Kassel, Staatstheater Kassel, Die Walküre – Richard Wagner, 09.03.2019

Januar 21, 2019 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Der Ring des Nibelungen – Staatstheater Kassel

Die Walküre –  Premiere: Samstag, 9. März, 17 Uhr weitere Vorstellungen dieser Spielzeit: 16. März, 23. März, 31. März, 13. April und 28. April 2019

Das Staatstheater Kassel ist mit dem Rheingold fulminant in Richard Wagners Ring des Nibelungen gestartet – und man darf gespannt sein, wie es weitergeht: Inmitten eines Kriegsschauplatzes sucht das Zwillingspaar Siegmund und Sieglinde nach Glück und Liebe und findet doch nur Leid und Elend. Wotan greift nach wie vor nach dem Ring der Macht und verstrickt sich mehr und mehr in Selbstbetrug. Und die Walküre Brünnhilde probt den Aufstand gegen ein Rechtssystem, das sich ohnehin längst überholt hat. Es bleibt also spannend, zumal der Besuch der Bühnenorchesterprobe direkte Einblicke in die Entstehung dieser Neuinterpretation bietet.

Das Rheingold  –  Richard Wagner
Youtube Trailer des Staattheater Kassel
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Die Walküre  am Staatstheater Kassel

Die Auswüchse von Krieg, Gewalt und Machtgier werden in der Walküre derart offenkundig und eindringlich gezeigt, dass die im Rheingold begangenen Verbrechen dagegen fast harmlos wirken könnten. Und Wagners bis dahin wohl mitreißendste Liebesmusik trifft auf rauschhaft-martialische Klänge beim „Walkürenritt“ und die weltverneinende Philosophie Arthur Schopenhauers.

Doch trotz aller Tabubrüche und Grausamkeiten ist Die Walküre bis heute der beliebteste Teil des Rings, vielleicht gerade weil das Werk am dichtesten an die romantische Operntradition anschließt. Mit den Zwillingen Siegmund und Sieglinde tritt ein unglücklich liebendes Paar in Erscheinung, das emotional ebenso fesselt wie die mitfühlende Brünnhilde oder der um seine Lieblingskinder trauernde Wotan. Dem stürmischen Beginn des ersten Aufzugs folgen berührende ariose Momente wie „Winterstürme wichen dem Wonnemond“ und „Du bist der Lenz“, innige Monologe wie „Wotans Abschied“ und großartige Tableaus wie der „Walkürenritt“ und der „Feuerzauber“.

Hinzu kommt die kompositorisch-musikdramatische Weiterentwicklung Wagners: Sein Umgang mit der „Leitmotivtechnik“ ist hier freier als noch im Rheingold, und die Synthese von Text und Musik reicht bis zur völligen Gleichberechtigung.

Der   Ring   in Kassel

Nach fast 20-jähriger Pause ist Richard Wagners Opus Magnum wieder in Kassel zu erleben. Zum fünften Mal seit 1961 bringt das Staatstheater Kassel den Ring auf die Bühne, was außergewöhnlich in der deutschen Theaterlandschaft ist. Im Mai und im Juni 2021, zum Ende der letzten Saison unter der Intendanz von Thomas Bockelmann, finden abschließend zwei Ring-Zyklen statt.

Musikalische Leitung: Francesco Angelico, Inszenierung: Markus Dietz, Bühne: Mayke Hegger, Kostüme: Henrike Bromber, Dramaturgie: Christian Steinbock

Mit Martin Iliev (Siegmund), Nadja Stefanoff (Sieglinde), Yorck Felix Speer (Hunding), Nancy Weißbach (Brünnhilde), Bjarni Thor Kristinsson (Wotan), Ulrike Schneider (Fricka / Schwertleite) Jaclyn Bermudez (Gerhilde), Doris Neidig (Helmwige), Marie-Luise Dreßen (Siegrune), Maren Engelhardt (Waltraute), Marta Herman (Grimgerde), Inna Kalinina (Roßweiße), Barbara Senator (Ortlinde)

Alle „Ring“-Premieren und -Vorstellungen sowie die Termine der Zyklen finden Sie unter www.der-ring-in-kassel.de .

