Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Spielzeit 2019/20 – Abschied von den Helden, IOCO Aktuell, 27.08.2019

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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt © IOCO

Staatstheater Darmstadt © IOCO

 

Das Staatstheater Darmstadt ist ein Mehrspartenhaus mit Musik- und Tanztheater, Schauspiel und Konzertwesen. Im Großen Haus stehen 956 Zuschauerplätze zur Verfügung, das Kleine Haus bietet 482 Zuschauern Platz, die Kammerspiele bieten bis zu 200 Zuschauerplätze.

Spielzeit 2019/20 – Abschied von den Helden

Mit dem Spielzeitmotto Abschied von den Helden sucht das Staatstheater Darmstadt in der Spielzeit 2019/2020 die Auseinandersetzung mit den klassischen Heldenerzählungen in Theater und Gesellschaft: in 29 Premieren in den Sparten Oper, Schauspiel und Ballett, darunter zwei Uraufführungen sowie zwei spartenübergreifende Projekte, und in mehreren Konzertreihen treten die Helden noch einmal auf – und ab.

„Die Grundmuster der klassischen Heldenreise finden sich in verblüffend vielen Kulturen, Märchen, Mythen und Religionen sowie in unendlich vielen beliebten Opern, Theaterstücken und Romanen.“, so Intendant Karsten Wiegand.Die Universalität dieser Erzählung, das Gemeinschaftsstiftende, so legt Mythenforscher Joseph Campbell nahe, wirkte jedoch nie so stark wie die ihm ebenso inhärente Machtlegitimation und Abgrenzung; und Campbell fand daher, dass ein Mythos fehlt, der erzählt, dass die ganze Erde die Heimat aller Menschen sei. Als Theatermacher*innen hat uns ebendies nun sehr gereizt: Mit den Mitteln des Theaters wollen wir daher in der nächsten Spielzeit mit einigen der Helden-erzählungen in Dialog treten und dabei erkunden, wie sich in einer Zeit des Wandels die Herzen langsam öffnen können für neue, unbekannte Erzählungen.

„Wir hinterfragen unsere guten alten Opernstoffe“, erklärt Operndirektorin Kirsten Uttendorf, „und fragen nach der Notwendigkeit eines einzelnen Auserwählten, der die Probleme angeht.“

Turandot erste Premiere im Spielplan 2019/20
youtube Trailer des Staatstheater Darmstadt
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In Turandot (Regie: Valentin Schwarz), am 31.8.2019 die erste Opern-Premiere der neuen Spielzeit, steht die Titelfigur in der Pflicht, das Kaiserreich zu sichern. Alle Kandidaten scheitern, bis ein Fremder den richtigen Weg geht.

Im Musical Catch me if you can (Regie: Gil Mehmert), Premiere 21.9.2019, nach dem weltbekannten Roman von Stan Redding, verfolgt Frank William Abagnale Junior seinen „amerikanischen“ Heldentraum.

In Fidelio (Regie: Paul-Georg Dittrich) Premiere 26.10.2019, überschreitet Leonore alle gesellschaftlichen Grenzen, um ihren Geliebten zu retten und wird zur Kämpferin für eine neue Welt. Lucia di Lammermoor (Regie: Dirk Schmeding) Premiere 7.12.2019, trifft auf festgefügte Familientra-ditionen und wird zur Handlangerin eines männlich definierten Familienzwists. In der Operette Frau Luna (Regie: Klaus-Christian Schreiber) Premiere 25.1.2020, durchlebt Franz Steppke seinen persönlichen Heldentraum, der ihn zum Mond führt und Lohengrin (Regie: Andrea Moses) Premiere 4.4.2020, hinterfragt die Suche nach einem Führer. Mit dem Doppelabend Twice through the heart / Trouble in Tahiti (Regie: Stephan Krautwald) 20.9.2019, Kammerspiele, treffen die Protagonisten auf aufgelöste Ideale und müssen ihren eigenen Weg finden. Und Zimmermanns Requiem für einen jungen Dichter (Regie: Karsten Wiegand) Premiere 16.5.2020, Großes Haus, fragt deutlich nach dem Neuen, indem es sich mit zwei Uraufführungen verbindet.

