Koblenz, Theater Koblenz, Albert Herring – Benjamin Britten, IOCO Kritik, 15.05.2019

Mai 15, 2019 by  
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Theater Koblenz

Theater Koblenz © Matthias Baus für das Theater Koblenz

Theater Koblenz © Matthias Baus für das Theater Koblenz

ALBERT HERRING  –  Benjamin Britten

– Die Wahl einer Maikönigin – oder – Eine Komödie voller Charme und Spielfreude am Theater Koblenz –

von Ingo Hamacher

Benjamin Britten Büste in Aldeburgh © IOCO

Benjamin Britten Büste in Aldeburgh © IOCO

Mit nicht enden wollendem Applaus feierte das Koblenzer Publikum eine äußerst gelungene Aufführung von Benjamin Brittens  Albert Herring; an Ovationen für Solisten, Chor, Musik und Produktionsteam wurde ebenfalls nicht gespart.

Victor Puhls leidenschaftliches Dirigat lotet die Feinheiten der Partitur gekonnt aus, und führt das Staatsorchester Rheinische Philharmonie zu einer veritablen Leistung, ohne jedoch dabei die Sänger aus den Augen zu verlieren, die mit einer in sich stimmigen Ensemble-Leistung auf hohem Niveau auf eine erfolgreiche Premiere zurückblicken können.

Witzige Regieeinfälle, eine nahezu perfekte Bühne mit den vollumfänglich passenden Kostümen rundeten den gelungenen Abend ab, der vom Publikum des fast ausverkauften Hauses entsprechend gewürdigt wurde.

Zwischen seinen großen Werken und ernsten Fabeln komponierte Britten 1947 für die erste Saison der von ihm ins Leben gerufenen English Opera Group eine heitere Kammeroper in fünf Bildern, die komische Oper Albert Herring, in der die Novelle des Franzosen Guy de Maupassant („Der Rosenjüngling der Madame Husson“) in die englische Provinz gelegt wird.

Theater Koblenz / Albert Herring - hier : Jungho Lee als Albert Herring © Matthias Baus

Theater Koblenz / Albert Herring – hier : Jungho Lee als Albert Herring © Matthias Baus

Der Librettist Eric Crozier hat das Geschehen in die Kleinstadt Loxford in Ost-Suffolk versetzt, wo sie rund um das Maifest des Jahres 1900 spielt.  Eine heitere Posse – vordergründig etwas zu harmlos und naiv -, die schnell Verbreitung findet.  Dabei ist die Musik Brittens, ein Komponist der klassischen Moderne, unterhaltsam und witzig.  Es wimmelt von Parodien und Musikzitaten vom Barock bis zu Wagners Tristan.

Das heitere Musiktheater schwelgt in der Zeichnung der Charaktere, voran der pompösen Lady Billows, vor allem im neunstimmigen Klagelied des III. Aktes, bei dem die einzelnen Charaktere musikalisch herausgearbeitet werden. Und doch zeigt sich auch ein wenig von Protest bei der Schilderung von Alberts Ausflug in das „Laster“, der Protest gegen eine Gesellschaft, die sich anmaßt, allzu herrisch in das Leben des einzelnen einzugreifen.

Benjamin Britten gelang es als erstem britischen Komponisten nach Henry Purcell (Dido und Aeneas), Weltgeltung zu erlangen.  Kurz vor seinem Tod wurde er für seine Lebensleistung mit dem persönlichen Adel ausgezeichnet und zum Lord Britten of Aldeburgh ernannt wurde. Benjamin Brittens Homosexualität zieht sich mehr oder weniger verdeckt durch sein gesamtes Werk. Sein Ruf als außergewöhnlicher Humanist, sein Einsatz für gesellschaftliche Randfiguren, die nahezu alle seine Opern bevölkern, mag als Reaktion auf seine eigenen Lebensumstände daraus resultieren. Britten konnte das Thema Homosexualität – damals in Großbritannien noch mit Gefängnis bestraft – nur andeuten; wir finden es auch in der Oper Albert Herring:

Warum hat Albert Herring keine Freundin und was hat er eigentlich in jener durchzechten Nacht gemacht?

Albert Herring erweckt gerade aufgrund der nächtlichen Vorfälle Hoffnungsperspektiven auf ein besseres Leben:  Der Skandal hat ihn erst richtig zum Mann gemacht, als der er dann auch auf gesellschafftliche Anerkennung hoffen darf. Nach der Gesetzesreform von 1967, die Homosexualität unter Männern ab dem einundzwanstigsten Lebensjahr nicht mehr unter Strafe stellte, wurde Britten diesbezüglich in seinen Werken eindeutiger in seinen Aussagen.