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Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere Falstaff – Giuseppe Verdi, 13.10.2018

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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

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Falstaff  von Giuseppe Verdi

Text  Arrigo Boito; nach Die Lustigen Weiber von Windsor von William Shakespeare

 Premiere:  Samstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr,  weitere Vorstellungen: 20.10., 24.10., 28.10. (18 Uhr), 3.11., 8.11., 11.11.2018 (16 Uhr)

England. Ein feudales Hotel. Die Gesellschaft am Rande einer Epochenwende. Wer früher einmal reich, berühmt und begehrt war, findet sich plötzlich „ganz unten“ wieder. Hier logiert Ritter Sir John Falstaff, und auch er hat seine besseren Zeiten zweifellos hinter sich. Vor allem am Geld fehlt es, um seinen üppigen Bauch zu pflegen, den andere einen gehörigen Wanst nennen würden. Doch Falstaff ist überzeugt: Dieser Bauch ist das Markenzeichen seiner ungebrochenen Attraktivität und darf auf keinen Fall schrumpfen. So sendet er zwei gleichlautende Liebesbriefe an Alice Ford und Meg Page – Damen der gehobenen Schicht mit direktem Zugang zum Bargeld der jeweiligen Ehemänner –, die selbstverständlich „not amused“ sind über derlei ungehörige Annäherungsversuche. So beschließen sie, es dem schwergewichtigen Schwerenöter kräftig heimzuzahlen.

Es ist vor allem dem Librettisten Arrigo Boito zu verdanken, dass sich Giuseppe Verdi noch einmal an einen komisch-tragischen Opernstoff wagte, um den jungen Wilden seiner Zunft ein letztes Mal die Zähne zu zeigen. Mit überwältigendem Erfolg: Mit Falstaff, uraufgeführt 1893 an der Mailänder Scala, sollte der fast 80-jährige Komponist seiner einzigartigen Karriere die Krone aufsetzen.

Staatstheater Kassel / Francesco Angelico © Giancarlo_Pradelli

Staatstheater Kassel / Francesco Angelico © Giancarlo_Pradelli

Musikalische Leitung: Francesco Angelico, Inszenierung: Adriana Altaras,, Bühne: Etienne Pluss, Kostüme: Nina Lepilina, Dramaturgie: Christian Steinbock, Chor-einstudierung: Marco Zeiser Celesti

Mit:  Domenico Balzani als Sir John Falstaff (Gast), Ani Yorentz  – als Mrs. Alice Ford, Marie-Luise Dreßen / Maren Engelhardt (Mrs. Meg Page), Karola Sophia Schmid (Nanetta), Daniel Jenz (Fenton), Marc-Olivier Oetterli (Ford, Alices Gatte), Ulrike Schneider (Mrs. Quickly), Johannes An (Dr. Cajus), Younggi Moses Do (Bardolfo, in Falstaffs Diener), Bernhard Modes (Der Wirt vom Gasthaus „Zum Hosenband“), Hee Saup Yoon (Pistola, in Falstaffs Diensten), Opernchor des Staatstheaters Kassel, Staatsorchester Kassel

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Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere Tristan und Isolde – Richard Wagner, 26.05.2018

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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Tristan und Isolde  von Richard Wagner

Premiere: Samstag, 26. Mai, 17 Uhr, Opernhaus, Die weiteren Vorstellungen: 2., 9., 17. und 23. Juni 2018, jeweils 17 Uhr

Noch bevor am Staatstheater Kassel in der kommenden Spielzeit das Großprojekt Der Ring des Nibelungen beginnt, steht jenes Werk auf dem Spielplan, für das Richard Wagner 1857 seine Arbeit am Ring unterbrochen hatte: Tristan und Isolde. Mit diesem Musikdrama, das mit hypnotischer Wirkung Liebesrausch und Todessehnsucht beschwört, löste sich Wagner endgültig von traditionellen Opernformen – und eröffnete neue Dimensionen für die gesamte Musikentwicklung.

 Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Für die Titelpartien konnten mit dem schwedischen Tenor Michael Weinius und der dänischen Sopranistin Ann Petersen zwei international gefragte Wagner-Interpreten gewonnen werden sowie als König Marke der Bass Andreas Bauer von der Oper Frankfurt. Als Brangäne und als Kurwenal werden die beiden Kasseler Ensemblemitglieder Ulrike Schneider und Hansung Yoo zu erleben sein.

Die musikalische Leitung hat der Wagner-Spezialist und Echo-Klassik-Preisträger Constantin Trinks, der regelmäßiger Gast an den wichtigsten Opernhäusern Europas ist. Regie führt Stephan Müller, der in Kassel u.a. bereits den Doppelopernabend La Voix Humaine und Herzog Blaubarts Burg, Antigona von Tommaso Traetta und zuletzt Mozarts Jugendwerk Lucio Silla inszeniert hat.