Drei Kinderopern laden auch das junge Publikum ein: Tschick (Regie: Kirsten Uttendorf) Premiere 21.2.2020 Kleines Haus, probt ein Antiheldentum, Schaf (Regie: Magdalena Schnitzler) Premiere 25.4.2020, Kammerspiele, lotet das Verhältnis von Herde und Individuum aus und in Die Zauberflöte für Kinder, Premiere 21.10.2019, Großes Haus, begleitet eine Gruppe von Kindern die Mutproben der Protagonisten. Generalmusikdirektor Daniel Cohen wird die musikalische Leitung bei Fidelio und Lohengrin innehaben.

„Die Zeiten der vielfach besungenen, heroischen Männer, die im Alleingang die Probleme ganzer Gemeinschaften lösen, sind unter den Vorzeichen der Globalisierung endgültig vorbei.“, findet Schauspieldirektor Oliver Brunner. Im Schauspiel zeigt Shakespeares Othello (Regie: Gustav Rueb) Premiere 14.9.2019, Kleines Haus, exemplarisch, wie sich eine Gesellschaft ihre Helden leiht und diese nach getaner Arbeit abserviert. Der Rassismus einer weißen Männergesellschaft und das tödliche Besitzdenken eines Mannes im Liebeswahn finden eine deutliche Sprache gegen naive Heldenverehrung. Gleichermaßen grundsätzlich untersucht das Doppelpass-Projekt Körpertreffer (Choreografie: Rafaële Giovanola) das, was ein menschlicher Körper auf der Bühne und ein solcher im digitalen Raum darstellt. Auch hier schwingt der Zweifel am heldisch Eindeutigen vernehmlich mit.

Der „local hero“ Büchner wird mit seiner satirischen Komödie Leonce und Lena (Regie: Julia Prechsl) Premiere 1.11.2019, Kleines Haus, auf die Frage nach dessen Geschlechterbildern untersucht, während Anton Tschechows Drei Schwestern (Regie: Katrin Plötner)Premiere 27.3.2019, Kleines Haus,  ihren Aufbruch in ein besseres Leben, ihren radikalen Neuanfang wohl verpassen werden. Die beiden jugendlichen Heldinnen in Dirk Lauckes Jugendstück Amy4Eva (Regie: Ulf Goerke) Premiere 23.11.2019, Kammerspiele, sind genau dazu bereit: Sie hauen von zu Hause ab, als es ihnen zu viel wird.

Staatsheater Darmstadt / Kiss me, Kate - auch 2019/20 auf dem Spielplan des Staatstheater © Nils Heck

Staatsheater Darmstadt / Kiss me, Kate – auch 2019/20 auf dem Spielplan des Staatstheater © Nils Heck

Mit Heiner Müllers Ödipus, Tyrann (Regie: Christoph Mehler) Premiere 12.10.2019, zeigen wir den klassischen Antihelden par excellence. Nicht sehen wollen, was ist, treibt es diesen Menschen von der höchsten Höhe in einen tiefen Abgrund. Shen Te, die Protagonistin aus Brechts Der gute Mensch von Sezuan (Regie: Christoph Mehler) Premiere 30.4.2020, Kleines Haus, wird ebenso zweifelhaft zur Heldin, wenn sie im Verlauf des Stückes das Böse in Verkleidung als Mann tut, um gut bleiben zu können. Mit der Adaption von Fatih Akins Aus dem Nichts (Regie: Friederike Heller) steht eine trauernde Mutter im Zentrum, die für ihre Gerechtigkeit bis zum Äußersten geht. Auch diese Heldin erscheint fragwürdig. Weitere Produktionen sind Anne Leppers Seymour (Regie: Matthias Rippert), die Digital Lecture Performance Protect me from what I want (von und mit Marina Miller und Arne Vogelgesang), die Buchan-Hitchkock Kriminalkomödie Die 39 Stufen (Regie: Antje Thoms) sowie das spartenübergreifende Projekt Ich schaue dich an (Regie: Baresh Karademir) von Alexandra Badea. Für das junge Publikum kommt mit Der Räuber Hotzenplotz (Regie: Jakob Weiss) Premiere 30.11.2019, Kleines Haus, eine Kasperlgeschichte von Otfried Preußler auf die Bühne sowie ein neues Live-Hörspiel von Eike Hannemann Billy Backe, Premiere 26.1.2020, Kammerspiele, nach dem Kinderbuch von Markus Orths.