Theater Koblenz / Albert Herring - hier : Jungho Lee als Albert Herring, Michele Silvestrini als Emmy © Matthias Baus

Theater Koblenz / Albert Herring – hier : Jungho Lee als Albert Herring, Michele Silvestrini als Emmy © Matthias Baus

Eine Filmprojektion auf den geschlossenen Vorhang scheint uns mit dem Schriftzug: „Albert Herring von Benjamin Britten“ in einen alten-verwackelten Stummfilm zu führen.  Vielleicht ein Hinweis darauf, das Regie, Ausstattung und Kostüme gar nicht erst versuchen, das Stück tagesaktualisiert aufzuladen.

Der Vorhang öffnet sich und gibt den Blick frei auf das Leben in dem kleinen Ort Loxford. Links die Fassade des Hauses von Lady Billows, rechts der Gemüseladen der Herrings (Foto) .Durch Drehen und Verschieben dieser beiden einzigen Bühnenelemente gewinnen wir später Einsicht in die Häuser, wie wir auch in der Vielzahl der Szenen immer neue Blickwinkel finden. Im Hintergrund, vor dem blau angeleuchteten Panorama, eine niedrige Bruchsteinmauer, hinter der im Verlauf des Abends zahllose Schäfchen vorbeiziehen. Idylle pur! (Oder eben auch Langeweile pur!) – So schön alles ist. Will man hier leben?

Die junge Generation trägt Kostüme der 50er; die Älteren sind von Kleidungsstil in der Jahrhundertwende stecken geblieben: der Generationenkonflikt zeichnet sich ab. Die spleenige Lady Billows will zur allgemeinen Förderung der Sitten das tugendhafteste Mädchen im Ort zur Maikönigin krönen. Es findet sich jedoch keine junge Frau, die der Auszeichnung würdig wäre. Da kommt das Komitee in seiner Not auf einen männlichen Preisträger, Albert Herring, den Sohn der Gemüsehändlerin.

Er führt ein wirklich untadeliges Leben. Albert nimmt gern die 25 Pfund, die mit dem Preis verbunden sind. Stocksteif-wohlerzogen erscheint er zur Feierlichkeit – um dann durch den ungewohnten Alkohol plötzlich aufzutauen. Die gegen Ende des 3. Bildes in Rotlicht getauchte laszive Orgie, die mitten auf dem Marktplatz von Loxford aus heiterem Himmel ausbricht, hat so wohl kaum stattgefunden. Es kann sich nur eine alkoholbedingte Fantasie Alberts handeln.

 Benjamin Britton, die riesige Gedenkmuschel am Strand von Aldeburgh © IOCO

Benjamin Britton, die riesige Gedenkmuschel am Strand von Aldeburgh © IOCO

Pause

Nach dem Fest macht Albert sich auf, um nächtliche Abenteuer zu suchen. Am nächsten Tag ist er verschwunden. Das ganze Dorf gerät in höchste Aufregung, man vermutet Selbstmord oder weitere Untaten, bricht in furchtbare Klagen aus. Da kehrt Albert heim – ramponiert von seinen Erlebnissen, aber fröhlich. Die Tugendhaftigkeit in Person ist er jedenfalls nicht mehr.

Nach Brittens Vorgabe sollten die Rezitativpassagen „ohne Rücksicht auf Tempo in der natürlichen Diktion der Sprache gesungen“ werden.  Und da die Oper zahllose Wieviel-auch-immer-tette (bis hin zum häufig vorkommenden Nonett) aufweist, sah man sich außerstande, für diese Passagen eine sinnvolle deutschsprachige Übertitelung anzubieten, weswegen man sich entschieden hatte, das Stück direkt auf Deutsch zu singen. Da die englisch gedachte Musiklinie jedoch häufig der deutschen Diktion entgegen lief, war der erhofft Verständnisgewinn nur gering.

In den Solopassagen ging einiges unter und in den Rezitativen war aufgrund des – von Britten so vorgesehenen – Gestotteres und Gestammel sowieso kaum etwas zu verstehen. Deutsche Übertitel hätten hier auch außerhalb der Ensembles gute Dienste geleistet.

Die Verwendung von Rezitativensembles mit rhythmisch freiem Sprachvortrag hat Britten damals seitens der Kritik den Vorwurf eingebracht, die Oper „enthalte zu wenig Musik“, was das Stück Albert Herring jedoch nicht daran gehindert hat, einer der größten Nachkriegserfolge auf dem Gebiet der Oper; zeitweise die am Meisten gespielte moderne Oper auf deutschsprachigen Bühnen zu werden. Das Produktionsteam zeigt eine Komödie voller Charme und Spielfreude, die ohne Albernheiten und Anzüglichkeiten auskommt: eine ansprechend-moderne Inszenierung im Dienste des Werkes.