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Musikalische Leitung: Constantin Trinks, Inszenierung: Stephan Müller, Bühne: Michael Simon, Kostüme: Carla Caminati, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor: Marco Zeiser Celesti

Mit:    Michael Weinius (Tristan), Ann Petersen (Isolde), Andreas Bauer (König Marke), Hansung Yoo (Kurwenal), Ulrike Schneider (Brangäne), Johannes An (Melot), Younggi Moses Do (ein Hirte), Daniel Holzhauser (ein Steuermann), Tobias Hächler (Stimme eines jungen Seemanns)

Erste Einblicke ermöglicht für 6,50 Euro Eintritt eine „Kostprobe“ am Freitag, 18. Mai, um 19 Uhr, bei der das Publikum einen Teil der zweiten Hauptprobe besuchen kann.

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Kassel, Staatstheater Kassel, Premiere Elektra von Richard Strauss, 18.02.2017

Januar 2, 2017 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klingerkassel

Elektra von Richard Strauss

Premiere Elektra:  18. Februar, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 22.02., 4.3., 15.03., 24.3.2017, 13.5., 18.6., 25.6.2017

Was ist das für ein schauriges Beginnen: »Agamemnon, Agamemnon!«, ruft die mykenische Königstochter Elektra, begleitet von heftigen orchestralen Schlägen, auf der Schwelle des Palastes ihren toten Vater an. Die Aura der Hoffnungslosigkeit, sie ist dem Werk bereits in den ersten Takten eingeschrieben. Der Grund hierfür liegt im Mythos selbst: Agamemnon ist aus dem Trojanischen Krieg zurückgekehrt und von Ägisth, dem Geliebten seiner Ehefrau Klytämnestra, und dieser selbst schmählich ermordet worden. Der Sohn Orest weilt in fernen Landen, die Töchter Elektra und Chrysothemis werden im Haus festgehalten und gepeinigt. Während Chrysothemis ihr Heil in einer utopischen Zukunft sucht, kennt Elektra nur einen Gedanken: Rache. Klytämnestra wird derweil von Angstträumen geschüttelt, wissend, dass Elektra sie töten will. Als die (falsche) Kunde vom Tode Orests verbreitet wird, entschließt sich Elektra, ihre Schwester zur Tat zu überreden – vergebens. Nun will sie selbst Hand anlegen und gräbt in der Erde nach dem Beil, mit dem Agamemnon erschlagen wurde. Da plötzlich steht ein Mann vor ihr: Orest. Von Elektra eingeweiht, tötet er seine Mutter und Ägisth. Elektra tanzt einen wilden Freudentanz, danach sinkt sie entseelt zusammen.

Tragödie nannten Strauss und Hofmannsthal ihre Oper, die doch viel mehr ist als das: Sie vereint mehrere Seelendramen in sich. Das von Elektra, das der Geschwister Chrysothemis und Orest, das der Mutter und auch das des Vaters. War der nicht früher sogar dazu bereit, das Leben seiner jüngsten Tochter Iphigenie einer höheren Mission zu opfern?

Ein Entrinnen, eine Erlösung gibt es hier nicht, wurde doch das grausame Schicksal aller in dem Augenblick bereits besiegelt, als der Fluch über die ganze Familie verhängt wurde.

Für Patrik Ringborg bildet Elektra die Abschiedsproduktion am Staatstheater Kassel, das er nach zehn Jahren als Generalmusikdirektor am Ende dieser Spielzeit verlassen wird. In der vergangenen Spielzeit zeichnete er u.a. – ebenfalls zusammen mit Regisseur (und Schauspiel-Oberspielleiter) Markus Dietz – für die von Publikum und Presse gefeierte Umsetzung der Korngoldoper Die tote Stadt  verantwortlich.

Musikalische Leitung: Patrik Ringborg, Inszenierung: Markus Dietz, Bühne: Ines Nadler, Kostüme: Henrike Bromber, Dramaturgie: Ursula Benzing, Chor: Marco Zeiser Celesti

Mit Ingela Brimberg (Elektra), Ulrike Schneider (Klytämnestra), Vida Mikneviciute (Chrysothemis), Young Doo Park (Orest), Johannes An (Aegisth), Marc-Olivier Oetterli (Der Pfleger des Orest | Ein alter Diener), Bassem Alkhouri (Ein junger Diener), Almerija Delic (1. Magd), Maren Engelhardt (2. Magd) Marta Herman (3. Magd), Ani Yorentz (4. Magd), Lin Lin Fan (5. Magd), Inna Kalinina (Die Schleppträgerin), Nayeon Kim (Die Vertraute), Doris Neidig (Die Aufseherin), Staatsorchester Kassel, Opernchor und Statisterie des Staatstheaters Kassel.

Premiere Elektra:  18. Februar, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 22.02., 4.3., 15.03., 24.3.2017, 13.5., 18.6., 25.6.2017

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