Lockenhaus, Kammermusikfest 2020, Nicolas Altstaedt, Gidon Kremer, Andras Schiff…, IOCO Kritik, 15.07.2020

Burg und Kirche Lockenhaus - im abendlichen Nebel © a4grafik

Burg und Kirche Lockenhaus – verträumt im abendlichen Nebel © a4grafik

Kammermusikfest  Lockenhaus

Kammermusikfest  Lockenhaus   2. – 11. Juli 2020

– Eine Feier der Musik –

von Hans-Günter Melchior

 Sie kennen Lockenhaus nicht? Nie gehört? Dann also ganz von vorne!

Lockenhaus liegt im Burgenland in Österreich, ungefähr in der Mitte zwischen Wien und Graz, nur wenige Kilometer von der Grenze nach Ungarn entfernt.

Kammermusikfest Lockenhaus / hier: künstlerischer Leiter und Cellist Nicolas Altstaedt @ Niklas Schnaubelt

Kammermusikfest Lockenhaus / hier: künstlerischer Leiter und Cellist Nicolas Altstaedt @ Niklas Schnaubelt

Die kleine Gemeinde Lockenhaus hat 1.981 Einwohner. Das Zentrum wird beherrscht von der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Nikolaus, die in den Jahren 1656-1669 von dem italienischen Baumeister  Pietro Orsolini erbaut wurde. Über dem Dorf thront wie ein Adlerhorst eine mittelalterliche Ritterburg, die eine wechselvolle Geschichte hinter sich hat. Nachdem sie im 19. Jhdt. zu verfallen drohte, nahm sich Fürst Esterházy der Renovierung an. Heute befindet sich die Burg in gutem Erhaltungszustand, ein höchst eindrucksvoller Gebäudekomplex, von dem aus man einen weiten Blick ins Tal hat.

Um die mächtigen Mauern raunen noch heute schreckliche Geschichten. Hier hat erwiesenermaßen die blutrünstige ungarische Gräfin Elisabeth Báthory residiert, die sich den zweifelhaften Ruf einer Serienmörderin erwarb. Wer sensibel genug ist und in die Abgründe der Zeit hineinzuhören versteht, kann heute noch die Schreie der gequälten und zutode gefolterten Jungfrauen durch die Ritzen des Gemäuers hindurch vernehmen. Die Gräfin kam aus einer psychisch schwer gestörten Familie. Als ihre Kammerzofe eines Tages beim Frisieren zu wenig Gefühl bewies, verpasste ihr die Gräfin eine heftige Ohrfeige. Die Zofe blutete und das Blut floss auf die Hand der Herrin. Sie bildete sich ein, dass ihre Haut an dieser Stelle durch das Blut weicher und geschmeidiger geworden wäre. Um sich zu verjüngen, ließ sie deshalb im Umland 600 unverheiratete Frauen töten, in deren Blut sie badete. Lange Zeit blieben die Taten unentdeckt. Schließlich kamen die Morde doch ans Licht: die Gehilfen der Gräfin wurden zum Tode verurteilt! die Gräfin selbst „genoss“ die Privilegien des Adels: sie wurde in einen Kerker gesperrt, der nur ein schmales Luftloch und eine kleine Öffnung für das Essen besaß. Dort starb sie, hässlich geworden und auf dem Gesicht liegend.

Aber es geht hier nicht nur um Gruselgeschichten. Es geht um die Musik, die Kammermusik. Unter Musikliebhabern ist Lockenhaus ein Begriff. 1981 gründete der weltberühmte Geiger Gidon Kremer in Lockenhaus im Burgenland das Kammermusikfest. 2012 gab er die künstlerische Leitung an den Cellisten Nicolas Altstaedt ab.

St Niklaus Kirche in Lockenhaus © Alois Weber

St Niklaus Kirche in Lockenhaus © Alois Weber

Das Kammermusikfest findet jedes Jahr Anfang Juli statt, 2020 wurde es vom 2.-11. Juli veranstaltet. Dabei wurden die wegen der Corona-Pandemie gebotenen Schutz-maßnahmen eingehalten: alle musikalischen Aufführungen fanden dieses Mal in der Kirche  St. Nikolaus statt; nicht wie sonst im Wechsel zwischen Kirche und Burg, die einen kleinen Musiksaal mit erfreulicher Akustik beherbergt, während der Klang in der Kirche ein wenig hallig ist.

