Baden-Baden, Festspielhaus, Sehnsucht nach dem Miteinander, Festspiel-Saison 2020/2021

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Baden-Badener Festspiel-Saison 2020/2021

Sehnsucht nach dem Miteinander

Baden-Badener Festspiel-Saison 2020/2021 mit fünf Festivals, sieben Opern, Residenzorchestern aus Berlin, New York, St. Petersburg, München und Stuttgart –Intendant setzt auf die Macht der Musik und des Miteinanders.

Baden-Badens Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa ist fest davon überzeugt, dass Menschen schon bald wieder in großer Zahl gemeinsam Musik genießen werden können. Sein neues Programm der Saison 2020/2021 stellt er deshalb unter das Motto „Sehnsucht nach dem Miteinander“. Der Vorverkauf dazu beginnt heute (16. März 2020).

„Auch wenn wir derzeit noch von der Corona-Pandemie gebremst werden: Ich möchte mit dem neuen Programm Mut machen und positiv in die Zukunft blicken.“ Das Publikum, die Freunde und Förderer des Festspielhauses bittet Benedikt Stampa:Buchen Sie schon jetzt für die neue Saison und stellen Sie sich an die Seite so vieler wunderbarer Künstlerinnen und Künstler. Gemeinsames Musikerleben stärkt unsere Gesellschaft. Wir spüren gerade in der Corona-Krise schmerzhaft, wie sehr wir Konzerte, Opernabende und Ballett-Aufführungen vermissen. In ihnen schlummern seelische Abwehrkräfte.“

Fünf Festivals und sieben Opern

Fünf Festivals prägen das Saisonprogramm des Festspielhauses Baden-Baden 2020/2021.Sieben Opern, davon vier szenische Produktionen, bilden das Rückgrat der neuen Spielzeit“, so der Intendant. Sein zweites Baden-Badener Programm schärft zudem die Profile der einzelnen Baden-Badener Festspiele und beschäftigt sich wieder intensiv mit der Musikgeschichte des „Sehnsuchtsortes“ Baden-Baden. Die Opern Salome von Richard Strauss und Mazeppa von Peter I. Tschaikowsky werden in Baden-Baden neu inszeniert. Die Saison 2020/2021 beginnt am 20. September 2020. Sir Simon Rattle dirigiert Béla Bartóks Opern-Thriller Herzog Blaubarts Burg in einer konzertanten Aufführung.

Salome  –  neu inszeniert von Philipp Stölzl

„Die Herbstfestspiele 2020 werden mit der Neuinszenierung Salome von Regisseur Philipp Stölzl deutlich aufgewertet“, so Benedikt Stampa. Residenzorchester dieses Festivals (vom 28. November bis zum 6. Dezember 2020) sind die Münchner Philharmoniker, die neben ihrem Einsatz im Orchestergraben auch zwei Konzerte unter der Leitung ihres Chefdirigenten Valery Gergiev und eines mit Thomas Hengelbrock geben werden. Als Salome debütiert Evgenia Muraveva in Baden-Baden. Im Ensemble dieser Oper sind zudem Evelyn Herlitzius (Herodias), Michael Volle (Jochanaan) und Andrei Popov (Herodes).

Osterfestspiele 2012 – Mit den Berliner Philharmoniker 

Im Rahmen der Osterfestspiele 2021 mit den Berliner Philharmonikern dirigiert Kirill Petrenko die Tschaikowsky-Oper Mazeppa und leitet die konzertante Aufführung der Oper Francesca da Rimini von Sergei Rachmaninow. Die Neuinszenierung Mazeppa erarbeitet der russische Regisseur Dmitri Tcherniakov. Zu den Solisten der Oper zählen Olga Peretyatko (Maria), Ekaterina Semenchuk (Ljubow), Vladislav Sulimsky (Mazeppa) und Dmitry Ulyanov (Kotschubei). Um Tschaikowskys intensiver Auseinandersetzung mit den Werken Wolfgang Amadeus Mozarts nachzuspüren interpretiert Kirill Petrenko zudem am 29. März und am Karfreitag (2. April) dessen Requiem. Im Theater Baden-Baden entsteht im Rahmen der Osterfestspiele eine Neuinszenierung des Mozart-Singspiels „Zaide“.

Kameliendame –  von John Neumeier

Gleich zweimal kommt das Hamburg Ballett John Neumeier in der Spielzeit 2020/2021 nach Baden-Baden – im Herbst 2020 sowie zu Pfingsten 2021. Die schon traditionellen Ballett-Tage zu Beginn der Saison bringen dann John Neumeiers Nachtstücke und seinen Klassiker Die Kameliendame mit Musik von Frédéric Chopin. Sowohl im Herbst als auch zu Pfingsten lädt John Neumeier zu einer Ballettwerkstatt ein.

  Pfingstfestspiele 2021  – Hamburg Ballett – SWR Symphonieorchester

Zu den Pfingstfestspielen 2021 mit dem SWR Symphonieorchester kehren das Hamburg Ballett und John Neumeier zurück an die Oos. „Ich freue mich sehr auf Oliver Messiaens ‚Turangalîla‘-Sinfonie“, sagt Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa, denn „sie gehört zur DNA des SWR Symphonieorchesters und wurde von John Neumeier kongenial choreografiert.“ Werke des französischen Komponisten Messiaen sowie Gegenüberstellungen mit Kompositionen von Ravel, Wagner und Strawinsky prägen diese zweite Ausgabe der Festspiele im Zeichen der klassischen Moderne.

Mariinsky Ballett in den Winterfestspielen

Neben dem Hamburg Ballett John Neumeier bleibt das Mariinsky Ballett eine weitere feste Größe in Baden-Baden. Über die Weihnachtstage 2020 zeigt die Compagnie, deren Wurzeln im 18. Jahrhundert liegen, die Handlungsballette „Schwanensee“ und „Romeo und Julia“. In einer neu konzipierten Ballett-Gala am Zweiten Weihnachtstag tanzt die Compagnie Werke von Mikhail Fokine, Jerome Robbins und Marius Petipa. Die Residenz des Mariinsky Balletts firmiert unter dem Titel Winterfestspiele. „Auch dieses Festival möchte ich in den Folgejahren weiter profilieren“, so Intendant Benedikt Stampa, der zum Jahreswechsel Gastgeber des ARD-Silvesterkonzerts ist. Am 31.12.2020 leitet Teodor Currentzis das SWR Symphonieorchester. Auf dem Programm stehen Tschaikowskys Violinkonzert, die „Feuervogel“-Suite von Igor Strawinsky sowie Maurice Ravels „Boléro“.

