Berlin, Deutsche Oper Berlin, Aktuelles 2019/20 – Spielplan 2020/21, IOCO Aktuell, 20.04.2020

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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Spielplan 2019/20 – Keine Vorstellungen ab … bis …??? …  

Unsicherheiten dominieren den laufenden Spielplan

Deutsche Oper Berlin / Intendant Dietmar Schwarz © IOCO

Deutsche Oper Berlin / Intendant Dietmar Schwarz © IOCO

Aufgrund der bis 3. Mai 2020 verlängerten Kontaktbeschränkungen des Landes Berlin sieht sich die Deutsche Oper Berlin verpflichtet, alle  Vorstellungen bis inklusive 3. Mai 2020 abzusagen. Ebenso können keine Proben von Chor und Orchester stattfinden, sodass auch das Kinderkonzert sowie die Vorstellung von MADAMA BUTTERFLY am 7. Mai entfallen müssen. Die Deutsche Oper bedauet dies sehr und hofft, bald mitteilen zu können, wann wieder Vorstellungen auf unserer Bühne zeigen werden.

Was die Planungen für den Monat Mai 2020 anbelangt, so muss leider die für den 9. Mai angekündigte Premiere von Pjotr I. Tschaikowskijs PIQUE DAME für den genannten Termin abgesagt werden –zu gegebener Zeit wird über den neuen Zeitpunkt der Premiere informiert. Damit entfallen auch sämtliche für den Mai angekündigten PIQUE-DAME –Vorstellungen, die Opernwerkstatt sowie die Begleitveranstaltung AUS DEM HINTERHALT.

Spielplan 2020/21 – Die Deutsche Oper Berlin – stellt vor

Walküre, Siegfried, Fidelio, 7 Deaths of Maria Callas ….

in der kommenden Saison gelten vier der sieben Neuproduktionen auf der Hauptbühne Werken von deutschen Komponisten, und diese vier Werke haben zweifellos auch unseren Begriff von dem, was deutsch ist, mitgeprägt …

Deutsche Oper Berlin / GMD Donald Runnicles © Pablo Castagnola

Deutsche Oper Berlin / GMD Donald Runnicles © Pablo Castagnola

Zum Teil ist dieser Schwerpunkt natürlich dem neuen RING DES NIBELUNGEN geschuldet, dessen Teilstücke DIE WALKÜRE und SIEGFRIED wir als Premieren (am 27. September 2020 und 24. Januar 2021) im Rahmen der Neuinszenierung von Stefan Herheim und unter musikalischer Leitung von Generalmusikdirektor Donald Runnicles präsentieren. Aber wir haben den neuen RING zum Anlass genommen, uns zwei weiteren Werken der größten deutschen Komponisten zu nähern: Johann Sebastian Bachs MATTHÄUS-PASSION (25. April 2021) und Ludwig van Beethovens FIDELIO (12. Juni 2021).

Und so verschieden der RING, FIDELIO und die MATTHÄUS-PASSION als musikdramatische Meisterwerke auch sein mögen, so ist ihnen doch ein zentrales Anliegen gemeinsam: Sie wollen nicht nur anspruchsvoll unterhalten, sondern sie sind Ausdruck der Überzeugung, dass die Kunst dazu da ist, Diskurse anzustoßen und Ideen zu vermitteln. Durch diesen Anspruch reichen der RING ebenso wie FIDELIO und die MATTHÄUS-PASSION seit jeher über den bloßen Theaterrahmen hinaus: So wie Wagner für seine  Vision eine neue Art Theatererlebnis schuf, vereint FIDELIO Oper und Oratorium und auch die MATTHÄUS-PASSION ist ein Werk, das die Grenzen zwischen Aufführenden und Publikum zu überwinden versucht – in der Kirche ebenso wie im Konzertsaal oder auf der Opernbühne.