Bis zum Betreten der Kirche bestand Maskenpflicht, während der Darbietungen nicht. Der Abstandsregel wurde insofern Rechnung, als pro Sitzreihe nur zwei Personen Platz nehmen durften, es sei denn, es handelte sich um enge Familienangehörige. Vor Betreten der Kirche hatte man die Hände zu desinfizieren. Soweit bisher ersichtlich verlief die gesamte Veranstaltung unter dem Gesichtspunkt der Corona-Krise folgenlos.

Obwohl das Kammermusikfest nun schon 39 Jahre veranstaltet wird (meine Frau und ich besuchen es jetzt schon weit über 25 Jahre), umgibt es immer noch die Aura eines Geheimtipps unter Musikliebhabern. Man kennt sich inzwischen untereinander, zumindest vom Sehen. Unter den Besuchern finden sich ausgesprochene Musikexperten.

Viele Musikgrößen traten hier zum ersten Mal ins Blickfeld der musikalischen Öffentlichkeit. Etwa die Cellistin Sol Gabetta, die Pianistin Buniatishvili, der damals bereits etablierte und leider schon verstorbene Cellist Heinrich Schiff ließ es sich nicht nehmen Werke von Haydn und Mozart einzustudieren und selbst aufzutreten.

Die Veranstaltung ist musikalisch höchst anspruchsvoll. Geboten werden Werke aus der Musiktradition, daneben solche aus der Moderne, auch von zeitgenössischen, noch lebenden Komponisten, die manchmal anwesend sind. Arvo Pärt und Sofia Gubaidulina waren schon da, in diesem  Jahr erläuterte die schweizer Komponistin Helena Winkelman, deren Trio für Violine, Violoncello und Klavier Nine Micro-Bagatelles or Nine Visitations from the Past uraufgeführt wurde, ihr Werk. Daneben kommen auch Chorwerke und Gesangsstücke zur Aufführung.

Regelmäßig findet eine etwa 1½-stündige Matinee statt. Wer will, kann am späten Nachmittag an einer Werkstattveranstaltung teilnehmen, die in die bestimmte Kompositionen und ihre Interpretation einführen. Am Abend folgt dann eine mindestens 2-stündige weitere Veranstaltung, manchmal geht es bis in die späten Abendstunden weiter. Ein Stummfilmaufführung des berühmten Fritz-Lang-Films Dr. Mabuse mit Klavier- und Schlagwerkbegleitung endete erst um 2.00 Uhr nachts.

Kammermusikfest Lockenhaus / Gidon Kremer (links) - friends © Niklas Schnaubelt

Kammermusikfest Lockenhaus / Gidon Kremer (links) – friends © Niklas Schnaubelt

Die ausführenden Künstler sind in der Mehrheit junge Frauen und Männer mit teilweise bereits internationaler Reputation. Etwa die Geigerin Vilde Frang, der Cellist Vashti Hunter, aber auch die schon etwas älteren Solisten wie der Pianist Alexander Lonquich (der mit mit den Diabelli-Variationen brillierte) oder der Geiger Barnabas Kelemen und –, nicht zu vergessen –, der bereits international sehr bekannte Cellist Nicolas Altstaedt.

Gidon Kremer (siehe Foto oben) spielte mit Georgijs Osokins die Sonate für Violine und Klavier op.136 b und mit Madara Petersone die Sonate für zwei Violinen von Miecyzslaw Weinberg. Kremers Anliegen ist es, dem lange fast vergessenen genialen Komponisten Weinberg zu seinem postumen Recht zu verhelfen. Er wird nicht müde, auf das hohe Niveau dieser Musik hinzuweisen, auch außerhalb von Lockenhaus.