Brahms mit Hengelbrock und Nézet-Séguin

Nach dem Erfolg der ersten Mikro-Festivals der Saison 2019/2020 hat das Festspielhaus Baden-Baden den Dirigenten Thomas Hengelbrock eingeladen, mit mehreren Ensembles im Herbst 2020 zentrale Werke von Johannes Brahms („Ein Deutsches Requiem“, „Ungarische Tänze“, Chormusik) und Johann Strauß zu interpretieren. Den Programm-Schwerpunkt Johannes Brahms greift im Sommer 2021 Yannick Nézet-Séguin auf. Er beginnt mit den Sinfonien 1 und 2 sowie dem 2. Klavierkonzert einen Brahms-Zyklus, der in den Folgejahren fortgesetzt werden soll. Musikalische Partner sind hier das Chamber Orchestra of Europe sowie die Solisten Andreas Ottensamer (Klarinette) und Yuja Wang (Klavier).

MET-Orchester erstmals wieder in Europa

Mit dem ersten Gastspiel des Orchesters der Metropolitan Opera New York seit fast 20 Jahren eröffnet Benedikt Stampa die Sommerfestspiele 2021 in Baden-Baden. „Yannick Nézet-Séguin möchte mit mir gern die Baden-Badener Musikgeschichte lebendig werden lassen“, sagt Benedikt Stampa, der den neuen Musikdirektor der MET auch als Liedbegleiter präsentiert. Am 2. Juli 2021 interpretieren der kanadische Dirigent und die Sopranistin Joyce DiDonato im Festspielhaus Baden-Baden Schuberts Winterreise zum Auftakt des Festivals. Dem Liederabend folgen Orchesterkonzerte, in denen Werke von Richard Strauss, Richard Wagner und Hector Berlioz im Mittelpunkt stehen. Berlioz dirigierte zu Lebzeiten häufig in Baden-Baden und schrieb hier auch Teile seiner Oper „Die Trojaner“. Auszüge daraus dirigiert Yannick Nézet-Séguin am 3. Juli 2021.

Zwei Aufführungen der Oper „Tosca“ und zwei Konzerte des Orchesters des Mariinsky Theaters beenden die Saison 2020/2021 im Festspielhaus Baden-Baden. Die Inszenierung der Puccini-Oper entstand 2007 in St. Petersburg und wird von Ensemble, Chor und Orchester des Mariinsky Theaters aufgeführt. In zwei Konzerten dirigiert Valery Gergiev zudem das Orchester des Mariinsky Theaters.

Stars der Oper in Konzerten

Die Liste großer Künstler-Namen, die 2020/2021 in Baden-Baden Konzerte und Opernaufführungen gestalten werden, ist lang. Intendant Benedikt Stampa heißt Cecilia Bartoli mit zwei halb-szenischen Aufführungen der Rossini-Oper La Cenerentola (6./8.11.2020) ebenso willkommen wie Diana Damrau, die gemeinsam mit Nicolas Testé am 4.12.2020 den Abend „Royal Affairs – Kings and Queens of Opera“ mitbringen wird. Auch Elena Garanca (14.11.2020), Sonya Yoncheva (12.6.2021) und Plácido Domingo (6.3.2021) werden erwartet.

Entertainment herzlich willkommen

Explizit wies Intendant Benedikt Stampa darauf hin, dass das Festspielhaus Baden-Baden auch Jazz, Pop und Musical ein guter Gastgeber sein möchte. „Ich freue mich in der Saison 2020/2021 auf eine neue Ausgabe des SWR3 New Pop Festivals, auf den modernen Klassiker ‚Stomp‘ und eine Serie des Musicals Ich war noch niemals in New York (13. bis 18.4.2021)“, so Benedikt Stampa.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Termine Mai bis Juli 2020

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Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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Termine Mai bis Juli 2020


Samstag, 2. Mai 2020, 18 Uhr  /  Leonidas Kavakos    Violin-Rezital

Leonidas Kavakos spielt Beethoven, Schumann und Brahms. Der griechische Meistergeiger kultiviert den rauen Strich, wenn es der Sache dient. Etwa bei Schumanns Sonaten, diesen Tänzen auf dünnem Eis. Brahms’ Musik ist fast das Gegenteil davon. Sie gleicht einem stabil gebauten Haus, das einer zarten Seele Schutz bietet. Bei Beethoven ist sie schließlich da, die klassische Ausgeglichenheit zwischen Geige und Klavier, Melodie und Motiv. So bietet das Konzert von allem das Beste.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 3. Mai 2020, 16 Uhr    Montag, 4. Mai 2020, 10 Uhr
Winnetou

Live-Hörspiel mit Musik und Geräuschen für Jugendliche ab zwölf Jahren

Winnetou und Old Shatterhand, bestehen ihr erstes großes Abenteuer. Mit einem richtigen Karl May-Soundtrack. Der wird live gespielt und birgt so manche Überraschung. Willkommen zu einem nicht ganz korrekten Karl-May-Abend, der doch ganz nah am Original bleibt und auch epische Schlachten bietet.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Sonntag, 17. Mai 2020, 17 Uhr
Julia Fischer Quartett
Beethoven – Mozart – Brahms

Dass Julia Fischer zu den besten Geigerinnen der Welt zählt, ist längst bekannt. Ähnliches gilt auch für den Starbratschisten Nils Mönkemeyer. Gemeinsam mit den Musikern Alexander Sitkovetsky und Benjamin Nyffenegger bilden beide Künstler ein Streichquartett. Das Programm präsentiert eine Auswahl, die ganz auf die Klassiker setzt. Nach Beethovens „Großer Fuge“ folgt Mozarts berühmtes d-Moll-Quartett. Den Abschluss bildet Brahms, der sein zweites Quartett mit den Tönen f-a-e beginnen lässt: „Frei, aber einsam“.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Pfingstfestspiele:
Donnerstag, 28. Mai bis Montag,1. Juni 2020


Donnerstag, 28. Mai 2020, 20 Uhr
Teodor Currentzis IV – SWR Symphonieorchester und musicAeterna Chor
Gabriel Fauré: Requiem

Festspielhaus Baden-Baden / Teodor Currentzis © SWR / Klaus Mellenthin

Festspielhaus Baden-Baden / Teodor Currentzis © SWR /
Klaus Mellenthin

Faurés „Requiem“ ist eine ungewöhnliche Totenmesse – und wird von uns deshalb auch ungewöhnlich aufgeführt. Der französische Spätromantiker Gabriel Fauré ignorierte die strenge Requiem-Tradition, ließ Texte weg und fügte neue hinzu. Seine Musik sollte die Menschen nicht schrecken, sondern trösten. Hier setzt nun Teodor Currentzis an, der musikalische Leiter dieser Pfingstfestspiele. Der Dirigent nimmt die metaphysische Dimension dieser Musik ernst. Er lässt das Requiem szenisch aufführen – in Zusammenarbeit mit dem britischen Künstler und Performer Mat Collishaw.

