einer Krankheit und bei ihm selbst wurde ein Herzklappenfehler diagnostiziert. Passend zu seiner persönlichen Situation begann Mahler mit der Vertonung von sieben Texten aus Hans Bethges Gedichtsammlung Die chinesische Flöte, die sich mit der Endlichkeit des Lebens und mit Abschied beschäftigen. Für die Aufführung in Stuttgart spielen Musiker*innen des Staatsorchesters die kammermusikalische Fassung von Arnold Schönberg und Rainer Riehn. Die Todesnähe, die aus den Texten und der Musik Mahlers spricht, findet eine Entsprechung in Elfriede Jelineks Die Bienenkönige. In diesem Prosatext von 1976, der Mahlers Komposition vorangestellt wird, geht es um Stillstand und eine hochtechnisierte Zivilisation, die als Folge ihrer patriarchalen und ausbeuterischen Mechanismen an sich selbst erstickt.

Der Regisseur David Hermann ist Gründungsmitglied der „Akademie Musiktheater heute“ gemeinsam mit dem Intendanten der Staatsoper Stuttgart Viktor Schoner sowie dem Dirigenten Titus Engel. Hermann inszenierte u.a. an der Deutschen Oper am Rhein, bei der Ruhrtriennale, an der Oper Frankfurt, am Theater Basel sowie bei den Salzburger Festspielen. Für seine Inszenierung einer Trilogie von Opern-Einaktern Ernst Kreneks an der Oper Frankfurt gewann er 2018 den International Opera Award in der Kategorie „Beste Wiederentdeckung“. An der Staatsoper Stuttgart feiert David Hermann in der Saison 2020/21 mit der Neuinszenierung von Das Lied von der Erde sein Debüt.

PREMIERE Dienstag, 27. Oktober 2020, 19 Uhr

Weitere Vorstellungen
29. Oktober 2020, 19:30 Uhr
7. / 14. November 2020, 19:30 Uhr

Das Lied von der Erde
Gustav Mahler / Arnold Schönberg: Das Lied von der Erde
Elfriede Jelinek: Die Bienenkönige
Eine Symphonie nach Hans Bethges Die chinesische Flöte
Kammerorchesterfassung von Arnold Schönberg, vollendet von Rainer Riehn
Musikalische Leitung Cornelius Meister
Regie David Hermann
Bühne, Licht Jo Schramm
Kostüme Claudia Irro, Bettina Werner
Dramaturgie Ingo Gerlach
Mit Simone Schneider Evelyn Herlitzius, Thomas Blondelle, Martin Gantner sowie Katja Bürkle | Staatsorchester Stuttgart

DIE NÄCHSTEN PREMIEREN

15. November 2020
Jules Massenet: Werther
Musikalische Leitung: Marc Piollet, Regie: Felix Rothenhäusler

19. Dezember 2020
Maurice Ravel, Schorsch Kamerun: Die verzauberte Welt
Musikalische Leitung: Dennis Russel Davies, Regie: Schorsch Kamerun

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Oper trotz Corona – aber in Kurzarbeit, Juli 2020

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

„Oper trotz Corona“ – doch in Kurzarbeit

Administration, Ensemble, Staatsopernchor und Staatsorchester sind ab sofort nach Möglichkeit in Kurzarbeit. Alle verbleibenden Termine des laufenden Oper trotz Corona Programms finden wie geplant statt. Die Platzkapazitäten für den Beethoven-Zyklus werden erhöht.