 Kammermusikfest Lockenhaus / hier Andras Schiff @ Niklas Schnaubelt

Kammermusikfest Lockenhaus / hier Andras Schiff @ Niklas Schnaubelt

Absoluter Höhepunkt war der Auftritt von András Schiff, dessen hinreißend vergeistigte und hochsensible Interpretation von Ludwig van Beethovens Klaviersonaten E-Dur op.109, A-Dur op. 110 und c-Moll op.111 Beifallsstürme hervorrief. Der Ausnahmekünstler beantwortete die begeisterte Reaktion des Publikums mit einer langen Zugabe. Vor den Sonaten trug er ein nicht im Programm stehendes Werk von Bach vor, den er für den größten Komponisten aller Zeiten hält.

Naturgemäß dominierten im Beethovenjahr die Werke dieses Komponisten, der wegen der Corona-Krise im offiziellen Konzertbetrieb eindeutig nicht hinreichend gewürdigt werden konnte.

Die Komponisten, die sonst noch in Lockenhaus alle zur musikalischen Sprache kamen, können in einem kurzen Bericht nicht benannt werden. Eine lange Liste. Etwa Brahms. Schubert, Debussy, Dvorák, Kodály, Berio und vor allem Bartók – dieser insbesondere mit dem berühmten Quintett für Klavier und Streichquartett DD 77 und den Tristan-Anklängen im Kopfsatz sowie den Besonderheiten in der Diatonik –, Zimmermann, Ravel uva., deren Werke mit größtem Engagement, manchmal jugendlichem Elan und vor allem mit bewundernswerter Könnerschaft dargeboten wurden.

Die verzaubernde St Nikolaus Kirche in Lockenhaus / 2020 auch Spielort des Kammermusikfest  @ Alois Weber

Die verzaubernde St Nikolaus Kirche in Lockenhaus / 2020 auch Spielort des Kammermusikfest  @ Alois Weber

Genug. Dies kann nur ein Überblick sein. Zugegeben: es waren 10 nicht ganz leichte Tage. Eine hohe intellektuelle Herausforderung, vier bis fünf  Stunden und manchmal mehr zum Teil recht schwierige Musik pro Tag, die die volle Konzentration forderte. Eine Musik, die nicht auf der Zunge zergeht, sondern ein existentielles Zentrum ansteuert, sich auseinandersetzt mit ihrem Stoff.

Aber lohnende, beglückende Tage. Man wird hineingezogen in die Begeisterung der Künstler für die Werke und deren Interpretation. Ins Neue am Alten, ins Alte am Neuen. So ist man Teil der Aufführung, mitdenkend, mitfühlend, mitspielend, den Nuancen und Raffinements nachspürend.

Und immerhin am späten Abend, nicht in Lockenhaus sondern im 16 km entfernten Kirchschlag, in der buckligen Welt, im Hotel Post, wo man vorzugsweise wohnt, die Erholung bei einem vorzüglichen Blaufränkischen genießt und wünscht, wäre es doch schon Juli 2021 und bliebe man gesund…

—|IOCO Kritik Kammermusikfest  Lockenhaus |—

Schwarzenberg, Alpenarte, Andrei Ionita – Intendant in Residence, IOCO Aktuell, 01.04.2019

April 5, 2019 by  
Filed under alpenarte, Konzert, Schwazenberg

Alpenarte / Musikwissenschaftlerin Irina Paladi und Intendant in Residence Andrei Ionita © Schwarzenberg / Andreas Domjanic

Alpenarte / Musikwissenschaftlerin Irina Paladi und Intendant in Residence Andrei Ionita © Schwarzenberg / Andreas Domjanic

alpenarte

Andrei Ionita – Junger Intendant in Residence

Alpenarte : Eine Chance für junge Musiker –

von Thomas Thielemann

Mit zyklischen Alpenarte – Konzertreihen wird jungen Musikern die Möglichkeit geschaffen, als Intendant in Residence sich mit den Tücken der Organisation von Musik-Events vertraut zu machen.

Alpenarte – Schwarzenberg / Bregenzerwald –  

Als Intendant in Residence der Herbst-Alpenarte hatte der rumänische Cellist Andrei Ionita junge aufstrebende, aber durchaus bereits gestandene Musiker in das Österreicher Schwarzenberg, im Bregenzerwald eingeladen, um mit seinen Gästen in dem wundervollen Angelika-Kauffmann-Saal vier Themen-Kammerkonzerte zu gestalten.