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Freitag, 29. Mai 2020, 20 Uhr
Eine Nacht im Museum
Sebastian Manz, Klarinette, und vision string quartet

Das erste Kammermusikkonzert dieser Pfingstfestspiele präsentiert Musik des russischen Komponisten Edison Denisov und der polnischen Komponistin Gra?yna Bacewicz. Zum Schluss erklingt Brahms´ berühmtes Klarinettenquintett. Als Spätwerk ist es äußerst verdichtet, gleichzeitig hat sich hier der alte Brahms seelisch geöffnet wie sonst nur selten. Diese Musik geht direkt ins Herz – und wird heute von Sebastian Manz, dem Soloklarinettisten des SWR Symphonieorchesters, und dem Berliner vision string quartet im Museum Frieder Burda gespielt.

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Samstag, 30. Mai 2020, 18 Uhr
Teodor Currentzis V – SWR Symphonieorchester
D. Schostakowitsch: „Leningrader“ Sinfonie

Seit Teodor Currentzis den Chefposten des SWR Symphonieorchesters übernahm, werden die ersten gemeinsamen Konzerte von der Kritik mit Lob überschüttet. Currentzis bevorzugt existenzielle Programme. Für die Pfingstfestspiele wählte er Schostakowitschs „Leningrader“ Sinfonie, die dem Widerstandsgeist der im Zweiten Weltkrieg eingeschlossenen Leningrader Bevölkerung ein Denkmal setzt.

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Samstag, 30. Mai 2020, 22 Uhr
Festspiel–Late-Lounge im Brenners Park-Hotel
Sebastian Manz und Musiker des SWR Symphonieorchesters

Sebastian Manz ist nicht nur Soloklarinettist des SWR Symphonieorchesters, sondern auch ein experimentierfreudiger Grenzgänger. Heute Abend lädt er mit Kolleginnen und Kollegen zu einem etwas anderen Konzert ins Brenners Park-Hotel ein. Die Künstler sind ganz nah an den Zuhörern und spielen eine Musik, die in keine Schublade passt. Oder wo würden Sie die „Dschungelbuch- Ouvertüre“ und ein Techno-Medley einordnen? Die Musiker brauchen keine Verstärker – und spielen doch mit der Musik, die auch in Clubs und Folk-Kneipen funktioniert. Achtung: Sehr begrenztes Platzangebot, Kaminhalle, Brenners Park-Hotel.

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Sonntag, 31. Mai 2020, 11 Uhr
Kit Armstrong und Musiker des SWR Symphonieorchesters
Festspiel-Matinee im Weinbrennersaal, Kurhaus

Die großen Konzerte dieser Pfingstfestspiele kreisen um ein Thema: das Requiem. Das gilt auch für dieses Kammermusikkonzert. Schostakowitschs achtes Streichquartett ist eine vorweggenommene Totenklage auf sich selbst, worauf auch die auskomponierten Initialen d-s-c-h hinweisen. Der Brendel-Schüler Kit Armstrong und die Musiker des SWR Symphonieorchesters haben dem Werk das große f-Moll-Quintett von Johannes Brahms gegenübergestellt. Veranstaltungsort: Weinbrennersaal, Kurhaus.

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Sonntag, 31. Mai 2020, 18 Uhr
Teodor Currentzis VI
G. Verdi: Messa da Requiem

Teodor Currentzis und sein Ensemble musicAeterna knüpfen an die Interpretation des Verdi-Requiems aus den vergangenen Jahren an. Wir sind gespannt, wie der Dirigent der Stunde das Meisterwerk angeht und lassen seine Lesart „pur“ auf uns wirken.

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Montag, 1. Juni 2020, 11 Uhr
Antoine Tamestit und Cédric Tiberghien
Festspiel-Matinee

Teodor Currentzis wollte ihn unbedingt bei seinen ersten Pfingstfestspielen dabeihaben. Und so gestaltet der französische Star-Bratschist Antoine Tamestit sein erstes Kammermusikkonzert im Festspielhaus. Tamestit und der Pianist Cédric Tiberghien haben die bedeutendsten Bratschenwerke überhaupt mitgebracht: Je eine Sonate von Brahms und Schostakowitsch, die beide zu dem melancholischen Spätwerk der Komponisten zählen. Dazu das ergreifende „Lachrymae“ von Benjamin Britten – und das wunderschöne Lied von John Dowland, auf das Brittens „Lachrymae“ zurückgeht.

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Samstag, 13. Juni 2020, 18 Uhr
New York Gypsy All-Stars
Die Stadt der 1000 Groves

In den politischen Umbrüchen der letzten Jahre ist das Leben in Osteuropa für die Mitglieder der Sinti und Roma nicht einfacher geworden. Also machten sich die Begabtesten auf die Reise mit dem Ziel, das alle Gypsy-Musiker anstreben: Amerika! Hier hat sich in den letzten Jahren eine lebendige Gypsy-Szene etabliert. Und so treffen bei den New York Gypsy All-Stars osteuropäische Roma-Traditionen auf Einflüsse aus der indischen und der lateinamerikanischen Musik und natürlich auch auf den Jazz. Die Herkunft der Bandmitglieder spiegelt sich in dieser Musik ebenso wider wie die kulturelle Vielfalt ihrer gemeinsamen Wahlheimat New York.

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Sonntag, 14. Juni 2020, 16 Uhr
Virtuosen an der Marimba: The Wave Quartet
Klang und Körper

Es ist die Mischung aus Musikalität und Körperbeherrschung, die Marimba- und Percussion-Konzerte für das Publikum so faszinierend machen. Eines der berühmtesten Ensembles ist das Wave Quartet – in seinem aktuellen Konzert erklingen Tangos sowie Ausschnitte aus der Oper „Carmen“.

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Samstag, 20. Juni 2020, 18 Uhr
Ich küsse Ihre Hand, Madame!
Tonfilmschlager mit Natalie und Matthias Karl

Natalie und Matthias Karl singen Schlager aus den frühen Tonfilm-Jahren. Viele Melodien wurden zu Ohrwürmern einer Generation, die ins Kino ging, weil die Realität nicht zum Lachen war. Nun hebt das Orchester wieder an zu Klassikern wie „Ein Freund, ein guter Freund“ oder „Ungeküsst sollst Du nicht schlafen gehen“.