Theater Koblenz / Albert Herring - hier : mit Michele Silveestrini, Hyunwha Lee, Hana Lee und dem Kinderchor Foto Matthias Baus

Theater Koblenz / Albert Herring – hier : mit Michele Silveestrini, Hyunwha Lee, Hana Lee und dem Kinderchor Foto Matthias Baus

Insgesamt gelang eine schöne Interpretation, die den heiteren Charakter des Stückes erfolgreich auf die Bühne brachte, verbunden mit einer rundum gelungenen spielerisch wie gesanglichen Ensemble-Leistung.

Mit nicht enden wollendem Applaus feierte das Koblenzer Publikum eine äußerst gelungene Aufführung; an Ovationen für Solisten, Chor, Musik und Produktionsteam wurde ebenfalls nicht gespart


Albert Herring, Komische Oper von Benjamin Britten, Text: Eric John Crozier, nach den Novelle Le Rosier de Madame Husson (1888) von Guy de Maupassant, Neue deutsche Textfassung: Carolyn Sittig und Waltraud Gerner, Uraufführung: 20. Juni 1947, Opera House, Glyndebourne (Sussex)


Besetzung:

Lady Billows ist Yamina Maamar, Sopran. Yamina Maamar zählt zu den international gefragtesten Künstlerinnen ihres Fachs.

Mr. Gedge wird vom aus Hamburg stammenden Bariton Martin Berner gesungen.

Mr. Upfold: Mark Bowman-Hester,  Das Koblenzer Publikum kennt den US-amerikanischen Tenor bereits aus Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny

Die weiteren Partien konnten aus dem Ensemble besetzt werden:  Florence Pike: Anna Catherine Wagner, Miss Wordsworth: Hana Lee, Mr. Budd: Jongmin Lim, Sid: Christoph Plessers, Albert Herring ist der choreanische Tenor Junho Lee, Nancy Waters: Danielle Rohr, Mrs. Herring: Suk Westerkamp, Emmy: Michèle Silvestrini, Siss: Hyunhwa Lee, Harry: Lennart Reinelt (Kindersolist),  Kinderchor (Singschule Koblenz), Staatsorchester Rheinische Philharmonie

Musikalische Leitung: Victor Puhl,  Seit der Spielzeit 2008/2009 ist Victor Puhl Generalmusikdirektor des Theaters Trier

Inszenierung: Jan Eßinger,  geboren in Darmstadt, studierte bis 2010 Musiktheaterregie in Hamburg. Seit 2017 ist er als freischaffender Regisseur tätig.

Bühne: Marc Weeger,  studierte Bühnenbild bei Jürgen Rose an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart.

Kostüme: Silke Willrett (* 1974 in Stuttgart) ist eine freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin.

Dramaturgie: Rüdiger Schillig, Operndirektor des Theater Koblenz

Albert Herring am Theater Koblenz; die weiteren Termine Termine  11.05., 13.05., 19.05., 22.05. 25.05., 27.05., 02.06., 04.06., 06.06., 09.06., 21.06.2019

Theater Koblenz / historisches Rangtheater © Matthias Baus

Theater Koblenz / historisches Rangtheater © Matthias Baus

Das Theater Koblenz

Das Theater Koblenz ist ein Mehrspartentheater in Koblenz mit eigenen Ensembles für Schauspiel, Musiktherater, Puppenspiel und Ballett. Es bietet in einem Theatergebäude aus dem 18. Jahrhundert unweit des Kurfürstlichen Schlosses 500 Sitzplätze. Intendant des Theaters  ist bis Ende der Spielzeit 2024/2025 Markus Dietze.

Das Theater Koblenz wurde 1787 im Auftrag des Trierer Kurfürsten und Erzbischofs Clemens Wenzeslaus von Sachsen in siebenmonatiger Bauzeit durch den Architekten Peter Joseph Krahe in dem damals neuen Stadtteil Neustadt errichtet.

Das Theater Koblenz ist der einzige erhaltene klassizistische Theaterbau am Mittelrhein und das früheste erhaltene Beispiel eines Rangtheaters in Deutschland (im Gegensatz zum früheren Logentheater).