Der schlichte, komplett aus Tannen- und Buchenholz errichtete Saal, bietet für die Kammermusik perfekte akustische Bedingungen. Nicht ohne Grund gilt der Saal als einer der besten Kammermusiksäle Österreichs. Der „Schuhschachtel-Konzertsaal“ ist mit einem offenen Flach-Satteldach abgedeckt, so dass die Leimbinder-Stützkonstruktion sichtbar bleibt. Seitlich vom Podium sind schräge Holzreflexwände angeordnet und hinter den Musikern war ein den Schall reflektierender Paravent aufgestellt. Interessanterweise haben auch die Panorama-Doppelglasfenster keinen gravierenden Einfluss auf die Klangentwicklung. Außerdem verfügt der Saal über eine ausgezeichnete Belüftungsanlage und im hinteren Bereich über eine Galerie. Ich empfand die Klangentfaltung allerdings als etwas trocken. Aber das mag ein individueller Eindruck sein.

Konzert des ersten Abends – Der deutschen Romantik gewidmet.

Der 1. Preisträger des Cello-Tschaikowskiwettbewerbs 2015 Andrei Ionita eröffnete den Abend mit dem spanischen Pianisten und Gewinner des Kissinger Klavier-Olymp 2018, Juan Pérez Floristán, mit drei Fantasiestücken op.73 von Robert Schumann. Danach komplettierte der spanische Klarinettist Pablo Barragán die Musiker, um gemeinsam mit beeindruckender Podiumpräsenz das Trio in a-Moll op. 114 von Johannes Brahms zu bieten.

Als drittes Werk spielten dann Ionita, Juan Pérez Floristan, der außergewöhnliche albanisch-griechische Violinist Jonian Ilias Kadesha, sowie Karolina Errera aus Moskau eine frische Interpretation des Brahms-Klavierquartetts Nr. 1, op. 25. Alle vier Musiker haben bereits hochrangige Wettbewerbe gewonnen.

Der zweite Konzertabend war einer Auswahl aus der Vielfalt der Musik Europas gewidmet. Mit einer expressiven Darbietung von Jörg Widmanns „Fantasie für Klarinette solo“ eröffnete Pablo Barragán das Programm. Die britische Cellistin Vashti Hunter verfügt bereits über solistische Erfahrung. Sie und Pablo Barragán begeisterten mit einer für ihre Instrumente arrangierten Auswahl zweistimmiger Inventionen von Johann Sebastian Bach und als Gegenstück das „Off Pist“ des Schwedischen Komponisten Svante Henryson. Danach brillierte Floristan mit der „Fantasia Betica“ für Klavier solo seines Landsmanns Manuel de Falla.

Das Europa-Programm ergänzte das Klavierquintett in A-Dur, op. 81 von Antonin Dvorak. Es spielten die Geiger Jonian-Ilias Kadesha und die koreanisch-kanadische Preisträgerin des Sibelius-Musikwettbewerbs 2015 Christel Lee. Die in Antalya ausgebildete Bratschistin Nilay Özdemir, die Cellistin Vashti Hunter sowie der Pianist Juan Pérez Floristan aus Sevilla komplettierten die höchstsensible Darbietung.

Alpenarte / Klavierquintett © Schwarzenberg / Andreas Domjanic

Alpenarte / Klavierquintett © Schwarzenberg / Andreas Domjanic

Als Zugabe wurde ein Medley der Europa-Hymne, der Österreicher Nationalhymne und Beethovens „Lied an die Freude“ intoniert. Das dritte Konzert hatte Andrei Ionita der Musik seiner Rumänischen Heimat gewidmet: „Dor:Rumänischer Traum“. Das Dor gilt als Hauptwesenszug des rumänischen Nationalcharakters und umfasst die rumänische Mentalität mit ihrem „Weltschmerz“, ihrer Sehnsucht, Nostalgie und Melancholie.

Ionita hatte ausschließlich Werke rumänischer Komponisten, bzw. im heutigen Staatsgebiet Rumäniens geborener Komponisten, wie Bela Bartok, in das Programm dieses Konzerts aufgenommen.