Das Programm für die erste Hälfte der Saison 2020/21 wird bei der Pressekonferenz am 22. Juli vorgestellt. Im Zeitraum September bis Dezember 2020 wird es durch Kurzarbeit wie durch die pandemiebedingten Einschränkungen zu Änderungen in der gewohnten Spielplanstruktur kommen

Im Gegensatz zu vielen großen Theaterbetrieben in Deutschland und auch den kommunalen Theatern im Land, die vielfach bereits seit Ausbruch der Corona-Pandemie Kurzarbeit angemeldet haben, stand den Staatstheatern dieses Instrument bislang nicht zur Verfügung. Nachdem das Land Baden-Württemberg mit den zuständigen Gewerkschaften für die an den Staatstheatern Beschäftigten Tarifabschlüsse zur Kurzarbeit verhandelt hat, besteht ab sofort die rechtliche Grundlage, in allen Arbeitsbereichen der Staatstheater Kurzarbeit einzuführen. Auch die Staatsoper Stuttgart mit ihrer Administration, dem Sängerensemble, dem Staatsopernchor und dem Staatsorchester Stuttgart machen von diesem neuen Instrument Gebrauch: Das Solistenensemble und der Staatsopernchor werden zu großen Teilen noch diese Woche im Rahmen der Tarifverträge voll in Kurzarbeit gehen oder sind dies bereits. Beim Staatsorchester sowie bei der Administration der Staatsoper wird das Instrument der Kurzarbeit ebenfalls nach Möglichkeit angewendet.

Trotzdem finden alle übrigen Vorstellungen des laufenden Oper trotz Corona Programms (siehe Trailer unten) statt, das jedoch im Gegensatz zum üblichen Repertoirebetrieb deutlich eingeschränkt ist. Für die verbleibenden Aufführungen der Beethoven-Sinfonien in der Liederhalle konnten zusätzlich die Platzkapazitäten erhöht werden: Ab sofort sind zu den Plätzen im Parkett des Beethovensaals auch Sitze auf der Empore erhältlich. Damit sind nun wieder Karten für die seit Wochen ausverkauften Aufführungen erhältlich. Ebenfalls werden das „Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor“ Demo(kratie), die Soundinstallation Ceci n’est pas une première, die Gläserne Opernwerkstatt, die Filmpreview Quälend süße Einsamkeit und die Liedkonzerte im Mozartsaal wie geplant stattfinden. Auch die Sommerkonzerte im Park der Villa Reitzenstein zum Saisonabschluss am 25. Juli werden zur Aufführung kommen.

OpertrotzCorona – Oper für Oma – und mehr
youtube Trailer Staatsoper Stuttgart
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Intendant Viktor Schoner: „Eine Mehrheit der Mitarbeiter*innen der Staatsoper sind seit Abschluss der entsprechenden Tarifverträge in Kurzarbeit. Nach Abstimmung mit unserem Träger, dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, sowie der Geschäftsführung der Württembergischen Staatstheater sind wir übereingekommen, den Spielplan der kommenden Woche dennoch zu realisieren. Den überwältigenden Erfolg und den immensen Zuspruch unseres Publikums der vergangenen Monate sehen wir als Verpflichtung, alle noch anstehenden Programmpunkte bis 26. Juli 2020 umzusetzen. Als wirtschaftlich und künstlerisch Verantwortlicher für die Sparte Oper halte ich es für richtig und wichtig, die durch Corona entstandene budgetäre Schieflage konstruktiv anzugehen und das Instrument der Kurzarbeit nach Möglichkeit anzuwenden. Gleichzeitig ist es mir ein großes Anliegen, mit Fantasie und Spielfreude für unser Publikum da zu sein – gerade in diesen unsicheren Zeiten.“

Generalmusikdirektor Cornelius Meister: „Ich bin erleichtert, dass in zahlreichen Gesprächen ein Vorstellungsausfall abgewendet werden konnte. Nach den letzten vier Monaten, in denen die Mitglieder des Staatsorchesters Stuttgart viele hundert Aufführungen musiziert haben, wäre es eine Katastrophe, wenn wir künftig nicht nur durch ein Virus eingeschränkt wären, sondern uns auch zusätzliche Hürden am Musizieren hinderten. Denn das Publikum wird es im Herbst schmerzlich zu spüren bekommen, wenn wir dazu gezwungen wären, Aufführungen nicht zu spielen, obwohl wir dazu in der Lage wären. Weniger Kultur anzubieten, als möglich wäre, wird hoffentlich in niemandes Interesse sein.“

Das Programm für die erste Hälfte der Saison 2020/21 wird bei der Pressekonferenz am 22. Juli vorgestellt. Im Zeitraum September bis Dezember wird es durch Kurzarbeit wie durch die pandemiebedingten Einschränkungen zu Änderungen in der gewohnten Spielplanstruktur kommen.