Am 23. November 1787 wurde das als Vielzweckgebäude konzipierte Theater mit einer Aufführung von Mozarts Die Entführung aus dem Serail unter der Leitung von Johann Heinrich Böhm als Kurfürstliches Komödien- und Ballhaus eröffnet. Am 16. Dezember 1851 trat im Theater die Koblenzer Opernsängerin Henriette Sonntag auf. Es war der erste und einzige Auftritt in ihrer Heimatstadt. Das Theater wurde 1984 bis 1985 umfassend mit dem Ziel restauriert, dem Originalzustand von 1787 möglichst nahezukommen. Dabei stellte man die alten Abmessungen des Foyers wieder her und rekonstruierte die ursprüngliche Ausmalung im Zuschauerraum, auch die Fassade erhielt ihre originale Farbfassung zurück.

Das Theater Koblenz ist geschütztes Kulturdenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz und in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen. Seit 2002 ist das Theater Koblenz Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

 

Trier, Theater Trier, CARMEN von Georges Bizet, 14.09.2014

September 10, 2014 by  
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Theater Trier

Theater Trier © Theater Trier

Theater Trier © Theater Trier

 CARMEN von Georges Bizet

Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach Prosper Mérimées Novelle

Leidenschaft pur: die beliebteste Oper auf dem Trierer Spielplan  Mezzosopranistin Kristina Stanek in der Titelpartie!

Paris / Pere Lachaise - Georges Bizet © IOCO

Paris / Pere Lachaise – Georges Bizet © IOCO

Das Leben von Don José verläuft in geregelten Bahnen, bis er der zügellosen Carmen begegnet, die ein Dasein jenseits der etablierten Gesellschaft führt und ihre sexuellen Bedürfnisse ungehemmt auslebt. Für Carmen setzt José alles aufs Spiel: seinen Ruf, seine Karriere, sein Auskommen, seine Existenz. Er gleitet in die Illegalität ab und lässt sich mit Kriminellen ein. Doch Carmen verliert bald das Interesse an José, der sich ihrer erotischen Libertinage mit eifersüchtigen Besitzansprüchen entgegenstellt. Als sie sich mit dem attraktiven und erfolgreichen Escamillo einlässt, brennen bei José alle Sicherungen durch: Nach einem Streit ersticht José Carmen in aller Öffentlichkeit.

Uraufgeführt am 3. März 1875 an der Pariser Opéra-Comique traf Georges Bizets Erfolgsoper mit dem unverhohlen erotisch-exotischen Unterton den Nerv seiner Zeit, in der sich zugleich mit der sozialen Frage auch das Verhältnis der Geschlechter zu wandeln begann. Carmen stellt die männlichen Machtansprüche in Frage und bezahlt dafür mit ihrem Leben.

Theater Trier / Kristina Stanek in CARMEN © Marco Piecuch

Theater Trier / Kristina Stanek in CARMEN © Marco Piecuch

Nach acht Spielzeiten ist CARMEN in einer Neuinszenierung des jungen und vitalen Opernregisseurs Sebastian Welker wieder im Theater Trier zu erleben. Welker, der in der letzten Spielzeit die Deutsche Erstaufführung von Howard Shores THE FLY in Szene setzte, deutet das zeitlose Eifersuchtsdrama aus dem Blickwinkel heutiger Rituale männlicher Selbstdarstellung.

Musikalische Leitung: GMD Victor Puhl // Inszenierung: Sebastian Welker // Bühnenbild: Julia Przedmojska // Kostüme: Claudia Caséra // Chöre: Angela Händel // Dramaturgie: Dr. Peter Larsen

Mit: Joana Caspar // Evelyn Czesla // Silvie Offenbeck // Kristina Stanek; Carlos Aguirre // Andres de Blust-Mommaerts //  Pawel Czekala // Carsten Emmerich // Luis Lay // László Lukács / Amadeu Tasca // Dmitriy Ryabchikov // Opernchor, Extrachor und Statisterie des Theaters Trier // Philharmonisches Orchester der Stadt Trier

Premiere am 14.09.2014 // 19.30 Uhr // Grosses HausWeitere Vorstellungen: 20.09. | 23.09. | 03.10. | 10.10. | 12.10. | 01.11. | 16.11. | 21.11. | 13.12. | 17.12.; PMThTr

Trier, Theater Trier, KLASSIK UM 11, 05.10.2014

September 5, 2014 by  
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Theater Trier

