Hamburg, Staatsoper Hamburg, Wiederaufnahme Katja Kabanova, 24.09.2019

September 18, 2019 by  
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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Leos Janácek  –  Katja Kabanova

  In der Titelpartie debütiert Olesya Golovneva an der Staatsoper Hamburg

Leos Janáceks Oper Katja Kabanova ist ab dem 24. September in drei Vorstellungen wieder in der Staatsoper zu sehen. In der Titelpartie gibt Olesya Golovneva ihr Debüt am Haus. Die Sopranistin ist für den diesjährigen Deutschen Theaterpreis DER FAUST in der Kategorie Sängerdarstellerin Musiktheater nominiert. In der Inszenierung von Willy Decker gibt es auch ein Wiedersehen mit Hanna Schwarz als Kabanicha.

Zum Inhalt: Eine Kleinstadt an der Wolga wird für Katja Kabanova zum Gefängnis: Hier lebt sie in einer Welt voller Abhängigkeiten und unerfüllter Sehnsüchte. Unerträglich ist die Tyrannei der Schwiegermutter, unerträglich die Angst vor den Konsequenzen einer Trennung von ihrem Ehemann. Doch Boris, den sie heimlich liebt, ist seinerseits nicht frei in seinen Entscheidungen. Als Ehebrecherin von allen verschrien, geht sie aus Verzweiflung in den Fluss.

Mit Katja hat der tschechische Komponist Leos Janácek nach seinem Welterfolg „Jenufa“ eine weitere, vielschichtige Frauengestalt in das Zentrum seiner 1921 in Brünn uraufgeführten Oper gestellt. Ihren inneren Kämpfen hat er in einer mal lyrischen, mal herb-dunklen Tonsprache musikalischen Ausdruck verliehen – und dabei starken persönlichen Anteil an ihrer Geschichte genommen: Seit 1917 und bis zu seinem Tod war der verheiratete Komponist in die fast vierzig Jahre jüngere Kamila Stösslová verliebt; eine Liebe, die nur in etwa 700 Briefen stattfinden durfte.


Leos Janácek   –  Katja Kabanova

Musikalische Leitung: Johannes Harneit, Inszenierung: Willy Decker, Bühnenbild und Kostüme: Wolfgang Gussmann, Mitarbeit Bühnenbild: Stefan Heinrichs, Chor: Christian Günther

Mit: Savjol Dikoj Oliver Zwarg (Rollendebüt), Boris Grigorjewitsch Edgaras Montvidas (Rollendebüt), Marfa Kabanova (Kabanicha) Ks. Hanna Schwarz (Rollendebüt), Tichon Kabanoff Ks. Jürgen Sacher (Rollendebüt), Katherina (Katja) Olesya Golovneva (Rollendebüt und Hausdebüt), Wanja Kudrjasch Oleksiy Palchykov (Rollendebüt), Varvara Ida Aldrian (Rollendebüt), Kuligin Viktor Rud, Glascha Kady Evanyshyn (Rollendebüt und Hausdebüt), Fekluscha Veselina Teneva (Rollendebüt), Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

In tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Vorstellungen am 24. September sowie am 1. und 4. Oktober, jeweils um 19.30 Uhr, Großes Haus

—| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

Mainz, Staatstheater Mainz, Premiere KATJA KABANOVA, 19.01.2019

Januar 8, 2019 by  
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Staatstheater Mainz

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

Staatstheater Mainz © Andreas Etter

KÁTJA KABANOVÁ
von Leos Janácek

Premiere am 19. Januar um 19.30 Uhr im Großen Haus

Gefühlskalte Menschen und die heuchlerische Moraleiner bigotten Gesellschaft umgeben Kátja wie eine Zwangsjacke. Mit ihrem willensschwachen Ehemann Tichon lebt sie unter dem Regiment von dessen eifersüchtiger und dominanter Mutter Kabanicha. Mit Boris kommt ein Mann in die Stadt, der Sehnsüchte weckt und in den Kátja sich verliebt. Während einer Reise ihres Mannes kann sie ihr Bedürfnis nach Liebe nicht länger unterdrücken und gibt sich Boris in zehn aufeinanderfolgenden Nächten hin. Nach der Rückkehr ihres Mannes deutet Kátja ein starkes Gewitter als übersinnliches Zeichen. Aufgewühlt beichtet sie ihren Fehltritt inaller Öffentlichkeit. Die Ächtung durch ihre Umwelt und der Verlust von Boris, der die Stadt wieder verlassenmuss, sind ihr unerträglich. Sie geht in die Wolga und setzt ihrem Leben ein Ende.Zur Charakterisierung seiner Opernfiguren hat Leos Janácek die Tonfälle und Nuancen der tschechischen Sprache eingefangen und sie in Sprachmelodien übersetzt.Ungewöhnliche rhythmische Strukturen, eineausdrucksstarke Orchesterbehandlung und Anklänge slawischer Volksmusik lassen das eindringliche Portrait einer jungen Frau entstehen, die an den Konventionen ihrer Zeit zerbricht.Lydia Steier, die bereits mit großem Erfolg Perelà, Armide und Saul in Mainz inszeniert hat, wird Kátja Kabanová als Neuproduktion auf der Grundlage ihrer Arbeit für das Oldenburgische Staatstheater auf die Bühne des Großen Hauses bringen.