Die Einführung von Kurzarbeit an den Staatstheatern Stuttgart ist eine Folge der Corona-Krise. Durch die Absage des regulären Spielbetriebs ab dem 13. März 2020 und der aufgrund der Hygiene-Vorgaben drastisch reduzierten Zuschauerkapazität im Ersatzspielplan sind deutliche Einbußen bei den Einnahmen entstanden. Allein im Opernhaus mit 1400 Plätzen sind 66 Opernvorstellungen und Konzerte entfallen. Um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie aufzufangen, haben die Staatstheater nun bei der Bundesagentur für Arbeit Kurzarbeit angemeldet und diese sofort für alle Bereiche des Hauses eingeführt.

Nachdem die Tarifgemeinschaft deutscher Länder im Mai den einzelnen Ländern den Abschluss von landesbezirklichen Tarifverträgen ermöglicht hat, hat sich das Land mit ver.di und dem dbb im Juni auf einen Tarifvertrag zur Kurzarbeit für die Beschäftigten des Landes an den baden-württembergischen Staatstheatern (TV-Kurzarbeit Staatstheater BW) geeinigt, der am 1. Juli in Kraft getreten ist. Auch mit den Künstlergewerkschaften konnte man sich unter der Verhandlungsführung des Deutschen Bühnenvereins auf entsprechende Tarifverträge für die künstlerisch Beschäftigten verständigen, die rückwirkend zum 1. Juli gelten sollen. Das Land wurde in der Verhandlungsführung vom Geschäftsführenden Intendanten der Württembergischen Staatstheater Marc-Oliver Hendriks und dem Kaufmännischen Direktor des Badischen Staatstheaters unterstützt. Damit wurde die Grundlage für ein wichtiges Instrument gelegt, um abhängig von den weiteren Entwicklungen auf Herausforderungen in der Corona-Pandemie flexibel reagieren zu können.


Der Spielplan der kommenden Wochen:


Do       16.07.20           13:00 – 17:30 Uhr
GLÄSERNE WERKSTATT
Opernvorplatz

17:00 Uhr
DEMO(KRATIE)
Ein Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor
Beginn: Schillerplatz
21:00 – 22:00 Uhr
CECI N’EST PAS UNE PREMIÈRE
Klanginstallationen an der Fassade des Opernhauses
Opernvorplatz


Fr         17.07.20           21:00 – 22:00 Uhr
CECI N’EST PAS UNE PREMIÈRE
Klanginstallationen an der Fassade des Opernhauses
Opernvorplatz


Sa        18.07.20           19:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 7. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich

21:00 – 22:00 Uhr
CECI N’EST PAS UNE PREMIÈRE
Klanginstallationen an der Fassade des Opernhauses
Opernvorplatz


So        19.07.20           11:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 6. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich

13:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 6. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich

18:00 Uhr
PREVIEW: QUÄLEND SÜßE EINSAMKEIT
– SECHS MUSIKFILME ÜBER GEFÜHLE IM AUSNAHMEZUSTAND
Opernhaus

19:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 7. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich


Mo       20.07.20           19:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 5. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich

21:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 5. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich


Di         21.07.20           19:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 5. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich

21:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 5. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich


Mi        22.07.20           19:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 6. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich

 21:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 6. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich


Fr         24.07.20           19:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 8. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich