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Sonntag, 21. Juni 2020, 11 Uhr
Beatrice Rana
Sonntags-Matinee mit Italiens führender Pianistin

In den Matineen stellen wir gern junge Künstler vor, denen wir eine große Zukunft zutrauen – oder aber solche, die im Ausland längst Karriere gemacht haben, in Deutschland jedoch noch zu wenig bekannt sind. Beatrice Rana ist so ein Fall. Trotz ihres jugendlichen Alters gilt sie längst als die führende Pianistin Italiens, nachdem sie bereits viele der großen Wettbewerbe gewonnen hat. Bei uns konfrontiert Rana die extrem virtuosen Petruschka-Sätze Strawinskys mit Bachs „Italienischem Konzert“. Im Zentrum ihres ersten Auftritts im Festspielhaus steht jedoch ein Meisterwerk der deutschen Romantik: Schumanns leidenschaftliche dritte Klaviersonate.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
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Dienstag, 23. Juni 2020, 20 Uhr
Chilly Gonzales
Solo Piano III

Festspielhaus Baden-Baden / Chilly Gonzales © Alexandre Isard

Festspielhaus Baden-Baden /
Chilly Gonzales © Alexandre Isard

Chilly Gonzales studierte Jazz-Piano in Kanada, startete eine Karriere als Electro-Rapper in Berlin und hat sich mit der Solo Piano Trilogie in ganz andere Sphären gewagt. Seine Konzerte sind eine Mischung aus allen drei Welten und so genau weiß man vorher nie, was einen erwartet, da seine Auftritte keinem Muster folgen. Wir freuen uns auf einen Abend mit einem einzigartigen Entertainer, der mit einem mehr als 27 Stunden langen Dauerkonzert im Mai 2009 einen Weltrekord für das Guinness Buch der Rekorde aufstellte.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
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Samstag, 27. Juni 2020, 10 bis 17 Uhr
Sonntag, 28. Juni 2020, 10-18 Uhr
Das große Kinder-Mitmach-Orchester
Zweitägiger Workshop für Instrumentalschüler ab zehn Jahren

Normalerweise heißt es: „Lerne dein Instrument ein paar Jahre, und dann geht es ins Orchester.“ Das verstehen wir nicht. Wer nicht früh die Magie des großen Klanges erlebt hat, weiß vielleicht gar nicht, wofür er ständig alleine übt… Also geht es heute ins große Orchester – auch mit wenigen Vorkenntnissen. Einfache Arrangements und eine wunderbare Betreuung durch ausgebildete Musiker und Studierende machen es möglich. Mitmachen können alle Instrumente – eine begrenzte Anzahl an Klavierplätzen steht ebenso zur Verfügung. Anmeldung unter Angabe von Instrument und Lernerfahrung in Monaten/Jahren

Weitere Informationen unter: info@festspielhaus.de.
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


3. Juli bis 26. Juli 2020
Sommerfestspiele


Freitag, 3. Juli 2020, 20 Uhr
Andris Nelsons – A. Bruckner: Sinfonie Nr. 8
Gewandhausorchester Leipzig

Festspielhaus Baden-Baden / Andris Nelsons © Gert Mothes

Festspielhaus Baden-Baden /
Andris Nelsons © Gert Mothes

Die Sommerfestspiele beginnen mit Bruckners achter Sinfonie, dargeboten vom Leipziger Gewandhausorchester. Die Sinfonie ist ein monumentales Werk, das sich zu Gott aufschwingen will. Der Dirigent Andris Nelsons bewahrt sich einen intuitiven Zugang zu dieser Musik. Und das zurecht, wie die hervorragend besprochenen Aufnahmen beweisen, die der Künstler mit Bruckners Musik bereits vorlegte.

Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
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Samstag, 4. Juli 2020, 11 Uhr
Pablo Ferrández
Festspiel-Matinee im Florentinersaal, Casino

Rachmaninows berühmte Cellosonate hat der Komponist seinem Cello spielenden Psychiater gewidmet. Wir lassen das leidenschaftliche Opus zu den Sommerfestspielen von Pablo Ferrández aufführen, dem jungen spanischen Cellisten und ECHO-Rising Star, nominiert von Palau de la Musica und L’Auditori Barcelona. Zuvor erklingt Beethovens berühmte A-Dur-Sonate, sowie eine Neukomposition von Antón García-Abril.

Veranstaltungsort: Florentinersaal, Casino
Weitere Informationen und Tickets: www.festspielhaus.de
Persönliche Beratung und Reservierung: Tel. 07221 / 30 13 101


Samstag, 4. Juli 2020, 18 Uhr
Andris Nelsons – Bach: H-moll-Messe
Gewandhausorchester Leipzig

Dass ein Sinfonieorchester wie das Gewandhausorchester Leipzig während unserer Sommerfestspiele Bachs h-Moll-Messe spielt, ist ein Statement – besonders in Zeiten der Originalklang-Bewegung. Andererseits versuchen die Vertreter besagter Bewegung zu jenen Quellen zurückzufinden, von denen sich das Gewandhausorchester nie abspaltete. Die Leipziger sind DAS Bach-Orchester, nachdem ihre Vorgänger vom großen Johann Sebastian selbst mitgeformt wurden. In die Leipziger Tradition darf sich nun auch der Lette Andris Nelsons einreihen, der als Trompeter einen speziellen Zugang zur h-Moll-Messe haben dürfte, diesem Lobgesang, der von Sachsen aus seinen Weg in die ganze Welt gefunden hat.

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Sonntag, 5. Juli 2020, 17 Uhr
Baden-Baden-Gala 2020
Gewandhausorchester Leipzig

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko © ALIKHAN PHOTOGRAPHYALI

Festspielhaus Baden-Baden / Olga Peretyatko © ALIKHAN PHOTOGRAPHYALI

Wir müssen dem findigen Mitglied des Baden-Badener Kurkomitees noch heute dankbar sein: Es hatte die geniale Idee, dem aus Amerika heimkehrenden Stardirigenten Johann Strauß vom Ausbruch der Cholera in Wien zu berichten. Strauß war entsetzt und nahm eine zeitgleich ausgesprochene Einladung nach Baden-Baden an. Hier setzte seine Karriere zu neuen Höhenflügen an. Es ist daher auch eine Verbeugung vor unserer Stadt, wenn das Gewandhausorchester Leipzig und ihr Chefdirigent Andris Nelsons während der Sommerfestspiele an Johann Strauß in Baden-Baden erinnern.