Das Hessische Staatsballett und sein Direktor Tim Plegge suchen die Auseinandersetzung mit klassischen Erzählungen, indem sie sich mit den Klassikern der Ballettliteratur beschäftigen: In Tschaikowskis Der Nussknacker, Premiere 16.11.2019, Großes Haus, begibt sich Plegge zwischen all die Erwartungen, die allein der weltbekannte Titel auslöst und sucht seine eigene Interpretation des großen Stoffs. Die Choreografen Edward Clug und Bryan Arias widmen sich mit Le sacre du printemps, 29.2.2020, Großes Haus, einem weiteren Meilenstein der Musik- und Ballettgeschichte und werden uns neue, ungewöhnliche Perspektiven auf dieses Werk eröffnen. Das Gastspiel Don Quixote ergänzt diese Reihe um einen weiteren zweifelhaften Helden und zumAbschluss der Spielzeit werden mit Startbahn 2020, 3.7.2020, Kleines Haus, Choreografien der Ensemblemitglieder selbst zu sehen sein.

Die Konzertsaison widmet sich einsamen Helden und verkannten Künstler*innen, die unbe-irrbar oder zweifelnd an einem künstlerischen Weg festhielten. Hierfür stehen, so General-musikdirektor Daniel Cohen und Orchesterdirektor Gernot Wojnarowicz, Werke von Gustav Mahler, Alban Berg, Arnold Schönberg, Anton Bruckner, Sergej Rachmaninoff oder Richard Strauss. Musik von heute ist mit neueren Werken von Peter Eötvös und von Brett Dean vertreten, die klassische Moderne mit Varèse, Boulez, Schönberg, Berg, Bartók und Webern, die erste „Wiener Schule“ mit Beethoven, Mozart und Haydn. Debüts in Darmstadt wird es von Dirigenten wie Paolo Arrivabeni, Andris Poga, Ryan Bancroft und Vassilis Christopulus und Dirigentinnen wie Mei Ann Chen und Anna Rakitina geben. Neben einem Wiedersehen mit Annette Dasch und Alban Gerhardt, kann sich das Publikum auf Konzerte mit Michael Barenboim, Yulianna Andeeva und Mariam Batashvilli freuen. Die zehn Kammerkonzerte bieten Klavierabende, Alte Musik, Streichquartette und das jährliche Konzert der Kronberg Academy im Staatstheater. Fast alle Musiker*innen des Staatsorchesters sind in der Reihe „Soli fan tutti“ mit hochkarätiger Kammermusik zu hören. Für Familien, Kinder und Eltern mit Kleinkindern wird das bewährte Angebot von Familien, Schul- und Teddykonzerten weitergeführt. Und auch der „Lauschangriff“ in BAR der Kammerspiele wird fortgesetzt.

—| Pressemeldung Staatstheater Darmstadt |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Oper und Ballett von Juli bis September 2016

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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Oper und Ballett am Rhein:  Juli bis September 2016

Mo 04.07. – 18.00 Uhr             Premiere im Opernhaus Düsseldorf: Die Schneekönigin, die neue Familienoper von Marius Felix Lange

Sa 27.08. –  11.00–17.00 Uhr 60 Jahre Deutsche Oper am Rhein zum NRW-Tag 2016: Opern-Rallye – musikalische Überraschungen in der Düsseldorfer Altstadt

So 28.08. – 19.00 Uhr               60 Jahre Deutsche Oper am Rhein zum NRW-Tag 2016: Klassik Open Air auf dem Burgplatz Düsseldorf als Finale des dreitägigen Bürgerfestes mit dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein und den Düsseldorfer Symphonikern

So 11.09. – 13.00 –19.00 Uhr     60 Jahre Deutsche Oper am Rhein

– Saisonstart in Duisburg: „Tag des offenen Denkmals“ im Theater Duisburg mit großem Abschlusskonzert mit dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein und den Duisburger Philharmonikern