21:00 Uhr
BEETHOVEN-ZYKLUS: 8. SINFONIE
Beethovensaal
Karten wieder erhältlich


Sa        25.07.20           12:00 Uhr
1. SOMMERKONZERT IM PARK:
TYPICAL BRASS
Mit Blechbläsern des Staatsorchesters Stuttgart
Park der Villa Reitzenstein

14:30 Uhr
2. SOMMERKONZERT IM PARK:
SITZKISSENKONZERT: DAS LAMM, DAS ZUM ESSEN KAM
Für Kinder ab 3 Jahren und ihre Familien
Park der Villa Reitzenstein

16:30 Uhr
3. SOMMERKONZERT IM PARK:
ES GRÜNT SO GRÜN…
Mit Esther Dierkes (Sopran), Björn Bürger (Bariton) und Götz Payer (Klavier)
Park der Villa Reitzenstein

19:30 Uhr
LIEDKONZERT: MUSIK NACH HEINRICH HEINE
Mit Stine Marie Fischer (Alt), Virginie Déjos (Klavier) und Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart
Mozartsaal


So        26.07.20           19:30 Uhr
LIEDKONZERT: MEHR ALS EIN HALBES LEBEN
Mit Helene Schneiderman (Mezzosopran) und Götz Payer (Klavier)
Mozartsaal


 

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Oper in der Stadt – Juni und Juli 2020

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

 Staatsoper Stuttgart spielt wieder

  70 Vorstellungen – Liederhalle, im Stadtraum, in und vor Opernhaus

·       Ein Auszug:

Der Bayreuther Ring-Regisseur Valentin Schwarz inszeniert ein      „Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor“

2x Operette am Stuttgarter Hafen: Die Blume von Hawaii  und Trouble in Tahiti

Der Operntruck mit Die Geschichte vom Soldaten ist in der Stadt unterwegs

Salon mit Intendant Viktor Schoner und Gästen im Opernhaus

Dritter Teil des Orpheus Instituts vor dem Opernhaus

 Wandelkonzerte im Mercedes-Benz Museum

Neben den bereits angekündigten Projekten wie dem Theaterparcours Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind,  einer Reihe von Sinfonie-, Kammer-, Lied- und Familienkonzerten in der Liederhalle sowie den Aufführungen auf dem Kulturwasen stellt die Staatsoper Stuttgart ihr Programm bis zum Ende der laufenden Saison vor. Rund 70 Aufführungen an den unterschiedlichsten Orten der Stadt beinhalten die kommenden Wochen – Experimentelles steht hier neben Familienfreundlichem, Sinfonisches neben Kammermusikalischem, Theatrales neben Filmischem.

Intendant Viktor Schoner: „Innerhalb kürzester Zeit haben die Künstler*innen und Mitarbeiter*innen der Staatsoper gemeinsam mit verschiedensten Kooperationspartnern in der Stadt in einem kreativen und logistischen Kraftakt ein wahres Festival-Programm auf die Beine gestellt – vieles ist familienfreundlich, manches nachdenklich, anderes leichtgängig; aber immer wurde es entwickelt mit der kompromisslosen Vorgabe, dass alle Inspiration in Einklang steht mit dem Schutz der Gesundheit der Mitwirkenden und des Publikums. Mit Enthusiasmus und Herzblut für unser Metier, kombiniert mit einer großen Sehnsucht nach der Interaktion mit dem Publikum, entstanden Projekte in ungewöhnlichen Konstellationen, frei nach dem für uns eigentlich unüblichen Motto ‚quick and dirty‘. Möge sich diese Liebe zum Spiel allen Besucher*innen mitteilen!“

Beteiligt sind Künstler*innen wie die Dirigenten Cornelius Meister und Thomas Guggeis, die Regisseure Valentin Schwarz und Marco Štorman, Sänger*innen wie Okka von der Damerau, Ks. Matthias Klink, Beate Ritter, Johannes Kammler, Kai Kluge oder Josefin Feiler – und noch viele weitere Künstler*innen mehr.