Theater Trier © Theater Trier

Theater Trier © Theater Trier

KLASSIK UM 11

Die stimmungsvolle Matinee-Reihe geht im Oktober 2014 in eine weitere Runde mit vielen bekannten Werken und spannenden Entdeckungen aus Barock, Vorklassik und Klassik. Neu für Fans dieses Konzertformats: Immer wird ein Werk von W. A. Mozart oder J. Haydn auf dem Programm stehen – und manchmal auch von beiden Komponisten! – Bereits im ersten Konzert präsentiert GMD Victor Puhl Highlights der Vokalmusik: gleich drei hochvirtuose Konzertarien für Sopran von Mozart stehen auf dem Programm: „Vado, ma dove? – oh Dei!“ Es-Dur KV 583, „Chi sà, chi sà, qual sia“ C-Dur KV 582 sowie Rezitativ und Arie „Ch‘io mi scordi di te?“– „Non temer amato bene‘” Es-Dur KV 505. Es singt Sopranistin Evelyn Czesla, begleitet vom Philharmonischen Orchester der Stadt Trier und Christoph Jung am Klavier. Außerdem auf dem Programm: Die Sinfonie Es-Dur Wq 183/2 von Carl Philipp Emanuel Bach (im 300. Geburtsjahr), Chaconne g-Moll Z 730 des Mannheimer Klassikers Johann Christian Cannabich und zum Ausklang die Sinfonie Nr. 52 c-Moll Hob I:52 von Joseph Haydn.

Vorstellungen im Oktober: So, 05.10.2014, 11:00 Uhr / Promotionsaula des Trierer Jesuitenkollegs

Pressemeldung Theater Trier

Trier, Theater Trier, Premiere: ROMEO UND JULIA, 18.10.2014

September 1, 2014 by  
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Theater Trier

Theater Trier © Theater Trier

Theater Trier © Theater Trier

ROMEO UND JULIA  Tanztheater von Birgit Scherzer

nach Willian S. Shakespeare, Musik von Sergej Prokofiev,  nach dem Ballett von Adrian Piotrowski, Sergej Radlow, Leonid Lawrowski und Boris Assafjew

Die größte Liebesgeschichte der Welt und eine der berühmtesten Ballettmusiken aller Zeiten!

Die Familien der Capuletti und der Montecchi stehen sich als Todfeinde gegenüber. Auf einem Fest lernt der maskierte Romeo – der Jüngste der Montecchi – Julia, die Tochter des Hauses Capuletti kennen. Beide verlieben sich ineinander, müssen jedoch ihre Verbindung geheim halten. Zwar gelingt es dem Paar, einen verschwiegenen Vertrauten dazu zu bringen, sie heimlich zusammen zu bringen,doch das verhindert nicht die weitere Eskalation der Familienfehde: Bei einem erneuten Aufeinandertreffen der gewaltbereiten Banden kommt es zu einem tödlichen Schlagabtausch. Romeo und Julias Liebe hat keine Chance – ihre Befreiungsversuche enden in einer Katastrophe.

Julia Statue im Casa di Giullietta in Verona © IOCO

Julia Statue im Casa di Giullietta in Verona © IOCO

William Shakespeares weltberühmte Tragödie über die fatale Konfrontation zweier Familien und die friedensstiftende Gegenkraft der Liebe hat mit der kongenialen Ballettmusik von Sergej Prokofiev – entstanden 1935, uraufgeführt in Brünn am 30. Dezember 1938 – das Tanztheater entscheidend geprägt. Die expressive, meisterhaft instrumentierte Partitur, die Generationen von Choreografen inspirierte, verleiht der Handlung eine fesselnde musikalische Dramatik, der man sich nicht entziehen kann.

Die Tanztheater-Inszenierung von ROMEO UND JULIA übernimmt einmal mehr die international renommierte Choreografin Birgit Scherzer, die nach ORFEO ED EURIDICE von Gluck in der letzten Spielzeit diesen Ballett-Klassiker mit ihrer unverwechselbar poetischen Tanzsprache in Szene setzen wird. Musikalische Leitung: GMD Victor Puhl / Inszenierung und Choreografie: Birgit Scherzer / Bühnenbild: Manfred Gruber / Kostüme: Gera Graf / Dramaturgie: Dr. Peter Larsen

Mit: Christin Braband / Sandra Huber / Juliane Hlawati / Ayumi Noblet / Cecile Rouverot / Susanne Wessel; Noala de Aquino / Andres de Blust- Mommaerts / Denis Burda / René Klötzer / Alister Noblet / Robert Seipelt / Philharmonisches Orchester der Stadt Trier

PREMIERE am 18.10.2014 / 19.30 Uhr / Großes Haus,  Vorstellungen im Oktober: Sa, 18.10.2014, 19:30 Uhr / Sa, 25.10.2014, 19:30 Uhr / PMThTr

 

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