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Donnerstag, 9. Juli 2020, 21 Uhr – 20 Uhr Führung durch die Ausstellung
Eine Nacht im Museum – Open-Air-Konzert beim Museum Frieder Burda
Percussion- Picknick mit Vanessa Porter

Es sind Sommerfestspiele in Baden-Baden. Und wenn das Wetter es zulässt, machen wir heute ein Percussion-Picknick mit Vanessa Porter. Die Künstlerin setzt sich kreativ in einer bislang männerdominierten Kunstform durch. Neben den klassischen Percussion-Instrumenten spielt Vanessa Porter auch auf Alltagsgegenständen. Daher unsere Bitte: Bringen Sie ruhig unterschiedliche Gefäße für Ihre Salate und Snacks mit! Vor dem Konzert: Führung durch das Museum. Anschließender Konzertbesuch unter freiem Himmel, es dürfen gerne Picknickdecken o. ä. mitgebracht werden. Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung drinnen statt.

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Freitag, 10. Juli 2020, 20 Uhr
Samstag, 11. Juli 2020, 18 Uhr
Sonntag, 12. Juli 2020, 17 Uhr
Nederlands Dans Theater – Jubliläumsprogramm
Die Revolution tanzt mit ihren Kindern

Festspielhaus Baden-Baden / Nederlands Dans Theater, Kunstkamer © Rahi Rezvani

Festspielhaus Baden-Baden / Nederlands Dans Theater, Kunstkamer
© Rahi Rezvani

Als vor 60 Jahren die „Jungen Wilden“ um Hans van Manen und Benjamin Harkarvy dem Nationalballett der Niederlande den Rücken kehrten, war das die Geburtsstunde des Nederlands Dans Theater. Nach einer zweiten prägenden Phase mit Ji?í Kylián sind es heute vor allem die Arbeiten von Paul Lightfood und Sol Léon, die das Ansehen der Compagnie prägen. Längst tanzt sich die vierte Generation in die Herzen der Fans hinein. So bleibt uns während dieser Sommerfestspiele nur zu wünschen: Happy Birthday, NDT!

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Samstag, 18. Juli 2020, 19 Uhr
João Barradas und Band
Barock und Jazz – Johann Sebastian trifft João

Das Album „Directions“ wurde vom amerikanischen Jazz-Kultmagazin „Downbeat“ zu einem der Alben des Jahres 2017 gekürt. Sein Schöpfer, der Akkordeonist João Barradas (ECHO-Rising Star), gilt mittlerweile als einer der besten Jazz-Akkordeonisten der Welt. Und da der Jazz und die Barockmusik mehr miteinander zu tun haben, als landläufig bekannt ist, wird heute während der Sommerfestspiele beides zusammengefügt. Was ist denn eine Passacaglia anderes als eine variantenreiche Spielerei über eine immer gleiche Basslinie? Hier wird der Jazzer hellhörig – und das Publikum erst recht.

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Donnerstag, 23. Juli 2020, 19 Uhr
G. Verdi: Attila – Konzertante Oper
Ildar Abdrazakov setzt Maßstäbe in der Titelrolle

Warum Valery Gergiev während der Sommerfestspiele Verdis „Attila“ aufführt? Mit Ildar Abdrazakov kann der Dirigent den bedeutendsten Attila-Darsteller der Gegenwart präsentieren. Vom Wunsch getragen, das nationale Empfinden seiner Landsleute zu befeuern, ließ Verdi dieser Oper einen musikalischen Höhepunkt auf den nächsten folgen. Heute ist das Werk ein wunderbares Betätigungsfeld für die vielen frischen Stimmen, die Gergiev in Russland entdeckt und fördert – und eine lohnende Entdeckung für den Festspielhaus-Zuhörer.

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Freitag, 24. Juli 2020, 20 Uhr
Valery Gergiev – Strauss: Ein Heldenleben
Mariinsky Orchester

Mit Strauss’ „Heldenleben“ haben wir eine Gattung vor uns, die in der Malerei ständig vorkommt: das Selbstportrait. Bei Strauss ist der „Held“ natürlich der Komponist selbst und auch Pauline, seine Frau, bekommt ihr kapriziöses Geigensolo. Nicht zuletzt kommen auch die bösen Herren Kritiker vor. Strauss’ „Heldenleben“ ist ein Psychogram. Sein eigentliches Thema ist: Der Kampf des Künstlers gegen die Selbstzweifel. Zu diesen bekannte sich der selbstbewusst auftretende Komponist nur in seiner Musik. Deren Magie scheint nur darauf zu warten, von dem virtuos aufspielenden Mariinsky-Orchester während der Sommerfestspiele in Baden-Baden entfesselt zu werden.

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Samstag, 25. Juli 2020, 18 Uhr
Valery Gergiev – Bruckner: Sinfonie Nr. 9
Mariinsky Orchester

Als religiöses Bekenntnis war die Musik Anton Bruckners in der Sowjetunion mit einem Tabu belegt. Und doch gab es eine bemerkenswerte Ausnahme: Der vielleicht bedeutendste sowjetische Dirigent überhaupt, Jewgeni Mrawinsky, setzte sich mit seinen Leningrader Philharmonikern für den österreichischen Komponisten ein – und ganz besonders für dessen neunte Sinfonie. Diese kleine historische Einordnung ist auch deshalb wichtig, weil Valery Gergiev den Dirigenten Mrawinsky als eines seiner beiden Vorbilder bezeichnet (der andere ist übrigens Furtwängler). Wenn Valery Gergiev mit seinem Mariinsky Orchester während der Sommerfestspiele selbst Bruckners Neunte dirigiert, dann stellt er sich bewusst in diese kleine Leningrader/St. Petersburger Bruckner-Tradition. Diese findet im Bruckners expressionistischer Gottsuche eine Brücke zu eigenen orthodoxen Erfahrungen.

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Sonntag, 26. Juli 2020, 17 Uhr
G. Verdi: Il trovatore
Verdis beliebter Opern-Hit in konzertanter Aufführung

Neben der „Zauberflöte“ und „Carmen“ ist Verdis „Troubadour“ die populärste Oper überhaupt. Ihr Siegeszug begann bereits nach der triumphalen Uraufführung. Dass dieser Erfolg in den letzten Jahren etwas abgenommen hat, liegt an den Regisseuren, die in dieser Oper schlicht und ergreifend nichts zu tun haben. Niemand geht wegen der kruden Handlung in den „Troubadour“, alle wollen die großartigen Arien, Ensembles und Chöre genießen. Verdis „Troubadour“ wird für alle Ewigkeit den Gesangsfans gehören – so auch während dieser Sommerfestspiele.