Alle Veranstaltungsformate richten sich nach den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln – zum Schutz des Publikums, aber auch der Künstler*innen und Mitarbeiter*innen des Hauses. Für jeden Veranstaltungsort wurden basierend auf den Hygienerichtlinien der Staatstheater eigene Konzepte für Platzierung und Einlasssituation entwickelt. Alle Veranstaltungen sind pausenlos, viele kürzer als eine Stunde. Für einige wenige Veranstaltungen stehen noch die behördlichen Genehmigungen aus. Im Spielplan der Website www.staatsoper-stuttgart.de ist letztendlich gültige Stand zu finden.


Übersicht: Aufführungen im Juni / Juli 2020


Wir sind aus solchem Stoff wie Träume sind
Ein Theaterparcours mit den Ensembles von Staatsoper Stuttgart, Stuttgarter Ballett und Schauspiel Stuttgart
In Kooperation mit dem Stuttgarter Ballett und dem Schauspiel Stuttgart
Noch bis 15. Juni 2020


Kammerkonzert- und Liedkonzert-Festival
Mit Ensemblesänger*innen der Staatsoper und Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart
ab 07. Juni 2020 im Mozartsaal der Liederhalle


Staatsoper Stuttgart / Die Geschichte vom Soldaten © Martin Sigmund

Staatsoper Stuttgart / Die Geschichte vom Soldaten © Martin Sigmund

Die Geschichte vom Soldaten auf dem Operntruck  –  Igor Strawinsky
In Kooperation mit dem Schauspiel Stuttgart
Strawinskys Märchen von Teufel und Soldat ist auf einer mobilen Bühne zuerst auf dem Kulturwasen und anschließend an verschiedenen Orten in der Stadt zu Gast.
Premiere: 08. Juni 2020 auf dem BW-Bank Kulturwasen
Weitere Spielorte: vor dem GAZi-Stadion auf der Waldau, Vorplatz der Phönixhalle im Römerkastell, Vorplatz des Kunstvereins Wagenhallen, vor dem Mercedes-Benz Museum, Vorplatz Opernhaus


Beethoven-Zyklus  –  Staatsorchester Stuttgart
Generalmusikdirektor Cornelius Meister dirigiert Beethovens Sinfonien 1-8
im Beethovensaal der Liederhalle – auf Abstand und doch ganz nah.
ab 13. Juni 2020


Peter und der Wolf
Sergej Prokofjew
Staatsorchester Stuttgart, Cornelius Meister
Erzähler Guido Hammesfahr alias Fritz Fuchs aus der Sendung Löwenzahn
am 14. / 21. Juni 2020 im Mozartsaal der Liederhalle


Ceci n’est pas une première
Klanginstallationen vor dem Opernhaus
In Kooperation mit dem Campus Gegenwart der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart
Die jungen Komponist*innen Ui-Kyung Lee und Carlos Hernández bringen mit ihren Klanginstallationen die Stimmung einer Premierenfeier für Passanten vor das Opernhaus.
Klanginstallation I: ab 17. Juni 2020 immer 21-22 Uhr
Klanginstallation II: ab 03. Juli 2020 immer 21-22 Uhr


Bei Max Littmann zu Hause
Ein Salon mit Gesprächen und Musik
Intendant Viktor Schoner begrüßt Gäste aus Politik, Gesellschaft und Kultur im Opernhaus zu einer musikalischen Soiree. Mit dabei: Ministerpräsident Wilfried Kretschmann, Prof. Dr. Kai Gniffke, Intendant des SWR, und weitere Gäste.
ab 21. Juni 2020 im Opernhaus


Das Wandelkonzert im Mercedes-Benz Museum
In Kooperation mit dem Mercedes-Benz Museum
Auf musikalischen Pfaden durch die Ausstellungsräume des Mercedes-Benz Museums, musikalisch geleitet von den Mitgliedern des Opernstudios.
ab 23. Juni 2020 im Mercedes-Benz Museum