Wir freuen uns ganz besonders, für den RING mit Lise Davidsen als Sieglinde und Nina Stemme als Brünnhilde zwei der weltweit besten Wagner-Sopranistinnen gewonnen zu haben.

AIDA – ab 28.8.2020 wieder auf dem Spielplan
youtube Trailer Deutsche Oper Berlin
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Als Inbegriff protestantischer Musikkultur hat Bachs MATTHÄUS-PASSION mit ihrer theatralen Vergegenwärtigung der Passion immer wieder den Weg auf die Bühne gefunden. An der Deutschen Oper Berlin erarbeitet die Neuinszenierung Benedikt von Peter, der mit seiner Raumkonzeption den Gedanken des Stücks verwirklicht, musikalische Aktion und Publikum zu einer Gemeinde zu verschmelzen. Ihn interessiert insbesondere die Frage nach der Bedeutung des Passionsgedankens für eine diverse Gesellschaft, in der die christliche Religion an Relevanz verliert. Mit Alessandro de Marchi haben wir einen Dirigenten gefunden, der bereit ist, eine Synthese aus historischer Aufführungspraxis und den Erfordernissen eines modernen Theaterraums zu erarbeiten.

Mit Beethovens Oper FIDELIO wurde das Haus an der Bismarckstraße 1912 eröffnet und sie gehört ins Repertoire dieses Hauses. Regisseur David Hermann, seit seiner Inszenierung von Lachenmanns DAS MÄDCHEN MIT DEN SCHWEFELHÖLZERN regelmäßiger Gast am Haus, wird dieses Mal von Bühnenbildner Johannes Schütz unterstützt. Als Florestan ist Brian Jagde zu erleben, Ingela Brimberg als Leonore. Donald Runnicles wird sowohl die FIDELIO-Premiere leiten als auch die konzertante Aufführung der Erstfassung des Werks, LEONORE, die am 15. September im Rahmen des Musikfests Berlin präsentiert wird

Darüber hinaus laden wir zu drei weiteren Neuproduktionen auf der großen Bühne ein: Marina Abramovics 7 DEATHS OF MARIA CALLAS eröffnet am 19. August 2020 als internationale Koproduktion die Spielzeit. Eine der wichtigsten Künstlerinnen unserer Zeit stellt sich am Beispiel der Callas der existenziellen Frage, wie persönliche Erfahrungen, Krisen, Enttäuschungen zu Kunst werden können und einem Kunstwerk sogar seine unvergleichliche Intensität verleihen. Sieben berühmte, durch Maria Callas interpretierte Operntode stehen im Zentrum dieses besonderen Abends. Der Komponist Marko Nikodijevic ist in dieser Saison Composer in Residence beim Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

Mit Verdis SIMON BOCCANEGRA (Premiere am 22. November) zeigen wir eine der politischsten Opern Verdis: Eine Oper, in der uns eine Gesellschaft gezeigt wird, die durch jahrzehntelange politische Kämpfe und Parteienbildungen geprägt ist und in der jeder, der an der Macht ist, früher oder später zu jenem Politiker-Typus wird, der nicht mehr aus Überzeugung, sondern nur noch aus Machtkalkül handelt. Mit dieser Neuproduktion kehrt der junge russische Regisseur Vasily Barkathov zu uns zurück, der hier sehr erfolgreich die Uraufführung von Aribert Reimanns L’INVISIBLE inszeniert hat, eine Produktion, die wir aus Anlass von Aribert Reimanns 85. Geburtstag im März 2021 übrigens wiederaufnehmen.