Fr 16.09. – 19.30 Uhr               Premiere im Opernhaus Düsseldorf: Ballett am Rhein – b.26 mit „Bournonville Divertissements“ von August Bournonville, „Dark Elegies“ von Antony Tudor und „One“ von Terence Kohler

So 18.09. – 18.30 Uhr               Wieder im Opernhaus Düsseldorf: Carmen von Georges Bizet

Do 22.09. – 19.30 Uhr              Globus Vocalis in Concert – Vokalensemble im Foyer des Opernhauses Düsseldorf

Fr 30.09. – 18.00 Uhr               Opernwerkstatt: Otello im Opernhaus Düsseldorf – Gespräche und Probenbesuch vor der Premiere von Giuseppe Verdis „Otello“ in der Regie von Michael Thalheimer am 8. Oktober im Opernhaus Düsseldorf (Eintritt frei).

Paris / Grabmal Georges Bizet © IOCO

Paris / Grabmal Georges Bizet © IOCO

Im Opernhaus Düsseldorf …

… feiert die Deutsche Oper am Rhein kurz vor den Sommerferien, am Montag, 4. Juli, um 18.00 Uhr, die Premiere von Marius Felix Langes neuer Familienoper Die Schneekönigin. Nach der stürmisch gefeierten Uraufführung in Duisburg können junge Zuschauer ab 6 Jahren jetzt im Opernhaus Düsseldorf erleben, wie die kleine Gerda ihren Freund Kay aus der eisigen Welt der Schneekönigin befreit. Bis zum 6. Juli stehen zwei Familien- und zwei Schul­vorstellungen auf dem Programm. Carmen (1. Juli), Der Rosenkavalier (8. Juli) und Die lustigen Weiber von Windsor (2., 6. und 9. Juli) laden zu den letzten Opernvorstellungen vor den Theaterferien ein. Das Ballett am Rhein zeigt am 3., 7. und 10. Juli die letzten Vorstellungen des Programms b.28. Rasante Bewegungen und extreme Körperlichkeit prägen den dreiteiligen Abend mit einem Ballett von Paul Taylor und Uraufführungen von Hubert Essakov und Nils Christe.

Den Start in die neue Opern- und Ballettsaison und 60 Jahre Deutsche Oper am Rhein feiert die Landeshaupt­stadt am 27. und 28. August im Rahmen des NRW-Tages in Düsseldorf: Am Samstag, 27. August überraschen Solisten der Deutschen Oper am Rhein bei der „Opern-Rallye“ stündlich zwischen 11.00 und 17.00 Uhr an verschie­den­en Orten der Altstadt mit bekannten Arien und Duetten und machen Lust auf die neue Opern-Spielzeit. Am Sonntag, 28. August, klingt der NRW-Tag 2016 um 19.00 Uhr mit einem großen musikalischen Finale auf dem Düsseldorfer Burgplatz aus: Das Klassik Open Air mit Stars aus dem Ensemble und den Düsseldorfer Symphonikern sorgt mitten in der Altstadt für einen glanzvollen Auftakt zur neuen Opern- und Konzertsaison.

Premiere für b.26 im Düsseldorfer Opernhaus: Das Ballett am Rhein führt die Zuschauer mit drei Stücken durch 175 Jahre Ballettgeschichte. Auf ein virtuoses Tanz­fest August Bournonvilles lässt Martin Schläpfers preisgekrönte Compagnie mit Antony Tudors „Dark Elegies“ ein Ritual tief berührender Trauer folgen, bevor Terence Kohler mit kräftigen, energiegeladenen Szenen sein Ballett „One“ zu Brahms’ Sinfonie Nr. 1 eröffnet. Das Opernprogramm beginnt am 18. September mit Bizets Carmen und einem Ausblick auf die erste Premiere am 8. Oktober: Am Freitag, 30. Sep­tember, um 18.00 Uhr macht die Opernwerkstatt mit Gesprächen und einem Proben­besuch neugierig auf Giuseppe Verdis Otello in der Inszenierung von Michael Thalheimer. Bereits zum dritten Mal ist am 22. September „Globus Vocalis in Concert“: Im Opernfoyer unterhält das aus dem Chor der Deutschen Oper am Rhein hervor­gegangene Vokalensemble mit einem weiten Spektrum anspruchsvoller Männerchor­literatur.