Die Zauberflöte auf dem Wasen
Wolfgang Amadeus Mozart
In einer szenischen und musikalischen Fassung von Rebecca Bienek und Thomas Guggeis
für alle ab 6 Jahren
Musikalische Leitung, Klavier und Synthesizer: Thomas Guggeis; Regie: Rebecca Bienek
Die Zauberflöte zwischen Live-Hörspiel und Autokino auf dem Kulturwasen als Oper für die ganze Familie, adaptiert für Klavier und Sythesizer.
ab 27. Juni 2020 auf dem BW-Bank Kulturwasen


Ex Machina – Eine audiovisuelle Reise
Regie: Philine Rinnert und Johannes Müller
Hinter das versteckte Räderwerk der Oper blicken und mit Kopfhörern den verborgenen Stimmen des Opernbetriebs lauschen, zwischen Opernhaus und Eckensee im dritten Teil des Orpheus Instituts.
Premiere: 30. Juni 2020 auf dem Opernvorplatz


Die Blume von Hawaii
Paul Abraham
Musikalische Leitung und Klavier: Rita Kaufmann, Regie: Marco Štorman
Marco Štorman inszeniert Paul Abrahams Operette am Stuttgarter Hafen. In der Hauptrolle: Tenor Matthias Klink.
Premiere: 03. Juli 2020 am Hafen Stuttgart


Trouble in Tahiti
Leonard Bernstein
Musikalische Leitung: Vlad Iftinca, Regie: Anika Rutkowsky
Pawel Konik und Alexandra Urquiola als Ehepaar in Leonard Bernsteins Kurzoper – inszeniert von Anika Rutkowsky am Stuttgarter Hafen!
Premiere: 10. Juli 2020 am Hafen Stuttgart


Radioshow Nr. 6
Moderation: Miron Hakenbeck und Barbara Eckle
Das kleine Format auf der großen Bühne – diesmal zum Thema Sound of Silence.
am 11. Juli 2020 im Opernhaus


Demo(kratie) mit dem Staatsopernchor
Staatsopernchor Stuttgart
Konzept und Idee: Valentin Schwarz, Chor: Manuel Pujol
Valentin Schwarz hätte dieses Jahr bei den Bayreuther Festspielen Wagners Ring des Nibelungen inszeniert. Stattdessen bringt er nun ein „Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor“ auf die Straßen Stuttgarts.
ab 12. Juli 2020 im Stuttgarter Stadtraum


Sechs Madrigalfilme
Claudio Monteverdi, Tarquino Merula, Carlo Milanuzzi u.a.
Filme von Matthew Anderson, Tobias Dusche, Manuela Hartel, Lukas Rehm, Rebecca Riedel, Vincent Stefan
Musikalische Leitung: Alan Hamilton, Vlad Iftinca
Sechs Videokünstler*innen haben mit dem Sängerensemble der Staatsoper kurze Musikfilme zu frühbarocken Madrigalen gedreht – an abrupt verwaisten, scheinbar erstarrten Orten Stuttgarts.
Preview: 19. Juli 2020 im Opernhaus

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, PREMIERE Le nozze di Figaro, 01.12.2019

November 6, 2019 by  
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Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

 Le nozze di Figaro –  Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere 1.12.2010; Weitere Vorstellungen 01. / 03. / 08. / 10. November 2019,  15. / 21. / 26. März 2020,  18. April 2020

Von der Normierung des Glücks
Le nozze di Figaro feiert am 1. Dezember 2019 Premiere im Stuttgarter Opernhaus
Roland Kluttig dirigiert; Christiane Pohle inszeniert in einem Bühnenbild von Natascha von Steiger

Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Le nozze di Figaro feiert am 1. Dezember 2019 um 18 Uhr Premiere an der Staatsoper Stuttgart. Christiane Pohle führt Regie und gibt damit nach mehreren Arbeiten am Schauspiel Stuttgart ihr Hausdebüt an der Staatsoper Stuttgart. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Roland Kluttig, dem künftigen Chefdirigenten der Oper Graz.