Musikalische Leitung: Paul-Johannes Kirschner
Inszenierung: Lydia Steier
Co-Regie: Milo Pablo Momm
Bühne: Flurin Borg Madsen
Kostüm: Ursula Kudrna
Kostümadaption: Sebastian Helminger
Licht: Ulrich Schneider
Chor: Sebastian Hernandez Laverny
Dramaturgie: Lars Gebhardt, Christin Hagemann
Savjol Prokofjevitsch Dikoj: Derrick Ballard
Boris Grigorjevitsch: Steven Ebel
Marfa Ignatjevna Kabanová (Kabanicha): Gundula Hintz
Tichon Ivanytsch Kabanov: Alexander Spemann
Katherina (Kátja): Nadja Stefanoff
Vanja Kudrjasch: Johannes Mayer
Varvara: Linda Sommerhage
Kuligin: Dennis Sörös
Glascha: Maria Dehler
Fekluscha/Zena: Danaila Dimitrova
Muz: Igor Loseev / Anton Monetkin
Das Kind: Lotta Yilmaz / Emma-Sophie König

Chor des Staatstheater Mainz
Statisterie des Staatstheater Mainz
Philharmonisches Staatsorchester Mainz

Weitere Spieltermine: 27.1., 13.2., 12.3., 10. und 23.4.

—| Pressemeldung Staatstheater Mainz |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Sommerfestspiele, 6. bis 23. Juli 2017

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Sommerfestspiele, 6. bis 23. Juli 2017

Meisterkonzerte im Museum Frieder Burda sowie im Casino Baden-Baden

In zwei Meisterkonzerten präsentiert das Festspielhaus Baden-Baden im Rahmen der Sommerfestspiele 2017 junge Ausnahme-Künstler an besonderen Orten. Das Azahar-Ensemble wird zusammen mit dem Schauspieler Christoph Wieschke am Montag, 10. Juli 2017 um 19 Uhr im Museum Frieder Burda die dort ausgestellten Werke des kanadischen Foto-Künstlers Rodney Graham musikalisch-literarisch „umspielen“. Auf dem Programm stehen Bläserquintette  von Anton Reicha, Carl Nielsen und Joaquín Turina sowie Texte von Lewis Caroll, Sigmund Freud und Herman Melville. Das Ensemble gründete sich nach einer gemeinsamen Zeit im nationalen spanischen Jugendorchester und gewann 2014 den Publikumspreis sowie einen zweiten Preis der Jury im ARD-Musikwettbewerb. Azahar ist der aus dem Arabischen stammende Name der weißen, aromatisch duftenden Blüten von Zitrus-Bäumen, insbesondere des Orangenbaums, und steht für den sinnlichen Bezug zur Musik, der dem Azahar-Ensemble so wichtig ist.

Festspielhaus Baden-Baden / Varvara © Jordi Roca

Festspielhaus Baden-Baden / Varvara © Jordi Roca

Die russische Pianistin Varvara spielt am Sonntag, 16. Juli 2017 um 11 Uhr im Florentiner-Saal des Casino Baden-Baden Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Liszt. Damit schlägt sie einen besonderen Bogen in die Musikgeschichte der Stadt. An gleicher Stelle spielte Franz Liszt persönlich Konzerte während seiner zahlreichen Aufenthalte in Baden-Baden. Es sind ihre Mozartinterpretationen, die bei Musikerkollegen Furore machen. Die russische Pianistin Varvara gewann den Concours Géza Anda und erhielt den Publikums- wie den Mozart-Preis – beste Voraussetzungen für ein interessantes Debüt in Baden-Baden, das die beiden Mozart-Klavierrondos KV485 und KV511 in den Mittelpunkt rückt und mit Bachs Chromatischer Fantasie und Fuge in d-Moll BWV 903 beginnen wird.

Weitere Informationen: www.festspielhaus.de

Informationen und Eintrittskarten: Tel. 07221 / 30 13 101

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—