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Amsterdam, Het Concertgebouw, Rotterdamer Philharmoniker – Schostakowitsch, IOCO Kritik, 31.01.2020

Het Concertgebouw in Amsterdam © Hans Roggen

Het Concertgebouw in Amsterdam © Hans Roggen

Het Concertgebouw

Dmtri Schostakowitsch – Gioacchino Rossini

Schostakowitsch: Cellokonzert Nr. 1, Es-Dur, op.107, Sinfonie Nr. 15, A-Dur, op. 141 –   Gioacchino Rossini:  Wilhelm Tell

von  Thomas Birkhahn

Warum kombinieren Konzertveranstalter Gioaccinos Rossinis Wilhelm Tell Ouvertüre mit zwei Werken von Dmtri Schostakowitsch?

Die Frage ist relativ leicht zu beantworten: Schostakowitsch zitiert in seiner 15. Symphonie das berühmte Thema aus der Wilhelm Tell Ouvertüre. Viel schwieriger ist die Frage zu beantworten, warum er das macht. Mehr dazu später.

Rotterdamer Philharmoniker – Gautier Capucon – Violoncello

Das Konzert beginnt also mit Rossinis bekanntester Ouvertüre, dessen erwähntes Hauptthema wohl zu den populärsten Melodien der klassischen Musik überhaupt zählt. Weit weniger bekannt ist das wunderbare Celloquintett, mit dem die Ouvertüre beginnt. Die Cellisten der Rotterdamer Philharmoniker spielen diese getragene und ernste Musik mit vollem Ton und großer romantischer Geste. Auch die später einsetzenden Bläser zeigen in klangschön vorgetragenen Soli ihre Musikalität und technische Meisterschaft. Aber auch der Streicherapparat beweist im berühmten Hauptthema und den rasenden Läufen seine Klasse. Dirigent Valery Gergiev zeichnet die Dramatik dieses Klassik-Hits gut nach. Auch wenn die Ouvertüre keine besondere musikalische Tiefe vermittelt, macht es einfach Spaß, solche Musik zu hören!

Rotterdamer Philharmoniker und Valery Gergiev
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Im darauf folgenden ersten Cellokonzert von Schostakowitsch macht Solist Gautier Capucon von den ersten 4 Tönen des solistisch vorgetragenen Hauptthemas an klar, worum es ihm in diesem Werk geht bzw. nicht geht: Für Capucon ist dies kein launiges Bravourstück, durch das man in rasendem Tempo seine technische Meisterschaft zeigen kann. Die Tempovorgabe „Allegretto“ setzt er konsequent um. Sein Ton hat eine Härte, die eine grimmige Grundstimmung erzeugt. Dies ist kein Wohlfühlklang, der sich selbst im großen Klagegesang des zweiten Satzes nicht in einen romantisch singenden Ton verwandelt. Wie ein Blick in eine andere Welt ist die Passage, in der der Solist das Thema des zweiten Satzes mit künstlichen Flageoletts im Zusammenspiel mit der Celesta vorträgt. Die gläserne Leichtigkeit dieser Passage hat man selten mit solcher Zartheit gehört. Auch im introvertierten Beginn der Kadenz findet der Hörer bei Capucon keinen Trost. Er bleibt mit bewundernswerter Konsequenz bei seiner Linie, die Härte dieser Musik zu betonen, so dass es dann auch im Schlusssatz keine Überraschung mehr ist, dass die rasenden Läufe und schwierigen Doppelgriffe von Capucon nicht zum Zeigen seiner technischen Brillanz – die er zweifellos besitzt – genutzt werden.

Bei Gautier Capucon scheint die Musik nach der Rückkehr des viertönigen Hauptthemas des ersten Satzes beinahe vor sich selbst davon zu laufen. Der Hörer ist fast erleichtert, als das Konzert vorbei ist, und die Anspannung weichen kann. Capucons Interpretation ist wohl durchdacht, mit absoluter Konsequenz durchgehalten und ohne darauf aus zu sein, beim Zuhörer Wohlgefühl zu erzeugen. Wir meinen, auch in diesem Werk Schostakowitschs Leiden an den persönlichen und politischen Verhältnissen in der Sowjetunion zu hören. Beim Orchester ist zu allererst der Hornist hervorzuheben, der von Schostakowitsch gerade im ersten Satz beinahe wie ein zweiter Solist behandelt wird. Auch er vermeidet Schönklang, vielmehr schmettern seine Solopassagen mit aggressiver Geste heraus. Das Orchester insgesamt ist dagegen zu oft kein gleichwertiger Partner für den Solisten. Man vermisst gerade im zweiten Satz etwas mehr bohrende Intensität, etwas mehr Tiefgang. So großartig das erste Cellokonzert auch ist, in diesem Konzert hätte das weniger populäre weil deutlich introvertiertere zweite Cellokonzert besser gepasst, denn die nach der Pause gegebene 15. Sinfonie zitiert auch aus dem 2. Cellokonzert. Hier ist der Konzertveranstalter dem Publikumsgeschmack gefolgt, anstatt ein inhaltlich stimmiges Programm zu erstellen.

Het Concertgebouw / der Grosse Saal © Hans Roggen

Het Concertgebouw / der Grosse Saal © Hans Roggen

Die 15. Sinfonie von Schostakowitsch gibt dem Hörer Rätsel auf, die sich wahrscheinlich nie lösen lassen. Sie beginnt mit einem einzelnen Glockenspielschlag, gefolgt von einer kindlich-heiteren Flötenmelodie. Ist das ernst gemeint? Klingt so das symphonische Vermächtnis eines der größten Komponisten des 20. Jahrhunderts? Es wird noch rätselhafter: wie schon erwähnt, intonieren die Blechbläser das berühmte Thema aus Rossinis „Wilhelm Tell“. Und es bleibt nicht dabei! Freunde des musikalischen Zitats kommen in dieser Sinfonie voll auf ihre Kosten. Schotakowitsch zitiert das Schicksalsmotiv aus Wagners Ring, der Beginn des Tristan zieht kurz vorüber, es gibt Zwölftonreihen, das B-A-C-H-Motiv erklingt und wir hören Anklänge an seine 4. und 7. Sinfonie sowie an das 2. Cellokonzert. Was soll das alles? Ein Scherz? Ist Schostakowitsch nach über 35 Jahren stalinistischer Tyrannei nach Scherzen zumute? Eine Spurensuche ist wenig ergiebig. Vom Komponisten ist nur die Aussage überliefert, dass er die Zitate „nicht nicht hätte einfügen können.“ Außerdem bezeichnete er den ersten Satz als „tanzende Puppen in einem Spielwarenladen.“ Also doch echte Heiterkeit?  Dirigent Kurt Sanderling, lange Jahre ein enger Freund Schostakowitschs, war vom Gegenteil überzeugt. Es seien leblose Puppen, Marionetten einer Diktatur, die hier einen Totentanz tanzen.