Tannhäuser – Making of ….
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Und außerdem bringen wir am 14. März eines der späten Meisterwerke der Puccini-Zeit, das es unserer Ansicht nach wiederzuentdecken gilt, auf die Bühne: Riccardo Zandonais 1914 uraufgeführte FRANCESCA DA RIMINI. Das Stück ist ein besonderer Wunsch von Christof Loy, dessen Inszenierung von Korngolds DAS WUNDER DER HELIANE (IOCO DVD Rezension HIER) einen großen Eindruck hinterlassen hat. (Auch sie wird am 9. Mai wiederaufgenommen.) Wie bei HELIANE ist auch die Musik der FRANCESCA hoch sinnlich, schwelgerisch und farbenreich und kommt in dem strengen formalen Rahmen, den Christof Loy diesen Werken gibt, umso besser zur Geltung. Christof Loy sieht in FRANCESCA ebenso wie in HELIANE eine Systemsprengerin, eine Frau, die die Strukturen, in denen sie lebt, durch ihr Agieren zum Einsturz bringt. Sara Jakubiak interpretiert diese Figur, die Sie schon als Heliane erlebt haben – in der kommenden Spielzeit wird sie übrigens auch Venus / Elisabeth in TANNHÄUSER (Trailer oben) singen.

Die Tischlerei als Ort experimentellen Musiktheaters ist ein Ort genre-übergreifender Arbeiten, von Kooperationen mit Künstlern aus der Berliner und internationalen freien Szene sowie von Koproduktionen mit anderen Theatern, Festivals und Hochschulen. Die noch in dieser Saison anstehende Uraufführung ONCE TO BE REALISED. SECHS BEGEGNUNGEN MIT JANI CRISTOUS „PROJECT FILES“ (am 5. Juni 2020) ist eine Koproduktion mit der Münchener Biennale und dem Onassis Cultural Center Athen.

Und auch in der kommenden Saison kooperieren wir für THE MAKING OF BLOND von Gesine Danckwart (5. März) mit dem Burgtheater Wien, und für NEUE SZENEN V: 3 SCHEITERHAUFEN (30. April) entstehen bereits zum fünften Mal zusammen mit der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin drei Uraufführungen junger Komponist*innen, die in einem internationalen Wettbewerb ermittelt wurden.

Don Carlo – 2021 wieder auf dem Spielpan – doch ohne  ….
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Zu Beginn der Spielzeit 2020/21 wird die sowohl im Schauspiel als auch in der Oper aktive Regisseurin Anna-Sophie Mahler einen Abend unter dem Titel WALDESRUH vorstellen (1. Oktober), der Recherchen von einschlägigen Fachleuten zum Thema Wald ebenso einbezieht wie romantische Chorliteratur und Lieder. Morton Feldmans Stück für Klavier solo Triadic Memories wird den Musiktheaterabend abschließen.

Placido Domingo – 2020/21 nicht an der Deutschen Oper

Wie Sie der Saisonbroschüre entnehmen können, war das Engagement von Plácido Domingo als Marquis von Posa in den DON-CARLO-Vorstellungen im Juni 2021 geplant. Aus gegebenem Anlass arbeiten wir an einer Auflösung des Vertrages und geben die neue Besetzung der Partie sobald als möglich bekannt.

—| Pressemeldung Deutsche Oper Berlin |—

Berlin, Deutsche Oper Berlin, EUGEN ONEGIN, März 2019

März 4, 2019 by  
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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

EUGEN ONEGIN
Zum letzten Mal am 7., 10., 18., 23. März

Ein intimes, aber kraftvolles Drama … Ein Meisterwerk Tschaikowskijs

Lyrische Szenen in drei Aufzügen
Libretto von Konstantin Schilowskij und Pjotr I. Tschaikowskij
nach Puschkins Versroman „Eugen Onegin“
Uraufführung am 29. März 1879 in Moskau
Premiere an der Deutschen Oper Berlin am 28. September 1996
In russischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
3 Stunden / Eine Pause

Einführung: 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Rang-Foyer rechts