Wien / Grabstätte / Emmerich Kálmán © IOCO

Wien / Grabstätte / Emmerich Kálmán © IOCO

In Duisburg…

… endet die Spielzeit turbulent und hochromantisch in der Zirkuswelt von Emmerich Kalmáns gefeierter Operette Die Zirkusprinzessin. Mitreißende Melodien, schmissige Varieté-Nummern und berührend-sentimentale Liebesduette,  luftig-leichte Zirkusatmosphäre und der Charme der typisch Wienerischen Grantigkeit, begeistern am 3. Juli zum  letzten Mal im Theater Duisburg. Am 1. und 2. Juli gehört die Bühne dem Nachwuchs der Deutschen Oper am Rhein: Am Freitag, 1. Juli, präsentieren ausgewählte Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein ihre eigenen choreographischen Ideen in der neuen Plattform „Young Moves“. Am Samstag, 2. Juli, ist die letzte Gelegenheit, Elliott Carters What Next? und Leonard Bernsteins Trouble in Tahiti zu sehen, zwei amerikanische Einakter, inszeniert von Tibor Torell und Philipp Westerbarkei im neuen Format Young Directors.

Zu Beginn der neuen Spielzeit im August, werden „60 Jahre Deutsche Oper am Rhein“ auch in Duisburg zum Fest: Am Sonntag, 11. September, dem „Tag des offenen Denkmals“ kann man ab 13.00 Uhr verborgene Winkel des Theaters mit seinen vielfältigen Berufen und Gewerken ent­decken. Die Deutsche Oper am Rhein, die Duisburger Philharmoniker und der Jugendclub „Spieltrieb“ präsentieren das Haus in verschiedenen Themenführungen, beim „Theaterberufe-Speed-Dating“, mit dem Spieltrieb-Projekt „Bloody Willy“ und dem großen Abschlusskonzert um 18.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Für Kostümfans gibt es am Samstag, 3. September, einen Kostümverkauf im Produktionszentrum Duisburg-Wanheimerort (Neuenhofstraße 55): Ab 10.00 Uhr gibt es Zählkarten für die Reihenfolge des Einlasses – der Verkauf beginnt um 12.00 Uhr.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Premiere – What next? und Trouble in Tahiti, 04.06.2016

Mai 3, 2016 by  
Filed under Musical, Premieren, Pressemeldung

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

Young Directors mit  What next? und Trouble in Tahiti

Mit der Premiere von What next? und Trouble in Tahiti am Samstag, 4. Juni 2016, um 19.30 Uhr im Theater Duisburg präsentiert die Deutsche Oper am Rhein einen neuen Baustein ihrer Nachwuchsförderung: Unter dem Titel Young Directors erhalten junge Künstler aus dem eigenen Ensemble die Gelegenheit, in den Strukturen eines großen Opernhauses erste eigene Inszenierungen zu entwickeln. In dieser Spielzeit stellen sich die Spielleiter Tibor Torell und Philipp Westerbarkei mit zwei amerikanischen Opern-Einaktern des 20. Jahrhunderts als Regisseure vor.

Deutsche Oper am Rhein / Young Directors - Tibor Torell - Philipp Westerbarkei © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Young Directors – Tibor Torell – Philipp Westerbarkei © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Noch nie standen sich Elliott Carters einziges, 1999 uraufgeführtes Musiktheaterwerk What next? und Leonard Bernsteins Opern-Einakter Trouble in Tahiti aus dem Jahr 1952 an einem Opernabend gegenüber. Stilistisch voll­kommen unterschiedlich beschäftigen sich beide Komponisten mit Fragen der Wahrnehmung und Identität: Wer bin ich? Wo komme ich her – wo will ich hin? Was sind meine Träume und Sehnsüchte, und wie bringe ich sie in Einklang mit der Realität?