Das Rätsel der Zitate kann keine Aufführung beantworten, auch nicht, wenn der Dirigent Valery Gergiev heißt, der Schostakowitsch noch persönlich gekannt hat und seit Jahrzehnten dessen Musik regelmäßig aufführt. Aber wie geht Gergiev den „Spielzeugladen“ an? Auch für ihn ist dies keine heitere Musik, sondern sie hat etwas Bedrohliches. Die Leichtigkeit des Beginns ist trügerisch, die Musik hat bei Gergiev eine Schwere, die schon den Trauermarsch des zweiten Satzes vorwegnimmt. In diesem Trauermarsch gelingt es Gergiev dann aber nur bedingt, eine musikalische Tiefe zu erzeugen. Die Musik bleibt etwas vordergründig. Es fehlt ihr sowohl an Ruhe als auch an innerer Spannung. Auch sind manche Bläsereinsätze wie schon im ersten Satz nicht ganz präzise. Die detaillierten dynamischen Vorgaben des Komponisten werden nicht genau genug umgesetzt.

Die Musik dieser letzten Sinfonie Schostakowitschs besteht aus vielen kleinen Gesten, die oftmals auf engstem Raum nebeneinander stehen. Hier hätte man sich mehr Kontraste gewünscht, sie klangen zu einheitlich. Eine Klage ist etwas anderes als ein Seufzer, und ein Lachen etwas anderes als ein Meckern. Diese Verschiedenartigkeit, die den Reiz dieser Musik ausmacht, kam in dieser Aufführung zu kurz. Manche Passagen gelangen wiederum sehr überzeugend, wie das Tristan-Thema des letzten Satzes, in dem die Streicher eine wunderbare Ruhe vermittelten. Trotzdem bleibt als Gesamteindruck eine gewisse Oberflächlichkeit. Ob das an geringer Probenzeit lag, oder daran, dass Gergiev seine Sicht auf das Stück nicht vermitteln konnte, ist schwer zu beurteilen. Jedenfalls konnte das Orchester seine zweifellos vorhandene Qualität in dieser Aufführung nur bedingt zeigen. Es wurde eine Chance vergeben, die vielen Qualitäten dieser selten gespielten Sinfonie einem größeren Publikum – der Concertgebouw war fast ausverkauft – näher zu bringen.

—| IOCO Kritik Het Concertgebouw |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Vier letzte Lieder – Diana Damrau – Valery Gergiev, 09.02.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

 

  Vier letzte Lieder – Richard Strauss und Valery Gergiev

Sonntag, 9. Februar 2020, 17 Uhr

„Für mich ist Strauss einer der größten Komponisten“

Von der Sophie im Rosenkavalier bis zu Vier letzte Lieder: zur Begeisterung des Publikums gastiert die Sopranistin Diana Damrau gern im Festspielhaus Baden-Baden. Neben ihrer Interpretation von Strauss‘ Vier letzte Lieder steht in dem Konzert am Sonntag, 9. Februar 2020 17 Uhr, die siebte Sinfonie von Anton Bruckner auf dem Programm der Münchner Philharmoniker unter ihrem Chefdirigenten Valery Gergiev.

Festspielhaus Baden-Baden / Münchner Philharmoniker - Valery Gergiev © Andrea Huber

Festspielhaus Baden-Baden / Münchner Philharmoniker – Valery Gergiev © Andrea Huber

„Ich liebte Strauss auf Anhieb. Nicht nur die Musik ist wunderschön, sondern auch die Art und Weise, wie er Worte und Noten kombiniert – und die Psychologie …Strauss war ein Kenner der Stimme. Er gab der Stimme Schwung“, schwärmt die Sopranistin Diana Damrau. Ihre Liebe zu Strauss und seinen Kompositionen überträgt sich auch auf das Publikum: Bereits 2009 eroberte Diana Damrau als Sophie im Rosenkavalier unter dem Dirigat von Christian Thielemann an der Seite von Renée Fleming und Jonas Kaufmann die Herzen des Baden-Badener Publikums. Gleichwohl überzeugt Diana Damrau nicht nur mit Strauss, das Repertoire der weltweit auftretenden Künstlerin ist überaus vielseitig. Die Sängerin ist stets auch offen für Neues – so war sie etwa an Silvester von einer beschwingten Seite zu erleben: Im Konzert der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko überzeugte sie mit ihrer humorvollen Interpretation amerikanischer ‚Hits‘ von Leonard Bernstein. Im Kontrast dazu steht sie aktuell als Juliette in Gounods dramatischer Oper Romeo et Juliette auf der Bühne der Mailänder Scala.

So facettenreich ihr Repertoire, zu den Werken von Richard Strauss kehrt Diana Damrau immer wieder gern zurück: „Die Art, wie Strauss mit der Sopranstimme umgeht, ist eine Freude. Und seine Musik mit meiner Stimme singen zu können, ist wie nach Hause kommen“, sagt die Günzburgerin. Und dafür ist ihr am 9. Februar 2020 ihr das Festspielhaus Baden-Baden wenigstens vorübergehend gern ein Zuhause, begleiten sie ihre Badener Fans auf ihrem musikalischen Weg doch schon seit ihrem ersten Auftritt im Jahr 2000 an der Oos.

Festspielhaus Baden-Baden / Münchner Philharmoniker © Hans Engels

Festspielhaus Baden-Baden / Münchner Philharmoniker © Hans Engels

Auch am Pult steht ein dem Publikum alles andere als Unbekannter: Valery Gergiev. Obwohl beide ‚Baden-Baden-Vollprofis‘ dürfen sich die Konzertbesucher am 9. Februar aber dennoch auf eine Premiere freuen: gemeinsam stehen die beiden nämlich das erste Mal auf der Festspielhausbühne. In der zweiten Konzerthälfte interpretiert Valery Gergiev mit den Münchnern Philharmoniker die siebte Sinfonie E-Dur von Anton Bruckner.

Seine 7. Sinfonie widmete Anton Bruckner dem Märchenkönig Ludwig II. – jenem bizarren Monarchen, der sich selbst am liebsten als Schwanenritter Lohengrin porträtieren ließ und Wagners hochfliegende Pläne finanzierte.