Le nozze di Figaro ist die immer gültige Erzählung vom Versuch, die Liebe und das Begehren handhabbar zu machen. Die Vermessung des ehelichen Bettes, die Hochzeitsvorbereitungen von Figaro und Susanna und ihr Wunsch, sich ein eigenes Heim für die Rahmung des partnerschaftlichen Glücks zu schaffen, stehen am Anfang von Mozarts Opera buffa und sind zugleich Ausgangspunkt des Regiekonzepts von Christiane Pohle und ihrem künstlerischen Team: „Wir gehen dem Phänomen der seriell produzierten, stereotypen Lebensentwürfe auf den Grund. Es nimmt oft schon bei der Einrichtung normierter Wohneinheiten mit austauschbarer Massenware seinen Anfang“, so Christiane Pohle. „Die Menschen stellen sich eine möglichst individuelle Einrichtung zusammen, eine mit dem ,persönlichen Zuschnitt‘, in der das Glück jetzt stattfinden soll. Dabei wird man den Verdacht nicht los, dass genau dieses Bett, dieses Zimmer, schon millionenfach bewohnt wurde. Das persönliche Glück ist vorproduziert und im Interesse des Kapitalismus zu haben.“

Nahezu alle Partien sind mit Solistinnen und Solisten aus dem Stuttgarter Sängerensemble besetzt. Viele von ihnen werden in dieser Neuproduktion ihre Rollendebüts geben: Michael Nagl in der Titelparte, Esther Dierkes als Susanna und Johannes Kammler als Graf Almaviva. Erstmals zu Gast an der Staatsoper Stuttgart ist Sarah-Jane Brandon als Gräfin. Diana Haller singt Cherubino. In weiteren Rollen sind u. a. Ks. Helene Schneiderman (Marcellina) und Ks. Heinz Göhrig (Basilio) zu erleben. „Diese Produktion ist ein Bekenntnis zum Solistenensemble unseres Hauses“, so Intendant Viktor Schoner. „Wir wollen unser Stuttgarter Mozart-Ensemble kontinuierlich pflegen. Für viele unserer jungen Sängerinnen und Sänger bietet Mozarts Le nozze di Figaro ideale Voraussetzungen, sich stimmlich und szenisch weiterzuentwickeln.“

Musikalische Leitung Roland Kluttig / Markus Poschner **, Regie Christiane Pohle
Bühne Natascha von Steiger, Kostüme Sara Kittelmann, Video Anna-Sophie Lugmeier
Licht Reinhard Traub
Chor Bernhard Moncado
Dramaturgie Ingo Gerlach
Graf Almaviva Johannes Kammler / Jarrett Ott**
Gräfin Almaviva Sarah-Jane Brandon / Olga Busuioc**
Susanna Esther Dierkes / Josefin Feiler**
Figaro Michael Nagl / Andrew Bogard**
Cherubino Diana Haller / Ida Ränzlöv**
Marcellina Helene Schneiderman / Maria Theresa Ullrich**
Basilio Heinz Göhrig
Don Curzio Christopher Sokolowski*
Bartolo Friedemann Röhlig
Antonio Matthew Anchel
Barbarina Claudia Muschio*
* Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Stuttgart
** Vorstellungen März/April 2020

Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart

Begleitveranstaltungen

Einführungsmatinee
Sonntag, 24. November 2019, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang
Das Produktionsteam gibt Einblicke in die Konzeption der Neuinszenierung.

Einführungen
Eine Einführung vor jeder Vorstellung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang, statt.

Öffentliche Probe
Samstag, 16. November 2019, 9.45 Uhr bis 11.30 Uhr. Kostenlose Platzkarten sind ab sofort im Theatershop erhältlich.

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

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