Als der junge Dichter Lenskij seinen weltgewandten Freund Onegin im Landhaus seiner Verlobten Olga einführt, macht dieser großen Eindruck auf Olgas Schwester Tatjana, ein scheues und verträumtes Mädchen. In einem Brief gesteht sie ihm ihre Liebe, doch weist er sie sarkastisch zurück. Aus der unglücklichen Verliebtheit wird eine Tragödie, als Onegin während eines Balls zu Tatjanas Geburtstag Olga den Hof macht. Er provoziert Lenskij bis aufs Blut und dieser weiß sich nur dadurch zu helfen, Onegin zum Duell zu fordern …

Bereits vor vier Jahren gastierten die australische Sopranistin Nicole Car und der kanadische Bariton Etienne Dupuis gemeinsam in dieser Produktion. Nun kehren sie – nach Stationen in Dresden, München, Paris, London, Sydney, Montreal oder New York – hierher zurück.

BESETZUNG
Musikalische Leitung : Alexander Vedernikov
Inszenierung : Götz Friedrich
Bühne, Kostüme : Andreas Reinhardt
Chöre : Jeremy Bines
Choreografie : Stefano Giannetti
Larina : Kirsi Tiihonen
Tatjana : Nicole Car
Olga : Vasilisa Berzhanskaya
Filipjewna : Maiju Vaahtoluoto
Eugen Onegin : Etienne Dupuis
Lenskij : Matthew Newlin
Fürst Gremin : Tobias Kehrer
Hauptmann : Paull-Anthony Keightley
Saretzki : Thomas Lehman
Triquet : Peter Maus

Chöre : Chor der Deutschen Oper Berlin
Ballett : Opernballett der Deutschen Oper Berlin
Orchester : Orchester der Deutschen Oper Berlin

—| Pressemeldung Deutsche Oper Berlin |—

Köln, Oper Köln, Letzte Vorstellungen EUGEN ONEGIN, 01./03.11.2013

Oktober 18, 2013 by  
Filed under Oper Köln, Pressemeldung

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Oper Köln

Opernhaus Köln / Oper am Dom © IOCO

Opernhaus Köln / Oper am Dom © IOCO

Eugen Onegin von Pjotr Iljitsch Tschaikowskij

Libretto von Konstantin Schilowski und Pjotr Iljitsch Tschaikowskij
nach dem gleichnamigen Versroman von Alexander Puschkin
 
Musikalische Leitung Marc Piollet | Inszenierung Dietrich W. Hilsdorf | Bühne Dieter Richter | Kostüme Renate Schmitzer | Licht Andreas Grüter | Chor Andrew Ollivant | Dramaturgie Georg Kehren
 
Mit: Dalia Schaechter, Olesya Golovneva, Adriana Bastidas Gamboa, Anna Maria Dur, Andrei Bondarenko, Matthias Klink, Nikolay Didenko, Alexander Fedin, Stefan Kohnke, Luke Stoker, Chor der Oper Köln, Gürzenich-Orchester Köln
 
Sehnsüchte und unerfüllte Leidenschaften bestimmen die Geschichte der vergeblichen Beziehung des weltmännischen Eugen Onegin und der sensiblen, jungen Tatjana. Der in sich zerrissene, mit seinem Lebensentwurf scheiternde »überflüssige Mensch« Onegin und die seelenstarke, idealistische Tatjana können beide gleichermaßen als Teile der Persönlichkeit Tschaikowskijs gesehen werden, der in seinem privaten Leben nur wenig Glück erlebte.
Im November  gibt es noch zwei letzte Vorstellungen von Tschaikowskijs emotionalem Musikdrama unter dem Dirigat Marc Piollets, der zuletzt für die musikalische Leitung des Ballettabends mit Alain Platel (Teatro Real) verantwortlich war. In der Regie Dietrich W. Hilsdorfs sind Sängerpersönlichkeiten wie Olesya Golovneva, Andrei Bondarenko, Matthias Klink sowie – im Rollendebüt als Fürst GreminNikolay Didenko zu erleben.
 
Oper am Dom:   01. November | 18 Uhr; 03. November  | 16 Uhr
 
—| Pressemeldung Oper Köln |—

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