Bruckners Siebte steht aber in noch direkterer Verbindung zum Bayreuther ‚Meister‘. Der bereits 60-jährige Bruckner erlangte mit diesem Werk endlich Ruhm und internationaler Anerkennung; nicht zuletzt dank der Unterstützung von zwei Wagner-Dirigenten: von Arthur Nikisch, der im Dezember 1884 die Leipziger Uraufführung leitete, und Hermann Levi, der die Siebte wenige Monate später in München aufführte und sie „das bedeutendste Werk seit Beethovens Tod“ nannte. Zu besonderer Berühmtheit hat es das Adagio gebracht, in dem Bruckner, wie im vierten Satz des Werkes, die sogenannten „Wagnertuben“ verwendet, die Richard Wagner eigens für den Ring des Nibelungen konstruieren lies. Als Bruckner von Richard Wagners Tod erfuhr, komponierte er einen Klagegesang als zweite Coda, deren Beginn in der Partitur mit einem „x“ markiert ist. Bruckner war tief gläubig, was durch die Orgelanklänge mit ihren registerartigen Klangfarbenwechseln und Choralzitaten unüberhörbar ist. Doch dieser sakrale Raum wird hier erweitert um deutliche Wagner-Anklänge. Sie prägen die Harmonik, aber auch melodische Gesten. Zwei Beispiele aus dem ersten Satz: Dort reckt sich das weitgespannte erste Thema in den Hörnern und Celli empor wie in Wagners „Rheingold“-Vorspiel oder dem „Schwertmotiv“ in der „Walküre“. So bringt die Siebte beide Glaubenswelten Bruckners zusammen: das Fundament seiner streng katholischen Frömmigkeit, aber auch die mystische Erfahrung des Wagner’schen Klangtempels – einer Kunstreligion, die Trost und Erlösung verhieß.

Strauss und die Stimme, besonders die Sopranstimme: Sie hatten ein Komponistenleben lang bestens harmoniert. Klavierlieder und solche, die von vornherein als Orchesterlieder konzipiert gewesen waren, ziehen sich durch Strauss’ Schaffen, begünstigt durch die Tatsache, dass seine Frau Pauline de Aphna eine sehr gute Sopranistin war. Eines der im Festspielhaus erklingenden „Vier letzte Lieder“ ist die Vertonung des Eichendorff-Gedichts „Im Abendrot“. Wie ein Spiegel für die eigene Situation muss Eichendorffs wunderbares Gedicht auf den damals 84-jährigen Komponisten gewirkt haben: „Wir sind durch Not und Freude/ gegangen Hand in Hand…“. Ein alterndes Paar blickt zurück, geborgen in der Natur, Abendstimmung senkt sich herab, zwei Lerchen steigen auf, Schlaf und Todesahnung verbinden sich. „Nachtträumend“ und „wandermüde“ sind die inspirierenden Worte, die großen Linien der Sopranstimme, die blühende Orchestereinleitung und das verlöschende Nachspiel sind wie ein einziges Ausatmen und Abschiednehmen. Dem „Im Abendrot“ vorangestellt sind drei Vertonungen von Gedichten Hermann Hesses. Auf kleinstem Raum schildern auch diese Gedichte einen Lebenszyklus, vom rauschend aufblühenden „Frühling“ zu den Herbstbildern von „September“ und dem feierlichen Hymnus von „Beim Schlafengehen“, in dem Schlaf, Tod und Transzendenz eine Einheit bilden.

Festspielhaus Baden-Baden / Diana Damrau © Simon Fowler

Festspielhaus Baden-Baden / Diana Damrau © Simon Fowler

Das Festspielhaus Baden-Baden gehört seit vielen Jahren zu den Bühnen, an denen Diana Damrau immer wieder gern gastiert. 2019 gab sie einen Liederabend mit Xavier de Maistre, 2018 sang sie mit Jonas Kaufmann Wolfs „Italienisches Liederbuch“, 2017 präsentierte sie im Festspielhaus Arien von Meyerbeer, davor sang sie Konstanze und Donna Anna in konzertanten Mozart-Aufführungen. Zu ihren weiteren Festspielhaus-Gastspielen zählt ein auf DVD veröffentlichter „Rosenkavalier“ aus dem Jahr 2009. Diana Damrau gilt als eine der großen Liedinterpretinnen unserer Zeit, begleitet von Helmut Deutsch, Craig Rutenberg oder Xavier de Maistre. Sie eröffnete die Saison 2017/18 des Concertgebouworchesters Amsterdam mit Arien von Mozart. Sie trat unter Daniel Barenboim und Christian Thielemann auf, war in München bei „Klassik am Odeonsplatz“ sowie bei den Salzburger Festspielen zu erleben und sang 2018 „Traviata“ in einer Neuinszenierung an der Met.

Der russische Dirigent Valery Gergiev ist ein enger Freund des Festspielhaus Baden-Baden. Mit seinem Dirigat wurde Deutschlands größtes Opernhaus 1998 offiziell eröffnet. In der Saison 2003/2004 produzierten Baden-Baden und St. Petersburg gemeinsam die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner. Diese Produktion reiste danach erfolgreich um den gesamten Erdball. In Moskau geboren, studierte Valery Gergiev zunächst Dirigieren bei Ilya Musin am Leningrader Konservatorium. Seit mehr als zwei Jahrzehnten leitet er nun das legendäre Mariinsky Theater in St. Petersburg, das in dieser Zeit zu einer der wichtigsten Pflegestätten der russischen Opernkultur aufgestiegen ist. Mit den Münchner Philharmonikern verbindet Valery Gergiev seit 2011 eine intensivere Zusammenarbeit, seit der Spielzeit 2015/16 ist ihr Chefdirigent.

Seit ihrer Gründung 1893 bereichern die Münchner Philharmoniker unter renommierten Dirigenten das musikalische Leben Münchens. Gustav Mahler dirigierte das Orchester bei den Uraufführungen seiner Vierten und Achten Sinfonie. 1979 leitete Sergiu Celibidache seine erste Konzertserie bei den Münchner Philharmonikern und wurde zum Generalmusikdirektor ernannt. Die legendären Bruckner-Konzerte unter seiner Leitung trugen wesentlich zum internationalen Ruf des Orchesters bei. Von 1999 bis 2004 war James Levine Chefdirigent des Orchesters, ihm folgte Christian Thielemann und pflegte in seiner Amtszeit die Münchner Bruckner-Tradition ebenso wie das klassisch-romantische Repertoire. An der Oos waren die Münchner Philharmoniker vor allem in spektakulären Opernaufführungen zu Gast: in Strauss’ Rosenkavalier und Elektra und in Boitos Mefistofele unter Stefan Soltesz.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

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