Mit seiner bereits gebotenen Intensität und Virtuosität begann Pablo Barragán mit einer Sonate für Klarinette solo von Tiberiu Olah (1928 bis 2002).

Als eine unbedingte Bereicherung der Musikerschar stellte sich die aus Ploiesti stammende Pianistin Daria Tudor vor. Sie ist mehrfache Musikpreisträgerin und häufige Kammermusik-Partnerin Andrei Ionitas. Eine Toccata von George Enescu war ihr fulminanter Einstieg in das Programm. Danach folgten von George Enescu „Carillon Nocturne“ und von Radu Paladi sein „Rondo a capriccio“.

Aus einer Auswahl der Duos für zwei Violinen, Sz. 98 des Béla Bartok spielten Jonian-Ilias Kadesha und Christel Lee. Danach folgten, unkonventionell für zwei Bratschen bearbeitete Stücke aus gleicher Quelle, von Karolina Errera und Nilay Özdemir routiniert dargeboten. Beschwingt beendeten Andrei Ionita und Daria Tudor den ersten Teil des Programms mit Rumänischen Volkstänzen von Béla Bartok.

Die Tochter des Komponisten Radu Paladin (1927-2013), die Musikwissenschaftlerin und Publizistin Irina Paladi, führte danach mit dem vom Komponisten geförderten Andrei Ionita  ein informierendes und auch emotionales Podiumsgespräch über das Leben und das Werk des bedeutendsten Komponisten Rumäniens der jüngsten Vergangenheit. Beide führten das Publikum zu einem der musikalischen Höhepunkte des Viertage-Zyklus, einer berührenden Interpretation des Streichquartetts Nr.1 in c-Moll von Radu Paladi.

Neben Andrei Ionita, Karolina Errera und Jonian-Ilias Kadesha übernahm die Enkelin des Komponisten Alexandra Paladi einen Violinen-Part. Als Orchester- und Kammermusikerin sowie als Solistin verfügt sie bereits über reiche künstlerische Erfahrungen.

Das Abschlusskonzert widmete der Intendant der ihm besonders nahestehenden russischen Musik. Das Konzert wurde mit dem Klaviertrio élégiaque Nr.1 in g-Moll von Sergej Rachmaninow eröffnet, das dieser im Alter von 19 Jahren komponierte. Als Solisten erfreuten mit einer frischen unkonventionellen Darbietung Alexandra Paladi, Vashti Hunter und die phantastische Daria Tudor

Mit Dmitri Schostakowitschs schmerzbeladenem Klaviertrio Nr. 2 in e-Moll folgte der für uns emotionale Höhepunkt des Festivals. Mit höchster Sensibilität von Daria Tudor, Christel Lee und Andrei Ionita musiziert, hätten wir uns das Trio eigentlich als Abschluss der Alpenarte 2018 gewünscht.

Alpenarte / Schlussapplaus © Schwarzenberg / Andreas Domjanic

Alpenarte / Schlussapplaus © Schwarzenberg / Andreas Domjanic

Den Schluss bildete Peter Tschaikowskis Streichsextett „Souvenir de Florence“ in d-Moll, mit dem die sechs Streicher der vier vergangenen Konzerte noch einmal ihre glückliche Kombination aus Virtuosität, Jugendfrische und sich entwickelnder musikalischer Reife zur Geltung bringen konnten.

Mit der Zugabe, einer Bearbeitung des Andante aus Tschaikowskis Streichkonzert Nr. 1 für das gesamte Alpenarte-Ensemble und dem Solopart mit Andrei Ionita, wurde dem Auditorium noch ein Ohrwurm zum Abschluss geboten, was auch mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.

Für uns, aus dem doch recht entfernten Dresden Angereiste und durchaus musikverwöhnte Hörer, war das Festival ein wunderbares Erlebnis. Die noch sehr jungen, hoch talentierten Musiker hinterließen einen so unvergesslichen Eindruck, dass bei uns der Wunsch entstand, mehr davon zu erleben.

Die nächste Alpenarte findet vom 9. bis 12. Mai 2019 mit der Intendanz in Residence der Flötistin Eva-Nina Kozmus in Schwarzenberg statt.

—| IOCO Aktuell alpenarte Schwarzenberg |—

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