Tibor Torell inszeniert Carters musikalisch anspruchsvolles Spätwerk What next?, Philipp Westerbarkei bringt Bernsteins von Jazz und Musical-Elementen geprägte Oper Trouble in Tahiti auf die Bühne. Ana Tasic und Tatjana Ivschina gestalten die Bühnenbilder und Kostüme. Für die musikalische Umsetzung sorgen Jesse Wong und Patrick Francis Chestnut mit erfahrenen Solisten aus dem Ensemble und den Duisburger Philharmonikern.

Young Directors: „What next?“ und „Trouble in Tahiti“
Premiere: Samstag, 4. Juni 2016, 19.30 Uhr – Theater Duisburg

Elliott Carter:  What next?
Oper in einem Akt – Text von Paul Griffiths / In englischer Sprache, deutsche Übertitel

Musikalische Leitung: Jesse Wong Rose: Heidi Elisabeth Meier
Inszenierung: Tibor Torell Mama: Romana Noack
Bühne & Kostüme: Ana Tasic Stella: Susan Maclean
Choreographische Beratung: Amelie Jalowy Zen: Corby Welch
Video: Marco Kreuzer Harry or Larry: Dmitri Vargin
Licht: Franz-Xaver Schaffer Kid: David Chestnut
Dramaturgie: Anne do Paço Orchester: Duisburger Philharmoniker

What Next? ist das einzige Musiktheaterwerk Elliott Carters (1908–2012) – ein faszinierendes Spiel über die Fragen nach Wahrnehmung und Identität: Ein Unfall ist geschehen. Die sechs Opfer sind unverletzt, aber können sich nicht mehr erinnern, wie und warum sie in diese Lage gekommen sind und in welcher Beziehung sie zueinander stehen. In mehreren Anläufen versuchen sie die Situation zu klären – vergeblich. Jeder hat nur sich selbst im Blick, postuliert seine eigene Wahrheit und hört dem anderen kaum zu. Scheitert Gesellschaft an der zwischenmenschlichen Gleichgültigkeit jedes einzelnen?
Der in Tschechien geborene Tibor Torell war an Theatern in Brünn, Prag und Köln sowie von 2007 bis 2011 am Theater Aachen tätig, wo er in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Köln mit Dido and Aeneas, Albert Herring und La descente d‘Orphée aux Enfers / sweetieorpheus_27 erste eigene Inszenierungen erarbeitete. Seit 2011/12 ist er an der Deutschen Oper am Rhein als Spielleiter engagiert.

Leonard Bernstein: Trouble in Tahiti,  Oper in einem Akt – Text vom Komponisten / In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung: Patrick Francis Chestnut,  Dinah: Ramona Zaharia
Inszenierung: Philipp Westerbarkei Sam: Thomas Laske
Bühne & Kostüme: Tatjana Ivschina Girl: Annika Kaschenz
Licht: Franz-Xaver Schaffer Boy 1: Cornel Frey
Dramaturgie: Anne do Paço Boy 2: Roman Hoza
Orchester: Duisburger Philharmoniker

In eine amerikanische Vorstadt der 1950er Jahre entführt uns Trouble in Tahiti: Nach zehn Jahren ist die Ehe von Dinah und Sam nicht mehr so ganz in Hochform. Schon beim Frühstück wird gestritten. Während sich Sam an seinen beruflichen und sportlichen Erfolgen berauscht, verbringt Dinah ihre Tage beim Psychiater und im Kino … Mit seiner ersten, 1952 uraufgeführten Oper schuf Leonard Bernstein (1918–1990) mit leichter Hand Szenen einer Ehe, die uns mit dem ihm eigenen Witz vor Augen führen, dass materieller Wohlstand und beruflicher Erfolg ganz und gar kein Garant für ein erfülltes Leben sind. Arienhafte Melodien wechseln mit fetzigen Songs, die schon den Komponisten der West Side Story verraten. Ein Jazz-Trio kommentiert auf unterhaltsame Weise das Geschehen.

Philipp Westerbarkei studierte Italienische Philologie und Theaterwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. An der Deutschen Oper am Rhein ist er seit 2013/14 als Spielleiter engagiert. Hier setzt er in der kommenden Spielzeit das Mitmach-Projekt „Lost in the forest“ sowie Oliver Knussens Familienoper „Wo die wilden Kerle wohnen“ in Szene.

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